Ex libris
HARVARD UNIVERSITY
LIBRA R Y
OF THE
GRAY HERBARIUM
Received ’Z. % ^ \Cy y y
| P. E. Lillbopp. |
V
N
beS
TtÜQtmzinen 5Seittfd^en
©arten - SKagajtn$
ober
gemein nü$ige ©ettväge
für alle Steile b e § ptaHifcfjett ©artenroefenl.
herauf gt jthn
(Mt ^
D r. & 83 e t t u tf) ,
«c. b. 6. 8egations = 9tatf)e, mittet US meinen gaffen Drfccns unb mehrerer gelebten ©efetffd&aften ÜJltfgliebe.
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fünfter £8 a tt b*
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SD? i t auäge nt alten unb fcfjwarjen Äupfern.
i») .
SB e i m a r,
tm ©erläge b c $ SanbeSsSnbujftiesßomytoirS.
1 8 2 0*
wt
6r&y Herbarium
rlarvsid Universlty,
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$ o c t f e £ u n ö
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Allgemein eit $ e u t f $ e n
@ « r t c it , m a g a j t n $.
fünften S3anbeS, I. ©tue!. 1820.
SBlumiflereü
1 .
<S d) 6 n c 3 i e v -- f 1 a n 5 c n.
£>*t g « föllte @ambac * Safmin.
(Jasminum Sambac flor. plen.)
(9Rit 2fbbilbung auf Safel x).
£i?fe f)6d)fft>ritrefft!rf?e <PfIanje lernten tt>ir 5^
erf! burch t>an 9?heebeg berühmten Hortus Ma-
iabaricus fennen , wo f*c ben Manien Kudda
Mulla führt. 3ht Sßaterlanb ifl £)ftinbien unb
2frabien, unb fte fam $uerff in ben ©arten beg
©roftberjogg oon glorenj, wo fie alg fine bodbfle
©eltenbeit gefragt würbe, unb oon ba ettblid)
nad) Gfnglanb, wo fte auch noch fefjc feiten, unb
nur bei ben berühmteren «£anbelggärttmn $u f)n-
ben if}.
Sbte ©ultut ifh wie bie orn bem einfachen
©ambac = Safmin, unb fie «erlangt burebaug bag
Söarmhaug. ©te bat orangenartigeg Caub, unb
ibre rofenartigen blafigetben Slurnen , welche im
Suliug unb 2fugufl blühen, h^n ben hecrlicbften bals
famifd;en ©ecuch. Sh« 23crmebcung gefchieht burch
2
4 ölumiftetef.
2(hlcget unb ©tecflinge, tfl aber etwas fchwierig.
£)iefe Etliche ^fTattje ift ein wahres Suwel unter SSeifptel einet monfhSfeit £t)acmff)e.
""W™ W«"!« • ©ammluna, «»» M* (Ät rawiOT9 Saf„ 3, ,
von allen Äernmn aufsecorbentlid) bo$$efc&$j}f, _
Die gtofj&lütf)tge © i cf e.
(Lathyrus grandiflorus. )
(2 Rit einer JJbbilbung auf Safet 2.)
Die grofbluthige ©iefe iji eine wahre 3<etbe
unfern ^Blumengarten, unb eine bet fchonjlen foge-
nannten 9?abbatten:^panjen. ©ie gleißt in il)rem
.gabituS vollfommen bem Lathyrus odoratus, tfl
aber perennirenb, unb b>att unfre ©intet, felbft ohne
fBebecfung fcl>c gut aus. ©ie macht flacfe ©träuche,
tfl reichbtühenb, unb it>ve fronen großen SSlumen,
welche vom lebhafteren Karmeftnrotf) ins Siolette
übergehen/ gefallen außerordentlich bem Bluge. 3ta=
lieit unb ©icilien tfl ibv SSateclanb, unb ba fi> bei
uns niebt gern ©aamen tragt, fo wirb fte am be;
ften butcb Sheilung bec &3urjeln im geübjabre ver=
mebet. ©ie blüht feb>c lange im SuniuS, ^wliuö
unb Bfuguji.
n ben .fjetauSgebcc.
Kin Q3etef)ter unb gefec SbreS ©artenmagajmeS
überfendet ihnen eine flüchtige Tfbjeicbnung ber merfs
würdig üppigen SBlütbe einet einfachen blaßtothen
^pajintbe, welche fid) vielleicht', wie bisher manche
andere SSeifpiele t>on monflrb'et SJcgetation unb $ro;
liftcation, 3bre Blufmerffamfeit erwerben fonnte. Die
ßwtebel, woraus biefeS 9)?onjtrum aufbluhete, war in
lebtet Seipjigec 9D?id)aeliSmeffe bei #rn. ttffourttt
aus .fjo.tlanb in Dfuntmel evfauft unb eben nicht unge^
wohnlich groß. ©ie würbe jum Treiben befiimmt, im
Dcfober mit vielen ähnlichen, in gewöhnliche leichte
SSlumenetbe, in einen mittelmäßigen «her fleinen SSlu-
mentopf gepflanzt, im falten $aufe aufbewahrt unb
im gebruar an bie genfier beS warmen $aufeS
Treiben gefegt. ©ie brachte 14 Sage eher als. alle
ihre eben fo behandelten 9iad)barn, auf fünf jufam*
men gewaebfnten (caulis fasciatus) unb 4 einjelnen
S'lebenflangeln, binnen 8 Sagen, jufammen drei huns
bert unb neunjehn regelmäßige blaßrothe, hm'lid)
buftenbe SSlumcn hervor. Der jufammengeroachfene
fleifd)ige ^auptfidngel glich einem fronen geberbufeh»
an welchem bie 3af)l b?t®!oc?en nur nach tcmTfbwelfm
unb Slbfatlcn §df)lbac würbe. Die 3wiebci war beim
c^erauSnehmen fafl gefchwunben, ihr jfern in ein gru*
neS fleifchigeS jerhacfteS Konglomerat unb s^lußgroße
fBrutjwiebeln verwandelt.
Dr. dg) ir t sea. in 3i«öu.
58 I u m i ft e r e t.
5
4*
2C!ifi*üge, eine 25tutt?cn = ^uriofitat betreffend.
£>a« SSluhen unb ^crtnoad)fcn bet (5er»tifotte
auf unb mit einen jugteid) btufjenben f leinen 3werg;
Orangerie : 58dumcben, im Sffiinter getrieben, ge=
wahrt einem unbefdjreiblid) fdjonen ©enufj. 6in
©rdflich (5 1 n f i e t> e t ’fcf>er ©dttner, ehemal« in 9fei»
beräborf, bie Äunjl tiefer 2?erbinbung geheim
unb flarb bamit. £er 9fof*njwejg wuch« au« ber
Steilung ber etilen Steige be« ^omeranjen s fBdunu
d)en« i>erooc unb trug 6 twllfldnbig fdjone 23lumen,
fo wie jugteid) feine (Srndhrerin, nur i 6lle Pom
SSoben f>od> , jugleich Poller SSluthen unb grüchtchen
prangte. STran fab an ber 3nfertion be« 9tofen=
jmeige« in ba§ ©tammdjen webet ton JDculiren ncch
pfropfen r.od) Tfblactieren bie geringjle ©pur. 2Beld)et
SPfethobe, bie oegetierenbe SScrbinbung groeter in if)ter
Sertur fo t)«tecogenet fPftanjen hetoorjubringen unb
ju erhalten, (id) fatje ba« ndmlidhe 58dumcben3 Saf^e
hinter einanber in ähnlicher 23o(lfommenbeit) mag ber
neibifdjc Äunftler ft'cf) bebient haben? ?
Dr,#i Visen. in 3ittau,
Antwort.
Diefe Chmofttdt i{l gar fein ©eheimnifj, fon-
bern eine befanitte ©drtner = ©pieterei. SP? an nimmt
ndmticb einen alten unb etwa« jlarfen BwetgsDran*
genjlamm, ber gute 3hau = unb ^aatwurjeln hat,
fchneibet ipm bie ^fablwurjet fo wie auch bie SPIitte
bet Ätone au«, bohret fobann oon unten hinauf,
mit einem etwa« jlarfen 25rech$tcr -öohlbebcet, ei«
£od) non ber Sßurjet bi« jur jftone be« ©tamme«
herau«. £urch biefc« god> flieht man fobann eine
gutfcwurjelte Sobe einet jungen CSeutifolie, welche
hinein pafjt, unb oben herau« geht, Perwahrt fo;
wohl oben al« unten bie 5Bunben mit 35aumwad)«,
unb fefct al«bann ben fo [ehr perwunbeten SSaum
in gute Srangenerbe, unb wenigjlen« einen ©om=
mer lang in einen watmen Mafien, bamit er ftdj
erhöhten unb wieber an warfen fann. 6c fowofjt
al« bie SRofe werben treiben unb blühen.
fr 3. 8.
6
£) b (i s ß « 1 ( it r,
£>&fi Vguttur.
I.
G(>ara f terifiif Per £) b fi= tfrten.
Pflaumen * ©orten.
35 i e Saup^incn > 9).fUume.
gtanj. Prune du Dauphin , auch Petite Reine Claude.
(2Xit Äbbtlfcung auf Safel 4.)
S t M t.
£iefe grucht ift bet Jtonigin C lau bie (Reine
Claude; t> 0 II i ähnlich unb nur babutd) von ihrer
dufetfichen ©rjlaU abweidjenb, baf fte fleiner ifl.
@ie mift einen So'! in ihrer <g>ehe unb einen So II
«nb eine gittie in ihrer Sreite unb Stde, unb ifl
mehr platt al« breit. Sic ginic 00m ©tiet $ur ent*
gegen gefegten ©eite ift febr flach au«q ebrütff , bod)
fo, baf man fie be:tlid> wahrnehmen fann, unb
enbiget ft'cf) an einem arauen SBlüthenpünftchen, an
reelcb m ba« gleifd) an ber anbern ©eite etwa« l>6=
I)er ju flehen pflegt, baf fte fid> nicht gern ba auf*
fiellen laft. 2(m otiele ifl fte flacher unb biefer hat
ba eine enge 23erttefung. Sie gatbe ber $aut ift
grüngelb unb einige bauen haben Diele 23aumflecfen,
fluefj ba, njo fte bie ©onne flarf getroffen l )at, rotb*
liehe fünfte, bie oft eine SSlutfatbe in ihrem Um*
freife annef)men. Sie $aut ifl jdh? unb bünne unb
laft ftch recht gut ahjwh«t, ba« gleifd) $«irt unb gal*
fettartig, unb o.oll bc« füfefren unb augenet)mftcn
©affe«, ßine gittie unter bem Umfreife lauft eine
fiar! Derfd;lungene giber, bereu einige gegen ben
©tein bmffrcicbcti.
Ser ©teilt ifl Flein , trift einen halben Soll in
ber gange, riet ginien in ber 23rcite unb bcei tn ber
Sirfe. Sie breite Äantc hat fünf fcharfe aufge*
trorfene ginien, jwifchen welchen fladje «ßectiefungen
liegen, Don biefett ifl bie mittetfle bie hochtfe unb
fd)d f|le. 2fuf ber fchmaien ©eite fd;eint bie ginte
gefpaltcit 51t fepn, unb fleht fel;c beutlid? auöeiitan*
ber, fte hangt aber auf ihrem ®ntnbe fefl jufam*
men. Sie SÖatfenfeiten ffnb jart genarbt, unb in
ber Glitte flreicht eine fldrfete ginie Dom ©fiele her=
anrartg. Tben an bi>fen hat ber ©tein eine (lumpf
aufgelegte ©pifce, unten aber ifl er mehr jttqmtn*
b>t, welche« hei ben «Pflaumen fonfl nicht ber gal l
ifl, unb wirb nur bafelbfl burch ein «pünftchen wie
bic Äuppe einer jarten ©tednabel bemerftid).
Sie «Pflaume wirb im Anfänge be« ©eptember«
reif, unb bauert etwa 14 Sage, wo fte nach unb nad>
Dom «Saume abgelefen wirb.
25 a u m.
Ser ©tamm ifl mittelmdfig flarf, ^aupt* unb
Plebendfle fe(jen ftcf> gern quirrlich an. Sie 3weige
ftnb Für j unb ficif. Sa« Sragtjolj wechfelt unor*
£5 b f!
Kultur.
7
bentticb, unb fefct oft cm#. Sie Sommerfdi offen
fmb mittetmdjjig lang unb flacf ; auf bet Sonnen;
fe te ftnb fic braun unb auf ber entgegenflebenben
grün unb glatt.
Statt.
Da« Statt ifi Idnglid) unb f>at feine grdfjte
Sreite in ber 9J?itte feiner Pdnge, von ber e« naef)
beiben ©nben gleicbmdfjig abnimmt, unb vorn mit
einer fur.jen Rümpfen Spifce ftef? enbet, am Stiel
aber lang gefpifct anlauft. Die 9vippd)en ftnb weit=
läufig unb orbentlicb geredet, taufen auch gonj pa*
rattetl b.m 9?anbe ju. 2fuf biefen befinben fidt? fleine
unb grofje ßdefeben aber nidjt fefarf gejafnt. Der
Stiel ifl flarf unb furj, bat bi«we;len etwa« fcbmu=
jig rotl>e# an ftdj. Da« Statt aber ifi an £atbe
hellgrün.
Diefe Pflaume fuhrt jwei tarnen, bie aucfc nod)
jwei perfd)iebene anbete führen. Denn man bat
febon eine fleine Reine Claude bie im 20 gfanbe
S. 17 be« Z. £bfl*©drtn. befdjrieben worben ijl, unb
aueb eine Dauphine ; Pflaume , bie icb, wie biefe,
hier au« bem Jard. d. Plant, erhielt. $0?an konnte
baber jene im Z. £>. ©. befebrtebene ’jum Unterfcfeiebe
von btefer bie bunte Reine Claude nennen, unb
fo würbe biefe jauch in 2lnfebung be« anbern £Ra=
men« von bem Sb. 21. be« 3!. Dbflgdrtner« S. 11.
befdjriebene Dauphine verfcf>icben fepn.
Sicfler.
n4
Hebet bie berf v ü bete SEragbarfctt
ber £)bjtbäume.
5t?an bat allgemein angenommen, baf bei ab
ten organifirten ©efebopfen von ihrer eigen (Sntfle*
bung an bi« ju bem Seitpunkte tfrec Sorfpflanjung
eine gewiffe Seit verfliegen muffe, bie bei einigen
tanger, bei anbern kürzer fep 'Diefe SSebduptung
grünbet fid) tbeit« auf bie Erfahrung , tbeit« auf
Seobacbtungen unb Untetfucbungen ber fRatur eine«
jeben belebten SBefen« unb ber $u ihrer gottpflan*
jung beftimmten Drgane. 3B r fefen täglich mit
unfern 2lugen, bafj alle ©efebopfe vor einem bu
flimmten 2f Iter weber ba« Sermogen jur gjortpfTam
jung beft'ben noch auch ben Sri eb baju duftem; bafj
aber bann, wenn alie Steife ihre« jforpet« ben er=
fotberlieben ©rab ber 2fu8bilbung erlangt haben, ber
Srieb unb ba« gcrtpflansungäveunogen firf) von
felbfi einflellt, unb bann auch eine gute unb fraf=
tige Wacbfommenfdjaft erjeugt wirb. Diefe Aerobe
bet 2fu«bilbung ift nach ber tWannicbfattigfeit ber
©efebopfe duferjf verhieben unb wi b burd) ba«
optima noch mehr mobifreirt. 3n beiden ©egenben
eilt alle« mit Schnelligkeit feinem 3*ete entgegen,
unb bie männliche 9reife tritt bafer aud) früher ein;
in f altern btngegen ftnbet ba« umgekehrte Serbdlt*
n;fj Statt. Unb biefe 9?orm ijl, fo weit urifett
Äenntniffe reichen, allgemein, inbem fie fotvobl in
ber animatifeben a(« vegetafcilifcben Sdjopfitng wahr;
genommen wirb. Durch aufmeeffame Seobacptung
bat man auch bei ben meiden lebenben ©efebopfen,
bie mir in ben Jltei« unferer ßultar gezogen pab n,
ben Seitpunkt, bi« ju welchem ficb ihre SRannbat*
8
£)6{l --
feit ju enttotcfefn pflegt, siemtidj genau beftimmt.
5Kuc in ■Öinftdjt ber Dbflbdume tjecrfät hierher
noc^ eine gewaltige &unfe[f>eit. Wct» fein $omo--
fog f emerfte bisher mit entfd)ie&enec @eiBt$&eit, wie
» el .jahre unb Sage oott ber efuSfaat eine» Dbfts
fernS bis 5«r Sragbacfeit beg barauS etwaeftfenen
IBaume« wecfliegea muffen. 9htr non bem $5otS=
botfecapfHbaume tfi man burrf) Erfahrung jur ©e=
Wipbeit getätigt , bajj er nicht unter bem 2o|fen
Sabre fruchtbar werbe.
S3on anbem 2fepfelbdumen behauptet ber Gfngj
lattber Ä night/ bafj ftc nicht unter bem breijehm
ten ober Bierjehnten Sabre ihres öfters Möchte frü,
gen. Sb ft'ch biefer Settraum nicht burch eine be--
fonbere SSebanblung abfdrjen (affe, barüber fetweü
gen alte unfere pomotog fchen ©cbriftfteller. Dafi
biep aber atlerbtngS möglich fep, bauon hat mich
eine in btefetn S&h1* gemachte Erfahrung Boftfoms
men überzeugt.
3roei meiner jfinber hatten fleh einen Keinen
Herrath tfcpfelferne gefimmelt, unb fdeten fte, um
fi'ch eine Saumfchute amutegen, im £ctbft 1515 aus.
Sie tfetne tiefen seifig im gröbere 1816 auf,
unb bie jungen ft>jTan5cn wuchfen fo luftig heran,
b^ »on ihnen ju (?nbe beS SnniuS eine
^ibhe Bon 5—6 ßoü erreicht Ratten. 2fuf meine
SSemerfung: ba<5 bie SSdumdjen t>i et ju biefe ftun-
ben! hoben biefe angebenben Dbftbaumpftan5er in
meiner tfbwefenheit eine nnfef,nlicf>e $arthie batwn
«US, unb nerpftansten fte auf einige anbere S3eete
«inen weit aus einanber. Btt meinet 2?ermum
berung fehlen fte biefe Setfebung nicht im geringften
«Ucmt su haben, fte wuchfen fogar, »eit häufige
G ttlf ui\
Siegen unb Reifte ©emitterfuff bie Sßegetvion au«,
nehmeub beg.'mfiigte, noch etwas fort. Da fte auf
gutem SSoben ftunben, fo machten fte im Sabre 1817
einen Srieb Bon mehr als einer ^(te. Die Äinbcr
freueten ftd, beS üppigen SBud&feS unb befdrberfen
ihn no d) mehr babutch, baft fte alte ©eifenfc&bgtinge
forgfattig abfniffen : bieg hatte aber ben 9?ac&thcil,
ba§ bie ©tdmmchen wenig« in bie ©tdrfe mud.ftn.
Sahce 1818 mürben fchon Biete Bon ihnen fo;
puttret, ba aber biefeS ©efchdft nur tangfam Bon
©tatten gieng, fo blieben eine CftZenge juruef, welche
bie ndmltcbe S3ebanbtung Wie im Borigen Sa&re n--
fuhren^ fte fpinbetten sum Grcftaunen in bie #obe,
unb^ ba ihnen nun in ber ©ptfce mehrere 9?eben.-
fchopltnge gelaffen remben, fo ftengen-fte an, eine
Ärone ju btlben, bie fte aber, tBeit es ben ©tdmnu
chm an ©tdrfe gebrad), nidjt aufrcd;t tragen fonn--
ten, fonbern immer etwas nieberwdtts fenffen. Sni
Sahte 1819 hatten fte eine gtye ücn beinahe brei
euen erreicht unb ftiefen mm eine Cftienge ©eitern
triebe aus. Die jungen ‘homologen nahmen biefe
aber forgfattig hinweg, mcburch benn ber Srieb in
bie Äcone bcbcufonb Bfvmehrt würbe, fo bajj biefe
rnegen junehmenber ©chwere ftd, nicht ganj perpem
bifttldt erheben fonnte, tnbeffen hatten fte boch nun
bie ©tdrfe eines mäßigen Ringers erreicht unb j()te
Sdrge betrug am (Sube bes 3ah«S mehr als brei
(Jlteu. -Äl« fte bas 2aub faüen- lief en , nahmen ihre
fronen eine mehr perpenbiculdre Dichtung an. Sd)
tieth, fte nun im angehenben Sruhiahre 1820 Su pfC0;
Pfen, aUein ber fdjone 2Bud)g brachte meine jungen
©drtner auf bie ©ebanfen, ju Berfuchen, ob nicht
auch unßetebelle SSdume, bie ja boch aus jfernen
ebler Dbfiforten erzeugt worben wdren, gute getichte
brachten, unb fo blieben fte unangetaftet ftehm.
£> b fi « Sulfur.
2fbet wie grof war mein ©rflaunen, als |d> im An«
fange beS perfloffenen Sttaimonats bemerfte, bafj eins
biefer SSdumcben — gerate im fünften Sab« feines
Alters einige SSlttfben « S3ufd)el trug! 23on alten
tiefen Stützen iff inbeffen nur eine einjige befrud)«
tet worben, unb bat einen Apfel angefe|t, ber jefjt
fcbon (imSn(iuS) eine jiemlicbe ©rofje erreicht bat.
— 2Bie nun aud) bie SSefcbaffenbeit beffelben aus*
fallen mag, fo bemeifet bod> btefeS eine SSeifpiel, bafj
unter einer gewiffen SSebanblung bie aus fernen
gezogenen Apfelbaume Piel früher jurn grucbttragen
gebracht werben fonnen, als man bisbet geglaubt
bat. Sch fcbteibe nun bie frühere Pubertät biefeS
ApfetbdumchenS lebiglich bem Umtfanbe $u, bafj eS
wegen Schwache beS Schaftes feine Ärone nicht gan^
aufreiht tragen fonnte, fonbern fte unter ihrer
Schwere berabbeugte, woburch bie ©r^eugung ber
S5lattfnofpen erfcbwert würbe.
Sn ben neuern Seifen bat uns $err Änigbt
dbnli^e SSeifpiele pon ber perfcühten Stagbarfett
ber aus Äernen etjogenen ^ftrfcbenbdume mitge--
tbeilt. Sn einet am 2tm Sftdrj 1813 in ber ©ar«
tenbaugefeUfd;aft ju Sonbon gehaltenen SJorlefung
fagt er:
©in auS 9?eufüb « 2BalcS jutücfgefommenet
'©ngtdnber perfid) erte, bafj por etlichen Sahren ein
9)ftrfcb«nbaum, welcher in jener ©egenb aus einem
Äern aufgewachfen wäre, in einem Atter oon fechS
Monaten, ohne perebett worben $u fepn, grüßte
getragen batte. £>aS Stillfchweigen , welches bie
granjoftfeben ©artenfcbriftjlellet über baS frühzeitige
gruchtanfeben beS ^PfttfcbenbaumS beobachtet haben
ttnb bet feht bekannte Umfianb, bafj immer ein ge«
gortf, b, A, 3, @«rt, 2»ag, V. S3b, 1, ©t. i8?o,
9
wiffet .Seitraum jwifdjen bet ©ntdehung eines SSaumeS
unb bem Seitpunfte, wo er im Stanbe ifi ^lüthen
unb grüchtc ju tragen, Statt ftnbet, machten bafj
man biefeS gaftum bezweifelte, unb ich felbfi würbe es
als eine gäbet befradjtet haben, wenn ich nicht por«
her einige befonbere Umfldnbe beobachtet batte über
bie Art, wie ftch aus fernen erwaebfene fpftrfcben«
bäume oetbalten. Sch hatte unter anbern beobacb«
tet, baf biefe SSdunte, fo lange als ihnen bie Sem«
peratur günfiig ifi, ju Pegetiren fortfahren, baf
ihre SSldtter fajr alle Monate einen befonbern ©ha«
rafter annehmen, fo bag fte ftd> am ©nbe beS erfien
#ecbjieS in feinem Stücfe pon ben Stattern eines
flau* auSgebilbefen üSaumeS unterfdjeiben; bafj biefe
SSdume enblid), wenn man fte bis sum achten 9tto«
nate in fef>t fleinen Sopfen b««lt unb barauf an
eine Sttauer in eine febc luftige Sage pflanjte, in
ihrem britten Sahre grüchte trugen. Sch glaubte
alfo, es fep nidjt unwahrfcheinlich mit ^)ülfe ber
genfer unb einer fünfilicben Sßdrme Pon einem
Zweijährigen SSaume grüßte ju erhalten, eS fep
fogac nicht unmöglich, beten pon einem jährigen
Saume mittelji eines befonbern Schnittes ju er«
langen. Snbeffen mu§ ich gefielen, baf bie faji un«
unterbrochene Abwefenbeit ber Sonne tn unferm
Älima mich ein wenig mifjtrauifch gegen ben glücf«
lieben ©rfolg biefeS festem SSerfuc^ö mad>te.
Sdh befafj einige ^firfebenferne pon Säumen
mit benen ich tm Sabre 1811 SSerfucbe §u ©rjeu«
gung frühzeitiger Sorten gemalt batte, unb nahm
mit por, fte ju Anfänge beS SanuarS in £6pfe zu
fäen unb biefe in ein 9BarmbauS ju fietten. 25a
ich fein SßarmbauS hatte, fo bot mir einer meiner
greunbe baS feintge jum ©ebtauch anj «Hein es
85
IO
£>bfi = (5 ul tu?.
war betgeffatt ton Snfeften aller 2frt ^etmsefwdjt,
ba^ ich es nicht wagen wollte, meine 2lu*faat ba*
ein $u machen. ©eine £erne erfuhren olfo ben
ginfluft einer künftigen ©arme nicht ttyt, al« in
ber ©itte be« gebruar, wo ich mein 5Beinf>auö &u
heilen anfreng. Sie jungen ^flanjm [probten ju
Anfänge bc« ©drs h^ot, unb wiitben nem @nbe
be« ©ai ben ganjen ©ommer unb ^ecbjl, Ijinburcl)
unter ©la« getyaltfn,
Ueberjeugt, baf wenn man ba« tflter ber SErag*
barfeit an ben Säumen non bem Augenblicke ihre«
entgehen« an auf eine fo weite Entfernung t>tnauS
[ehe, bie Statut ihnen in biefec Bwifdjenjeit bie ©it=
tet jur Sereitung eine« reichlichen Sotrath« Srga*
ntfation«fdf)igen Stoffe« habe nerfdjaffen wollen, ehe
bet ©aft jur Silbung ber Slumcn 'unb grüßte
angewenbet werbe, wählte ich meinet SE&mie j«
golge eine eigene Art ton ©djnitt unb Eultur, um
jene« Siel ber Statur ju erreichen. Sa bie Slatter,
meiner ©einung nach, bie einjigen Srgane fütb, wo
bet eigentliche ©aft gebilbet wirb, fo lieg ich jeber
«Pflanje alle bie ©eitenjweige, welche ihre Slatter
bem Sichte jufehren konnten ohne ftd> ju fteujen
unb su fchaben. Siefe Sweige würben in ihrer 3u=
genb bi« auf« tierte ober fünfte Auge befebnitten,
unb bie Änefpen, weldje fid) in ben ©infein bet
Slätter erseugten, würben, fobalb fte jum Sorfchein
kamen weggenommen , bag alfo nicht ber minbejfe
©aft, bet ftch in ben Sldttcrn gebilbet hatte, uns
nu^ nerwenbet wyrbe. 3* habe an einem anbetn
£)cte K-raiefen, bag bie Slatter unter folchen Um*
jldnben ba« ©ach«tf)um be«jenigen SheilS be« ©tarn*
me«, bet fich jwifdjen ihnen unb ber Erbe beftnbet,
begünfiigen, unb barau« ergiebt fid>, bag man bem
©tamme nach belieben eine eben fo reg’lmdftge
ppramibalifcfce gorm -geben könne, wie bw Äfr fftee
bem tobten £ol$e mit bem ©eigel. ©an mufj
nur, um *u tiefem Siele ju gelangen, bie Sah' unb
bie ©teliung ber Slatter mit ber@rSfe, bie man
ten t.rfchiebenen Sh'ilen be« ©tamme« geben will,
in Serbdltnig bringen. 3$ hatte auch berechnet,
bag ber eigentliche ©aft, welcher oon ben Sid tern
be« untern STtjeilö be« ©tamme« unb bet untern
Brneige erjeugt würbe, jur Nahrung ber ©urjeln
würbe terwenbet werben, unb bag berjenige, welcher
in ben Sldttetn be« obern 2&eil« be« Saume« be*
reifet würbe f jur Silbung bet gruchtfnofpen beitra*
gen mochte. 3<h fdjrdnfte mich alfo auf bie Ser*
fütjung ber ©eitenjweige, welche ganj oben an mei*
nen. jungen Säumen heroortrieben; wenn biefe eine
4>ohe non ffeben bi« acht gug erreicht hatten, unb
lieg ihnen alle Änofpen in ber Hoffnung, bag Einige
Slüthen bringen würben.
Sie Sopfe würben mit 9?afen gefüllt, welchen
man auf einer fdjonen ©iefe flach, beren Soben
angefebwemmt war. S*h hatte biefe ©ubflans fchon
norher mit nielem ©lüefe bei ähnlichen Scrfuchen
angewenbet. Sie Erbe in ben Sopfen würbe wdf)=
renb be« ©ommer« breimal ncranbert, unb jebe«mal
non neuem frifchet Olafen ^ingugefc^t.
£)er ©ommer war fo fatt unb fo nebelidjt, bag
id) meine Hoffnung auf einen glücklichen Erfolg auf*
gab, war aber nidjt« beflo weniger entfdjloffen bie*
fen Sccfud) unter günfligern Umfldnben nod) einmal
ju madjen; ich gab alfo meinen spfücfchenbdumen
feine fünfilicbe ©arme mehr, ob id> mir gleich an*
fanglidj norgenommen h«tte » folc^eö bi« in ben
£>bf! = t>yffur.
i
*£e-bP fortjufetjen. 9?:cM$ bclHperngw batte ich
gegen bas ®nbe bcS .fterbpeS bae unerwartete 523er=
gnügen jtu fehcn, bag von fteben ©ä <tnen , w?l*e
ber ©egenpanb meinet ©etfudtS gewefen waren, brei
©tüthenfnofpen batten. £>er Umfang biefer Änofpen
würbe nad) unb nach groget unb fte haben eine
fofd>e Stärfe erlangt, ba§ ich gar nicht jweifele, bag
fte grüdjte $u bringen im Stanbe fepn werben.
5)?an fann alf o bie (Erjählung bcS ^panjerS
auS 9Rufüb = ©JalcS feincSwegeS in Sweifel 5! eben,
«mb e$ ifl wabrfcf)einlict) bag, inbem er bie «Seitens
jweige feines jungen Saumes perfürste, um ifm eine
angenehmere gorm $u geben, er jufdlligerweife bie
2frt beS Schnittes gemacht hat, bie ich h« £h{OC‘e
ju golge als bie bejle betrachte.
3.
Ueber bie Functionen bet: Stattet
in ber flanken weit.
Sie (ftaturfotfeher aller Seiten haben über bie
©epimmurg unb gunctionen ber ©lätter bet 'PParn
jen feht per(d)i?bene Meinungen gebeget. (Einige ha*
ten fte für CfpacuationSs unb tfuSbünPungSwerfjeuge
gehalten, wobutch ftd> bie fppanjen berjenigen Steile
entlebigten , bie entweber ju ihrer Nahrung um
brauchbar ober ju ihrem ©epehen überflüfpg waren,
unb bie ©erfudje, bie man ju bem <5nbe ang^fiellt
t)at, febeinen biete Meinung allerbingS ju betätigen,
©ringt man nämlich eine sppanje unter einen gld=
fernen SRecipiente ’ , fo bemerft man, bag jtrb waf);
tenb ber Stacht eine 9)?enge Sünjie in bemfelben am
hangen, welche in ganzen Stopfen pon fcen Seitens
wdnben herabfliefen. SaS Stämliche hat man burch
ein über mehrere sppanjen auSgefpannteS Such ju
beweifen gefügt, welches wenig ober gar feine geuch*
tigfeit fpüren lieg, wähtenb bie fearunter beftnblichen
^flanjen 00m $bau ganj bunbnägt waren. — ttbec
fo fehr au* biefe ©erfuche für bas 2luSbünpungSs
gefchaft ber ©lätter ju fprechen fcheinen, fo haben
bo* anbere gerabe baS ©egentheil angenommen, unb
behauptet; bie ^flanjcn faugten burch biefelben ei*
nen grogen Sheil ihres StaljrungSffoffeS ein. Sie
haben bteteS theilS burch einen ©erfud) ^ritfilepS
ju beweifen gefucht, welcher ebenfalls sppanjen um
ter gläferne Stecipienten mit PBaffer gepellt hatte,
unb wahrnahm, bag fte oiel f*neller wuchfen, wenn
bie £wft, Pon welcher fte umgeben waren, mit fam
len Sünden angefüllt war; theilS haben fte ftcf>
jur Unterpüfcung biefer SDteinung auf fei? (Erfahrung
berufen, bag abgefchnittene ^fTanjen unb ©autm
jweig?, wenn fte über einen ©runnen aufgehangen
ober in einen feuchten .Steller gepellt werben, ftch
länger frifch erhalten als in freier troefner Suff.
Stodh atibere haben behauptet , bäS ©ef*äft ber
©lätter bepefje eigentli* barin, bie eleftrifche SDtas
terie auS ber 2uft ansujtehen, welche bie ^Panjen
ju ihrem 2Ba*?tbume hebürften, unb biefe CPteü
nung ip ebenfalls nicht unwahrfchetnlirf) , ba bie
jaefigen unb bie fcharfaeränbeten ©lätter recht baju
gemacht ju fepn fcheinen, bie (Elefiricität aufjm
nehmen.
Sarwin perwirft alle biefe Meinungen, unb
fudht bttr* ©ecfudje ju bewegen, bag bie ©lätter
bei ben P'flanjcn bie Stelle bet ßungen perträten,
unb behauptet inionbetheit, bag bie obere giact?« bet
© 2
18
£> b ft * & u I t « r.
«glätter bag 9lefpiratlongWecf$eug bet ^flanjcn fep,
benn man fönne beutlicb fetjen, wie bec ©aft in
ben ©efäfien big $u bem 9?anbe ber Slätter gefüb*
m, unb bafelbfl in einen weiten ©aft, welcher
bas SSlut bec «pflegen f«9e verwanbelt, unb butcb
Senen auf bie untere Stacke jurüefgefübtet werbe.
®o verhieben nun auch biefe Meinungen ftnb,
fo (affen fte ficb vielleicht alle mit einanbec vereint
gen, benn e8 lägt ficb fcblecbterbings niebt bebaup*
ten, bajj bie Slätter ben fPflanjen nur ju einem
3wecfe gegeben wären. Ser fchatffinnige fPräftbent
ber ©artenbaugefellfcbaft in Sonbon, >£>t. Änigb*,
nermutbet fogat, auf intereffant* «ßerfudje geflüfct,
bag bie Slätter bei ben «Pflanjen bie ©teile beg
«Wageng unb beg ©efrofeg ber 2b«« vertraten,
inbem fie ben aufgenommenen fRabcungsfaft vetat--
beiteten, unb ben eiitjelnen Steilen beg Saumeg
unb ber ^flanje, namentlich auch ben g'ücbten,
jufubrten. ©ine ©tfabtung, bie er baruber mitges
tbeilet b«t/ ifl in ber Sbat S« wichtig, al8 bafj fie
hier nicht einen 9>la|s uerbienen foUte.
2CUe ©drtner, welche nur einigermaßen bie
Gultur beg ^firfebenbaumg beobachteten , muffen
auch bemerft haben, baß bie gruebt burebgebenbg,
wenn bec 2bei( «‘«eg 3»eigeg über bec grurf)i feine
«glätter bat, feiten reif würbe unb niemalg ben
©tab ber ©üte erlangte, ben er $u erreichen fähig
war. Sie Slütben gebeiben wohl auf biefer ?lvt
Zweigen juweilen beffer alg auf anbern Steilen beg
Saumeg, unb bie. gewebt wdcbfl auperorbentlich.
fcbneU; aber bemach fann fie nicht reif werben.
3m grublinge beg vorigen 3«b«$ batte ein
spfirfebenbaum in meinem ©arten, von bem ich
gern grüßte $u haben wfinfebte, but<b bie ffvenge
5ßittecung alle feine Slütben big auf jwei vctlo*
ren, welche gerabe auf Zweigen ftunben, bie feine
Slätter batten. 3<b wünfdbte febr fte ju erhalte»
unb iugleicb bie Urfacfce ju entbeefen, warum bie
behaarten unb naeften ^ftrfcben unter ahnüdbe»
Umflänben niemalg reif würben. Sie wabrfebein*
licbjle Urfacbe war meiner Meinung nach ber ©can*
gel beg abfletgenben ©afteg, ben bie Slätter ge*
liefert haben würben, wenn fie vorhanben gewe*
fen wären, unb folglich ber franfhafte Bußanb beg
3tveigeg. 3* befcblofs alfo aug einer anbern Quelle,
denjenigen 2l)eil beg abjleigenbett ©afteg, ben meine
^ft'rfcben bebueften, bahin ju leiten, Bur Streichung
biefer 3(bficht würben bie ©piften ber beiben Bweige,
auf welchen bie gruchte fiunben, mit anbern 3weigen
gleicbeg 2llterg, welche Slätter batten, in Serübtung
gebracht, unb unmittelbar übet ber grubbt nahm man
einen 52t>ei( ber SRinbe, etwa viermal fo lang, alg
ber Bweig im Surdjmeffer batte hinweg. Sehnliche
SBunben würben in bie Bweige mit Slättern gemacht/
bie entblößten Steile in Serübtung gefe|t unb gut
verbunben; bie Bweige verwuebfen fcbneU ol)ne Bwei*
fei biefer Operation ju golge, bie grüßte würben voll*
femmen reif unb erlangten einen hoh«en ©rab von
SSollfommehbtit,
Sie ©rhaltitng ber beiben ^)ßrfcben ifl an unb
für ficb nicht fonberlid) wichtig, allein ba8 Ülefultat
meineg Secfudjg öffnet ung eine gan$ neue Änftcht
ber gunftionen ber Slätter, ©g ifl bieg ein fdjwa»
eher Sichtflrabt, bec auf ben bunfeln SBeg fällt,
ben bie geriet tber fPflanjenpbPftologie butchlaufen
müffen.
£>bfl = Kultur.
4*
£ 6 £ t e t 8 iD c ti hu | 1,
o 6 e t
wad fantt ein Canb fd^ulie^rer teilen?
«Mitten in bem f>ccrCi«^en Sü^aCc , an beffen
öjilidjm 2fudgange man bad alte faljteiche gran*
fen häufen erblicft, liegt, faum beet SSicctet ©tun*
ben trefttieft ba»on, bad fchone Dorf Mottleben.
Mur $wei ©tragen enthaltenb, bie ein Äreuj bilben,
ift ed fafl auf allen ©eiten umfrdnjt non grofen
gut bevfTanjteH Öbpgarten, bie in SSerbinbung mit
feinen übrigen Umgebungen, bem Orte bad fteunb*
Itchpe 2fnfel)en geben unb nie anberd ald mit 3Bof)t»
gefallen betrachtet werben fonnen non 3*bem, ber
ein gteunb ift ber Matur unb bed Sanblebend. «£iec
trat ed, wo feit bem Sollte jjyj bid ju feinem
Sobe 18 *3 ^ bet ©chullehret ^o^ann Micolaud
Äotjter lebte unb witEte, unb — unbefd)abet feiner
eigentlichen SSerufdpPtdjten — burch fein eblcd unb
uneigennü&iged SDirEen für bad allgemeine SSepe, ftch
um bie 5Bohlfal)tt Mottlebend ein SJerbienp erwor*
ben baö feine Beit nertilgen wirb, aud bem
banfbaren Tlnbenfen feiner gegenwärtigen unb fünf*
tigen SSewohnet,.
©eboren ju ©ladbad), einem fleinen Dorf*
d)eit im gürjtentbum ©chwarjburg Mubolpabt, noc
bem 2b&tinget 5Balbe , hatte et in ben Salden fei*
net Vorbereitung jum ©<hulamte ©elegenhett ge*
funben, fich unter «nbern auch recht fcha&bare Äennt-
niffe nom ©artenbau unb non ber Öbpbaumjucht
einjufammeln, unb baburch eine gewiffe Votliebe
13
für Mebenbefdjdftigungen biefer tft t gewonnen. Sn*
beffen fchien hoch Mottlebcn, wohin er im oben ge*
nanntem 3af)te als ©chulamts * ©u&pitut berufen
würbe, berDrt nicht ju feijn, um biefer feinet Sieb*
lingöneigung in ©tunben ber «Mujie nadjhdngen ju
fonnen. Denn not bem bamaligen ©chulhaufe be*
fanb fich nur ein fleined gleichen ©arten, non faum
einer Öuabratruthe Sliichenraum; unb fo würbe auch
oielleicht mit ber Beit, aud «Mangel an ©elegenheit,
fte ju befriebigen, jene Meigung jum ©artenbau in
il)m netlofchen fepn, wenn er nicht burd) feine jweite
Verheiratung wäre in ben ©taub gefegt worbett,
ein ber ©djulwohnung gerabe gegenüber liegenbe«
«haud faufen ju fonnen , beffen uberflüf|lig gtojjet
wüper #ofcaum fich ganj »orjügltd) jur Anlegung
eined folcf>en ©artend eignete, wie ihn ft d) ber tlja*
tige Köhler bid bahin immer »ergebend gewünfeht
hatte,
Diefe fchone ©elegenheit ju benu^en, fdumte
er nicht, unb balb fahe man jene »otmald wüpe
©tdtte in ein überaud fceunblidjed ©drtchen umge*
wanbeit, beffen wirflich gefdjmacfoolle ©inridjtung
Sebermann greube machte unb bie Äenntniffe beur*
funbete, welche ftch Äohl-et »om ©artenbau uttj^.
»on ber Öbpbaitmjucht bereitd erworben hotte. S5e*
fonbetd alücflich war er in ber ©rjiehung »on Bwerg*
Sbp, ober fogenannten granjbaumchen, beten S3e*
hanblung er metperhaft eerPanb, unb welcher Äunft
ec manche, ihm in ber £bat ©hce bringenbe S3e*
fanntfehaft mit audwärtigen ©artenfreunben — bt*
fonberd in gtaitfcnhaufen — ju »erbanfen hatte,
bie fein latent balb auf biefe, balb auf jene 2fct in
Änfpruch nahmen unb bm »on Matur fo gefälligen
«Mann immer beretlwiüig fanben, ihnen mit Mat)
unb Sfxtt an bi? £anb ju geben, fo oft feine ©d)uU
Arbeiten bi. $ oerflatteten.
Ueberbaupt gehörte unfer Äofjtec nicf)t e,u be*
nen, bie at a«S bem, was ft? beffer n>tff?n
«nö oerfleben als Tfnbrrc, grofe ©eheimniffe machen
Wolfen; vielmehr bradite eS fein gemeinnü&iget ©inn
mit ftrf> , baf er in eben bem ©rabe, wie er felbfi
lernbegierig war , unb — big an fein gebenSenbe,
burch fragen unb gorfeften unb Dtacbbenfen ben eig=
wen 23orratb von Äenntniffen unb Erfahrungen ju
Vermehren fuebte, ficb auch bereitwillig jeigte, Sebent,
bem bamit gebient war, baS mitjutbeilen, was er
vorjugSweife beffer verflanb als 2(nbere. Daher
beburfte eS auch für ibn feiner befonbent 2l\xf>
forberung, feinen ©cbulfinbern — wie in anbern ge*
meinnüfcigen Dingen, fo aud) über bie £>bflbaum=
guebt Untmid)t ju ertbeilen, unb ihnen biefelbe um
ihres großen Ohr^enS willen ju empfehlen, inbem fein
gemfinnübiger ©inn ibn Pen felbfi baju antrieb.
SBenn babec im Srubjabre bie 3eit fam, wo junge
S5aumjldmme gepfropft werben muffen, fo vetfams
melte er bie gröfjetn feiner ©cbulfinbet um ficb, jeigte
ihnen, wie baS Pfropfreis muffe gefebnitten werben,
^e nad)bem man baffetbe in ben ©palt ober in bie
©cbale beS ©tammeS einfe|en wolle; lie§ bann un*
ter feinen 2(ugen bie Äinber bie ©ebnitte felbfl
machen, unb übte fte fo lange barin, bis er glaub:
te, bafj fte alles Dtötbige begriffen bitten. Dann
nahm er fie auch wohl mit, wenn er hier ober ba
©;dmme pfropfen wollte, geigte ihnen baS ganje 23er=
fahren mit bem $u pfropfenben ©tamme felbfi; unb
wenn er fte nun fo auf alle SSortbcile aufmetffam
geuaebt b01^/ bann muffte ber Eine unb bet 2fnbere
von tbntn unter feinen 2iugen felbfi #anb ans Sßerf
legen unb 2S?tfucbe im pfropfen machen, ©o war
j. 23. ich felbfi febr oft fein 25egleirer, unb weifj
nod) febr genau ben 23itnbaum nachjuweifen , ben
id) als jwölfjährtger Änab? unter ber Tfufftcbt bie:
feS bantaligen 2ebrerS in einet ber ©emeinbe jaget
bdrigen 23aumpflanjung gepfropft habe. — Ebenfo
»erfuhr er nun aud) in ‘tfnfebung ber übrigen. 21 r:
ten, 2Sauntjlamme ju verebeln, befonbers burd)
Dculiren, unb legte fo ganj unpermerft in ber©d)ule
ben erflett ©runb ju bet beffetn Dbftcultur, bie man
jefct hier ftnbet. Denn wer unter feinen Zöglingen
nur in etwas mehr Empfänglichkeit für 23elebrun*
gen biefet 2lrt gehabt batte, ber fonn nun auch von
©tunb an auf Gelegenheiten, im väterlidjen ©arten
felbfi ober irgenb anberSwo bie erlernte jfunfl,
©tammeben ju perebeln, üben ju fdnnett, unb bie
3abl ber beffetn Dbflarten ju vermehren — ein- SSec*
fahren, baS, bureb feinen grofjen 9tuben ftd) empfeb-
lenb — halb allgemeiner würbe, bem Drte eine Ptenge
befferer Dbflarten jufübrte, unb eine grofe 2fnjabl
alter bejahrter f^aume gejwungen ^at, ben dtinbem
beffere grüd)te ju tragen, als bie SSdter bavon jtt
drnbten gewohnt waren.
Doch alles btefeS, was Ä 6 hier bis fjier^er ge^
tban f>atte, um Siebe jur Dbflbtumtucbt ju erwecken,
war nur ein fcbwacber Anfang beffen, was er nach
23 r lauf einiget Sab^ in biefer 2ftt ©röteres Per*
anflaltete unb baburd) bem öffentlichen SSBoblflanbe
neue Quellen eröffnete.
Sn ben Umgebungen von 9t ott leben, beTorn
berS auf ber nötblicben ©eite bee Orts, befanben
ftd) nämlich grofje auSgebcbnte, ber ©emeinbe juge:
hörige tlnger ober SiSeibepl dge, bie ficb jwifeben ben
Sb fl s (Saftur.
15
bafelbft befinblichen SSiefen, gleich fangen Mtm ba»
hin jogen, inbem fie an betben Seiten mit SBeiben»
bäumen bcpflanjt waren, welche in bem herrlichen
fetten 23oben überaus üppig wucherten. diner ber»
felben i|f 1036 Schritte lang, unb f>etgt ba*2fnge»
fpanne. 2fujjetbem befanben fid> begleichen ^>tdße
oud) auf ber mittäglichen unb treulichen ©eite be*
£)rt*, ohne bafi biefelben ju etwa* anbet*, al* jur
SSiehweibe waren benu^t worben.
©hne alle äußere 9S?rantafTung, unb btofi ge»
trieben burch feinen gemeinnühigen ©inn für bie S3e»
forberung be* allgemeinen 33cjien , fafte Äohlet
alfo ben dntfchlufj, ganj unentgeltlich unb
blofj mit ^tulfe feiner ©chulfinber ba* juerft er»
wähnte, fogenannte lange Ufngefpanne mit Äirfch»
ftämmeben §u bepflanjen, bie in ben nahe gelegenen
SBalbungen ftch in }i?mltcher 2f n<af>l fanben. ©ie
bort auff ichen ju bürfen, wa* ihm auf fein barum
befchehene* S^achfudhen oon bem Jorfibepartement ju
gtanf enhaufen erlaubt worben, unb bohlet
glaubte nun nicht* gewiffer , al* baj? biefet fein im
©tillen entworfener sptan bei bet ©eroeinbe unb
t)auptfäd)lich bei brr bamaligen äSormunbfchaft gtofje
greube reranlaffen würbe, befonberö ba er ja alle*
unentgeltlich thun wollte unb bei bet ganjen Un=
ternehmung nur ba* gemeine SSejie unb bie SSermeh*
tung bet bisher fo unbebeutenb gewefenen of»
fentlid?en dinfünfte beabftchligte, bie bi* bahin nie
hinteichenb gemefen waten, nur bie Sintefeffen ber
alten — noch au* ben 3eiten be* ftebenjährigen Ärieg*
herfiammenben ©emeinbe»©d)ulben, abjutragen, ge»
fchweige benn mit ihnen anbete grofjete #u*gaben ju
befiteiten. —
2tbet wie fef>r fanb ftd) ber gute 9ftann in fei»
nen ßrwartungen betrogen, al* bie bamalige SSor»
mt nbfchaft unter bem Sßorwanbe, bajj baburch bie
Sßaibc für ^ferbe, ©chweine unb ©änfe gefchmä»
lert werben würbe, wiber alle* 2(npflanjen prote»
flirte, „d* beflunb bamal*," fo h«t er in einet
2frt ron Hagebuche barüber angemerft — „bieSSot*
munbfehaft au* mehrentheil* alten Seuten, bie feine
9fad)fommen hinterliefen, unb burchgängig f>crrfd^te
unter ihnen ba* unfeelige SBorurtfjetl , man muffe
alte* bei ben alten Sodje-m loffen,. unb
feine Neuerung machen."
©anj beflürjt unb niebergefchlagen burd) biefen
ihn fo unerwartet fommenben 5Biberfpruch , gab
.Sohlet ben $)tan, jene 2Cllee anjulegen, jmar 00t
ber .fjanb auf, pfla^gt# aber bagegen auf 2fnratf)en
eine* beffer benfenben ©eifte*, ben bereit* gefammet»
ten 23orrath von Sirfchftämmen, 75 ©tücf an bet
gabt, läng* bem Hohlwege auf ber mittäglichen
©eite be* £rt*, wo man ihm ben SSerwurf nicht
mad;en fonnte, baf burch biefe ^flanjung bie 93ieh*
waibe mochte befd;ränft werben. £ieö gefchah im
^etbffc be* S^hre* 1789* Allein fchon ber erffe
batauf folger.be falte unb ©chneeretche 5Binter fd)a*
bete feiner jungen *PfIanjurg fehr , inbem biete
©tämmchen theit* erfroren , theil* bei bem bfhen
©d)nee oon ben #aafen befchdbigt unb $u ©runbe
gerichtet würben.
2fl* Ä 6 f> t e r nun im fommenben Frühjahre
3fnffatten traf, burch ^erbeifchaffung neuer ©tämme
ben Abgang ju ergäben, unb überhaupt bie f leine
^)flanjung ju erweitern, würbe bie geftigfeit feine*
©inne*, mit weldjer er ba* ©ute wollte, nod) ein
5D?al geprüft. 3»ei 91icht*würbige erbteujleten fid)
nämlid), bei bet Kammer $u granf e n hau fett
bie »erläumberifche Auflage oorjubringen, al* ob
iD f> ft = ß u I t u v.
16
«Jtohler burdi fein ©tdmmefuchen bie ^Salbungen
ruinire, welches Tfnbringen freilich fein ©ef)6r fanb,
bocb aber ben guten SRann nicht unbcfannt blieb.
Allein aud) biefe verbrüßltche Gftfabtung fonnte ihn
in feinem wichtigen Söitfen nicht irre machen; viel»
met)t fefcte er baffelbe befto eifriger fort, je feffet et
überjcugt mar, baß bet Erfolg fein S3emühen recht*
fettigen unb feine SBiberfacfjer gar $ fttherlich be*
fd)dmen «erbe.
SRittlerweile waren jene alten SBormunbfchaftSs
SRitglieber, beren SBoturtheile Anfangs feiner ge*
meinnüfcigen SE&ätigfeit fo bruefenbe geffcln angelegt
hatten, verfforben unb buvd) jüngere, vernünftigere
unb helfet benfenbe SDlännet erfefct worben. S5efom
berS fanb frdj unter ihnen ©iner, bem e3 felbfl baS
größte Vergnügen machte, bem guten Ä 6 h l e r — bie*
fern teblicben gceunbe ber ©emeinbe — bei allem,
wa$ et burd? tfnpflanjungen jum SBeflen berfelben
that, |>utfrcicf> an bie £anb ju gehen.
Seht erneuerte biefet allfo feinen alten ^)lan,
bie große £bflallee auf bem fogenannten langen 2fn*
gefpanne unb jwar größtenteils aus Äernobjlbdus
men anjulegen, unb machte bamit ben Anfang im
Saht« 1797. Um ber ©emeinbe fo viel als mog*
lieh bie Ausgaben $u erfparen, war et fdjon früher
barauf bebaebt gewefen, f leine 83aumfd)Ulen anjule*
gen, ju welchem SSebuf er fich jwei flcine $ld&e
von bet ©emeinbe ^atte abtretm unb einjaunen laf*
fen. Sa/ felbfl fein f leine« glecfdjen ©arten vor
her ©d'ulmobnung wibmete er btefem 3wede. unb
bie ©djulfinber verforgten ihn reichlich mit £>b|tfer*
nen. — 5Bot)in inbejfen fein Anfangs nur fleiner
fßortftth fie^gener «Stamm? nicht teilte, b»
würben auS ber ©emeinbecaffe fdbon veredelte 93d”nte
gefauft, beren Sefcrgung unb 2fuSwahl bem erfah*
renen hohler überlaffen blieb. @0 entjtanb beim
aUmdhtid) bie große 2fllee auf ben 2lnge*
fpanne; fo würbe baS fegenannte SPfingftflecf,
wefilid) von Nottleben, jwifchen ben bort befind
liehen gelbmühlen in einen herrlidjen ©arten Vers
wanbeit, wo man felbfl bie feinflcn £)bftforten fin*
bet; — fo entflanb ober erweiterte fich bie £>bjls
pflatrjung in ber fogenannten Sßaumgaffe, unb
wo auf ber mittäglichen ©eite noch ein SKäum*
chen war, baS würbe gleichfalls mit Ifepfel«, SBitn*
unb 3wetfchenbdumen befefct, fo baß SR ott leben,
welches ju ber 3eit, wo Ä 6 hier als ©djullehret
baf)in fam, nur 7 ber ©emeinbe jugehorige £)bfls
bäume befaß, bei feinem SEobe 1149 ©tücf betfel*
ben jahlte.
gaff jeber spflanjung wohnten ©djulfinbet bei,
bie, wenn fie aud) nichts weiter babei thaten, ent*
weber 3Ba(fer h«rbeitrugen, um, wo eS notbig war,
bie ©tamme einjufcbldmmen , ober beim ^»flanjett
biefelben halten unb jufehen mußten, wie man junge
S3äume $u feiert pflege. Unb biefet SJRaßtegel war
eS bouptftieblid) mit sujufchteiben , i>aß ber tbätige
9J?ann nie Urfadje hatte, über begangenen Saum*
frevel ju f lagen, unb baß eS hiefigen £)rtS nie eis
ner 5Barnung$tafel beburfte, um bergUichen ju vor*
hüten. 2?enn auch bie Unverfiänbigften unb SRuth»
willigffen hi«U bavon bet ©ebanfe jutücf, baß fie
butth folchen ^Baumfrevel rin SSBerf jerfloren würs
ben; baS nicht bloß ju ihrem SBeflen gefliftet war,
fonbetn woran fie felbfl mit gearbeitet hatten. SBe*
fonberS bebiente ftch £ 6 h l e t ber ©chulfinber im
grühjah1*/ ton SHaupennejlern nachgefpürt mir
£> b ft
fc»n muffe, unt> machte es ihnen Bei tiefer ©elegem
*fit' unter Hnbrobung harter Sättigung , immer
»en neuem jur Pflicht, in ber »rutjeit feinen ber
»iflel iu jloren, treidle aus Sfatumieb ben JRau,
yen unb anbern fchdblicben SBauminfecten nacbju;
fretten unb jur »ertilgung betreiben bag meifie *u
tfjun pflegen.
S3egunf!igt bttreh einen überaus treffen S3o*
feen, fab man bann unter ÄbbletS forgfamet
Wege im Saufe ber Seit bie pon ibm gepflegten
S3aume berrlicb unb' freubig beranwaebfen unb
Srücbte §u tragen beginnen, beten Atblicf ibm, bem
©chöpfer biefer betriebenen Atpflan jungen , bie
«tnffe greube gewahrten unb if)n reichlich entfebä-
fe'9ten für alle SKübe unb für allen früher gehabten
33erbru{j. S wie begtücft mugte ftcb bet braoe 2ftann
fühlen, als er, als ©emeinbefebreiber, in bag fo-
flenannte ©emeinbebueb unter ber, erfi butcb ihn
fiefebaffenen „Einnahme für £bfi" aueb bie
rrfien 12 ©r. anfübten fonnte, wofür bie ©rfllinge
fett grüebte jener Alee an einen bieftgen ©inwobnet
waten oerfauf t worben, blog in bet Mfidjt, um ffe
iur Steife fommen ju feben unb bie 2ftt fennen ju
lernen. Zbet was würbe er oollenbs bann empfun-
feen haben, wenn er eg erlebt bdtte, bag - wie
* *■ ®* im öwi9en Sabre ber gall war, nur allein
feine erfie Sicfcbpflanjung not ben fogenannten
■fiirfcbgarten nrbfi ben wenigen ju .fr gehörigen
Bwetfcbcn--, S5irn- unb Apfelbäumen, ber ©emeinbe
««em 114 SJtblr. eintrug, im ©anjen aber für
300 JRtblr. Ö&fl oerfauft würbe, eine ©innabme,
fe>e ficb leicht noch unter ber gegenwärtigen ©ene-
ration oerboppeln unb mit bereit faf! Perbreifacbm
fann, ba einer Seit* bag ©anje bem grogten Sbeile
Sortf. b. 2f. s, @flrt, SRaga}( v< m 2 et> Ig2o
na^ noch immer im Serben begt.ffen ifl unb bie
Saume bie Seit ihres befien ffiaebstbums Unb ihrer
Jocbflen gruchtbarfeit noch Pot ftcb haben, anbetet
®“W Sobe ihre *n|abl fo be.
*»«*« »ortw» ifi unb fortbauemb ne*
mehrt werben fann, fo, bag man wohl ben ihrem
Lrtrage folc^e ©Wartungen hegen barf!
Snbeffen fahe Köhler bodj noch feiefe, 3fn.
fang« nur fo geringe unb unbebeufenbe ©innahme
'« «u 163 Sfthlr. fteigen, um welche Summe ndm-
W *m Sahre i8t3 bas fdmmtliche ßbfl perfauft
»urbe. - ßeiber nat m bQg {m s^t fg.m
«eben«, inbem im folgenben Sabre 1814 am i.^ten
2»at, gerabe in ber Seit ber SBaumblütbe, ein boS--
artigeS ^erpenfieber im halb Pollenbeten öifien Se-
hengjabre ihm ben Sob brachte unb bamit aller
ferner irbifchen Sbatigfeit für immer ein Siel
fefete.
Sie Nachricht pon feinem Sobe war eine
Srauerpofl für alle S3ewof)ner beS £5rts. ©enn
man liebte unb achtete ihn allgemein, u„b wer pon
ben ©tngebornen ba« funfügfle Saht noch nicht
erreicht hatte, war bei ihm in bie Schule gegangen,
tn welcher er fiets mit ©ewiffenhaftigfeit unb nim¬
mer ermübenben ©ifer gearbeitet hafte. SaSu wugte
jaSeber, wie grog unb mannichfaltig bie SJerbienfie
waren, welche ftcf> ft* hier augerbem burch fein
immer reges 95e(freben, unter ben ©emeinbegliebern
feen Sinn für bas ©ute, Seffere unb wahrhaft
^uhliche ju weefen, ju netten unb ju ftdrfen, unb
hei feinem fo augerorbentlich grogen ©influg auf alle
Sefchtüffe unb Unternehmungen ber »ormunbfehaff,
um bie öffentliche SS3of>lf«h,rt Slot t leben 6 erwor-
6
un w*- ^ nt ^ mit be£ Beit
ju einem eben fo gefehlte« unb w^cntn ^
wirt* gebilbet, »w ec fdren tenge ein öcfö>tc£tcc
©aetnet stufen wat, unb aud) bet Verbau hat
bued) -Um 9Kand)ed gewonnen. ©o u>ac ec ed j. *•
feen bet Ott junad)ft bie Einführung bed ÄUebaue«
unb bie freie »effimmwung bet TCedet &u oetbanfen
hat, inbem et ungefähr im Sahre i7% in bet W"
glitt beh etilen ÄopfHee auSfaete unb ft*
bann in bet 95efdmpfung bet ©chwierigfeiten, bie
feem Äieebau -entgegen flanben , fo &6'W* thdtig
unb wirffam jeigte , ba* vielleicht ot>ne fein mu
tuitfen bem Dttt bfefet SBott^eil bet Sanbmirtbfd>af t
tvidrt ju 3:t>eit -geworben »dte. @benfe machte et
ungefaßt um’« Sa^t 1807 bie ***** W***
mit bem ftabacEesbau, unb braute ed tat« fern
söeifpiel unb tat* feine föctfo5fyter.ben »ufmunte*
wmgen tabin, ba& bet fo einträgliche SabaifdbftH
and) nup !>i« einfjeimifd) unb fo allgemein betrieben
,u werben beginnt, ball bereit# im vergangenen
3^r« m in Nottleben altern mehr ald 120
(jentnet bec fdjonjlen »Idttec von ^genannten
»aurnfna-ftet gewonnen unb nach S3»f*ftff«nb«t
U>ret ©fite $ bi« 14 «*<t. fut ben ßentnet fmb
UlW worben. - ®i« nu» ml>1 in
einen fold>en W«mi, welcher bet Urheber fo v.eled
©Uten wat , verlieren fonnen, *ot)ne feinen SSetlufl
t>evälid) ju bebauetn? —
Km f«m*tjtt*1!en empfanb jeboeb biefen »«*
tufl bet feamald nod) iunge ^cebiger bed Ott«, bet
cinfl ald Äinb unb Änabe fein ^gtipg, f««
bem 3«t* 1808 aber ^tebiger, mithin fein ndd>*
1i,t ©orgefefetet wat, unb ald folget in nie geflot.
tec tjetjlidjet Harmonie unb Sreuttbfd)aft mtf »hm
ul tur.
9<lebt ^«tte. «Jod - btefet vtranifalrete , um ben
v erbien fl vollen SSKann aud) im Höbe 8u ehren unb
ein recht Dai.fb aved unb Wtevtots 2f«t>e»f«n an ü)tn
ju begtfinben , bad mache h«t noefe Mit« ben S5e=
fd)lu js biefe-t Gr$dl)!ung.
®a in $cig< einet pottjeilidjen »cwrbnwg bei
Äoljlerd SSertbigun., fein offentltdrcd ßudjen&e,
gdngnif ©tau finben barfte, inbem aud) et an bem
bamald fo «nfletfenbtn 9letvetft«bet geflotben wat,
fo befdjlofi bet 9>rebigct bad in betfetben SBocbe fal«
Unfee £immelfal)vtdfefi .&u benwfeen , um feem 35er*
flotbenen ju «l>ren bie Sfctauecfeietli««** nach&uholy
Un, bie bei feinet Ritten SSeetbigung nicht t>a«t
©tatt finben fonnen. — Su bem <5nbe f>atte et bce
fdmmtlid)en ©chulfinbet angewiefen , fid) am ®lot*
gen bed gebachten gcfled, reinlich gefleibet unb jebed
mit einem btuhenben 3wei9e von trgenb einem £>bfl»
bäume vetfehen, -in bet ©c&uljlube su vetfammetn.
eben bafein i>atte et um bie Seit, wo bet ©otced,
bUufl feinen Anfang ju nehmen pflegt, bie gefammte
Sowunbftaft befchieben, ohne frei, äbtigend 6bet
feine audffihtli« iu ^n* %bttM
noroet wat von feinet ©atnn unb mehreren getnrn
binnen, bu aUe bem SSetflotbenen mit Siebe unfe
Achtung jugethan waren, ein etwad gtefee Sranj
ton ebenfaUd fclftfjenbcn SSaumjweigen gefectiget
werben. SDiefen lief et nun am borgen bed
^immctfahtt^fejled , tec unb an*
muthdvoU wat , «utj vor bem Anfang bed ©otted»
fe.ienfted verbeeft in bie ©d)«le tragen, »0 bere.td
bie Äinfeet nebfl bet 33ovmunbfchaft fid) eiugefunben
hatten, unb begab fleh nun fclb(l bahin. ©ein
einttitt — in bieft Sßetfammlung — bet ^fnbltcf bet
mit »lutheniweigen ge.fchmucften Sinhet, bet fBlu»
0 b ft =
<$cnbuft felbjl, ber jeöf bag ßebrjimmet erfüllte; —
mc allen aber betSebem ff cf) aufbrdngenbe@ebanfe,
bafj biefeg Simmer gleichem bie Becfßatt beg Ver*
fforbenen gewefen war, in welcher man 9?iemanben
alö nur bm Meifrer vermiete, ben j egt bag fühle
©rab umfcblof — bieg Wieg machte auf ihn unb
bie ganjc Verfammlung einen folcben öuferorbenf.
lidjen ©inbnnf, bajj ein lauteg Beinen bie ©teile
ber gegenfeitigen Morgenbegrßfjung vertrat. — 9kcf)
einer langen $aufe begann enbtrcf) ber ^rebigec in
einer furjen Siebe ben Varmunbfcbaftggliebern unter
feierlicher Wtfbecfung beg Äranjcg feine tfbficbt ju
entbeefen, bie barin befianb, baft ©iner aug ihnen,
ber notjuggweife mit bem feeligen ©antöt bie @e»
meinbeangelege:’f)eiten geleitet fjratte , unter bem
SSortritt beg «Prebigerg unb geführt von jwei an=
bem Vormunbfchaftgpevfonm tiefen Äranj in bie
itirc^e tragen, wofelbß er auf bem Wtare nieberge.
legt, nad) geenbigtem ©ottegbienfie aber an ber £>r*
gel aufgehangen werben foETte. Sie Einher follten
ffch ^aarweife anfebtiefen, unb fo in biefer Drbmmg
gemeinfcfjaftlicb mit bem fPtebiger unb ber SScrmunbl
febaft, in feierlicher ^cocefffon ff>reit Beg vor bem
©rabe beg verdorbenen ßebrerg vorbei nehmen, rrn
Vorbeigehen aber Sebeg feinen Vlüthenjwerg anf ben
©rabbuget werfen unb bann ben übrigen in bie
£ir<be su ben ihnen angewiefenen ©i&ett folgen.
Mittlerweile baffe fleh bie ganje ©emeinbe aug
eignen freiem Antriebe auf bem Äircbbofe in ber
üiäfye beg ©rabeg verfammet, unb empfang hier
unter unjdhligen Shranen unb lautem Beinen, bag
felbfi bureb bag ©lotfengetaute gehört würbe — ben
&B9- Wg man nun bei bem 2f ltnre anfam,
itab^1 ber SPrebiger ben Ärans in ©mpfang, worauf
G U l f U t. tg
bann foglercb ber ©ottegbienfl begann. Sic ®e»
febiebte beg geßeg warb von ihm benif|t, um mit
befonbeter Wiwettbung auf ben verdorbenen 3ugeno*
lebcer über bie tfrt unb Beife ju teben, wie
man bag tfnbenfen folget ^erfonen cfa
ren rnüffe, bie fidb bureb ein Seben »oll
gemeinnüfcigtt Sbdtigfeit um ihre Mit.
menfeben befonberg verbient gemacht ba*
ben. Wn©cbluffe tiefer fo recht vom fersen jum
fersen gebrochenen $rebigt tfjat et ben Votfcblag,
an einem febicflidjcn £>rte bem Verewigten ein ein*
facbeg — von ben biejTgen ©teinhausrn im nabe ge*
legenen ©Umbruch« felbft ju fertigenbeg Senfmabl
?u fe&en, beffen Unfofan bureb freiwillige, beute
noch einjufammelube Beiträge foKten befaitten wer*
ben. — Ser Vortag warb freubig angenommen,
unb fd)on Siacbmittagg 4 Ufa befanb flcb ber «Pre*
bigec im V efa von 17 Sohlen., bie man auf tiefe
5ßeife jufammengebraebt batte. $ag etwa gebiente
erbot fich bie Vocmunbfcbaft aug ber ©emeinbecaffe
ju etfefcen. 2fUeg Uebrige warb ber Wrotbnung beg
^rebigeeg überla|fen, ber nun nach einer vorgeleg.
ten Zeichnung von ben ffafaen ©teinbauern bag
Senfmabl fertigen lief, welches man je&t auf bem
grofen, ebenfallg noch von bem feeligen £6 hier
mit herrlichen Sbftbdumen bepflanjten Votplafa ber
langen Vaumallee — ungefähr ioo ©ebritte vom
2Bege, ber oon $r a n f en b a u f en nach 9?ottle.
ben führt , im #intergrunbe von Beiten unb an
ben ©eiten von Sbfibäumen umfebattet, erblicft,
dg iß- in antrfec , fefjr gefälliger Jorm gear=
beitet Sag Äopfßucf bittet eine ?frt Sadb, mit
'’i« fpifcig suMfen&m ©efen, fpringt in ber fronte 1
unb an ben ©eiten 2 Soll übet ben mittlern ©teln
© 2
20
S6f**ßultur.
fjcrtjoc unb ifl 24 3ott höc*L 33 3oU breit unb 17
3oll tief. Sec mittlere ©tein ift 29 3oU hoch,
eben fo breit unb <4 3otl tief. 2fuf einer bet fcbina=
len ©eiten be8 SDtittelftucfS befinbet f ich in erijabe;
nee Arbeit eine umgefehrte Sacfet, auf bec anbern
ein Tffcbenftug. 2lm oberen ©tein lieft man mit
Sapibarfchrift vorn bie 2Borte:
AUS DANKBARKEIT,
unb tunten
UND ZUR ERMUNTERUNG.
2fuf bec votbern ©eite be$ 9)?ittelfiücfö befinbet ftcf>
folgende Snfd^rift :
DEM
ANDENKEN
IHRES FREUNDES UND JUGENDLEHRERS
HERRN
JOH. NIC. KOEHLER.
geb. zu GLASBACH
DE» XXIX. AUGUST MDCCEIII.
gest. z u ROTTLEBEN
»Elf XIII. MAI JIDCCCinr.
DIE GEMEINDE.
unb auf bec entgegengefefcten ©eite
SEINER
GEMEINNUETZIGEN THA.ETIGKEIT ALLEIN
VERDANKT DIESKR. ORT
DIE IHN UMGEBENDEN
OESTPFLANZUNGEN.
Sa§ ®an$e ifr, von ber Erb t an gerechnet 3 ©den
unb einige 3olt t>^> «»$ giemtidj gut gearbeitet.
Sie friegerifdjen Unruhen bec bamaligen Seit
verdateten Die 2lufjtelUmg be$ Senfmabis, bie erjl
im foiaenben Sah*« Statt fanb ; aber ber in bet
Snfchcift auägefptodjene Stebengwecf beffetben, baß
e$ gut Ermunterung bienen foüte, ift bi$ l)iert)cc
herrlid) beforbert worben. Senn fd)cn crblidt man
im fchonflen fÜkcbSthum begriffen dem Senfmahl
gegenüber eine unter ber 5Mtur>g be$ *pr«biget$ im
Saijte 1816 angelegte neue ^flanjung von lauter
Äernobjtbdumen, unb aud) ein anberec bebeutenb
großer, an ber ©traf« nach iJtorbhaufen ju, weiter
vom Srte entfernt gelegener fKafenplafs, ba$ Älops
pelb iel genannt, ift bereits jur Jpulfte butch bie
©emeinbe mit Äirfcfcjtdmmen nach ber Bett ange=
pflanjt worben, bie nad) einer 9teihe von Sahcw
herrliche Einfunfte verfprechen unb gugleid; von ben
lieberalen ©efinnungen beS bermaligen 3tittergutS=
befi§er$ geugen, welcher ber ©emeinbe bei ihren bi$»
herigen SSeftrebungen nach SSortheilen biefer 2lrt als
Srtftberedftigtec nie ^inbetniffe in ben 9ßeg ge;
legt Ipat.
©0 befieht unb erweitert ftdj «Ifo forfbaumtb
baö fo viel ©eegen brtngenbe SBetf biefeS fo ver*
bienten ©d)ullehrer6 , beffen 2lnbeufen übrigens auch
no* auf «ine anbere SQBeife burch ben 3ufaU vor ber
SJergeffenheit gefdhüfct worben ift. Senn jene«,
Ä oh lern eigenthumlich gewefene SBohnbanS, nebft
bem Dabei befttblichen von ihn felbji angelegten
©arten, warb nach gefabener SGBiebetbcfefcung be$
©chulamtS, wegen SSaufddigfeit bec atten ©d)U U
Wohnung bei ©eiegenheit be$ SfüegjugS feiner 5Bittwe
von ber ©emeinbe gefauft unb auf Äofien berfelben
gut ©chulwohnung «ingerichtet. — SJtoge benn mit
feinem gewiß tti« erlöfcbenben 2fnbenfen auch fei«
2t
© « t t C tt s
tätiger gemeinnu&iger ©inn für bie Seforberung
beö allgemeinen 83<ffen ebenfalls hier fortleben unb
fid) allen unb jeben, befonber« aber benen mitthei*
len, bie naob ihm «f« feine üftacbfoigfr bie grumte
feine« tvohlthätiyen SBirfenS fo nabe vor fiel) [eben
unb im 2lntli<f unb ©enufje betfelben fo oiel (Srmuns
terung jur 9iachahmung ftnben.
9iottlebenf im 2tuguji x820,
SW — c.
8 1 1 1 r « t u t*.
Wachfc&rift bei ^eraulgeberl.
Scb felbft bin ein 2fugen$euge ber vortrefflichen
SbjfpfTanjungen beS Sorfis Nottleben.
boeb biefer n>of)lthätUe ©eift ber Öbjl*6u[tuc recht
balb ft'cb über alle unfere Sovfer verbreiten, unb
aUe unfere Säcfet folcbe ©chullebrer befemmen wie
Nobler,
5. 3. 93ertttcb.
©atten^Siteratur.
I.
3n ber Seipjigei: SWicbaeltö = treffe 1819 unb
Öfter = SJieffe 18^0 neu erfd)ienene ©arten r
unb botanifdje ©ebtiften.
ftbbilbung ber 2eutf<ben ^oljarten, für Sorffmännet
unb üiebbaber bet Sotanif; hetauSgegebcn vom
^Drof. ©uimpel, mit Sefchteibung betfelben
bon SB i l tb eno tv unb S ©. .£> anne 35. bi« 36.
#cft mit auSgemalten Äupfent, gr! 4. Serlin,
©cböppelfcbe S5u*banblung.
w — feemben, in Seutfdjlanb auSbauern--
ben £oljarten, für Sorffmännet, ©otten&eft&et
unb Sreunbe bet Sotanif. «fjetauSgegcben vom
*»f- 5 t. ©uimpel; mit 2fngave bet dulfur
bom Snfpector St. £)tto; befehdeten von Sr.
@ottr. £apne, 1. Sb. 3. u. 4. ©t. SWit 12
amgemalfen Tupfern, gr. 4. SSctltn, ©chüpped
feb« Suchhanblung.
2fbler, Dr SB./ Slora be$ 3iegenru<fet ÄreifcS unb
ber umliegenben ©egenben, ober Serjeicbnifj ber
bafelbfi tvilbivachfenben ^flangen , nebff Angabe
ihrer SBobnorte, Sluthenjcit, Sauer unb ihre«
9lu&en«, 1. Sb. gr. 8. Weuftabt unb 3iegenruff.
SBagner.
Säbefer, S ®. *6. 3-, furjer unb faff lieber Un-
terricbf *« ber einfachen Sbjfbaumjucbt für bie
Sanbjugenb. Sritte vermehrte unb verbefferte 2tuS*
gäbe. 8 Cfffen unb SuiSburg bei Säbefer.
Saumjucht, bie auf bem Banbe, ober grunb*
lieb unb beutlicber Unterricht , wie ftef) auch ber
fiattümann bie übonffen Sbftbäume auf eine leichte
2frt felbfi ergeben, verebeln unb vor Äranfheiteti
©arten = Literatur*
23
bewahren fann. SSette 2Ca{Iage. 8- Leipzig, liter.
©enttaUßomptoir,
S3ertuch, Dr. g. S.f ©artenmagajin, allgemeines
SeutfcheS, gortfefcung beffelben ober gemeinnufeige .
Beiträge für alle Steile beS praftifchen ©artenwe*
fen$. SERit auSgem. u. fchroatj. Äupfern IV. 23an*
beS i. bis 4. ©tucf, gr. 4. SSeimar, 3nöwp»«*
©omptoir.
Boon Mesch (H. C. v. der) Responsio ad quaest.
botan. de ratione, quae est intex structuram
et form am externam plantarum; praemio or-
nata. 4. maj. Lugd.Bat. (Lipsiae, libr. Weid-
mannia in comm )
Ejusdem Commentatio de vi lucis ad creanda
principia vegetabilium proxima; praemio
ornata 4. maj. Lugd, Bat. (Ibidem eodem
in comm.)
©anbolle'S, Dr. X $. £)e, unb Ä. ©ptengelS
©ruttbzüge bet »ijfenfdjaftlic^en ^)flanjenfunbe ju
SSotlefungen, mit 8 Tupfern, gt. 8- 2eipjig/ bei
©noMod).
JDietrtdyS, Dr. gr. ©ottl., vollfUnbigeS Bepicon
ber ©drtnerei unb SSotanif , ober alphabetifche
SSefcbteibung vom 23au , Wartung unb 9Zufcen
aßet in* unb auSldnbifchen ofonomifchen offtcinels
len, i«c 3ierbe bienenben ©en>dd)fe. ifler 23anb.
Zweite netbefferte Auflage, gt. 8» SSevlin, ©ebr,
©dbide.
— — 9tachtrag ju bem »olljldnbigen Septcon
ber ©artnetei unb SSotanif. 6. 23b. gt, 8. ßbenb.
bei ©benbenf.
©utopas nubicintfche glora, .mit nad> bet
Statut gezeichneten unb lifhographitten 2tbbilbungen
i» colorirten unb fdjmarzen 2tbbcücfen; tjerawSgcaes
ben non 21. 6perbfr, unb g. 9?. 9tfapfrhof*
fer. gr. gol, München, bei gleifcbmann.
glora, ober bofantfdje Leitung, welche 9t ecen (Tonen,
Äb^anblungen u. f. tv. bie SSotanif betr. enthdlf.
2terSabrg. 1.2.3. unfe 3t?r3a^g. 8. Sfffitn*
berg, Siegel u. SBiejjnet in ©omm.
Flora Danica , plantarum in regno Daniae et
in ducatibus Slesvici, Holsaliae et Lauen-
burgiae sponte nascentium icones nigras co-
loratasve exhibens. Jussu regio edita a J. W.
Hornemann. Vol. Xmi fase. lus s. trtius
operis 28 us Tabl. MDCXXI — MDCLXXX.
fol. (Hafniae librariaGyldendalia in comm.)
Flora Monacensis, seu plantae sponte circa
Monachium nascentes, qnas pinart et in la*
pide delineavit I. N. Mayrhoff er , comment.
perpet. additit F . P. de Schrank , fase.
LXXXII— XCII fol. maj. (Monachii Fleisch¬
mann in comm.)
glora 91ätrr6ergffehe, ober erjte 2fbtf)ei(ung ber
S3aierfcf>en glora, ein $anbbud) zum Unterricht unb
©clbjlbelehtung mit nach ber Statut gemalten 2fbs
bilbungen. i.Sdnbchen mit ßoSafetn, 2. S3dnb=
djen, 1. bis 3. «£eft. 24 gemalte tafeln, gr. 8.
Nürnberg, SBinterfdjmibt b. 3ung.
gruchtgarten, ber Seutfche, als 2fu8jug, atiS
©icflctS Seutfcben fDbjlgdrtner unb bem allge=
meinen Scutfdjen ©artenmagazme. C0?it auSgem.
unb febwarzen Tupfern. III. SSbS. 1. 2. u. 3. @f.
SEBeimar, Snbufiiie: ©omptoir.
gunef, $e ©., frpptogamifche ©eredchfe beS gid)-
telgebirgS in natürlichen ©ejlalten gefammelt, 26.
«fjeft. Leipzig, 25arth.
©detner, ber fleine, vom 9??. ®. *p. gt, 8.
SreSben, ^ilfc^etf.rfje 23ud)h<mblung.
©arftn * 2 i f e t a t u r<
25
e&anne, Dr. g. 6., getreue 25ar(rellimg unb 23e--
fcbreibung ber in ber 2Tr$neifunbe gebräuchlichen
©ercdchfe/ wie auch folget, welche mit ihnen t>er*
ived)felt roerbm fonnen. VII. 23bS. 1 — 4. 2i«fer.
gr. 4. SSertin, SJccfaffec it. glittner in Gcmm.
— — Termini botanici iconibus illustrati, ober
fcetanifche Äunftfpradje, burd) tfbbilbungeu erldu=
tcrt. II. 33b*. 6. £ft. fDiit einet illumtnitten Äu=
pfettafel, gr. 4. 33etltn, glittner.
Tempel, 2. 2,, ber pomologifche Ba«5
betting, ober ba* untrügliche Rittet bie £)bfc
bdume $um guuhttragen ju jroingen. Broeite um=
gearbeitete Äufl. gc. 8- 2eipjig, ©ngelmann.
Henckel a DonnerSmark, Nomenclator bota-
nicus sistens plawtas omnes in Caroli a Liimd
spec. plant, ab illustro Dr. C. L. F. Willde-
now enumeratas. Editio sec. et aucta. 8 maj,
(Halae Hendel et Filius).
Hortus Belvedereanus , ober SBerjeicf>ni§ bet hes
frimmten planten, welche in bem ©tophetjogl.
©arten ju SSeloebere bei. 2Beimat bisher gezogen
ivorben unb ju ftnben ftnb. I. ßieferung. gr. 8-
SBeiniac, Snbuftrie = Gomptoir.
3ud>, £>. 6.23., ©i'tpfTanjen, jur ^Belehrung für
Sebermann befchrieben unb abgebilbet. 5. bi$ 1 2.
.£eft, gr. 4. 2(ug3burg, Seipjig, liter. Gentrais
Gomptoir.
SamSborf, g. g. uen, ba* ©patgelbuch , ober
treifung auf eine feiger in $£eutfd)lanb unbefannte
unb ganj einfadje 2fct , 10—12 Bell lang, gerabe
wie eine ©aefaeferje unb *on ber 25ic?e etneS B0U6
im 2>urchmeffet ju erliefen unb bie ©pargelbeete
Jburd) $wan|ig Sa^re in »ollforamen tragbarem
©tanbe ju erhalte«. 2)ut(h 3ojd^rige ©rfafjrnnj
geprüft. 8- 2i«}, afabemifcheSuchhanbl. (2eipji|,
bei ©chmibt. )
£anbwirtbfchaft$s, ©arten* ttnb gotfbGa*
lenbet, immerwdbtenbec, obec SBetjei^ntf bet t«
jebem ffflo nate oorfallenben Verrichtungen, fowohi
im gelbe, al« in Küchen*, in SStumen*, Vaumgdt*
ten unb in ©albern u. f. ro. geipjig, ©ommer*
fd)e Sud)l)anbl.
Linne, C. A., Systema vegetabilium secundur*
classes ordines, genera, species, cum cha-
racteribus, differentiis et synonimis, cur
J. A. Schuhes, Tomus V. et VI. 6. maj.
Tubingae, Cotta.
2upin, gr. 0., bie ©arten; ein 23ort $u feine*
Beit, mit einem ©arten = Svomatt unb einem Vet*-
jei<J>ttiffe bet $u Glbetfelb roachfenben *Pflan5en.
©?it Tupfern. 8. SSÄünc^en , ßentnec. (£eipjij,
*£artmann. )
Sftüllec, 5. G. g., ber nollfldnbtge 5Ro«
natägartner, ober Sleutfch« noüjtdnbigc
roeifung ju aHm ©efdjaften in SSuunv, Äucben;
unb SSlumengdrten für alle SÄonate beS 3af)re6.
günfte oeebefferte u. oermebrte 2Iuflage. 8- Sranf*
furta. ffll., ©uilt)aumann.
Nees ab Esenbeck , D. Tn. F. L. radix plan-
tarum mycetoidearum, scripsit et figura aeri
incisa iliustravit, 4. Bonnae. Marcus.
— — — G. ©. , «£anbbud> ber Sotanif für
S3otlefungen ä«nt ©elb(I(Iubium. gr. 8- Nürnberg,
bei ©d>rag.
betrieb’« praft. Unterridit für ©artenfreunbe. Giu
©aiten buch , morau« jebaeber ©artenfreunb, o^nt
©arten * Siferatur,
2*
«£ütfe etneS ©arfnetS ftcb feine ©bfibdume erjie==
b«t uni) aße$ gut ©bffcultur CRotfjige , grünblid)
erlernen fann. Ütebft einet ooßjldnbigen 2(b^anb>
tung über benßfpalier, ^pramiben unb f)0cf>jtäm:
migen ©aumfebnitt. ©fit Tupfern. 8- 5Bien,
©rdffetfcbe ©ud)b&l.
*Petricb’$ pomologifdje (Sammlung bet beflen ©at=
tungen SafelobfteS, nach bec Statut gejeicfjnet unb
forgfattig ißuminirt. i. u. 2. #eft, jebeS mit 6 iß.
.Rupfern'.' 4. ©benb. bei ©benbenf.
— — tfbbanbtung übet ben ©aumfebnitt nadj
erprobten Siegeln. ©iit Rupfern. 8- ©benbafelbjl
bei Ctbenbenftlben.
— — praftifdje ©artenlebre für ©artenfreunbe,
n>ie felbe if>ce ©arten bet ©rbnung nach angute*
gen unb ju bebanbeln f>aben, um ben beftimmten
Stufen, wie auch ba$ tfngenebme gu geniejjen,
was bie Statur bei angemeffener ©ebanblung lie«
fett, mit Rupfern. 8* ßbenb. bei Crbenbenf.
Plantae rariores Horti academici Monacensis
descriptae et observationibus illustratae a F.
P. de Schrank. Tom. II. fase. VI. et 75 fol.
maj. Norimbergae Schräg.
^Mato, R. ©. , 5£eutfcf)lanb$ ©iftpflangen, gurn
©fbraud> fuc ©ebuten, auf einet Safel abgebil»
bet unb fafjlicb befebrieben. ©ritte Auflage. 8*
ßeipjig / 3ttbu(irie= (üomptoit.
Steidbarbts 2anb = unb ©atCenfdfjafe in 5 Steilen.
SteuefletCuggabe ober fedjflc umgearbeitete Auflage.
3n ©erbin^ung mit mehreren ©acboetfianbigen
betauSgegeben 00m *Prof. ©. #. 2. 2S. ©olfer.
9)?it Rupfern unb ©teinbrüefen, 4. unb 5, Sfjeil
». f. w, Erfurt, Rapferfdj« SSudjljanbf.
Stoiber, S> bon, ber ^epfenb au; für jeben
©efonomen. 2anb$but, Sßcberf^e ©ucbb<mbl.
Roth , A. G., novae plantarum species, prae-
sertim Indiae Orientalis cum descript. et ob¬
servationibus 8 maj. Halberstatii Vogler.
©cbmibtä, (5. S. , boßftdnbiger unb grunblicber
©attenunterritfjt, ober tfnweifung für ©bff-, Rü¬
chen 5 unb ©lumengarten. ©fit brei Anhängen,
«om 2(ufbewabren unb Ghbalten ber grüebte unb
©ewaebfe u. f. w. mit einem ©ionatSgdrtnet »er*
fetten. Sleunte Auflage. 8* Eeipjig, bei ©erbarb
Steifeber.
©Treibers, St./ furge unb gtünblidje 2fnweifung
jum ©efdjneiben bet Stucbtbdume. ©fit 1 2fbb.
8- 3üßicbau, bei ©arnmann.
©ternberg’8, ©raf Giafpr. ton, ©etfueb einer
geograpbifcbs botanifeben ©arflellung bet glora bet
©orwelt. I. *£>eft mit Rupfern, gr. Sol. Seipgig
unb ^rag, Sr. S^if^er.
Steudely D.F., Nomenclator botanicus enum-
merans ordine alphabet. nomina atque Sy¬
nonyma tum generica tum specifica, ä Lin-
nes et recentior de re botanica scriptoribus,
plantis imposita 8- maj. Stuttgardtiae Cotta.
©ergeiebnifi ber auSldnbifcben ©dume, ©traute unb
©ameteien, ber ©tauben s unb Stopfgewacbfe, fo
wie bet Derebetten ©bjlforten, welche in ben non
©el tbeimifeben ©drten unb Plantagen
gu ^arbfe bei £elmßdbt gegen beigefefcte
greife gu haben fir.b, gr. 8- 23raunfcbweig, bei
©ieweg.
— — ber £>bjlf orten in ber fpffematifebett
©bfibaumfcbule im Rongl. ©debf. gtofjen ®at*
©arten
ten bei Ste«ben. gr. ff. Sreiben, Arnolbfcbe
Sudbbanblurg.
SBa Iter’«, -3. 3., allgemeine« SrtitfAe« ©artet*
lud), ober neue gemeinnü&lie&e itnb tolljianbig prnfi
tifdje Anleitung jur Anlegung unb Sebantlung
ber 8ujl*# Jtücben* unb Saumgarten. 2 SSanbe.
dritte term. unb «erb. Aufl. gr. 3. ©tuttgarbt,
bei Siedler.
üSöet^e, Dr. Aug., $£eutfcbe ©rdfev für Sotani*
fer unb Sefonomen getrocknet unb h$rau«gegeben.
3. unb 4. (Sammlung, jebe ton 25 Arten. golio.
Semgo, 5D?eperfd)e Sucbbanbl.
SS3 e n b I a n b ’ö , 3. ?., ©ammlung au«(dnbifcber unb
einf>eimtfd>cr ^flanjen mit ihrer Abbilbung, Se*
fcbreibung unb ©ultut. 3. Sb. 2. $eft. 9Kit i U,
Äupfern. gr. 4. $annoter, £abnfcbe Sud)f)b(.
2.
Gf)ritfian e i d>a r t ’ ö Sanb = unb ©au--
fcnfc^, neu'e ob« fecfjfte Auflage, 4ter
bearbeitet 00m $>rof. Dr. 23 ölt er.
Neffen 5ter $&eil bearbeitet 00m $>rof. unb
SJtcbic. afat^Dr. 3 3 »ern&arbi,
unb berauSgegeben 00m $cof. Dr. jßolter.
ßifuvt in ber tfetjferfc&en 23ucf$anotung.
^nblicb ift nun bie Soffenbung biefe« torfreff
tidjen ffierfe* - befifen I. u. II. Streit ich bereit«
im III. 58b«. 4. ©t. ©. 160 unb III. Sfjeit im
IV. Sb«. 1. ©t. mit terbientem 2obe anjeigte —
Settf, b. tf.3:.@art, SDtag. V.SS&g, i.©t, 1820.
= Siterafnc. 25
nut fernem 4. unb 5. £f)eir erfreuen , unb erfüllt
nid)t allein, ja uberttifft noch bie ©Wartung aller
Kenner be« gad;« tollbommen. Ser fünfte 3:f)eit
betjanbett au«f%U£ bie £)b fl * Cu ttu r , unb ber
fecbfie bie ©rjiebung ber Ap-rTbefer» ©ettdc&fe
unb Bier s ^>f[an jen. 2Baö biefen beiben 5£f)ei=
len einen befonbecen unb au«ge$cid)neten 5öertf)
Siebt, ifi, bag bie Searbeitung be« fünften $beil«,
ein praftifdjer homolog, unb be« fedjflen, unfet
berühmter Sotanifer, $r. S?ebijinal=9iatb unb ^ro»
feffor Dr. Sernbatbi ju Crfurt, übernabm, unb
fo t>ortreff(id) au«fübrfe, ba£ man beiben tvörbigen
SD?dnnern, fo mie aud> £r. $rof. Dr. S 6 If er, al«
£erau«geber, für bie glücke SSabl berfelben ju
biefem Bttecfe, hier öffentlich banken muß.
2Bie reich bie Materie fo ttie ba« Setail biefer
beiben Sdnbe i|f, mirb ihr folgenber Inhalt jeigen.
SnbaH bei fünften 23 a n b e i, t> 0 m
£> b fi b a u.
(Einleitung.
erfler Abfcbn itt. Son ber £6jl&aum$ud;t im
Allgemeinen.
ßapitel I. Son ber erforberlicben Sefcbaffenbeit unb
ber Anlage ber jum Sbjibau bejtimmten
©runbjlücfe.
Gapitel II. Son ber ©rjiebang, Sermebrung unb
Sereblung ber Sbflbdume im 2flfgemeinen.
I. Sie Sermebrung burcb ©tccflinge,
II. Sie Sermebrung buvch Ableger.
III. Sie Sermebrung burcb SButjel: ©cbbflinge.
IV7. Sic Sermebrung burcb <Saamcn.
Sie ©aamenfcbule.
Sie Saum» ober Serebclungöfcbule.
Son ben Serebfung«s!2ftetboben.
s-
26
©arten
2 i 1 1 r a t u x.
I. £)ag pfropfen.
II Sag dopuliten.
III. Sag Sculiren.
Son ber Se&anblung ber üerebelten (Stamme
in ben unmittelbar nach ber Sereblung fof*
genben Sabren.
Ctapitel III. SSon ber Scfjanblung ber #odjflämme,
Som Serfefcen ber Saume.
Som Sefdjneiben.
Sem 2IufJocfeut beg Sobeng,
Som Sungen.
ßapitel IV. Son bet Sehanblung ber äraerg*
flnmme.
I. Sie Spalierbäume.
II. Sie 9>pramiben.
III. Sie Äugelbäume.
IV. Sie Äeffelbäume.
Som Saumfdjnitt.
ßapitel V. SSon ber Scfjanblung bet £>bjl;£>tan»
Serie = Stammten.
(Sapitel VI. SSon ben £ranff>eiten, gefjletn unb
nad?tf>eiligen Sufallen, benen bie Sbftbäume
auggefe|t ft'nb.
(SSon Saumfitten unb Salben),
Som Sranbe.
SSem Ärebl.
Sem 2lugfa| ober SRäube.
Sora Saftfluf (©ummiflujj).
Son bet Sarrfuc^t.
Son bet ©elbfudjt.
Son ber Äräufet= Äranffjcit.
Som -3?cfte unb atibern SButjel* Äranff)e4ten.
Son ber Unfrud;tbarfeit.
Som gtoftfdjaben.
Son anbern Sßitterunggfdjäben,
Ctapitel VI. Son ber lernte unb bet Senu&ung
beg Sbfleg.
Som abneljmen unb tfufberaahten beg Sbfieg.
Som Srocfnen beflelben,
Som S'oflmufe.
Som Sbflfptup.
Som Sbjlttein.
Sem Dbjlbranntraein.
Som SbflefjTg.
^ *
^weiter Äbftftnitt. Son ben toerfdjiebe*
nen Sbftarten unb ihrer Seh«nb=
lung ingbef onbete.
Gapitel I. Som ÄernobfTe,
I. Som tfepfelbaume.
II. Som Sirnbaume.
III. Son ber Sluitte.
Som Gornelfirfcfj;, ©Ijebeer* unb Speierlingg»
Saum.
ßapttel II. Som Steinobfle.
I. Som Äirfdibaume.
II. Som spflaumenbaurae.
III. Som Tiprifofenbaume.
IV. Som ^ftrfdjbaume.
Kapitel HI. Som ©djaleno^te,
I. Sem SBatlnufjbaum.
II. Som ^afelnufflrauche.
III. Som Manbctbaume.
IV. Sem Äaftanienbaume.
Gapitel IV. Som Seerenobjle,
I. Som Maulbeerbaume.
II. Som 3obannigbeetjIrauche.
©öftcn sSiteratur.
Iir. S3om ©tacbelfeerf!rau<be.
IV. SJom v^>imfccet (Irauc^c.
Y. 33om Seige^baume.
VI. S3om SBeinjlode.
Snbalt beö fecbfren SSanbeS.
Apotbefergewdcbfe unb 3 i c r pfTanjctt.
Erfter Abfchnitt. SSom Anbau bet Atj*
neigewdcbfe im Allgemeinen.
Einleitung.
Eapitel I. SSon bet erforberticben SSefdjaffem
beit unb Anlage eines ApotbefergartenS.
Eapitel II. S3on ben Arbeiten, welche bie Arjs
neipflanjen erforbern, befonberS t>oit Ein*
fammlung unb Aufbewahrung berfelben.
3»eitet Abfchnitf. SSom Anbau bet ein*
Seinen Arjneigewachfe inSbefonb ete.
Eapitel I. 33on einjährigen Arjneigewacbfen,
Eapitel II. SSon jweijdbtigen Arjneigewdcbfen.
Eapitel III. SSon ben im freien auebauetm
ben ©taubengewdcbfen, welche jur Arjnei
benuet werben.
Eapitel IV. SSon ben im freien aufbauern=
ben ©trducbern unb SSdumen, welche jum
Arjneigebrauche gezogen werben.
©rittet Abfdhnitt. SSon ber Erhebung ber
3«erpf lan jen im Allgemeinen.
Einle itung.
Eapitel I. Einige SSemerfungen über bie Am
läge eine« ©artcnS für 3ierpflanjen.
Eapitel II. SSon SSebanblung ber Sanbpflan*
|en im Allgemeinen,
27
Eapitel III. SSon SSebanblung ber ©eberben:
pflanjen,
Eapitel IV. S3on SSebanblung bet ©la^aul*
pflanjen.
Eapitel V. SSon SSebanblung ber SteibbauS*
pflanjen.
Eapitel VI. S3on einigen ben 3ierpflanjen
fchdblichen Sbieren.
SSierter Abfchnitt. SSon ber Erjiebung
ber einjelnen 3ierpf(anjen in$b«;
f 0 n b e r e.
Eapitel I. S3on ben einjährigen ober ©om*
mergewdchfen.
Eapitel II. S3on ben jweijdbtigen 3jfr--
pflanjen.
Eapitel III. S3on ben im freien auSbauern*
ben ©taubengewdcbfen--
Eapitel IV. SSon ben im freien auSbauernbm
SSdumen unb ©trducbern.
Eapitel V. SSon ben ©la$bau6pflan$ett.
Ea'pitel VI. SSon ben Sreibbauöpflanjen.
hiermit erhalt alfo ber praftifche Sanbwirtb
fowobt al$ ber folibe ©artenfreunb, ein floffTfdyeä
SBevf, baS ihn ftcher leiten wirb, unb ben ganjen
neu erfcheinenben Schwall non ©artenbüchern, bie
Wie ^ilje au$ ber Erbe wacbfen, unb au$ bcnen ber
Anfänger feinen ©alatfopf pflanjen lernt, unn ü&
unb überflüffig macht; benn SReicbarbö Sanb =
unb ©artenfchab unb ©ietrid)$ ©arten*
Sepicon, jum 9?acbfd)[agen in einjelnen Sailen;
finb ihm mehr aW genug.
3um ©bluffe biefer Iftotij ftnbe ich noch für
nötbig unfern 2efern fowobl be$ #rn. 9Ueb. 3?ail)S
© 2
23
(Satten * ßtferafur.
sjJrof. S5ern()ötbi8 Sortefce ju feinet Seatbeiumg
beS fünften S£f)eilö, a!S auch beö VetauSgeberS
Vtn. ^r.of. SciUerS 9?achtid)t übet baS ganje
neugefchaffene 5Berf, mitjutheilen, bamit il>re 3ns
ßtuctien vollfidnbig fep.
Sorrebe bei 23erfaffeei bei fünften
Z ft e i { I.
2fl$ bie IBerfagSftcmblung bem Vm. fProfeffor
58 6 l f e r bie Verausgabe biefes 3BecfS übertrug,
äußerte biefelbe jugletd) ben SBunfcft, baß ich bie
Searbeitung beSjenigen 3.fttil3/ bet »on bet drjie»
fjung bet offtciellen unb 3ierpfla«ien ftanbelt, übers
nehmen mochte, inbem ©ie ftd) überzeugt halte, baß
bie von £R e t dj a r t in (Erfurt unb feinen Umgebuns
gen gemachten Seobadßungen wn benjenigen am bes
ften geprüft werben fünnten, bie ftd? auf bemfelben
58oben mit bemfelben ©egenßanbe viele Saljre bin*
burd) befd)dftigt hatten. £)iefen 5E3unfd) ju erfüllen^
wollten irtbeffen anbere fefyr bringende Arbeiten, bie
ich bereits übernommen hatte, bamalS nicht geßats
ten, unb ich fdblug baf>er vor, bem rühmlichft bes
fannten V™. Dr. Siet rieh in difenad) einen 2fns
trag beShalb ju machen, welcher ftd) auch anfangs
geneigt finben ließ , fpdter es aber wieber auffagte.
£)a ich untetbeffen , bei fcer baburch entftanbenen 58ets
jogerung, mehr ,5D?uße befotrmm hatte, fo fonnte
ich jefct ben erneuerten Sitten ber SerlagSftanblung
nachgeben. —
2öaS ich hier liefere, ßnb bie Stefultate eigener
gwanjigidhtiget Erfahrung , vereint mit ben früher
von 5K eidjart in feinen ©djtiffen nicbergelegten, in
fo »eit fte mit bett meintgen ttbcreinflimmten. 58on
fR ei chartS SJetfen finb babei nicht. nur bie belang¬
tem, als ber „ßanbs unbSarfenfdbaf)," bie „dinlet#
tung jum ©arten s unb Stcferbau," bie ,, gemachten
©chriftett, " fonbern auch baS feltene Such von
Äniephof benufct, welches ec felbft furj als „lebem
bigeSÄrduterbuch" anjuführen pflegte, baS aber einen
Viel weitläufigem Stifet hat.
58on meinen eigenen Seobachtunaen über bic Gul»
tue verfd)iebener ipflanjen bdtte tch gern hier unb t«
noch etwas mehr mitgeth«ilt, unb überhaupt ges
wünfeht, hier unb ba ausführlicher fepn ju fonnen; a(*
lein ba ohnehin bie anfangs für biefen 2beil bcfi'mmte
Sogenjahl bebeutenb überfchritten würbe, fo wirb
man es entfchulbigen, wenn manche ©cgenftdtibe vets
l)dltnißmdßig ju furj abgehanbelt fd;einen, auch mehre*
.ren minber fchonen ©eradchfen, bie man in'oeffen nicht
feiten unter ben Bierpflanjen aufgeführt fj'nbet, gar
feine Aufnahme ju i£l?cil würbe, 2fuf Sollfidnbig»
feit fann überhaupt biefe ©d?rtft feine 2fnfprüdje
machen; wer biefe fud)t , raup fich ein größeres 2Berf
anfehaffen, unter weldjen befonberS Vrn. Dr. £) i e U
tich’S „ßeri'con ber ©drtnerei unb Sota*
nif" ju empfehlen iß.
defurt, im Januar 1820.
Sernharbi.
üftacftrichf t c § Veratt ^ 3 e b e r§, Verrn $rof.
S 6 l 1 1 r , über ba$ gange 5ZBerf.
Sei ber neuen, neu vollenbeten Ausgabe bes
„Stcidjarffchen ßanb s unb ©artenfcfta&eS," war
eS ein VauptgefichtSpunft beS Vetrn SerlegerS (bet
leiber burd) einen ju frühen Sob nüfclidjen wiffem
fchaftlichen Unternehmungen entäffen würbe): biefe«
SBecf burd? eine allgemeinere Sccbreitung fo gemein:
nüfcig, als möglich, ju machen, gür biefen dnbs
©arten - ßit er «tut.
jwedf war ein vethdltnipmdfiig niebriger *Preig bcffcf=
6ert eine unerlafHic^e Sebingung» burd) weldje wiebet
beffen Umfange unb ber Seurbeitung gewiffe ©chenns
fengefett würben. £>en brei ccfreten Ä£t>eitcn , beren
©egenffdnbe an ftd> bic wichtigeren ftnb, fonnte
fd&werlid; an ber Sogenjahl, bie ft'e erbeten, etwag
abgebrochen werben, wofern anberg ber Inbegriff oon
3ieid?artg Erfahrungen unb gef>ren über be» 2(n=
bau ■ ber buchen s unb ©pecereU, ober JQama
wachfe, auf benen ber eigenthümliche SSerti) feiner
©chriftcn vorzüglich beruht, in jweefmdpiger Solls
■ßanbigfeit geliefert werben, unb für bie notigen
Zahlreichen neuen Ergänzungen unb Bufate ber 9?aum
nicht gar ju befdjranft augfallen follte; bem eierten
unb fünften Steile h<n8?9f« febienen etwag engere
©rdnjen gegeben werben ju fomten; ba £>bf}baums
jucht unb Slumengartnetei minber wichtige Eulturs
jweige ftnb, unb 9f ei chart tjicrin weniger Eigens
thumlicheg leitete, weghalb hier um fo eher auch
eine freiere, mehr Gatim etfparenbe ^Bearbeitung
©tatt ftnben fonnte. Gadj biefer 2fnftcht würbe ber
vierte 2l)eil bearbeitet unb follte eg auch ber fünfte
Werben. 2)a inzwifdjen in neueren 3eiten ber 2ftts
tau von Jfrjneipflanjen eine gropere Serbrritung ets
halten, unb bie Sieb habet et an manmchfalrigen
Sierpflanjen fo fehr jugenommen ^at; fo funb $err
^Profeffot Senvharbi, welcher bie ^Bearbeitung
6eS fünften ütheilg übernahm, bie für biefen bt-
flimmte Scgen^l ju befcbrdnft, um etwag 23efrie=
btgenbeg ju teilten. — Subem er von bem ©cftdjtgs
yunfte auSgieng, bie in ben ©drtner * Eatalogen ge*
29
wohnlich alg f au flieh aufgeführfen BierpfTdnjen bem
fünften ^fjeile eittjuverlciben, hat biefer jwar gegen
ben urfprünglichen 9>ian eine viel gropere tfusbeljs
nung erhalten, aber an Soliffdnbig'feit beffo mehr
gewonnen; unb bie $ertn ^ranumeranten wetben
mit ber entfianbenen Setmehrung ber Sogenjahl um
fo mehr jttfrieben fepn, ba bie Serlagghanblung ben
Gachfchup jum <Pcdnumerattongpteife fo duperff nies
brtg angefefct hat. 2>cnn nad; bet 2lnfünbigung foll*
tm für ein Epemplat beg jwifchen 70 big *0 Sogen
angefchlagenen SBerfg auf Drucfpapiet 3 2h«t« alg
^rdnumerationgpreig entrichtet werben; jc^t hat ba«
SBerf eine 2fugbehnung von etwa 130 Sogen befonts
men unb ber 9)reig betragt hoch nicht mehr alg 4 2ha'
ler. 2fug biefer Gücfftcht wirb man benn auch wohl
bie verfprodjenen 3fbhilbungen von Bterpflanjen beim
fünften Steile ohne Sefchwerbe »ermiffen, welche
hoch mehr jut Serfchonerung alg jur Selehrung ge.
bient hätten, — Sfteine Meinung ift eg von jeher
gewefen, bap bei SJerfen biefer 2frt nie bag ©cfcone
auf Unfoffen beg Gothwenbigen unb Gütlicheren bes
günfiigt werben bürfe; injwifdjen iff boch nid;t Sebec
von ber Gichtigfeit biefer 2fbftdht ju überjeugen.
Sn bem am ©ebtuffe beg fünften 2heilg angefjang^
ten Serjeichnip ber Drurffehlec ftnb nur bie wichtiges
ren aufgeführt, welche ju Sttipi'ttffdnbniffen Seratts
laffung geben fonnten; bie übrigen wirb bet geneigte
Sefer fclbff leicht betätigen.
Erfurt, ben 1. G?dt$ 1820.
S 0 l f e r.
30
©arten s SftifeeUcn.
©arten = 5DtifceIlen.
I.
Beitreibung einer öerbefferfen , ftcf) felbft bi-.
roegenben, 9)umpe, für ©arten,
Nt
SarneS Runter.
(?(ul bem Edinburgh Philosophical Journal,)
(Sföit einem 9?i|fe auf 5£af. 5. gig. 1.).
SS 0 r » 0 r t.
Sie b«« betriebene finnteiche «Pumpe trat
früher unter ber Benennung ber Ungatifchen
£D?afcf)ine ober beö d^emnifeer SStunnenS in
©nglanb befannt, »eil fte juerfr in <5f>emntg beim
S3ergwerfe angewenbet war. ©ie batte baS Unbe*
gueme, bap beftänbig ein Sttenfd) babei lieben mufte,
um bie £abne ober SSentiie §u tx>ed>fe Ifeitiner ©im
unb 2(uStaffung beS SBafferS unb ber guft, ju off*
nen unb ju fd)liepen. ©in gewiffet SS op well ter=
bewerte jie, unb |te fanb häufige tfnwonbung. ©e*
genwdrtig ift fte febr tereinfad)t, unb weniger foft*
bar; fo bap (ie, bei ©artenanlagen (unter ben er»
forbetlichen Umfldnben) unb überhaupt ju mancbetlei
Sfonomifd)em ©ebraud), ftd) feb>t empfiehlt.
* *
A. i(i eine ©iflerne, bei B but<b eine Guelle
jefüUt; D ein mctaliener ( tx*afferbid>ter ) j?a{ien im
□ 12 3otI, unb 4 Sott »n ber Siefe, in A gefieflet
unb Mbe an beffen Oberfläche.
E ein Stofr £ $oll weit, gel)t tom Oberteil
ton A nach bem SSoben ton F. F i(l ein metalle*
nerjtajten, gleich bem D. G ein Stof)* 5 3ott weit,
gebt tont Oberteil ton F nad) bem Obertheil ton
D, mit feinem obern ©nbe, über bem üliteau ton
B ftebenb. Hein Stofr £ 3°U weit, gebt tom SSoben
beS ÄafienS D nad) bem SSoben ton C, ifl fo lang
als bie ©ntfernung ton R nad) S. J eine Jtlappe
(aufwärts ficb offnenb) an ber SOlunbung beS Stob*
reS H. K eine JUappe (aufwärts fid> offnenb) am
SSoben ton D. L eine klappe (aufwärts ftch off*
nenb) am 33eben ton F. M ein Siobr, welches baS
überfliepenbe SBaffet ton E nach N aufntmmt.
N ein fleineS, leichtes fPfdnnchen, welches, wenn e$
angefüUt mit «Baffer, O nieberbrüeft. O ein £ebel,
welcher, wenn er burd) N niebergebrueft ifl , bie
jf lappe L öffnet. P ein ©tift (Stagel) woran ein
©tudehen Äette, an beren ©nbe ein plattes ©tücf
gebet befefligt ifl, welches, wenn N niebergebrueft
i|t, bicfeS tetldpf unb ein god) bei Q öffnet. Q ein
god) im SSoben tonN, welches ton paffenbet ©röpe
fepn muß, um baS Sßaffer ton N auSjula|fen, unb
jwar in berfelben 3'it/ bie erforbert wirb, um D
mit SSaffer burch K ju füllen.
Stun folgt bie Krt, wie bie ^urnpe opetirt.
SGSenn bie ©efdpe D unb F mit guft gefüllt finb, fo
3i
©arten s StttfceUen.
lauft bag Sßaffer attg A in E; biefeg treibt bie ßuft
aug burd) G unb D nad> J, unb fallt E, F unb G,
big jum Stioeau Don B. Algbann läuft eg über bei R,
in bag 9?of)t M, füllet N, weldjeg burd) bag ©ewid)t
beg Sßafferg nkbergcbrucft wirb, unb öffnet L u. Q
wie oben befdjtie&en.
Sag ©efäf F leeret ftd) algbann bei L, wirb
mit ßuft gefüllt bon D burd) G, unb D wirb mit
Sßaffer gefüllet burdf) K. ßu gleicher ßeit Wirb N
burdf) Q geleert unb fefjrt an feinen $lafc juruef
unb madbt bap L ftd) berfdjliept, währenb F unb G
^öoll Sßaffer bleiben. Sag Sßaffer läuft fortroäfjrenb
butd) E, treibt bie Suft bon F burd) G inD, welche
fiuft bag Sßaffer bon D burcf) H aufwärtg nad) G
brueft, big F unb G mit Sßaffer unb D mit 2uft
gefüllt ftnb; wo bie SO?afdf)ine ftd) in bem erften ßu*
ftanb befinbet, inbem F unb G big jutn SJibeau bon
B gefüllet ftnb.
Siefe felbf}gef>enbe 9)umpe hat mancherlei 9ht|*
«nwenbungen.
ein groper $Ber$ug berfelben befielt boritt, bap
fie faft ganj ohne griction ftd) bewegt.
©ine fPutnpe bon obigen Simenftonen (welche
fef)t im kleinen ftnb ) gieng, ohne angerüftrt $u wer*
ben, brei Stfonate lang tm unb f )ob täglich 8 £>jrf)oft
Sßaffer. Sag Sßaffer fann baburd) fo biel über ftd)
gehoben werben , o[g eg gall bei bem Dfeferooit A
unter fid> hat»
gr. Är.
2
©ngtifchc ©arten = (Eingänge, $kmfen uni-
SSerjäun ungen.
(SJltt Abbt'lbungen auf Safe! 5. unb 6.)
Sie englänber — welche man mit 9 fed)t bie
Schöpfet ber 2anbfchaftg=©artenfunjf nennen fann —
lieben auf ihren fdjönen 2anbft'|en nidjtg weniger
alg ummauerte ©ärten, unb bermeiben baher in
ihren ©artenanlagen bie Stauern fo biel immer nur
möglich ift. Stur ber $aupteingang beg fParfg,
nahe bei ber SJilla felbft, erlaubt ein gropeg beco*
rirteg ©artenthor, bon eifernem ©itterwerf, berbun.
ben mit einet fd)onen niebrigen ^albmauer, mit 2a=
ternen befeftt, ober eine Hinfahrt mit 2 Stebenpfor*
ten, unb einer holjernen ^)lanfe berbunben. Sie
übrigen 25efriebigungen, welche ein @nglifd)et ©ar»
ten nothig hat, begehen in einfachen holietnen fpian*
fen bon berfchiebener gorm, um einjelne Steile ei*
neg gropen ^patfg, j. 25. ben £h»*r9arten, SSieh-
waibe, Sbftpflanjung , 23aumfd)ulcn, 25lumengarteti
unb Treiberei, bon einanber abjufonbern, unb ju
fehlen. ßu l^en fleineren innern Abteilungen ber
^artfien eineg fParfg gehören bann bie artigen ge*
fehmaefboden ßäune, bon natürlichem Selbffwuchg
unb rohen 25aumsweigen unb Sträuchen, j. 25. $a*
fein, Sßeiben ober (5fcf>en , womit bet ©efebntaef unb
bie ^hantafte ber Snglifdfen ©ärtner auf mancher*
lei Art ju fpielen pflegt. 25eifpiele bon biefen ber*
fdhiebenen Artifeln, um ft'e anfdjaulid) $u machen,
liefern hierbei bie Safeln 5 u. 6.
Saf. 5. gig. 1. jeigt zweierlei Arten bon 25te-
ter* $)lanfen, mit jfeinernen Säulen; bie eine Art
32
<5$ a v t e n r SR i f c e 1 1 e n.
oben auSgegaljnt / bie rtnbtf c« 2£cf oben gerabe. Sie
gleicbbteiten glattgchobelfen SSreter ftnb aneittanber
gefügt, unb bie gugen mit 2—5 3*11 breiten Äat;
nieSteiften bebecft. Sfefe ftnb mit Setfarbe fttber=
gtau, bie SSreter ber pianfe aber bunfter grau an=
gej!rid)en. Siefe pianfen ftnb fct)r bequem für £bft=
garten, weil man innerhalb ©paliete anbringen unb
gutes 2afelobft baran pflangen unb giel;en bann.
SEaf. 5. gig. 2. geigt eine gelbpfetf« in einer
pianfe, mit einet nebenliegenben £t)ür. ©ie fchidt
[ich fet>r gut für ein PachterhaitS unb einen Sefc*
nomieljof, unb wirb ebenfo angejtrichen , wie Sto. 1.
Saf. 5. gig. 3. geigt fd;on ben ©ingang gu
einer SSitta ober ganbfjaufe Pen etwas eleganterem
©tpt, hat ein ©infahrtSthor mit einem 'Paar ftcinet*
nen ©dulen, unb neben biefen 2 Pforten j übrigens
mi) eine Steter sPlanfe.
£af. 5. gig. 4. biejj ift nun eine fefjr »er»
gierte ©infahrt in einen Parf, nat)e bei einem fd?o=
nen Sanbhaufe. ©ie ift oon eifetnem ©ittcrroerfe,
»erbunben mit einer .fjalbmauet , hat in ber Sftitte
baS ©infahrtSthor unb gu beiben ©eiten 2 Pforten,
barneben aber auf ber SRattcr 2 £atetnct. ©etpotjn*
lid) ift bamit eine ober 2 Sogen für ben «Pförtner
perbuttben , welcher bie Auf|icbt über ben ©in*
gang hat.
Sie SJaf. 6. geigt unS oetfd)iebene Arten Po»
leichten gefchmacfootl geformten Sergäunungen gu
inneren Abteilungen bet ©nglifchen ©arten, unb
*8efd)übung eingelnet Stumen = unb Sbftpart&ien,
womit bie ©drtner fo gern fpielen. 3d) *?abe fd;on
im ©art, SRagaj. I. Sb. ober 34rg. 1804- @.284-
Saf. 2i u. 22. unb ©. 327. Saf. 25. mehrere
bergleidjen fdjone SScrjierungen in bem Parifee Jar-
din des plantes, fo wie aud) in ber gortferjung
meines ©art. SRagagütS 00m 34rc i8n. ©• 406.
Sa fei 41. in Seutfdjen ©arten abgebitbet unb be*
fdjrieben, unb bitte batjer btefe Artifet bort nachgu.-
fetjen unb gu oergleidjcn. $ter nun ber ©ebrauct)
pon bergleid)en 23ergdunungen m ©ngl. ©arten.
gig. 1. unb 4. ftnb bewegliche «Stücfen Pon
bergleidjen 3dunen, bie man, wie einzelne ©djaafc
hütben, jufommenfefcen, mit pfählen befeftigen, unb „
bamit Partien in ©arten einfchüefjen fann.
gig. 2. unb 3. ftnb fleh) enbe Scrgaunungen
mit Shüren, unb 3 eingelne Spüren, welche man
nad> Setieben anbringen fann. Alle biefe 3dune
ftnb, wie febon gefagt, Pon rohen ungefchdlfen
fdjtanfen ©tangen unb SSaumdften Pon tafeln, 2ßei*
ben, ©fchen, ©Hern unb Ahorn, bie man mit Srath
ober 9?dgeln in jtd> Perbinben, unb befeftigen fann,
©ic ftnb überaus nü|lich unb bequem in ©arten.
g. 3. SB,
3«*
lieber bie naeften <Sd)netfen ( Limax
agrestis) unb bie SRittel ju ityrer
2$ e r t i 1 9 u n 9.
©ins ber laftigften unb fchdblichfren Ungejiefer,
welches uns nicht allein in unfern ©emüfegdrten,
©arten* SXtfeelle«.
33
ben empffnblichfien ©d)aben |ufüget, fonbern fognc
ganze gelbet verwerft, fittb bic naifenben ©djnecfcn.
S3ei einbrechenbem Äbenb unb in bet ©tifle bet 9lacf)t
fommen fte aus ihren ©chlupfwinfeln, bie ihnen
4>etfen, ©efltäudf>c , bufchige fPflanjen unb anbete,
StafTe unb geuchtigfeit nährenbe, Umjfdnbe gcwäh*
reu, hett)ot, unb befchtnuben nicht nut mit ihrem
efelhaften ©chle im bie meifien Äücbengewdchfe, fon*
bern rieten felbfl bie foflbarflen ©aaten unb fPflan»
jen ju ©tunbe, unb bringen — < weil fte bie jatte»
fren Äeime bet aufgehenben ©dmeteien abnagen —
bie aufrichtigen ©aamenhanblet in ben Verbaut beS
SetrugeS, Sn trocfnen Sahreh ifl zwar bet ©d>abe,
ben fte antichten , fo betrdd;t[icf) nicht ; in naffen
hingegen unb befonberS bei feuchtem «£>erbftnmter
ffnb bie Verwüffungen betfelbcn unbefdhreibtich groß.
Da$ Sah* 1816 »ft gewiß noch allen ganbwirthen
unb ©attenfteunben im fttfd>en Tfnbenfen. Sn t>te=
fern mürben aUe Hetbfffaaten, in ben ©dtten ©pi»
nat, ©dhnittfohlr ©alfat, 9?eterftlie, Äohtu, f. w.
unb. auf ben gelbem fKubfen , Sfoggen unb Söaijen,
fo non ihnen abgeraaibet, baß bie fchonficn Hoff¬
nungen auf bie funftige lernte gänzlich bahin
fdjwanb , unb i'anbwirthe bttrch wiberholte unb aber»
matt oetnichtete ©aaten in bebeutenbe ©cfyulben ge»
tiethen. 2Die ju einet übermäßigen Höhe gefiiege;
nen ©etraibepteife waren eine nicht z« oerfennenbe
golge baoon. $0?an fann bähet biefeS Ungeziefer,
feinet etflauttenben Verheerungen halber, ebenfowoht
ju ben ganbplagen zahlen, mit bie 9fläufe, ©pann*
raupen unb «^>eu fcfjrecfett,
£te Vertilgung biefeS fchdblichen Ungeziefers
mußte nothwenbig ein ©egenfianb beS 9?ad)benfenS
aller ganbwirthe unb ©drtner werben, unb felbff ben
Sortf, be$ 2t, @art, SRag. V, Sb , j. ©t. 1820.
©chatfftnn bet SJiaturforfcher üben. VMrffid) wut»
ben auch mehrere Mittel zur Sfttilberung unb ganz«
liehen 2fbhülfe biefeS btücfenben UebelS »orgefdjlagen,
aber entweber trat ihre Knwenbbarfeit nicht alfge*
mein, obet ilne Sßirffamfeit nut von furzet Dauer:
einige ließen ftd) nut im ©roßen, auf gelbem, an*
bere hingegen nut im kleinen anwenben, unb einige
waren mühfam unb mit nicht unbebeutenben Äofien
berfnüpft. Sch. will biefe Mittel ber 9leif)e nach auf*
Zahlen unb bei einem jeben fowohl baS, toaS ihm
Zur Empfehlung gereidht, als auch feine SWanget unb
Unbollfommenheiten fürzlich bemetfen.
i) Daö erfle, was hi« unb ba als baS fflirf*
famfie unb ©icherfle empfehlen würbe, trat baS 2fb*
tefen unb 2fuffammeln ber ©ehneefen. 3ut 2fnwen»
bung biefeS Mittels würben bie ganbleute in »er»
fchiebenen ©egenben SeutfchlanbS burd; einen befon»
betn Aufruf unb bucch eine befiimmte Belohnung,
welche auf bie Stnlieferung eines gewiffen 9JfaafeS
biefeS Ungeziefers gefefct war, aufgemuntert. Allein
fo ftcher biefeS Mittel auch in feinet 'tfnwenbung ijf,
fo mühfatn, fojffpielig unb unzuteichenb ifl eS ben»
noch auch jusleid^ befunben worben, ©ichet ifl eS
freilich, in fo fern bie aufgefammelten ©ehneefen »er»
nichtet unb ferner z« fd)aben außer ©tanb gefegt
werben; auch taffen fich f feine ©arten burch eine
ffete Ifufmerffamfett unb immer wieberhoMteS 2l6le»
fen biefer Spiere gegen bebeutenbe Verheerungen ber;
fetben in Sicherheit feben, Allein wenn matt be»
benft, wie ungeheuer fte ftch bet feuchter ffiitferung
unb in naffen Saf)ten oermehren, wie zahlreich unb
mannichfattig bie ©djlupfwinfel ftnb , in benen fte
ftch tvdhrenb beS £age6 oetbergen, baß fTe nur ge*
gen ben Untergang bet Borne unb bei SJegenwmer
©
34
<S ö v t c n --
zum SSotfchtin fommen, um ftch z« nahmt unt> ju
Mafien, fo wirb man gewi£ nid)t in Wtcbe fet?n
fdmun, ba& ba« Mittel dufetfi mühfam Ullb
feh»eclich iffc, unb wenn auch gleid) jcbe ^flanjc g«;
«au uncerfucht unb jebe« Sßlatt berfetben fotgfam
umgcwenbet wirb, fo fonnen fie bod) nid)t in bie
Stilen unb fleinen £ol)lungen bet ©rbe »erfolgt unb
oufgefudrt werben, unb man wirb in feuchten Sah*
ten bei aller Sorgfalt unb ©enauigfeit — felbft m
fleinen ©arten i^ec nie ganz ^eijlet werben.
3m ©rofjen ab«, auf ©etraibe =.unb fRübfenfelbetn,
if} ba« itblefen ber Schnecfen nicht allein du^erft fojl*
fpieUg, fonbern auch ganz unzureichend 3wat taf«
fen ftd) 5u tiefem ©efdjdfte Äinbet unb ulte grauend
'perfonen , bie wegen Mangel bc« «erbtenfie« mit ai*
nem geringen '£«hn jufrieben fmb , fel)t wohl ge«
•brauchen; allein auf gldchen oon feebeutenbem Um^
fange .lauft bet Sohn bet jatjlreid? angeftellten tftb«;
ter bennod) ju einer betrddjttichcn Summe hinauf,
itnb bie Erfahrung lehrte, ba£ wenn ^eute eine
Strecfe ganz rein abgeltfen würbe, fie bod) morgen
eben bem Ungeziefer wicbet belagert war, bc«
Cgdjabcn« nicht zu gebenden, ben bie Arbeiter felbfi
bem gelbe bei feuchtet Witterung juffigten, ber oft
eben fo beträchtlich war al« ber Sc^tetfenfra^ felbfi.
2) ©in anbere« Rittet, ba« man zu eben bem
gweefe ootfcfylug , waten Sdgefpdt>ne , glad)«fd)ebcn
<S3re^annd)cn) unb ©erfienftebe. SSefireuet man
mit biefen Materialien ben SSoben um bie ^flanjen,
fo fonnen ihnen freilich bie ©efdjepfe, benen bie
Statur bie fßefleibung oerfagte — weil fie it)<en Äoc--
per auf bet tauben unb flat^lic^tcn Sberfladje nid)t
ohne SSefdjdbigung unb fchmerjhafte ©rajtfinbung
foitjubewegen »««lüge» — nicht fdjaben. 2ft« ein
M i f c « t 1 e n.
Scbugmittel gegen ben Sd>necfenfrafj fonnen biefe
2)inge alfo wohl betrachtet werben, aber feine« wege«
aio ein 83ertÜfung«mitul ber Sdmecfcn felbfi» £>od)
auch felbjf in jener f?inftd)t leifiet r« ben gehofften
Schuh nur auf furze £eif. Sei naffer regneiifcb«
SBittetung werben fie weich, verlieren ihre Scharfe,
unb bie Sd^nde« friechen fid> ohne allen Söibets
flanb unb ba« getingfie 53?if behagen «her fie f)in.
Sogar bei troefnem Mctter witfen fie haften« nur
ehren 2ag, benn ber £hau burdbzieht jv fchnell. Unb
gefegt aud) , ba| fie auf längere 3eit wirf (am bti<=
ben, fo würben fie immer nur im Ältinen angewen*
bet werben fonnen, ba fie nidjt überall in fo gtojjec
Menge zu haben fmb, bafi ganze gelber bamit über--
fireuet werben fdnnten.
3) S5on gleich« Sefchaffenhett ifi -ba« SSefireuen
fee$ SSobenö unb ber Pflanzen mit 2lfd)e unb gebranus
tem gepüloertcn Äalf. ©* ifi wahr, beibe tobten
Schneen unb Kegenwütmet , welche bamit befireuet
werben, fchneU, aUein beibe zieh«» «b«n fo fthneÄ
bie geuchtigfeit an, unb »crlieren baburd? alle Äart
fiicitdt. 85 ei naffet Witterung laft ffdj bah« biefe«
Mittel fd)led)terbingö nicht anwenben, obgleich «i$t
ju Idugncn ifi, baf alU Schnecfen, bie bamit in
gZejmhtung foramen, in «ine» frdnf liehen 3ufiaub
uerfegt werben,
4) Sa« betreiben ber ©drlen unb gelber mit
Unten , würbe ein fehfc fraftige« Mittel zur 23ertil«
gung bet Sd)nccfen fepn, ba biefe gefrdpigen Shi«*
ben Pflanzen,, fo lange noch Schnecfen »orhanben
fmb, nicht ben rainbeflen Schaben jufügen; allein
e« leuchtet non felbfi ein, baji ti nur im kleine«
anäewenbet werben Idnne.
35
©Arten * 3R i f c e 11 e «.
5} dinS ber »itffamfhn Sfittel ater iß ba$
Ueterjietjen ber ©eete unb gelber mit einer fcferocren
©alje. 9Äit bem beßen (Erfolge tat man biefcS
Spittel fd?on früher gegen 9?aupen auf 9?üben* unb
SRutabagafelbern t>erfucf)t. Millionen tiefer geftdßi*
gen Spiere würben ton bet <Sc^n>ere eines über ffe
tingewdljten ÄorperS- in bem Zeiträume einer ©funbe
*ernid)tet «nb auf biefe 2frt ihren ©erheetungen mit
»imm ©?ale ein Stel gefegt, gaß mit gleichem drs
felge wanbfe man es aud? gegen bie ©chneden an.
Sn bem Safyre 1816 würben nnjdhlige Sanbwrrtfje
«inen nod? ungleich großem ©d?aben erlitten taten,
wenn fte n:tf>f btefeS Mittel zeitig ergriffen hatten.
2)ie Sßirffamfeit beffelten hangt ater een ber ©Jaf?!
bet Seit at, in weidet eS angewenbet wirb. ©ei
Sage vff eS gan* fruchtlos unb ocrgeblUh-, weil ßd)
ba ba>S Ungejiefer in feinen ©dßupfwinfeln tjertor^
gen taltr gegen ©litternadjt aber, wenn eS in Ml*
let tfefung begriffen iff, werben jatllofe ©cf?aaten
bejfelben mit einem ©fale baeoit oerniettet. ©S er*
giebt fid? aber non felbß, baß ftef? biefeS Mittel mehr
für ©etraibefelber als für ©drten eignet, wiewohl
ebenfalls auf «injelsten ©eeten bie bereits ht biefem
SSagajine (Jahrgang 1804, ©. 137) befdmebene
©artenwalje gegen biefe gefräßigen ©affe angewen*
bet werben fonnte, Allein oielßdnglich« «nb had?.
waetfenbe 95flanjen bürften bod? otne befetdbiget
unb umgebrocten ju werben, biefer gewaltfamen
Operation nicht unterworfen werben fdnnen.
6) SaS Jfalfwaßer iß ebenfairs ein frd-ftrgeS
©ertilgungömittel ber ©ebneren, unb befonberS für
©arten anwenbbar. (SS rerurfacht feine große £0*
ßen unb iß als ein gefinbeS Sfeijmittel auct bem
$ßan$e»wud)fe fotbtrlidj, £>U 2lrt ber ©ereitung
beßelben iß folgcnbe : 5 Wan nimmt eine gemäße
Quantität frifrt gebrannten Äalf, wirft ifyn in eine
©tunje (Suter) unb gießt Sßaßer batüber unb
gwar Anfangs nur wenig , bod? wenn er ßd? ju er*
trten anfdngt rermetrt man ben 3«fl«ß beS 9Baf»
ferS immer mebt, bis er gänjlid) gelofcht iß. 2Bdt-
renb beS 2ofd?enS wirb aUeS wotl mit einer $acfe
ober ©djaufel buedjarbeitet, unb jufefet noch eine
reichliche Quantität SBaßer h»n$ugegoßtn. SicfeS
Sßaßer bleibt nun noch eine ©tunbe über bem Äalfe
ßeten, worauf bie ganje ©?«ße nod? einmal burd?*
arbeitet, bas 3Baßet aber in ein anbereS ©«faß ab.-
gegoßen wirb, um «S butcb eine großer e Quantität
tinjugegoßenen ßßaßetS jurerbünnen, barait eS bie
©raufe einer ©ießfanne, burd) welche es gegoffett
werben folT, nicht oerßopfen, fenbevn leicht burch=
gehen möge. Sie 2fnwenbung beßelben gefchrehet
auf folgcnbe 2frt. Suforbetß belegt man bie SBege
jwifchen ben ©artenbeeten , auf welchen fiel) bie
©ehneefen aufhalttn unb ihre ©etheerungen antid?*
ten, mit allerlei breiten ©Idttfrn oon Äohf, ©feer.-
rettig, SJfatoen, Kletten, ober aud? mit ©tbfenßtoh.
SU ©chneden »erfarameln fich in großer SHenge
bacunter , um @d?u| gegen bie ©inwirfung ber
©onne ober beS SageStrchtS, bas fie fcheuen, ju
fuchen. ©on Seit ju Seit nimmt man nun biefe
©lattet weg unb tragt fte fammt ben baran
ßfcenbcn ©ehneefen in bie breiten 5öege beS ©ar?
tenS, wo man bie ©ehneefen abfd?ütt«lt unb Äalfs
waßer fotrof)l über brefe als übet bie in bem fdjma»
l«n gwifdjcrt ben ©eeten beßnblidifn ©Segen liegen
gebliebenen ©djnecfen roitfelß einer ©teSfanne, bre
mit einer ©raufe rerfehen iß, gießet, ©on biefett»
Äalf waßer ßetben bie ©chneden augenblicflid?, feibfl
wenn eS regnet, Sie ©idtter bringt man h«»ac^
ö 2
©arten
*
trübet an ihren porigen ober einen anbern £>rt, unb
wieberbchlt biefeg Verfahren fo lange alg noch
©djnecfen oothanben pnb. SP bie Witterung gun*
ftig, fo lönnen in Beit oon einer 5Bod)e alte ©cfynef*
len ein eg ©arteng auf biefe 2B«fe ««tilgt werben,
benn ein einj-iget Krapfen Äölfwafjer richtet fte mit
einem «Kaie ju ©runbe. — ©ehr läufig verbergen
fte frd) auch in beti ©infaffungen bet 5Bege, (te m6-
gen nun aug 3Such$baum ober itgenb einem anbern
©ewdchg beftehen, «Kn n tt>ut bähet wohl , wenn
man biefe ©infaffungen mit Äalfreajfet burdjnaft,
benn überall wo eg burchbringt, muffe« bie ©chnef*
len, wenn pe baoon getroffen werben fferben.
2>a biefeg «Kittet leicht anwenbbar tff , unb
fflp leine hoffen »erurfacht, fo oerbient ee alte ©m*
yfehlung.
7) Koch oorjüglicfter aber fdjeint mir folgenbeg
Mittel, bag mir fo eben oon einem benlenben unb
erfahrnen ßanbwirthe mitgetheilt worben tff. Sch
habe? eg jwat nidjt oerfucht, aber bie UBitf«
fantleit leuchtet oon fetbp ein, auch leiffet bie ©ht*
lichfeit beg «Kittheilerg föurgfdjaft bafur. —
mt flein gehaeften ober jerpampften gelben
Kuben (lohten, «Koottuben) ober aud) mit flar
gehabten fufen ttepfeln laft pch biefeg Ungejiefet
hinlotfen, wohin man will. *£at man nun am
tfbenb biefe Codfpeife auf einen fruchteten ^lafc
bünne auggepreuef, fo nimmt man beg SKorgeng
bei Sageganbruth fochenbeg PBaffeg in eine ©ief*
fanne unb »ertilgt mittelP cineg tfufguffeg bie auf
ben auggepteuten Kuben 5 unb 2fepfetPücfd)en ft|enbe
©cfcnedcn in einigen ^(ugeablicfen. 2J?an fonnte pch
jwar ju biefer tfbpcht mit noch geringerer SRuhe
!Ktfceü<it.
auch beg gebrannten unb an ber ßuft serfattenen
Äalfg bebienen; allein jene ßodfpeifc würbe babutch
fo oerborben werben, bajj fte leine ©chneden mehr
herbeijiehen würbe: man muffe atfo, wenn man
ju biefem S3el)ufe bernod) -Ralf braud>en wollte, nad)
bem Stopfen bec ©thnedw mit tiefen aud) bie ge*
haeften «Köhren ober Impfet h'uwegfchaffen unb 2 big
3 mal noch einanber frifd) jubereitete augpreuen,
wetepeg aber bie ÄoPen »e ntehren würbe. — ©laubt
man nun, bajj in einer Kad)t nicht alle ©ehneefen
butch ih«n feinen ©eruch ju jenem gutter l)ingelo<ft
moeben waren, fo laft man foldjcg nod) ein $aat
Ufdchte liegen unb pef>et jeben borgen nach, cb pch
aufg neue welche eingefunben h^cn unb getöbtet
werben muffen, in welchem gälte man bag fochenbe
SB affet abetmalg anwenben muf. «Schwerlich fließt
ei ein leid>tereg «Kittet, pch biefe ©ehneefenbrut 00m
4)alfe ju fchaffen.
£et ehrliche ßanbwirth hat ung übrigeng noch
tn feinem «Briefe ein SSeifpiel »on ber SBirffamleit
biefeg «Kitteig aug bem Sahte 1816 erjdhlt, weicheg
über bag Verfahren bei ber tfnwenbung beffelben
noch mehr Sicht oerbreitet unb intereffant genug ip,
um allen 2anbwirtf>tn unb ©artenfreunben mitge*
lljcilt ju werben.
„Kachbem ich mtd)/ fahrt er fort, burd) öftere
83etfuche oon ber SBirffamleit beg »orbephriebenen
«Kittelg ooUfommen überzeugt h^«/ Su ^n‘
fange te8 Setoberg 1816 ein greunb aug ber Kad)*
barfchaft Kamcng 83 6 l f e r t mit ben SBorten ju
mir: Um ©ottegwiUen! wag fotl ich anfangen? —
Bie Eugfaat oon 6 SKorgen Äotn h«tbe ich mit 21
2haletn «ngef^afft, unb in Bett oon 4 &«9<n h^en
3f
©arten : iföifcdlen.
wir feie ©chnetfen biefe flanje fchon aufgelaufene
©aat rein abgefvefTen. ©ern fud)te id) ©elb j« lei»
hen, um noch if SÄaiter ©aatforn }u taufen, allein
id) furchte, ta§ wenn tcf) tjeutc au«fae, id) t>od> 66er
3 Wochen fein grüne« 33ldtt<hen mehr auf bem 2anbe
ftnoen unb bie wieberhohlte 2luö[aat abetmal« eine
33eute ber ©chnecfen werben möge. 3dj fprad) ihm
Sroft $u unb rietf> ihm, noch ein SWal ©aamen ju
laufen, ba« 2anb, welche« an einem ©töcfe lag, wie*
bet forgfdltig ju bearbeiten, bie jweite 2fu«faat ju
beeiden unb mir — fobatb er beim tfuflaufen ber*
felben von neuem ©chnecfenfraß bemerfen follte —
fcgleid) 9tad)ri<ht bavon |u geben, inbem id) in
Seit von 2 Stddjten utdjt nur alle auf feinem Sanbe,
fonbern auf bem bidjt baneben beftnblidhen 2 2fcf er*
ftüdfc Älee ftch aufbaltenben ©chnecfen tobten wollte,
fo baß er an feiner jroeiten 2fu«faat nicht ben ge»
tingflen ©diaben erleiben follte. 83olfert fchritt
alfo burd) biefe 3ufuh«tung aufgemuntert, jut |wei»
ten2fu«faat, aber nach 14 Sagen lief? er mich auch
fcfyon auf« eiligfie §u ft<h t>ot>len , benn bie ©chnecfen
überzogen bereit« auf« neue bie auffproffenbe ©aat.
3d) lie§ alfo einige Äorbe fuße Tfepfel unb gelbe 9tü*
ben flar fwcten unb flteute foldj» ring« um ba« 6
borgen große 2(cferjtucf. Uebec biefe 3fnffalten ge»
riech) aber 83 6 lfert in bie äußerjte Unruhe, Weil er
gar nid)t glauben fonnte, baß fid) bie ©d)necfen von
bem großen 2l<fet alle nad) biefet foeffpeife t>ingic*
hen warben. 2(d)! fprad) er ju wiebechohltenmalen,
ich jweifle fe^r an bem ©elingen 3hte« 23orneh»
men«, unb bann bin ich «in gefdjtagener SDtann!
3d) bat ihn inbeffen nur ruhig ben borgen abju»
waiten. 2fber gurd)t unb ©orge verfluchten fei*
nen ©d)laf, unb faurn graute ber Sag, fo jiunb
er fc^on not meinem 85ette unb weefte mid) mit be»
Söorten: ©ott! SOtiHionenwei« h^en bie ©chnecfen
Stuben unb 3fepfel bebeeft! fommen ©ie nur unb
fehenl Sch h^e bereit« meinen ©obn mit #olje ju
bem Sfcfec gefchieft; ich will jefet felbfi einen Äeffel
hinau«tragen, ein 2od) baju graben, unb ba SBaf*
fer in ber Stähe ijt, foll e« gleich jurn Äochen ge*
bracht werben. 3e§t hflbe ich wieber guten SJtuth !
3d) erhob mich nun «on meinem £ager, verfugt*
mich ju bem 2fcfer unb fanb ben um ben 2C<fer ge»
jogenen unb au« jerhaeften Sfepfelrt unb Stuben be»
fiehenben ©aum von ben ©ehneefen wie mit einem
fchwarjen Suche bebeeft. Sa« Söaffer fam halb in«
Wochen, unb in Seit oon einer ©tunbe war ba«
ganje $eer vernichtet. Sie Sccffpeife blieb inbeffen
ruhig liegen, unb wirtlich fanb man am folgenben
SDtorgen noch eine beträchtliche 2fnjahl biefe« Unge«
jiefer« barauf, welche auf bie nämliche Sßeife ge*
tobet würbe. 3<h entfernte mich nun wieber, 83 6 1*
fert aber ließ bie 2fepfel unb Stuben noch 2 Sage
lang liegen unb faf>e alle fötorgen nad), fanb jeboch
bie tfnjahl ©djnecfen gan$ unbebeutenb, unb tont
enblid) nad) 14 Sagen mit ben ©orten ju mir:
„fStein Jtorn ijt gerettet, unb wdchft luftig empor! u
§3ir tonnen freilich biefe ©rjdhlung weiter nicht
verbürgen, aber wir fjaben feine ttrfacbe, ein SWiß*
trauen in bie ©laubwurbigfeit be« biebern 2anb»
wirth« ju fefcen, jebod) fotbecn wir alle ©arten»
freunbe, bie mit biefem Ungeziefer ju fdmpfen t)a=
ben, auf, SSerfuche mit biefem SOtittel anjufteHen,
unb ben ©rfolfl bavon in biefem SJtagajin befannt
ju machen.
2Cw,
tf.
38
©arten s SKtfceHen.
4-
EffUmöfiftrtmflSpcriobe bet SRopfaflante in
jKeutfcfylunb.
GS war im 3al>r 1575, baf biefet Saum jum
rrfim 5!Ral aus Gonfiantinopel über SQSien ju uns
gelangte. 3?&t i(i er an bert ganbjtrafen bei un$
fet)t allgemein geworben unb gebest fclbfl ned) im
norbtidjflen Seutfd)lanb, l>at »iele Slütfyen unb
feine reifen grüßte pnb im #erfcfU ein gefunbeS
©djaaffutter , aud) ijt fon{! bie grud)t nadf) £ermb«
ftabt fet>r nüfclid) unb baS- #ols jum Stennen nid>t
gern* su wrackten. Unrecht ifl eS.aber, baf man
bie füfe SJiatene ju 2CnpfIanjungen nirfjt horjiefjt,
wo ft« eben fo gut als bie SRoffajianie gebeifje»
würbe.
5-
£) i e ?Cprft>ire 3? 0 f e.
©eit einigen Sauren wirb in ©djotttanb eine
flettetnbe 0?ofe unter bem tarnen 2Cpt ft) ire Oiofe
eultihirt. £)aS 2öad)$tf)um ber bünnen langen
3weige biefet SRofe iji fo fcfynell , baf eine
foldje ^flanje ein 20 gnf t>ef>cö fd)iefeS 25ad& unb
eine faft 40 guf lange SOfauer innerhalb jwei 3<d)s
ten überjogen bat. @ie wirb sba^er fefir gefudjt,
um ©egenftanbe, bie baS 2fuge beletbigen, ju her«
^etfen. G$ ift eine epotifdje ©pecieS unb ber rosa
arvensis (ober weifen #unb$tcfe, wie biefe in
gnglo^b beift) fet>c nabe hetwanbt. SBabtfcbein«
lid) fismrat fie au$ 9iorbam«ifa, 2Ran ^at fte mit
bet rosa arvensis oerweebfeft, hon welcher fte ftd)
«bet butdj 2SRel)rereS unterfebeibet, horjüglicb ba=
bureb, baf fte ihre Sldtter hiel lüngct bet)«lt als
bie rosa arvensis, unb ffd) bartn ber rosa sein-
pervirens nafyert. iDie 2fprfbire JRofe wirb folgen«
bermaaf en ebarafterifirt : „Rosa capreolata — 2Ct)t«
fl)ire JRofe. Surculis flagellatis procumbentibus
foliis ellipticis aequaliter serratis utrinque gla-
berrimis; fructibus ovatis (collo constricto)
pedunculisque glandulosis.
6.
Heber ba§ Leeren ber SBeintrau&en.
©ie in öffentlichen Slattern befantrt geworbene
SRetbobe bes $tn. üambrp honSRanbreS, baS
Leeren ber Stauben, (Abfallen ber Seeren nadj
bet Sfütb«'} hermittelfl eigen ju bel>«nbelnb«r Gin«
febnitre 5U oertjüten, unb sugleid) if)te Zeitigung ju
befotbem, tfl hon bem 3acob gorrer jum
©teinfeUS tn 2Bintertl)ur nacb erprobter 3we<fmdfig*
feit, befonbetS für EÄnwcnbung im ©rofett hetholf«
fommet worben. San it)m ftnb gebruefte tfnweifutr«
gen unb Snfirumente ju erhalten unb eS rft für
©grtenfreunbe intereffant ju triffen, baf bie gleidje
Operation aud) ber grudjtbarfeit ber Sbfifpaliere $»*
tragli^ ifl»
2)af ein bünnet Ginfdjnitt in ber fRinbe (ttngS
um ben Saum) mad)t, baf V\t grüßte grofer wer«
ben unb früher reifen, ifi fdjon langer befannt. 2fucfy
würbe gegen baS Gnbe beS hörigen 3af)t^unbettS bie«
feS Mittel bereits hon einem ©ädjfifdjen 2anbgeift«
39
©« r t c « -- SJU f c eil e n.
liehen btt Dbfrbdumen angetvanbt *). Die Urfacbe
bavon tfl, weit ber ©aft, ber burd) bie Slinbe in bie
5BurjeX binabgegangen wdre (unb $um ©ad;$tbum
biefer gebient batte), nid)t mehr jurucf fann, unb
babec $ur ffuebilbung bet Satcbt beitragt. Die na*
tftclidje Sclge b*et»on »fl ttfbejj, bafj bie SButjcltt
weniger wacbfen, unb im Haften gcu^ja^re bec
Srieb auch gewöhnlich etwa* f<I>rrac^ec wirb.
*) ©er («genannte pontologtfcbe ämt&errtng beS $>afloc
4>empeIS jti 3f.btig tmtHtenburgfdjen. 35,
7-
Neue fcfjv gute &aba?$ = ?frt
üfftan b^t fuqticb eint neue Saba?« = ffrt nach
©ngtanb gebracht, bie in Louiftana am Ufer beg
SJliffouri wach ft. SDtan nennt fte Saba? non SD?tf=
fouri. ©ie wdcbft f^neU, blüht im SuliuS unb
2fugujT, ifi einjährig unb flein, giebt aber einen
vortrefflichen unb webtrieebenben Saba?. Die ©ü:
ben von SDtanban unb ©ifata raueben benfelben
unb aud) in anbern SbeUen OtorbamerifaS ift er be»
fannt. ©S wäre $u wünfeben, bafj eine Seutfdje
2lc?<rbau» ober botanifebe ©efellfcbaft ftd) halb ©aa»
mtn auö ©nglanb jti verfebaffen fuebte, um SBerfucbe
mit feinem Änbau in Seutfcbtanb ju macben.
8*
£mmal trage nbe 2Beinjtoc?e.
3u Lumignt), im Departement ber ©eine
«nfe SBarne, finbet ftcf> eine S3arietäi be$ ©ein*
ff oef 3 / mit fdjivarjtn fdbnelt teifenben Stauben,
welcher bis breimal beS SabtS tragt. Dtefer ©ein»
ftoef ifi bafetbff im Sabre i8t2 butd) einen ge--
febieften ©ultivateur, $rn. 83 6 rgberS eingefubrt,
welcher fi<b ein 83ergn&gen barauS macht, Liebha¬
bern mit gäcbfern auSjubelfen. Diefet ©einjtocf
giebt, vom 4ten Sabre nach ber ^ftanjung, reichlich*
unb vortreffliche Stauben; nur mttjj man i^n nicht
ju furj fd)neibcn, »ielmebt bti’m jweiten ©ebnitt bai
#01$ etwa* lang baltea.
©eine erfte efernbte, welche bie reicblicbfte iff,
«rreiebt $u 9?umigni, in ber SDiittagSlage, am
I5ten boc^)ff en am 20. fluguft ihre völlige 9?eife;
bie $wetfc 2ferribte ftnbet jwifeben b:m 25. ©eptember
unb 5. Dctobcr ©tatt; bie britte, wenig beträchtlich,
vom 25. Daober bis jttm 10. November, wenn ber
Stoff fte nid;t flott.
Die Srauben b°&tn einen fef>c angenehmen
©eftbmaef unb febeinen alle ©igenfebaften 51t einem
trefflichen ©ein $u haben. Die 23erfudje mit bie»
(er ©einart ftnb votjüglid) für bie ©egeitben ju
empfehlen, wo ber ©ein gewöhnlich nicht v60i|
reif wirb.
9-
Sf)eecuftuc in SSrafifie«,
S5e?annt[tcb war eS beS ÄönigS öon SSraftlten
eigene S^et> fobalb er ben ©i& bcS $ofe$ nad) 9? io
be Saneiro verlegt batte, bureb eine ©olonie von
12 Gbiutf«11 SEbtecultur in feinem Staate einäu=
fuhren, ©irflitb blühet jefct biefer Sheebau mit ei*
40
<55 ac t c tt = SÄ i f t c 1 1 c n.
ner geregelten ^Oflanjung tton 3,000 SS^cepfTangen in
ber Entfernung »on 3 ©tunben »on ber 9?ejtben} an
ber SÄittagSfeite eines l)o^en S3erg$ unb wirb oljne
Btveifel bie Eultur je&t ficb halb fdjneU unb weit auS=
breiten. 25er Sf)ee mit großen gruebtfernen ift ber
©orjügticbfte unter ben in 23raft'lien acclimatiftrten
$f)eegattungen. 2)e r grüne Stjee non 3 Sie be
grance fdE>mecft weniger fein, alö biefer SSraftlU
fd)e. fftut bemerft man, baS ber SSraftltfcbe Sl)ee ju
ftarf gebärrt unb weniger bid;t aufgetollet ifi al$ ber
6l)inefif(f)e.
®a ber $reiS be$ SljeeS in SSraftlien nicht fef>r
t|I unb SSraftlien Europa weit n<5f)er liegt,
«IS baS ungajifreunblicfye Ef)ina , was fo niel (Silber
uerfdjlucft; fo ift wabrfcbeinlicb, baß bie Sfjeecultur
in SSraftlien balb burd) bie »ielen SZotbltSnber, welche
lie SSraftlifdje ^auptfanbelSffabt befugen, beforbert
werben wirb. £)ie erflen geilet ber ©Srritng wirb
bie umjtdjtige SanbcSpolijei batb $u nerljinbern wif*
Ten. 3n Earolina fanben bisher bie fPrTanjer bie
2l)eetultur ju mübfam, obgleich aud) S?orbamerifa
fefjr »iel Zt >ee oerbrauebt, unb tt>eilS mit ©ilber,
tbeilS mit $)el$werf non 9?ootfa = @unb unb aus ben»
wefblidjen Äraerifa bejah».
SSei jwei S3erfud>en ber granjoftfeben 9?egt>
tung, bie S^eepflanje in Eorftca ju acclimatiftren,
fanb fte ^inberniffe in ben SSorurtbeilcn ber Ein*
wobner. UnS febeint aber, baß bie JfcclimatifTrung
fo wichtig ift, baß bie Regierung ebenfo, wie in
SSraftlien, für ©taatSredjnung anfangen müßte, eine
ganj geregelte Sbeecultur einjufübren. 2)a$ 9tad)*
abmen in biefer Eultur wirb nicht auSbleiben. 2>ie
©rablinte ber befien 3!f)eeprot>inj in Ebina unb ber
niebrigen Eorftftben SSerge ift ftcb gerabe gleich.
3nb«tt.
f
ge
3 n f> a l t.
©eite
33 f u m t f! e r e t.
1. ©c&Sne 3ier = fPflanjen.
©er gefüllte Sambac = Safmin. (33 lit 2fbbilbung auf
Safel i. ) . 3
2. Sie grofjblüttyige SBicfe. (Sföit einer tfbbilbung auf
Safel 2.) . 4
3. 33eifpiel einer tnonfirbfen #t)acintl;e. (Sföit JCbbils
bung auf Safel 3.) 4
4. Anfrage, eine Stützen; Guriofitat betreffend . 5
Dbtf * Gultur.
1. 6f) araf terifti f ber SD 6 ft 2lrten.
Pflaumen = Sorten.
Sie Saupljfnee Pflaume. (SDlif 2lbbilbung anf
Safel 4.) ....... 6
2. lieber bie oerfrüfjete Sragbarfeit ber Sbftbäume. 7
3. lieber bie gunftionen ber SSlatter in ber $>flanjens
»eit. . . . . . . . . 11
gortf. be$ ir. S. @art. SJtagaj, V. 35b. 1. St. 1820.
©eite
4. Sttyterä Senfmafjl, ober »a$ !ann ein CanbfJ;ul=
leerer leiften? . 13
©arten * Siterafur.
1. Sn ber Seipjiger 9Dlidf)aeli§ ; tülejfe 1819 ur.b Öfter:
SOleffe 1320 neu erfcfjienene ©arten = unb betani:
fdbe ©djriften. . 21
2. Gbriftian STeid&artS 8anb = unb ©artenfcfiafc, neue
ober fedjfte Auflage, 4. u. 5. S^eil. . . 25
©arten = fStifcetlen.
1. 33efd&reibung einer oerbefferten, ftd) feitfi beive:
genben, ^uinpe, für ©arten, oon Sameä
Runter. (SDlit einem Stiffe auf Safel 5.
gigur. 1.) . 30
2. ©nglifdje ©arten Eingänge, fplanfcn unb SSerjaus
nungen. (SOlit 2Cbbilbungen auf Safel 5 u. 6.) 31
3. lieber bie naeften SdBnecfcn unb bie SOh'ltel $u i$=
rer jßertilgung.
$
32
42
3 n a t U
Seite
4. 2Cmimati|trung§periobe ber SKcpfaftanie in Snttf4> 7- K««e Ufa 9«te SßbafS = Xtf. .
5. Sie Äprfljire Stofe .
6, Heber ba$ Beeten ber SBeintrauben.
* 38 g# dreimal tragenbe SBeintfbde.
0! 9. Sbeecuttur in SBraftlien. .
♦ 0O
*
* *
3u biefem £efte get)ö«n folgende tfbbiftungen;
Sa fei 1, Ser gefüllte ©ambac * Safmtir.
— 2. Sie grofblütbige SBicfe.
— 3. Sie monftrofe £t)acintf)e,
— 4. Sie Saup^inee.- $fuuune.
— 5. §ig- 1. Stif einer fici) felbft bewegenben 9Jumpe
für ©ürten.
— 5.11.6. ©nglifdfje ©arten = @ingünge, ?>lanfen unb
33eraäunungen.
©eite
39
• 39
39
(«fjurju Snteßigensblaft Nr, I,)
A. T.Gnr&Jfrry. /<}& o.
■d ■ Gwt; -Afaa./i9<l0,
jL.T. G-cu't. Jfacj- .
No. I.
JnttUigcns • s&laft
ber g o r t f e | u n 3
b c §
9ingemetttett Seutfc&eit ©artett» $lapäitt$.
fünfter SB an b. 1820.
©arten s^ntenigenjem
1.
$Pomoloöif3>eS 6 abine t.
Sa§ 5pomologifd&e (Sabine t, in 26 Cieferungen,
ift wieberum pollftänbig bet uns ju ijaben , ttnb bie fei)=
lenben Stummem ftnb alle completirt worben. Sebe Sie:
ferung befielt betanntlid) aus 12 größeren ttnb Heineren,
ober bie Statur geformten numerirten 2Bad)6frücf)ten, in
einem eignen .Rafteben, attf beffen Scctel ber Snnbalt ber
grüdjte, beren Seutfcber ( g:anaofifcber unb ßnglifcber)
«Warne, nad) S i cf l e r $ Seutfcbem Dbft.- ©artner unb
S5 e r t u d) S Seutfcbem ©arten = SJWagaaine, nebfi Steife,
Zeitigung unb Gatter angegeben ift, unb foftet 3 9?ti)(r.
12 gr. (Sone. ©elb, Netto, Ser Snnijalt ber SHeferun*
gen ift folgenbet.
Orfte Cieferung.
I. 2C e p f e t. No. 1. Sie weife Steinette. No. 2. Ser
rottje «Sommer - Stofenapfei. No. 3. Ser gejtreifte
SSinter s ©rbbeerapfel. No. 4. Ser rotbe Säubern
^fel.
II. 58irnen. No. 1. Sie Scan j • SJtabame. No. 2. Ser
-Scnct £erman. N0.3. Sie SSenuSbvuft. No, 4, Sie
StraSburger 58ergamotte,
III. Pflaumen unb 3wetfd>gen. No.i. Sie grofe
Königin ßtaubie. No. 2. Sie Sttrfifdje 3wetfdjge.
IV. Äirfdfen. No. 1, Sie £eraogenfirfcbe, No. 2. Sie
Dfifjeimer Äirfcbe,
Zweite Sieferung.
I. Äepfel. No. 5. Ser rotbe Sommer -- Srbbeerapfel.
No. 6. Ser graue .Ruraftiel. No. 7. Ser grofe ober
©ngtifdje ^ipping. No. 8. Se c SBinter : 58or$bots
ferapfel.
II. 58irnen. No. 5. Sie lange Schwerer 58ergamotte.
No. 6. Sie 4>ammelSbirn. No. 7. Sie runbe Som>
mer : Sergamotte, No. 8- Sie StobertS = IDtuStateb
lerbirn.
III. Pflaumen unb 3wetfd>gen. No. 3. SieSppri.-
fdje ©ierpflaume. No. 4. Sie grüne 3wetfcbge.
IV. Äirfcfjen. No. 3. Sie grofe fd>war$e £erafirf<be,
No. 4. Sie Heine grüfjamareUe.
Sritte Sieferung.
I. Äepfel. No. 9. Ser SJeildjenapfel. No. 10. Ser
rotbe $?en<belapfel. No. 11. Ser weife Sßinterfaloill
ober ßatbinal. No. 12. Set gelbe Stettiner,
a
( II )
II. SSicneti. No. 9. Sie Sagbbittt. No. IO. Ste lange
Ptunbuefsbim. No. n. Sie lange ©ommer = Sevga=
motte. No. 12 Sie ©cpmeiaerpofe.
III. Pflaumen unb Smetfdpgen. No. 5. Sie Heine
«Dtirabeltc. No. 6. Sie grope «ütirabelle.
IV. Äirfdben. No. 5. Sie grope «ÜtaiEirfcpe ober grüp.
tueicpfel. No. 6. Sie Heine meipe grüpEtrfcpe.
ffi i e r t e 8 i e f t r u n g.
I. 2t e P fei. No. J3- Sec ©ommerbotftorfer ; 2tpfel.
No. 14. Sec £ert|tuei!d)en Gipfel. No. 15. Ser ro;
tpe MpiSap fei. No. 16. Ser gitrjienapfel.
II. Simen. No. 13. Sie Sirgoule^Sirn. No. 1.;. Sie
gute Cuife. No. 15. Sic Sltagbalenenbirn. No. 16.
Sie Heine SJludEatellcrbtrn.
III. Pflaumen unb 3metfdpgen. No. 7. Sie gelbe
3»ctfd)ge.
IV. &trf cp en. No. 7. Sie SerufalemSEivfcpc.
V. 2tbriEofen. No. 1. Sie gemeine 2tbriEofe.
gönfte 8 i e f e r u n g.
I 2t epfel. No. 17. Ser gelbe SEurjapfel. No. 18. Ser
aeftreifte SBintcrfüpapfcl. No. 19. Ser ©otb « ptp=
ping. No. 20. Ser toeipe ©ommer ißalotue.
II Sirnen. No. 17. Ser trocfne«Dlartin. No. 18. Sie
grope lange SHufEatelletbirn. No 19. Sie 3opanniö=
birn. No. 20. Sie Gatillac.-Sirn.
III. gjfirfdjen. No. 1. Sie 3moUfcpe Pfirfcpe.
IV. Äirfcpen. No. 8. Sie grope 2tmarelle.
V. ‘pflaumen. No. 8. Sie Äirfcppflaume.
© e cp ff e Sieferung.
I 21 cp fei. No. 21. Ser rotfje£erbfh©üpapfet. No. 22.
Sie fucpftge «Reinette. No. 23. Ser Sacoböapfel.
No. 24. Sie grüne «Reinette.
II Sirnen. No. 21. Sie ©ommer gute Gpriftbirn.
No. 22. Sie Drange : aJtuffatellerbirn. No. 23. Sie
Heine Pfaljgtäfin. No. 24. Sie lange 5*“™ 30105
terbirn.
III. pflaumen. No. 9. Ser gelbe ©ptfling.
IV. pfirfdpen. No, 2. Sie purpurfarbige ©patpfirfepe.
V. Äirfcpen. No. 9. Sie fcfjrearge Änorpelfirfdje ober
grope feptuarge £ergEirfcpe mit feftem gleifcpe.
©iebenfe Sieferung.
I. 2t epfel. No. 25. Ser rotpr ©tettiirer. No, 26. Sie
(gnglifepe «Reinette. No. 27. Ser fdjirarje Sor$bcr=
fcrapfel. No. 28- Set <Snglifd)e ÄontgSapfel.
II. «Birnen. No- 25. Ste toeipe Sutterbirn. No. 26.
Sie Sungfernbirn. No. 27. Sie SolEmarfcpe Sirn.
III. pfirfepen. No. 3. Sie gelbe Pficfdje.
IV. Äirfd)en. No. 10. Sie gelbe £era.- 'ober ©djwefeH
lirfd;e.
V. pflaumen. No. 10. Sie Heine Samafcenec Pflaume.
2t dp t e Cie erung.
I. Jtepfel. No. 29. Ser braune «JRaatapfel. No. 30. Sec
ämiebelborftorferapfel. No. 31. Ser «Rpeurifcpe Sopnen=
apfel. No. 32. Ser gelbe £erbft -- ©üpapfel.
II. Sirnen. No. 29. Sie 2ötnter gute CSptifibirn. No. 36,
Sie Äapferbirn mit bem Sidjenblatte. No 31. Sie
©ommerblutbirn. No. 32. Sie ©ommer = <§ierbirn.
III. Äirfdjen. No 11. Sie faute ^erjEirfcpe. N0.12.
Sie Ätrcppcimer Äirfdpe.
IV. pflaumen. No. 11. Sie pflaume opneÄern. No. 12.
Sie grüne äBeinpflaume.
«R e u n t e Eiefemng.
I. 2t epfel. No. 33. SerPfingjtapfel. No. 34. Set rotpe
«SSintcrcafotUe. No. 35. Ser äBinterftreifliug N0.36.
Ser paterno jlerapfet.
II. Sirnen. No. 33. Sie ©panifdje gute Gpriflbtrn.
No. 34. Sie SBinter: 2tmbrette, No. 35. Sie grope
SianEette mit bem langen ©tiele. No. 36.. Sie Heine
SKargaretpen 5 Sirn.
III. ßitfepen. No. 13. Sie Seutfcpe pelamcicpfel.
IV. Pflaumen. No. 13. Sie blaue goerbfoioetfcpge.
No. 14. Ste Samafceneupflaume non SRaugettt.
V. «Rüffe. No. 1. Sie -fbatlifcpe «Riefennup.
3 e p n t e C i e f e r u n g.
I 2Cenfel. No. 37. Sie ©dpaafdnafe. No. 38. Ser ro--
tpe ©ommer ; ©tricpapfel. No. 89- Heine L3e*
ftreifte pilgrimm. No. 40. Ste glatte gelbe «Reu
nette.
IT Sirnen. No. 37. Sie Sergamotte (SrafTanne. No.
38. Ser äBinterborn. No. 39. Sie Änedjtcpensbmt.
No. 40. Sie gute @raue.
III. 2(priEofe. No. 2. Sie 2fpriEofe »on Sanct).
TV «irfdten. No. 14. «Die Eleine fepmarje runbe So5
gelEirfcpe. No. 15 punEtirte ©üpEirfcpe mtt fe,
fiem gletfcpe.
<5 i t f t e C i e f e t u n g.
I. 2£ epfel. No. 4t. Sie getüpfelte «Reinette. _ No. , 42.
Ser iueipe DJlaatapfel. No. 43. Ser «Rpetntfcpe Sop*
ncnapfel. No. 44. Ser SReujerling.
II. Sirnen. No. 41. Sie Pfmtbbirn. No. ^2. Sie
graue Äcrbff^ucEetbtnt. No. 43. Ste grüne
feffelSbirit- No. 44. Sie £anbutten = ober 2tgen>lbitn.
( III )
III. $>firfd)en. No, 4. Sie ©d)&ne t>on Sitrp.
IV. pflaumen. No. 15. Btc «JRarunEe.
V. Ätrft^fn. No. 16. Sie braune ©oobEirfc§e.
3 10 0 I f t e S i e f e r u n 9.
I. Xepfel. No. 45. Sec rot^e Serbft? Salsille. No. 46.
Sie grüne Sanb?«Reinette. No. 47. Sie f leine graue
«Reinette. No 48. Sie jweiSaijte’ bauetnbe SReinette.
II. «Birnen. No. 45. Ste rotbe ober große ?»fa(jgräfin.
No. 46. Sie 4?irten<urn No. 47. Sie 2Ipfelbirn.
No. j8- Sie ©c$maljt>irn.
HI. pflaumen. No. 16. Sie gierpflaume. No. 17.
Sie rotije Samafcenerpfiaume.
IV. £irfd>en. No. 17. Sie Eieine lange fdtmarge So«
geifirfdje. No. 13. Ste Eieine lange rotbe Sogei?
liefere.
S c e t * e M t e 8 i e f e r u n g.
I. Jfepfel. No. 49. Sie «Reinette non Sreba. No. «50.
Ser «Pringeffin = 2lpfel. No, 5t. Ser geftreifte ©cm?
mer Kalvill. No. 52. Ser geigen = 2fpfel.
II. Simen. No. 49. Sie rotbe Sutter?Sirn. No. 50.
Sie SBinter ; SRobine. No. 51. Sie 9RarEg ? Sirn.
No. 52. Sie SBinter ? £onigg ? Sirn .
III. Pflaumen. No. 18. Sielange oiolette Samafcener?
Pflaume. No. 19. Sie «Rcijen|ieiner gelbe Pflaume.
IV. £i rieben. No. 19. Sie Äirfdie Pier ein 9)funb.
No. 20. Sie rotl;e ©oobEürfdje,
SSier feinte Sie f e r u n g.
I. Kepfel. No. 53. Sie gefhret'fte «Reinette. No. 54.
Siegranjofifd)e ober gbelreinette. No 55. Sie graue,
SReinette No 56. Ser gelbe £erb|ljUcEerapfel.
II. Simen No. 53. Sie große «RouflYIet. No. 54. Sie
roelfdje Sirn. No. 55. Sie Eieine lange Sommer?
SRuffatellerbirn. No. 56. Sie geblümte «SRugfatel?
lerbirn.
III. Pflaumen. No 20. Sie glüfjenbe £ofjIe.
IV. £irfcben. No. 21. Sie S2eid)fel uon SKontmc?
renct).
V. ?)firfd;en No. 5. Sie Scurbine.
S 6 « f i e 1} n t e Steferung.
I. Kepfel. N0.57. Ser meißeSEBinterfüßapfcl. No. 58.
Ser rottje £erbfr ©tridjapfel. No. 59. Sag «Ror.
mänmfyen. No. 60. Ser weiße Saubcnapfel.
II Sirnen. No. 57. Sie ©ommer?SRobt'ne. No. 58.
Sie fdjonfie ©ommerbirn No. 59. Sie grüne Sut?
terbirn. No. 60. Sie «Rußbivn.
III. Pflaumen. No. 21. Sie blaue Äaiferpflaume.
IV. £ i r f ä) e n. No. 22. Sie fdjwarge ©oobEirfcfit.
No 23. Sie HHer&eiligen? Äirfdje.
V. SKifpel. No. 1. Sie SStrn = SOIifpel.
® e S) j e $ n t e S i e f e r u n g.
I. Ifepfel. No. 6r. Ser weiße £erbftEaloiIIe. No. 62.
Ser föwarje tfpigapfel. No. 63. Sie garmeliter
SReinette. No. 64. Ser ©emmer ? 3ucEerfüßapfel.
II. Sirnen. No. 61. Sie ^arabieSbirn. No. 62. Sie
Sametmrn. No. 63 SieSeutfc^eÄuguflbirn. No. 64.
Sie graue 3ucEerbicn.
III. Pflaumen. No. 22. Sie große Soppel?3wetfc§ge.
IV. Äirfdjen. No. 24. Sie iPomeranjen? £:rfcbe.
V. Q)firf^en. No. 6. Sie Soppel.-SRontagne.
©tebjebnte Cteferung.
I. Xepfel. No. 65. Ser ßitronenapfel. No. 66. Sie
«Berliner «Reinette. No. 67. Sie «ReuporEer «Reinette.
No. 68 Ser gleiner.
II. Sirnen No. 65. SieJRbetnfdje Sirn. No. 66. Sie
sjRargrafin. No. 67. Sie £erbjteierbitn. No. 68.
Sie ^)irfd)birn.
III. Pflaumen. No 23. Sie fleine Äonigin glaubte.
IV. £ i r f d) e n. No. 25. Sie große «RonnenEirfdje.
V. Äprifofen. No. 3. Sie ICnanaS IfpriEofe.
Lieferung.
I. Äepfel. No. 69. Ser weiße ©tettiner. No. 70. Ser
©rünbartig. No. 71. Ser ©eblapfel. No. 72. Ser
rotbe £erbftEalöilt. /
II. Sirnen. No. 69. Sie Sergamotte pon ©oulerg.
No. 70. Sie große 3miebelbtrn. No. 71. Sie rotbe
Orange. No. 72. Sie rimbe 9Runbne§birn.
III. £itfdjen. No. 66. Sie ^>oUänbffc^e £irfdje, audj
bte DtanienEirfdje. No. 67. Sie Eieine golbgelbe
£er$Eirfd)e.
IV. Pflaumen. No 24. Sie oiolette £6mgin glaubie.
No. 25. Sie weiße Snbifcfje Pflaume.
31 e 11 n j e J n t e Eiefetung.
I. 2fepfel No. 73. Ser große «Banbapfef. No 74. Ser
rotbe £ronapfel. No 75. Ser weiße ©ommer?«Ram?
bour. No, 76. Ser fränEifdje ©djmeerapfel.
II. Simen. No. 73. Ser SBilbling pon la Motte.
No. 74 Sie große ^etergbirn.v No. 75. Sie ©om?
mer?£onigb»rn. No, 76. Sie Saniere ? Sirn.
III. £irfd;en. No. 28. Sie 8auermannS?£irfd)e,
a 2
IV. Pflaumen. No. 56. Sie blaue Sßeinpflaume.
V. pfitfdjen. No. 7. Sie SSenuSbruff.
( IV )
SS i e t* tt n b j h> a tt j t g fl « S t e f e r u n g.
3 w a n 5 t 9 fl e
e f e r u n g.
II
Ifepfei. No. 77. Sec gebrücEte £artig. No. 78. Sec
Statienifdje weife «Rosmarin -- Ttpicl. No- 79 ©®»
rott)e feibne £embd)en. No. fio. Sec grofe cotfje
Pilgrim
, SSt inen. No. 77. Sie goretlen=S3irn. No. 78. Sie
grüne ©emmer; SSergamotte. No. 79. Ste 3wnnit=
SJitn. No. 80. Sie fttrjfiielige 3ucfer=S3icn
III. Pflaumen. unb 3wetfd)gen. No. 27. Sie grofe
Seutfdje 3roetfd)ge. No 28- Sie 2tbriEofen Pflaume.
IV. Äirfdjen. No. 29. Sie SücEine. N0.30. Sie Sc--
furtec KugullEirfdje.
e
u n b s w a n
b i 0 <1
ei etuti
I. 2tepfel. No. 81. Sec beatme grauenapfel. No. 82.
Sec ©räfenjletnec 2Ipfct. No. 83 Ser 9)letfnec
SBürjapfel. No 84. SaS Saubenfufdjcn.
H. SUcnen. No ; 1. Sie Seutftbe SBinter^JtufEateUer*
birn. No. 8?- Sießolmacbirn. N0.83. Sie fdjwarse
SSicn. No. 84. Sie «eine SSlanEette.
III. Pflaumen. No. 29- Sie rotije ©pätpftaunu.
IV. Äicf dj en. No. 31. Sie cunbe PlarmorferaEfrfdje.
V. 2CbrtEofcn. No. 4. Sie grofe ^ru^abeifofe.
3 w e i unb }W(tnjt9ile ßiefecung.
I. Äepfel. No. 85- Sec fdjone ptattf>artig. No. 86.
Sie Sicinette oon Orleans. No. 87* Ser grüne 2lu:
ba!er. No. 88- Sec breite ©üfapfel.
II. SSicnen. No. 85. Sie SSrefter ©aftbirn. No. 86.
Sec graue Sunfec £an$. No. 87- Sie lange grüne
Ptunbnefcbirn. No. 88- Sie feutje 3touffetet.
III. Pflaumen. No. 30. Sie aweimat tragenbe Pflatt.-
me. No. 31. Sie Saupl)ind = pflaume.
IV. Äitfd&en. No. 32. Sie gjerl = icfd&e. N0.33.
Sie trotze ®(ani .^ecafirfdje.
L 2tepfel. No 93. Ser @olb : ©tücf = 2fpfet. No. 94*
Subamel’§ ®olb Reinette. No. 95. Sie SttufEa:
teller Reinette. No. 96. Ser gelbe 2lubacfer.
II. SSicnen. No. 93. Ser gr utenfdjenEel. No. 94. Sie
Stufbicn. No. 95 Sie Eieine gelbe ©ommer* 3u<fer=
birn. No. 96 Sie Eteine graue Suttccbirn.
III. Äirfdjen No. 36. Sie Keine cunbe ©auerEirfdje
mit Eurjem ©riete.
IV. Pflaumen. No. 34. Sie Keifte Äirfdipflaume.
V. Pfirfdjen. No. 13. Sie weife Plagbalene.
g ü n f unb s w a n s i g ft e Stefecung.
I. 3t ep f e l. No. 97. Ser SBürjapfet ober SBürj -.Warn:
bour. No. 98. Sie Gaffeler «Reinette. No 99. Sec
Ptalsafiecapfet. No. 100. Ser gelbe gendjetapfcl.
II. SSicnen. No. 97. Sie gürflentafelbirn No. 98.
Ser ©omir.etfonig. No. 99. Sie £otlanbifd)e S3ut=
tevbien No. 100. Sie Keine cunbe 4>aferbt'rn.
III. Ä i c f cf) e n. No 57. Sie hoppelte ©!asKrfd;e.
No. 3S. Sie füfe SJIaibträKcfdje.
IV. Pfirfd; en. No. 14. Sie Pfieffe ccn 3tngcuraoi$.
© e d) S unb 5 n> « n 5 i 3 fl e Ciefecung.
I 2t e p f e l. No. 101. Sec geftreifte walzenförmige
* ©dtlotterapfel. No. 102. Ser ©erflenapfel. No. 103.
Ser geftcccfte SSictt :£atöitle. No. 104. SeciRobine:
2fpfel.
II SSirnen. No. 101. Sie SRfjcinifcfie ParabieSbirn.
No. :o2. Sie boppelttragenbe gtofe SK ttf PateUecbirn.
No! 103. Sie .£oUänbifd)e 3ucEecbirn. No. 104. Sie
Keine ©djlejtfdjc 3tmmtbirn.
III. Äirfdjen. No. 39. Sie Od)fenf)eraEirfcf)e.
IV. pflaumen. No. 35. Sie bunte 3wetTdjge.
V. Pficfdjen. No. 15, Sie Sarbinctl* Pfieffe.
S«ej tut b gwanstöflc Ctefecung.
I. jr ep fei. No. 6Q. Ser £imbeerqpfet. No. 90. Sie
unoergleidflidie ^Reinette. No. 91. Sec 3Btnter=83eil'
djenapfel. No. 92. Sec 5Kuf EateUerapfcl.
II SSicnen. No. 89- Sie üiebeSbirn. No. 90. Ste
SKuifette. No. 91. Sie ©locEenbinr No. 92. Sie
gcofje ©ornmcc - (Sitconenbirn.
IIT. Pflaumen. No. 32. Saö oiotette SReb&ufmecei.
No. 33. Sec blaue ©pilling.
IV. Äirfdjen. No. 34. SiePtaulbeetEirfdje aul Paris.
No. 35. Sie ©panifdie grül)roeid)fcl.
SSeftetlungen t)iecauf erbitten mir un$ bircEt; jebod)
Eonnen im SSinter wegen bec Äälte, unb bued) bie pofc
Eeine 83erfenbuttgen gemacht werben.
SBetmac tm ©eptembec 1820.
®, £. ©. Canbeö * Snbujtcie s ffiomptoir.
( V )
II.
Bcfc&reibung bet Seutf^en Brombeeren
mit 2tbbiloungen. $erau3fleaeben non Dr.
2t u g u fl SB e i b e , pvaftifdjcm 2Ctjt \u 5??en=
mghujfen tm Sfttffcntijum SPJinben unb Dr. Q.
©. 32 c c § n. ßfenbecf, $)rof. in Bonn.
Sie Sfe«tfd;en 2Crtett ber ©atfung Rubus L. bebür=
feil nicht weniger als bie ihnen oerwanbten *ofenar;
ten, einer foigfältigeren unb genaueren Unterfdjetbung,
als ihnen bisset ju Shell geworben ift, unb feie #erau3=
gebet bet i)iet anaeEitnbigtcn Monographie glauben ftch
burcf) eine tauge, “ aufmerffame Veobacptung bei meiE=
würbigen S05ad)SthumS biefer ©trüueher unb burd) bie
gefälligen Mitthct'lungen ihrer greunbe ^fnlangticö aus*
gerüflet, um eine foldje ©id)tung oornebmen unb bie oon
ihnen unterfdjtebcncn 2(rten fcutef) SSefd;retbungcn unb 2ib=
bilburgen fcfljletlen ju tbnnen.
Möge man nun biefe, burdj beutlic^e MetEmale auS=
gezeichneten gormen, bie ft'd) auf 30 betaufen, als con=
ftante ©lieber ber beiben umfaffenben 2lrtbegriffe oon
Rubus fruticosHs unb Rubu* caesins betrachten unb
}ur ©rgänjung einer oollftaniigen Änfchauung jener bei:
feen 2lrtcn eetroenben, ober bie gebachten ü'rtbegtiffe als
gamtlien= ©haraEtere auffaffen unb bie hier }u befrfjreü
benben gormen felbft für litten (species) gelten laffen,
— man wirb auf jeben gall babttrd) ocranlafit werben,
oor mancher nahen ^>e(fe noch einmal betradjtenb ftille ju
flehen unb ftd) einer tiefen unb burdjgreifenben 23erEnü=
pfung bes Mannigfaltigen im jPfinnjenreiche ju einem
gefdjloffenen gormenEreife babei lebhafter b<mufst ju wer--
ben. Sie nicht fdjroere ßultur wirb biefe SSctrad):
tung bann noch weiter fotbern, berichtigen unb ergänz«
helfen.
StefeS waren bie SScweggrünbe }ur Verausgabe un=
ferer Monographie, bie, ihrem befdjtctbenben Inhalt
nach, bon ber Hflnb beS erflgenanntcn Herausgebers grofj:
tentbeilS oollenbct ifl, bie uns aber ohne treue 2ibbilbun=
gen bei fo nahe oerwanbten ©ewachfen ihrem 3wecfe, be:
fonbevS für gorftmanner., nid)t genug }u entfprechen festen.
V3aS man mit feinen Vefd)teibungen gemeint hat, mujj
in foldjen gdUen ber fdjdrferen ©onterung recht Elar unb
für bie Sauer oorliegen, wenn nicht Verwirrung gefliftet
werben foll. Sarum hat ftch ber } weite Herausgeber
mit bem ©ebanEen angefcfcloffen, bie Vefchrcibungen fei;
neS (Sollegen butd& gute rabtrte Vlütter um mogltchfl bils
ltgen jpreis in Umrtjfen }u erläutern unb ju befefligen,
Heftweife foOfen je 6 SEafeln in golio mit bem bajit
gehörigen Sateintfdjen unb £eutfd)en Sert in freier golge
ecfdjeinen ,k ,fo bafj fie am ©nbe, wenn bie Ueberftcfjt bec
©attung unb bie genaue Vaturbefchretbung betfelben baS
gan^e gefdjloffen haben wirb, nach ber gegebenen 2inorbs
nung }ufammengelegt werben Ebnnen. Mit 6 Heften
mochte im Verlauf oon i£ Saljre bie Monographie pol¬
lenbet fehlt, wenn ftdfj ©ubfertbenfen hinten, bie geneigt
finb, beim ©mpfang jebes Heftö ben ©ubfcripttonSpreiS
oon 3 gf. rbein. , ober i Sfthlr. 18 g@r. pr. Sourant ju
erlegen unb baburd) bie gortfe|ung $u beefen. SBenn so
©ubfenbenten geftmmelt finb, erfd;eint baS erffce Heft,
unb ohne biefe 3at)I oon SEh^tnehmern Eann nidjts bc:
gönnen werben.
SBir erfuchen baher bie greunbe tiefes Unternehmens,
bte ©uhfeription ju beforgen unb ihre giften halb an bie
Herausgeber bircEt, ober burd; ffiuchhanblungen, einjus
fenben.
Sen SSefotberern ber ©adhe finb wir greieremplare
fchulbig, unb ben Herren SSucfjbanblern , bie ft<h bafür ju
perwenben bie ©ütc haben werben, wollen wir gern bie
gebührenbe Vergütung reiften. Slamentlid) rid)ten wie
unfere Vitte uni- Sheilnahme unb Verwenbung an unfere
©onnec unb greunbe:
Herrn ?)rofeffot Ctnf in Verrin,
— ©arteninfpector Otto bafelbfl,
— 5)rofeffor © pr en g el in Halle,
— Witter oon ©chranE in SEHünchen,
— Sacob ©türm in Nürnberg,
— jprofeffor ©diwägridjen in Ceipjtg,
— — SDlertensin Vrcmen,
— — Stau in SBürsburg,
— — Slefllerb. ält. in ©traShurg,
— — Hoppe in SfegenSburg,
— — ©ünthertn SreSlatt,
— — Hagenbachin SSafe l,
— — ©abe in Süttid),
— Soctor H o r n f ch u h in ©reifSwalbe,
— 2CpotheEer ©chlnteper in (Sein,
— — gunE in ©efreeS bet Hof/
— Dpi} in §)rag,
unb hoffen, biefeS 3BerE fd)neller gebet’hen }u fehen, als
bie oon bem Mitherausgeber sorlangfl angeEünbigte Mc =
nographie ber Erautartigen tfflern, }u welcher ftd)
erfl 19 erEiarte ©ubferibenten gefunben haben.
Sn Vonn nehmen bie HH- Vuchhanbler Marcus
unb SBeber SSeflellungen an, bei benen, fo wie bei ben
o6en angefühtten greunben, auch «tue $>robetafel, ben
Rubus Sprengelii oorftellenb, eingefeljen werben Eann.
Mennighüffen, im gürflentfjum Mtnben u. SSonn,
ben 1, Sanuar 1820.
Dr. 3C u g u ft Sffieihe.
Dr. 3? ee S o. ©fenbeef.
( VI )
nr.
eg ift nun eine neue Auflage
oon bem erjien 23anbe te§ Dr. ^Dietrich
fdjen Cento nö bet ©drtnerei unb
SBotanif, unb ber fedbfie 23a nb ber
9? o cfc t r d fj c zu bem ©anjen , entfjaltenb
Pelargonium biö Psychotria
erfdjienen ,* unb mir müffen bei ben refy. Sntereffenfen zu
biefem VJerfc, wegen be^ Verzögerung recht fetjr um Ver:
jethung bitten. Itutor unb Srutfev oerfpracben biefe
Ißanbe bereite oor brei Senaten, fanben aber hinterher
bie Arbeit fdbwierigfr alg fie gebadfjt Rotten. 3roei Sdnbe
in einem 3at)re }U fbrbern, mar befonberg für ben #errn
Verfajfer zu oiel. Sfngenehm mirb eg alten Votanifetn
unb ©artenfreunben fepn, ju erfahren, bag nun mieber
ootlftanbige ©remplare oon biefem etaffifdben Sßetfe ju
haben finb, unb zwar fo lange olS big bie Sftadbträge be=
enbigt fepn werben, nod) für ben spednumerationipreig,
für 37 SRthlr. 12 g©r. (wofür eä bei ung unb in jeber
guten SSucbhanblung zu haben ift. Sie 6 Vdnbe 9tad);
trage allein foften bin sprdnunuranten 13 Sfthtr. 12 g@r.
Ser gewöhnliche Cabenpreig beg ©anjen tfl 50 Sttljlr.
Vuchhantlrr ©ebrüber ©dbiefe, in Sertin.
(£)bigeg ift in ber Spf ifdjen SSuchhanblttng inCeips
iig ju'befcmmen.)
IV.
Änjetjjc oon öPonomifdjeti Supern au6
bem SSerlage oon © c r ^ a r t> gl*ifcf>er in
Seidig»
welche wdgrenb beg Safjreg 1820 fowohl bei bem Verte:
ger, alg auch in jeber anbern Suchhanbtung zu ben fehr
billig betabgefeh teil greifen ju haben finb.
Sftbenico, 3- •£>. , nützliche SSemerfungen für ©arten: unb
SBlumenfreunbe. 1 big 9. #eft SDlit Äupfern. 8. 1795
big 1800. CabenpteiS 2 Sftht. 6 gr. £ercbgef. 'preig
1 9ttl)l- 8 gr.
Vefchteißung einer 50tafd)ine , worauf man jid) oon £6hcn
fid)er unb bequem hinter taffen fann. 9J?it einem
Äupf. gr. 4. 1802. Cabenpr. 10 gr. -fxerabg. 6 gr.
Sofe, ©. 21. #. 0., bag ©anje ter Sorfwiffenfdjaft, th'eo;
retifd) unb praftifd) abgebanbelt. $ Kit Äupf. S. 1802.
Cabenpr 1 SRthl. 12 gr. .fperabg. $>r. 1 SRthl.
Sogwelt. 3.9R., iFefdjreibung unb 3tbbilbung einet Viag;
ntafdjine, burch welche bie oerborbene Cuft aug ben tief*
fie» (Stuben unb anbern Velidltniffen leicht burch frifche
erfe£t, fo wie bag Stauchen ber ©djornfteine oerl;üfet
Werben fann. 4. 1801, Cabenpr. 8 gr. «fietabg. fpveig
6 gr.
©abet be Vaur, 2f. , oom SRaulwutfe, ober Sfmoeifung
benfelben auf bie ftcfjerfle SVeife augzurotten. Slug bem
gran§. oon 3. ©. Ceonharbi Sföit 8 Äupf. 8. 1803,
Cabenpr. x Shlr. #erabg. $)r. 16 gr.
©ointereaur, ©djnle ber Canbbawfunft, ober Unter:
rieht, burch weldjen jeber bieÄunft erlernen fann, fbcu:
fer oon etlidjen ©efdjoffen aug bloßem ©rb: ober an:
berm fefjc gemeinem unb tjocfjft wohlfeilem SSauftof,
felbft bauerhaft ju erbauen. 2C. t. granj. überf.
Äupf. gr. 8 i?95- Cabenpr. 1 Sitgl- 12 gr. £erabg.
?)reig 1 Sfthlr.
©ntbeefungen , bie ncueften, über bag ©eifenfieben, unb
über einige anbere bannt in Verbinbung flet>enb e ©a:
d>en. Sowohl für ©eifenfieber alg 2öirthfd>afterinnen
brauchbar. 5te 2tufl. 8. «814., ßabenpr. 12 gr. ^)crabg.
9>reig 8 gr-
©rnft, >¥>., 2tbbilbung unb Sefdjrei6ung einer fehr ootf
theilhaften Suttermafd)ine, burd) weldje nicht allein b«:
wirft wirb, bafj bieSButter einen angenehmen ©efchmcch
befommt, fonbern bag bie 2Crbeit aud) leicht oon ©tar:
ten geht. 4. 1802. 2ab. 10 gr. ^erabg. ')>r. 6 gr.
- Äbbtlbung unb Vefdjreibitng eineg feßr eortheilhaf:
ten ©taber: ©d)6pfrabeg zur SBiefciiwüfferung. 4. 1303.
Sabenpr. 10 gr. £rrabg. »pr. 6 gr.
- 2lbbt:bung unb Sefchreibimg cineg (ehr oortheilbaf:
ten ©treid)tifd)tö zu Vraunfohlenziegeln ic. 4. i8or.
Cabenpr. 10 gr. $erabg. ?)r. 6 gr.
- 2(bbilbttng unb Sefchreibung einer fehr nufcbaren
unb einfadien 5Rafd)ine zum ©djneiben ber Jbar:
toffetn, JHübeii, Äcaut unb mehrerer bergteichen 2frf eit
oon sprobuftcit, bie zu "bem Viehfutter oerbraudjt wer:
ben. 4. 1805. Cabenpr. 12 gr. £. ^r. 8 gr.
- Itbbilbung unb Vefchreibung einer fPenbutar:2ßinb:
mafdjine zur ©nt : unb Vcwäfferung btr SBiefen. 4,
1807. Sabenpr. 8 gr. ^). fPr. § gr.
- äweef mäßige 2tnorbnung unb Vefchreibung einer
SKafdjine zum gefdjminbcn ©infümpfen ber Vraunfoh-
len. ÜJtit i Äupf. 4. 1801. ßabenpr, 8 gr. ^icrabgef.
$)r. 6 gr.
©twag übet ben £olzmangel, nebfl einigen Vorfchldgen,
wie bemfelben am füglichften abzuhclfen fei). 8. 1799.
Cabenpr. 6 gr. £. ipr. 4 gr.
^rietrid), Herzog zu Schleswig ^olflein.-Vecf, über bie
VSechfelwirthfchaft unb bereu Verbinbung mit ber©talü
fütterung. 2. 3(ufl. 8. 1814. Cabenpr. 1 9?tf)l. ipr.
16 gr.
- Verfuch über bie ©djaafjudjt in 5Jrcugen, nebfl ei:
ntgen Vorfdjlagen zu ihrer Vereblung , unb einigen h?tcr:
her gehörigen Stadjrichten aug oerfcf)iebeneii Cünbern.
spfit Äupf. gr. 8. 1800. Cabenpr. 16 gr £. 93r. 12 gr.
©laferg, 3. ©., nü|lid)e unb burd) ©rfahrung bewahrte
Votfdjläge, bet geuergbrünflen ^üufer unb SSÄodi iicn
fid>er zu retten; nebfl Änweifung grofj? geucrgbriinjle
Zu oerhüten ic. 4te oernuhrte Stuft, gr. 8. 1772. Cab.
$>r. 1 SRt ht. Jf). ?)r. 12. gr.
£ennig, 3- 3-, praftifche Vemerfungen über fpachtfon--
trafte, ^adjtübemahmen unb Übergaben, gr. 8. 180g.'
Cab. 6 gr. 4. pr. 4 gr.
( VII )
£enber, @. ©., ber «Bauet als £>bftbaumpflanger, ober
Eurger hoch Ij tnXän^ltcöcr Unterricht, roic bie Dbftbäume
gefaet, »crebilt, gepflanjt, gewartet unb gepflegt mer;
ben müff/it. SOlit Holgf<hnitten. 8. 1801. Sab. io gr.
H- ye. 6 gr.
Hoffman«, 3- ©•, Verreibung unb 2Ebbilbung einer SB a--
genmtn.be oon aufjerorbentlicher SBirEfamEeit. gr. 8.
1800. gabenpr. io gr. H- Pr. 6 gr.
Ädpler, SS. £., ber ©affhieb nach feinen SSitEungen be«
trachtet. 8. «804. gab. 6 gr. H pc. 4 gr.
Äunfr, bie, Tabellen gu machen. ©in Verfucf) mft Dielen
©Et'ggen, menig beEamiten unb neuen Tabellen, gol.
1801, gab. 2 Rttjl. 8 gr. H- Pr. r 9?tf>I.
gaffeprie, ©. p., ©efdjic&te ber ©infühvung ber feinmotri;
gen ©panifchen ©chaafe in bie oerfchiebenen europät;
fchen Canber, unb auf bem Vorgebirge ber guten Hoff*
nung. 21. b grang. übeef. mit 2lnmerfungen unb 3u.-
fS|rn oon grtebrid), H^og gu Holffein; SBecfc'. 2 Sh eile.
8. 1804 u. 1805. gab. 2 Stthf. H- Pr. iRtfjl. 8gr.
gau&enber, V. , bas ©ange ber RiiibDiehpejt, ober Unter;
rieht, bie Rinböiehpefi rtdjtig gu erfennen, glüctlid) gu
heilen unb ba$ gefunbe Vieh »or aller 2Cnfiectimg gu be;
mähren. 8. 1801. gab. 1 S?tf>l. 16 gr. H-Pr. 1 Rt&l.
gaurop, ©. p., @runbfa|e ber natürlichen unb Eünjilichen
■&oljju<ht. gr. 8. 1804. gabenpr. iRtfjl. 16 gr. H. Pr.
1 Sfthf.
Seng, 3. ©■ , mineralogtfdjeS Hnnbbuch burcö meitere 2EuS--
fuhrung bei SBernerfdjen ©pffemS. 2te burdjauS- Derb,
unb oerm. 2fufl. gr. 8. 1796. gabenpr. 1 Rtfjl. 8 gr.
H. Pr. 20 gr.
— — ©runbrif ber SWineralogie, nach bem neuefien SBer»
nerfchen ©pftem, gum ©ebrauch bei Vorlefungen auf
2fEabcmien unb ©djulen. gr. 8. 1793. gabenpr, 16 ar.
H- pr. 12 gr.
«Rüder, 3- ©• g., Seutfdjlanbs SBein6au nach ©runben.
Öbet 2fnn»effung ben Vau ber Datcrlänbifdjen SBeine gu
»erebeln unb einträglicher gu machen. 8- 1803. gabenpr.
1 SRthl. 4 gt. H- pr. 16 gr.
Sfath für junge Hausmütter bes SKittelffanbes , bei tfjeu;
ren feiten roohlfeil b<»ü3S«bülten. ©ine Sammlung oon
HauShmtungsoortheilen. 8. 1807. gabenpr. 12 gr.
H- Pr. 8 gr.
Ridftbofen , 21.©.©., greiherr pon, ©ntwurf einer 2fcfer.-
bautheorie, n ad) bet Statur unb ben neuen ©rfahrungen
fpfiematifch georbnet. 2 Sheile. gr. 8. i8or. gabenpr.
2 Rt& 1. 12 gr. £• Pr. 1 Rt$t. 8 gr.
Sttemann, 3. g., praEtifche 2fnmeifung gum Seichbau.
gür gorfier, DeEonomen unb folche perfotien , bie ft*
menigec mit ber «RathematiE abgeben. SXRit 4 .Rupf. 8.
1798- £ub. 1 Rf&l. 8 gr. H. Pr. 20 gr.
- praFtifche Tfnleitung guc Äenntnih ber 3iegeleten
unb 3iegelatbeiten, für angehenbe DeEonomen, ©ame--
raliften unb Vauleute. 3}?it .Rupf, 8. 1800. gabenpr.
2 Slthl. H- pr. 1 Vthl. 8 gr.
~ ~7 über bie Verira(;rung ber ©ebäube gegen Siebe.
Swit 1 .Rupf. 8. 1801. gab. 20 gr. H- Pr. 12 gr.
praEtifdjcr 2Ebtij? beS gifcbern>erens, für bie OeEo.-
nomen, ©amctaliften unb giebhaber ber gifchereien, 8
1804. gab. 1 Stthl. H- 9>r, x6 gr. j
Sliemann, j.g., praEtifd'e 2fnmeifung gut Vorrichtung ber
V5a|Jergraben , für SeEonomen , Vau;, Vera- u^b
Hüttenleute. SRit Jtupf. 8. 1801. «ftbenpreis 2 Sctiu
H- y*. 1 S?thl. 8 gr. '
Sttemann, 3. g., Vefdjreibung eines Verfahrens, mie bie
ganbmirthe ihr ©etraibe auf eine leichte SSeite oem
©aamen bes UnfrautS reinigen Formen. SO 2>t 1 ^Unf
gr. 4. 1803. gab. 16 gr. H- 3>c. 12 gr.
©amtjViftorS Sefd;reibung unb 2fbbi(tung einer oEono
mtiehen SOlafdhine gum 2fuSroben ber VaumiE^mme
2C. b. grang. 4. 1803. gab. 8 gr. H. $>r. 6 ar.
©ammler, bet bEonomifche, ober SOEagagin Dermif^ter 2Cb;
har.blungen unb 2Euffä£e, Vadjrichten unb Vctigcn aus
bem ©ebiete ber gefammten Oanb ; unb Hnusmirtb-
fchart, fomohl felbjf , als ihrer HülfS= unb 32ebemDi|Ten.-
fehaften tnSbefonbere. gür greunbe ber ganbmirthfehaft
unter allen ©tanben. Httuusg. Don gr. Von. SBeter.
SÖEit .Rupf. 12 ©t. gr. 8. 1801 — 1808. gab.' 9 VtM*
18 flr. H- 4 SRtEjl. .
©chriften, «eine, ber £$mgl. Ö(l^«ufifch = ph»!tEdlifch;
oEonomifchen ©efedfehaft. 1. H^t. 8. 1806. ' gabenpr.
6 gr. H- 4 gr.
©djüter, ©. g., Eurger Hnterricht gur DbfEpflege, Hk beit
ganbmann. 8. 1799. gab. 4 gr. H. 2 gr."
SaplinS, SS., DollflanbigeS ?>ferbeargneibud), ober ©la«;
meiffer. 2 Sheile. 2 te 2EuSgabe. 8. 1804, gab, iSSthl
12 gr. H- 1 Stt hl.
Seffter, 2Cbbilbung unb S5tfd;reibung einer oEonomifdjen
SSafchine, um Äartoffeln, Vübcr, unb bergt. Eiein gu
fd;n eiben unb ein gefunbes Viehfutter bbraus gu berei--
tcn. 21. b. grang. 4. 1303. gab. 8 gr. H-?>r. 6gr.
Sudpr, m., praEtifche Vecbad)ttmgen über bie ffinalifdjen
©tasarten, befonberS über foldje, med*e gUr VcfceUuna
ober Verbefferung ber SEiefen unb VEaiben am fchidlich-
ften finb g nebft einer 2fufgahlung aller ©nglifdion ©raS.-
arten. 21. b. @ngl. S02it öEoiiom. 2EnmerE. bes Heraus;
gcberS. Vebjl 6 Äupf. gr. 8- 1805. gabenpr. 12 gr.
?>r. 8 gr. a
fJEalEerS Vefchreibung unb 3fbbflbung einer manbernben
Siofmühle. 4. 1803. gab. 10 gr. Pr. 6 gr.
SBeber, g. V., oEonomifdSi ; juriflifche 2Ebhanblung über bie
Rittergüter, beren ©igenfehaften, Rechte, Stetheiten
unb Vefugniffe in Seufthlanb, unb befonberS in ©ach=
fen. 8. 1802. gab. iRttjl. 8 gr. H-?*r. 20 gr.
^iegert’S, 3. ©. , Eurger Unterricht Dom Hopfen unb bef*
fen©rbauitng. 8. 1803. gab, 8gr. H< 6gr.
C VIII )
V,
Urot, ein neueg ©üngungSmitte! , BefonberS
für ©arten her Herren £5onat unb So mp.
sftad) bem Berichte be3 £rn. £ericart be 2hurp
an bie Äonigl. (Sentral ©efeüfchaft be§ Mer*
baueg ju $arig. 2fug bem granjoftfehen übers
fefet. 9Jitt einer Äupfertafel. SBeimar, im
«Beilage beg prio. 2anbeg'Snbu|irte* ßomptoirg
1820.
Sfefe Eieine Schrift ift not wenig SBochen in «Part*
als Anhang einer jmeiten Ausgabe be$, auch non un8 tn
einer Seutfdjen Ueberfefcung gelieferten, ®«rt$te* über
bie beweglichen unb nicht jtmfenben EbtnttS--
oruben ber Herren Sasencuoe u. Gomp. erfdjienen.
Sie Unterfliegungen bei UrtnS, beren SKefultat hier
geliefert td, finb neu unb für bie angewenbete Ghl,mte
febr bebeutenb , — bie Verfertigung be« UratS einfach
unb leicht ausführbar, — bie t>on ber Äontgl. tfefetbau:
gcfeirfchaft angefteUren oergleichcnbcn Serfudje, über bie
Itüftlichfeit ber Urate als Sünger bet febr nerftbtcbencni
©etcaibe, gutterfräutern , Äartoffeln unb SRuben, ftnb fo
befriebigenb baf fie bie Eufmerffamfeit ber Scutfcben
Defonomen unb ©artner im oolten SKaafe oerbtenen.
Sie Senufeung beS Urins, welche bisher in Seutfch;
lanb, wo nicht ganj unb gar oernicbläfftgt, hoch wenig:
ftenS lange nicht gehörig gewurbigt würbe, wirb funfttg
gewi§ nicht aufi bem 2luge oerloren werben, ^
Lurtheilen, bie ©inführung ber beweglichen, mc^t ftinfen-
ben, benUrin gleich abgefdjieben aufbewoftrenben ptritt«.
gruben in «preufen aUgemein werben unb ftd) non ba gewih
halb übet ganj SEeutfchlanb oerbreiten wirb. —
SBeimar im September 1820.
£, ©. Canb. 3nbuftrie;Gompt,
VI.
<S ^ r t fl t a ti «Reid&art’g ?anb* unb Satten*
f$ afc in ber neuen Ausgabe ober
fecbjlen Auflage.
3n unterjeichnetcr SBuchhanblitng ifl erfdiienen bie
britte unb le|te ßieferung, ober ber oierte unb fünfte
&heil 0011:
,, (5 1) t i fl i a rt 9? e i d) ar t ’ö 2anb = unb ©artete
fd}ah, in fünf Tfmlen. 9Ieue2Iu6gabe, ober
f e cf> fl c , burchaug unbearbeitete Auflage. 3n
«öetbinbung mehrerer ©achuerftänbigen heraugge*
geben oon Dr. Jp 2. 2B. 93 6 If et , «Ptofeffor ber
©efonomie, Technologie unb Äameralwiffenf^aft
ju Qfrfurt te. 9Jiit gan* neuen Äupfern , 1 dljarte,
©teinbrüefen unb £ol$fcbnitten. 8- Erfurt ifei9-
SiefeS im gadje beS gelb.-, ©arten = unb DbjibaueS
unb ber »lumengärtneret noch unübertroffene unb flafjtfche
2BerE erfcheint in biefer neuen JluSgabe burdjauö neu
georbnet, ergänzt, unb bem Seitbebürfnifie, wie bem 3eit=
gefchmacfe , ocUfommen cntfpredjcnb. @S hat oon jeher
feinen Vorzug oor aUen anbern Schrieen ähnlicher 2Crt
baburch behauptet, ba£ cS auS praftifchcr ©rfahrung her=
oorgegangen ijt unb mit ungeprüft n Sheovien unb trüge*
rifchen £ppothefen ftd) nidjtö ju fchafen macht.
©S iffc bie 2fbftdht ber »erlagshanblung, biefem nüfc*
liehen SBerfe bucch einen äuferft wohlfeilen «Preis
allgemeine Aufnahme, felbft unter ben unbem ittelten
VolfSf laden, Banbleuten, Oefonomen ic. ju oerfchaffett
unb läf» OeShalb ben fo niebrigen «pränumerationspretS
für 1 ©cemplar auf Srucfpapier 4 9?tt)lr. ober 7 fl,
12 ft. Schein.
für 1 ©remplar auf ©djreibepapier 5 9?tl;lr, 8 0C.
ober q fl. 36 fr. 9?htn.
noch bi« ©nbe biejes Sahreö gelten.
©rfurt.
Äepferf^e a3uchhanblunj,
% o t t f c % » n ö
bü
• • ' - • *• .. ; ',.5 T. '• .. '• :
Allgemeinen $eutf$cn
©alten , 1 r $ <t H n i
fünften £3anbe6,
8a»bf(5 #ft6 *
Novation gropa- ©arten unb burd)
Heine QefdjmacfDoöe ©ebdube.
Sie ©ngldnber pflegen gewofmlid) ifjre großen
^arfö, unb beren uerfd;iebene 9>artf)ien, mit f [einen
fdjon geformten ©ebduben ju becoriren, unb gleich
fam ju beleben. (5 ine Sanbftfyaft of)ttc 2fnjYc^ten t»on
Dörfern, Meiereien, gtofjen Raufern u. f. ro. mürbe
unbelebt unb gleidjfam tobt fcf>einen, wenn .fotdfje ®e*
genjlanbe ba6 2fuge niefjt auf ftdj jjgen, ba6 ©e*
mutl) erfreuten, unb gteidjfam 511m 5D?itgenu(Te be$
fronen ganblebenS eintabeten. Unfere fufe ßinbils
Sortf, b. H. Z, ©art. 2Rag, V. ffib. 2. St. 1*30.
II. <3 tu <f. 18 20.
© a r t e n ? « n fl.
bungSfraft fpielt babei immer if>re tvofrttfydtige 9?offe,
unb mir geniefen bafjer, at8 *poefte, oft im ©elfte,
maä tote in ber -Eßirflidjfeit nidjt fjaben.
Malier entfranb ble ganbfdbaftä* ©a'rlenfunft ber
Grngldnber, biefRepton in feinem fofibarenSBerte*)
in ein nolIpanbigeS ©pjlern brachte, unb mefdfje fte
in if>ren oft SReilen meiten $atf?, treibe gro&etfb.
medjfelung be$ SetwtinS, v£ugel, Seifen, Stuffe,
SSadje, SBafferfpiegel unb Salle, ©eeufer, f leine
..*) . Dhsfiryartqns , on tlie theory and practice of
Landscape Gardening etc. by Rumphry Repton.
Esq. London 1803 , inImper.4to; ein fojtbareS
SBeif mit Dielen cot. .Rupfern, baö 5©utneen fojtef.
©'
m Sa«bfrf)oft§ =
unb 8Bi«f«W«i brieten , jut Klebung
tec ©egenben glucflicb 5« benuhen »ergeben. ©flbln
gelten nun 5. S3. eine Keine Saflb » ober gifebet*
goge, eine SSogenbrücfe, ein 18 ab, eine fleine SSauern»
butte (a Cottage), ein ©rab ober Monument, ein
«Brunnen, ein becorictet ©artenftfc, ein Gbinejtfe&ec
2flco vef ein ^of)ec Äioff ober SSelbebere, einSEurfifcbeS
3eft, ein Keine* £efe»©abinet (a little study) , ein
©artenbütbcrbauS, ein9flil<h; unb SSlumenbauS, ein
Snbianifcbe* SSogel&auS, eine ©olb'* unb «Silbe^
gafanerie, eine «Schaufel, eineflegelbabn, einJRuffifcber
Siutfcbberg, ein «Scheiben» ©ebießfianb u, f. w., lau»
tet Sttaterialien unb gatben auf bec Ballette eines
großen unb teilen ©nglif<b«n ganbfebafts» ©arten»
funjllerS. gteilicb geboren Äenntniffe, richtiger Saft
unb ein gebilbetec ©efebmaef baju, um unter «Be»
biefen fo reichhaltigen ©egenftdnben nur bcr.jentgen
auSjnwdblen unb anjubringen, bec für ben gegeben
nen^lah, feinen ©barafter unb feine SSeflimmung
paßt, unb bem ©enuffe 'bejfetben angemeffen tfi.
Sn Seutfcblanb , wo wir bei weiten feine fo
großen «Parts, unb auch fogenannte ©nglifebe ©de
ten, als in ©nglanb, ©chottlanb unb Srlanb haben,
finb obgebaebte fleine ©ebdube unb Serorationen weit
roeniger ein SSeburfniß unb anwenbbat, inbeffen finb
bod) einige fleinere, gefcbraacfeolle Anlagen für un»
fere etwas größere lanbiicbe ©arten febr angenehm
unb brauchbar. Scb rechne 5. SS. babin
1. 2)aS Snbi«n»f4»f SBogel.h«uS.
(gjHt Jtbbitbung SSafel «. S‘S« l- >
©in fleineS achtecfigeS £duS<hen, auf einer in»
felartigen^attbie, ju welch« «»« fleine SSrüde mit
©attenfuttfi
.einem eifernen ©eldnber fuhrt, mit einem ©laSbacbe,
unb einer ©alerie pm baffelbe , in ber «fldbe eines
Keinen erotifeben #ap«S, mit ben fünften 2fmeri»
fanifeben tftaS unb anbern ^apagapensHrten berdl»
fert, in bet «ttabe beS ©cbloffeS ober SSobnbaufeS,
gewahrt einen febr unterbaltenben, angenehmen ©e»
nuß. Sie «Pracht ihrer garben, bie ©jltfamfeit ih*
rer ©itten unb CcbenSweife, gewahren bem ©uropdet
ein eignes ©djaufpiel, baS unS in feembe ©elttheilc
«etffgt.' ©ie 2fmerifanifd)en «Pnpagapen (welthe un»
flreitig bie fünften unb weit fcyoner als bte ber al»
ten «Seit finb,) finb anjefct ein orbentlicber ^anbelS»
2frtifet geworben, welchen man aus ben ©nglifcben,
gransoftfeben unb ^olldnbifeben £dben um febr bit*
ligen ^)reiS haben fann.
2. Sin SB a l b f t
(9Kit 2Cbbilbung auf Safet 11, gigur 2).
©in ©nglifcber SBalbfib iff eine g)artbif, welche
eine «ptomenabe in eine etwas entfernte ©egenb et»
neS*«parfS in einem #apne ober Keinem SBalbe,
ber eine fchdne 2Cu3ftd?t tttfBeScftt auf einen SBaffec»
fpiegel, ober an einem Keinen taufchenben ©affer»
falle eines SSaxhS giebt, gewahrt. Sie ©pajiergdn*
9ev bebürfen ©rboblung unb EuSruhe, unb ftnben fte
hier in einem febr fcf>6n beforirten blüh«nben ©i§e, bec
fte sur gortfebung ihrer Sßanbetung gu einem anbern
febdnen fünfte beS $arfS frdrfet. €0 finb 5
in Seutfcblanb, in bem fd)6nen $arfe mm 236rtib
bei ©effau, ju Seplib in SSobmen, unb anbern
spatfS in SSdbmen unb Sefierteicb, bergleicben febönt
Dfubepunfte ba«f>3 angebracht.
%
23 \ « m i ji t t et\
45
SBlttmfjferei*
i.
3 w e » neue JSapantfcfie 5R o f e n,
A Sie blaffe «ielblulhige ©m'irtanben* 9?ofe,
(Rosa multiflora Japonica flore pallido).
(9)ift 2(&&ilbung auf STafel ?.),
B, Sie bunFte «ielblüthige großblättrige
©utrlanben ; Slofe.
(Rosa multiflora Japon. flore purpureo).
(SSlit 2fi)6iI6«ng auf Safe! 8.)» ^
Sapan nnb- Gbina, tiefe fronen ffdnber, wo
em ewiger gcübling. blüht, ftnb bas SSaterlanb bie»
fer jwei «euea frönen 0?ofen=2Crtea. <&u gehören,
Wie auch fc^on ihr fünf6ldtterigeS 2aub jeigt, ju bem
großen ©efcfjtechte ber SSengaltfchen ober (5(>ineftfc^ett
IRofen, jeiebne» ftcEji aber burch ihren eignen hoch--
fteigenben ffßuchS, rf>re langen h«abhangenben SSlfi*
ibeniweige, unb ben großen 3?eichthum ihrer 25tu=
men, «or allen anbern*3lrfen aus. SSeibe 3frten,
fotoobl bie blaffe als bie bunfle, wollen burchauS
boeb gejogen fepn, nnb blühen etp in einet ^6fje
«on io bi$ 12 guß, 9Ran fatra bähet mit ihnen
Sauben, SRauern unb Spaliere belegen, welche ein
herrliches tfnfeben geben. Sb« fangen gweige hdn*
gen bann, wenn man fte frei geben l<fft, wie bie
t>on ber Xrauerweibe herab, unb ftnb burchauS mit
SBlutbtft bebeefts befhalb man fte auch bie dchte
©uirlanben^ofe nennt. SRan muß fie gewöhnlich
auf 6 bis 8 Suß hohe Schöffe ber wilben Reefen*
Siofe (Rosa canina) ocultren, wo fte beffet ge--
beiht unb letzter blüht, als wenn man fie burch
bie SBurjeln unb Abfeger im freien 2anbe jieht, wo
fie feiten ober gar nicht blühet.
Sa beibe Sorten etwas järtlich ftnb, fo muß man
pe bon ihren hohen Spalieren im $erbpe loSbinben,
«überlegen anb forgföltig ben Sßinfer hinbureb, mit
langem troefnen ^ferbemip, ober 2aube parf bebeefen,
unb ja nicht eher, als $u @nbe beS 3fpril, auSpu^eti
unb befebneiben, weil bie fpäten fflachtfröpe- pe fonp
unfehlbar tobten, hierbei tp noch jubemetfen, baß
man bie langen Bweige, welche im «origen Som=
mer geblüht haben, bis auf ein bis jwei 2tugen «cm
Stamme jutütf fdjneibet (weil biefe nicht wieber btüs
ben, unb immer abperben); biegrünengweige hingegen,
welche im «origen Sommer nicht geblutet haben,
forgfaltig fronet, unb nur bie Spt|en ein wenig
abpu^et, weit biefe f)tun nun in bie S5tüthe trete»,
unb ungeheuer «tele SSlumen bringen.
Sie 25(umm ber blaffen ©uirtanben * 9?ofc
femmen immer nur an ben Spifcen ber gweige,
aber in ungeheurer SRenge, fo baß mancher lange
gweig oft an hwnbert SRefen tragt. Sowohl bas
£aub als auch bie 95tumen ber bunfefn ©uirlanben»
3?ofe pnb weit größer afS bie «on ber blaffen, «on
weichet pe faum hal & fo groß pnb.
© 2
SSlumtfletei.
46
SSeib« fcfcone Sorten ftnb in SSeutfdjtanb nodj
jumlici? feiten» unb uerbienen, als wahre Juwelen
unfetet »turnen» ©arten, mit stoßet Sorgfalt ge--
pflegt ö« werben.
2«
Sie gefüllte SKofen * Brombeere.
(Rubus rosaefolias coronarius).
(SJlit JCbbitbung auf SSafel 9.).
Sa« »atertanb biefer fd)6nen, unb mit ber
JRofe um ben SSorjug ftreitenben , Brombeere, tft
Sfiinbien, wo fie t>on ber $tinj * ©ate« » Snfel
«oc wenigen 3ab«« juetfl nad) ©nglanb fam. Sie
ift eine ber fcfcönflen äierpflanjen fowoljl für ba«
feeie 2anb im Sommer, al« aud) für ba« ©la«bau«
im #etbfl unb ©inter, benn ft« «erlangt al«bann
tiefen Sd)U& im Örangenljaufe, weil fte für ftrenge
ÄÄlte fowo^l al« für JU «iel ©arme, in einem
2reibf>aufe, empftnblid) ift, unb nicht gebest. Sie
btü^t fdjon mildjweiß , unb außerorbenttid) gefüllt,
wie bie reldjft« Stofe. 3&t ®traud> »M> be« 9utcr
pflege 3—4 guß *»mmt faP mit ’ebem S5oben
torlieb, unb vermehrt ft* fe&« leid)t burd> teidjlidje
3ßursel=2fu«täufer, habet man gar halb jut 25er»
mebrung biefer fdjonen ^flanje, welche faft in allen
botanifdjen £anbel«gdrten su baten ift, fommen
fann.
3-
3wei frf)6nc ©ewäd)^au§ = ^flanjen.
A. 0 e d e r a prolifera.
(Sie fproffente Scbera.)
( gjjit tfbbilbung auf Safct 10. A.).
Sie Sebcren — weldjen ber feel. 2innee su
Q?f)ten be« berühmten »otanifer« , 9>tof. Sebet
j« ßopenbagen, biefen 9t ahmen gab — finb alle
fet,c jiertidje Sropen * Wm™ , «erlangen alfo
ba« ©eiva^«f)au«. Sie &»«« abgebilbete Oedera
prolifera ift eine ber fdjonften barunter. 3$*«
febone gelbe »turne, beren »littet äußerlich braun
unb gel^gefdumt finb, ift «on einem Äranje «ei*
ner 5ftebenjweige umfaßt , welche alle gleichfaü«
»turnen bringen. 3&t Atertanb ift ba« Borge*
tirge ber guten Hoffnung. — @ie laßt ftd) leicht
burd) Sterlinge in leichter, locfetec 2»ifibeet*(5tbf,
nerm^ren. 3m Sommer fann man fte, al« Sopf*
pflanje, in« greie ftetlen, wo fte iebod, nur bie ©or*
genfonne genießen batf; bei eintretenbem grofte muß
fte aber in« ©cwddj«l)auS gebracht, unb barinne
burdjwintert werben.
B. M aurandia antirrhinif olia.
(Sie gowenmaulbldttrige ©autanbie).
( gjlit 3(bbilbung auf SEafel 10. B. ).
Sa« »atertanb bet tiebli^er» , fo fd)6n ran»
fenben ©auranbie, ift befanntlid) ©ej-ifo. Sie ift
aber nicht« weniger al« eine jdttliche ©atmbau«»
58 f tt m i j! e c c t.
$fTanje, fonbern fann leicht im ©laölwufe, ober
in einem ftojifreien 3immet burchwintert werben.
■Die gegenwärtige neue ©otfung , mit blauen, 26=
wenmaulattigen S3lumen, unb geflecftcn flattern,
ift befonbetS fd)6n. <2ie trägt bei un$ reifen <8aa=
men, welken man in SD?iflbeete fäet, unb bann
verpflanjef. 2 (ud) vermehrt ftc f id) oft butch 9B3ur*
jelauSläufet, bie man bann abnet)men fann.
4*
92euc§ @nglifd)e$ 0Jofenn>er f.
Snglanb, von bem wir fdjon mehrere theure
<Scf)tiften über 9?ofen l>abcn , I>at un$ wieber mit
einem neuen 3Berfe über biefen ©egentfanb befchenft,
nämlich bie
Rosarum monographia, or a botanical hi-
story of Roses. To which is added an
Appendix, for the use of Cultivators;
in which the most remarkable Garden
varieties are systematically arranged, vvith
19 plates. Bey John Lindley. London,
1820. 8vo.
5Sit ijaben burch biefeö neue SBerf nid>t «Hein
ni d)t$ über bie of>ncbieg f>ocf)fl oerwirrte fTIofen*
giteratut gewonnen; fonbern *öerr ginbfep {>at
nod> baju alle« SDfogliche beigetragen, biefe Sttate»
tte noch mehr ju verwirren. 9?ad> einer gewaltig
breiten unb wortreichen Einleitung , worin er unS
bie ©efd)id)te ber 9vofe erjählt, unb fowohl bie bi$s
betige 3?ofen = Ehftra^tcr*^*f unferer 23otanifer, als
auch 2 inner* Unterfd;ieb in JRofen mit ovalen
47
ober runben gruchtfnoten, verwirft unb $r. SDBoobS
Eh«tafterifiif unb Unterfdjteb ber 9?ofen, mit bot»
ftigen £> r ö f e n unb Dornen, einfubren will,
theilt er fämmtliche 9?ofen Sorten, in XI. Dioi=
fionen ober Eiaffen, unter folgenben S5enen=
nungen. SRamiid> :
Synopsis specierum et varietatum.
1. Divis. I. Rosa simplicifolia.
SD?it nur einer Unterorbnung.
2. Divis, II. Rosa ferox.
€0?it 3 Unterorbnungen.
3. Divis. III. Rosa bracteata.
S9?it 4 Unterorbnungen.
4. Divis. IV. Rosa cinnamomea.
SD?it 18 Unterorbnungen.
5. Divis. V. Rosa pimpinellifolia,
€D2it 27 Unterorbnungen.
6. Divis. VI. Rosa centifolia,
WUt 9 Unterorbnungen.
7. Divis. VII. Rosa villosa,
SWit 8 Unterorbnungen.
8. Divis. VIII. Rosa rubiginosa,
€D2tt 15 Unterorbnungen.
9. Divis. IX. Rosa Canina.
9Äit 15- Unterorbnungen.
10. Divis. X. Rosa systyla.
€D2it 16 Unterorbnungen.
11. Divis. XI. Rosa Banksiana,
Sttit 7 Unterorbnungen.
Daju fugt er noch 2 Unterorbnungen von un«
gewiffer 2£bfunft.
Sflan fleht leicht, welch eine verwirrte unb wtHe
fubtliche Stofen j9?omenclatut, aus welcher ohnebi«#
48 £ * ff
niemanb leicht flug werben fann, biefi siebt, unb
bajj e« mir neue Berwirrung macht; unb «Ifo hat*
ten wir burd) $erm 2inblep« Stofen » Wlonogra*
pf)ie in tiefem Sache gar nicfjtö gewonnen. Sec
befie 2ßeg ju richtiger Äenntnift ber Wofen ju fom»
men, ifi bet, welchen Weboute in feinen Roses
tingef^lagen h<it, nämlich richtige unb naturgetreue
(5 u l t tt r.
tfbbilbungen mit nur weniger Siagnofe ju ge»
ben unb ftch alter (Slaffiftcation JU enthalten. Sie
richtige tfutopfte be« tfuge« tf>ut meht al « alle«
3(nbere.
* ^err 2 i n b l e 9 « beigeffigte 19 2fbSilbungen
ffnb feht manierirt, unb nicht« weniger al« unter»
rid/tenb.
£ * ft * S it I t tt r*
Ctroaö übet voitlfü^rtid^e unb gefe|=
1 1 d> e Wamen.-Veftimmungj wibet*
f p r e d) e n b e 2ßort=6rfldu ung, in
ber Pomologiej unb Vermutungen
über bie ©ntflebung beö Wamenö
$>epin, bei biefer tfepfel *©attung.
I. grüßte, beten Warnen burd) einen 3u*
fall entfianben.
(Sine feht achtuna«werthe (Einrichtung bei ber
Betreibung ber Sbfigattungen unb 2frten ifi bie
(Stfotfdbung, woher ber beigelegte Warne feinen Ur*
fprung haben möge. $u bebauern ifi aber, bafi in
ben früheren Seiten nidjt mehr Bebadjt hierauf ge»
nommen wutbe, unb un« nun fo Wianche« im Sun*
lei bleiben muff, wa« ju wiffen, nüfclich unb ange*
nehm fepn würbe. Sie Bemühungen bet neuem
homologen finb au« biefer Urfacfje nicht nur
anfirengenb , fonbern auch noch öfter unbanfbar,
weit e« an Quellen fehlt, worau« fte fdjopfcn fon»
nen. Senn wir muffen annehmen, bafj viele ber
vorhanbenen Sbfiarten, ohne Suthun unb menfeh»
liehe Beihülfe, burch befonbere 3ufälle entfianben,
unb femit in wenig befannten Pflanzungen ober
©arten, lange Seit unbeachtet unb ungefannt blie»
ben, wobutch bann, wie natürlich, willführliche, ber
Sbjiart gang unpaffenbe , unb nur bem (Sigenthü»
mer erftärbare , burch befonbere (Sreigniffe ergeugte
Wanten entfianben, bie in fpätem Seiten gu entrath»
fein unmöglich waren.
@0 erinnert ftch ber Berfaffer noch eine« Ber*
fall« in feiner üfstrgenb, ber hierauf Begug hat, hier
al« ächte SBahcheit angeführt werben fann, unb al«
Bewei« bient, wie bie Warnen burch Sßillführ ent*
ÖBfi =
ffanbctt , unb für bie Ptachfolger gu enfjiffecn , un;
möglich bleiben mupten,
S5ei einet: 25a«ern^>ocbS?it/ bie in bem (Batten
beö S5raufoaterö gefeiert würbe, traf ftch«, bap man
nacf> bem feflticben Plachmittag« ; Jtaffee fpielte.
e« mar warm, aber auch üiel Debatten unter ben
bicfbelaubfen Sbpbdumen, unb man rodete ba« fo
bekannte S3linbefut);0piel. «£>iet wutbe nun auf
Weichem ©raöboben öiel gefprungen unb gelacht.
SBdhrenb bem e« toll burch einanber gieng, fugte
ficb’ö, bap bet iunge Gantor be« Srt«, — meiner,
mie e«auf bem ßajtbe Sitte ip, mit gugegen War¬
an einen jungen SSitnbaum entweber gufdllig ^art
anpiep, ober an benfeiben unfanft g-worfen würbe;
wöbuedb eine eingige, öollig reife, gang unbemerft
gebliebene Sommer* S3itn hinter fiel. — @ie war
ber dupern gorm nad) ungefähr gepalfet, wie Plr, io.
vierter Glafte ber Sirnformen^Safel be« Seutfdjen
gruchtgarten« (2ßeimar, 8anbe«»3nbuPrie Comptoir,
1816). SSott garbe fd>on hochgelb, mit roth auf
ber Sonnenfeife, unb wenn ich nicht irre, mit ferner»
jenbem gleite. 23om ©efehmaef fann ich nicht« fa*
gen, benn ich nicht« t>on ihr gu oetfuchen, —
Sch fage biefe« teuere »on ihrer gorm, gatbe unb
Gigcnfchaft be« gleite« u. f. w. nur au« ber ein*
jigen Urfadje, um baburd) benjenigen auf ben Ur*
fprung be« tarnen« gu verhelfen, ber oielleicht biefe
S3irn (wooon ber Plame weiter unten) non bem £>rte
ihrer GntPehung unter biefer Benennung befommen
hatte. — Set Gigentbümer erbat pch gleich non
bemjenigen, ber bie SSirn erhalte, bap biefer Grp*
ling jene« fd&on gewannen Sirnbaum«, welchen ec
in früheren fahren auf einer Stelle au«hob, wo er pch
uon felhp au «gefdet hatter unb auf biefe ppanj;
Gutfur. 49
te, wo er nun feine erf?e grucht brachte, bürfe ge*
meinfchaftlid) unterfudht werben; unb er mochte ihm
nur erlauben ftch |u übergeugen: ob bie 25irn oer*
biene, ben Saum u noe rebelt beigubehalten. Siefe«
gefchah, unb man beriet^ ftcf> nun, ba ihre 83or;
trcfflidjfeit allgemein anerkannt würbe, wie ihr Pia*
me hinfort fepn feile. P»lan fann fief) nun leicht
borpellen , bap allerlei SSorfdjldge gemacht würben,
»on welchen anfänglich berjenige ben mefnpen 58eifaU
fattb: pe nad? bem tarnen ber SSraut gu benennen.
Sie Achtung für ben Gantor fiegte aber, unb mati
nannte pe bie Ga n torbirn , weil, wie bet alte Gi*
genthümer noch überbie« pd> au«brucfte, ber $ect
Gantor bie eingige Urfache biefer ihm fehc etfreuli;
chen Gntbecfung wäre. 2öa« nun weiter mit biefem
Sirnbaume gefdjehen tp, blieb mir unbefannt. SD?6g=
lieh ip’« aber, bap biefe £>bpart unter biefem Pia*
men weiter oerbreitet würbe, unb pch fchon jefct
weifet Pliemanb bie utfprüngliche Benennung er;
fldren fann,
Sn frühem Seiten, wie auch noch jefcf, nannte
man bie grüchte, nachbem pe befannt würben, ent;
Weber nach bem Srte ihrer GntPehung; ber nun ein
£>orf, Stabt, 9>roeing, ober gange« ganb
fepn burffe, wie man pch vielfältig übergeugen fann;
ober nach bem tarnen be« erpen Gig enthümer«;
nach bem Planten eine« gefannten unb geehrten
homologen ober £>b ppflan g er« ; nach bem
Planten eine« fonp geachteten unb gefchd|ten
971 enf chen; ober nach ber befonbern unb auffallen*
ben Gigenihüm lichf eit ber grucht, Worin biefe
auch bePehen mochte u, f. w»
Sfcfl = Gultur.
II, grudf)** bie nad) Dörfern benannt
werben.
©i t febrbefannte SSirn («Birg outde), welche
in einem granjapfacn Dorfe tarnen* SSiröoule(
nabe bei bcr EUinen Stabt St. ßeonarb, vielleidjt
burdb Bufatl entfianben war, giebt uns nebfl anbern,
ein SSeifpiet erfiet Zit, 3d) fe&e bie eigenen 2Borte
beö £a Sluintinpe bet ausführlich non
ibr fpricht, um jugteid? ben Setthum in ber 2lu 6-
fpracbe unb Schreibart biefeS ©orte« ju berichti¬
gen, ber »obl noch manchem fiefer unbefannt fepn
mod)te. 6t fagt in feinet Instruction pour les
Jardins fruitiers et potagers, 2. Edit, I. P.
p. 56: „Virgoulde est le nom d’une poire
„d’Hyver trfes - excellente; eile porte le nom
;;du lieu d’ ou eile a dtd prdmidrement tirde
"pour venir dans le grand monde de la cu-
„riositd. Ce lieu est un Village du Limousin
„prds d’une petite ville nommee St. Leonard ;
„beaucoup de gens disent poire de Virgouleuse
,au lieu de dire Virgoulee ; etc.“
„lee.“ tiefer ju feiner 3eit f*b« 9«ehtte unb
noch je&t gefdjd^te homolog, beffen SBerbienfle nicht
ju verfennen ftnb, muffe wohl am beflen roifferi,
woher biefe SSirn flammte unb ihren Flamen erhielt,
Wir mitten atfo feinet 2fufflellung ©tauben beimef-
fen. SBarum dnberte aber ©hrifl bie SScmetfung,
baf fie burch ben 9Jla tqUiö ßhambert befannt
würbe, in baS ©egentheit um unb fagt: fie f«p
burch bie SQlarquife ßhambert nach ^ati« ge¬
bracht worben? Solche gehler, fepen e$ nun Schrcib-
obetDrucf fester, foilten bod) billig vermieben, ober
bie Quellen angejeigt werben, wobutch biefeö Zweier-
lei entfianben ifl.
ferner: bie St. ©ermain. ©ine fehr ge¬
fügte SSirn, bie ihren Urfprung einem Dorfe
gleichen -RamenS, unweit ^ariS, altwo ftdj ein Ä6-
niglicheä Sd)lof befahlt, unb Safob ber zweite
non ©nglanb tefibierte unb jlarb, ju banfen hat.
(Siehe S. £.£.£enne. 3fnweifung, wie man eine
$3aumfd)ute non Tbflbdumen im ©rofen anlegen unb
unterhalten foll, 5te Auflage 1796 p. 187 )
©h1'^ fagt in feincm #anbbudie übet 1512
Dbflbaumjucht, 3te vetbefferte Auflage, granbfurt
bet Hertmann IV. Shell 2. ©apitel, Seite 536 in
»iner «Rote übet ben tarnen SSirgouleufe:
„©in Dorf in Simouftn, ba fie bie SRatquife non
„©hambeA gejogen unb nach ^atiä gebtad)t hak
Überwegen fie aud> ©hamb rette genannt wirb.“
2a Sluintinve fagt bagegen a. a. S. III Par¬
tie pag. 143: „eile est sortie de ce Village
„par la liberalite du Marquis de Cbambert,
„qui en etoit le seigneur , et qui nous la
,.donna sous le nom de sa poire de Virgou-
$ier bütfen wir auch unferS vortrefflichen
SSoröborferö nicht vergeben , bet jugleich bie
Ätone alter Seutfaen tfepfcl ifl. Sein «Käme fommt
oon einem bet jwei Dörfer %imen$ SSotebotf,
wovon ' eiu6 bei Reifen unb bad anbere bei ßeipjig
liegt. Söeldje« von beiben bie <5t)re hat ftdr> ihn ju*
eignen ju fonnen, ifl ungewif; jeboch ifl für ge-
„if anjunehmen, baf hier ber Ott feiner ©ntflefjung
ju fuchen ifl, ba in biefer ©egenb bie vortrefflichen
fruchte biefer Dbflart in grofer 5Jlenge gedrntet
werben, unb bie beflen anberer ©egenben, bie man-
djeg, in^inftcht auf Älima befonber*, jum SSo.rau«
5i
£>bjis»Gutfur.
hebert, tiefen, an bemerften £hten gctcacf^fenc , bei
weitem n:cbt gleid) fcrnmen. (Ir ifl als ein grofjeS
©efcheu? fccä fjiinmelS für biefe ©eg?nb anjufehm,
mSgen it>n auch bie 2fuSlcnfcer oevachten.
III. geölte, bie nad) ©tdbien benannt
w e c b e n.
5Bon ber jweiten 2frt ober oon foIrf?en , bie
«aefj einer ©fabt benannt würben, ftnben wir uns
ter ben iPfirfd)en: La double de Troyes; nach
ber ©tabt £ropeS bei $aris benannt, allwo fte
vielleicht juerfl aufgefunbett wutbe. ( ©djwerlich
jnocfjte ffe wohl nach ber alten ©tabt 2toja, wie
einiße homologen glauben, atfo benannt worben
fepn.) Le Brugnon de Rome; nach fRom, in
©aljmannS Homologie/ 2te Auflage, ©eite 87 bes
fdjrieben. La Rambouillet ; nach einem Äonigl.
granjofifdfjen ßufffdjloffe gleichen tarnend. — lin=
ter ben Simen: La Rousselet de Rheims ;
«ad? ber feht bekannten ©tabt -3? he i mS. — Unter
ben 2lepfeln: La Reinette de Luneville; Port
Cbrifl in feinem oben angeführten $anbbuche, ©eite
466; unb ber ^arifer 2lpfel, (Pomme de Paris,)
»benbafelbfl , ©.491 betrieben , unb nach ben beU
ben befannten ©tabten benannt u. f. re.
3V. grüßte, bie r.a<h ^roninjen unb gan*
jen ßdnbern benannt rcetben.
grüßte, welche nach ^tooinjen unb Cdm
bern benannt werben, ftnben wir in jebem Sbflge*
f<hled)te mehrere. SGBir wollen uns babei nid>t lange
«ufhatten, unb nur einige oon jebem nennen: unter
len 21 ep fein: Caroline d’Angleterre ; Reinette
de Hollandes R. de Normandie; B. grise de
fort)', b. 2f, Z, ©art, «Olagaj, V, SSb, 2, ©t, 1820.
Champagne; Pepin d’Angleterre; P. Allemand.
— Unter ben S3irnen: Present Royal deNaple?’
Beurre d'Angleterre; Bon Chretien d’Espagne.
Bergamotte de Hollande; B. Suisse. — Unter
ben 9)firfchen, Peche de Malthe; P. de Portu¬
gal; Brugnon d’Italie; Chevreuse d’Italie. —
Unter ben 2Ibrifofen: Abricot de Holländer
A. de Provence; A. de Portugal; Ungarifche
2Ibrifofe. — Unter ben Äitfdjen: ©panifche
^erjürfche; SbranenmudfafeUers^irfche, aus 9)iis
nerfa; $olldnbifche Äirfche; $>olntfchc ©laSfirfdje.
— Unter ben Pflaumen: Uttgarifdje Swetfchge;
Damas d’Italie; Prune de Catalogne; Perdri-
gon Normand etc.
V. grüchte, bie nach bem erflen Sefi^ec
benannt würben.
©olche grüchte, bie ftch nach bem erflen di*
genthümec, auch rmd) bemjentgen benennen, ber
bamit am erflen h?roertrat ober fid> bamit bemerfs
bar machte, ftnb nic^t fo vielfältig. 3d) nenne nur
folgenbe, öld : Bourdine; eine ^ftrfdje, bie ftd)
nach einem trahcfcheinlichen ©drtn er üftamcnS S3ous
bi ne cuS SRontreuil bei $)a riS , allreo bie
$Pftrfchen jud>t jur Seit Subreig beS ganfjehnten unb
auch fdjon früher fehr anfehnlid) war, benennt.
©iel;e beS 2lbteS Siübigej ©djabol 2(bhanbs
lung oom ©artenbau nach ©runbfdfcen u. f. re„
2terS5anb, ©. 132 unb 133, wofelbfl er mit eige*
nen SBortcn fagt : ,,£a oetfehiebene ^erfonen $u
„SDlontreuil ben portheilhaften Abgang ber grüchte
„fahen, pflanjten fie gleichfalls folche Pom ©tein ge=
„fommette S5dume längs an ihren Stauern. dS
„fanben ftch ©attungen, bie faftiger, flcifdjiger unb
„farbiger waren, welch? man »ecnnttelfi ber pfropf*
£
52 Obfk*i
f/teif€c «ictfdltig $u «erwehren ftd; bccifcttc, unb of)rt«
„Zweifel «erfudhte man bie wilb gewannen pflaum*
„nnb äwetfchgenbdume unb bie «JKanbelbdume tu du*
/rgeln. Siefe «pfttfchen nahmen ben tarnen berje*
,(mgen an, welche bie etjfe ©ntbeefung baoon mach*
„ten. ©o bat 5. 23. biejenige ©attung, tt?elcf?c man
„bie SSoutbine nennt (ii)t wahret «Käme ifi bie
„SSoubine),' unb welche ju SRontreuit unb ju
„SSagnolet in fef)t fnjfjen SBerthe gehalten wirb, i$t
,£afepn einem, «Kamen« SB oub ine, gu«erbanfen."
VI. grüßte, bie nach einem berühmten
homologen ob et Sbflpflanjet Jbe*
nannt werben.
sjRan benennt auch grumte jum 2fnbenfen an
fotebe 9Rdnnet, bie ftch im gad)c ber Homologie
ober Sb flba um jud)t berühmt machten, mit beten
«Kamen, wie bie 83 otaniffen burch gueignung
non «Pflanjennahmcn gefeiert werben. Sie »om
^ierrn Dr. «an 2Ron« ju SStüffel, im 8ten Sab**
gange biefe« 3Hagajin8, iote« ©töcf, ©• 387 *>«.
fdjriebene unb auf Sa fei 40 unb 41 abgebilbete
2)iel’8= unb ©icflet’« * 33irn finb SSeweife
«fter 2frt. — 2fud> ben fet>t bekannten Wangen*
bdnbtern, ©ebruber SSaumann gu SSoIlweilet im
Cberrbeinifdjen Departement, welche e« im gadje
bet spflanjcn * ©rjiehung unb 2)eteblung unter if>-
ren Seitgenoffen fe$r »eit, wo nicht am weiteren
gebracht i>aban , §at betfelbe ein Senfmahl gefegt
bur^ bie SSenennung eine« 2lpfel«, welcher ebenba*
felbft ©eile 438 unter bem tarnen Reinette Bau-
mann — 85 mal ann8 * S? e in e tte — angeführt,
unb auf ber Safel 45- abgebilbet ijf *).
*) 5ßte ftet)t§ wohl je|t um bie Spruche bc« fjerrn
Dr. oa« SKon«? ®« wate su wünfehen, bap feine
Ulf ut.
VII. grumte, bie na cf) gefehlten ober h<*
hen ^erfonen benannt werben.
© e a <h t e t e , geehrt« geliebte
83erfonen, bie weitet feine SSctbienjle um ba« «Reich
ber Pomona haben, fpnbetn wegen ihrer guten unb
»orguglidjen ©igenfehaften in ber menfcblii&en ©e*
fcllfchaft , ober ihre« t)6t>cm ©harafter« wegen ge*
fchd&t unb burch SSenennung -einet. Dbjtart ber 23er*
geffenheit entriffen ober vielmehr im ^nbenfen er*
halten werben follen, giebt c« audj. «hierher gehört
nu« bem 2ftterthume, aber ni<^t ganj »ctldfftg, ber
im Seutfdffn gruchtgarten S3b. I. ©. 177 W«*
bene unb auf ber 34^'n Safel abgebilbete, Äpi«*
Gipfel, Pomme £ Apis rouge ; allwo ©eite «80
gefagt wirb: „9Ra n leitet feinen «Kamen 5 war «on
„einem gewiffen 2fppiuö, ber «om ©efd)led)te ber
„-©taubier war, ab, ber ihn burch« 23eteblen mit bet
Quitte erfunben haben foll u. f. w.**)." 3Kan «et*
gleiche hiermit £ e n tt e ©. 120, allwo cS f>ctf t ;
„21 p p t u « au« bet gamilie ber ©lautier hat'« »9<*
juerft nach Stalien gebradjt. wo et gu beffen ©e*
bdchtnig Malum Appium , ober bet 2lppifd)C 2fpf?l
fep genannt worben. — Siefer 2tppiu« lebte tm*
gefdht 450 Sahte «ot dhtifH ©*burt. Ser 2fpfel
bleibt alfo wegen feine« hof)«n 2£ttet« , bc« 3?omet8
ungeachtet, eine fef)t ehtwurbige gruchtj welcher bet
' «ielen 2fppiet e« gewefen fepn mag, ber h<« 9«s
gortfdivitle unb S5eobad)tungen burch btefe« SKaga»
jin, unb fc« e« aud) 2lu«jug«wcife au« einem »ielleidjt
fd)on crfdjienenen SBerfe, bem pomologifchen ?)ubli*
fum mitgctheilt würben.
*+) ssäeldje 2lrt «on SBereblung war biefe« wohl, unb
»a« foll, mar. unter bem 2lu«brude erfunben «er»
flehen?
£> f> ft = § u Kirr.
53
fricct tritt'/ ,ijt übtigenS.ungcwtfr. ?Oie«cidfjt wof)l
ter £>ecemoir, welcher in ben 44aget 3al;tcn Sfrm’S
lebte unö tm ©efdngniffe flarb. — Gifyrijl fagt
in feinem $anbbuche IV. Sfeit i Gapitel ©. 495
in einer tfnmerfung : „ber fKomcr 2lppiuS Glau*
bin« hat'ihn juerfi na<h Statien gebracht, unb ton
biefem fjat er ben tarnen." ©aljmann Ringes
gen fagt in feiner Homologie, 2tc oerbcjferte Auflage,
SSerlin bei fffieret 1793 ©. 6g. 9fr. 32. „ Gr ift
„ein wilber '2lpfel. unb in ben ^Salbungen' bei 21 p i S
„gefunben worben. " — ßauter SGBiberfprudje, t>ie
nicht aus Ginet Quelle, fommen. —
9lun fommen wir ju ber foff liehen Pflaume,
Sl ein e * Glaub e. S3on ihr trirb im oben ange=
führten SSeutfdjen gruchtgacten S3anb I. ©eite 112
grfagt: „Son welker Königin in granfreich biefe
„Pflaume aud; ben 9?amett tjaben mag, fo mup- fte
„bod; eine feine Sunge gehabt traben, weil fte biefe
„vortreffliche Pflaume als ihren Kiiebling auSjeichs
„nete. " 2ßo biefe -Behauptung l)erfiammt, bafj ft«
bet 2iebting einer gtanjöfifdjen .Königin gewefen
fepn foll, ifl mit rollig unbefannt, unb ich glaube
mehr, — wie auch biefer ©lauben weit allgemeiner
ift, — bafj fte einer .Königin 9tamenS Ghlotilbe
jur Gl> re atfo genannt würbe, — was auch SSt ans
g.et glaubt, — als bafj fte wegen 2luS$eichnung ron
biefe Benennung erhielt,
$5ie übrigen Bejetd;nungen, welche ffd^ auf be«
fonbere Gigenheiten u. f. w. einer Sbflgattung , ober
ßbflatt beziehen, ftnb fefjr vielfältig unb grünben
ftcb auf bie ©ejlalt ber grucht/ beten ©rofje, gigur,
Saxbe, gleifcfy, ©efdjmad, ©aft, ©erueb, Oieifteit
u, f. w, 2fujUtbem auch noch auf befenbm Bovfälle,
wie uns bie oben angeführte Gantorbirn unb
bie gefeegnete Sirn — Ah! mon Dieu ! — beweis
fen. 2)iefe würbe nämlich befhalb fo genannt, weil
£ubwig XIV. aus granfreich, — welcher ju feiner
3eit, wie wir wiffen, bie £)bfljud;t fehr begünfligte
unb 2ldeS aufbot, fte ju erheben, — als et ben auf*
fetji volll;ängenben Saum in einem feinet ©arten
jttm erflen SÄal erblidte, aus Serwunbrung unb für
greube auSrief: Ah! mon Dieu! — fffan ff£>e
Ghtiß’S oben angeführtes «fjanbbucfy ©eite 570.
£a Öuintinpe erzählt baffelbe a. a. £>, III, 2$.-
©• 158.
hierher gehören als fonbetbate Semerfungen uns
gefdht nod; bie 2Cepfel : baS ©eibenhembchen — Syden
Hemdje; — ber Saffetapfel, — Pomme de taffe-
tas etc. — -Die Bim: SSerbrannte .Ka(se, Chat-
brule; — ©chelmbirn, Pendart, — grauenfehens
fei, Cuisse Madame, etc,
£)ie Grgrünbung fo rietfdltiger Benennungen,
als noch bet Homologie auf biefe 2lrt unerflart
ftnb , ifl nicht nur fef)t fchwierig, fonbern größten*
theilS unausführbar. 2Ber würbe $. B. baS Sßort
9t ei nette, feine 2lbflaramung, Gntflehung ober Be*
beutung genau unb grünblich nachjuweifen im ©tanbe
fepn? SBcil Reine mit hineingeflochten ifl, fo hals
ten wir bafur, bafj fte königliche 2fepfel heilen fols
len, $u welchem ©lauben bie ©üte-be$ grof ton 2$ eil*
biefet ülepfels ©attung noch ungemein riel beitrügt.
5ßat biefe Meinung, welche wir in unfern Seiten
nun baoon haben, aber auch bie Meinung beffen, ber
fte juerfi mit biefem Flamen belegte? 2>iefeS wirb
fchwer ju beweifen fepn! 25 od> mochte eS wohl mogs
lieh fepn, bap einer unfeter erften homologen, bet
^ 2-
S
£>bfl - ^ultur-
5+
im ©efßse aller dlfmt «Schriften tß, nähere 2CuSfunft
noch außerbem über manche« 2tnbsre ju geben im
©tanbe wate. ©lieh bunft, man mußte altba wot)l
ftnben, wo, unb burt) wem, eine einzelne grudjt
ober ganje ©attung fo unb nicht anber« genannt
würbe, ober »et fie juecß alfo nannte.
Die ©rflarung be« SBort« Gtaloille fdjeint
natürlich,. unb lächerlich sugleidj, fo wie fie $ennc
0. 103 unb (5() riß ©-4 17 in ben obe» angeführ*
ten SBerfen geben, baß ndmlicf) biefe« 5Bort »on ben
beiben gcanjöftfchen ©Söctern, Cale ©Zü|e, unb vile
fd)ted)t, h«rßammen. — 2flfo Calevile, fd)ted>te
©lü&e. — ©ine Benennung , tvomit bamat« bie bei
ben granjößfchen ©auernweibern Q-ebcdud?lid)cn ecfi*
gen Saugen benannt würben, beten gorm ju bem
tarnen be« tfpfel« fott Einlaß gegeben tjaben. ©«
fragt fidj nun nod) weiter, ob bie »on $ e nne eben*
bafelbß ©eite 104 jum ©eweife bet 2lecbtb«it feiner
SSefjauptung angeführte ©djcift hierüber genüglidje
2lu«funft unb 23erftdjetung giebt. 3«h ha&l biefe«
mir ooltig' unbefannte ©ud) nicht felbß, bcßhalb
fege id? h‘«rf)et, wa« ber £ert «Paßot^enne 0.104
baoon fagt. „Da man nun in 5Bebetö ©arten*
„bau ©.149 tiefet: bie Calville blanche ä cötes
„iß oben eefigt unb faß wie eine ^faßenmüfce ge*
„ßaltet, fo fann man barati« einigermaßen fließen,
„baß eine «Pfaßenmüfce ober Sefuitermü&e einet fot*
„eben Cale vile in granfreich stemlich af>nlirf> fepn
„müße." ©Zit genügt biefe« nicht, boch mag e«
batjin geßeltt fepn, weil eine ©Zöglichfeit in biefet
83erg!eid)ung unoetfennbac iß.
©un wollen wir aber ju ben mitunter fel)t be*
lifaten ^Pepin’« übergeben, ©ei biefet ©enennung
berrfdjt eiue babplonifche ©erwirrung, bie id> bec
fößlidjen grüd)le wegen gehoben fehen mödße, glaube
aber nicht, baß e« einem «Sterblichen oergönnt iß, ben
Änoten $u töfen. ©leine ©ortiebe ju biefem 2lpfel,
— id) meine 00t ber $anb nur ben Pepin dore
(©olb**Pepin) — welker im Seutfchen gruchtgar*
ten ©b. 1. ©• 251 befdjrieben unb auf ber 59ßen
Safel abgebilbet, iß fo groß, baß ich ifßi fo gern
einen feßen unb teßimmten ©amen, wenn nicht ge*
ben, bod? wünfdjen möchte. 0d)on bie Ungewißheit
in ber 0d)tcibart biefet Tfcpfel = ©attung iß hodjß
unangenehm , unb ebenfo bie fo oiclföltig nachge*
fchricbene Meinung über ben Pepin dore, et fep
ein ©nglifdjer, unb bie orbentliche, er fep ein gran*
jöfifcher Gipfel.
Sch h«»^ S^ar nie kreißt, fann alfo
auch feine ©ehauptung aufßellcn, wie e« um ihn itt
biefem 2anbe au6jieht. 2Ba« ich bi« jefct noch
oon ber ©ngtifchen Dbßjucht gehört fo fcheint
mit c« nicht fo, baß ein tfpfel, wie biefet, bort ent*
ßanben fep, inbem er at« einheimifd), wie unfet
©or«borfer in ©adßen, in feinem ©aterlanbe wof)t*
fdjmecfenbet unb beffer al« bei un« fcpn bürfte, wa«
boch in bem füblichßen Sht’-l« ©nglanb« nicht bec
gaü fepn mag, wie tfugenjeugen mir eben in biefem
2tugenbticfe wiebcrf>of>lt bemerfen. ©Zitier fagt
fetbß in feinem allgemeinen ©arten=2eptfon 3. Streit
0. 25. „G« giebt wenige frembe Sanber, wo er gut
„thut, (? ) auch bringt er in oielen Sh£ilrrt t,on
„tanb nicht fo gute gtüdjte, al« man wof)l wunfcheit
„möchte." (!)
©ine gewiße tfhnbung , — bie freilich gar nidß«
heißen will, — fagt mir immer: er fep ein gtanjöft*
£> 6 ft = Kultur.
55
fcher tfpfel. 35ei ben homologen erbet fcheir.t bet
©ngltfche 9?ame ^ipptn unb feine ©ngfifdje .fjets
funft angenommen ju fepn. Sie Meinung non mir,
er fep granioftfehrr tfbfunfl, batf ober ^eineeroeö«
fo angcfef)en werben, als wollte ich ben (üngldrn
bern bie @hre fireitig machen, unb fte ben grans
jofen jttwenben; fenbern man mup nielmeht ben
©runb berfelbett auch nc.d; in bet SSefchreibung beS
efjrn. Stiller in feinem 2(llg. @arten=2eri?on fudjen,
wofelbft er, glS über einen äuperft belifaten National*
opfcl ju gleichgültig hinweggebt. ©eine ©djulbigfeit
wäre gewefen, fef>r beutlid) feiner ,?u gebenfen , waö
oud) oon jebem onbern ©chriftjleller würbe gcfc^jc*
heu fepn.
®ie nielfdlfigen oft weit gefud)tcn 33:weife, ober
SSortfotfd;ungen über bie 2(bffammung beS OBortS
fpepin ober 95ipin, welche man in ^omolcgifchen
SOBerfen ontrift, finb nicht non ber 2frt, bap bem eis
nen ober bem onbern mit völliger ©ewipfeit beijutres
ten fei;. $0?an bann olfo onnefjmen, bop ber rechte
©runb noch nicht gefunben ifl. 25iefeS bewog mich
auch bauptfacblid; ju biefem 2Cuffafce, ber, wie ich
hoffe unb wunfehe, non gelehrten homologen berüefs
ftchtigt unb erläutert werben möge.
non ber 91a me $5ep in entflanbcn fep. — (Ft fagt
ouch noch weiter fregenb; obwohl ber Äoifer ^ ipi=
nuS biefe 2Crt 2(epfel gern gegeffen haben möge, wie
2fppiuS ju Sfom ten flcinen 3fpi?
6hti|l fogt Weiter nichts in bem mehr Onge=
führten $anbbud;e ©. 471 über bie $ e p p i n g 5
— wie er fte fchreibt — als: ,,bcr 9?ame ftammt oon
„ben (üngldnbetn her, f)Quptfa«^Itd; oon ihrem fot?*
„liehen ©olben = Pippin."
SO? an ge t fogt in einer 2(nmerfung auf ber
2offen ©eite feinet fpfiematifchen Homologie : „ben
„9?amen biefeS 2lpfelS 00m granjofifchm Pepin ,
„Äern, herjuleiten, geht wohl fdjwerlich an, bi er
„nicht gronjöftfcher, fonbern, wie man glaubt, (? !)
„©nglifdjet 2fbfunft ij?, in biefer ©peadje ober nicht
„Fepin fonbern Pippin gefchrieben Wirb." ©eite 73
beffelben SOBetfS, fagt er nun weiter in einer Amtier*
fung: „S«h will eben feine Ableitung verfuchen
„glaube ober, bop wenn ja eine ©tatt ftnben feilte,
„fo würbe bie Dem granjoftfehen Pepin am wohts
„fcheinlichfien fepn, weil fie oermuthltch olle, blop
„aus Äernen ohne pfropfen $uer|? fjevpoc^chvadht
„würben./'
25er $r. *PafIot $enne fagt a. a. £5. ©. 130
unb 131: „bop Pepin im granjoftfehen ein dfern
„heipe, unb Pepiniere eine §3aumfd;ule, iji be=
„fonnt. Tibet warum biefer ©nglifdje ©olbapfel
„spepin genannt würbe, habe ich nicht erfahren
„fonnen. u. f. w. — 25er Dr. Unjet foll, nach
ihm, im i37fien ©tuef feine« TfrjteS nnführen: bie
eilten hatten eine ©attung 2fepfel gehabt, bie fte
$Pepina nannten, unb fep iu Petmuthen, bap h^*
Sn feiner erffen SD?einung fagt et: „eS gehe
wohl fchwerlich an , bie ^Benennung biefer Tfepfels
©attung oem granjdfifcben SSorte Pepin berjuleis
ten; unb in ber jweiten glaubt erbod): bap, wenn
ja eine Ableitung ©tatt ftnben follte, fo würbe bie
oom grftnjoftfd;en Pepin am wahrfcheinlichften fepn.
S0?it lefjterct bin ich bollfommen einoerfianben
unb werbe weiter unten jwei ©runbe angeben, bie
56 Ö b ft * 6 u I t « r,
Steife baju tief«? it. ®e»eföeit giebt aber baS fcp, fo mochten tf>tt bie ehemaligen Sranfe«
gtanjofifcbe «Sort^eptn feineSwegS, ba baS Eng* $iptn bem ©ropen juc Ehte fo genannt tjabcn, als«
ItfdjeSBott Pippin gleichbebeutenb iji, eben fo t>tel bann müfjte aber nach meiner Meinung bet «Kam«
fjetft, unb jeber Dbjlfetn barunter verjianben wirb, beS Apfels auch ^)ipin beiden unb baS pp in ber
ben wir mit bem «Kamen Äern, aber nicht'© fein, 9Kifte be$ Portes hinwegbleiben.
benennen. Sn biefem ©inne iji auch bet AnSbrucf
Äernapfel (ßernjiamm) ju nehmen, aber tiid?t wie bie
im oben angeführten 5£eut[d)en gruchtgarton ©. 162
ongemetfte 93ermutJ)«ng : bafj feine ©ute bamit auS*
gefproeijen werben fülle. Die ©ewifheit, et f«9 m
gtanfreid) jiietfl entfianben, wutbe ihm, fobalb et
aliba aus einem gefdeten Äern fiel, ben «Kamen fPe*
yin gegeben höben. «IBdrc aber baS ©egcntheil, unb
Wir hatten Englanb feine Entjlehung auf vorbenannte
33v'ife jubattfen, fo gehörte ihm a(terbing6 baS5Sott
Pippin ju. SSevor nun biefeS nicht ausgemacht»
ober au« alten ©dyriftjfeUetn na^giwiefen iji, wirb
trohl ber Srrthum bleiben muffen UBeiter ftnben
tric noch Urfadhe ju glauben, baji «Pepin baö rechte
SBort iji, ba bie granjofen, wie wir, einen Unters
febieb jwifchenÄern unb ©tein — Pepin et noyau —
wachen, unb ber Apfel gerabe eine Äerns aber nicht
Steinfrucht iji. 2öaS nun weiter mit ber im Seut--
feben gruchtgarten ©. 162 unten aufgejiellten «ßemer*
fung gefagt fepn f oll : ^PippinS h*^c}l ai,(3> *ra
Englifchen ^)ommeranjenferneu. f. w. , iji nid)t wol)l
jn oerjiehenj benn biefe hflftfn mach meinem Ermeff
fen gar feinen «ßccgleid) mit einem ber ^epin’S auS.
SBeber ©efehmaef noch Savbe; Weber baS Sine noch
ba-S Anbete, was man von benfelbcn fagen fonnte,
pafjt fich auf unfern «Pepm, unb modjte anwendbar
fepn, ihm einen barauf 83ejug ho&erben tarnen ju
geben.
sjKanger fiel» auch noch »«ft« bie Meinung
«uf, wenn ber ^pepin wirflich granjofffch« «^erfunft
Vitfd)felb bemerft in feinem Vantbud&e un*
ter ber Ehötafterijicf feiner Pveinette d’Angleterre
©. 184: „et iji ohne Zweifel aus Englanb nach
granf reich verpflanjt." — SBeldje ©ewiphe», ober
vielmehr, welche Erfahrungen hotten ihn baju ver*
mod)t f)ict ju fagen: ohne Zweifel ?!— SBurbe
tiefe Duelle entbeeft, fo liejje fich vielleicht noch mcl)«
tereS über bie $erfunft ber fPepinS, ober wenig«
fienS beS alleterjien, auSmitteln. Sch fenne fie
nicht unb bitte um beffen föcfanntmachung.
©0 viel fcheint gewijj ju fepn, bafj, welcher
Verfunft et auch fepn mag, nach allem biefen bo<h
wohl anfdnglid) mit feinem 9iamen nichts weiter
hat follen gefagt werben, als Äetnapfel — ein
Apfel, ber aus ©aamen gefallen iji, unb feinet
föortrefflnhfeit wegen Unverebclt . beibehalten werben
fonnte. — Alle anbere Ableitungen fdjeinen mit
nicht nur erfunjiett, fonbern auch «« jweibeutig
unb unvolljidnbig.
Erfter ©runb, ber jur SBermuthung An«
lajj giebt, bet Pepin dore f ep granjds
fifch er Abf u nft.
Die erjie fBermuthung, wovon ich f#on wel«
ter oben fprach , iji bie Verleitung von bem gran*
jofifdjen «Sott Pepin , weldjeS, wie allgemein bei
fannt, ein Äern fjeif t. S3on biefem «Sorte wut*
ben auch bie anbetn, ndmlich: Pepiniere, Pepi -
57
£5 & fl -- (
nieriste unb Arbre a Pepin fycrgeteitcf, «a«
man bei ttn« Äetnfchule (SS.mmfcfyttfe), 85aum»
e r s t c f) e c unb Äernßamm nennt. Widji« ift
wohl natürlicher al« fcic Ätleitungen in gta'jofifchet
Sprache. Un« STeuf fdfjnt fel;lt ein 7fu6brucE für
Pepinieriste, «eit ix*ic wol)t fSaumctjicber, S3aum=
fchulgdrtner, aber nicht Äernflammecjiefjet fagen.
Wun ifl befannt, «a« unfec Subwig XIV.
«nb auch noch rach ihm, b’auptfäc&lich in g>ari«
unb SSerfaillc«, für bie £)b|fjucht Gftfptiefjliche« ge»
fdjal)- La Quintinje, bet ©arten » 25irccfor biefe«
Honigs, erwarb ftcf> in biefer Sßiffcnfchaft um bie
Wachfommen g^fie SSecbienjte, unb bie Gartbaufe
in «Pari« machte ficf> buvdE? Verbreitung feiner «DhjT»
fotten in allen ßdtibern befannt unb berühmt. Web»
men «ir nun ferner an, bap jebe« 2anb, ober t>icf=
me^r jeber ^>immc(8flridj, feine nur ihm eigne
Obflforten erzeugt, fo «erben «ir ftnben, tafj ge»
rabe baSjenige 2anb, «o man ben £bfifern fpepin
bei^t — folgticf? granfreicb — bie mef)cflen Wei»
netten bat, bie, «enn «ir n:d)t ftreng fepn «ollen,
auch bie ^eptn’S unter f id) aufnebraen; fitenget
genommen, bilben fie eine Webcngattung, beren
SSerwanbtfdjaft mit ben Reinetten unverfannt ijf,
«Wan f ef>c «a« dbtifl a. a. £>„ ©, 471 unb 472,
unb mehrere baruber fagen.
£)af$ nun ebenbafelbfl viel neue £b{Iarten au«
fernen erjogen «utben, tjl gleichfalls unldugbat unb
bat feinen ©runb in bem Stiebe, ben man ba»
mal« b^«/ etwa« in ber £)bjljucht ju leiflen, in
bet Sucht ftd? bemerfbar ju machen, unb in ben
SBirfungen, bie bet Zufall hierbei, «ie noch jc^f,
bewerfflelligte. Sch will $!et nur anfäfirw , «u$
u ( f u r.
© ch ab ol a. a. I?. Sh. ü ©. 131 bis 133 jum
25e«eife ber bamaligen (grjielung neuer grud;te au«
©aamen fagt: „fo «ie man mir gefagt hat, haben
„Seute ju «Wontrcuil, nari)bem fte von ben Web»
„pftrfchen ober fort ben «pfirfdben von derbeit, von
„«eichen ich gerebet, gegeffen haben, bie ©teilte
„in ihre ©arten ge«orfen. Einige, giengen an einet
,,?Wauer auf unb brachten SSdurne tc. — 25ie
„ ^ftrjicfce, «eiche alf 0 ber Sonne fiatf auSgefefct
„würben *), befamen garbe, «urben «ohlfd;me(fenb
„ unb noch biefer unb grojjer. 25iefet gltuf(id;e @r*
„folg torleitete baju, neue ©feine ju legen; bte
„ auf ben «Warft getragenen grumte giengen reifenb
, ab unb «urben gut oerfauft tc. — 25a verfehle*
,,bene ^rivatperfonen ju «Wontreuil ben vortbeil»
„haften Abgang biefer gruchte fahen, pflanjten fie
,, gleichfalls non bem ©teine gefemmene «Sdume
„längs an ihren «Wauern. fanben ftcf> ©at»
„tungen, bie faftiger, fleifcbiger unb farbiger «a»
„ren, «eiche man vermietet)! ber ^fropfteifer viel*
„faltig ju vermehren ftd) beeiferte tc." — 25a?
auch Äernobjl angejogen «urbe, baruber «erbe ich
«eiter unten ©elegenljeit ftnben ju reben.
25a« größte gelb für ben 3ufa« unb ©ewin»
nung neuer ©orten i)I unfheitig bie tfnjudjt junget
«Saume au« ©aamen* bie man «ie van «Won« j«
SSruffel in neuern feiten, unverebelt tragen laft.
©eine Erfolge fennen «ir burdh biefe« «Wagajin,
Sahrgang 6 ©. 217, Jahrgang 8 ©. 351 tc. —
2fuch bie ©ewifibeit ifl benjenigen auf’« neue ba»
burch geworben, bie allenfalls noch an ber ©aamen»
*) Sie nagelten bie 2fefte burdb ^>ü(fe alter Sappen»
jitidchen ihrer Äleiber an bie ©lauer. Sie erfte ®t»
füibttng, «erauf frei) unfere 3«ergbaumäucht an Spa»
lieren grunbet. 21. b, iS, biefer 2lbhanblungf
tKtmifdjung itnb Gntflehung neuer Sbftarten iwU
fetten , bafj nod) ein ©d)af> non guten grud)tcn
ouf biefe SSeife heroorgebracbt wetten fonne.
konnte e« benn nun nicht fepn, baf unfet
Pepin dore in ben frequenten S5aumfd)ulen in
nnb um spart«, oor, wabtenb, ober na'b fiubmig
XIV. eben fo au« einem itern entfknben fcp, nt?
fo mancher onbeve? Sur biefe Meinung fprid)t auch
hauptfadlid) nod) feine früh? Sragbarfcit, eine Gi*
genfcbaft, bie if)tt oi?üfid;>t al« ein auf fd)ted)tem
83cben fiefjcnbec ober fonfl frdnf lidjer Saum, in
bet fcüt)eften Sugenb, al« einen wol)lfd)mecfenben
t?ortrefflid)en Apfel fennbar mad)te. .2Eie oft trifft
man unoerfeljenb« in nod) ba;u *crn'ad)lafftgtm
S3aumfd)ulen — wie man beten immer antrifft —
mfiüppelte Swerge, bie au« biefet gettenbfn Ur=
fad)e, au« lauter Sammet um fo früher tragbar
werben? <5$ l>at alfo bei unfetm $epin gar nid)t
lange Seit beburft, fonbern nur Unoorftchtigfeit
ober fd)ted)te SSe-hanblung, unb bie Ueberjougung fei*
net Aechtheit »rar fd)on in bet erflen Beit feinet
(Spijfenj entfci)icben. £if& man aud) wirflid) einen
©tamm in bie #of)e fd)ie&en unb «artete feine
Sragbarfeit ab, fo beburfte- (8 wicberum feinet
gtofen Aufopferung an Seit, unb bie etjrenootte 93e=
fanntfdjaft war gemacht. •
£)Ufe6 nun ©cfagte führt mid) auf bie Ber*
mutbung, ba& biefet Apfel, ober ein anberet berfet--
ben ©attung, in granfreirf) entftanben ifl, unb
nad) ihm bie ©attung alfo benannt würbe, weit er
ein 5Bilbting ober ein au« ©aamen entflanbenet
Apfel war, welcher aisbann butd) weitere 23erebtung
diejenige Ausbreitung erlangte, beten er ftd) ^euti*
ge« Sage« ju erfreuen hat.
n t t u r.
Sweiter ©rttnb, weldm S3ermutl)ung
giebt, ber Pepin dore fep granjö fif d)er
£ etf unft.
Ser jweite ©runb meiner SSebaupfung. ober
nielmefjr meiner SSermuttjung — er fep ein gran*
jofe — {ft uen anbetet Art, unb beruht auf bet
Meinung, er mod)te aud) . wohl einem Sbfb ober
S3aumet$teber $ut Ghre alfo benannt worben fepn.
Sa« fd)on mehr angeführte 5ßerf be« Abt« 9i u*
biger ©chabol, eine« eifrigen ^ftynjer«, »reldjet
um bie Seit fiubwig« XV. lebte unb ftd) ron früher
Sugenb auf mit befonbetet Vorliebe ber Sbiljucbt
wibmete, ron bem bamal« berühmt geworbenen Gat*
binal Noailles befct>ü&t würbe, bie fBefanntfchaft
mit bem SSruber gtanj, ©«tfaffet be« e infamen
©dtt net«, unb ©futnet bet darttjdufer in ber
burd) bie £>bfl$ud)t berühmt geworbenen Gatthaufe
ju $ari«, f ebenen feinet Jtinbheit mad)te, unb
beffen Äenntnifie benu&te, gab mir $t*r$u bie ©e;
legenheit.
Gr machte bie S5efanntfd)aft mit ben großen
©artnern feiner Seit, befonber« mit bem Sbetauf*
fehet bet Äoniglid)en £>bft * unb Äuchengarten ju
S3erfailie«, tarnen« Le Normand, ber ju jener
Seit ein nach bamaliger SBeife gtünblid)«r unb ein*
fid)t«oollet ©fotner gewefen fepn foir. Ser ©arten
feine« 33ater«, in einer bet 93orftdbte ron *Pati«,
würbe bet erfle Summelplafc feinet ©artenarbeiten
unb bie Ausführung feiner Gtfahtungen.
Auf einem $anbgute ju ©arteHe«, welche« er
ftd) erwarb, führte et entlieh im ©rofen au«, wa«
er bi« bal)in burd) feine SSefannten, welche Stifter
in bet Sbfeucbt war&, erlernt h«««- *bt
£>61! = Gultut.
war ^>icr ffolj auf feine Äenntniffe, würbe aber ba*
«ott halb jutücf gebraut, benn et lernte einfeben,
bafj et immer ben gewöhnlichen ©d;lenbtian befolgte,
unb fiel) anpatt ber Statut ju nahem, «on ihr ent*
feinte. Gin ^rioatmann, bet fein Sanbbauö befe*
l>en wollte uub pch mit ihm über bie Sbpjudjt um
tetl)ielt, gab ihm bie ©elegenbeit, biefe« einjufehen
unb bie bemütbigenbe Serficherung, bajj e« mit fei*
nen kenntniffen nodf> gar nicht« beiden wollte, unb
fagte: „«Sie glauben viel ju roiffen unb ©ie tviffett
„nicht«; befugen ©ie bie Säuern «on SÄonfreuil,
„unb ©ie werben mir gegeben, baf ©ie gar nicht«
„wiffen." «Wan fef>e bie Sortebe in 2Cbbe ©eba*
bol« o. a. 2B. i Sb- XI. §.
©o unboflid) ibm auch biefe Xntebe «otfom*
men mufjte, fo war fein $ang jurn Semen bod;
ju grojj, al« bajj er nidbt f>atte nähere Grfunbigun*
gen einjieben füllen. Gr erfuhr, bajj bie Ginwohnet
»on SO?ontreuil im ©tillen wirften, unb biejeni*
gen «on Gor b eil in ^inftebt auf grofere kennt*
nif* in ber ^ftrfchenjucht fcfjon weit hinter fleh bat*
ten. 2ftan fab freilich auf ben SKatften $u ^ari«
immer noch bie fPftrfdjcn «om letztgenannten £)rte
für bie allerbepen an, benn fte übertrafen fogar
(waö wohl am Scben mag gelegen haben) bie in
ben königlichen ©arten gejogenen, unb würben auf
ben königlichen Safeln aufgetragen. — Gin alter
50?u«quetier be« konig«, tarnen« ©irarbot, welcher
ficb in ber ^)ftrfchenjud)t gu Sagnolet berühmt
gemacht batte, überbrachte viele Sabre bmtereinan*
ber Subwig XIV. Stücke feiner eignen 3ud)t unb
«on feinen Säumen, jurn ©efsbenf. — glicht« ip
ju bewunbern, al« bafj La Quintinye bie Sorjüge
ber ^firfchenjucht in SOTontreuil nicht bannte, in ei*
Sortf. be« 21, £ ©art. SJlag. V. S3b . <*. ©t. 1820,
69
ner für bie ÖbjHutfur fo gunpigen spetiobe, wo
alle« h«öotgefud;t würbe, wa« man für gut unb
weblfchntecfenb hielt.
ttnfer lebrbegieriger Xbbc? lief e« nicht bei ben
Grfunbig ungen unb war nirfjt befriebigt mit bem,
wa« et über bie Ginwohnet ju Sftontreuil unb ihre
spftrfchen&ucht horte; fon’oern verfügte pch felbfi an
Srt unb ©teile. $ier fanb er e« ganj anber«,
al« er gebad;t hafte; fab, baf man hier, obgleich
«on gemeinen Säuern auögefuf>rt, wiffenfchaftlich
«erfuhr unb in ben Arbeiten nicht« unternahm, wa«
nicht mit ber 9?a(ur innig «etbunben war. Set
Sleijj unb bie ©runbfa&e biefer Scute malten ihn
fiartnen unb brachten in ihm ben Sorfafc ju wege,
ferner ber Serfabrung«att biefer arbeitfamen Sffen*
fchenf taffe allein ju folgen unb ju »erbeffern, wa«
er al« ©elebrter unb einfidht«öoller 9}?ann noch feb*
lerhaft fanb.
-Sa« natürlich pe war nun, bajj er bie berührt!*
tepen fanget auffuebte unb ihre nähere Sefannf*
fchaft machte. 3wei bie:«on waren nun feine tag*
lid;e ©efellfcbaft unb feine erpen greunbe. ©ie
biefen ^epin — worauf ftd) mein^ Meinung wes
gen be« 2fpfel« grünbet — unb ©irarbot.
2ßa« ©chabol übet erPern a. a. £). Sb. 1
23orrebe §. XII, fagt, mag hier mit feinen eignen
SBorten Pehen, weil e« ben unjweibeutigPen Scwei«
giebt, bafj $ett fPepin ein erfahrener ©artnet war,
unb bie Sencnnung einer £>bpart nach feinem 9la*
men fein Unbing gemefen ferjn würbe. Gr fagt :
„bet #ett 9)epin ip eine $u loben«würbige uub
„beliebte ^erfon ju SPontreuil, al« bajj man nid)t
3
6o
£> b ft * e
(fyue »ine rfihml«&e Rettung von feinen latenten
' n unb gdhtgfeiten i^un foUfc. Set aSetfaffer, wel*
„d)er ben £ercn $epin, ben berühmteren unter
„allen ju SDtontreuil, nur bem «Kamen unb bem
"«Rufe nach fannte, fanb einige Safjre nad) bem
„©erlaufe feines ^»aufeS ©elegenheit , ju ihm ju
„lommen. (5t würbe von biefem in feinem gadje
„ cmpfcljlungSmutbigen künjflet unb non be(fen
(©0f)nef bet feine gdfjigleiten im Sieben bet SSdume
',im gleichen ©tabe befaß, auf eine mehr als et.
„wünfd)te 2Crt aufgenommen: et fdjamte fid) nicht
„ju fagen, baß er non einet folgen ©elanntfchaft
„große SSortljeite gejogen $at. SSefonberS ^atte
(,^>err qjepin bet ©ater, ba er fdjon in einem
„t)ot)en Älter war, eine vollfommene grfa&tung er*
„ taugt. Ser ©etfaffet lünbigte tf>n allen ben ©or*
Inetjmften bei £ofe unb in ber Stabt an. Unter
„ anbern begaben ftdj bie ^rinjen unb $tin jeffln*
n nen nom königlichen ©eblüte, welchen ber ©et*
„faffet benfelbigen angcr&hmt hatte, iu um
„feine ©dume ju befehen, unb lehrten überaus ju*
„feieben non ihm jurucl. Sie fm&en ihn bis an
,, feinen Sob mit ihrem, mächtigen Schuhe beehrt.
,,Stefet gefehlte «Pflanjet trieb einen #anbel mit
„Öbfi, ber unter allen ber betrdd)tlid;fie war. Gr
„«rjog unb nerforgte feine jiemtich jahlreiche ga=
„mitie auf eine anftdnbige Ätt unb hmterließ ein
„artiges ©ermogen. Uebetbieß wirb fein Änbenlen
„ ju SKontreuil unb in ber ganjen ©artnerei in
„9?uhm unb ®hrc hleiben.
sg?epin ber ©ater lebte fd)0tt in ben lebten
Sahtsehnben beS ftebenjehnten SahrhunbertS, jur Beit
gubwig XIV. unb La Quintinye. Ser Sohn
woUte nach Sd>abol Sheil 2 S. 129 unb 130 bie
u l f tt t*.
©artnerei bei La Quintinye lernen, totld)eö ihm
ntißglucfte, benn bafelbft $eift eS: „«Pepin, beffen
„gamilie |tch an biefem Srte feit langer Beit nie*
„bergelaffen hatte, verließ feine ^eiroatf), um bei bem
„La Quintinye ju ©etfailleS als ©drtnerjunge in
„Sienjie ju treten; bieß gefchah ju ber B«it, ba
„gubwig ber vierzehnte fo eben bie ungeheuren ko*
„ften für feine kudjengdrten angewanbt hatte. Sie
„Ärt, ben fPftrfidjbaum ju jicljen, fo wie fte t)cut*
zutage in «Wontreuil auSgeübt wirb, wat fdjon
„bamalS vorf>anben, aber fte war noch nid)t bis
„jum Dbetauffeher ber königlichen küchengdtfen
„gebrungen. Ser junge S0?enfch / welchem beffen
„ ©erridjtungSart nid)t gefiel, arbeitete ju ©etfailleS
„nad; ben ©tunbfdfcen, welche er in feiner kinb*
„hIH erhalten l>nttc. Ser Schulet war nichts we*
„niget als einig mit feinem £errn. Siefct würbe
„beS immerwdhrenben «EBieberfprechenS mube unb
„machte fid) auf eine etwas ungeflume Äct von ei*
„nem ungelehrigen unb ungehorfamen Arbeiter loS
„unb fte giengen beibe fein unjufrieben von cinan*
„bet. Ser junge «pepin nahm ben 2öeg wieber
„nach «JNontreuil, wo baS Änbenlen feiner ©orfal)*
", ten ihn ju rejjen fchien te." - ©in jweiter ©e*
weis, baß biefe «Pepin«, ©ater unb Sohn, bie <5h«
eines ÄnbenfenS burch eine Sbffgattung ober Sbjl*
art veebient hatten.
Sn ber golge blieb cS nicht bei ber «Pfeifchen*
jud;t allein, fonbern ber gute Äbfajj ihrer grüchfe;
bie @)te, bie ftc wm ihren Unternehmungen hfltten,
beeiferten fte immer weiter ju geh««, ©te 8°9{n
nun auch Saume ju ©erlauf, ber wegen bem gu*
ten «Kamen, wetd)en fid) biefcS Sotf erworben
hatte, fehr einträglich würbe.
© b ft
Kultur,
61
SDBett e$ nun bauptfächlidj ^icc ad Beweis*
grunb ju flehen erforberlid; ijl, bajj auch jfetnobfl
aßba gejogen würbe, fo fe$e ich auch bie eigenen
5Borte ©<habod Sh- 2 ©. 134. 13g.
Sr erjagt bafelbfl : „man pflanjte grühgewachfe,
„Weinreben unb Äernobflbdume von allen ©attun*
„gen. Sie Sagen gegen 2flitternad)t unb 2fbenb,
„welche bem *Pftrfichbaume nicht fo günflig ffnb ad
„bie gegen borgen unb Mittag, würben für ba$
,,-ftetn* unb ©teinobfl beflimmt, ad welches ,T>afelbjl
1, gut fortfommen fann. Sie Äenntnijj ber Sin*
„ wohnet ju SJlontreuil, welche ftcf> bis auf bie ba*
„malige 3eit nur bloß bd auf bie fPflanjung be6
„*Pf*rftd)baum$ einfchranfte, erweiterte ftch unvermerft
,1 auf anbere ©artenwaaren unb auf allerlei ©attun*
„gen von £>bjl ic.1'
«ßier fehen wir wiebet eine 5D?oglid)feit, bajj,
wenn nicht auf jene erffe, bocf> wohl auf biefe 2lrt,
bie 2Cepfe(g'attung fPepin ihren tarnen fonnte er*
halten heben, ©chabol fagt $war nichts bavon, aber
e6 fonnte boefy wohl fepn, bafj ein Sbjlbaum * Sr*
jieber, ein homologe ober ein greunb ber fPomolo*
gie, welcher bie @efchicflid;feit unb Bertienjle einer
ber spepin’S fannte, entweber unfern Pepin dore
in feiner Baumfchule felbfl erjog, ihn jufdllig wo
fanb, ober fonjl auf ihn aufmerffam gemacht würbe,
wenn biefer 3fpfel wirf lieh fchon feit längerer 3eit
an einem ober bem anbern Srte, ungefannt epifiirt
hatte; bafj ihn, fage ich, einet berfelben ju Shren
atfo genannt hätte? — konnte eS nicht fepn, bafj
ihn vielleicht $epin felbji erjog, unb man nach fei*
nem Sobe ihm bie Sl)te noch erzeugte, bem eblen
tfpfel feinen tarnen beijulegen?
2)aS f)ier ©efagte ifl freilich unb leibet weiter
nichts ad bloße Bermuthung, bie $u billigen 3u*
redhtweifungen 2fnlaß geben möge." 2Bet mochte
aber wohl auftceten, geltenbere Beweife anjuführen,
über bie Snglifdje $erfunft beS ©olb*^)e*
pinS? SS foll mich freuen, wenn id) bamit
uberfuhrt werben fonnte, aber noch mehr Bergnü*
gen würbe es mir machen, wenn eS jemanb be*
liebte, meine Bermuthungen erfler ober jweiter 2frt
grunblid) $u befldtigen. Ss fcheint freilich eine un*
banfbare Arbeit $u fei;n, um bie vfjerfunft ober
richtige Benennung eines TfpfelS nadijugrubeln, ber
vielleicht fdjon mehrere 3dhrhunberte ad unbejiimmt
ober fehlerhaft benannt, taufenben von©aumen wohl*
fd)mecfte. gür bie 2Biffe„nfchaft ijl eS aber vonunnenn*
barem Dlujsen, wenn richtigen Benennungen ^ur gro*
jjern SSolIjldnbigfeit auch richtige Sauffcheine u. f. w.
beigegeben werben fonnen, benn eS gehört mit jur
Srbnung, bie eben fo gut ^icr, wie in jebem $au8*
halte unentbehrlich ijl. 2lufjerbem machts auch viel
mehr Vergnügen, wenn allen folgen Betreibungen
nichts an Boßfldnbigfeit fehlt.
V - 2 - 8.
2.
Uefcec baS Cnnhnpfe» ber 23Iüt^auge».
(2Jon £rn Änigh*/ fPrdfibent ber ©artenbaugefell*
frjiaft ju Conbon),
©d)on längfl wiffeti bie 9laturforfd;er, baß bie
Blüthenfnofpen ber Baume gewöhnlich wdhrenb beS
©ommetS gebilbet werben, bet bemjenigen vorher*
gehet, in weld;em ft'e fid? entwicfeln, um bie ihnen
angewiefene gunction ju erfüllen. Sie Äunjl, bie
3 2
6 z
Ö b ft - Sttlfuc.
Snofpen ben einem SSaume auf ctnctt onbetn ju net*
pffoiStn, war not jtoet taufenb Sah«« wahrfcheinltch
eben fobefannt wiejefct; allein es fc^eint nicht, als
cb man jemals ben geringen 23erfuch gemacht hdtte,
«uf bie unfruchtbaren 3weige cintg SSaumeS bie im
Ueberflufi auf einem anbern SSaum ftfcenben SSlüthen*
fnofen ju nerpflanjen. ©leichmoht beweifen bie 93er*
fucfye, bie ich jefct mittheilen will, bafj biefe Spera*
tien leid)t ifl, unb bafj eS unter oetfehiebenen Um*
fidnben ©ietleicht üorttjcilfjaft ifl, ff« norjunehmen.
«Bdhrenb beS #erbjle« 1.810 bemerfte ich,
bie «ButjelauSldufer eines SRofenflccfS in meinem
©arten giemlicb flarf mären, um gegen baS (Snbe
beS Kugufl - SDlonatS geimpft gu werben, unb bog
bie Änofpen, welche S3luthen gu enthalten fchienen,
jei^t non einem JRofcnflodie eben betlfrt, aber non
einer netfehiebenen unb fchonetn SBarietdt genommen
werben fennten. 3* wählte bie bicfjlen unb befien,
um fte auf bie ^BurjelauSIdufer beS erftern ju im»
pfen. ©a biefe Änofpen Nahrung in Ueberfluf er»
hielten, fo brachten fte niele unb fchonere ©turnen
als fte gethan haben würben, wenn fie auf ihrem
sföutterflodie geblieben wären.
3m nötigen 4>erbffe machte ich mit eben bem
ßtfolge ähnliche SSerfucf>c an einem ©im * unb
3)füfchenbaume. ein alter unfruchtbarer SSitnbaum,
bet an einer SHauet gegen Slorbwefl flanb, war
feht furg gefchnitten worben unb hatte tt*el iun9e$'
garte« unb frdftigeS £ol$ getrieben, worauf ich ju
netfehiebenen Seiten «Slüthenfnofpen non ber ©anct
^etrmann« = SSrtn (Saint Germain) unb ber lan*
gen grünen SSinterbirn (verte longue d’hiver)
impfen lief*. Gtliche biefet ßnofpen , welche gu (Snbe
be« 3uliu8 unb Anfänge beS tfuguft eingefebt wut*
ben, wuchfen gleich unb trieben nur ©lätter; anbete,
bie ju eben ber Seit eingefefct worben waren, ent*
wicfelten ftd> nicht, jeijten aber nichts beflo weniger
alle Äennjeichen ber fBtattfnofpen. ©anj anbet«
nethielt es fich mit benen, welche gu ©nbe beS 2lu*
gufi unb ju Anfang beS ©eptember eingefe^t wor*
ben waren. ©ie ftnb gut angefchlagen unb ent»
wicScln ft'ch je|t mit mehr Ätaft als jene, welche
auf ben «Säumen geblieben ftnb, non welchen biefe
genommen würben, unb ich jweifle nicht, bafj fte,
wenn alle anbere Umjldnbe günftig ftnb, feht fchdne
grüchte bringen. £>ie Änofpen, welche am befien
gebeten ftnb biejenigen, welche auf ber ©runbfldche
bet «Slumenbüfchel, bie im norhergehenben 3ahte ab*
gefallen waren, entflanben ftnb; unb ich habe be*
rnerft, bafj eS ju biefem 3mpfen, flatt alles #0(5
wcgjunebmen, wie man pflegt, beffer ifl, ein feht
bünneS ©tücfchen baran ju laffen.
SOlan h«t Änofpen auf junge ©äume non ntet
«Monaten, bie aus ©aamen gejogen waren, unb an«
bete auf ein 3af)t alte ©äume gefegt, ©iefe ledern
ftnb feht gut fortgefommen; aber ba baS Smpfctt
gu ©nbe beS SuliuS 9ef<h«h«/ fo haben fte t\üt
SSlattcr getrieben, ober werben eS noch tbun, wie
alle anbern, welche um biefelbe 3eit geimpft wotben
ftnb. Snbeffen glaube ich boch, baf e« möglich wate,
grüchte non S3irnbäumen ju erhalten, wenn man
fte ein Saht in Säpfe pflangte; aber ba bie grürfjte-
nothwenbig non fd>lerf>ter ©efebaffenheit fepn wür*
ben, fowütbe bet ©erfuch mehr bl« Steigung befrie*
bigen als nützlich fepn. ©0 würbe e« ftd> aber nicht
mit ben Sutpfungen fraftnoller Sriebe alter ©äume
verhalten, welcher wie ich f*h« («ic^
(Sulfur.
63
£> b fl *
tiefte lernten feftr guter grueftte liefern würben. ©in
nur einigermaßen gefeftiefter ©drtnet fonnte wenig*
fienS btei ftunbert 2(ugen in einem Stage einfeften.
diejenigen, welcfte über biefe Arbeit e feftretfen bfirf»
fen, oetbienen nieftt ©drtner ju fteißen; unb bieje*
nigen, welcfte mit gejiemenber ©e'cfticflicftfeit nieftt
biegeit baju ftnbcn fonnten, »etbienen beffere 9ftei*
fter $u ftaben.
Scft ftabe an *pftrfcftenbdumen non fünf 9ttona*
ten, bie au? Äernen unter ©la$ gezogen waren, aftn*
tiefte Sßerfucfte gemaeftt, unb ieft ^weifte nieftt, baß
fie im naeftffen ©ommet ttiele grueftte tragen wer»
t>m. ©leicftwoftl glaube ieft nieftt, baß bie grueftte
bon eben fo guter SBefcftaffenfteit fepn fonnen, wie
bie grueftte ber auö ©aamen gejogenen spftrfcften*
bdume , bie fteft baburdft t>on ben SSirnbdumen un*
terfefteiben, baß ft'e feftr jung grueftte tragen; e$
burfte nieftt ber Stufte wertft fepn , ben Sßetfucft ju
tuieberftoftlen, felbff wenn et gelingen follte. Sn*
bejfen fonnte cs unter gewiffeit Umfldnben »ortfteil*
ftaft feptt , auf S3dume non mittelmäßigen ©orten
SSlutftenaugen t>on einigen beftaarten unb naeftm
$Pfttfcften totjfiglicftet 2Crt ju oerpflanjen. da
bie Operation naeft bec JReife bet etwa* frfiftjei*
tigen ©orten gefefteften fann, unb bie tfugen in
feuefttem 9ftoo$ weit »erfeftieft werben fonnen, fo
fann biefer SBetfucft juweilen uon 9?u|en fepn, unb
ieft jweiffe nieftt, baß er gelingt,
95lötftaugen tton einem ^ftrfeftenbaume, bie auf
£3dume, welefte im greien jfunben, geimpft würben,
f eftlugen feftr gut an, ob fte gleicft nieftt oon Statt*
äugen begleitet würben.
g) * *
3-
Pomarium Britanicum ; an historical
and botanical account of fruits Known
in Great Britain; with their medici-
nal and vinous qualities; and three
coloured plates relating to tbe parts
of fructification. By Henry Phillips ,
London Allmann. 8.
eine ©uinee.
dieß ifi bie erjfe populäre Homologie, welefte
©nglanb erftielt. da ber gupuö im ©artenbau unb
Obftbau bureft ba$ ganje 23titifcfte 9?eicft fo ftoeft
getrieben wirb, fo fonnte eS nieftt feftlen, baß biefe?
populär gefefttiebene unb eben fo nüftlicfte SBetf einett
ootjuglieften S3eifall ftnben würbe. ^>r. ^ftillip?
ftanbelt non bet ©efeftieftte, ber ßueftt, bet ©rgie*
bigfeit, bem stuften, ben ^eilfraften, bem ©efeftmaefe
unb ben fonfligen Sflerfwurbigfeiten aller ber ner*
feftiebenen SBaumfcucftte , welcfte in ©nglanb gebaut
werben, ©t ifl fcftwdrmerifcft für bie ©artenfunfl
eingenommen, ftalt iftt in bec ©inleitung eine große
Sobrebe, fangt bamit im fPacabiefe an, unb jeigf,
wie man fte unter ben $ebcdern, Werfern, ©tieeften,
Sfomern unb ben neuern Sßolfern getrieben ftabe.
©S ifl aueft bie erfle ©nglifcfte ©efeftieftte bet ©at»
tenfunjl, unb ba biefe feit einigen Softren in allen
gebilbeten ßdnbecn fo große gortfeftritte gemaeftt ftaf,
fo füllt baS SSucft eine »ielfacft bemerfte üücfe au?.
2Bie wiefttig ber ©artenbau für ein ßanb wet*
ben fann, jeigt folgenbe ©teile berSSortebe: „det
„fßecfaffer glaubt, baß unter anbetn SOBoftltftatett,
„welcfte 2onbon bem ©artenbau »erbanft, aueft bie#
64 © * f* * 6
„f«t iji, baf eS babucd) »on bet ^>eft befreit bteibt, ba
„nun bte #inroegtdumung alle* Unrates aus ben
Raufern unb (Strafen ber Ungeheuern «fjauptfhit ein
„einträgliches ©ewerbe geworben ift. SWan tdfr eS
„ftc^feht angelegen fepn, alle bergteichen Abgänge ju
„befommen, um bie -Dbjb* unb ©emüfe* ©arten in
„ben Umgebungen bet «£auptjiabt bamit $u bungen.
„Siefe ©arten betragen in einer ©egenb ton swolf
„©nglifdfjen teilen ringS um 2onbon über fecl)S tau*
„fenb^lcreS, welche befldnbig ju Sbjl unb ©emufen
„für ben 2onbner «Warft benufct werben. Steten*
„fon berechnet, baf blof auf berjenigen Seite ton
„Sonbon, welche in Sutrp liegt 3,500 tfcreS juÖbft
„unb ©emüfe für ben SSebarf ber ©inwohnet ton
„2onbon gebraucht werben; unb «Wibbleton fagt,
„baf ton jfenfington bis nach Switfenham baS 2anb
,(iu beiben Seiten ber £eetjbrafe, norbwdrts tan bet
„£&emfe, blof auS .Rüchen * unb ©bftgdrtcn bcftche,
„beten ©rjeugniffe nach ber ^auptjlabt gehen. «Wan
„fann nicht ohne IBergnügen bemetfen, wie ttcle
„«Wenfchen in biefen ©arten Arbeit befommen. ©S
„wirb berechnet, baf bergleithen Arbeiter in ben fechS
„«Bintermonaten ein SSerhdltnif ton fünf «Perfonen
„auf jeben Tiere auSmachen, unb in ben Sommer*
„monaten wenigftenS jweimal fotiel, hauptfdt&lith
u l t u t.
„grauen. Weinet man nun baju Srdget, £6fet,
„u. f. w. fo terbreifacht [ich bie 3aht» welche fcnach
„über 90,000 perfonen jteigt, bie in ben Sommer*
„monaten täglich sehn bis jwfilf ©nglifche «Weilen um
„2onbon fleh mit bem ©emüfe* unb ©bjlbau befchaf*
„ligen. "
©et SSetfaffet h<>t auS bem Hortus Kewensis
bargethan, baf feit ber ©ntbeefung ton Ämerif«
©nglanb 2,345 Timerif anifcf>c SSaume unb ^)flanjen,
unb übet 1700 tom ©ap bet guten Hoffnung ein*
geführt unb angebaut hot, woju noch tiele taufenbe
gerechnet werben müffen, bie aus ©hina, ©ftinbien,
Weuhotlanb unb terfdjiebenen Sheilen ton Tifrifa,
2lffen unb ©uropa gebracht würben, fo baf bie 2i(le
ber in ©nglanb gesogenen «Pflanjen mehr als 120,000
«ßarietdten entölt, ©ie 2iebfjabet ber SSotanif h«-'
ben fid? freilich mehr auf SSlumen gelegt, wdhrenb
bet ©bftbau tergleid)ungSweife ju feht ternachldf|igt
«orten ifl, obgleich baS ©b(i einen wahren 2ßerth
hat; benn feitbem man in ©nglanb mehr £>bji unb
©emüfe ift als anbere SRahtungSmittel, finb tiele
fchtecfliche üranfheiten, g. S3. ber tfuSfafc, gans
terfchwunben, ober hoch bei weitem nicht «uh« fo
fchdbltch als fonft.
©arten s Stt t | c e 11 e n.
65
® « t f 1 11 < ® t 1 t t n t #,
r.
fftacfyridjt übet* ein aufgetydngfeS ©remplat
oon einem ficus australis, weichet ad)t
SKonate Ijtnburd) in bem mannen ©e^
mdd)§f)aufe be§ botanifd)en ©QTten§ ju
©binburgfj offne ©cbe gemadjfen ijt.
SSon #ertn SBilliam Sflacnab, Sberauffeber
be® ©arten®.
{ SJh't einer 2lb&ilbung auf SEafel 12. )
Ser ficus ausralis ifb ein in 0lew ©outb
SBale® einbeimifebe® ©ewddj® unb ifl burefj ©ir
Sofepb® SSanf® im Safne 1789 in bie ©ngli,
feben ©arten gelangt. Sie ^flanje ifi in ©nglanb
auch gar nicht feiten; man f>at fte at® eine Sram
gerichau® , ^Pflanje 6ef>nnbett unb in einem guten
Orangerie , $aufe gebeifjt fTe auch gan§ gut, 06
wof)l fte bie Äälte weniger vertragt al® oiele an=
bere 9>flan$en jene® ßanbe®.
211$ teb Sberauffebet biefe® ©arten® würbe
(1810), fanb i d) ein ©pcmplar unter ben Scan*
geviebau® s fPflanjcn tot, wo e® aud; einige Seit
lang blieb. Wiein ba ba® ©ewdcb®bau® fcfjledjt ge,
baut ifl unb itb bie ^jTanjen bafelbft fel>r
pflegen formte, fo fanb icb, baf ber fiens australis
nicht fo gut trieb unb gebieb, al® id) e® fonfi ju
feben gewohnt war. S<b netmutbete, baf? er mehr
SBdrme gebrauchte unb inr grübjahre 18U brachte
ich ihn in ba® JSBarmbau®, wo er halb fo fraf,
tig ju roadjfen anfteng, al® icb e® nur jemal® gefe*
ben batte.
fJtachbem er eine Seitlang in bem SBatmbaufe
gewefen war, fanb ich, baf, etwa ein Sufi oberhalb
ber ©rbe be® SEopfe®,* worin er flunb, eine 2B urje
au« bem ©tamme bernortrieb. 3d) will hier berner,
fen, baf biefe üleigung SB'utjeln ansufefsen, fein
ungewöhnlicher Umflanb bei mehreren tropifdjen gei*
genarten ifl; ber 83am;anen = 33aum (ficus indica)
ifl in biefer «£inftd)t febr merfwurbig, in feinem
fSaterlanbe unb felbft in unfern 2Barmb<Sufern jei*
gen einige ©pemplare biefelbe Neigung. ©obalb
bie SBursel acht Soll lang ftcb abwärt® geflrccft
baffe, brachte ich einen SEopf mit ©rbe (SEaf. 12.
gig. A.) barunter, fte fafte halb ^fafc in ber ©tbe,
unb füllte ben 5Eopf mitgafern, bie benen, an ber
urfprunglidjen SDSurjel bet fPflanje beftnblicben, ganj
dbnlicb waren. Sn biefem Suftanbe lief ich bie
Singe fafl ein 3af)r/ wo bie neue SBurjel bie Sicfe
ton fafl einem halben Soll, im Surcbmeffer, erlangt
hatte. Sm grübjahre 1814 fdjnitt ich bie ber Suff
auögefefjte SBurjel bic bt am ©lamme, wo fte bet*
66
©arten * ©Ufcellen.
norgefommen war, ab, norjuglich in bec 2C6fid>t um
gu fef)en, ob fie S3ldttec unb Bweigc treiben unb
fo in eine neue «Pflanje nerwanbelt werben würbe,
©iefe SBerwanblung bec SBurjel in einen ©tamm
fann an mehreren ^flanjen bewirft werben; bei bie*
fern gicuS aber fcf}tug fie fef>t; beim obgleich baS
@an$e eine beträchtliche Seitlang notlig feifd) blieb,
fo würben bod) feine Änofpen ober Slatter h^or*
getrieben.
£)ie Sflutterpflanje trieb halb mehrere ©ur^etn
au« bem ©tamme, welcher fafl einen guß hoc& »fl,
ehe irgenb ein Sweig abgeht. 2fn einem ber tfefle,
etwa jwei guß oberhalb bejfen fßetbinbung mit bem
©tamme, würbe auch eine SBurjel heroorgetrieben.
©obalb biefe etwa einen guß lang geworben war,
fefcte ich einen Sepf barunter, gerabe wie ich es
früher gethan. ©obalb ich fanb, baß bet SEopf mit
QBurjeln gefüllt war, befd)loß'ich ju netfueben, ob
tiefer SEopf (c), wenn er hinlänglich mit SBaffet
netfehen werbe, wohl bie ganje ^flanje ernähren
fonne.
3m tfugufl 1816 h 6rte ich auf, ben großen
2!opf a. mit 2Baffer ju nerfehen, bagegen bet an*
bete c. reichlich 5Baffer erhielt. 3n biefem 3uflanbe
«hielt ich ih« ad)t 9J?onate lang, bis bie @tbe in
bem großen SEopfe fo nollfommen troefen war, baß
ich uberjeugt war, bie fPflanje fonne barauS feine
Nahrung mehr erhalten, ©er ©tcauth blieb babei
fo gefunb unb fraftig, als wenn er an ber erflen
SBurjel noUflänbig mit fffiaffec nerfehen wate.
3m gruhiahte i8t7nahm ich benSEopf a. ganj
»eg unb fefete bie batin gewefenen SBurjeln ber nol=
len ©onnenwdtme aus, inbem ich allmählich bie
troefne ©rbe jwifchen ihnen abfchuttelte; bieS hatte
feinen üblen ßinfluß auf bie ^)flanje , welche ganj
nollfommen gefunb blieb; eS bewirfte jetoef? , baß
nun mehr SBurjeln non allen ©teilen beS ©trauchS
hernotbrachen, niel mehr als bieS bisher ber Soll ge?
wefen war.
©egen <5nbe beS ©ommerS 1817 brachte ich
eineSBurjel, welche aus einem Sweige, etwa brei
guß non beffen SSerbinbung mit bem ©tamme h«e=
norgebrodjen war, in ben SEopf d, non ber entgegen*
gefegten ©eite ber^flanje, auf welcher fie bie leiste
3eit hiaburch ernährt worben war. ©obalb ich bie*
fen SEopf hinldnglich mit SBurjelfafern gefüllt fanb,
netfah ich »h« reichlich mit Söaffec unb hielt bage*
gen ben SEopf c. troefen, wie ich eS früher mit bec
ffßurjel a. gemacht hatte. 3d) fanb, baß biefPflani*
immer gleich fraftig blieb. 3m gruhiahte 1818
nahm ich ben 5Eopf c, welcher eine Seittang troefen
gehalten war, ganj weg, unb machte bie 5Bur$eln
allmählich bloß, wie ich-eS mit ben SBurjeln aus a.
gethan hatte. 3d> rrtuß bemetfen, baß bie ^flans*
in beiben gdllen notjügltch in ber entgetjengefefcten
©eite non ber, wo fie ernährt würbe, ©d;6ßlinge
unb S5ldttec ju treiben fchien; hoch war bec Unter*
fchieb gerabe nicht fef)t auffatlenb.
©er Sopfd, welcher nun allein bie ^flanje er*
hielt, war niec guß non bem unteren ©nbe beS
©tammeS unb ziemlich nahe am Grnbe beS 3tveigeS,
wahrenb bie urfprünglichen 5Burjeln unb ber jweite
2lnfa(s non 2Burje(n ganj frei in bec ßuft hieng.
©0 blieb bie ^flanje fafl ein 3ahr lang in biefem
Suftanbe unb oollig gefunb. 3m SRai 1819 nahm
ich einen fehr flehten 2opf, etwa non jwei Soll
«
©ftvten s SWifceflctt,
Surdjimeffer (e.), unb füll fe if>n mit gebe, wie bie
früheren, unb fe(jte tf>n auf bie Sbcrflache beg So*
pfeg d, welcher nun bie ^Pflanje erhielt» Sn biefett
kleinen Sopf bradjte td> eine SOBurjel, welche aug
*bemfelben Bw*i.ge, etwag unterhalb ber in bem große*
ten Sopf befünblichm, entfprang. ©o wie ber f leine
Sopf e mit SBurjeln gefüllt war, werfaf) id> if)n
reichlich mit SEBa'ffer, unb gab bem großen STopfe d
fein embereg, als tag, wag aug bem f leinen Sopfe
augtropfeln möchte. 9?adhbem 2llleg in biefem 3u*
tfanbe wahrenb jweier Monate geblieben war, fchnitt
ich Öen Bweig gwifd^en biefen beiben Söpfen burch;
ich nerfah bloß ben {'leinen Sopf mit SBaffer, fprengte
aber bamalg non Bett ju Beit etwag 3Baffer über bie
ganie' ^’ftanje. ©ie hatte baffelbe gute 3fugfehen
wie oorber. Snt Suliug beg notigen Saf>reg (1819)
unterfuchte ich ben fletnen Sopfe, unb fetnb ihn 00U
lig gefüllt mit SBurjeln, jwifchen benen nur feh'x
wenig ©rbe in bem Sopf geblieben war. Um biefe
Beit fchien eg mir, alg wenn bie $>flanje eine große
£cben»5df)tqfett hatte, unb ich befebloß, ju oeefudjen,
ob fte wohl ohne alle ©rbe leben fönne. Sd>
entfernte baher auch ben {[einem Sopf e, unb nahm
allmählich auch bie wenige ©rbc weg , welche jwifchm
ben Söurjeln war, unb jweimat beg Sageg begoß ich
bamalg bie95latter reichlich mit Gaffer; bieg gefchah
gegen ©nbe beg Suliug, alg bag SBetter fehc heiß
war, wag aber feine üble SQSirfung auf ben gieug
hmte. Sch muß bemetfen , baß bie ^flanje nicht
wrhl warmer hatte gehalten werben fönnen, ba fte
fleh ganj oben unter betn ©lagbache befanb, wo bag
Sreibhaug immer am wdrmffen iff, unb ben ©on*
«enjitahten twllfommen auggefefcf war.
©erBweig, weldjer abgefchnitten worben war,
Würbe in einem Sopfe mit Gfrbe, bicht neben bec
Sort(4 b, 21. S. ©art. 2J?ag, V.SBbg, 2,©tr 1820,
«7
SflutterpfTanje, in bem SreMaufe auf bfe gewöhnliche
2öeife im 2Bachgtf)um erhalten. SBeibe fdjienen in
gleichet ©tarfe unb SSachgfhum ju fepn. SBag 6e*
merfenswerth fepn möd;te, iff, baß, obgleich biefe
geige eben nidjt fe&r teid;lid> gruchte trögt, wenn
fte auf bie gewöhnliche 2lrt gepflegt wirb, bieg
©pemplar, wollig in berguft hdngenb unb ohne alle
erbe, in ben Monaten September, Sftober unb et*
nem Sh««* ^ Sfooemberg ganj mit grumten beleben
war. 2fn bem Urfprunge jebeg SSlatteg faßen faff
allemal jwei geigen, unb biefe waren wolifomroen
fo groß, alg ich ft* nur in ben Sreibbaufern beg
©arteng ju Äe w gefehen habe. Sie meiffen gruchte
fielen ©nbe Sfooembet unb Anfang Secembet ab, unb
einige 23(öttec fielen ju berfelben Beit auch ab. Sch
fchreibe bieg jum Shcil ber ffarfen geuerung ju,
welch? id) um biefe Beit in bem fjaufe unterhalten
mußte, unb bem Umffanbe, baß bie ^flanje an bec
heiffeffen ©teile in bem Sreibf>«ufe, gcrabe über bec
SBarmtöhce, fleh befanb. Sie gewöhnliche SBörrae,
bi? in bem «£>aufe erhalten wirb, iff 55 big 6o° gal;*
renheit; ba aber, wo ber geigenffraud) aufgehöngt
war, muß fte oft $wifd>m 70 unb 8o° gahrenheit
gewefen fepn. 3d) hatte ihn nömlich beghalb an
biefer ©teile, bamit ich ihn jeberjeit reichlich mit
SBafTer begießen fonnte, ohne anbere ^fTanjcn unter
ihm ju befchabigen. Sd> habe jur fölinterjeit ge*
wohnlich täglich jweimat gegoffen. Sag 2£bfaHen
ber gruchte unb einiger SSldtter fanb nur bet ber
erffett flnwenbung oon ffdrfetec geuerung in bem
Sreibhaufc ©tatt; 10 Sage fpdter fdjien bie ^flanje
ftch an bag .©inheihen gewöhnt ju haben, weicheg
feine üble golgen mehr batte, obgleich fpdter viel
ffarfer geheilt würbe, alg ju ber B**t , wo bie gruchte
unb Sldtter abftelen. Sie ucfprünglidje ^'flanie
Ä
©arten * Stt i f c e l 1 e r.
63
pept jefet faft «Ben fo gut au«, al« bie afegcfc^nittene,
wclrt>e in ihrem £opfe baneBen wad;p. ©ie fingt
cm ju warfen unb P4> «u«jubrei(en , obgleich pe
nun fap ad;t SDtonate lang ohne alle £rbe aufgefjangt
ip, unb wic.unterbeffen fet>c heifk unb febc falte
SBitterung gehabt «haben. ‘iBahrenb bet B«it finb
überall, au« ©tamm unb Bwcigen, teic^lid) SBurjeln
JBetöorgefommfn. ©er ©trauep ip je&t 71 guf, ton
bem Snbe ber SBurjcl bi« jttr ©pifce ber 3weige, Bad},
unb ber ©lamm l)at an feiner biefpen ©teile 5J Soll
eDurchmeffcr,
£Hc jwei Beidjjmtngftt , Stafet 12 A unb B,
welche id) #crrn St. Ä. ©reoille, @fq., tierbanfe,
geben fef>r getreue ©arpelTungen ber Wanje in ih*
xen »ecfd)iebenen Bupanben; nämlich 5iöuc A bie
^Panje waf)rcnb ben tierfijicbenen Operationen, gi»
gut B biefelbe, fo wie pe je&t ohne alle ©rbe pept.
S5otanifdjct ©arten ju Crbinbutg, ben
lg. gebruar 1820.
SB. Sflacttab.
2.
2(ffgenmne Sbccn über bie Sfyfovie ber Ve¬
getation, mit TCnwenbung auf bie ßultar
bet S^elonen,
Q-S ip nicht ju laugntn, bap ber mit tf>core*
tippen tfenntniffen reichlich nuGgePattete ©artner fein
©efcfyaft nicht uur mit we:t glücHichcrem Erfolge be»
treibt, fonbern auch bubet weit mehr SSergnügcn ge;
jitfft, al« ber, reeller feine Aunß nur hanbwerf^ma*
■pig erlernt hat. SBernt biefer Sah« Braucht, «Be et
mit ber Statur unb 23ehanb(ung«art einer neuen, au«
einem ftembcft.£)immel$prid;c herpammenben, $)panje
befannt wirb, fo hat jener in wenigen SDfonpten f<hou
ihre ganje 2eben«art erfocfd>t, unb befepaftiget pep
mit if>rer SSermehcuHg; unb ebenfo werben pd) bie
^Panjen biefeö immer met>r bucch ©efunbheit, .Staff,
üppigen Söuch« unb 2eben«fülle tor ben sppan$ct*
bc« tfnbern au^jeief^nen ; auch wirb er brof>cnfce Um
falle leidWet abweuben, ober pc wenigjien« weit un»
fchablicher machen, unb weniger baoon leiben, al«
jener. Bnmt trifft man juweilen auch unter if;nert
Scanner an, weldje einen fepatfen 83eobachttmg«geip
(©agacitat) bepfcen, unb pep butep ©tfapeung ein
-fo praftifche« ©efülp erworben Baben, bap ffe in für*
jer Beit bie Steigungen einer ihnen normet unbefann*
ten sppanje auffaffen, unb ipt barnach bie paffenbp«
unb gebeiplicppe pflege unb SBattung gu geben wifs
fen. Snbeffen pnb tiefe« bed) immer nur 2fu«nah*
men non ber Siegel; unb benncch pnben pe halb
l)ie halb ba ©djwieiigfeiten, tie pe fxcf> niept ju er*
fläven wiffen uub tarum audb nid)t ju B«ben wer*
mögen. Sd) Babe einen SJtann ton biefer CElaffe
gefannt, beffen SBarm * unb JtaltBauSpPanjcn im*
mer ton ©efunbBeit Probten, ber bie fcBcnpcn 2tna*
na« auf bie Safcl, unb bie ftuBepen ©cmüfe in bie
Äüdje lieferte, unb bodB nidjt im ©tanbe war, eine
faftige SJtelonc ju erjieBen; einem 2lnbern, ber alle
feine SopfpPanjen fef>r gut ju warten wupte, et*
franfte ba« ^eliotropium in jebem SBinter. Äein
©tubium ipbaBer bem ÄunppPanjer, wie bem ©ar»
tenfreunbe überhaupt, unentbehrlicher, al« ba« ©tu*
bium ber ^.'Panjfn^hppologie. Bwar ip biefe SQ3if»
fenfehaft nod) lange nidjt ju ber 93^Ufommenheit
gebrad;t worben, bap, in clbfid’t ter ^)rincipien, gar
I
©arte ns SR i f c e l t e n
feine Zweifel trnb SBiberfprudje mehr Statt ftnbcn
folllen; otlein fie ifi bod? in ben neueren Beiten fo
forgfaltig bearbeitet rrorben, baß bie aufgejlellten
£f)eotien mj( porfommenben Grfdjeinungett mogs
fiebft ubereinffimmen. Snfönberbeit fjat bec Grafts
bent ber ©artenbaugefetlfchaft ja Sonbon, #ett
n i g h t, ftch große Vcrbienfie um fie erworben,
unb burd) eine 9Renge l>ochjl intereffanter Veobad)s
timgen unb fchurffinnrgoc SfaifonnemcntS , bie et
tf)ei(S in ben philofophifdKU SranSactionen, theilS
in befonöern Vorlefungcn bec ©artenbaugefellfchaft
rnitgetbeilt hat, ungemein Piel Siebt übet bie ÜRatur
»nb Sefonoraie bec «Pflanjen Perbreitet, wie 25 a u
t» i n uttb anbere ph.pftologifche Sdjriftfieller banfbar
rühmen. AIS «Probe theilen reit fjtcc einige Sbeen
feiner SlfKorie bec Vegetation, mit Anwenbung auf
bie Guttut bec «Slelonen, mit
«Senn man ein Saamenfom feinet puffen Se*
raubt, fo befreht eS aus einem ober §roei Saarnen*
kippen ( Gvtrlcbonen ) , bem ileim ober ber Änofpe
beS Schaftes ober StängelS ber fünftigen^flanje, bett
man gemeiniglich, aber mit Unrecht, bas 2Burjel=
djen $u nennen pflegt. Sn biefen Srganen, infons
bert)eit in ben Gofplebonen ftnbet man ben ganzen
eortcentrirfen Saft ber SRutterpflartje niebergetegt,
ber jut Gtnährung ibter «Rad;fommenfd>aft bis ju
bem Augenblicfe erforberltd) if!, wo fie fid) an ben
SSoben heftet, unb im Stanbe iß, anbetn Stoff ein*
jufaugen unb ju afjtmiliren.
©er Äeim unterfdjeibet ftdf> pon ber Änofpe
bet SRutterpflanje barin, baß er ein unabhängiges
Sehen genießt, unb baS Vermögen bcfi'bt, im Ver¬
lauf feinet Vegetation Gigenfchaften anjunehmett,
bie pon ben Gigenfd;aften bec $>flanjc:, p«n welch«*
69
et abßammt, netfehieben ftnb. ©et organifationS1
fähige Stoff, ben bie SRutter in tiefem Salle juc
Nahrung ibreS JtinbeS abgetreten bat, beftntet ficf>
ohne Bweifel bei ben Gotplebonen in eben bem Bus
flanbe, in bem er ftch in bem Splinte bet SSaume
beftnbet; wie biefer, erfahrt er wafwfcheittlid) große
Veränberungen, ehe et ju bem eigentlichen Slufbtmt
wirb, welches in bet ^flanje eirculiret. S3et Gtnts
gen wirb et wäf)tenb bem keimen fuß, bei Anbcm
fauec ober bitter. Anfänglich (leigt baS SebenSfluU
bum bet Gofplebonen in ben Schaft bcS ÄeimS obec
ber Änofpe butch ©efäße, tpeldje ben ©efäßen bec
SRinbe beS fünftigenVaumeS entfptechen, unb welche
wicfliche unb pollfommene fRinbengefäße ftnb. Au$
bet Spifce beS Schaftes fommen bie etjlen SBurjetir
herpot, welche um biefe Beit nuc SRinbe unb 9Rat£
enthalten, ohne Splint unb holjigen Stoff; unb wenn
et butd) fein «£>inbetniß aufgebalten wirb, fo fteigt
er in gernber Sinie gegen ben SRittelpunft bet Gebe
hinab, welche Sage baS Saamenfotn auch erhalten
haben mag, wenn man es nur ruhig oegetiren läßt,
9?icht lange nad) AuSftoßung bet etfien SOBuc*
jel petldngctt ftch bet Schaft feinecfeitS, unb inbem ec
eine mehreren Warenarten gerabe entgcgfngefefcte
«Richtung nimmt, erhebt et bie Saamentappen übec
bie Gebe, unb biefe werben nun bie Saamenbldttec
bet jungen Wan5e* SBährcnb biefec fPeriobe gie^C
folche faß alle ihre Dichtung aus ben Saamenla«;
pen ober Saamenblättertt, unb fie flieht ab, wenn
man fte ihr nimmt, ©ie Schwerfraft, welche auf
bie unterfdjiebtich organiftrten Äotpet wirft, unb folg*
lieh bie Art ihrer Vegetation perdttbert, fcheint bic
Urfache ju fepn, weld)e bewirft, baß bie StBurjet
unterwdtt^, «nb btt Äeim aufwärts fieigt,
Ä- 2
7o
©arten
hierauf fatigt bie Stinte bet «totjel an ihre
Function ju «füllen, ben Splint ober ben ftoliigcit'
gtoff abjufehen, unb fobalb biefee gebitbet .i|t , fangt
bec ©oft, welcher bis nur burd) bie hinten*
gefdpe «bwarts gcftiegen war, an, burd) ben ©ptint.
mtfwart« ju {leigen. «Run nerlVngert fldj tfjr Ätim,
itre {Blatter entwichen ftch unb werben gtoper, unb
<inc Steife ton ©efdpen, welche in ber «Butjel nid)t
tjoit)anben war, wirb in Thdtigfeit gefegt. 25iefe
©efdpe, bie idj ©entralgcfdpe genannt i)abe, umge=
ben baS «Start, unb bilben jwifchen ihm unb bet
9tir.be einen ÄreiS, auf -welchem bet ©pUnt non
ber Stinte, in gotmnon OBinfeln, ober wie bie ©teine
eines ©cwolbes abgefefet wirb. Set ©aft freist in
tiefen ©efdpen, welche ftd) in bie SSlattjiiele ner*
breiten, empor unb wirb in bie ©efdpe unb ben Sa*
feifoff bet «Blatter vertheilt. Sn biefem £>rgan ner*
waub'elt fid) ba6 gluibum, welches g<m$ frifd) au$
bem {Bobe-tt ctngefogen worben, in wirflichen ©aft
ober in baS «Blut ber ^ftanje. 58df)«nb beä $ü‘-
menS fteigt ber ©aft aus ben ©otplebonen ober ©aa*
menbldttern abwärts, jefet gefehlt foldjeS au$ ben
eigentlichen «Bldttetn, unb intern er abwdrtS fteigt,
tragt et jur SScrftdrfung beS ©djafteS unb jur 33«s
langciung ber «Butein bei. Ser Splint wirb auch
in bem Äorpct bet ^anje unterhalb bet «Blatter
obgefe^t, wie er Votier unterhalb ber ©aamenblatter
abgefebt würbe. (5$ entfielen barauS anbere ©en*
tralgefdpe, welche anbere «Blatter unb anbere ßnoS*
jjen erjeugen unb ernähren*
©in beträchtlich« Thcit be§ auffteigenben Slui*
bum§ roup frifd) aus bet ©rbe eingefoger. werben
fepn; aber er nermifcht fid) mit bem eigentlichen
©afte bec «PfTgnjt in bem ©plinte, wo eS fdjeinet,
s SRift eiten.
b.ap eine Tlbfonbentng biefeS ©afteS gefdjiehet bei
feinem £hvabfieigen burd) bi: 3iii.be äwfdjen ©an»
gen hinbutch, welche mit ben anaftomofirten ©efdpen
im thierifchen Äorper 2lehnlid)hett haben. Anfang*
lieh liefern bie ©otplebonen ober ©aamenblatter ben
organifatienSfdhigen ©teff, welcher jut ©rjeugung
bet erflen eigentlichen S5ldtter unumgänglich r.othig
tfl, unb tiefe bereiten nach ihrer ©ntwicfelurg baS
gluibum, welche« jur ©tieugung ber nad)fotgenben
«Blatter nothig iß, beten ©efunbheit unb noüige Gnt«
withelung non ben notherigen «Bldttern eben fo feh*
abhdngen, als biefe bei ihrem ©ntjiehen non ben ©o»
tpleboneit abhingen.
S3ei jebet ^arjenforte ober «Barietdt fdjeint
bie ©iger.fchaft, we(d)e bie {Blatter jur «Bilbung bc$
egafte« beftfjen, im jufammengefe&tcn SSerhdttnip ih*
rer «Brette, Siche unb bet bem Sichte auSgcfehten
Sberflddje mit einer fachlichen Temperatur ju flehen.
0o wie ba« «Bachethum ber «Pflanje sunimmt, fo
nimmt auch bie Mt »tnb bie ®«ite bec nifen S5llUs
ter iufehenbS ju, nach fßer&dltntp ber jungen, bie ge,
bilbet werben foüen; folglid) bilbet ftch mehr ©aft als
banon nerbraucht wirb. Ser Ueberfchup häuft ftch
wdhrcnb einer langen Sieihe non «Bochen, «Monaten
unb fahren nach bet ttaturlidjen S3efchaffenheit unb
Sauer ber «j)flan$e an, unb «nbert fid) n ad) ber «Ka*
tut bee SSobenS unb beS dUimaS. Ser folchecgefhalt
gebilbete ©aft fefet fid) wdhrenb beS «BinterS in ber
2utpenjwiebet, in bet Äartcffelhnelle, in ben gafer*
w.uci^n ber ©tdfer unb bem ©plint ber SScume ab,
non wo er [ich wohterb beS gi(;I. lirgS unb ©ommetS
in bie SMattet unb bie Si inte nettheilt.
gcbalb bie S>flanje ju bem Wter ber «Sfann*
jarheit gelangt ift, fo wirb ein Theit beS ©afteS $uc
(satten: SR t f c e
©cjeugüng bet £tfit$tn unb griuht angewenbcf.
Siej'e Srgane entfp.ringen unb «dhcen fid> aug -Gen=
tralgefdjjen, bie, bem tfnfchein nach, bene« tn beit
SahreStrieben «nb «Blattflielen «^nlicf> ftnb , «nb
Wftbrföetnlicb ein afmlicheg gluibum in Q'irculation
febem Sieg wirb bafcurch glaublich, bap eine auf
einen iSlattfliel geimpfte 5ßeintra«be wud;g «nb reif
tvurbe, «nb bap ein auf biefelbe 2lct eingeimpfteg
3fuge eineg SBcinffecfS mehrere gup lang mürbe.
~ie grud)t fc^eint ganj non bem jubereiteten
€af£ bec ^flanje erzeugt 5« werben, beten ^aupt»
gefdbdft wahrscheinlich barin befiehl, bie glüfftgfei*
ten, bie fte empfang!, 3«r Nahrung be$ Saameng,
ben fte wit^xSlf, anjuwenben.
Seht will ich einige SSemerfungen «ber bie
(iultur mi-theilen, bie ben SDIelonen am angemcf*
feViflen i]I.
Unfet aßen gnuhtforten, bie man jefjt in un*
fern ©arten sieht, giebi eg feine, bie fo feiten wie
bie Melonen j« bem ©rabe ber Mfommenbeit ge*
langen, ben fte in «nferm Sanbc erreichen fönncn.
<£ie fütb überhaupt fo arm an garbe unb ©efcbmad,
bag man fef>c wenig für ben 3f«fwanb «nb bie SXüfx*
bei ihrer Gultttc entfdjdbigt wirb. «Kein ©drtner,
ter gleichwohl ein gefehlter «nb einft cf>täuoUc.r «Kann
war, baute fte mit fo wenig ©rfolg , bap ich ihm
rieth, gan| barauf 2krjicht-*u ibun. Snbeffen, wie
ich barüber na<hbad;te, «nb feine Gulturntcthobe mit
ber anberer ©drtner verglich, fo glaubte ich in bem
f flechten Suftanbe ber «Bldtter ben Mangel beg @e*
febmaefs in ber grucht 5« finben. Sch wollte alfo
bte Erfahrung baruber befragen, «nb biefe «bezeugte
mich, bap meine Meinung gegrünbet war.
Sie SBldtter ber «Ketone, fo wie bie Sldtter
jeber anbern ^OfTan^e , nehmen von Katut eine folcbe
Stellung an, bap fte sum gropteu Kufsen für bie
Wanje ihre cbere glddje bem Sichte jufehren. 2Bet*
ben fte in tiefer Sage geflort, fo fireben fte, fo lange
fte jung «nb fraftvoll f nb, folche wieber einjuneh*
men. Allein bie langen Kaufen btc fOTelone, be*
fonberg unter ©lagfenftern, ftnbbunne unb fchwach;
bie Sldtter ftnb breit «nb fchwer, unb bie Stiele ber*
felben ftnb febt lang. SBemt mm biefe «Blatter- «ug
ihrer natürlichen Sage gebracht werben, eg fep nun
burch bie Schwere beg SBafferg , weicheg aug bec
©iepfanne auf fte fallt, ober eg fcp burch bie £anb
beg ©drtnerg , wenn er fte befdjneibet ober bel;acFf,
fo nehmen fte folche nie wieber ein: ein großer 3lf>ctt
biefer SSlatter alfo, welche vor ber «Blufhe, ober ju
gleichet Seit mit biefet gebtlbet würben, «nb bie bie
fflatur befiimmt hatte, ben Saft, ber bie grucht
nähren feilte, jujubereiten, werben fchwad) «nb
franb , folglich unnufc , e£e bie grud;t ju ihrer
Steife fommt.
Um tiefem Kachfheil suvorsufemmen, fe|te ich
meine «pflan^n viel -weiter aug einanber, alg mein
©drtner fonft 5u t|un pflegte, inbem ich unter je*
beg ©lagfenfler von 6 gup Sange «nb 4 gup «Breite
nur eine cinjige trachte. Sie SBeete waren mit ei*
ner ziemlich tiefen ©rblage bebeeft, «m ber ^’flanje
eine fraftvolle «Begetation ^«fiebern. 2luf bie Sbev*
flad^e bcrfelben liep id; .Siegeln legen, tdngg welcher
bie Kaufen fid; «ad; '■edlen Beichtlingen augtreiten
itnb bem Sid;te bie mcglid;fl grepte £terffdd;e bar*
fallen fot inten. Sd) hatte mir im «Bctaug eine
SJlenge fleiner h'frierner ©abefn mad;en taffen ; bitfe
wutben in- gewijfen ßntfenuingen von einanber jwi*
7 2 © a r t e n =
fd^en bi« 3fegfla geffccft, unb bienten $ur Unterftufc*
ttng ber [Ranfen bergefiatt, baj? bi« [Richtung bec
35lätter nicht oeränbert werben konnte. Sie S3(ät=
ter würben auch gerabe gerichtet, unb affe in gleicher
Entfernung rem ©lafe untecfiu&t, fo bajj, wenn fie
einigermafien in ihrer Stellung geftort würben, fie
folch« (eicht wiebec einnehmen fonnten.
Snbcffen fanb tdf> hoch noch, bafj bie Schwere
be$ SSafferS, welches auf bie SSlätter fiel, wenn
man fie begofj, ihnen viel «Schaben that; id) traf
fllfo SSorfehtungen, um baS 5Baf[er gelinbe auf bie
Siegeln unb jwifchen bie SSlätter rinnen ju taffen,
®h«e bafj bie le|tern baoon berührt würben, unb
ich hatte baS SSergnügen, $u fehen, bafj fie äße ge«
tabe unb feaftooß blieben. Sie gruht würbe auch
etufjerotbentlid) fchnelt grofj, reifte ui el eher, all ge*
Wohnlich, unb erlangte einen ©rab ron SSollfonuuen*
heit, ben ich »othet nie gefehen hatte,
Sobalb jebe ^flanje eine genugfame SRenge
gruchte angefefct hat, b. $. 20 bis 30 9>funb, fo
empfehle ich, baS tfnfefcen neue« SSlätter ju oerhin»
bent, baburch, bafj maw bie Seitentriebe abfehneibet,
fo wie fie herrotfommen, jebeSSRal wenn biefe neuen
SSlätter bem Sichte nid)t auSgefefct werben fonnen.
Äein SSlatt , bas feine rollige Entwicfelung erlangt
hat, barf rot ber [Reife ber geucht abgefchnitten
werben, eS wäre benn, bafj fie ju gebrangt fidn«
ben; tenn jebe« SSlatt, baß feine [Reife erlangt hat,
tragt jur Ernährung bec grucht bei, ob «$ gleich
tf cetten«.
fehr weit baron fleht unb felbfl auf einem anbern
Sweige, als ber, an bem bie grucht fnn9t- Saher
fommt eö, bafj, wenn eine ^flatije an einigen ihrer
SRanfen ju riel gcuchte hat, bie ein wenig oorauS*
gefommen finb, als bajj fie foldje ernähren fonnte,
bie SSluthen, bie h^uach an ben entgegengefefcten
[Raufen entfielen, immer abfallcn.
Sie SSarictät bet SRelone, bie ich auSfcbliefilich
baue, ijl in Englanb, wohin fie ron Sa Ion ich
burdj 9R. 3- TfwfinS gebracht worben ifi, wenig
befannt, 5Benn bie grucht ganj euSgewachfen iff,
fo hat fie eine faft fphärifche gornt, ohne alle Ein*
brttefe auf bet Sberflädje. Sh« äufjere gatbe
nähert fich ber ©olbfarbe, unb ihr glcifch ift fehr
weif. Sie bebatf eines großem ©rabeS bec [Reife,
alS jebe anbere Sorte. Sie wirb immer rollfomm*
net an ©cfchmacE a»nb Schönheit, bis fie weichlich
wirb unb äußerlich ju fchimmeln anfängt. Sh*
gleifd) hat alSbann bie Eonfffienj ber SOBaffetmelo*
nen, unb ifi fo füfj, bajj man leicht glauben fonnte,
eS wäre mit 3u<fcr gewurjt worben. Sie Schwere
einet guten SRclone biefee SSarietat beträgt beinahe
fteben ^funb,
.JX/.ll . ns.
73
fcep
® fltfcns 3Ri .f c e U < *
3-
SSlütfjen = SScrjet^tttp
voffyn^o glichen $f tanjcnfammt ung ju S3d$ebet?« 6ei SBeimar,
im Stooembec 1820 *).
Vatectanb.
Ageratum corymbosum , bolbentraubigeS* 3fgeratum. » <• . i . * ♦ ?
Anthemis artemisiaefolia fl. albo, beifufjblattrige Gfumitte mit tteig« Vlume. , . . C&itt«.
— — — — fistuloso, beifujjbl. Cfjamiffe mit recifer, rostiger 23(ume, —
_ — — . — aureo, beifuf bt. Cfjamille mit gotbgelber Vlttme. —
— — — — luteo, bcifupbl. CfiamiKe mit fyellgelbet Vlume. —
— — — — purpureo simpl. , bcifufjbl. Cfiam. m. purpurrotfyerStume, —
— ■ — — — variegato, beifufibl. GfyamiUe mit fcfyäcfiger SSlume. —
, . ©itbeucopa, £)rienf.
2
Arbutns Unedo frutescens, firaucfyige erbbeerartige ©anbbeere, ,
Camellia uxillaris, trinfelblütbige Camellie. . , * ,
Clifortia ilicifolia, butf«nb(ättrtge dliffoctie. . , . ,
Croton polygamum, t?ermifcf)t btüf)enbe$ Croton. . »
Echium humile, niebtiger 9iatternfopf.
Erica abietina alba, toeijjblubenbe tannenartige ^)eibe.
— regerminans, fptoffenbe $eibe. . , . » ,
— ■ 6peciosa , prächtige . .
Hedysarum gyrans, beroeglidjec $af>nenfopf. ....
Justicia hyssopifolia, ifopbldttrige Sufticie. .....
Liatris elegans, fcbone ^>racbtfd>artc.
Lonicera japonica, japanifcbe Sonic? ce. . ; ' .
Pomaderris apetala, ftcnenlofe «£>autfappe, .
Pyrus japonica fl. albo simpl., japanifcfK 23itn mit meidet eiuf. Slütfje
Phylica acerosa, nabeltragenbe iPfyplica. .....
— capitata, fopfformige ^Ijplica; , ,
Vorgebirge b. guten Hoffnung.
. . ?
. • . ?
Vorgebirge b. guten Hoffnung.
Vengaten, am ©angef.
Canarieninfetn.
Carolina, ©eorgien,
3ap«n.
9?eu * $ol(anb,
3«pan.
Vorgebirge b. guten Hoffnung,
*) ®ief SSlöttjeh; SSetgci^niß würbe bisher immer in ben SBeitagen ju bcm bicftgen Oppofttfone ? 9?tatte ron 3e{t
ju 3eit geliefert. 2>a biefe 3?ltung aber feit bem 25. SRooembet b. 3- auf bbtfjfien Sefe^l unterbrflcft toorben
i(t, fo «erbe id> bie gortfe&ung biefer für «Pflanjenfenner intenfianten 5i(len, oon 3ert 4« 3eit in bem 2tUg.
S. ©arten ; 2J?agajine liefern, g, 3, 58.
, ® a tten s Sttifc ei fett,
7 *
Phylica ericoides hetbeartige ^>f)pltca . ♦ ">
Pelargonium earnosum , fTeifchiget Ätanichfchnabel. . . .
_ _ crispum laevigatum varieg., f taufec $ranicf)fcf)natsel
mit fehlsten fdraefigen flattern. • -
__ _ hepaticaefolium, leberfrgutbldttriger ßranichfchnabel.
__ _ nobile, eblet Äranid)td?nab«l.
Psoralia bituminosa, tjavjige ^Pfocatea. . ♦ '
R'ubus . rosaefolius , rofenbtdttrijge
Samolus littoralisj ©tranb » jungen. . * *
Yolkameria inermis, mefjrlofe fBolfaraecie. ♦ . •
Zamia furfuracea , fletenartige Äeulpalme .
— integrifolia, aanjbtdttviQC, . *■ .. . * • - *
SSorgebirgc b. guten Hoffnung.
. ©icilien , Italien.
. sfftauritutSinfel.
t *HeuȣpKanb.
„ . Sjiinbten.
- Sßeftinbien. .
, Somingo, Sfiflotiba.
® a S «rat,
ifn neue« frdfttgcS ©üngunjjSmtttel»
Sie Grftnbung blefe« neuen mistigen Sun»
gungSmittel ift gtanjofifch, von ben fetten Sonat
unb 6 o mp. , welche barauf ein isid^ctge^ SSreoet
nahmen, unb in folgenbet deinen intereffanten
©d)uft:
„Utat, «in neue« SungungSmittel bet fetten.
Sonat unb Gomp., nach bem Berichte be«
#e«n -fjeticart be £f)ur9 an bie Äonigf*
Genttal » ©efellfchaft be« Verbaue« ju Pari«,
9Beimar, beim ßanbe« - Snbufhie.» Gomptoit,
sjftit einet -Äupfertafel (Prei« 12 gt. ob. 45 ft-)
ausführlich unb praetifch betrieben, fo baf e« jebet
Sanbmann, jebet Sagelohnet leicht oerfettigen fann.
SSit muffen allen ©attenliebhabem fehr empfehlen,
biefe f leine ©chtift felbjl ju lefett. Sie ganje (St*
finbung fommt batauf an, ben Urin at« ein weh»
.tige« SungungSmittel ju benu&en, unb ihn burd) «ett
fchiebene einfaugenbe ©toffe, in ttoefner ©eftalt
ju ftpiten, unb leicht transportabel ju machen. Sie
Unterfuchungen be« UtinS, beten Ofefultat hicc 9e*
liefert ift, ftnb neu unb fär bie ang:tvanbte Ghemie
fehr bebeutenb, bie 93etfertigung be« Utat« aber «in»
fach, unb leidjt ausführbar.
Um unfern Sefern nur eine leichte vorläufige Ue»
berficht biefet neuen Grftnbung ju geben, liefern wir
hier ba«. Gertificat be« Äbnigl, «Patent« für £ercn
Sonat.felbff.
^erlangte« Gertificat eine« Grftnbung»
patent«, b a« an £ tn. S 0 nat (3 ofep h
©tepha« SB tc to c ©abriel), wohnhaft
|n Pari«, Sepattement bet ©eine, ab»
geliefert würbe.
Ser «Kiniflec ©taatSfecteta'c von bem Sepatfe»
ment be« Innern:
9iadi Grwigung einet Tfbhanblung be« £emt
Sonat, Gigenthwmer«, wohnhaft in ^ari«, ©traf«
©aUen * SRifcelUn.
des Bons- Enfan’, N o. 28., Worin berfelbe bat;
hät, baß et bir butcf)' baS ©efefc. pom 7. San. 1791.
ben dnt&ecfem unb Grfinbem in allen Sn^uftri**-
gweigen gugeficherte» Wechte ju genießen wünfcbt,..
«nb baß et bemtiad) um ein (SrfmbungSpatent auf
15 Sfth** nachfucht, für bie fchtteße 2fuftroc?nung be$
Urins unb bfe Sehanbtung; tys 2f6fTuffe^ bet 2T&;
trifft innerhalb bet erflen 24 ^fanben bet #etauS;
«ahme beffelbert , unb aßeS- biejj burdj befonbete unb
eigenthümlidje Riffel unb »erfahren, woPon er ficf>
al^ ben (Srftnber auSgiebt, wie gugleich aud) aus-
bem bei Uebergabe bet 2fftenfiücfe auf bem ©ecre»
tatiat bet «Prdfeftut beS ©eine s Departements, bett-
19. Samtat 1819 aufgefeitent^rotofolf. crfjettt.
5tt55efrad>t ber Seichnuttgen ber ?fpparate unb
bet bcfd)«ibenben tf&hanblung,. »opc« t>iec eine 2ib;
fd>rift folgt:
„5* habe ein- SOTittel auSgebacht, »oburch ich
in ©fanb gefegt bin, aus ben gecalßoffen unb bem
Urin einen »eit fertigeren Dünger ju bereiten, als
man bis auf ben heutigen Sag wußte. Da ich mich-
bes auSfchtreßlichen ©enufieS meinet (Srfinbung gu
perfid) etn wünfäje, fo habe ich, ben ©efe&en- beS
7, Sanuar unb be$ 25-. «Wa i 1791 gufolge, bei ber
9>rdfectur be$ Departement ber ©eine, bie «Bitte
um ein patent auf 15. Saht«, für bie ttoßjfdnbigr
unb fchneUi tfuftrodnung beS gecalftoffS^ unb. beS;
UtinS, foroohl oereint, alSeingein, mittel)! juge;
fester übfötbtionSmittel, g. «8. Änlferbe, ©ppS,.
Äteibe, «Wergei, natürliche ober «Winn-alafche , —
eingelegt Sie ©ubfhmgen mit falfecbtgew ©runb;
^cffen, fonneu juv tfuffaugung einer größten «Wenge¬
rn glüffigfeit calcinirt »erben, wenn nämlich, btt
Soctf. bei V, Z. ©att, «Oiagaj, V, 33b, s^St, 1820»
hohe ^5reiS beS SSrennmaferialS, ober bie S3efd;af;
fenheit beS 2(uffaugungSmittelS nid)t mehr »ortheil
ge»dhrr, e$ fo,. »ie es auS- bem ©teinbruch h«s
porfommt, anguwetiben.
„Diefe «Berfchiebenhcit bet «uffaugenben ©ub;
fanjett fiebert in allen Cdnbern bie «Wogfichfeit, tu
nen dußerfl reichtid)«n unb frdftigen Dünget mit
bem menfeh liehen Äoth unb Urin gu bereiten. DaS
Wefuftat meiner Dperntiönen rff auS" j»ei ©türibeti
geruchlos ; 1) weil in bem gaß, wenn Urin bagu
genommen wirb, er nach 2fuffaugung feiner geudj*
tigfeit feinen »eiteren ©etuch mehr Perbreitet;
2) weil in bem gaße, wenn gecalmaterie hinreichenb
mit bem tfuffaugungSmittel gemifcht ifl, ich biefelbe
»enigftenS i8 3oß tief in bie (Srbe pergrabe, um alle
©ntwicfelung pon ©ejlanf »ahrenb bet gur ©üte beS-
Düng?rS noth»enbig.en©dhrung ju- petmeibeiu
„Sch gc&e bem mif reinem Urin unb einer bet
oben hemerften ©ubjlangen bereiteten Dünget bett
«Kamen Utat. Sch glaube, baß b.iefe «Betbinbung,
mit berjenigen gcmifdjt, bie- aus ber «Bereinigung- bec
gecatfToffe mit einet befiimmten Quantität Pon tu
ner ber genannten auffaugenben «Waterien rcfultirt,
einen fef)r frdftigen Dünger liefert. Der einige
fchwierige ^iinft ifl baS. (Stiemten ber «Berhdltnfffe
bei ©emifiäheS.
„3ur SSereitung-i bef UratS ober beS aus bem-
Utih gegogetten Düngers im ©roßen , muß. man »e*
nigßenS' fed)S große jBehditet, in gorm eines umge^-
uanbten Uringlgfe^-jetrichten: Diefe- muffen 12 ^ec?
toittteS haUen fdnrfm-, nämlich 6 poti bem Urin unb^
6 pon bem;2(uffaugungS(!off pon itgenb einet bet obetü
ftngegebentn unb-, feifeh calcinicten Örtern
76
©arten * SKtfeeUett.
bei '■bemUrtngefajje bie ®inrid)tung,
c^ftcfröon Telfcjt, mitiefff eine« 3apf«n«, in
Setter wtUett/ <ffini)«nb Sief« Operation
iji ein Weitet kräftigt, ben ©Pp« «injUf^Ötten,
tuabrenb iijn ein anbetet barin., mittjlfl einer Äalf*
fcucFe ober 5Rüf)tfcf?aufet urat&jjrt.
,,2Benn bie 2)tif<bung -gefiebert i ft, fo gebt map
bomit in einen ^weiten unb atSbann- |o
fort, bi« >n ben fedjjten. Wbann reinigt man ben
eitlen, um eine neue Operation fearin uorjunebmen.
Sa« ©emifcb wllepbet feine Störung an ber^uft.
„WJfbcrtb wirb bieDuantiMtbee, ben Sag ub«
bereiteten ! Urat« , mittel fl eitle* gegoffenen eifernen
gptiübtrSy ben man bäcühet ttflljlf, ^«cfhyfen ', mV
■aüf'friän eS «!*bann einpaeft, um e* Wt gcudjtig*
feit $u ftynljeit.
„Surct) tiefe Setbinbung vereinigt bet burd) feine
Bereinigung mit ber auffaugenbet) Materie, bie fetbfl
linÄÄrfs^iHititlW aufgVtrccfnetc Urin bie bei*
ben iVgetaflvefi ' jtraftc ber' ;»<!' T-ifammenfcbenben
Sbeite, unb wirb babutd)' bie rei^fbe alter iDunger*
arten, Weil man nur eine fet>c geringe 93?enge beffeU
ben jut ©«»Innung guter 9icfultate bebntf.
, Sd) t;abe 6 0ubjfan$en at3 Jatdje angegeben,
womit man ba* übetflüfiige 2Bajf« tc* Urin«
ttotfnen bann/ unb $*«*• ffe tfrf benannt, ebne
von irgenb einer infbefonbere ju fpredjen, in bet
Meinung/ bap tMt ««»*> ir9cnb ?,ni U*oxt
befi^en bfirftc. SWÄe id) fnid) aber t>i«in^er«f
tjnben, fo wirb man tWtoet-babuwb einen aufietlt
grofen mi&envUtlfr tfMjenV winn man *n
mit gebrannter && 'M *•*>***#
ober mit natü<Ud)« ^fd‘e.mi^.(e. *«»
SBcrtb biefe* ©*mif^»»iW a{e ei» bittet, alte
©alje te* Urin« in einem feffen Bttfbanbe ju ermatten,’
tvobitvd)' foivot)t bie^finnenbrrng, al« ber Standort in
berüfgricuttüc'fetjr erleidjtert wirb. » • 1
„£ie atfen <£d;riftjbeUer.betrad)teten ben Urin a»
ben Eraftigficn Jünger *); tiep war habet nidjt ber
3tt>eÄ mciuer Örfinbung , fonbern blop bef, ib«
fdjnell in eine Jcfte ©«Patt iu bringen,
unb bie” ffinfeiib'en' ÜloäFe, welche biefe ©ubjlanj m
ber ^abe' großer ©tabte enthalten, /unb bort eine«
unerfdjopPidbcn |?e>Ä ungefunbet 2fu«bünpungcn nn*
tetbalten, iu lenen.
,,3d) ubertaffe ben gelehrten '©efeltfd) affen ba*
Urteil bin bi« 2u<llUten W Ural«, unH(f4tin»<
miü) tatauf, «in «.?«»»«»•»•«»» b«f6t 1" m,an‘
4m, t«f id> nnf Ui». ?rt «in« fd>»<»<
„mim, i><« ®«f«nt W Utin« i«f«l
wirb."
^)ari«, ben 19. Sanuar 1819-
’ Unterj. Senat.
au falten/' ba? tä*&m eommi!T5rc in ih
rem Seriell, fcrrcfyt «ber bas ier beC ScOvaiub«
•be§ Urinä, cber urinfealttßer Stoffe als SDÄngung^
mittet, aU übet feine SBirtfamfeit, be* 00»
^umbclb unb Sonptanb nad) Europa gebrachten
Guanos |eine ßtnfäm machen, ber tm ?>eruam*.
' fcheu mit fo großem S3ovtfjett alt jünger gebraudjt,
** unb* von ben Sübfee4ufetn in grofer g»eng«'biihm
gebracht wirb. 'Sie Spanier haben biefe« ffierfabren
«hon reu ben Snbtern gelernt, ^err c. ^umbolb
fragt, ob biefer Stoff oieUciiht ci« ^Probuct te: 4»e=
/»lutionen unferer 6rbe, wie bie ©teinfohlen unb.
Spffilen^blAer ift? Sourcrop unb Sauquelin fanben
bei bcrXnalpfe beffelben, ba§ er au« l (4>«nf4u« be-
' :,ftfbt unb ganj Sem SarmEoth b^er 23oget gleicht-
• ' terf. be«Ueberf.-25gl;?arEc« *****
' Äateehifmu«, 2te Auflage. SBeitnor x8»o. ©. 607,
© ö c f c n 's 9)1 i f c e U g n.
£er SDZfnifier ©taatgfefretdr im Departement b e$
Smicrn, bewilligt bern #ertn Donat bag Gertifwat
•feiner SSitte um ein 'Grfmbunggpatent auf 15 3af)te
für bie.fdmelle 2fuftrocfnung beg Uring unb bie 55es
hanbtung beg 2lbffuffeg ber Abtritte 24 ©tunben nad)
ber -£eraugna!)me beweiben, unb atleg bieg burch et*
genthümtiche SD?ittet unb Verfahren, bie bereitg eben
angeführt werbe« fmb. Dng patent fott im Saufe
leg ndchüen STrimefiecg abgetiefert, unb burch ben
Sßeg beg Suttetin’g . ber ©efe&e befannt gemalt
öjetben. spatig, ben 4. Decembet 1819.
£)er SWiniffeu ©taatgfectetdc im Departc*
ment beg 3nnent.
Unfetj. Deeajeg.
Uefoc Slil = unb £agel --Milet* au§ 0fco(;=
feilen. Sott 4>rn. Capojlolle. Äud bem
gcan^ft'fdjen, mit einer 2fbbt!bung. SStimac
im Saubee- Snouflnei ßom^toic. g. 1820.
($reiö 129c. obet- 54 fc.)
Diefe fleine, fo eben neuerfdhienene ©cfjrift ijl
,<in« ber intereffanteften titerarifd»en ^robufte, fo wie
bie neue Gtfinbang b?^S>!4&abfciter. aug ©troffen,
eine ber wicbfigf|en gntbetfunaen in ber ganjen ffta*
turfunbe. ©ie votlenbet, »ereinfa4)t, uerbeffert
unb verbreitet nur beg großen $ r a n f i i n * er,
^aunUche (hftnbung>r »ti&ablfiter,. macht fie un=
feblbat, unb fefct baburch fognr. ben gemeinen-, nur
etwog gefdjidten Sanbmann unb ©ewerfen in ©tanb,
fid) felbfi mit geringen Äoften einen S3U& : unb
#aget = 3fbleitet ju machen. Äann man fidj wo^l
77
ettrag SBichtiaereS- unb ©emeinnu^igereg benEen
als eine fo. wohltätige Grrftnbung, unfete $dufer,
©tabte unb Dörfer vm 23li&, unb unfere ©arten
unb Sturen vor £agelfd)lag 3» fiebern?
©chon ber fotgenbe 3nf)«tt biefer Eteinen ©cfcift
jeigt ihre SBichtigfeit.
6 r fte g Gapitet, lieber bie ©rdfle ber, busch bie
©etvitter angerrchteten SSerwufrungen, unb bie
Slotbmenbigfeit, ben Urfachen nachjufgsfchen,
Wobutch ©ewitter entließen.
Smeiteg Gapitet. Unte-rfudhung ber bor$üg;
lichlien Sftittet, bie vorgefchtagen würben, um
bie ©ebaube vor ben Serjidrungen beg SStitjeg
ju ft ehern.
©ritt eg Gapitet. lieber bie Unjulanglichfeif
ber bigher ju« S5efchu|ung. ber ©ebaube ange*
wenbeten- Mittel,
SSierteg Gapitet. Slachfotfchungen nad& eines
anbern 9laturfub.ftanj cm größerer Seitungg*
fdhigfett für bie GlcEtricitdt,. alg bie WttaUe.
günfteö Gapitef fßom ©tpo^ atg einer, bie
eteftrifche g(üf|igfeit, teitenben ©ub|ianj, unb
von^ 2Emoenbung biefer Gntbecfung juc ©icher*
fteüung bet ©ebaube.
©echfleg Gapitet. SSon ben IStigabteitern aug
©tcch, unb ben Mitteln, fie $u errichten.
©iebenteg Gapitet. 2Jan ben Umfidnben,
mifyt ben ^ag^t oerantaffen, unb von ben
borgefchtagenen Mitteln-, bie Selber bavot^ ju
fchuben.
Achtes Ga pitef, 93on ben big jefst öorgefchtas
genen fisteln-, ftcfy vor bem ^agel ju fchü&en,
unb von iijrer -UnptdngtichEeit.
9?»«n^eg Gapitet. Sporte ber *£<jc$ab leitet
eug ©troh.:
£ v
■6 © a 1 1 e n =
nt.*« ©apifel. &»n bVr ©rrtchtung bet
rgtagelabteiter au« Stcohfeilen, unb bet Wo«*
menbigfeit gut Sicherung bei ©tfolg ei, «ten
©ebrau« allgemein 5« mche«.
Gtlduteumg bet Äupfertafel, n>eld)e Totrof>l ein 2>orf,
ba« man vor $3life , nl* eine «tue, »eiche man
t>oc ^>agctfd>tas burd) folche Weiter gefiebert l>at,
aud) bie TCbbilbung eine« folgen .©troh«bleiter*
im ©roßen geigt.
©ie ßinleitimg be« fenntnißreichen Uebetfe&er«
ift infeteJfantV-»*it 1?e bem 8ef« ben phpftfehen ©e*
halt bet ©runbfdbe bei öerfaffer« red)t fd)6n ent*
trief eit i unb bie «Wittheilung berfelbcn roicb unfein
gefecn gewiß angenehm fepn.
e i n 1 « i t u n ß.
£?r SSerfafler beginnt feine flbhanblung mit ei*
«et allgemeinen «Betrachtung über bie ©teile, «eld)t
bie ©lefteiettdt im Unwrfum einnebme, übet ihre
ßigenfebaften unb mannigfaltigen Segnungen. ©ec
9anje ©rbbatl fep von einet univetfellen 2ftüff«^e,t
burdjbcungen ; alle WaturfSrpec fepen enttrebet «euer
füt bie ft glüffafeiten, ober Wid)tleitcr, btibe gut (5t*
tidbtung von ©leftcifit* Meinen wtfetttlid). ©<*
allgemeine ©leid>ge»id)t -unb bie gleidjfam abfolute
Stube ber 6rbe, «erben nilein gefidrt bucch ba« geuer,
m, mit ber ©teftrkitdt vctbtmben, bie »ürgfdjaft
füt bie bejttnbige gortbewegung auf ber (Stbc gebe.
T)ie fteftrfeMt f>abe mit bem ßhemifmu« analoge
©igenfd)aften, He f«P lid)t* unb feuerfSrtntg, bringe
ben vergebenen ©efdjmacf, ©etud) unb SSecanbe*
tungen bet gjflanjenfarben $ert»t, unb Je? jum ve*
getatioen, »ie «um anhnalifdjen Selen burdjau« no*
t^9. *;« bem abfoltrten 0l^t ber ©leftri*
sita« «ntgesemvufetib, fe* Gebannt bie 9ieibung>
SWi f c < t U n.
ber vegetative rnrib bet thieviföe Seben«ptoceß.
SBeil e« unmöglich fep, tag bie ©lefmcitdt in ab*
Volute« .©lci<hge»id)t gefegt «erbe , Ijnben einige
^pftfer eine getviffe Sbentitdt g»if<h«« ©lefiricitdt
-unb geuer angenommen , namentlich »eil butd)
flarfe Reibung geuer .-entfielen lonne. ©ie 85el)d(*
tet füt bie ©leftricitdt fepen bie ©d)id)ten bet Gebe,
bie bejidnbig eine Semperatut von io| ©rab hoben.
©ie vomtWeer auSgefüllten Höhlungen be« ©tb*
baß« fepen in befldnbiger Reibung mit bat Sßogen
ber ©ewdffer , »oburd) eine ungeheure «Wenge von
•©lebtricitdt entwicfelt »erbe, bie ftch mit ©ünflen
|u einet itebelformigen 2uft vetbinbe, «eiche in bie
2ltmofpbdre auffleige, unb fid) bei jeber Sempera«
tut unverdnbert erhalte, ^ierburd) unteifdjeibe ft«
biefe 2Cit «Bolten von ben butd) bie Sonnfnf>i|e et«
jeugten , b.t xt&^ienb ber ÄÄU» ber Wachte in tropf*
förmigen Shau umgereanbelt »erben.
3ene Wcbdwolfen entftehen vorsfiglid) bann,
»enn ba« Wieet in Wuhe f«P * baher fepen fte au«
an ©leftücitdt nid)t feht reich, eifahren »enig 2tn*
giehudg von bet ©rbe , unb jfeigen belegen feht
hoch auf. ©enn biefe JTrt von ffiolfen «hte ©leftri*
citdt fogleid) ber übrigen Xtmofphdre mittheilen »ür*
bc, foaurben fit «re ®teUennid)t «etlaffen Unnen,
fonbern fogleid) al« Wegen gut ©rbe fallen , unb »enn
man bi«h« bie atmofP^dr‘^e
Suft ein ßeiter für ©leftricitdt «dte, fo »ürbe bie
2ltmofphdce ber ©rbe aUe ©leftricltdt entgiehm, unb
einen aUgemeincn Umflurg ber ©inge verantaffen.
©ie Tltmofphdre fep ein Sfolator; baher fbnnen nuc
tleinece Untheile von ©leftricitat in fte entweichen,
unb feibft nuc bi« gu einer gewiffen ^)6he, bte mit
ber fpeciftfchen €<bwtxt ber 2uft paraßel laufe, ©»f
©arten s
erwähnten, Pom SWeere auffteigenben {ftebeibünjie t >a*
ben bie S3cjTtmmung, ben fttüffen, Sachen unb £luel=
(en auf ber ©rbe ihren Urfprttng ju geben. SOBenn
bie Pont Sfteet gebilbeten ©lefiricitdfcSacme unb fef)t
hoch gehertben SBotfen, non ffiinben getrieben, an
hohen ©ebrtgen anfiofjen, fo werbe ba« Stebetga« jer»
legt, bie ■ele'ftrifche ^lüfftgleit <ntlabe ftch jur £tbe,
unb ba« ©ebirge fauge ba$ frei geworbene Sßajfer
rin. Einige oon tiefen SBoIfen 'befthen inbeflen fo
niete ©leftricitdt, bajj fie tiefe fehon bei 2fnndherung
gegen ba$ ©ebirge fahren taffen; ba$ SOBaffer umi*
nige ftch fchnell an ben ©eiten beb ©ebirge«, nnb
firome jum g'.ifje bejfftben ab. 2fuf biefe 2Trt ent»
fiehen grojje unb fleine glüffe, wie auch &»e S5run*
nenquellen. ^Diejenigen 3!Bolfen, bie fich wahrenb be«
tfuftuhre« ber fSBegen bitten, enthalten non bec
größeren hier gefabenen {Reibung mehr ©leftricitdt,
unb j»ac nach bec nctfChiebenen ©tarfe bec {Reibung
in oetfehiebener Stenge. Daher haben biefe 2Bol*
fen ein oerfchiebene« fpeeififcbeS ©ewicht.
Samit aber ber Sauf ber ©tränte, bie eine SJ5e-
bingung ber gruchtbcufeit fepen, nie unterbrochen
werbe, bejjtnegen fonnen bie SBotfen, woran« fte ge=
bilbet werben, burdh gewiffe hecootfrtingenbe fünfte,
wie Sdume, Sh««*# ihrer ©leftricitat nicht beraubt
werben, weil fte »e«ri6ge ihrer fpecififchen Seichtigfeit
ihre erhabenen {Raume ungern*#« burdhfaufen.
£>i< wdhrenb bet Wemfffürme unb gewaltiger
©leftticitdt* Gfntwicfelung gtbtlbefen SCBotfen fepen $u
fehr mit gtüfjtgfeit uberfaben7 alöbaf fie jenen ans
bern folgen fännten, unb fuchen fich ber ©rbe wieber
■8» "%«*• ®ie eleftrifche Sluffigfeit, in welche unfec
dcbball eingetaucht fep( habe «in befldnbige« 85e--
tKifceUcn. 79
flreben, mit ihm perbunben ju bleiben, tmb jebec
ihm entzogene ©leftricttdtöstftitheil fuche nach bem
gemein fchaftlirhen SRittelpunfte ber drbe jutücfjus
fhomen; bagegen aber beft&e bie ©tbe ein anbere*
■£)rgan, ba« ihr btjUnbig bie Grleftricitdt ju entjie*
hen flrebe, ba« SBaffer. Sie ben ©rbbalt in untnifs
telbarer ütdfjc umgebenben SBolfen fepen fo fehr mit
SBaffct gefdttigt, bajj biefec 2h*tl bec tftmofphdre,
at« ein fehr enetgifäjer ©leftricitdt« = Seifer, fehr reiche
lieh mit Grleftricttdt petfehen werbe, bie aber burch
bie tfnsiehung gegeh bie <hbe Pon bett htyern Sonen
jurüdgehalten werbe. 3Sdf)renb ber SReereSjtürme
pcrbhtbe ftch immer pon ber etitjianbenen ©leftricitdt
mit bem SBaffer ©twn« ju SBolfen, bie ftch nach ihrer
fpecififchen ©chwere.ju Perfd)tebener$bhe erheben. Sie
tSrbe fuche nun tiefen 2Bolfen ihre Grleftricitdt wieber
ju entgehen, unb wenn biefe« gefaben, fo erfolge
{Hegen, unb jwat um fo Idnget, je anhaltenber bie
©turnte fepen, wai immer im vfjetbfte unb in feuchs
ten tegnerifchen SBintern gefchehe. SBdbtenb bec
5Binm< Jtdlte bagegen unb bei t)errfchenbem {ftotb;
Sffwinb, fcp SHonate lang bie 2ftraofphdre wolfenlo«,
weil bei bet geringen SHicteSbewcgung nur SBolfen
ber leichten unb burdijTdjtigen 3frt gebilbet werben,
•burdh welche hoch ju gleicher 3eit ©tromuberfchwem»
mungen im Sttnern peranlaft werben fonnen. Um
eine {Regentrolfe fogleich in Sßaffet ju Perwanbeln,
bebih’fe e« nid)t«, al« ba§ bie 2fnjiehung ber 6rbe
fte mit ber feudjten {Region ber 2ftmofphdre in 95e*
rfihrung fefee, »oburch ihre eicftricttdt abgeleitet
werbe, wdhmtb bie hohetn ‘SDBolfen weit hingeführt
werben fännett, ohne ihte ©leftricitdt ju perlieren.
©o lange bie ©tbe inbeffen feinen fehr bebeutenben
SSerlufl an Sleftrrcitat erlitten habe, übe fte ihre
Xniiehung, felbji bei fehr wolfiger ^ftmofphdte, nicht
8o
©alten - SKifceUetn
ftU«. £aS SJegewwaffet tefli» immer noch etroa«
©leftricitdt, bähet jwifdjen bec SBirfung beS blofm
©egicjjenS bec spffanjen mit anbet em ^Baffer , unb
bet beS StegenwafferS ci« Untecfchieb fep.
gebe ©olfe tjabe eine 2ftmofpbarc um fö. butdj
wtU&e fte auf £r>gtonteter unb ©arometer wir fej
öud) üben ijduftg ©olfeit im ©otübetzieben eine
SQSitfung auf ben eleftrifchen Apacat aus, unb beben
«ft pl6|lid) butch ©ntjiehung bec ©leftricitdt bie
SSitffamfeit bet ©leftriftr.-Sflafdjincn auf. An ®ltf*
tticitdt arme SBolfen entziehen biefe bet ©tbe, bie»
jenigen ©Solfen, welche, ihrer Statut nach, in bie
falten Stegionen bet Atmofphdre gebrungen fepen,
wo bie 2emperatut unter Stull Sieaumut ift, geftie*
ten belegen bod) nid>t> Stegen, ©djnec unb £agel
fcilben jtd) nut in bet Stabe bei ©tbc, »eil ^icr al»
lein bie feutfyte 8uft t:n Rolfen bie ©Irttruitdt
entjithe.
' Sn eigenen Capitetn fjanbett hierauf bet ©et»
f affet ven bem ©mflujj bev ©leftricitdt auf bie tljie»
tifdje £tganifation. 25er Uebecfe&er glaubt biefe 2tb»
fd)»elfung non bem eigentlid) ptaftifdjen ©nbz»e<f
biefet Abhanblung feinen Seutfdjcn Sefetn um fo
«Ijet notentbalten ju muffen, als alles in biefet ©e»
jicbung ©efagte tm ^odjften ©rabe hipothetifch «ff,
unb ben ©eifall STeutfc^ev sphyfiologcn unmöglich ec»
galten fann.
©benfowenig glaubt et, baf bie bom ©erfaf»
fet angcffcllte ©ergleidjung s»ifd>en bet galoanifdjen
unb cleftvifchen gluf|tgfeit, fut beten ©ctfdjiebenheit
tntf (hieben wirb, in biefet ©d)tift, beten ©erfaßt
felbjl feinen 2Cnfptuc^ batauf macht, f)ict eine wif»
f?nfd)af:lich phpfrfatifebe ?(bhanblung ju liefern, an
ihrer ©teile fep, unb ec ubergeht aud) bie ©etrad)»
tung beS ©influffeS bet ©leftricitdt auf b aS
jenleben, um noch einiges übft bie ©ilbung ber ©e»
Witter 52ol?en, unb über bie £erfiellung beS eleftri»
fchen ©leichgewicbtS unb übet bie ©rfdjcinung bcS
©ItfjcS ©efagte anfühten zu tonnen. 25ie ©ewitteti
©Jolfen bilben ftcf? im ©egenfafce gegen bie anbetn
beS ISfotgenS butd) bie AuSfcheitnmg oon SBaffer,
wa« mit ©leftricitdt oerbunben ift, aus ben «Pflan»
jen. ©ie geben .gewöhnlich ben Sag übet ihre Glef»
tticitdt butch »lifee, äagel unb ©affet ber ©cbe zi{*
rücf, bie ffth i^tcr, burd) bie «Pflanzen endogenen
©leftricitdt »iebet bemddjtigcn will; ber Augeitblicf
tiefeS UebctgangS tfi burd) ben ©lifc bezeichnet. Auch
bie SBolfen bet hob«™ Sfftgionm (feigen bann ge=
gen bie nicht ifolitenbe ©egenb bet Atmofphdre herab,
unb geben ihre ©teftricitdt «b. 3m Augenblick beS
^luSbtucheS eines ©ewitterS f«p bie ©cbe non ©ief»
tricitat entblößt, weil biefe mit ben fünften ber
«Pflanzen aus ihr weggegangen ift, unb baS ©eroit*
tet h^« nnd) #crftellung beS eleftrifthen ©leichge»
widjteS auf, wenn nicht bie ©onne non neuem ben
eleftrifchen ©erbünftungS.*ProceS auS ben «Pflanzen
butch Gthifeung bec ^flanjennatuc anfache.
©er Uebetfehet fann eS ben Befetn nidjt net-
bergen, baf ec bis bieher, beim £>urd)lefen biefet, zwar
nicht ohne ©djatfftnn gefebtiebenen, allein hierüber
mit hppothet’fdjen ©orauSie&iingen gefchmüeften pf)9*
fifalifchen Abhanblung wenig ©ergnügen empfunben
hat, unb et glaubt, feinen ?efern einen wefentlichen
25ienft bamit erwie^n" z« haben, ba§ et ihnen jettt
©etrachtungen nut in fetc neviungtem ÜKaafjfabe
mitgethetlt hat* ^«berS oethalt eS fich bagegen mit
© at t e n = SR i f c e I u it.
bene« G^iteln , in benen ben einem ganj fixeren
unb neuen ©d)ü£ungSmittel gegen 23life unb $agel
bi« Dieb« ift.- »£iec fitvb bi« Verfuche, bureb welche
ba« ©frob al* bollfcmmenftec GleftricitatSteiter bat*
gethan wirb, «beit (o neu, al« uberjeugenb, utib
wenn biefe S3crfud)e, wie nidjt wohl ju bejnjeifefn
ijt, fid> überall betätigen, fo geh^t biefe 2fbhanb*
lung unfireitig unter bi« tntereffanfeflen bet neueren
Seit, unb berbient, wegen be$ angegebenen fieberen
Siittel«,: fieb ror bera Vlifce ju fiebern, in b*of)em
©rab bec 2(ufmerffamfeit ber Saturforfcber, wie bec
Stegieruttgcn ; btt Ueberfeher glaubt burcf) VerpfTan*
jung biefe« 9)cobuft« auf Steutfcben Voten feinem
SJaterlanbe fein unangenehme« ©efebenf ju -machen.
. Sie Ueberfefcung iftjve-i, bod) treu; .ju I )äuft'ge,
trenn auch gut gefagte ©Überholungen, bie bem
Seutfcben ©efebmaefe nid>t ^tifagen, finbrnicht feiten
tceggelaffen. Gbenfo ftr.b einige ^Betrachtungen, wo*
mit ba« ©erfeben fdblic^f , über bie Satur ber©ee*
SBinbe unb ihren Ginflujj auf bie Vegetation beS
5Binter6, trie auch über bie.Satur, bec Sepbner gla=
ftb«/ gänjlicb weggebliebcn.
6.
Seanfwotfunij eines anonymen £3rief6, an fcen
^evauSgthei: fceS ©arten * SRagajittS.
Vor Jturjem gteng folgenber anonyme Vrief an
mich ein,- ben id> hiermit banfbarücb beantworte:
„Stittgenbe SBitte an ben $errn ^erau«gebec be«
„Tfllgem. Seutfcben ©atten * Stagajin«, unb
"§ru$,tsarten$,
„Einern jeten greunbe ber ©drtnecei, ber^omo*
logie unb bec Votanif, fantt 3h* £«utfcbe« ©atten*
Stagajin ut;b gtuebfentfen, nicht anterä al« ein
theure« ©efebenf fern, ©ehr unre^t wäre e« bem*
nach, trenn bei ber jc&t immer junel)tnenben Sieb*
haberei unb ©tubium ber ©ewdcblfunbe, folcbe»
ni^t mit allen ürdften unteifiü|t würbe,"
„(Urlauben ©ie, mein $ert, aber eine
ergebene SSemerfung, bie mit mir febon gewif? eine
Stenge 9>flanjmfceunbe im ©tillen gedufert h«&«»n
G« ift nämlich folgenbe :
,,©ic ^afeett bie ©ufe* un§ in Shren &)bm
genannten beiben fetje fchdfcbaren ©eefen, jtetS
mit einer Stenge 93fTatijen unb Starten befannt
§u -machen, unb un« febdne Zeichnungen baron
ju liefern. Staturlicb regt ftd) bei tfnftdjt unb
ßefung ber Vefdjrcibung berfelben in jebem Siebbaa
betfcer©unfd) aud), fcld;eju beft'hen. Sollte biefec
Sßunfeb nid;t bafcureb ton Shnen befriebiget wer*
ben fennen, bafj ©ie bie ©ute bdftcn, bei einer
jebeSmaligm Vefcbtetbung einer 9>fTanje ober
gtuebt, ben ©drtner unb ben $>rei« anjujeigen,
tro folcb« a d>t ju erhalten wäre? Siefe« würbe
bem reicheren fotrohl, al« bem unbemitteiternJgieb*
habet ein Singerjeig feptt, wo ec feine SSitnfche
befriebigett f6nnte.'y
„Vorjuglich fd;eint mir tiefer Sittgetjeig ttv
unferm Dtorbteutfchlanb fehr nothwenbig, ba matt
ron Äunft= unb ^anbel«gdrtnern eine Stenge Ga*
taloge befdmmt, bie mit Samen, rorjuglirh bott
Sbjtforten, angefullt fmb, wobei man ftcb bei
fpdterer Uebetjeugung (wenn man nach Gbt«Rr
©icflec unb Siel gehet) getdufcht ftnbet/'
8i
©Öttttt ;
„Bereif)?« ©ie, mein |>etr, meine TfnfridjtigCelt,
ttel^e mit bie «atme Siebe jut ^flanjenfunbe ab*
brang. "
25en 22. £>ctober 1^20.
3t. 2. CF-
*
Antwort be§ auSgebetS.
ÖbigeS ueret>rlirf>e ©d)teibett jeigt mit einett
tt armen ©artenfreunb, bem id) wof)l gerne bienett
mochte, fo viel id) fann. ©ein 2Bunfd), bafj i <Sj
lei Abbilbung unb Betreibung jebet fronen W«n&e
♦bet Sbjlforte, bie id) im A. 2. ©arten *2J?agajtn
liefere, jugleid) ben v£>anbelSgdvtner emsigen mochte,
»0 man biefelbe dd)t unb jurerldffig haben fönne,.
iß fchwwtiget ju erfüllen, als berfelbe glaubt. 6$
giebt in Sübecf, Hamburg, Betoebere bei Sßeimar,
2>te«ben, Seipjig, Braunfd)weig , £annorer,
lat, granffutt a. 5Dt.( ©d)lifc, ©tuagatbt, GarlS*
rabe, Bolroißcr, «Bürjbutg. 9>rag, SBien u. f. w.,
oHentbalben mehrere folibe, ober wenigflen* einen fo*
liben, unb al« folgen aßgemcin anerfannten £an*
ketSgdrtner , bie id) fafl aUe fenne unb nennen
tonnte, aber wie unbelifat, ungerecht unb beleibi*
genb für aUe Anbete würbe eS t>on mit nid)t fepn,
trenn id) einen bem Anbern oorsiehen, unb ih« be=
fonbcrS angeben wollte , ba ja Mehrere bie oon mir
befchtiebene ^flanje ober Blume jieljen, unb felbff
ju retfdtiebenen greifen (ich wiU jum Beifpiel nur
bie ßameßien anfühten) liefern, hierbei ift weiter
nichts iu tf)un, als fid) bei einem erfahrnen ®ar*
tenliebhabet , nad) bet ©oltbitdt unb Sißigfeit be«
ihm ndchjten ^anbelSgattnerS ju erfunbigen; benn
ich mu& befennetr, baß ich, in SSetteff bet ^flanien.-
Jl ifcellen.
greife, bei «Bielen eine gewaltige Sifferenj, unb
eft große Unbilligfeit ftnbr.
Sn SSctreff bet Dbßforten fann man fid) leid)*
tet helfen, wenn man fid) ftr?ng an © id l e t S
unb 2) i e l 3 «Jlomenclatur bdlt, unb nad> biefet
feine- jungen £>bjtbdume beließt, fid) aber an alle am
bete confufe unb roillfül)vlid)e «Rnnen bet Baum*
hanblet: (Satalogen (fte mögen fo fdjon flingen, alS
fte wollen) nicht fehtt. man bennod) nid>t
bie befietlte ©orte, fotvirb man 00m -panbelSgartner
betrogen unb befohlen.
AIS id) mit meinem, nunmeht in feinem 8o(len
Safjre oetewigten, Steunbe ©idlet im S«f)re 1794
ben 2eutfd)en Sbfrgdrtner hetauSjugeben anfteng unb
benfelben nun in meinem A. 2. ©arten; SWagajin fort*
febte„ Wat eS unfer großer unb einiger 3wecf, im
Sache bet 2eutfd)en Homologie auf jutd unten-, unb
butd) gtünbliche Unterfudjung unb treue Abreibung
jeber £>bftforte, bet Babitcnifdjen üftamenoermirrung
bet £)bfb9?oraenclafut unb barauS ettlfianbenen ßon*
fufion unb Betrügereien. ein ßnbe $u machen; unb i<&
batf fageu, wir haben ihn glücflich erreicht, unb bie
meifien foliben Baurofd)ulen in 2eutfd)ianb finb jefct
nad) ©icfterS unb 2>ielS «Komenclatur eingerichtet.
Äann id) aber,, fo lange id) noch lebe (benn auch
id) bin fchon 73 Sah* «lt)* tmm ob*r b<m önbfm
©artenliebhaber in einem ^rioatbriefe mit einer Ab*
btejfe ober gutem 9?atf>e brenen, fo werbe id) eS mit
Vergnügen thun, ba eS nun fd)on feit 45 3khr»n ber
5Bunfd) unb 3wed meiner ßiebfjaberei ijl, im 2»ut*
fd)en©artenwefin aufjurdumen, unb guten ©efd)mad
unb folibe Äenntniffe 'ju befötbetn.
SBeimat, ben 22, JDecembet 1820^
Dr. g. 3.»ettu<h.
Snhrtlt
s
* t.
©eite
£ a n b f cf) a f 1 6 ; © a r t e n f u n ft.
Secoratien groga ©arten unb «Parts burcf) Eieine
gefdjmadiöolle ©ebäube . 43
1. i5flS Snbianffdje SSogelfjaus. («Mit JCbbilbuitg
auf Saf. 11. gig. 1.) . .
2. ©in SBalbfi*.’ («0 lit 2lbbilbung auf Safer 11.
S*fl«t2.) 44
85 l u m i ft t r e i.
1. 3wei neue Sapanifdje stfofen.
A. Sic blaffe oielblutt}igc ©uirlanbenrMofc. ((Mit
2Cbbt(bung auf Saf. 7. ) « . 45
B Sie bunfle sielblütfjige, grofblifttrige ©ufr(an=
ben = «Kofe. («Mit 2fbbilbung auf Saf. 8.) . . 45
2. Sie gefüllte Mofen rlBcombeere. («Mil 2f6&i£buna
auf 5Saf. 9 ) . ..46
3. 3mei fdjbne @erodd)Sfjaug:5Pflansen.
A. Sie fproffenbe Debera. («KitUbbilbung auf Sa,
fr* 10. A.) . '
B. Sie lowenmaulblatfrige SMantanbie. ( fSHit Xb=
bitbung auf Saf. 10. B. ) . . < ^
4- Sie ue$ ©nglifdjed MofenwerE • • . , 47
£ b ft = Kultur.
1. et was über willEiHtiid&e unb gefefclidje
Siamen = S3efHromung, mt berfprec^enbe
^ort: Srflärung, in ber Homologie ; unb
SSermutfjungen übec bie ©ntfiefjung
b. 2f, S, ©art, SOiag, V. 58b, 2, St. 1820.
Seife
bes MamenS *J)epin bet tiefer XepfeU
©attung . . . . . .
I. grüdjte, beten «Kamen butd^ einen 3ufalf enf;
ftanben . < 48
II. grüdjte, bie natf) Sorfcrn benannt trerben 50
IH.-grücbfe, bie nach Stabten benannt werben 51
IV. grüßte, bie nach ^tocinsen unb ganzen Cdn--
bern benannt werben . • • • . 5T
V. grüdjte, bie nad> bem erfien SBcftger benannt
würben . ^
VI. grüdjte, bie nad[> einem berübmten pcmolo*
gen ober ObjTpflanjec benannt werben . .
VII. grüdjte,. bie nadj gefehlten ober Ijofjen ^et-
fonen benannt werben . .
2. Ueber ba§ Sinimpfen bet »lütfiaugen . 6[
3. Pomarium Britanicum , an historical and
botanical account of fruit? known in Great
Britain, with their medicinal and vinous
quahties, and three coloured p.ates relatino-
to the parts of fructification. By Henry
Phillips, London, Allman, «Rot)al 8. $>r eiS
eine ©uinee ... ,,
©arten - Sttifceirc«.
1. «Kadjrtdjt über ein aufgefjdngtes ©remplar bon eis
nem Ficus australis, weites acfjt 9!J?onate l;in.-
burcb in bem warmen ©ewacfjsbaufe be§ botanü
fdjen ©artens $u ©binburgfj oljne ©rbe ge;
wadjfcn Ifi. t «Mit einer Äbbitbung auf Saf. 12 ) 65
2, Mgemeine Sbeen über bie Sfjecrie ber öegetation,
mit tfnwenbung auf bie ©ultut ber «Melonen 68
m
84
3 n *>
©eite
3. Stützen s SSet'ici^ nig bet ©tc^etjogt • Spanien;
fammlung juSBeloebere bei Sßeimar, im Stotenu
bet 1820 * • • » *^3
*
a X U
Seite
4. ®a« Urat, ein neue«, fräftige« ®fingunge;
mittel .
5. lieber ffil i| = unb £agelabteiter aus Strol)feilenic. 7?
6. SSeantio ertung eines anonymen SSriefö . • 81
*
3u biefern $efte geboren folgenbe 2(bbÜbungen:
Safet 7. ®ie blaffe öielblutbige ©uirlanben ; Stofe.
_ 8- ®te bunfle »telblütlffge, großblättrige ©uir*
tanben ; Stofe.
— 9. ®ie gefüllte Stofen Brombeere.
_ 10. A. Sie fproffenbe Debera.
_ 10. B. ®te Ibroenmaulblättrige «fltauranbie.
— 11. gig. 1. ®aß Snbianifc&e äSogelljauS.
— 11. gig. 2. Sin SQ5albft§.
_ 12. Ser Ficus australis.
(^icrju baS SnteUigensblatt Nr. II.)
AJZ&rir/i2i£cty. //? X? O.
^!£!l7rar&Iäf<y. *<920.
dtife-Se.
No. II.
SitfcKigcnj > sö(«tt
bet gortfeluna
beö
SeutfcfKn ©arten *
ünftec Sanb. 1820.
©atten * S « t c U i 3 e n j e n,
»erjoebnig t>on ©arten*, ©furnen*,
»<■10= un& anderen ©dmereien, £5b|t-
bäumen, 3miebeln, 9)flanjen unb
*"* .un? auStdnbffcben SSdumen unb
©trauefeern, welche im freien ben SBinter
au^öiten unb in ber Äönigl. preug. prioil
©ajmenbanblung oon Gail *pia& in Erfurt
3u haben ftnb. <t r f u r t tm sJtooember 1820.
«»s m?6‘ *5*5 flff'bHt nach ©debf. (SourS
«nb muf jebe«ma{ ber SJerfcbreibung beigelegt unb frei
fe?92bLn’e-CbeV aUfffann bl’e ®cia&l«ng burdj äßecb=
fei gabibar m Jcanffurt, Setpgig, SRürnbera,
uJjLti'h mi(n' **"'>«*9, 9*it* ob« Tpon
**""**' ?bec ein gutr§ £au6 in biefen Orten angegeigt
Werben, meines meine lfmreifung auf ihn begab».' ’ 9
te?B ®'‘^f,re mWunben als aueb in gothen gejjeat.
wenn mentger alg J 'J>funb genommen roirb, fo werben bie
greife nach Cotben beregnet. toie
ot!er Smbattage ttirb befonberö in SteAuma
«ebraeijt, unb alle Briefe frei erbeten. q>nU"9
■^ud)entrdufer*'@aamen.
Safilicum, großes .Rüdben* .
•«■zjzrr tof * • •
•Rbtbel unb JCieffe, o>-btn.
— gefüllter, fet>r fdjoner' , ’ . ‘
<pt
in Co--
tften.
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Äucbenfrduter«@aamen
Coffelfraut
Majoran, achter ^cang.
4porruIaf , grüner
— gang gelber
»Pimpinelle
$)eter[tlie gum ©ebneiben
— traute gefüllte
Reffet; ober SSo$nenfraut
Stofmarin
©albep
©pinat, Iang6tattr.
— .runbbl.
— ’ gang grober ©ngt.
Saba cf, Ungarifcber runbbl.
— aStrgtnifdjer tangbl.
SEfctjmtan ....
SDSeinraute
Sauerampfer .
Caoenbet
ÄoMfaamen
Slumenfof)!, großer ©apifdjer
— früher Gfpprifdjer
— fpdter £ottanM'fcber
Sroccolt ober ©pargelfol;! .
Äopffof)! ober (SappuS, orb. meiner
— — — grofer weiter SRürnb.
— _____ (Irfurter.
greife
in 8o=| tn
th»n | 'Hfb.
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( X )
ÄoMfaame«.
Äopffol;lob. gappuS, b°fce6 weiße« ©trunf:
f raut . • • • ♦ \
SBitfingfobl ober ©aro»;er, ©rfurter früher
_ _ — Ulmer früher
_ — — fpäter
SBinterEobl, fraußer blauer niebrigec
_ — grüner £>ai)ö- ^
_ _ mit bunten SStättern
_ _ ffirüßler ob.Stofenfobl
©^>nittfoE)t, orb. . • • • •
— mit SSlumenfoblblättern
Äoljlrabt, orb große weiße auf’S Selb; .
— ©ngl. fcül;e weiße ©US s
_ — — blaue
— JJBiener flcinblätt. ganj ertra frühe
UnterfobUabt ober Äoßlrüben, große »reiße
— SRutabaga, ober gelbe
greife
in
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ln So.-I
tben. |
SBurjel unb 9f üben.
earotten ober ißtobren, lange blutrotbc
_ — — ©rfurter lange gelbe
_ _ _ ©aalfelber Eucje weiße
_ _ — ganj fleine frii^je rotbe
SButjeln, lange «pcterfilien= .
— ^JaftinaE: •
— gicborien;, feftr lange
— ^afermurjel .
— ©corjonermurjel
— 3utferwuraet •
_ Rapowtica, jum ©allat .
Sellerie, großer Änollem • • •
Stuben, lange »reiße £erbjt; ober@ucfcl.
— «öoll. ÜJlairüben .
_ f leine SWärffcbe ober Seltauer .
— blutrotlje ©allatruben • e *
— gtunfels ober JDictrüben fur’S $Bteb
ä gentner io SEttjU. •
©
Äopf =
16
6
» i
allat ober Äopflatti d>.
©allat, guter, mit »reißen ©aamen
_ _ — mit fd)»rarjen ©aamen
— — großer 3Cfiatifd;er mit »reißen
©aamen . • • •
_ _ großer mit fcßroarjen ©aamen
__ — großer fprinjenfopf •
_ _ großer ©djlrebenfopf
_ — großer gorellen--, mit »reißen
©aamen .
— großer btutrptber mit fd;war=
jen ©aamen
_ — großer SJlailänber mit gelben
©aamen .
— — großer SSirfing = ©allat auf
SKijtbeete • •
_ — gemifdjter ©aamen
'Streu : ©allat, Stans- , macht feinen Äopf
6
- 6
Gfnbtöt'en, Eraiißblättriger
— breitblättriger
— non Statur gelber
StabinStben ober gelbfaltat.
B w i e b c I n.
■Jmiebeln, große rotbe barte Erfurter
— ©panifcbe weiche
— — weiße .
— (leben im 2Smter . . .
Porree ober ©panifcber Hauch • •
— aan$ großer ©tangcn:
zwiebeln, f leine (Srfurter aum©tecfen ioo
— Stoccambol .... ioo
— ©cballotten .... ioo
— Änoblaucb .... ioo
S?abi«3d)en unb Slettige.
gtabics, runbc unb lange, »reiße unb rotbe
•Äettige, lange fdjwarae grfurter; um 3o=
bannis ju legen
runbe u. lange burtbeinanbec .
©ommer: .
23 erfdj tebc ne Äernforten.
©urfen, orb. jum Gtinmacben .
— lange ©drangen.- .
SUtelonen, mehrere ©orten untereinanber
2lrttfd;oJen, große rotbe ...
garbifern, ©panifdje . . •
©pargcl, großer weißer Darmjtabtec
©afflor .
©onn.nblumei» ....
Äurbtffe, ganj große auf« gelb .
e r b f c n.
3ucfererbfen , ©ngl. frühe weißblübcnbe
— ganj große graue ©übel allergrößte
— nichtige 3werg= . • .
2iufma<b«©rbfcn, ganj frühe
— ©rfurtec frühe • .
— große frühe Älunfer-- .
— — grünbleibenbe fpäte Stn. 3Sl)lr.
_ fleine grünbleib, fpäte ßtn
— ©pargel = (Srbfen . .
23 o b n e n.
Stangenbohnen, »rabifcbe ober gettetbobnen
— ©djwert; ob. ©äbcl;, orb »reiße
_ _ — — ganj große
orbin. weiße
_ — bunte . . .
— paille, (ehe rolltragenbe , .
— mit meißit ©cbaale .
( XI )
Sonnen.
©fangenboßnrn mit rotier ©dßaale
3i»ergboßncn, gelbe fru^e , . . ,
— fdjmarje fruße . . ’ .
— grans. ©cßwert.- ober ©dbet;
— eine neue gelbe ©orte • ,
Sungfers ober ©amenboßncn
— bunte SRaildnber
— fleine runbcßxbiboßnen G>tn. sJJEblr
©au.- ober 3)uffboßnen . . ßtn. 3£ßir
— — — ganj große S3inbfots
£>c Fonomtf4?e ©aamen.
Xnieg ....
e'anarien ©aamen . * . *
©orianber
«£>anf:@aamen
Ätee, blauer Cujerner ober einiger
■ ©pamTd;ec rotier ober breibldttriger
— ©ngltjdjer ...
— ©gparefte .
©djioar^ Äummcl . * .
FOloßne, blaue . *
S?ai;grag, granä&fifc^eS ‘ .
— @nglifd;eg
©rag, orbinnreg
•Äneularag . *
©ine OTifdjung guter guüergrdfer g'm %efäe
ner StBtefe
©lebenjeiten (Foenum graccum)
2fcfer|perqel (Spergula arvensis)
Äartentiftel (Dipsacus fullonum)
xxaib, $u Snbigo
«em= ober glacßgfaamen ' . *
•£>eUerlinfen
®iU . . . 4 # •
Sutfermicfe
©roße »rennneffet (Urtica dioica)
2Börb Ä £of3f aamen.
Acer campestre 5D?aßßolber tfßorn
— negundo, ©fcßen&rdrtriqec
— platanoides , ©ri&aßorn
— P]ata”oide?, gemeiner tfßor
Rptni1 i^ricum ’ ®t6l‘riidjer .
Betula alba, weiße S5frfe
r.7 alnus’ ®tf«n • *
Clemati« tu|us , £ainbuißen . .
Cornufmlf1!33’ 6Jmdne ^tebe
Colutea arbnr13’ ÄorncIfr’rÜßen
0I’Sc‘r"„lh* 11 ■'
WffiSSf*' :
Fraxmus americaua, 2fmericanif«e ®f<$e
greife
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5)funb
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4g>fb-
4 Cotß
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4 9Jfb.
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4 m.
4 m
4, Cotß
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4 m.
4 Co tß
4 Soff)
4Cotß
4 Cotß I-
4Sotß j-
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unb £or2f tunte».
Fraxinus excelsior, gemejne (Sfcfje . . ä ?)fb.
- — gemeine ts oje .
H ppophae rhanmoides, ©eefreujborn . äCotl)
Juniperus communis, gemeiner Sßatßßolber 4|fJ
Tiwimsna SW . . . . 4Sotß.
virginiana, ffiirginifdßer
rinus abies , weiße Sanne
'icea, gemeine gicßfe
— larix, Cerdßenbaum
— silvestris, gemeiner Äiefer
— — montana, Ärummßolifiefer *
— zembra, Sirbelfiefer .
Prunus avium, wilbe ©ußfirfcßenferne *
Pyrus communis, S3irnFerne
— malus, 2fepfetferne . *
Robinia pseude acacia, 2fcacien
Sambucus racemosa , Sraubenßollmibec *
bpartmm junceum , ©panifcße Pfrieme
Stapbilea pmnata, 53tmpernuß
Thuja occidentalis , abenbt. Cebengbaum
' blsn^R lantana> «odiger ©djneebaden äCot:
®aamfn mßentnern unb größeren Guan
ütdten oerlangt, werben ine greife 6iWgec fl?Ä'
4 ?)fb.
4 m-
4^)fb.
4 0)fb.
4 sPfb.
4$fb.
4 m.
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4 m.
4 Cotß
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2 3 ®r
s 1 « ni t n f u m c n.
ta SjiSfn'" Äin“^9“'4 mm t*
Foßtet bie Drirfe i J J.8 # ’5 gegeben tft,
Agrosteina coronaria , fflerfrnetfe.
Alcea, fdtaloen in öden garben ä Cotß
— nigra, gan* feßwar^ gefüllte } '
Amaranthus caudatus, gud^gfcßwanj k Cotß
* sangumeus , blutbrotßer i Cotß 9
4v,ti~ u- tncolor» breifarbigec. 9
Anthirrlnnum majus, Cowenmaur.
— cymbalaria, 3impelfranf
Aquilegia, gefüdteg 2fcFelep
Aster fistulöse, gefüllte 9ibßr.-2tfrern 4 Cotß
a , ~ ,öon «u^jeidjneten Slumen
ga US galegaeformis, ©ananenoogcb©faabf/
Atriplex hortensis, ©arfe'nmelbe, rotße unb o,kS Ö®r'
A ropa physaloides, jdßrigeg ZcuSaut 2 ‘
Blitum capitatum, ©rbbeerfpinat
Browalha elata, SSrowallifdjc manüe.
— violacea. 0
dl- !S?iÄ,45s,to
Camp an ul a medium, große © ocfenblftme.
* r~~v »Pecalum, grauenfpiegel.
* ^acaha sonchifolia , raußbl. 5)eflwurrel
Canna speciosa, feßonblußenbeg Slumenroßr
* Capsicum annumn, ©panifdjec 95feffe? 9
— torulosum. ' 4
Celosia cristata. ^aßnenEamm, rotßcr meifier
unb fleifdjfarbiqer 9 ’ * ' Se^er
cÄn,ai0r’ öreße SBaißlbfume.
Cheuanthusonnuus, engl, unb ßalbengt. ©ommer:Ce0,
ß in 24^oerfcßiebenen ©orten unb gar:
( XII )
ben, melrfje alte fe$t ing ©efüllfe fallen, jebe
©orte befonberg iooÄornet . . 2 a@r.
Clieiranthus annuus, s ©orten *>erift= ob. 58a|Iarb.-2e»cc=
pen jcbeSorte bef. r.berS 1.0 Äorner 2g@r.
■_ — ovbina.e Sommer; Scccopen im ßanbe
gesogen a Coth • • • • 4 9®r*
_ _ Fncanus, 3Binter:&etcot)en , 10 Sot;
tJn, jebe befonberg io.iÄorner . 2g©r.
_ _ _1 _ burdjeinanber kßotb 6g©t.
_ _ maritima, «Keer^eocope.
_ _ cheiri, einfacher brauner Cacf kSotb 4g®r.
__ _ _ fl. pl , ertra gefüllter iooftbrn. 2g©r.
Chenopodium, Ärautlein ©ebulb.
Chrisanthemum , fl. pl. , gefüllte SBudjcrblume.
_ _ carinalum , ©olb s äBudjerblume.
_ — album et luteum, aeri u. weif gefüllte.
* Cineraria amelloides , 2tfd)eiipflanse-
Convolvulus tricolor , bretfarbtge Sßinbe ä8otf) 2g@r.
Coluthea frutescens, @apifd;er «Btafenbaum.
* Cleome pungens, ^MUcnölurne.
Crepis rubra, rotlje ©runbfefle.
Cucurbita, Äurbife in Sonn einer S5irn, 2lpfe(, Sta=
djelbeere , aürfcnbunb, glafcben, Äeuleu,
mit Streifen, mit 2Bar$en, SOlaimonrter,
SOlclMinu unb ©entner ; Äürbig , jebe Sorte
befonberg 4 Äomer • • • *9®*-
SKebrere ton obigen Sorten burajem:
anber k 2otb . • •. .» 3 9®r-
Cvnoelossum linifolium, »tetßeg 93ergißmeinmd)t,
y S fet)t fd)6n jurn einfajfen k Cotl) . 4 9®t-
SSSSito®?». »..«Mt, roftfacbigec.
_ lanata , »oUiger gingest.
Dianthus'cai^yopbyllus, orb. ©artennclfen k 8otb 1 9®r-
_ _ pon 9tummer:S5lumen gefammelt
100 Äbrner . • • • ^9®r
_ - eon £auptblumen 100 ototner i6g@r
_ barbatus, »artnUle k Sott) • • 6g@r
_ ebinensis, gefüUte ©htnefer Steife äßotl) 8 9®r
_ bobe ffiufdjnetfe k 9ott) • • • 4 9®r
Diotamnus alba et rubra, Diptam, tot^eru. »eißer.
De_l_Phinium, orbin. Rittetfp.rn ;
_ ajacis fl /pl., ^ot>e gefüllte *49®'
__ bumile, niebrige gefüllte kSoth . . 2g©r
* Elicbrysuni lucidum, glünjenbc Strohblume.
Erissimum cheiranthoides , langbl. gebend).
Galega officinalis , ©eigruthe- «-
Georlina , bie febbniten Sorten ä 8otf) . • 49®*
Gnaphalium foeditum, Stutjtfraut.
* Gossvoium indicum, SBaumrooUenbaum, 4Ä. 49®r
* Gomphrena globosa,’ Äugetomarantb , rotier, »e.ßet
Hesperis trist“"! ÄlrieÄ jjjjj
Hedysarum coronarium, rother Sufflee agotf) 4g@r
Hibiscus trionum, Stunbenblunie.
* _ speciosus, fd)6njier £tbtgtuS.
* — cannabinus, hanfartiger. , „ ,
Helianthus annuus, gefüllte Sonnenblume aSotl) 2g®c
Iberis amara et umbellata, Sd)leifenblume.
hnpatiens Balsamina, gefüUte Salfammen in 6 Sot;
P ten, jebe befonberg 100 Äbrnec . 49®^'
Impatiens Balsamina, burdfjcinanber 100 Äornct 2g©r.
.. — halbgefüllte k Coth . . • 4 9®c*
_ _ ! noli me tangere, greif mid) hiebt an, 4Ä. 1 g@r.
Inula, oculus Christi, Äuge ©tjrilii.
Ipomea coccinea, f^arlad); otbe 3Binbe 4Äbrner ig©r.
_ purpurea, putpurrot@f SSinbett. mehrere Sorten.
Lathyrus latifnlius, Spanifdje 3öicf e, perennirenbe,
k Cotf) . 69®r*
_ odoratus, moblr. Sommermicfe k 8oth 2g@r.
Lavatera trimestris, Sömnier = ‘'Poppelmaloe.
* Lantana -camara, peränberlid)e Cantana 4Ä. I g@r.
Lotus hirsutus, jottip.er Sdjotcnflcc.
‘ _ maritimus , ©CffttanbS
Linum perenne, immertoabrenbet •£ tauben s Sein-
Lupinen, rottje, meifie, gelbe u. blaue aöotl)
Lychnis ealcedonica, ljod)iOtt)eö Ciditroä^en a Coth 2 g©C.
* Martinia annua, @emfenl)Orn I Äern . • 1 9@t-
Malva mauritiana , SDtauritianifdje «Kalte.
— arborea, baumartige. '
Maurantia semperfl.. tmmei'blül)cnbe «Kaurantte.
Mimosa pudica . fdjaambafte ^flanje 2 Äornet 1 g©r-
Momordica, großer SSalfantapfel 3 Sterne . 1 g®r.
* __ _ fleiner runber 3 .Kerne • • 1 9®r-
Nieelia damascena, Sungfer in paaren äSotf) 3g@t.
* Ocimum maximum , grobes Stubeiu^jafllicum.
_ minimum, fleineö fraufeg.
_ eramlissimum , angenebineg.
. _ polystachion , 'iJiofdjugbafilicum.
Papaver, gefüUte große jarte DJloljne ä8oth 1 9®f*
— i leine Kanunfel SKohne
Paeonia, rotbe einfache.
* Pelargoi.ium , Storchfdjnabel m fteben ©orten.
Pisum umbell atum, bolbenfbrmige ©rbfe aSotb 2g@t.
Polygonum orientale, Snbianifdieö 'öfüft&Hiftaut.
Primula acaulis, ^rtmelfaaflien k Pott) . • l69®^
_ auricula, 2luricfelfaamen, ertra, kCoth 1 SHr.
Rheum palmatum , ächte «Rhabarber k Cott, . 8 9®e.
Reseda odorata , mohtried)enbe fRcfeba ^Soth 49®'*
* Rhododendron maximum, Älpbalfam, roei^blut^tger.
* _ _ ponticum, pontifcher.
Rhicinus communis, SBunberbauin kßotl) • 39®r'
Rudbeckia laciniata.
Salvia cretia , gretifche Salbet.
* _ coccinea, fcbatladjrothe.
Scabiosa atropurpurea, fd)trarje ©Cübtof«.
Senecio elegans fl. pl. , geffiOtc Ä-rcuiblUttte.
Silene armeria, rotbe Silene.
— noctiflora, in ber Kadfjt bluhenbe._
Spiraea opulifol , Sd)neebaUbldttrige Spterftaube.
Spilanthus oleracius, Änopfblume. _
Solanum lycopersicum. rotbet CtebeSapfel a Cotf> ii !
_ _ _ gelber Ciebegapfcl kSoth i2 9©r.
« _ melongena alba, iteißeg Sicrgereächl»
* _ _ violacea, blaueg.
Tagetes erecta, gelbe Sammetblume kCotb • 4 9®r.
— patula, hochrothe k Cotl) • • • 4 9®r'
Trachelium coeruleum, blaut« ^algfraut. ,
Tropaeolum majus, 3nbianifd;e Äreffe kgotb l»9
Valeriana alba , roeißer Salbrian.
Veronica longiflora, ©hrcapretf-
Viola tricolor, SrßifalttQfcitS 5 SlUWIC*
Verhascum , Ä6nigSferje.
Zinnia multiflora, blaß unb fjoc^vot^.
( XIII )
$rudf)t * 83 d u m e.
Äirfcben, bcfte ©orten percbelt k ©tue? . . .°^r.
— — — ttidjt »erebelf d ©tüc! . . jg©c.
SBirn unb Xepfel, ©Spalier u. hoebfidmmig d©t. 6u.7g@r.
5>firf(^eii unb 2lprifofen, tjodjftammig unb nie;
brtg ä ©tüc! . . iou, i2g@r.
Swetfdjen, 6 bis 8 guß b0£fc k ©tücf . . 3g@r
£ambeit = unb 3fUecnüiTe ä ©tüc! . . . 4g@r.
SSBeinfdcbfer in ©orten d©tücf .... 2g@r.
— — burdjetnanber ioo©tücf . . — #
©tadjelbeere, garj große ©nglifdje d©tücf . . 2g@r.
SobanniSbeere, rethe, weiße unb fdjwarje ä ©tuet i g@r.
Himbeere 60 ©tuet ...... i8g©r.
JfnanaS = ©rbbeere, ganj große, 60 ©tücf , . 8g®r.
SKirabeUen, Steineclauben unb SRifpeln d©tüct 6g@r.
<5 i n i g e . ?) f I a n j e n.
helfen, gefußte ins Canb, 12 ©tue! . . i2g@r.
— — in Sopfe, 12 ©tücf . . i8g®r.
— — auggefuebte mit Stammen 12 ©tue!
. . 2SßIr.'i2g@r.
— — — 25 ©t. in 25 ©ort. 6&;t)[r. —
— — fdiwarje ä ©tue! . . . i2g©r.
— — SSaum : 9Zelfe d ©tücf ♦ . 6g@r.
— — .ßartbaufer ä ©tücf . . . 2g®r.
Hortenfia d ©tue! . . ju 4, 6 unb 12 g@r.
©ranatenbaurndjen bie im erften ob. jweiten Sabre
blühen ä ©tue! . . 6, 8 unb i2gSr.
getgenbaumchen bie eben fo balb tragen d©t. 2U. 4g@r.
ig©r.
i9®c
8g®r.
49®r.
6g@r.
2 g@r.
ig@r.
1 g@r.
2g@r.
Äurtfeln, febone ©orten k ©tuet
^rimein, fdjone ©orEn k ©tue!
tOlaSlieben jutn ©t'nfaffcn 60 ©litc!
©d;ntttlaud) ditto ditto 60 ©tue! .
$pfeffermünje ditto ditto 60 ©tue! .
Hesperis matronalis fl. pl, , d ©tue!
— tristis, ÜtadjtBiole.d ©tue!
3Jtarienfd)ub, Cypripediurn calceolus Mariae
grüblingS : ©ebneegtoefdjen , Levcoyum vernum
geuernelfcn, Agrostema coronaria k ©tue!
©locfenblume, große, Campanula media k ©tücf 2g@r.
Ct)d)niS, gefüllte, Lychnis calcedonica k ©tue! 6g@r.
©albep r .'»ioute unb SEtimian.- jPftanjen 60 ©tücf 89®r-
2Crttfd)cef en ipflanjen , tragbare d©tücf . . 2g©r.
©pargel : jpflanjen, einjährige 60 ©tue! . . 6g@r.
— — Sroeijdbrigc 60 ©tue! . . iog©r.
— c _ — c bretjdbrige 60 ©tücf . . i6g©r.
50 ©tue! febbnblübenbe, im freien Canbe auSbattenbe pe.-
rennfr.abe ©taubengewädfjfe in 25 ©orten, *u
25 ©tue! fcb&nblübenbe unb nid)t gar ju $drtlid)e ©tuben.-
gewdcbfe, in eben fo oie(©orien nt. Sabinen, j^SEb1**
SSfumen unb ©trauter,
toetefje ben SBinter im freien auSbalten.
t. Acer campestre, Heiner 2£f)orn k ©tue!
2. — dasycarpum, rotber American. d©tücf
3- — laciniatum, gefällter k ©tue! .
4- — negundo, ©fcbenbldttviger k ©tücf .
5- — pensylvanicum , ^enfplBanifcber d©tücf
o. platanoides, ©pi|abom d©tücf . .
7. pseudo platanoides, gemeiner .
*• ~ — fol. variegatis, buntbt.
9- — rubrum, rotßer ....
IO. — Striatum, geftreifter ....
rr. Acer tartaricum, üartaufdjer
12. Aesculus pavia, gelbblüßenbe Äaflanie
13 Amorpha fruticosa , ftraudbartige 2intorpba
14. Amygdalus nana, gwerg -- ©anbei
15. — dulcis, oerebelte gute SKanbel
16. Aristolochia sipho , Hebcrblume
17. Berberis vulgaris, SBerbengbeere
18. Bignonia catalpa, SErompetcnbaum
19. — radicans, ranfenber
20. Buxus sempervirens variegat., buntbt. SSupbaum
2f. Clematis flamula, SBatbrebe, geflammte
22. — vitalba , gemeine
2-j. — Viticella, blaue
24. — — fl. plena, gefüllte
25. Colutea avborescens , Stafenbaum
26. — orieutalis, orientalifdjer
27. Cornus alba, weißer Hartriegel .
28. — mascula, Äornelfirfdje
29. — sanguinea, rotbe
30. Crataegus crus galli, Habnenfporn
31. — oxiacantha fl rubro, rctbblübcnber Sorn
32. — — fl. pleno, gefüUtblübenber .
33. — — foliis variegatis, buntbldttriger
34. — — pyrifolia, birnblattriger
35. Citisus laburnum, SSobnenbaum , gelber .
36. — nigricans, SBobncnbaum, fdbwar-jlidber
37. Dapline mezercum, gemeines ©eibelbajt
38. Eleagnus augustifolia, fdjmalbl. Dleajler
39. Evonynrus europaeus fructu albo, weißer ©pins
belbaum .
40. Fagus sanguinea, SSlutbucße mit blutroten
SSldttern .
41. Fraxinus americana. Ttmericanifdje ©fc^e .
42. — fol. variegatis, buntblattrige
43. — aurea, golbgelbe ,
44. — pendula, SErauer; @f(be
45. — crispa, f raufe ©feße ....
46. — juglandifolia , nußbfdttrige .
47. — salicifolia, weibenblättrige ,
49. — sambueifolia , bollunberbldttrige
50. — simplicifol. , einblättrige .
51. Gleditsia triacanthos, breibemige ©lebtfjta
52. Hedera helix, ©t>beu ....
53- — quinquefolia, Sungferwein
54. Hibiscus syriacus, ©nrifeßer ^>t’6ffcuö
55. Hippophae rhamnoides ©eefreu^bom . .
56. Hydrangea arborescens, baumartige Hb&r<mgea
.4 7- Junglans nigra, febmarje SBallnuß '
58. Juniperus virginiana, 35irg:nifcbe 3Bacf;olber
59. — sabina, ©abebaum ....
60 — — fol. variegatis, buntbldttriger
6r. Liriodendron tulipifera, Sulpenbaum, 2 gußbo^
62. — — Heinere
63. Lonicera alpigena, 2flpen ; Srlangerjeliebef
64. — Caprifolia, burd)Wad)fener .
65. — Coerulea, blauer ....
66. — perrclymenum Seutftßer
67. — Foliis variegatis, buntbldttriger
68. — symphoricarpos , ^eterflraucb .
69. — semperflorens , immergrüner .
70. — tartarica, SEartarifdjer
— SDlebrere ©orten burebeinanber 12 ©tücf
71. Licium europeum, SEtufelSjwirn
72. Mespilus cotoneaster, Cluttten: SHifpel
( Xiv )
73. Mespilus pyracatitha, geuerbufö ; »
74. Myrica cerifera, SBadjgbaum
7?;. Phyladelphus coronarius, »tJtlber Saimin
76. — inodorus, niebriger ....
77. Pinus abies canadensis, .fjemlocfg Sanne
78. — strobus, SBepmuttjg. Äiefer
79. — larix, Cerdjenbaum . . . 4 big
60. Populus alba, ©ilberpapprl
81. — balsatnifera, «Balfampappel
82. — canadensis, Zanabifdje
83. — italica, Staltenifdje ....
83. Potentilla fruticosa, günffingerfraut .
84. Prunus Cerasus fl. pl. , gefüllte Jrfirfdje
85. — Mahalep, «Dtaljateb. Äitfc^e
86. — Padus, Sraubenfirfdje
87. Ptelea trifoliata, Ceberblume
88 Pyrus malus fl. pl. , gefüllter 2fpfel .
89. — spectabilis , fdjbnblütbiger
— communis fol. variegatis, buntbläftr. ©im
— — salicifolia, mit bem SBeibenblatt
— — sempervirens , immergrüner
— baccata, ber atlerfleinfle 2lpfel .
Rhamnus frangula, ^uloer^olj .
— catharticus , Äreujborn . .
Rhus cotinus, $)erücfenbaum . *
— thyphinum, (gfjigbaum
Ribes alpinum, Xlpen --Sofjannigbeere
— nigrum foliis variegatis, bunte So^anniä
beer« .
100, Robinia Caragana, Cinfenbaum
lot. — hispida, rottib liifjcnbe llcacie .
— inermis, oljne ©tadjeln . ,
— pseudo acacia, weife Äcacie .
— pendula, fjüngenbe .
— viscosa, fiebrige
Rosa alba, weife Stofe
— atropurpurea , fdjwarje
— centifolia, grofe Zentifolien: Stofe
©tücf 2 Sf)lr. k ©tücf
— lactea ober unica, weife Zentifolien : Stofe
sulphurea, gefüllte gelbe .
muscosa, SJtoogrofe . ,
gallica , Sucferrofe . . «
— versicolor , geflreifte Stofe
inermis, oljne ©tadeln
rosamundi, Stanunfelrofc .
scandens, rgntenbe, 16 big 20 guf
marmorea, marmorirte
Ü8^ 12 ©orten Stofen mit Stamen nacfj ©ermefjrung
119! 24 ©tücf in 24 ©orten mit Stamen 3 Sfjlr
120. Rubus canadensis, Zanabifcfje Himbeere .
12I> — oaoratus , ttjofjlriccfjenbe .
122! Ruscus aculeatus, jtadjliger SDiäufeborn .
12 V. Sambucus fructu albo, £ollunber mit weif er
3 grudjt .
I24. — racemosa, traubenblütbiger
I2G. Solanum dulcamara, fletternber Stadjtfd&atten
126- Spartium junceum , ©panifdfje Pfrieme
127. Spiraea laevigata, ©pierflaube, glattblattrige
12g* — hypericifolia, jobannigfraufbldttrige
12o^ _ opulifolia , fdjneeblattrfge
jgoi — salicifolia, Wfibtnblättrige
90.
91.
92.
93-
94.
95.
96.
97.
98.
99'
102.
103-
104.
105-
196.
107.
108.
109.
HO.
III.
1X2.
113-
114.
H5-
116.
117.
§
148.
Spiraeca sorbifolia, eberefc&enbldtfrige
Staphylea pinnata, «Dimpernuf .
— trifoliata , fcreiblittrige
Syringa persica, «Perfifcbcr glichet .
— vulgaris, blauer _
— alba, tt'fifet , . 4
Taxus baccata . Snruäbaum
Thuja occidentalis , Cebengbaum
Tilia alba, weife Cinbe
— ainericana, mit febt grofen ISldttern
Ulmus suberosa, Äotfrüfler
Viburnum lantana, molliger ©cbneeballen
— opulus, gefüllter .
vitex agnus castus, jCeufdjfjeitgbaum
Ulmus campestris, 'gemeine Stüfter .
— fol. variegatis, bisnte
Zin ©ortiment oon 50 ©tücf in 50 ©orten nadj
meiner SBafjl unb ©ermcbrung oon fdjönblübcn
ben ©trüudjern ju einer fleinen Znglifcfjen @ar.-
tenanlage erlaffe id) • . 5 Sblr.
ein dljnlidjeg oon 200 ©tücf in 200 ©orten mit
tarnen . 12 £(,ir,
I-
♦ 39®r.
• iia®r.
iSfjlr. —
iS&lr. —
2 Sblr. —
6g@r.
1«
S3lumens3 wiebeln.
Amaryllis formosissima 1 ©tücf
tlnemonen in Stommcl 1 ©tücf . ,
Stanunfeln in Stommel 100 ©tücf
Sulpen in Stommel 100 ©tücf
Starciffen tn Stommel 100 ©tücf .
Cilten, rotbe tinb weife, 100 ©tücf
— buntblattrige 1 ©tücf .
gjtufcaten:#9arintb«n i ©tücf
3rig, meljrere ©orten tn’SCanb, 200 ©tücf
SJtartagon, fjodjrotfcr 1 ©tücf . , , 4g@r
— gelber 1 ©tücf . . . 4g@r’.
— weifet 1 ©tücf . . . , 4gSr.
— grauet 1 ©tücf .... 2g©r.
— jtol^er bodfjrotber 1 ©tücf . . 6g@r!
— gefüllter 1 ©tücf . . . 6g@r.
— mehr. ©orten burefjetnanb. ioo©t. 4 SE!>lr. _
Äaiferfronen in Siommet 100 ©tücf . 33:blr'. _
— gefüllte 1 ©tücf .... 6g@r
— mit oerftlbertem «Blatte 1 ©tücf . 4 g©r‘
llegpptifdje 3roiebeln , bie übet fidj in berSuft wa<fj:
fen 1 ©tücf . 2g@r.
Ferraria tigridia , prächtig blübenbe 1 ©tücf 3g®r.
Suberofen 1 ©tücf . ig©r!
©eorginen in Stommel 1 ©fücf . . . 3g@r,
^erennirenbe, im Sanbe fjaltenbe Stanunfeln, gelb
gefüllt 1 ©tücf .... ig@r.
Sie Äugjeidjnungg = ober ©eftellungg Sfofa erbitte
i cf> mir auf ein befonbefg beigelegteg «Blatt, unb tiidjt in
ben Sßrief gu fdjreiben, bainit icb eg alg «Beleg wiebec
jurüct fenben fann. Uebrigeng werben ©eftellungen auf ZU
leg, wag nur auf ©efonomie unb ®drtnerei ©ejug bat,
angenommen, unb f^jnell unb pünftlidj beforgt oon
6arl r a ^ ,
Äönigl. prioilfflittem ®ärtn«r
©aamenbünbler in Erfurt-
( XV )
ch.
c.
b.
a.
b.
c.
ch.
c h.
bh.
bh.
ch.
ch.
ch,
ch.
ch.
bh.
bh.
ch.
c h.
ch.
a.
ch.
c.
bh.
bh.
bh.
bh.
bh.
bh.
a.
a.
a.
n.
äSmetöntf? 00« Räumen unb @ trau db ert?
welche bei bem Äonigl. £of; ©armer 6. 21.
©eibei in £re$ben $u |aben finb.
NB. 2Crtjeige ber SBebanblung.
*. 95ebeutet oiine alle 2>ecfe beS SBintcrS »crfe^cn
b. — mit leistet ©ecfe be§ 'Sinters vecroaijrt.
c. — gut uieb'er p legen unb jlart, aber mcgiitljft
trocten, ju beeten.
h, — folcf)e, tveldje in (Srtca--, SSloot-. ober bod)
ßaubsörbe gepflanzt fepn »vollen.
Gullur.
a. Acer Iaciniatum ,
a. — Negundo .
a. — platanifolium varieg,
a. — Striatum
a. Ailanthus glandulosus
a. — japonicus .
Amorpha fruticosa 4
i Adelia acedoton
Amygdalus dulcis .
— communis 4
— nana
— pumila plena
— persica, alle ©orten
Andromeda axilaris .
— — — latifölia
— calyculata major
— — minor
— cassinifolia
— Cafesbea
— lucida
■ — mariana
— paniculata
Andromeda polifolia
— — latifölia
— racemosa
— rosmarinifolia
— serrata
Aristolochia sipho
Arbutus uva ursi
Aucuba japonica
Azalea glauca
— nudiflora
— — variegata
— odorata
— pontica
— viscosa
Berberis canadensis
— vulgaris
— — sine nuce
Betula carpinifol. .
— nigra
Bignonia Catalpa
— radicans
— minor
-J16
Gultur.
c. Buxus Balearicus
b. — sempervirens fol. variegat.
bh. Callycanthus carolinianus
bh, — floridus
bh. — praecox
c. Caiycarpa americana
ch. Celastrus buxifolius
ch. — cassinoides
a. Ceanothus americana
a. Celtis australis
a. — occidentalis
b h. Clethra acuminata
bh. — alnifolia
a. Clematis viticejla
b. Chionanthus virginiana
c. Cistus albidus
c. — crispus
c. — hirsutus.
c, — Lybanotis
c. — Ladaniferus
b, Corchorus japonicu
c, Coriaria myrtifolia
a. Colutea arborescen
a. — alpina
a. — cruenta
a. — intermedia
a. Cornus prunifolia
a. — alternifolia
a. — sericea
b. Coronilla Emerus
c. Crataegus crus galli,
a. Corylus avellana
c. Cupressus sempervirens
c. — tbyoides
a. Cytisus capitatus
— hirsutus
— laburnum
— — latifolium
a. — nigricans
a. — ’ sessilifolius
a. — supinus
c. Cydonia chinensis
c. Daphne pontica
— odora
— mezereum rubrum
; — — fol. albo
Diospyros kaki
— virginiana
b. Eleagnus angustifol
ch. Erica australis
c h.
ch.
b h.
h.
bh.
bh.
bh.
caffra
ciliaris
cinerea rubra
concinna
daboecia
— coccinea
fucata
16
tr-O-p P
( XVI )
6uUue.
Erica herbacea
— mediterranea
, — multiflora
. — tetralix
— virgata
Evonymus americanus latifoliu
— europaeus
— — purpureus
_ _ verucosus
Fagus castanea, Ipd)
— sylvatica purp., gro|j
Fontanesia phyllereoides
. Fotliergilla alnifolia
Fraxinus americana alba
— — - nigra
— — excelsior
_ — -j- aurea
_ — — jaspidea
_ — caroliniana
_ — crispa .
_ — integrifolia
_ — juglandifolia
_ — nana
_ — parvifolia
_ — paniculata
_ — pendula
— — pubescens
_ — sainbucifolia
_ — verucosa
— — viridis ,
Gleditsia triacanthos
Gvmnoglaudus canadensis
Hedera helix
— quinquefolia .
Hibiscus syriacus
Hydrangea arborea .
— ” hortensis .
. Hypericum ascyron .
_ androsaemifoliuna
— foliosum .
— Balearicum
— hircmum
, _ kalmianum
— monogynum
_ pyramidale
_ tomentosum
Jasminum fruficans
— humile
— officinale
_ - fol
Itea virginica
Ilex cassina
— aquifolium
_ — varieg.
— dentatum
— echinatum
— — vaxiegat
varieg.
SultUC.
er Ilex ligustrimun
c,' — myrtifolium
c, — Balearicum
laurifolium .
prunifölium
Juglans regia , fjoefy
— maxima
_ americana nigra
c h. Kalmia angustifol.
ch. — latifolia
h. — glauca
b. Laurus benzoin
Leptospermum acuminatum
c. — lanigferum
c. — pubescens
— scopavium
Liriodendron tulipifera
Liquidambar styraciflua
Lycium Europaeum .
Lonicera alpigena .
— balearica .
— caprifolium
— coccinea
— coerulea
— Diervilla .
6 c. — japofiica
16 a. — semjiervirens
sibirica
, tatarica
b. Magnolia acurrtinata
— grandiflora
— purpurea .
Melianthus major
Mespilus amelangier
arbütifolia
ch. Melaleuca coronata
i h. — obliqua .
.. Mespilus canadensis
[2 a. — cotoneaster
2 c. — japonica .
_ pyracantha
c h. Myrica Banksia
ch. — cerifera ♦
c h. — quercifolia
ch. — — lanceolata
ch. — serrata .
c h. — trifoliata
ch. Myrsine retusa
b. Pachvsandra procumbens
b. Periploca grae. a
a Platanus ocidentalis
c. Phylirea angustifol. ,
c. — media
c. — latifolia
r h. Phylica pani' ulata .
i6 ch. — rosmarinifolia
16 a, Potentilla fvuticosa
( XVII )
gitttur.
a. Prunus cerasus pleniss.
c. — Lauro cerasus
a, — Mahaleb ,
a. — pumila
b. Ptelea trifoliata
a. Populus balsamea
a. — alba
a. — graeca
a. — canadensis .
a. — italica
4 ©cfeocf 6 öir. unb me&r
a. — tremula
a. Pyrus Aria
a. — baccatä. .
a. — chinensis
a. — coronaria ,
a. — eleagnifolia
a. — salicifolia .
a. • — malus sibirica
a, — spectabilis .
a. Quevcus cerc s , .
c. — Pheiios Iaciniatus
c. — suber
ch. Rhododendron aialoides
ch. —
—
ferrugin eum
ch. —
—
hirsutum
ch. —
—
hybriduin
ch. . —
—
dauricum
ch. —
maximum
ch. —
—
— fl. a'lbo
ch. —
—
ponticuu»
ch. —
—
puncfatum
ch.
—
roduntifolium
c h. —
—
roseum
a. Rhus cotinus
a- — typhinum
a. — glabrura
a. — radicans
a. — veraix
a. Ribes alpina
a. — oxyacantha
a. — grossularioides
a. — rubra
a. — nigra
b. Robinia chamlachu
— caragana
— fruticosa
— glutinosa
— hispida
— pygmaea
Rubus fruticosus fl.
— idaeus
— odoratus
— rosaefolius fl
Ruscus aculoatus
— hypp .„■lossum
— byppophylluin
big
u
ü
’ U
85
u
—
_
(Sulfur.
—
16
c. Ruscus racemosus .
—
8
a. Salix babylonica
—
■ -
12
a, — caspica
—
—
i6.
a, — rosmarinifolia . .
—
—
_
a. — • vittellina . « .
—
- -
8
b. Salisburia adiantifol. . .
_
—
3
a. Sambucus ebulus . , .
—
—
3
a. — nigra fl. virid ♦ «
—
3
b. Sophora japonica . *
—
—
2
a. Spirea acutifolia .
—
6
—
a. — alpsstris . t .
—
—
2
a. — alpina . . .
—
—
8
a. — crenata . «
_
—
8
a. — hypericifolia . . .
_
2
8
a. — salicifolia alba . ,
—
8
a. — — rubra
_
-
16.
a. — sorbifolia . .
—
l6
a. — thalictrifolia . . .
_
—
8
a. — tomentosa . .
_
—
12
a. — chatnaedrifolia « ,
_
2
—
a. — laevigata
_
2
—
a. Staphyllaea pinnata ,
2
—
a. — trifoliata .
_
5
_
c. Stuartia malacodendron
I
j
b. Styrax officinalis . .
I
i
a. Syringa chinensis . ,
—
i
a. — — $ocf)jlämmig.
3
2
a. — persica . . .
I
16
a, — — laciniata •
_
4
a. — — • alba
_
a. — vulgaris . . ,
_
—
a. — — hispanica ,
_
5
—
a. Taxus baccatus . .
_
_
c. Tamarix gallica . . m
_
—
12
a- Thuja occidentalis .
__
—
8
b. — orientalis, fletn
—
16
ober 3 @Utg .
i
—
Ü
a. Ulmus suberosus
—
.
c. Viburnum lucidum . .
_
—
4
a. — lantana . .
_
—
4
a. — opulus roseum
__
—
2
bodbftammig . i bis
2
—
2
a. — prunifolium
_
—
4.
c. Vitex agnus castus
_
i
8
c. — incisa .
_
_
8
c. — Negundo . ,
_
_
20
c. Vitis arborea .
_
_
20
b. vinifera, gute ©orten
__
—
l6
a. Zanthoxylon clava Herculis
—
I
—
—
8
—
2
—
4
I
8
6
—
12
—
16
-
(XVIII)
m.
Söerjeichnif} b« üorjuaticfcjien ©emüfe* unb
Siabaftcnbltimen * ©aamcn, welche 9«nj
acht unb frifch ju h«&<« finb 3. o o &,
©ättner im 23aum9<ttten 8« SSSeimar,
im Sanuar 1821»
& Cotft
Äohl * unb Ätaut.
«BlumetiEobl, fiwf« Äaptfdjer, fpäter, bcficc
— — früher (Snglifcb« • ... *
Araut ober ÄopfJcbl, Srfurtec gvofef weife« .
_ _ _ uiäijlertfd) grofef, weites frus
t>eg •
_ _ _ Ulmet blutrott;eä p ©allat
_ _ — 2tngelberger grofe« frühe«
_ _ _ ^oUSnbifdjcä großes blutrote«
P ©altat
Sffiirftng ober ^erjBohl, firofec, fpatet, grünet
_ _ _ örfurter, großer, gelbet
SBinter •
_ _ _ Ulmet, niebttger früher
extra
_ __ — SSicner, niebriget , ganj
früher extra •
SBintctfohl/ f taufet grünet . ...
_ — blauet .
_ — bunter .fpiumage
©chnitts obet SSlatttotjl , otsinarer . .
_ _ — blumenEohlbllttrtger
.Cbcrfc<abt, weife fpate . . • •
_ _ frühe ©ngltföe ©lafifehlrabi .
— — frübfte SBienec Eleinbl. niebrtge
örwfobltabi ober üohfrüben, grofe weife .
_ gelbe ©ibwebifdje Rutabaga eptra
2
I —
X —
- I 6
-[ 8
I! 8
2! 8
; *6
irgOtb.
SBurscIn unb ‘)iuben.
ßarotten obet SSlbfjren, frühe rothe, tutjfdjwanäige
pm Sreibcn
_ _ — lange, rot^gelfee .
_ _ — ©aalfelbet blafgelbe
©corjonets ober ©<h»atjwurpl
3ucfermur$el .
Sfapontica . *
6id)ccie, lange glatte
spaftinafen, grefe . *
Se'Je'ie, großer Sambcrget Änallen*- .
Stuben, weife £oltünbrd)e frühe SRats •
— lange weife #trbjts obet feuefutuben
SJtüben, gelbe ertta . • ♦
— blutrotfee pm ßinmadjen . •
Stunfeln obet X'ictuiben • • . ayfunc
Siabiei, weife fvüfee, #caSnb. futilaubige afoi,
— rotl;e • • • •
Stettige, lange, gtope, fchwatje Stfurter SBinter*
e r b f e n.
A 3ucEet = Grbfen:
frühe weifblütyenbe ßngltfdhe
graue blaublühenbe ©Übels
frühe niebrtge 3wergs, 1 hcc9
B. Äneifel = Svbfen:
frühe niebrtge 9Jlai- • •
(Srfiitter frühe gvope Äütnret»
gtaiiä6(tfd;e früfee 3n>etgs
k^funb
0 h n e n.
A. ©tangenbohnen:
2Crabtfcfee grofe geuerbct)nen .
_ — weife
lange breite weife «Sefetagf^irert s Sofenen
— — bunte — — —
graue wetffthaltge . • • •
fleinc weife ipcrl* ober ©atlat=S3ohnen
rothmarmorirte ober 8ctd)en:@iec
©djwcipr weifte SSredjbohne .
B. 35ufd); ober 3 w etgb oh««n:
frtrfec gelbe ©ucaten • • . •
cUerftüfefbc fdjwatje ober ölotenttnet
weife Schwerts ...»
C. «Duffbohi'-en:
®tofe aSinbfors^uffbohne. .
frühe grüne SKailänber • • •
3)oifugtefifd)e 3 wergs obet S3?apganbol;ne
votfe ©panifchc ftül;e .
k ^)funb
Äuchenfräuter.
S5ohnen?caut . • • *
«Bafilicum, grofcS Äudjen*
Sc, gefüllte ErauSblattrige .
— otbinate ♦ « ♦
Äbrbel
Paoenbcl obet ©ptece •
Cbjfelfraut • ♦ •
fOtajoran, granj'oftf^et bttf^tgec
ipetetfilie, ©djnitts . .
— ’ SButpls •
©albei • • *
kCoth
|8®«.
( XIX )
äßotf).
©pinaf, brettblSttrfgee tunbforniger
— langblüttriger fpifcfbrntger
— ©nglifc&er großer
S&imian . . .
SBcinraute .
ä^funb
äßot$
SaUat » ©orten.
2lftafffd>er, großer gelber ertra
Stotbbrauner 9>raf>l ....
©eibet . .
gorellen; großer bunter ....
§)rin$enEopf .
^arifer . .
©tetnEopf, früher fefter ....
©tciltaner, großer, gelber, fejter ertra
SKontrö, Heiner, früher, fefter, jurn Sreiben
SDldange ber befien ©orten
gröber ©ted; -- ober «©irfing ; ©atlat .
fiöinter; ffinbioien, frauSblattrig feiner
fRabinäd)en . ....
t e & c l it.
»otbgelbe t>arte (Srfurter
©panifcbe rotbe
— weife
-Porree, tiefer SBinters
Ä e t n f o r t e n.
©urffiiferne, (Srfurter mitteliange, grüne voll:
tragenbe .....
— fange, grüne .fjallifcfje .
— weife ©cljiangen; ertra jttm Srciben
«urbiefern, Heine 3terrürbife in 8 berfdjiebcnen
©orten mit Flamen, *‘t>en jeber
©orte 8 Äerne ....
— große in mehreren ©orten
SMumenfaamen.
Son allen in Cotfien angegebencn©orten werben aud;
Reifen ju i g©r. abgegeben.
Adonis autumnalis, ^od)roti;e 3Cboniör6§d^cn ä8otb
Agrostcma coelirosa, glattblättrige ©artenrabe
Amaranthus caudatus , gudjSfcbwans
Aster chinenrnfl . pl. , gefüllte *otjfiflK$ frfjöne
©orten; Äftern, als bunfelrotb, bunfel=
retb mit weif, bttnfelblau , bunfelblatt
nur weif, blaßblau, blafrotl), weif fleifdü
farbig , unb 3lfcf;grau in gleicher D.acn.-
tttat uernufd&t , a«Prife in 4ooÄorner
-1
5 — | Blitum capitatum , ©rbbecrfpfnat
Calendula officinalis fl. pl , gefüllte Ringelblume
— pluvialis, Sfcgcn.. Ringelblume
Campanula speculum, fd;6ne ©locfeilblinne, fSe:
nuSfpiegel
Capsicum annuum, ©panifdjer Pfeffer rotb- unb
gelbfrücbtfg
Centaurea cyanus fl. pl. , gefudte ©artenForn--
blmne
— moschata , reff) unb Matte btfambuf;
. tenbe glocfenblume
Cheiranthus annuus, ©ommec ; Ceo tonen
in folgenben ©orten:
@ n g l i f d) e ©orten.
Nro.
!* ®[.a^raun °ber blaffupferrotb, üiooÄorncr
2 fPfirfdjblutö
3. 3tmt.- ober Äupfetfarbe
4. Couleur de Rosa
5. Sfotbbraun
6. 2ffd)blau
7- iSimlbraun, fronet als Nro. 5
8- Slafbraun, r als Nro, 1
9. SBeife ertra
10. Mordoree, fd,8n .
11. Jffdjgrau, IjcUer als Nro. 6.
12. «Dielet, fe&r bur.fel
13. Sßeife, ftfibn
14. 3iegelrctb, ertra .
15. @arminrof(T
£atb = ©nglifd&e ©orten.
16. grellfarbig, fefir fd5on
17. ötmrbraurt, wie obige Nro.
iS- Sßlafjicgelrotb
19. iDunfcljfegelrotb
20. (Sarmoiftn
21. 3tegelrof(,', ertra
22. Couleur de puce
23. £od;carminrotb
©patbiül;enbe ober perennirenbe
„ ©orten.
Nro.
24. Siegelrotf), ertra . ,
25. SBe,f, @ngl. (CacEbtaft ertra)
26. 3tmtbraun , @ngl.
27. Kotbbraun, ®ngi.
28. 9?otb, Sngl.
29. SStcu , (Sngl.
30. Äupferfarbe, (Sngl. .
31. (Sarniinrotlj, (Sngl. .
32. 3?o the, granffurter .
33- ffilaue, granEfttrter .
34. Äupferfarbe, Seutfdje
35. 3iegelfatbe, Seutfc&e
36. ffilafbiau, £alb ;<SnglifdjeS CacEbfatf.
c 2
a »rsfe
1 6
) ‘MI I
& ^rifr
i 9>rffe
Cheirantbus incanus , S35 i n t f r » ?et>;
fopen . . . äiooÄ&rner
A. Stothe
B. SBlaue
C. hellblaue
D. geueefarbe
E. Äupfcrfaröe
F. ßBeigo
Clieirauthus cheiri fl. pl. , gefüllter SüSiener
©tangenlacf . . äiooÄorner
2te ©erre braungefüßt, etwas ge
ringet . . h. [ooÄorner
— maritimus. Slteerleefope, niebliche, äüotf)
Crysautliemum carinatum, fdjonfteSßudfjetblutne
— coronarium fl, albo pleno, roetfi-
gefüllte
— — fl. lutco pl. , gelbgefütlte
Convolvolus tricolor. breifarbige SBinbe A. Cotfj
Crepis barbata , bärtiger »Pippau
— rubra , rofenrcthc ©runbfejle
Cynoglossum linifolium, ©arten ; 33ergifjmein
nicht . , . ii£otf)
Delphinium ajacis fl. pl. , gefüllte, fefjt fcfcbne
Stitterfporn in 8 garten ä Sotfj
Elychrisum lucidum, glänjenfee Strohblume
Georgina mutabilis. ocränberlidje ©eorgttte
Hedysavum coronarium, rotl)ec 3tat. £ahnenfopf
Helianthus aunnus fl. simpl. , einfad) grobe
Sonnenblume . . äCoth
— — fl-.pl., gefüllte, oranger unb
fdjroefelgelbe
Hibiscus trionum, ©tunben = ©ibtfcSj
Iberis amara. weise bittere Schleifenblume äCotf)
— umbellata, bunte SDoIbentragenbc kZoii)
Impatiens balsamina fl. pl.. gefüllte SSalfami:
nen, als weifi, fleischfarbig , @ra;
nntrotf), Garmoiftnroth, weijj unb
hcdjtctb geflreift, weif? unb ßarmof=
fin gejmifc, blajjblau, bunfelblait,
jebe ©orte opart ä ioo Äbrner
Jpomea purpurea fl. div., oecfdjtebenfarbigeSBinbe
Lathyrus odoratus, wohlrtechenbe$EBic£e . ä Coth
Lavatera trünestris fl. albe, Weife ©ommet:
Rappel
— — fl. rubro, rotlje
Lupinus major fl. div., weif?, blau unb rotfee
Lupinen . . äCoth
Malva mauiitiana, weife unb rotl;e SKauritia
nifdje fOtaiue
lilirabilis longiflora, langblüthifl wohlriedjenbe
bligella damasoena, ©arten : ©d)War3fümmel
Pieseda odorata, rooblriedjftibe Piefebe
Scabiosa atropurpurea, incarnala, unb mehrere
Sachen meltrt . . ä£otb
Senecio clegans fl. albo pl., gefülltes WeijjeS
JCceujfraut
— — fl. rubro , gefülltes rotfjeS .
Silene anncria fl div., oetfchiebenfarcige ©ar:
tens©ilene
Solanum lycopersicum fructu rubro, rothfru<h=
tigec ßiebeSapfel
Tagetes erecta fl pl aureo , pochgclbe aufrecht
fd)6n gefüllte ammettlume
— — fl. pl, sulphureo, fchwefetgelb ge=
füllte .
— patula fl. pl. , braungelb gefüllte auSge.-
brcitete
Tropeolum majus, grefe Snbianif^eÄrcffe äffoth
Viola tricolor. grandiflora, breifarbig grofblU;
migeS Stiefmütterchen
Xeranthemum annuum fl. albo, weipe pap;
pierblume .
— — — fl. coeruleo, blaue .
— ■ — fl. albo pleno, meij? gefußte
• — _ • — — fl. coeruleo, blau gefüllte
Zinnia multiflora, oielbluinige^innie, rotl; u. gelb
(Einigt perennirenbe SBlumenfaatnen.
Allhea rosea fl. pl. div., gefußte oetfcf)teben;
farbige ßüinter = Plalocn äßotl;
Antbirhinum majus, g&wenmaul . . .
Aquilegia vulgaris , KEflci) .. ,
Campanula medium, gemeine ©locfenblume
Diauthus barbatus, Söartnclten . . äßotf
— cliinensis fl. pl. , fcl)t fch&n gefußte
©binefer; Steifen . kiooÄornci
— — fl. simpl. , einfache . .
— plumarius, gebernelfcn . . .
Hesperis tristis, graue Staditoiole . . .
(Einige Sopfqenjdd)?* S3lumcnfa?men.
Amarantlms tricolor, breifarbiger Xmarantt)
Ascdepias curasavica , ©eibenpflanje , ©übame:
rifanifdje
Celosia cristata, #ahnenfamm , oor jügltch fd>6n
Browallia elata fl. coerulea, blaue ©rowaßia
— —fl. alba , weffie
Capsicum grossum, ©panifchec Pfeffer, grof?.-
frudjtig
Gomphrena gloflbsa fl. rubro, bunfelrothet
.Kugel Tlmaranth .
— — — fl. carneo, fleifchfarbigec
— — — fl albo, meifjec
Ocymum maximum , großblättrige^ Saftlicum
— minimum, fleinjteS .
— polystachium, wie äßofdjuä riechenbeS
Solanum melongena fructu albo et ceeruleo,
eierformiger Pladjtfchatfen mit weiß
unb blauer grucht.
Ifnmerfung. Sa alle h’** angeführte ©aamen oon wie
felbfl unbburd) einen aan^ ituperlciffigenißtann ae&aut
Werben, ur.e ich mich feine^wegeß auf wohlfeile ge=
ringe ©infdufe einlaffe„um nur bur<f) nichtig gefli Ute
^r.'iie Abnehmer ju gewinnen: fo in ich baeurch
in beit ©tanb gefegt, aße meine geehrten Xüne'omee,
fowoht mit cutem f-im^higen ©aamen , arg auef
mit ben ooriüglichjlcn unb beiten ©orten $u oerfchen.
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::ü >' -m-.rS» .fririui-:.
Allgemeinen £ e « t f d) e n
©arten - 1 n j u n tt f.
:ünften «B.anbeö, III. <Stucf. -1821*
fuh
Sanbf§aft§ * !<3 a v t e n f u rt'fl.
I
U- • t, : . i ;.5). i i j
©ecoeatio» gcopeu Ratten .tmb §)arfs bprcf)
flehte gefd/ma^oHe ©ebdube.
(goetfe^ung btefeg Jfcttferff ton ©, 44. beg oorig, ©tucfg.)
(50tft 2!b6itbungen auf SSafrl 16 u. 17.)
5Sa$ Me ßfngfdftbee bdrjögtfcb teidr>
fc'ecotitte ©dttenj?fe frt ber Stflfoje 1 öe$ ' ^cb'ißffed1 ob/c
SßafjttbaufeS bei eittVm SlUnrengarfeh; ntirmfebem
fhlTeidbt ein fteineg Gonfertat'ovfum, mrt fd^Snbtit-
Itenbett epotife^en' ^fTdtijen betbunben' ijl ; (Sitten
fotzen ,iU ■' ■ • . t a
0ovtf. bei 2f, X, ©arf, SOlag. V. 18b, 3 . @t. 1831,
- • - ’’ • - . • ' r ■■ i- >
ireco eitlen ©i& i)t efttern. $vöfetr Sßrut»*n*
•©artend «■
iiiQt bie Safe! 16. 'tttfö'mtf bei' brefem "iln dZiyfc
tafter tic* Ött« b'aflen] feiet) ty iifftfg «rfb duTetff
1 fetjtt . 2He ■ 9f w'cf fefte ’i[t eine :fpn? / tim ,
nicht düfjubo^ Spätrer, ftff e’inf^btt at,
d&iteftonifcfjcn ©liebem, w«b atfetifatfg einet ffeinen
©d)tift= 2afe^ _ } j^o.r;tr fft ./fini3*t Entfernung üon
ber SÄauer, ffeM 6' eid&ene »ierecflge ©dulen,
ndmftcb «m 9Mat $« Üeibeh ^eitw-/ uhb jroe? cid«
fache- ift’ ber^itte, fo bdf- fte 3 -^rfaben :bifben,
3f«f biefen ©duteh flehet» ret^art^tefe' ' hT^nte
aus bmn^ebrm eine ! VftßHtöil'e ÄrtaS-
86
fanbfcfyöftS = ©arfenfunjt.
Srud)t in bie £.6fie ffeigt, von tiKtfeft.ßfl foß(mft.t
von ÜBeinrcben, ebenfo wie an ben 3 tfrcaben, an
eifernen Sceiltagen, ^infdjltncictt. 2flle biefe ZttiU
tagen finb von gefchmicbeten ©ifenftdben, theil« we»
gen be« eleganten 2fnfet)eng bcr Seicbtigfeit, theil«
auch wegen ber 23auer, weit bie Gnglinb'er ba«'Gi=
fen faß wohlfeiler al« ba« $olj hoben, unb faß 51t
alten ihren ©artenbauarbeiten, fogar ju ihren Gon=
fervatorien unb ipßanjenhauferit, brauchen.
Um biefem Sifc« nodf) mehr ba« 2fnfef)tt einet
Saube, .eber eine« SSetceau pj geben, fannttyan t$W ''
tec ter Öiücfwanb auch SSetn ober 'anbete ranfenbc
©ewächfe pßanjen, unb biefe, buvch eiferne S3ogen
von ber SJJauer an, mit~ten votbmrr'Tfrfabeinrerr-
binben. 2fl« fchon ranfenbe unb hochlaufenbe ©«»
tvachfe fann man ttrcitö — crtmdren SBein , tl^H« •
Witben gud)«wein (vitis vulpina), theil« funfbldc*
terigen Gphcu (Hvdqra Irelix ^uiryiupfolia-^ tj^l«
bie fchonblühcnbe Bignonia radicans , tfjeit« bie
bochfletternbe Sapanifdje ©uitlanben=9fofe, pßcmjen
unb benu|en, welche« ein ©artner, ber ©efchmacf unb
etwa« dßhetifcßen Sinn b>ot% ;fchon anä«otbiwn wf f*
fen wirb. 23afj in eiije fc*l#e Anlage eine gefcbmacf*
voll verkette S5,anf, unb_vor btefelbe einf^aarj nett?
Slafen s Äeppjch.ej; mit fronen unb reich bluhenbet?
SSlumenfothen seh.ocen, welche /biefe ^Partbi.e, raUbern
anbern SSlumenggtH« verhiitben,r, verße,l;t ßch von
IWft . i,:i , in •
Sfr Chine/iTcf^ itcobe
ben £afet 17. sei,gt., iß gleithMf «jn.fe()c reich be*
c.orirter,, ab?r ganj romaniii'^)er©attenßfe vojr cycrti=
eher Sorm unb.^ef^maeg. . i ,@r fjp.Wff
gel, ober «inet, etwa« fchroßen 2^hohe, jtj njeiterj»
, ^i4fitt4»näEWiaJS5^-nhaufe obir. Schlöffe, angelegt,
von welcher man mehrere Steile be« *Parfö überfel^n
fann. Gin bequemer, ju beiben Seiten mit fRofen
unb blithenben Shrubs befefcter, UBeg leitet ju bem«
, fetten hin. . Gr ßef)t vorn auf 4 gegebenen ßgurit*
» 7 > f
ten eifernen Säulen, welche bunt lacfirt, unb unten
burch eine leichte eifetne SSatußrabe verbunben fmb.
Swifdjen ihnen hangen an vergolbeten Ä-tten jwei
hunte Ghineßfche SchaUpJatten, unb eine bunte GIß*
neßfehe' Caterne. 23a« innere biefe« ©ebaubchen«
iß reich gemalt, ba« fchuppenformige £>ach iß von
1 Siech, -_bunt lacfirt, funb f^ne ff^irutevt-fcron^tion
vergolbet — furj bief ganje f leine romantifche ©es
baube iß em wahre« Spiet bet btühenbßen ^Phan«
■faß«, ßfh^'aur trir-rin-Sih ber Semfonigin in ih*
ten ©arten, unb iß «in fegenannter Gtjtnefifc^et
‘Uflfove.
2*
Meter © arten - 525 a u f « n ft im Httgcmei*
nen, iutl> über ein nod) nicht allenthalben
befannte.^ n a n a 6 1; a u 6 , nebft SSemeg
( ’ ‘füngen übrr befonbece Guftur bet "2Cn'ä naS=
^flanje, ncuefter Seit.
(9Rit einem 3?iffe auf Safet 18.)*
Sn be«, ,brittp SSanbe« vi#.tem Stücf , bec
Sor.tfebang be« ©ayten ^SRagajin«, beftnbet fid) nu
^fuffa| uojrj Äunßgdrtner^ ^>errn Sßalt.cr au«
Gunner«borf, über ©,art enb auf un ß, bcr nicht
t^utj mcineif gOjtj^n 53eifalt hat/ fou^rrn ißit auch
wie au« meiner Seele genommen ju fepn fcheint.
S:a nb:(d)-af>tö 's <55 ä-tite nlunftJ
Alle baff fb ft «ufgejcicfcnete SBünfche unb 25e»
merfttngen, waren fd?on feit langer Beit, auch bie
mddigeit. ©6 frenete raid; bejihatb um fo mehr, ba
mit tiefer 'Auffa(j ju '©eftdjte fum : eine befannte,
rtnb S&cn'iofftdjtigung wert!)*, ©adf)e jur (Sprache
gebracht ju fef>en. Allein, fo nothwenblg unb nüfc»
lieh eS aud) fepn würbe, wenn burd) eine gcfdjlojfene
ober roilifuhtliche ^Bereinigung mehrerer ©adjoer*
$gnbjger, nach tiefem fünfte ber ofonomifdjen
©arten » ’SBauf unfl mit 53eharrlidjfeit unb Umftcht
hingcarbeitet würbe: fo wenig i(i 6och jtt erwarten,
bafj etwas ÜBoüjtdnbigeS barüber erfdjeinen fann.
£>et $auptjwecf liegt ju weit aus bem ©eftd)tSpunfte
derjenigen t welche burd) ihre t*ieljaf>rige , nothwenbig
geworbene Aufmerffamfeif , in ihrem praftifdjch
SD3trfen , balb h*?rc Wö'bort, bie nottrcfflid)ffen
©vfahrungen mad)tcn, oft aber, unb leiber, bie wahre
Urfache Don ben erreichten SBirfungen, entweber nicht
anjugeben oetmogen, weil fie, trofc aller empirifCen
Jtenntniffe, im ginftern tappen, ober ju bequem, ftnb,
barubet nachjubenfen uni) eS befa.nnt werben ju
laffen,
SBenn ich bemnach bie ^Behauptung in ©cmein=
fchaft mit $erm SB a 1 1 c c auffMe: bajj unfere
ptaftifdjen ©drtner, älterer unb neuerer Beit, Diel,
ja in billiger 3 ufa’mmen Wirkung f uno Uebereinftim»
mung, bielleicht AlieS leifren würben : fo modjte am
cillerwenigficn , in biefem ^weige baS Gefcmmt»
©artenwefenS, juoiel gefagt fepn. Aber welche
©djwierigfeitcn bieten fid; bar, ai/e btefe für ben
mechanifd)en ©artner fonoof)t , als für jeben ©arten*
Sauliebhaber fo unentbehrlichen Aufklärungen an
tinanber reihen unb, jumfBortheile für Sieben, befannt
*rta<hcn ju fonnen! Aberglaube, boferSBille, 9?eib,
8?
©tolj, rgjabfudU, fetbfl Unwiffenheit, unb in SBe»
gleifung, biefec, ©djaam unb Aergernifb ft b in ben
SBeg gelagert, unb berfperren nid)t nur alle gute
©inflüffe , •< fottbern berhinbern and) aitjjerbem baS
SSebanntnxrben einer gar ofetfaitig burd) Bufatf,
ober burd) S3e*ttiehfarafeir rege gemachte Aufmetffam*
famfeit, erworbenen hemmen Erfahrung.
SiefeS bar’f uns aber nid)t &bfd)re<fen, fonbetn
Dotliegenbes Sttagajin-j'JW.ic auch .£ett SBalter borfc
fchlagt, welches fich, jur greube aller ©arten* Sieb»
habet, nun fchon fo lange Beit, feiner SBotltefflid)»
feit »ab ©emeiimühigfeit wegen, länget a!$ nur ein
mit befannter , feiner borangegangenen SSruber er»
hält, ifb beS ©egenjlanbeS eben fo würbig, wie bie*
fer weft^ ifi, mnbefd^rdnft aufgehommen ju werben,
©in jeber bcrurtheilSfrrie, in biefem gache fenntnrf»
beiche, Sfldnn, ber gertt für feinen S3ruber benft unb
arbeitet, fchli erfleh / gefannt ober ungefanht, an,
unb gebe, was if>m burch Beit unb ©elegenheit an
©vfenntnijü würbe, fep eS auch noch fo wenig, nur
auf eine gegrürtbete Art wichtig, gefannt unb nach*
geahmt ja werben: fo wirb e$ geWip willkommen
aufgenommen, unb £u einem ber erfreulichen unb
jUgleid) entfprech'ehbjl'en BmedP e führen *).
Unter- b'cn Umflänben, Wie uns bie ©arten»
SSaufunjt in Unfern "Sageh, mit S'tücfftcht duf ww*
bemclbeten- AuffdhV evfdheint, fann eS unmöglich
baß Unternehmen eines ©tnjelncrt fcpn, ober man
muffe baS fd)on au’S ürrtret, uhb auch neuerer Beit
*) Seber, auch' tiodh fd fleinev praftifCe Seitrag in
biefem gad;e, wirb mir fepr wiafomtneh fcpn.
m 2
88
fc A n b f « f i $ Ts at tt n £ tt nff»
S3ejfehenbe ju&urtmentrrtgen unb mit ©tnfuht geotbs
net, bem hetreffenben^ublifum, sutJSemifcutig, 2(ul=
reahl unb.2fnreenbung, erlege«,. j ^ierburcfy reuthe
aber für ben eifrigen ©drtner./ tWe für ben (garten*
§5auhertn, nicbtl weiter gewonnen ferm, • all ein
teures jtupfwreerf, beten reit fdjon alljuoiel für
biejenigen Ijot.eti / t»eld;r ftch in allen Bwetgi« bei
©efammt:©artentvefenl/ all: Sanbfd&aftlgdrtneret,
SSotanif, ^omqtogje, ©eometrie «. f. re, ju btfc^dfs
ligen haben,. ober il>?e Sthohlung itatin fmbeni
• : •• - ' :■ rifeMjM
£>al SwwtfmdjHgjte reurbe bähet immer, real
ld> feier «ieberhohle, bie -einzelne 2fuffiellung in bie*
fei gad) fchlagenbcc 2frtifel, burch jeben ctnjetnen
@ad)o«jldnbiöen» in biefen Söldnern fepn, Sch
reetbe.oul biefec Urfadje meine Ära.fte Unb ©infttb*
ten nach langjährigem %>rapi« , in fBerbinbung mit
Sf)eorie , mit SBevgnugen batbtingen, inbem id) ju
gleichet Beit eine Jlufforberung -an «Ile biejenigen
wage, reeldje in ihrem Sehen tmb S^itfen ©elegen*
heit fanben, auf bem fidlerem SBoge ber sprapil»
fciejenige (hfenutnifj ju erlangen, welche Anleitung
ju beti nnjreeibeutigjjen Unternehmungen um fo $u?
perfichtlidjev barbietet , mit je größerer llmftd;t ber,
noch fo reenig in bie 2fugen fdlenbe, unb noch fo
unbebeutenb fdjeinenbe Sßorfall berücf fühtigt , be=
leuchtet/ :tmb mit SBprficht unb Qfulbauer angereeit*
bet' unb oerbeffert ntpurbe , um butd) »ereinjclte
SStuthftutfe./. in ber golge., , ein m'jfclichel ©anjcl
gufammtniujkingcn. ©I muf nidjt jebe Sftittheilung
$?tabe ein gangs <&aul ober Mafien, nebft beffeu
inneren unb duneren (Jinridjtung, unb real noch
•mehr bflgu gehört ,+ betreffen i fonbern j.ebel fich burch
oortheilhafte 2fnreenbung- ober anbete günjlige Um«
frdnbe tmpfehler.be £>etailßucf, fep «I nun ber £a=
naf, bie genfferreanbi, bfe ^fufffeftüttg ber ©eredchfe,
befonbere Söthanblung ber *PfIanjen, um ben Vbr34*
jiciif ten Bwecf . erregen ju fomten, unb real, bet*-
gfeidjen mehr fep« mag , — boraulgefeht, bafj el
jietl SScjug; auf ©arten » SSaureefen hat/ — »®M
hier feinen angemeffenen, erfolgcetdjen» auch mitun*
ter n«u* Sbeen erreetfenben ^lah. ftnben.
• ia
©runbfah mujj jebodh h^tbei fepu un& bleihent
bajj bei 3Cuf{bllung einer folchen in biefel gad) fdilg*
genben ©ac^e, inlbefonbere ffc, tl auf bie uoUjTdnbige
Erreichung bei benfbargrdjjtmcgiichften Brercfl ernff*
tief; unb ohne #interij)altf ^ingefeheq »reb, t),
ber juc ©prache gebraute ©egenflanb nmjj unter
allen oorbanbenen reuflidj erprobten, , feine! ©let*
: f - • V-, ' " iy>
djenl bet allervor^uglic^fle t , ^tnb allen Gtfoibernif*
feij, gahj entfpredjenbe fet;nt unb mufi auf bem ibnt
aygtreiefenen ^>tage nicht nur W Erfprieplichfte
bcjreecfen, real nur immer non einem folchen fann
nerlangt reetbenj fonbern feine ößirfungen mdjfet|
in ©emeinfd>a[t mit ben 2Bhfungen ber übrig nt
(sinjelnhciten einel ^aufel, einen földjen Ginfluji
auf bie betceffenbcn ©credcbfe, — e! mögen nutt
^flanjen fepn, bie ihrer g.ruchte wegen gejogen,
ober anbere bte jilv Ergohung ber, innernunb aujertt
©inne gepflegt reerben, ~ hoben, ba^ Ecflere 3fl(el
teijisn/ real nur immer in «^inffiht auf gn'^eitigs
feit, auf 5Bphlgefchmacf , , ©rdfje unb geiuheit ner*
langt «erben fann, ober real man ju erreichen ftdj
alfo anfirengt, um bftjjrf« ju gelangen. Unb real
festere, betriff, fo mufj man. auf aulnehm.enbe ©d)on*
heit, ©tdefe unb ©efunbh^t nolljidnbig rechnen
fonnen.
^.d) mad)e ben Anfang mit einem Tfnanal^
häufe, beffen Bauart' in.SSerbinbung mit ber inner«
ff«
unb auf«« Einrichtung,. AllcS leiffet, was man bi«;
her ju beswecfen, fid) lange 3eit umfonft bemühete,
SSielt liebe l ftnb burd) weiter unten aus einanbet
gefefcte Spittel unterbrütft, ttnb Diele Mängel ber
lltern Sauart Dermieben unb gt.,cfiid? gehoben,
25er Erfinber biefeS Kaufes unb feinet Sin«
tichtung, welches auf Safel 18 aufgejeichnet ijVfoll,
fo.Diel ich in fiebere Erfahrung bringen fonnte, - wenig«
ftenS-hot er juerfl ein fölcheS aufbauen Iaffen, — ber
jegt lebenbe Äurfurftlicbe ^efiTfcbe£)tangerie;3nfpeEtor
^)erc o h r in ber Saris « Aue bei Eafiel fepn.
©o.üiel ijf .gewif, taf er ft'd; feit feiner langen
^ienfljeit, immer mit Siebe unb befonberer Sorg«
falt ber AnnnaSsucht wibmete unb im Stillen ber
Sftitur fo manches biefem ©ewdchfe allein Eigene,
unb in >£>infieht auf Eultur Zuträgliche. ablaufcbfe/
bag et eS feit mehreren Salden, ju einer wieflitb
rühmlichen unb gart* Dotsüglichen SSoflfommenheit
brachte. 25utdj Diele eigene, SSerfuche unb nähere
Unterfudhung in ber Sßirflicfjfeit erprobter, ihm be*
fannt gerootbener, Decfd^iebenartiger §3ehanb!ungS«
SNethoben unb ihrer Eigenthümlichfeiten, auch eigene,
butcb Dieljahrige SSemühungen ihm eigen geworbene,
burch Sufammenftellungen unb Abfonberungen er«
langte gertigfeiten, war et enblid) burch Vernunft«
fthlfiffe geleitet, jur Aufführung eines freilich nicht
wohlfeilen, fonbern etwa« foftfpieligen, aber bgbei fehr
jjroecfmäfigen Kaufes gefommen. — 25af eS unter
bie foftfpieligern Raufer biefer Art gehört, fann
»icht eS in rühmlid)t Erwähnung $u brin«
gen, fonbern eS ijlNothwenbigfcit, SebeS $ur Sprache
ju bringen, fobalb e$ Alles leiftet, waS man baS
Siecht su forbern hot. — Seitbem r.un würben all«
i^rlich bie gtoften, roohtfdjmecfenbften., unb in je«
©lufenfuttft ge>
bem betracht DorsügftdjfJett grüßte, $ut gtoften Zu«
friebenheit feines $ofeS , gesogen. 25er Dorgefefjte
würbe bemnach auf’s bejle erreicht.
5Bir hoben alfo ^ier etwas sirmltdh Neues,:
noch ganj unb gar nicht allgemein 18'efannteS, wet«
dheS fich bewahrte, unb feinet Zwccfniafigfeit weg«?.
Sur Nachahmung empfohlen werben f'ann.
Sd> Dermulhe, baf eS feiner innern Einrichtung
wegen, für jebeS Älima, ja fel&ß für jebe befonbece.
Sage, gleich anwenbbar fepn mag unb, biefer mir
einleuchtenben SSollfommenheit wegen, um fo mehr”
Decbient, oorsngSweife aufgefiellt tu werben,
25a aber unter ber Sonne nichts gans 2>ollfommene£
erfdjeint, fonbern an bem graften ifunjfwerfe fowohl,
wie an jeber Natur« Erfcheinung, in ein ober ber an*
bern «£)infid)t, ober aus bem ober jenem ©eftchtS«
punfte betrachtet, noch etwas ju wünfehen übrig
bleibt: fo erwarte ich um fo mehr, unb in biefer
Do.lligen Ueberjeugung, baf bemerfbare gehler, welche
bem Haupts werfe entgegen ju fepn fdjeinen, unb
bem Qfrftnber, Wie mir, enfgiengen , mit 33i(lig«
feit, sum groferen SSortheile berjenigen, welche e5
nachjttbaucn ©elegenheit nehmen mochten, bemerff
unb, wie eS beffete Erfahrungen lehren, Detbejfert
werben,
Reichem praftifchen ©arfner iff wohl nicht bte
fo oft Dorfommenbe Etfefcung beS NiifbeS unb ber
©erbettele ein Anflof gewefen, unb welche unan«
genehme, fclbft ben ^flanjcn fchdblid;e, Arbeit ift
nicht bie ^inwegraumung betreiben, bei einer folchen
Unternehmung? ©at S3ie(en mag eS, bei oielfälfigec
Arbeit, ein geofe» Aergenjif gewefen fepn, wenn eine
9o
2anbf<$aftS = ©arten* unff.
fd^e fccbcufcnbe Verdnbentng , reelle babei mit
g'rofjtef Vorficht unb Ä^tfamfeit gcfd;e^en mußte,
oorjunclimen war. SBefortberg algbamrt ixiüfjte e$
brudenb unb gefuhrlid) »erben, »enn eg an einem
angcmejTenen Scfat fehlte, »ofelbfl wdhrenb ber £>pe*
ratien bie Änanag=$f!angen , nebft noch »oi)t nieten
onbecn SSarmhaug * ©ewdehfen, aufbewahrt »erben
follten.
liefen bebeutenben Ungemdc&lichfeiten, nebft
nod) mehreren anberen (ich rebe non bet Änanaggudjt
im Ällgem einen) ift im oorliegenben £aufe mit bem
fcefien ßrfotße , unb gewifj er»unfd)t füy jeben
©arten*#errn unb ©drtner, abgetfotfen. 2Bir wol*
ien nun [eben, »ie bie Einrichtung, f>irtftcf)tlicl> bie*
feg erften «Punftg, getroffen ift, um bie bcfletjenberr
2Beitfcb»eiftgfeiten gu nermeiben.
3e rubiger bie tragbare Änanagpflange, — fo*
batb fie unter biefe bureb Älter unb Stdrfc gejÄf)tt
rcirb, — auf ihrer angewiefenen , alte Vorteile gut
grucbttreibuitg t^rbietenben «Steile, big gut Beitigung
ber gvüchte, unoerrüeft flehen bleiben fann, um fo
angemeffener ifl’g für fte. ©ine Sigenföaft bie uiü
fere ^flanje mit allen anbern gemein hat» «nb bei
feiner gu nerfennen ift. Siefeg wufte man gum
großen Sbcite, tntweber gewif, ober oermutbete eg
boct) remiafieng fefjon feit langet Beit, ohne emft*
lidje 58 otf errungen', noch weniger Verfuge ju wa*
gm. — SJlic finb folcbe Wenigfteng nie befannt ge*
reotben. — 3n bem fraglichen £aufe ift hierauf be*
fonbere üvvicf fTcfjt genommen, unb gu biefem Gilbe,
jene auf SSf. i8- $‘9- 2 unb 3 mit c begegnete ^ritfdje,
oon tannenen ober fiefernen Soppelbielen, in Äug*
ibung gebrad;t »erben. Äuf biefer ftefjen bie ^flan*
gen unangetaftef, nach SRaafgabe ihrer ^obe, ent*
»eber oorne, in bet Sttitte, ober hinten über bet
'gjtfffgrubeV' je nadfbem eS ber Bwrf^enraüm, oon
ber ^ritfdje big gum genftttbacbe, mit ficb fuhrt, big
fte abgetragen hoben. Um aber tiefen 3»etf er*
reichen gu fonnen , »at notb»enbig , guoor aug*
ftnbig gu machen, auf welche Ärt man nun auch
bet fPfTange eine angenehme, bauernbe, unb gleich*
förmige SBdrme oon untenher gu oerfchaffen im
St ante fepn wärbe, ohne »ercheg ÄUeg eitle Vd
mul;ungen gewefen fepn burften. Siefet Äuffthbun^
mögen fid) wohl größere Schwierigkeiten entgegen*
gcftellt haben, alg man bei cberflacijlicf>cc Unter*
fuchung fid) benfen follte , ba bei bet befannten
«8erfahrunggart bie unterirbifche ©arme butd) fri*
fchen «Pfcrbertiift h*tobrgubringen , — bie Wangen,
wdhrenb bem man ben €Otift in bie (Stube brachte,
ihn in ©dhrung femmen tief), unb enblich ©dtber*
tohe auftrug; auf gweierlei SBeife leiben ttiUfttöf,
Sag Dlahgrlichff« bei biefer SSewirfhunggart war
1) ber «Seeluft betf berjentgen 23drme:, welche uh*
auggefe|t, — gulefct fnilich in geringerm ©T.ibe, —
ben untern ^flangentheilcn guftromfe, tag Schdb*
lieh fte aber 2) ber ftd) ergeugenbe SRifttotmpf wdhrenb
ber ©dhrung, welch« (eitere bocff' nid)t Umgängen
werben burfte, wenn nicht bag ©elingen ber Unter*
nebmung, burch bag fegenannte (hftiefen beg 3Ri*
fteg, follte aufg Spiel ggfe&t 'werbrh. Sag ©tflere,
alg bag Weniger S5;dbliche, föhnte im SßothfaBe
burd) Sfenwarme, obgleich nicht fo gang eigentlich,
erfe^t werben. 2>em Streiten aber war feinefweg*
oorgubeugen, wetm nicht alle ©cwddjfe auggeiaumt
würben, ^flanjen, bie folgern SRiftbampfe' a'ufgefefet
finb, oerbrennen oft fef>c ffarf, unb hat bie ©drt*
ner fdjon gar mannichfattig in Verlegenheit', ober
?anbfcf)aff 3. = ©avtcn f unßf*
9i
©etffgffenS um ba8 fdjoitcrc ,2fnfe^en ifpc ^ffa^en biefetvoffl. nicht ju ui^ffrattet fepn.?), ituvelche matt,
gebracht, mit -fjülfe einer angebrachten Seffnung 2 gig. 1 k. k.
Siefen feeiben mißlichen gatten mußte bUtd)
«ine feefonbete Ginrichtung abgeholfen »erben, fo*
tsatb bi« «Pcitfche nicht unnotffig, unb bie Unfeeweg*
Tichfeit ber 2fnana$pflan$en nicht aufgegeben »erben
foüte ; eine Witflich ftitifdre i Aufgabe für benjem*
gen!, weichet bie Gigenfchaften unb SÖBitfungen bet
ge»6fennd)ilen cfjülfämittel in bet ©drtnerei niefet
genau fennt, bie afeet burefe ein alteö bewahrtes, in
neuem Beite« nur außer 2(cht gefommeneS Mittel,
wie id; nun beutlicbet jeigen werte, gehoben würbe,
?fnfialtenbe SDBirme, welche bod), wie leicht ein*
jufefeen ift, bei biefer Gu'titr*?Dlethobe, unb um ben
vorgefefjten ßroeef ju erreichen, unumgänglich ndtfjig
ift, fann nur burch eine große Tluffedufung non
frifchem SJliffe hervorgebracht werben. Sfebod) ijt
nicht ju Idugnen, baß enblid) auch ber allergrößte
Sftijlhaufen feine Hödrme ju verlieren pflegt, fofeafb
. nämlich, bie ©afjtung auf eine ober bie anbere SBu'fe
feeenbigt ijt. Gbenfowenig fann aber auch mit
(Stittfdjwejgen bie oft feil jum SSerbrennen ffotgenbe
.£>ifce be$ SDtiffS unb ber Söf)e, im. Anfänge ber
©dhrung , übergangen werben , bie bei allen bis
,jeht . feefannt geworbenen Äultur * Sttetfeobe«,
in biefet ^etiobe , ba$ ©efammt * ^Burjel*
JBermogen ber ^flan^en nicht feiten total jerffdtfe.
GS mußte qlfo , mit fteter cf)inftcht auf bejidnbigeS
©tehcnbleiben ber ^flanjen, barauf gebadet werben,
Wie auch felbff hier in bem SDliffe eine gleich förmige
5Bdtme erhalten . werben fonnte^
liefet 3wecf würbe babutch «rteidjf, baß man
7),eineSDlißgrube, «on I4guß, tief anlegte (NB. follte
Safel 18- , S« jebec. Sahrel * unb, SagcSjeit fei*
fchen Sttijt einbtingen farm. SBitb cS bemnadfe notfe*
.wenbig, bie ju fcfjwache COlijtti'drme ju ^cb6f;en , fj
fann auf. .bem, in ber Sflliffgrufee. in biffem ßujlanbe,
nunmehr jufammengefclten Sftijt, eine ijinr«id;enbe
Quantität feifdjer, burch gebachte Scffnung ringe*
führt werben, ohne bie ^nanaepfTangeu nur im ©e=
tingflen berühren ju muffen. 3ff, wie $u vermu*
ihm fleht, bie #ihe im Anfänge bet ©uhrung ju
ffarf, fo fann man 2) bie ^ritfefee um etwas lüften,
baß bie überflüfffge SOBdrme verflüchtigt, ohne bamit
5U wagen, ferne ^pnjen burch SOlijtbampf verbren*
nen $u fefeen, wie ich n°d> weiter jeigen werbe.
SD?uß aber bie ganje ©rufee auSgeleert, unb
von fettem frifdj ungefüllt werben, fo wirb erftlich
bie eine $d(fte auSgeleert unb wicber vottgefey, fee*
vor man bie jweite Raffte auf eben biefelbe SBeife
in 2l.beit nimmt, bamit auch, felbff im 23?rlaufe bie*
(er Arbeit, 5S?iff warme in iöirffamfcit feieifet, Sie
ganje Speraticn. gcfc^trtjt aber übrigenä, , ebenfo wie
vorhin gefagt würbe, burch bie gebaute Sepung,
5Bet biefer 5ßerppegung8art flößen wir aber auf
«inen neuen SDlangel, ber von jebem ©artner um f«
ß'cherer berüdfichtigt wetben wirb, je nadjtheiligertt
unb fchablichern (Sinpß er auf bie eingefchlof*
fene ^pßanjenwelt h^fetu fanu- Siefer ijl bie, wdf>=
renb bem 2fu$* unb Ginbringen beS SUijleg, offene
Sfeüre kgigur3, fcucc^ welche, inSbefonbere bei ffren*
ger Ädlte im Sßintet (wenn man in biefer S^hreS*
jeit burch befenbere Unfdüe follte gejwungen werben,
eine fold^ Operation ootiunehnwn) , eine höchjl ver*
Canbfd)dftS s ©avtenf un?.
tcrfettrfje Äalte einbringen mußte, liefern »liefet ju
»ermeibenben ^efetec abjufeelfcn, bütfen bie Ein--
gangltfeürert b'e? «Scfeopperi^ gigür 3 unb 5 i niefet
<iuf bie ©tubentfeür flößen, wie aud) feiet fefeon bie
Etntidfeümg .qc troffen ifl, fonbent muffen fo weit
'feitwdrtS onqcbracfet werben, all' cl bie 'C^mmetne,
inSSerbinbung mit ber innein ^fntdqe, jülnßt. tfüßet*
bem fann im Innern bei ^aufcl noefe eine SSor*
liefe tung angelegt werben, wie feier $feür i, o/$,' f
3idf)et bejeid)nct, burefe Wclcfee alle Unqcmvicfelicfef ci=
ten bet Tfrt ßdn jtiefe aufqefeoben Werben fennen.
Cie beflefet aul eingefcfeebenen unb aufgelegten tei<fe=
teri «Stetem, wtldje bie Ctubcntfeür ganj vetfpetten,
ir.b fomit auf bem {Tcfeetflen unb teiefeteften ©ege
öüel Einbringen non Ab gonj bequem aufbeben,
cijru baß bie Arbeit nur im ©cringfien verfeinert
ober aUdfe nur befefewert würbe, unb all unb jeber
mit, wie ofene tiefe ‘SStctterwanb, fann feeraulge--
füfert unb eingeferad;t werben.
5Run liegt utrl aber noefe weiter ob, iurücfjtu
fefeten, um bal fcfeablicfee Einbringen bei JDliflbampfl
jiäfeet ju beleucfetcn, auf welcfeen eben fo viel SRücf»
fd)i muß genommen werben, all aul ifem äfenlicfee
Erfcfeeinungen, bie ba« beffere gortfommen ber be*
treffenben ©ewdcfefo etfefeweren, ober wofei gar bet*
feinbern, feetvorgefecn,
Um tiefen, für jebel ©cwdcfel fo dttßerfi fcfe5bli-
djen iflb arnpf alfjufeftTt eit, ifl folgenbcl fdjon lange
iefaftnte, aber noefe liefet angewent etc Niftel, mit bem
^eflen Erfolge nun glüefliefe angewenbei werben. 3«»
bem (Stiflfceef = ©atmet wirb, wcnigflenl bed; buttfe
jufaing^ tfnwenbutig; befannt fe fett, baß Äüfemifl, fo*
balb «'bei Reiberei ,' irelcfeln #nmfn {?* altcfe feaben
mag, angewenbet wirb, ’ben ©cwdd)fen butefe feitfeit
bei bet ©äfetung er.twicfelnben £ampf unb' batauf
erfßlgenben DiiebCrfcfelag' triefet im ©jetingften fcfedb*
liefe, fottbem wie bie Etfaferung leferte, auffallenb
nütjlicfe war. gernet muß aber auefe einem folgen
befannt fepn, baß tiefer Wswat W'fefet mt <St«filbe
ifl, eine Burje unb flarfe £ifee feertoviubringen, jfTe
aber langer ju galten gar nid)t geeignet Ifl. 25iefeS
in tteberlegutfg gebraefet; mußte fTd) eirf Mittel fin*
ben gegen jenen vetfeeccenben iDampf bei ^)ferbemi*
fiel, ofegleicfe el niefet moglicfe ifl,. bert tfufemifl em
unb für ftd) , in biefet ^infiefet ju. vetferaudjen. El
würbe beßfealb jum SSortfeeilc bet ©ewaefefe, unb jurn
Unterbotenen bei Sampfel , im .Snnent ber Sftifrävube
fotgenbe' Einricfetung bei 2(nfüllung berfelbcn getrof*
fen. «ftaefebem eine flar.fe Cage guten, frifd)(?n, uns
verbtatihten *})feibemijlel auf bem@runbe ber ©rube
aulgebreitet unb eingcfefelagem war, würbe «ine ge*
ringer« Sage- von «ben fo frifefeen Sufemifi, gleicfe*
falll aulgebreitet unb feftqefcfetaqen. @0 würbe
fortgefaferen, bil bie ©rube gdnslicfe angefüllt war,
wobei aber feauptfdcfeliefe noefe muß beobaefetet werben,
baß bie obetjle ©efeiefet, welcfec an bie. $ritfd)e cm-
floßt , . nidyt «Pfetbcmifl, fonbetn eine herbere. 2age
Äufemifi fepn muß, all bie vomilgegangenen,. fo
wie bc.rje&te «Blifl. an. bet Einbtingungltfeür eben
fo gut Äufemifl fepn muß.
©ob alb biefel Severe ganj 'genau beobaefetet unb
aulgefüfert wirb, fo ifl ber fcfeablicfee ^ferbemif*
©ampf unterbrüeft, ofene baburd) bem ffffifte an
©penbutig' feinet ©drmeBraft feinbertiefe ‘jü fefen,
nod; viel weniger fie 51t' unterbruefen; .
hiermit Ware nun auefe biefem Ue6el, ittm
fßottfeeile ber 2ln«n«liudfet abgefeblfen, imb el fahn
Sa n bfrf)ö ff 5
nun nur noch fcte <utfefjnf?4>e Stenge b eg benötig*
ten Sß'peg in 3fnf chlag gebraut werben, welchen
eine fo tiefe (Stube jur ?lu cfütlung erferbert. Söafjr
bi e Stube ifi fefjc tief, unb mag aud) nur in
notblicheren ©egenben, oon biefem ©cbjatte erfpriep*
lic^ unb unumgänglich fepn. Sebcnfen wir aber,
bap bet 3)?ipy nadjbem ec bie erforberliche Södrme
ben ©ewächfen $u ihrem Storthefle unb gortfommen
oerabreid;t f>ctt, nun ferner noch, — of >ne an feinet
2>ungung«ftaft, burd) bie oertorne ©igenphaft bet
©tf)i&ung ober Söärme* ©rjeug'ung, abgenemmen $u
fjaben, — alg weit tüchtiger jum Zungen ber gef*
ber ober ©emüfe * Sdnbereren bann benufjt werben;
tt>ie im ©egentheile gan; frifdjer, aug ben Stal*
len genommener, langer 97?iff, f0 mochte idf> wob,l
ratzen, ben €0?ijT lieber alfo benu^t $um Zungen
tüchtig 511 machen, alg ihn, im entgegengefe&ten gaffe,
auf «Raufen $u fahren, wofelbp et nach unb nad)
»erfauft, unb jtt jener 33enu|ung jubereitet, aber
«ud; bon 8uft unb (Sonne, — liege er auch in ei*
ner flachen ©rube, — auögejc^rt wirb, unb allba,
burch bie ©ährung, noch baju eben fo oiet an bei¬
menge abnimmt; alg wenn ec juc Treiberei wate
benu|t worben.
SSoUte jebod) Semanb hierin eine ©rfpacmf
fudhen, fo bfeibt unbenommen, bie ©rube flacher ju
machen, bamit fit weniger SWijl *u faffett oermag,
unb bemungeachtet hinlängliche Söarme oerbreifen
fann. 9?ur barf, in biefem gaffe, bie innere ©in*
tichtung beg £aufeg, in £inftc&t auf bie hohen ©tu*
ben* dauern, nicht abgeänbert werben, weil fonft
bie Seffnung jurn ©inbringen beg €0?tfle«, gleichfalls
mupte oeränbert unb tiefer gefegt werben, worin ber
Äcnal hinberlich i% gfaube üin
ioetf, b, 2t, Z, @arh, Sflag, y, S3b, 3,et.i83i,
s ©arten! u«|f. 93
bap cg bei einer ^errfefcaft, w^che 3fnanagjud>t be*
ftehft, unter obenbemefbefer weitern SScnufcung beg
mifteg, auf einige Söagen vott mel;r anfommen
wirb,
So weit nun oon ber innem 93efchaffenheit,
SJerridjtung unb 25enufcung ber STfipgrube; unb nun
il!r nettem SBefchreibung ber fPritfche, unb wie ft'e
bem Smecfe gemap benutzt wirb.
Seit fanget Seit benufct man fchon bei ber
^fnanagjudjt bie ©erberlohe, unb jwar mit bem
beften ©rfolge, unb man bebient ficf) ihrer aug bie*
fern ©runbe fehr oieffdftig auch bei Sterpflanjen;
theifg auf mift, anberntheifg auch ohne benfefben,
weit fie eine mdpigere, länger anhaftenbe Söarme
giebt, bie ben ©ewädjfen weit }U(räglicher ip, afg
bag tobenbe geucr beg SfliPeg, weicheg oft fehr fdjnefl
oerlofcht. £)ie mancherlei ?fnwenbungen, fowohl
mittelbare, alg unmittelbare, bei bet tfnanagjudjf,
gehören nicht hierher. fWan wirb mir eg bepfjalb $u
gute halten, wenn ich fchneß barüber hingleite, unb
nur noch oon tf>r berühre: bap man fie beffer, bei
unfetec 97?etf)Obc, gar nid;t mehr gebraucht.
®ie ^ritfehe, beten Sefchaffenheit nun allem
Ootan etp $u befchreiben ip, ruht ihrer Sänge we*
gen auf oier flarfen eichenen pfählen; beffer auf
fedjg; noch beffer, aber fepfpieliger, auf neunen.
£>iefe pnb in ben ©runb ber Stfipgrube fep einge*
rammelt, unb freiten fclche in beet ober oier2fbtf)ei*
lungen. Sebeg *Paat ober jebeg ©ebrifte trägt et*
nen gleich patfen eichenen Gueerbalfen, wie hier
auf £afel 18. gigur 2 unb 3, a, b, ju fehen ip.
2(uf biefe {entere nun, »..yben ber Sänge ber ©rube
£>
. Canbfd)aft§
94
nad), tannene SSrcter, oon i bi« i| Soll bicf, b«ht
an einanbet fibctgel'egt, weld)e alSbann bie Dcit^t
aulnKidjm, unb geeignet ftnb bie ^>flat»5cn ju tragen,
auch bie »me gehörig burchjulaffen.
2)er SDlifl füllt bie ©rube an , H« 1)«** an bie
^ritfdje, auf meldet nun bie ^nanaöpflansen reil)en=
weife georbnet , oufgejiellt werben. ©»« 9an*
blof flehen ju taffen, get)t nirf)t an, fonbern e«
mug notfywenbigerroeife nod) etwa« (jerbeigefebaft
weiben, wetdjc« bie leeren Sidume jwifdjen ben 26=
pfen volifommcn auäfullt, Stjeil« um bie Vhjt*
warme, jum befferen ©enujfe für bie betreffend«
^flanjen , fefter ju halten 5 <iud) ( um
ba« e£*runterfallen bet ©infutterung ju verhüten.
Um ben elften Sivccf ju erteilen, wirb nun
anflatt bet ©dtbetlohc, entwebet eine feine gute
■Dammetbe, obet in ©tmangelung betfelben, ganj
verrottetet SJiifl, von welcher 2l)ietart et aud)
t)crtui)tc , genommen. £a nun aber bie rpritfd)e
mit bet ©rubenmauet gleiche #Sh* hat, fo wirb,
um ben jweiten 3»ccf su erreichen, nod) ein ben ge=
wohnlichen «beeten dt)nli'd)et Mafien erforbert,
bet bie Mt von i Suf 3~4 3®« bat, wie it>«
gigut 2. g seist , nur bie SRauer d bet ©vube frei
u^t, unb fomit. bie ^flanjen mit i&tet ©inffittevung
jufammenhdlt.
Somit nid)t etwa biefet haften in bie ©rube
rutfdje, fo’ifl et unten h«um mit ein^t Warfen Satte
verfemen, bie fid) in bie Sange auf bte flauer legt
unb bei« fRieberfinfen gdnjlid) verhütet, wie gig.3. g
ju fetjen ijt
Qi ift feinem 3»eifet unterworfen, baf auf
triefe tfrt bie 2fn«na*pff«%* ganj oljneSopfe, unb
* ©atfenfunjt
btof in ben mit guter emgemefnet fruchtbarer ©tbe
ungefüllten Mafien gepflanjt, vcdjt nad) Söunfdje ge.
beiden mosten, tiefer ©ultut = SRethobe ft^en abec
ungleid) mehr £inbetmjfe im 23ege, al« beteiligen,
welche in bem fraglichen £aufe anweisbar ift, unb
woju hauptfdehlich bie abgetragene ^flanje ju red)*
ne» fepn mochte. Sn biefem £aufe, unb narben»
bie geüchte alle abgenommen finb, werben im fpaten
^erbfte bie abgetragenen ^flanjen herau«genommen,
unb bie fidrfften au« ben ©ommetfajtej» an ihre
©teile gebradjt,
gilach ben ©rfahrungen, weldje wir von bet 9Ra=
tur bet 2(nana«pflanje haben, fo foUen f te von Seit
*u Seit au« ©ptdflingen, ober beffer, au« ben Äto*
neu von vorjugtidjen, guten unb au«ge$eid)net fd)6=
nen gcud)ten, — wohin erhebliche ©tofe bet Se&.
tern gerechnet wirb, - fortgepflanit werben, bamit
bie abgetragene $flanje etfeW unb fte mithin weiter
unbenufct weggeworfen werben fann. ^>ter mußten
atfo bem bebeutenben «JRi^tanbe burch 3w»fW**«
jüngerer, f&c ba« folgenbe Sahr tragbarer Wangen ,
fluf eine ober bie anbete 2Crt abgeholfen werben,
wcld)c« fid) freilich burch einen f)inldngltd)en SSot*
tath, von in £6pfen Eultivirten ^flanjen, von on*
fehnlichet unb minbetet *&of>e unb©r6fe, red)t gut
bewcrfftelligen liefe, wenn fonftige £inbetmffe, al«
fcafinb: UnbequemtidjEeit im ©ajwifchenpflanjett,
unb unmöglich* ©rfefcung ber au«gefogene» ©tbe K.,
ju beftegen wdten.
3d) habe fjieviw feine eigene Erfahrungen, bie
mi d, leiten f6nnten , wenn ich «« unternehme«
wollte, au«füi)tlicf)er baruber ju ceben. Vielleicht
fibernimmt biefe« ein Oberer, ber hi«**« mit
2anbf$aft$ * ©ötfenfunff, 95
grogetet ©ewigh«tt unb Subttldffigfeit ju fprechett tung fein« dlenntniffe epaminirfe, unb fich won ber
®*rmag, SRufcbatfeit obet Schönheit überjeugte §u erwähnen.
Aufcrbem b(ei6t nod) ju berücfftchtigen: ob
bie abgetragene, fonffc gefunbe *PfIanse nicht etwa
beibetjaiten werben fonnte, wenn alle Sptöglinge,
fci$ auf einen ber unterffen, fbdtfftcn unb angemef*
fenfien, fo wie fte ffd) ausbilben wollen, abgelögt
wütben. din foldjer wmbe, unter übrigens guten
Umjlanben, bie abgegangene ^Jflanje balb erfe^en,
unb mochte aud) bei dinführung biefer dulturme*
tfjobe, nad)bem alle grumte abgenommen fepn wur*
ben, eine jiemlicb vollftdnbige ©leirfjtjeit uiiter ben
jungen ^flanjen Statt ftnben.
Sie AnanaSpflanje f)at bas ifjc allein digene,
nach unb nad) neue, unter ben SSlättern fcf)on oor*
banben liegenbe SBitrjeln ju entwicfeln, fo wie bie
alteren S5ldtter abgelögt werben. Sö?an fann eis
ner folgen jungen iPflmje bicfemnacf) mit gutem
drfolge Reifen, unb mehr nodj aus bcm ©runbe,
weit ftd) bie drbe nad) unb nad) , wie biefeg ganj
gewöhnlich i)l, ffatf jufammenfe&t, unb man fte mit
Aufsagung neuer fettet dtbe um fo leichter unter*
fluten unb auffyelfen fonnte.
SSei biefer ©elcgenheit, unb ba bod) gerabe »on
einer auf pfählen ruhenben *Pritfd)e bie 9?ebe iff,
fann id) mid) nid)t enthalten, . ber drjdhlung eines
jungen 23aumeiflerS, ber mit bem ©enie*dorpg ber
ehemalig SSeffphalifchen ^ülfStruppen nad) Spanien
gieng,- unb oon bort mit 3J?ufe in fein 2?aterlanb
jurueffehten fonnte, folglich alles SSemerfenSwecthe
auf biefer Steife, welches ftch ihm barbot, unb h«upt»
fachlich in fein §ad) fchtug, auffuchte, jut S5cteid)e*
3d> fjoffa man wirb mir biefe Abweichung er*
lauben, unb wenigflenS meinem guten SfBtllen ©e*
rechtigfeit wiebetfahren taffen.
Siefer fagfe mir einßenS, im ©efprad^c über
bie oerfdbiebeittlicben Steib * unb begleichen anbere
Raufer, bag er beten auf feinen militdrifchen 3u»
gen burch alle 9tid)fungen non £eutfd)lanb, ^)oten,
Stuglanb unb Sranfreid) , in folchec unjdhligen
Stenge , aber fef)t feiten mit Abanberung , ganj
nach einet obet bet anbern Sauart angetroffen
hatte. dr folgerte hieraus ben Schlug, bajj man
in biefem ßweige ber Saufunfi noch erjfaunlich weit
iurütf fep gegen Anbere. dt h«t aud), wie ich
glaube, nicht Unrecht, benn unfet ©arten = S5auwefen
crfcheint noch wie in ber £inbt)eit, wo man 23er»
fuche auf Setfudje hduft, unb burd) bie eine 2fte*
tfjobe bie anbere ju übertreffen glaubt. dS iff noch
nicht im ©eringffen baran ju benfen, bag man für
eine ober bie anbere *PfIanjencultut , ober für eine
ober bie anbere Treiberei, eine gewiffe $orm unb
toon biefer abhängige dinrichtung mit Buoerlafftgfeit
annehmen fonnte. diner jief)t biefeS, ber Anbere
jenes oor. Seber fudjt feine SSehauptung burch
©runbe $u unterffü&en, woburch benn, wie nicht un*
gewöhnlich, mehr verloren als gewonnen wirb. Sa*
bei müffen wir aber auch bebenfen, bag es in ber
©arten*23aufunfi, aus oielett erheblichen ©rün*
ben, am fchwierigffen fepn mochte, für jebeS Ältma,
unb was barin nodh mehr ju beobachten ift, allge*
mein, anwenbbare unb gültige Regeln annchmen ju
fonnen. Scber Saubere, ja felbft jeber ©drfner —
D 2
95 SanbfcfjaftS =.
Ut- oft a!ß nod& fcemb in bet betreffenben ©«gcnb,
unb ben Ort mit £infid;t auf bie £immelßgegmb
unb g-ofat = öerhältmfie noch gar triebt feimt, oft
aud) gar nicht an bic Stothwenbigfeit tiefer SSufannU
f cijaft ernfrlid; beoft, — trift bcpfjalb nad) eigenem
©utbünfen unb ©runbfähen, fowohl im Snnern alß
2feu^etn Vetänbecungen , baß man gewißlid) lange
ftufjufudjen hat, biß man ein i()m völlig &lcid)eß
($*bäube irgenbwo antrift. ©o fanb ec unter vie*
len folgen Raufern, ähnlichen 83ehufß, in bec Ciham«
pagne (?) wie er glaubte ein ^flanjenljauß , mW*
gebrochene genjtec fjatte, wie mir fie fdjon genau fen*
tun, mit einer ©tube im Snnecn, beffen Umge»
buugßmauer, ungefähr 2 $uß über ben ßanal, tvots
auf man gehen mußte, heroovragte. £>ie ©tube
war, nad) feiner tfußfage, mit ehter $ritfd)e, wie bic
in unferm tfnanaßhaufe »fr, 8»9ebe<ft. ®':e trac a*et
Mid)t unbeweglich wie biefc, fonbern ruf>ete auf nur
großen eifernen SBinben, benen gleid), welche man
auf großen Skatern btnuty, um baß parterre nad)
tScfocbetniß ber Sühne gleid) ju tjeben. SBit #ülfe
biefer fJBinben h°b unb ueefenfte man bic ^rttfehe
mit ben barauf georbneten ^ßanjen unbTfUem waß
fie trug, nad) 5Boblgefallen.
9Baß eß für ©ewächfe waren , bie man auf biefc
2fvt behanbelte, wußte er eben fo wenig ju fagen,
weil eß ihn nicht intereffüte, alß ec weitere ©r»ä=
tungen 'geben fonnte, in welcher Seit, bet welcher
©elegenheit, ober unter welchen Umfianben man bie
Vorrichtung »erfenfte ober erhob. ©ollte einem mrt«
ner verehrten Befer biefc Sinrichtung befamrt fern,
fo fbnnte eß einen widfommenen 33eitrag jur ©arten*
SSaufunfl für biefeß 3»<tgftjra abgeben, bec ficherltch
aUen Biebhabern biefeß 3wciSc« ber ©ärtnerei recht
feht angenehm fepn würbe,
© a u f e n f u n fr,
«©eichen 9lufcen baß Serfenfen ber ^ffanjen in
einem folgen #aufe haben fern«, ifi mir ein 9iätf)*
fei. ©tänbe eß anfiatt in ber Champagne im tie*
fen korben, fo mod)te id) wohl behaupten, bie Set*
fenfung gefchähe jur gelt brüefenber Äälte, auß bec
Urfache, um weniger ober aud) gar nicht heifcen j«
burfem unter tiefem -£immelßfirid)e aber buefte
tiefe Utfadje wc^l unbeiudfichtigt bleiben Uv.ntn,
©ollten eß etwa ©ewäd)fe auß ber warmem Sone
gewefen fepn, bie man tytt pflegte, unb weldje
fchattenlicbenb, burd> Setfetvfen ben brenn enb«
fien ©onnenfirahlcn fottten entjogen werben? 2fuß
einer falten Sone fonnten fie nicht fepn, benn woju
alßbann ein *£auß mit genjietn?
SJiodjte cß bod) Semantem gefällig fepn, weitere
tfuftlärung ^iccutcr ju ertheilen. SÄoglich, baß eß
aud), wenn bec Siufcen bavon begannt würbe, für utt*
[er Älima angewenbet werben fonnte.
2Bic wollen nun bm gaben w'tcbe.c ergreifen,
unb jur weitern Vefdjreibung unfevß tfnanaßhaufeß
iurüdfeheen.
£v; Sinfaffung« - dauern d ber SRifr»
gvube A f:ub nun aber fo hoch, baß eß gar nicht
möglich ‘wirb, ohne Beiter ober eine anbere Sot*
ttdjfung bie ^fianjen gehorigetmaßen warten unb
pflegen ju tonnen. Stefem ^inberniß ifi wicbcc
auf eine bcfüebigmVc SSeife, wiewohl nicht ohne be*
fonberc Unfoficn, abgeholfen.
Oer ©rfinbec machte nämlich , mit £ülfe von
ci feinen Oueetfiangcn , weldje im hinten ^heiIe
beß ^aufeß in boibe Stauern , nämlich in bu
©cuben * unb ^außmauer , im »orbern Shetle
aber in bie ©rubcnmaucc eingemaueit, unb an bie
genfierpfeilec angenagelt würben, vermittclfi barauf
gelegter fiarfet, 1» So« breiter SSretcr, wie gig. 2, k
Sönbfc^dffg
sergt, eitim ffatfen bauerhoftm ©ftg, bcc ihn fo hoch
in bie #öf;e brachte, bctjj er alle UnterhaltungSavbei*
ten auf’S SSeqitemfle unb gu jcbcc Seit ungehinbert
beforgen fonnte. Samit aber babutch bie geue*
rtmg nicht litt, unb auch feine geuerSbrunjl ju be*
furebten war, fo würbe jte ba, wo ber ©chotnjiein
«nfdngf, bem in biefee ©egenb nie gu f)ci|en (5onoI
t»iö auf einige 3oü nabe gebracht, «nb fo gang wage=
tedfjt fortgeführt, bis auf ben Öfen, über weiten fte,
ba ber ßanal oon hier an i| gujj bis gum Uebergange
in ben 0dhornjJein jleigt, eben fo hoch entfernt wur=
be, tmb weber S5ranb noch Surütffjaitnng ber SSartne
befürchten Idjjf. tiefer ©teg ba cf aber, wegen ber
auSftromenben SBdtme beS Gianftlo, nur aus einem
S5ret befielen, um jene nicht jurü^-nfaiten.
2(lfo eingerichtet wirb baS SSegiefm, Ituflocfern,
unb wie es weiter feigen mag, fpietenb oerrichtet,
«nb bie ^langen fonnen Don allen ©eiten gefehen
«nb beobachtet werben.
Ser ßanat erhebt -fiel) leicht jlcigenb Dom Öfen
bi3baf)in, wo er gum ©chotnjfein wirb, wie fcf;on
bemerft würbe, i| gufj, wobuvch ein «othwenbigec
Sug hetoorgebracht wirb, ber baS geuer immer in
gleichem Sranbe erhalt, ohne übermäßig gu gieren,
unb bas £olg gu fchnell gu Derfchmelgen. Swei ©ci*
ten beffelben Derbreiten runbttm im #aufe bie -?rfor*
betliche Söatme. SJlii leichter 2Ttü he fonnte man
auch noch bie britte ©eite beffelben frei ltgen, um
ihn beffo wdrmeoecbreitenber gu machen, wenn
»S nothwenbig fepn füllte. Ser Öfen ift mit lie*
genben S5acfftctnen aufgemauert- unb mit einer ei*
fernen glatte belegt. SSei bem (üanal flehen bie
SSacffteine aufrecht, unb tragen gleichfalls eiferne
glatten. Sie Öfenplatte muf ferner noch wegen
fteuetSgefahc unl) We3m jU pat^c m&mntibxtU
s $ av t enf un jf, 97
tung in biefer ©egenb, mit feinem ©anbe bie! über*
legt werben.
33ei gigut 2. 1, iff ein S3 r e t angebracht,
welches fidj i) für mancherlei ^Tangen eignet, bie
man , — wo nicht im ©ommer, bod) im SBinfer, —
mit SSortheil bal>m aufjtellen fann, als ba finb:
Cyrilla pulchella gum 2fufbewahten, bie feinem
Stapelien-, Alo-e-, Me&embryanthemum- unb
Cactus - 2frten. 23luaiengwiebeln, bie angetrieben
werben füllen, unb begleichen mehr; 2) fann man
gar mancherlei. ©crdthfd;aften, 9fummetholger, felbji
Swiebeln unb 2lnana6f tonen gum 2fb(rocf«cn, unb
was eS bergfeid;cn noch mel;c ijl, h‘cc «icbcc*
legen.
Sie ©infaffungSmauern bet Sftijfgrube werben
auch tunbum, fowol>l Dorn« als hinten, mit ©e*
wachfen beffellt, unb gwat auf bie hinterjfe höhere
©achen, weld)C über bie2fnanaS hinwegfehen, ober
weniger ©onne unb Sicht gebtaudjen, unb auf bie
Derbere nichtige ^(Tangen. 2fujjctbcm ijl aud; noch
ein S5tet an bie Dotiere Stauer, §iguc 2. h, ange*
bracht, worauf man f leine unb nieblid^e ©emddife,
felbji ©tecflinge, flellt,*bie hier eine fehr Dortheil*
hafte ©teile ftnben. 2fuch fi’rtbet fid) Dorn au bet
gcnflctwanb, ein für hierher paffenbe, h öhete unb
wiehere fangen fehr anwenbbarer $>la& , burd)
welche ben IfnanaSpflangen nicht ber geringfle 2(b*
trag gefdhicht, inbera biefe fo Diel höher als jene
fteben, ltn{j j)ag 2}0rred)t h^ben, Sicht unb SBdtme,
ohne iöeeintrdchtigungr allen anbern als «fjauptfadje
juDor ju geniefen.
Sie gen ff er, fewüfjl bie ffehenben als liegen*
ben, finb ^ittfenjfer, unb festere in ber fOfitte ge*
brodhen, wie gigur 4, F, geigt. Die obere #a(ffe
ruht, wie brfannt unb Dielfach angewenbet, ganf
SanbfcfjafU *
voentg mit bem unteren bahnten, auf ber oberften
beg jweiten Sender«/ lauft auf mefftngnert SRoOfn,
unb fann nad) ©utbefinben f^cruntcrgclaffe» werten,
wag jebod) dufetfi feiten, otec wie i«^ weiter unten
heutiger fagen werbe, fafl gar nid)t gefd)iel)t. ©'«
(gedeihen fdnnen nach neuerer Art von bet gewöhn»
liehen gotm abwcichen, wie giguc 4- E’ ]> ftnt)<Us
tu. 9Jtan macht fl« namtid) in neuern Seiten auf
Der unteren Seite, anflaft fonfl ganj gerate nunmehr
etwa« langlidjeunb, woburd) bag «Regenwaffee ftctg
tuf bec SRitte in iebet ©djeibenlage , herunter ge»
f&ftct unb von ben genflerfptoffen abgebalten wirb,
woburd) ft'd) nic^t fowotjl bag £ol$, alg ber Ättt
langer unb beffer ertjdlt. Sie Runbnng an jeber
«Scheibe, nach welker fl* bag ©affet t>injief)t, be»
jweeft biefeg ganj allein, unb ift eine ganS neue
©rfinbuns beg lebten Sa$tj«h«nb».
®et 25 a l f e n N bei gignr 2 , wirb in
neuern Seiten, an Raufern biefet 2fvt burd) runbe
«ferne Stangen erfe&t, welche nebft in bie genfter*
eden gefegter fogenannten fiatfen t)5läerncn Gnaden,
bem genfierbalfen bie notfjwenbige gleiche Dichtung
erhalten. Surd) biefe (frfinbung wirb nidjt nur
mehr 2id)t gewonnen, fonbern auch bag «£olj ge*
fpart, nebft oftern Augbeffetungen, ba bag Sifen
nicht viel treuerer , aber von ewiger Sauer ift.
•Sie genfietrahmen beiber genftet liegen babutd) auf»
, inanbet unb geben im ©mter nur eine 9l<t« b*m
Einbringen ber ÄÄlte g>reif, anflfltt beten fonfl iwe«
ju verftopfen waten.
Ser Schoppen gig.2.u. 3. H.H. ifl geräumig
unb fann bafelbfl, *uf«t Btennholj, Steinfof,len
•ber 2orf, nod) mancherlei ©arten »©crdtl)e, felbft
©aptenfunft.
SO?tflb«tfenf!et unb bergleid)en aufbewahrt werben.
(5t bient in bet ^auptfadje alg Schutzmittel gegen ben
falten Sftorbwtnb.
Sie gen ft erlaben ftnb leicht unb werbe«
auf 9J?effingrollen , welche auf ben genfierbalfen
befeftigt ftnb, in bie £ohe gehoben, bie unterften
oorgehdngt. Sn neueret Seit werben gutpaffenbe
bünne Steter, anftatt bet fchwereren gaben, eine um
bag anbere aufgelegt, weicheg gefdjwinbet unb mit
weniger ®tuhe gefdjief)t-
Sie S e h a n b t u n*g g a r t ber 3lnanag»
spflanjert in bem biöfjer gebauten £aufe, ift bec
befannten unb f*on vielfad) befd)ti.ebenen, — einige
Abweichungen ausgenommen, welche id) nod)
metfen werbe , — v6ltig Ö*^). ®cl^tct witb( *"
biefem £aufe gar nicht , aufet bei bet aUecftdrf»
ften £i(se , bie wir in unfetm ^immelgftriche Su
ge warten fjaben. SP’« «*« felbft alöbann ju
umgehen, fo gefehlt’« gewif nid)t. Sagegen wirb
mit bunngeflod)tenen einfachen 0tol}rbeden, fobalb
bie h^aufvüdcnbe Sonne unb mit ih«' P«'9cnbe
eg erforbetn, beftdnbigfort Schatten gegeben,
womit olteg Berbtenncn befeitigt wirb. Sn biefet
Wattigen oft bebeutenben ©dtme wachfen bei an»
gemeffenet ftatfer geud)tigfeit bie Wangen auf««*
otbentlid) fctfttt« unb flat!, Gingen gnid)te non
anfehnlidjet ©tfife unb bem vortrefflichen ©e»
fchmnde.
gtoch glaube id) bemetfen &u muffen, baf bie«
feg £aug im ©intet äu&erft wenig Brennmaterial
bebatf, unb biefet Urfad)« wegen, feiten gebedt
wirb.
2$ t u m t -fl e t e i.
99
I U
nt
fi
gut* greunbe bet SBotantf*
23tufjenbe ©cwddjfe in ber ©rofjfjerjoglidjen ^flangenfammlung ju
23eluebet:e bei älßetmar,
b e n 13» Snnuac 1821
Adianthum reniforme , ttierenfotttiißcc Ärutlfatttt. i
Aloe reticulata, nefcformige 2Hoe. . ......
Anemone arborea, baumartige Anemone. .
Asplenium praemorsum, abgebiffetier Streifenfarrn. .
Aspidium marginale, ranbfrötbtigcr SBurmfarnt .
Arbutus Andrachne fol. serratis, ßanbifdje ©anbbeete mit gefugten SBidttetn.
Cactus Stellatus, fternformige gacfelbifiel .
Camellia jap. alba pl. , Sapan. Gamellie mit weiset gefüllter SStume.
— — striata pl. , Sapan. Gametlie mit gejfretfter gefüllter Slume.
Cheilanthes lentigera, tinfenarttger ©djuppenfarrt?.
Chironia frutescens, flraudjarttge dfjironie.
Cineraria cruenta, blutige JTfcbenpflange.
Clujtia alaternoides, fcbmalblattrrge (ütuptie.
Crassula lactea, mitcfjfarbeneS iDicfblatf.
— spathulata, fpatetbldttrige* £)icfblatt.
Crithmum maritimum, SWeetjlcanbö = S3acitfe.
Daphne Collina, j!umpfb(dttrige$ ©eibelba{t.
— laureola, lorbeerbldttrigeS.
— odora marginata, »obiticdj. ©eibetbaft mit WeifjgeränbcrtenSßlättern.
DavaHia canariensis, canarifdje £>auallia. ....
Diosma lanceolata, lanjettblattriger ©ottergerucb.
— longifol. , tangbldttciger ©ottergeriidj. ....
Dracaena ferrea, eifenfefler Sraefjenbaum. .....
Erica assurgens, auffteigenbe «fjeibe. ......
— calycina, bebccf:e #eibe .
cerinthoides , roadjSbtumenartige $cibf, .
SSaterlanb.
5D?abeita, Senerijfa.
23orgeb.b. guten $ off nungr
?
Ssamatfa.
Ganaba, 23itginte-n.
Seuante.
©übamerifa.
^apan, Ctbina.
£luifo.
2}orgeb. b. gut. Hoffnung,
ßatiaba.
SJorgeb. b. gut. Hoffnung.
(Span. , Stat., ©dbfranfr.
©übeutopa.
©ngl., ©cbweij, Sranfreid).
db)tna , Sapan.
Ganarieninfeln.
Söorgeb. b, gut. Hoffnung.
(üf)ina.
SSorgeb. b, gut. Hoffnung.
100
83 t u m i ft c r e i.
Erica herbacea carnea, frautftrtige £eibe mH (Mfötot*« Slume. .
— xnultifl. longipetala , uielblut^igc £eibe mit langen SSUttnenfcpnen.
_ petiveria, «PetioerS Reifee, .
_ exserta, rorragenbe *5>cibe. •
_ polytrichifol. , ÄtbeitenblÄttriße £eibe. *
__ tsnella, garte £eibc. .
Eupborbia nereifol,, oleanbetfeldtfEige
_ Apios, Gcetifcfyc 53olf$mild) .
Eugenia australis, (folget Sambufenbaum. .
Goodyera discolor, purpurbldttrige ©oobpete. ....
Elibania scandens, flefternbe . .
Othonna coronopirol., bcrficnidtnuge Stürme .
Phylica acerosa, nabettragenbe ^bplrca. .....
— capitata, fopfformige $f)plica .
— ericoides, Ijcibcartige «Pbplica .
— eriophoros , tpollenblutfjige
_ pumila, niebrige ^Öbplica. ....
__ rosmannifol.. to^marinbldttrige g)t)plica. .
Polypodium calcareum , fteifÄtfigec Gngelfüjj. . ' '
Polygala bracteolata. beblätterte ^cdpgala.
_ heisteria, #eiflerfd)e ^olpgala .
33atcrlanb.
. Scutfcfylanb, granbeeid).
. ©übcuvopa.
. SSorgeb. b. guten Hoffnung.
, Snbien.
. Greta.
. JCujlratien.
. ©ubametifa.
, SSirginien.
, SSorgeb. b. guten Hoffnung.
Gnglanb
«Borgeb. b. guten ^effnnug.
Protea conifera, japfentragenbet ©ilberbaum. •
— melaleuca, fd)»arjfranjlger 0ilberbaum. ....
— mellifera, ^utfer * ©ilberbaum. . • . •
Pyrethrmn frutescens . frraucfyartige Sertramrourj.
Pteris nemoralis , «^ain * vsaumfarrn. ,».«**
Royena glabra, glatte Slopene . ♦ * * '
Samolus littoralis, 0tranb jungen. ......
Scolopendrium offic. undulatum, reellenbldttrige gemeine ^irfefounge.
* Spielmannia africana, Hfrifanifdje ©pielmannic.
Stähelina chamaepeuce, fidjtenbldttrigc ©tdl;eline, .
Talinum crassifol., bicfbldttrige* Salinum, •’
Tupistra squalida, Tlmboinifdje Supijlt«,
TVensia spicata, dl;renblutf)ige ^ßenjte, > * ’ * 4
Ganarieninfefn.
SftauritiuSinfel.
SSorgeb. b. guten Hoffnung.
91cu».£otlanb,
Gutopa.
SSorgeb, b. guten Hoffnung.
Greta.
%
tfmbpina.
2.
SH n nt i ft e ¥ e i.
101
©<f)6n<? ejcotifcfc« ^flanjen.
A, Cactus speciosus. Sie fchöne gacfelbiflel,
(2Rit Äbbilbung auf SEafet 13.),
Sie gadelbijlefn finb bekanntlich ade Sropetis
j>flani(n unb »erlaufen ba her burchaug einen war=
men ruhigen ©tanb, befonberS bie ranfenben in
unfern ©ewöchShaufern , beten wahre Sierbcn bie
meinen bavon finb. Unter allen ben 36 vetfchiebenen
GactuS=2(rten, bie wir bis je|t tjaben, ifi bcr Cactus
speciosus gewiß eine ber fchönflen, unb verbient
nach bem prächtigen Cactus grandiflorus , ( beffer»
Vefdjreibung ich fdjon früher 23b. II. ©, 325. tjUr
geliefert habe) ben Vorjug vor allen.
©ein Vatetlanb iff ©ubamerifa. Sie ©fdn*
gel, aus beren ©pifsen bie fchönm 23lumen hervor*
fommen, finb friechenb, 2uftwur§eln treibenb, f>aben
gewöhnlich 3 btS 4 gurchen, unb eben fo viele (ff?
fen, bie mit großen entfernt jlehenben fagenartigen
Sahnen oerfehen finb, beten jeber ein 23äfd)el Sor?
iten hflt- ®*e SSlumen finb großer ol$ bie 00m
Cact. grandiflor. h^ carmefinroth , gldnjenb, unb
bie überaus reichen ©taubfdben gelb. 3h* 2(nfeherr
ifl prächtig, unb biefer GiactuS verbient in allem 23e*
tratet feinen tarnen, speciosus; bie fcfjone gacfel?
biffel.
©eine Cfuftur ifl fehr leicht, benn mau batf
ihm nut eine leichte fanbige (frbe, unb einen war?
men fonnigen ©tanb in bem SSarmbaufe, jahraus
jahrein geben (benn Äalte, freie fiuft unb abwech*-
felnbe «EBitterung fann er burchaus nicht vertrage«,
Sottf. b, 2f,$,©art SRag, V.SBbS, 3 .6t. 1821.
eben fo wenig auch SMffe unb vieles Vegießen), fo
»dch|l er rafch uub gut fort, unb bringt reiche
unb fcfjbne 23lütf)en.
©eine gortpflanjung unb Vermehrung ifl eben
fo leicht, unb fann turch bie jungen ©proffen ge--
fchehen, welch« ftcf> häufig an ben ©tdngeln unb
3m«igen bilben. Siefe ©proffen bricht man im
gruhjabte von bcr SttutterpfTanje ab, trocfnet bie
burcb baS Xbnehmen an benfelben enttlanbenen 2öum
ben mit flarer Äreibe, unb fegt fie hernad) in fleine
2opfe, mit einer leichten fanbigen (frbe gefüllt, unb
tiefe auf einige Seit in ein warmes 2of)beet im
Sreibbaufe, fo warfen fie leicht unb frifch fort.
B. Sie Ti i f f u r i f ch e 91 a ch t f e 1 3 e,
(Oenothera Missoureusis ).
(SRtt 2fbbilbung auf SEafel 14.),
Sie «ftachtferje ( dlöniggferje), bavon wir nun
36 verfdiiebene ©pecieS, unb barunter viele fehr
fchone fennen , gehört alferbingS unter bie Sier?
pflanjen unferet ©arten, befonberS für größere $ar<
fhien, 23(umen?^iigel, lange «Rabatten unb bergt.,
wo fie bie fcbönfle SSirfung thun, meiflens bauet*
haft im freien, unb jweijdhrig finb.
Sie befanntefle barunter ifl unfere gemeine
Sfladjtferie (Oenothera biennis) ober jweijdljrige
SRapontica, welche auch in ihren SBurselw einen be*
tifaten ©adat, ben fogenannfen rofhen Sellerie, lie=
fert, unb zugleich »'gen ihres fchönen SEBuchfeS unb
gelben 25lumenfch«fteS eine angenehme Sierpflanje ifl.
Viele von ben 9lachtfer$en?2lrten finb epofifd), unb
jum Streit noch nicht genau genug unterfucht, ob fie
02
in. clo.ud eris.
83 l u m i ft e 1 1 1.
®..m.n '« »7
„nb fit in SW« <"* MUiä> * *!”**" '
pflansen, um ifre* J»
fie tcunaty ju fcetjflnbeln
Mesembrianthemum
9Uef<Hi •$'«**« 3af«rblume.
Bi« m.iflen b<« Mtfetsen.atttn f>ab«.t 9"'
ob« «eine.« »elbe »‘umen, rctms' nM"
' , B. Oenoth. me^stoa, fvmicosa,
W ' *' „ vabra tetraptera, MSf)ra tue.?
ST«^, uni bab.n ium **-« «»«« W u*"‘
äjtn, talfaimföeu ®«t“*
Bit bi«t gelieferte unb auf Stof* H abgebilbete
^ wmnT Jwl , w
«ant, ifl fjlotbametifa, »» (« an
gSiffourt b« efW\®0“fg;!'f(l“tol),“b,i uni
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kröpfe ju pflan$<*
(SRit ÄbtntfAing ctuf Saf^ J5>)
Unter b'«m ung<4<«et»' $'«'« Mt W#n
SU 200 ©orten ange»a<W«n«n Sli.fembtiantfjemumS
_ reoju man beinahe. «inen eignen ©arten fut
*mi - * «*
eine« btt fdjSnflen unb merf»4tWgf«n, meit «‘ f«
einem eignen Sieblins« jü< »'« 9“’
litt ©ein «Bntetlanb i|i ba* Gap, — bie ©eljab*
fammet fo bielee febönen epfUnjen föt ©uropa.
Bit epflanse unfet» SJ!ef«mbtian.f,emumS i(l
von mittler ®tö|e, !(. *•».« unb bi. i..f=
tiffeifStmigenWäntt goto unb an bet 6p« ■ ff •
toll) Sbte »ium«, meid)« «inen roll,« unb f4»«i<
punf.itten Seid) t>eit, ifl 4* «»>«« «* f* ««*
U«nb, meid,.* «0« <•* (*«,)«* Jlnf.bn siebt ©.«
J bi, bef.nb.tt ei^»«f‘- <*' mi> aHt°
fdjnilten, fid) nie febfi.S«. fanb.tn mefttet« Sa». fatU
Mübt, fo ba|S Kamen fi« «.«»«■« *“9* la”9 im
Z am »ufen «tagenden, ob», W fit »on bet
W, eine* »atlfaal* leibe, ob.« meid «mb. D»
Li« il,tet »litt« 4i»»< “» t”t 8“f‘ Z
Soun« ab, meid,«« man bie W«nje «««»»■ ®“
ifl t,i*t butd, ©.««linse S“ • ,t0* m“5 f‘‘
im SBinttt, im ®la*ljaufe fotsfilns f« S.'fi “>’b
giaud)« oetmal,«. metben. SKW**.1^
CBemäfebau im (Satten unb auf freiem $etbe.
103
©emufefcau im ©arten tmt> auf freiem gelte.
1,
Semetf ungen über eine im in. ©tücf,
III. 25anbeö bet ^ottfejsung beö ©arten,
.( Seite 127) beftnblicben 23c,
fanntmacbung emer neuen äxt bet
ßultur beö 2UumenfobU, aug
gilippo Ne’t> Zementen bet ßanb*
wirtt)frf>aft :c.
®iefe neue 3frt ber SBrumenfd^u^t
fcarin, baf'mdrt bie jungen ^ffanjen, mtchbem ft>
fech$ 'bis ftebert Setter ^a6en , in einen/ eine r’eidji
fit&e-tllfc tiefen -©rahn pffanjen füll', beffm ©cunb
mit fettem üerwefeten 'töd^t3 'gebfoigt unb
mit bem ©paten gut unb tief bearbeitet worben iff,
Uli ber »erfaffer biefeS Xuffages jene 2ft$atfb*
Tung fa$, beäug ft# ihm bie unwillf übliche Ser=
muthung auf, ei muffe fffer ein 3ftrthi<m fepn, ber
if)m in einer OHtt^tig^'Uekr>ing feifmr manb-
|u l>aben fdjien. < 2B.if)rfcf>cinU<J> ftnb bocf> wof)t
Sttippo Süe’i (Sfemente ic. in einer nnbern al§
£eutfd)en Sprache gefchtieben, wie man aus ber
untenfl^enben Jfnmeteung be« (SinfenberS y«rmn;
tl)en IWUf ?)'.»©0(tfe ei Dtelleicbt Reifen muffen:
man foüe bie fed)$s bis fiebenblattrigen ^ffanjm
ouf ein, eine reichliche @Ue tief rigotteS Sanb fegen,
welcpeä mit gutem verwerten Äufjmiffe gebungt
würbe ? —
3n Septfchlanb tff bi.efe 2fct bet Siummfohl*
jucpt ne# nicht befannt, — bie oben angeführte
33efanr,tmad)ung in biefem Ntagajin ausgenommen,—
unb au# noch nicht allgemein angenommen worben,
obgleich man an bieten £)rten, wo eS Älima unb
SSoben erheifchen, bie f#6nfien unb wohlf#me<JenW
ffen SSlummfohle erhielt. t)at auch bie ge,
gcünbetile Utfa#e $u glauben, baf im Satte einer
Nachahmung bie Anlage gewißlich mi&rathen iff,
weil bie ju tiefe SSerfenfung ber ^(Tanje, bem rau-
hen . /Klima £eut[#lanbs unb bet ^ffanjen = Natur
nicht, entsprechen fgnn,
3n berSaum$u#t fennem nur ein ©efef, tag
gebietet : es barf fein Saum tiefer gepflanzt werben,
als er oorhin geffanben hat! - &n unwanbetbareS
Natucgtfeh, baS ft# auf bie SButjeln unb »orjüg,
ti-eff auf benjenigen £f>eü beS aufffeigenben Stammet
bejieht/. welcher nettieft, wie ich weiter unten aus,
fuhrticher jetgen werbe, her grofern atmofpharifche»
Söirffameeit endogen wirb, unb fomit leibet..
tiefes ©efeg bemerken wir swa^u#.^! ber
©emtifejucht; es ifi aber bei brefer sicht fo geltend
als bei jener, fonbetn m^^ffanjt unb muf nefet
pffanjen^ als bit ^flanjiinge auf bem ©öaroenbeete
I04 ©cmüjeOau im ®av*en
ftanben, um babutd) an bem langem ob«
f&tjecn-® side bet ©emüfepffanje, »«*■*« nuu m
bie^tbe fommt, neue ffiurjeln hemotjulocfen ; an,
bcmtfjeilS um *u .ne tauten , bag fie nicht }u W*
fUelig werben, f«ff ffe**n unb bec etuemwinb fie
nicht umlegen fann. Semec noch W&a(6, bannt
bie SButjeln in bie mehr feuchtere Stuf« bec ©be
fommen, mell fie fonfl, befenberö bei l>eif}em SBettec,
in bec troefenen ©boberfldd)« m^t anfdjlagen
würben.
®ec aufmerffame «Beobachtet wirb fchon gefun»
ben halben, bag auch biefe Abweichung non jenem
©efe^e feine angewiefenen ©tdnjen h«t » «nb nicht
überfdjtitten werben fann unb barf. Sec Sheoieti-
fec aber fchmeichelt ftch bei bec ©ffnbung be« Sicfer*
pffanjen« mit bec Hoffnung, Alleö auf einmal
gewonnen unb ecceicht »u taten, wa« man auf am
bece ©eife mühfam M>* ltnb nid)t pnbeti bt b*
cgchu^ gegen fföinbe unb Stoff,' Seudjtigfcit, Settig*
feit, Zahlung unb bie Au«f<d>t, auf biefe leichtece
Art mehc neue 2öutäeln, al« bucch ba« gewohnlidje
Anhaufeln, h««oclocfen jU fönnen. ein SSecfahcen,
„eichet alletbing« ben 3«ffanb bec 9flan>e um viele«
uecbeffect. SDa&ec wicb auch non Solchen, welche bie
aUwaltenben ©efefse bec «Botin nicht ndhec fennen,
obec vielmehr non©old)en, bie eine ©adje btof tl>eo,
wtifch behanbeln unb fich bucch Ausübung ben ted)*
t,n ©cab non ©fenntnig noch nicht jugeeignet ha*
ben, «ine ^euigfeit *afffc «*8«^ «nb nach
lungenen SSetfudjen eben fo (chneU vetlaffen.
SB« *><u nicht fdjon bie ©efahtung gemacht,
tag Su hoch aufgefcholfme Äob>Cpflan5en , nad>bem
fie nothwenbigecweifeWctief gepflan5t würben, uw
mec fo lange trauerten unb im ©achWbume, ffi»
unb auf freiem Selbe*
ffanben, bi« an bem langen ©tiele neue SBucjeln
hecnotffachcn, bi« baf>in ftch_abet gleichem au« [ich
felbft eendheen mugten? ©ne €iflenf$aft, bie ben
spflanjen eigen iff, un« ba« iBetpffanscn eclaubt unb
iheen ©vunb in bec ©nfaugitng- non «BahtungSfaf,
ten, bucch bie SSldtter, au« bec Atmofpl)dte h“*-
Siefe« bisher ©efagte beruht auf eigenen ©*
faheungen unb wiberlegt fdhon hmldnglid) bie ange--
gebenc Auspflanzung be« «BlumenfohlS in eilentief«
©raben. Sa aber alle £of)larten ba« h^)e Anhdu*
fein bec (Erbe nicht nur erlauben , fonbern sum bef,
fern ©ebenen nothwenbig erfccbccn, fo tudd)te wohl
ba« fo eben ©efagte al« grunblo« erfcheinen. 9»«»
bebenfe aber, bag e«, gleichwoljl in noch fo odUigcm
SJiaage auSgefüljrt, bec Ausfüllung eine« ellentiefm
©raben« nod) lange nicht gleich fommt. Ser ©trunf
nimmt swat ba« Anfüllen bet ©be an, weil ec aufec
bet ©gcnfdjaft be«, AuSbünffen« uncetnec Steile, unb
©inathmen« neuer 9t«hrung«fdfte au« bec Atmo«.
phdee, aud) nod) biefe t)«t an ben »lattfnöten
neue SButjeln juc ©ndhtung be« obecflen spflanjen*
theil« auSjubilben. 'Aber bie tiefff.cn unb ffdeffien
SButjeln, welche bei bem «Blumenfohl« nicht nur
langet fonbecn auch ffdrfec al« bei anbetn ftotlat*
ten finb , muffen nothwenbigemmfe ju ©tunbe ge,
hen,' ober bod, augec Shatigfeit gefegt werten, b«
fre bet atmofphdcifchcn ©inwiefung entjogen, md)t
mehr gehörig wiefen fdnnen. 2eiben nun biefe
ardgeten ©ucjeln, fo «cfranft .auch bie ^ffanje unb
leiff et nicht »a« man ju erreichen bie Hoffnung hatte,
©elbff nod) aisbann trauert in biefem 3«ffanbe bt«
^flanje fort, wenn gleid* eine geoge SKenge neuec
SBucjeln [ich i«c ©ndheung unb SBergtdgetung bet
^flanje, wie oben gefagt , aebilbet .^aben.
105
©emäfebau im ©arten unb auf freiem $efbe.
S« «^inftdbt auf tiefem ober flachem ©taub bet
©ewdchfe, ober vielmehr auf tieferes Einbringen ober
flacheres Safunlaufen in bet Erbe, fann man ge»
wiffe ©rabe annehmen, ebenfo wie auf tiefeceS Set»
fdjutten einer ?)flan$e.
5Bic haben unter ben Saunten folche, bie mit
ihren 2Bur$eln (welche man ^)faf)t»ur}eln nennt)
fef)t tief in bie Erbe erbringen, baljingegen anbete,
benen biefe Eigenfcfyaft nur im’ minbern ©rabe ju»
fommt, unb cnblich foldje / beten Sßurjetn unter bet
Sbetfläch« ganj flad) bafjintaufen, —
Ebenfo betritt ftch’S mit ben Äohlarten unb
anbern ©cmüfepflanjen. Ser Slumenfohl ifi non
ber 2fct , bafj feine SSurjeln tief einbringen unb ftch
ftarf auSbreiten. Er »erlangt befhalb tiefen Soben,
b. b- «ine fotdf>e Erbe, bie bis ju einer gewiffen an»
febnlicben Stefe gehörig unb febon längere Seit be¬
arbeitet unb mit guten Süngerarfen »ollfidnbig .»er»
fet>en würbe. Er nimmt auch eine tiefe Serpflan»
jung an, inbem fein ©trunf geeignet ijf, ihn ber
Erbe anoertrauen ju burfen unb neue SJutjeln ju
erjeugen. Siefe Eigenfdjaft finben wir auch im
Steicbe ber Saume unb ©träucher unb borf bei bie»
fen eben fo wenig als bei ben Äof)larten baS Staajj
Übertritten werben.
N?an »erfchütfe eine pappet «bet fEBeibe, welche
teibe geeignet ftnb, am ©tamme SDSurjeln $u trei»
ben, in Sert)5ltnif ju tl>tet Jpofye eben fo tief, als
ber Slumenfohl nach bet oben angeführten Angabe
»erfd)üttet werben foU, unb bet Erfolg wirb beweifett/
baji bie Einwitfungen ber Tftmofphdre nur auf eine
ä«»iffe Siefe in gleichem ©rabe ftarf ben unterirbi»
fdhen «Pftanjentheilen angemeffen ftnb, unb nur in
locferm Soben baS ©efefc unbemetfbar uberfchreiten
fonnen. 3n biefer Siefe wirft fie audh eben fo
gefefcmdjjig auf bie unterirbifd)en *PfIanjenf6rpet,
fdhwdcht ihre SBirf ungen, je tiefer biefe Körper i&»
ren angewiefenen ©tanb ober Sage fjaben , um ftetS
in bemfelben Serhältniffe ju bleiben, wie folche we»
niget ihrer Einwirfungen bebörfen. diejenigen/
welche ihren ©tanb in berjenigen Erbtage haben,
allwo bie 2ftmofphdre mit ihrer ganjen ©tarfe ftc&
fühlbar macht, bürfen beffjalb auch nicht itt einen
folgen »erfefct werben, wo ihr Einwitfen bem Se=
bürfniffe folchet unterirbifchen $flan$entheile nicht
hinreichenb entfpricht.
'(£
€0?it ben ^flanjen »erhalt fid)’S, binfic^tltcfj ber
benötigten Nahrungsmittel, wie bei ben Shiereu.
Unmdfigfeit ift bei Unteren ein grofjeS Uebel, ba$
bie jerftorenbften 2Birfungen nadh ftd) jiefjt, unb
mehr fchabet als bie Zugabe fdjeinbaren Sortheil
»erfprichf. Sei erfieten ift’S nicht anberS. 2ßer
hat nicht bie nachtheiligen SSirfungen gefefjen, wer
bie Übeln Solgen nicht fcfjort erfahren, wenn ein Se*
bürfniji, fowohl bem Shiere als ber *PfIan$e, auf
eine unnatürliche 2Crt, in ju großer Quantität ober
fdjlechter unangemejfener Qualität, ju oft, ober jur
Unrechten Seit gereicht würbe?
Sie blühenbe ^flanje »erlangt einen fchaltigen
©tanbort; warum »ergeht fie aber, wenn wir fie in
©tuben, weit »om Sichte entfernt, «ufftellen, ba bod)
hier gcwijjtich ©chatten genug ift? — Eine ftarf
wachfenbe spflanje will »iel Nahrung unb fannNtan»
gcl au geuchtigfeit nicht ertragen; warum ffefjt ft«
ab, wenn wir ihr feinen 2fbjug »erfd;affen ober fie
io6 ©emufebau int ©allen
gar in ein ©affergefap fefcen? — SSÖnrum treibt
ber Saum unmäpig, wenn wir ihn feht darf fcfyneU
ben? — SDBarum tragt fid> bet alte ©palierbaum
ju Sobe, wenn wir it>n itidjt im gehörigen Stiebe
erhalten? — ©ad verurfacht bad Setfiocfen bed
©pargeld unb bringt Äummerlichfeit h«®ot, wenn
er ju tief gepflanzt wirb? — ©atum geht bec
feine ©aarnen nur flach bebeeft gut auf? u, f. w. —
Slop aud bet einfachen Urfadje, weil alleg Unnatur*
lid)<, b, h alle Wartungen, bic benen von bet Sftas
tue verabreichten unähnlich finb, ald unnatürlich auch
bad Unnatürliche bejwed'en unb fo bad ßiet uner*
reicht laffen, road felbft in b er Statur unb von
i h t feßgefefct ifb,
©elbjf SÄdpigfeit, aber unrecht«, unnatürliche
3fo*hrun9$wittel f «fehlen ben 3wecf; ein bem na¬
türlichen entgegengefefcter ©ohnplafc nicht minber. —
©ie würbe ber Sdr firf> wunbetn, wenn et ^Pfetbe»
futter freien unb bet Ätebd, wenn er in Äornfeb-
betn leben follte? — ©ad follte aud bem Gidj*
bäume werben, wenn er in ©ümpfe gep(Tanjt würbe,
wad and ber ©eibe auf Äalfgebirgen unb bem ©pat*
>4 auf gelfen in zollhoher Samracrbe?
©o ber SKenfch burch Aufzehrung bet Sehend«
mittel fein Sehen nicht mehr burchjubringen vermag,
finben mehrere Shietarfen nach einanber noch ihre
gute ^Rechnung. — Sad Umgefehtte wirb Dfiemanb
beweifeq wollen. — Äommt biefemnach ber Slu*
menfohl mit feinen ©urjcln borthin, wo ber Saum
feine ihm angemeffene Währung ftnbet, fo mochte
cd ihm wohl eben fo vorfomraen, wie bem’uRen-fd^n,
wenn er neben ber Äuf? feine ©peife im ©rafe fu«
djen follte.
unb auf freiem gelbe.
Sa ich aber biefe neue ©etfjcbe, ben Slamen*
fohl ju jichen nicht felbji verfucht habe, nur aud
vjeljahrget eigenen Erfahrung fpreche unb aud biefec
Urfadje biefe ©iberlegung wagen burfte, fo fonnte
mir hoch ber Sotwutf von $u groper Soreiligfeit
wetben; ich gebe bephalb, ju gibpeter Sefidtiguiu^
bed Sbengefagten, noch einen felbfigemachtenSerfuch.
2.
Art ber 931 umenf o !> I ju cb t, wie man fte
fcl;r »ortfyeiifyaft 311 g r a n t f u r t a. 9J?., ju
(Sactyfenbaufen, unb befonberS in bem
grantfurter Storfe Sberrab au6füt;ct.
3« biefen Srten, unb vorzüglich in lefctetn, wirb
eine grope 9)?enge bet vorjüglichjlen ©emüfe erzogen
uub ein oudgebreitetcr fehr eintrdg liehet $anbel ba*
mit getrieben. Sch glaube, bap in feiner anbertt
©egenb £eutfd)lanbd bie ©emüfezucht in folgern ho»
hen Anfehen uub- fei eher Aufnahme fleht , ald hi«.
Sie Art bec Selbbenufcung granjt fa(l an bad Unbe*
greifliche , ed fann fte feine bet 9?achbarf!dbte übet»
treffen, unb eben fo wenig fich ihr nur gleidjfiellen,
Set ©runb liegt hi« blop in bem fiatfen Abfafce,
bem auperorbentli<h«n Sleipe ber Sanb ©igentf>ümet
unb in bem von Statur guten Soben. äiima unb
Sage (mb wegen bec nahen üfachbarfchaft ber Setter
immer biefelben. ©it fonnen alfo haftend nod>
in Setrachtung bringen, wie man burch alle mog»
lieh« Süngerarten unb Setbeffecungdmittel, aldvöorn*
fpdn«, Äehtigt, ©eifenfiebeiafd)«, #ab«n aud ben
©emufebau im ©atfen unb auf freiem $efbe.
Schnei bet* unb 7T6faWe aug ben Schumachet=2Betf*
ftdtten, ade mitten tt)icrifd?cn Dünger#, Strafienfoth,
©pp#, Kal? u. f. w. bag Sanb auf eine unbegteif*
licpe 2frt in bie bejlmoglichfle Eultur ju bringen
fucht. Sflan muff bie Seute von Sbetrab fefyen,
wenn fte auf ihren gelbem arbeiten, wie fie mit
5D?ü()e *£abern unb aßerlei fojiftige 2Cbfdde in ber
9lad;barfchaft jufammeitfaufen -unb jum Sbeit auf
Kopf unb fKucfen felbft' forttragert. Durch bie ©e*
Imüfeldnber ju gehen, gewährt- ein waf>reg 3?ergnu*
gelt, unb vorzüglich wenn manbie2lnjtaltcn unb bie
2frt ber SSebauung ju fchafcett weif. 5Dkn fann f ich
l)iet rec^t überzeugen, wag ber menfcfjlicbe greif bei
gehörigem Sfachbenfen heroorjubringen vermag, wenn
ihm 2fbfafc feiner ©rjeugniffe unb bie SJJogtichfeit ju
3lnfchaffung von SSerbefferunggmitteln wirb, wie eg
hier Witflid) ber gaß ifh
SJon ber ©emufejuchl im tfßgemeinen, foß nun
hier nicht weiter bie Siebe fepn; bahingegen wiß ich
ausführlicher betreiben, wie bie bafelbjb unb in bet
Siachbarfchrfft burd;gdngig für zwecfmäfig unb ganj
vorzüglich anerfannte unb. aßgemein angenommen*
2frt ber S5lumenfohljud)t betrieben wirb.
5)ian h<rt bafelbft burch ben guten 2l6fafs ein;
fetjen lernen, baf ber SSlumenfoht ein# ber vorjugs
lichiien ©emüfearten, fowohl hinjtthtfich beg ©enuf*
feg alg aud) als «^anbelgartifel ijl , unb befwegen
aud) einer befonbern tfufmerffamfeit nicht unwerth
ift. Diefe lefetere ifl um fo weniger zu verfagm,
ba nicht nur ein größerer ©ewinn butt ben fel>r
färben 2bfafc unb täglichen Verbrauch in aßen
Sahrgzeiten voraugzufehen ift , fonbetn auch noch
übetbieg, wenn bag Etbrei<h gehörig zubereilet i jf,
107
feine weitere, cuferotbenfliche SBorfuhtgmaaßtegeln
unb ^Bearbeitungen trotzig ft'nb. Sft bag baju be<
fiimmte Sanb mit iungen Pflanzen befaet, fo if
nid)tg weiter ‘not^ig all bei jeber anbern Kohlart
auch. SRan fann bemnach bei bet SSorbereitung beg
Sanbeg fchoit etwag mehr thun, alg bei anbern nicht
fo verglichen ©erodchfen, 9?un zur Sad;e.
Dag Sanb, gleichviel wie grof eg ijT, wirb j e*
begSÄaf, wenn biefe ©emufeart barauf gcpflanzt wer»
ben foß, zuforberft fo (tat! alg eg beg Eigentümers
SSermogen erlaubt, mit gutem verwefeten SJtift über*
fahren; berfelbe wirb aber nicht auggebreitef , wie
man f«f>c häufig zu tun pflegt, fonbern bleibt big
Zur Überarbeitung auf Raufen liegen, er mag nun
mit 5Bagen ober hatten hingefahren, ober burch SSuts
ten hingefragm worben fepn. — Eine fef)t zwei*
mdfigc SJethobe, bie bag fiatfere 2fuStrocfnen, fowohl
burch bie Sonne alg Suff, verhütet unb fomit ohne
SSerluff ber feineren Steile, um fo mehr leidet. —
Sft biefcg gesehen, fo wirb an bem einen Enbe,
weld>eg of>ne 20?ift i]I, ein beliebiger ©raben augge*
fahren, wie man eg zu tun pflegt, wenn man ein
fd)led)teg ganb aug einet ober bet anbern Urfach*
rigolen wiß. Diefer ©raben wirb aber nicht tiefer
gemacht alg ein ffarfee Späten tief, alfo ungefähr
2 guf nach bem Sflaafjjlabe. Sobalb biefee ©raben
ganz rein unb gleichförmig auggeworfen tjf, wirb
ein zweiter, eben fo breiter alg ber etile, abgejeichne^
unb nun eine fogenannte Krauthabbe, wie man ft>
Zum 2fnhdufeln beg Kohlg unb ber Kartoffeln ge*
Wohnlich gebraust, genommen, unb ber fogenannte
2C6zug gemacht. Diefer 2fbzug beffeht baritti matt
Zieht mit genannter #acfe bie oberfie Erblage beg
Zweiten ©tabeng fo tief alg tie #acfe $0$ jji, ailf
©emüfeböu im ©arten unb auf freiem $elbe.
108
ben «Boten Ui erffen , ebnet fie unb 8«^lagt bie
«tUenfallftgen ©cfiollen. £ietauf wirb «ine Vfage be«
oben bereit liegenben «DlifteS auf bie berahgejogene
©rbe auSgebreitet unb feftgetreten , baf fte in tiefem
•Suflanbe <5-6 W hoch ift» i« unfern fiatE ober
febttad) gebungt werben feil. 9tun wirb au* bem
jweiten ©raben bie übrige ©rbe, bi* er mit bem >r;
pn gleiche Zx fe bat, auSgeftochen unb forgfdltig
auf ben «ÖJift gefegt, babei aber ba* tleinfte ed)6ll=
d)en jerfdjlagen ober jerbrueft. @0 wie nun bei
bem Anfänge wirb fiel« fortgefabren, bi« ba* ganje
©tuet gleicbmdfjig bearbeitet iji, unb nach bem S3e=
fcbluffe jurn SBepflanjett Anftalt gemacht. Sief« Art
beS «Rigolen* bat man mit bem «Kamen: © t i cb
unb Abjug, belegt.
©eben mit bem Anfänge be« 9RonatS «JRdtj
(wenn eS bie «Witterung erlaubt, fonjt auch fpater )
werben bie «BtumenEohl * Sdnber jubereitet unb bt*
pffanjt, benn ber «8lumenfof)l «erfriert fo leicht
nicht, (man pflanjt ihn fogar an manchen «pld&en,
wo et für fonfligen ©«fahren gefiebert ift. («hon «ot
SBinter, wie ba* SBintetftaut ). 9Ran nimmt jur
^röljjrttjrpfTanjvmg bie in falten SRifibeeten übetwim
terten «Pflanzen, bie um bie 3e‘t be* «Berbraud}* oft
f,br theuer finb, unb für fid> allein einen »ottrtff.
liehen Crtoetbjroeig auSmacben. Sa« ^unbert foU
«her «Pflanjen fofht gewöhnlich einen großen Shaler,
ifter auch noch mehr, je nachbem fie nicht fo »ieU
faltig su b aben finb unb befonbere Unglü«Mfdlle ben
5Bortatb wabtenb bem hinter oerminberten. @ebt
feiten foften fie weniger. Siefe «Pffanjen werben nun
«in einet angefpannten ©chnur ober, ohne eine foldje,
jwei gufj im &uincunt folgenbet ©eftalt gcpflarejt.
$et ^fianjet nimmt feine äcglingc in eine ©djutje
ober auch blo* in bie^anb, (erflere* ifr immer unb
au* mehreren ©rünben üor$u$ieb«n) »erfolgt bie
©chnur unb macht auf jebem «Punfte mit feinet
rechten £anb eine ©rube, halt mit bet linfen bie
spffanje bi* an bie Blatter hinein, füllt ba* 2och
mit (Srbe »oll, brüeft fie fefl unb giejit fie, wenn
e* nöthig »fl / etwa* an. Saf ba* Begiefen »on
3eit §u 3eit wieberholt werben mufi, bi* man am
ftifchm Stiebe ba* Angewadjfenfepn bemerft unb oft
noch langer, »erfleht ftd) »on felbft; eS hangt aber »on
berSabreseit ber großen ober geringen Süne, ober
non feuchter Sßittetung ab, in welchem ©rabe man
ba* Anfuchten »ollführen foll.
©obalb e* für nöthig erachtet wirb, fo fdjabt
man ein foldj.« BlumenfobUanb. Siefe Operation
wirb mit bet Srautbacfe unternommen unb beft«ht
in nicht* Anbetm, al* Bettilgung bc* Untraut* unb
Auflotfetrt be* Boten«. — ©inb bie *Pßan$en ent*
lieh fehr groß, baß man fürchten muß, ber 2Bmb
möge fie umlegen, unb eigentlich noch früher, wirb,
wie bei allen Äohtarten, ba* Anhöufeln »orgenem*
mem _ ©iefe* ifi bie ledere «Bearbeitung. «Rad)
ihr finbet man halb bte l>erclichften Blumenfnofpen,
von befonberer ©röße, »ortrefflichem «Keif, föfilichem
©efehmaefe unb befonberer Mattheit.
£ie »om grühiahrc Ui sum £etbfi gejogenen
werben gleich »om Sanbe ju SWatfte getragen, bieje=
nigen aber, welche im £erbfle ihoe Blumenfnofpen
noch nicht auSgebitbet haben, »erben in Seilern
ober ©ruben eingefd)lagen , gegen ben grofl ge;
ftchett unb nach unb nad>, fo »U fie fid) Silben, aU
gefchnitten unb »erfpeift
©emüfebau im ©arten
£iefe 2frt bec a3lumenfohlsucht ip natürlich
unb leijiet 2flleS wa8 man von ifjr verlangt. 2(nge*
nommen, baß man auf biefe SBeife an anbern £)r*
ten «egen fd>led>tern SSobenS biefe SSollfommenheit
»u erreichen nidjt möglich machen fantt, fo roirb
man gewiß Mit bem jufrieben fepn fonnen, wa$
man burch pe bejwecft.
2fn einem jweiten £)rte i|t man feiten im
©tanbe, baffelbe hetvorbringen ju fonnen, wa$ bei
bem erpen mit leidster SOTuhe gefchah; biefeä liegt
ober am 83oben unb bem ßlima. ©o fann man
i- 23. in bem, gtanffurt fo nahen #anau,
ben £)b etrab et 23lumenfof)l platterbingS nicht
jief)en, bafpngegen aber auch im erjlern £)rte bie
9K6l)ren nicht (man nennt fte ©elberuben) von
foldjer ©ute, wie im lefctern. £ie £anauec
födrtner gieren biefe 2Bur$el fef>r läufig unb trei*
ben einen großen #anbel bamit. Sttan fief)t in als
len SahrSjeiten, ©dpffS * unb 5Bagen * gabungen
voll ftifdjer 2fldf)ren nach Öffenbad), granf*
furt unb bet Umgegenb bringen, «eil fte nirgenbS
von ähnlicher ©ute fdnnen gejegen werben.
2öir fef)en hierin »ieber eine SSefidtigung be«
£>bengefagten , bafj jebe ^flanje it;ren fepgefe&ten
SBofynort I>at. SSenn wir. auch nicht gerabeju bie*
fen, ihren beffetn unb jufpredjenben SCöofjnpla^ nen*
nen fonnen, fo ftnben wir boch, baß jebeö ganb
etwa« vor anberen jurn 23orau$ hat, ja, baji jeber
t)tt ein Erjeugniß befifct, baß tf)n mit ben 9fad>*
barn in SSecfefjr bringt, weil ti nur ba befon*
ber$ unb vorjüglich gebest. (56enfo vergalt ficb’S
mit ben Etblagen. Sebe bepfct befonbere 9?af)rungg*
ttjeite, ober vielmehr befonbere Eigenfchaften, ihre
ffortf. b, 3t. 5£, ©art, SKagaj, V. 23b, 3, ©t, I88i.
unb auf freiem Jfel&e. I0^
9?af)tunggtl)etle für ^flanjen gro6et ober verfeinerter
ju geben, ©robere «Pflanjen forbern bemnach erpere
23epanbtheile, feinere bie ^weiten,
Scf) wönfdf>e nun nichts mehr, al$ baß biefe
angegebene 9J?etf)obe, 23lumenfohl ju jiehen, wo fte
nod) nicht befannt ift, angewenbet unb burd; ben
befien Erfolg gefront werben möge.
3>
tfnhau unb 83enu|ung ber ©rbdpfet.
Cat. Helianthus Tuberosus Linn.
Sranj. Topinambour.
SSormort be§ $erau§gef>er§.
Sch nehme biefen intereffanten 2fuffafc über bie
dultur einer bisher mit Unrecht wenig geachteten
ofonomifchen $Pan$e, beS ErbapfelS, beffen 2?ater*
lanb 23raplien ip, unb mit beren Senkung uns
bie fflieberldnber vorangegangen finb, um bepo ju*
verpchtlicher hier auf, ba auch nun ein Seutpher
foliber £>efonom, #err Snfpector Äabe in @chles
ften, aufgetreten ip, unb unS feine erprobten 23er*
fuche unb Erfahrungen in feiner f leinen ©chtift bavon
befannt gemacht hat Sch «vunfehte, baß mehrere
Seutfche Sefonomen gleichfalls 23erfuche bamit mach*
ten, unb bem ©arten* Sftagajin ihre Erfahrungen
batüber mittheilten.
g. S. SSertuch-
♦ *
a
HO
©emfifetmu im ©arten
£(t oorjuglich« 2$eobad;ter be« SanbbaueS in
glaubet», in Srabajtt unfein Sftebtr*§lfaft,
©chweri *), tfihmt ben Knbau biefe« ßnoilenge*
wdchfe«, „weit baffe'.be mit »bem $5oben notlieb
nimmt, reidjlirf) gutragt, nom Stoffe ni*t (eibet,
fomobl butdj bie gtudjt al« butdj bie Slatm ein
gute« 23iet)futt«t unb butd) feinen hörigen '©tangei
t\ n S5renn Material jum £eijen liefert.»
tiefes oielfachen fftufcen« «egen, betreibt nun
bet 3Birtl)fd)aft« * Snfpcctot bet 2eff»4fd»n €Stift«*
guter in £)btr*5Ef(^irnau in @d)lefien, £etr Äabe
jun., ben Knbau biefer gtud)t fd)on feit nict »
ten im ©ro&en, unb finbet KUe* »ad $r.
uon bctfelbcn getimt W, »ollfommen beffdtigt.
Sn bem ©arten ju Sbet^ffhimau ift ein glcddjen,
non ungefdl» *5 öuabratruthen, auf welkem $'«•
^flbe’d SSater im 3*h« »787 et^en ^no(Un
biefer Krt gelegt hat. ?Cuf biefem glccbe flehen fte
feit jum heutigen Sage nod), treiben \Mjm ®‘dn*
Sel non 8 bi« »<> Suf *)»$ unb geben fret« eine
gute Kernte, unerad)tet fie biefe gan5e *U binburch
webet gebfingt, nod) bearbeitet, nod) frifd,er ©aa*
men aufgelegt »erben, folglich non ber erften Ku«;
faat im Sah« 1787 S»« unb breifiö ^«le nad) ein,
anbet geamtet »orben ift, ohne auch nur cm SHal
ton neuen ju fden!
SJon ben, auf biefer ©feile gewonnenen ©b*
Äpfeln beffeUte ^>etc Snfp^ctor Äabc tm Sahre 1817
feine Ku«faat im freien gelbe. Sr hat biefen Km
tau feitbem fortgefefct, unb im Sahre 18 >9 f^n
*) Anleitung jut Äenntnif ber SSelgifdjen eanbtmrtb:
frhaft, «on 3- St- ©cbipetj. 1. 2. 3. SSt. £aUe,
bei £cmmerbt unb ©d>»/tf«bfe. 1307-1SH.
unb auf freiem Selbe.
hunbert unb fieben unb neunjig SSredlaucr ©djeffel
(gehäuft genieffen ) geamtet, unb baoon im grfih«
jnhre 18^0 »ieberum 437 S3re«tauer ©cheffel au«*
gelegt. &ie& Kuötegcn gefd)iei)t im gaibjabre, uro
9tad)tfcDfre «nbeffimmert, fo icitig al« man »tU unb
fann. Sft ber S&obe» non guter $Sefd)affml)cit unb
.gebfingt, fo lege man bie ftnoUctt »enigfeu« i »ei
Svheinldnbifdje &uabratfuji eine non ber anbern (benn
(5in? Änclle macht oftmal« 7 bi« 9 Suebe); m
fd)lcd)tem £anbe lege man fie bichter. ©enb bie
Knollen t Ui n, fo lege man beren 2 bi« 3 auf (Sine
©teüc (»eil non betgleichen f leinen Knollen manch«
jutfidbleiben ) 5 bod) lege man biefe nid;t bid)t an ein*
anber. ©ie muffen feiert, nicht fo tief al« bie Kar¬
toffeln , gelegt »erben, unb gehen bann leister auf,
ffe bfirfen nicht mehr al« ein ÜRal behäufelt »erben,
verlangen aber ba& ber Kcfet nom Unfraut rein fco,
»eiche« mit bem (Sultinator fei» UW ^»irft »er»
bm fann. 85ei gunffiger SBittevung gehen fie fchon
nach Verlauf non btei 5Bcd)en auf; bie ^ffanjen ba*
oon haben aber bi« Kn fang« Suniu« ein frdnfliche«
Knfehen; erff nad)5ohanni« fcefommen fie eine bunfel*
gtfinc garte unb fangen an 511 wad)fen. Km 23dm
Kugujt be« nötigen Sah«6 (fagt .Stabe in
feinem oor un« liegenben gebrueften SSeridjtc) hatte«
in einet non meinen «Plantagen bie $ffan$en fchon
eine non 8 W 9» »•««*« mit
6 bi« 8 SMenttieben uub 4 bi« 5 ©eitendffen wa«
ten, bie mehr al« 600 SSJdtter hatten, non ben cn
bie größten 14 Soll laufl unb 8 3oU breit waren.
$ic fß-.&the erfolgt erfl in ber SRitte ^ctober« unb
ba« 2Bachfe« ber ^ffanje bauert, felbfi wenn aud)
sRad'tfrdfte ein fallen, bi« in ben Slooember. (Sin
ufcetrafdjenbet Knblicf ift, ^ Slfithejeit eine gut
hewaebfene Plantage ju ffh™; bt»n ^att ia* Mm
1 1 1
©cmüfcbau im ©atten nnö auf freiem ^elte.
liefe SahreSjeit affe anbete ©ewi<hf« f<hcn erftcrbrn,
cbec im 2f&frec6cn finb , gleißt ein Grbdpfel»§ilb
in bec gerne einem unburch&cülgltch fcidjim dtie-'e;.-
©ebdge rem fefjonften ©tun ! 2 lad; Gintritt ber
Slutbe — fahrt £ert Jvabe fort — lief? id) eie
Sldngelbicht an bec Grbe mit einer Sichel abfehnei»
ben, fie gleid; mit Strohfeilen in lodere, io bis 12
Soll int Surchmeffer tiefe ©ebinbe, cinbinben, ur.b
je 15 berfelben fenfreefct in einen Raufen fe|en.
Raufen ren biefer ©refie bleiben felbjl bei «Sturm»
srinb aufrecht jfeben. 9?ad> ad>t Sagen finb bie an
ber 2fujjenfeite bec Raufen befinblichen SSldtter »oK*
fomrnen bürt; clöbar.n muffen bie ©ebinbe umge»
trefct, was nach innen ju cefehrt war, mu? nach
tcr 2fugenfeite bingercenbet werben. Sie -SS-dttec
»erben halb bürr, bie Stdngel aber nicht. fSenn
biefe nun fo »eit getretfnet finb, baf fie beim Su»
fammenbteben feinen Saft m<hc ron firf? geben, fo
fonnen bie ©ebinbe »om Jfcfer abgefahren »erben,
3d> habe bann bie ©ebinbe in bebccften (gruppen
triebet fenfcecfjt auffrellen laffen, big bie Stdngel
möglich!! butre traten. S5is jurn 3«bredjen bucre
habe ich fie j»at nie fonnen auStrocfnen laffen; bodj
&aben fie'fdj, wenn fdjen nicht ganj «uSgetcrrt,
tizaed) ohne ju faulen aufbewabven laffen. S5loij
an gaubfutter gewann ich ton Ginem 27?agbeburgn
bergen ganbeS guten, jrarf gebangten ©erftenbe»
beng, 57 Gentnec 16 fpfunb; bet niebrigfie Gctcng
in fehr fehlerem SSoben, ber faum noch ben9?amen
fcen Äcrnboben rerbient, war 17 Gentner, unb im
Surd;fchnitt aUec mit Grbdpfeln fcefiefffeit tfeefer,
wn ber rerfchiebenften ©üte unb 83ebüngung beS
SSofcen#, war et etwas über 30 Gentner für ben 5D?ot=
Sen. 2fn Knollen amtete ich 00m borgen bes be»
ßen Sar.bes 121, im fchle^tefren 25oben 25, im
Surchfchnitt ron ber ganjen tfulfaat 68 Styffer.
Se fpäter man baS gaub abfdjneifcet, befro großer
werben bie dtnoüen; fdjneibet man bie Stängel ftü»
her ab (um befro früher baS gaub $ur gütterunj
anwenben $u fonnen), fo bleiben bie Änottcn
f lein er.
SBaS bie fnollen al$ gulterung reiften, mag
man aus gefgenbem cmnebmenr Sie jur w>robc
tamit gefütterten Schaafe erhielten fein anbere«
gutter, als jebeS täglich eine SJierteU5D?e|e Snollen,
£aub, fo riet fte freffen wollten, unb für bie 9?a<ht
noch etwas Strch. £aS gau'o fragen fie footeich,
bei ben Än ollen aber machen bie, welche nicht an
Äartoffelfütterung gewohnt ftr.b , einige Umffdnbe.
Siefe «Probefutterung bauerte rcra 1. ?toöembcr big
jmn 28. 2ftdtj 1819. Sie gdmmer, welche wd&»
tenb biefer Seit Jur 2Self famen, waren frdftig,
bie CKüttet f?ntten jum Saugen ciel bje
jungen Schaafe wud;fen trefflich unb hatten »iele
5BcUe, bie alten Rammet festen siel gleif^ an.
Ginec biefer £dromel, bec bei Anfang biefer gut,
terung, am 1. fflooember, 95 njfunb gewogen
hatte, warb am 25. Sanuar, wo ihn ein Schlag»
ter faufte, 115 ^funb fchwec befunben; er hatte
alfo in einer Seit oon 86 Sagen, in welcher er
2ti 2??e|en Saollett unb hinlängliches gaub befom»
men, um 20 föfunb an gleifch »ugenemmen. %n
einer «nbetn Schäferei würben ju gleichem SSer»
fuche swei tragenbe Butter » Schaafe genommen,
bie fdjon jwei 2ßal fd) wache gdmmer jur Seit ge»
bracht unb fehlest gefdugt halfen. S5ei bet Grbdpfel»
gütterung aber gebaren fie fratfe gdmmer unb faul¬
ten gut.
£1 s
1 12
©cmüfebcttt im ©arten imb auf freiem gelbe.
Sie gut $>cobc * gutfcrung aufgeßellftn Kühe
bekamen täglich eine 9tte(je Knollen unb ein ©e*
binb Saub; auf einem attbern ©Ute befanien fte
täglich gwei ©ebinte Saub, aber feine Knollen; bet
©rfotg war, bafj bie mit Knollen unb Saub gefuf*
fetten mef)t 9ftilch, bie mit 2a ub allein gefuf*
terten gwar wenigere, jeboth Wiel fettere fDlilch ga*
ben. Sie jungen Stammod;fen erhielten täglich
brei föicrtel Sieben Knollen unb gwei ©ebinbe Saub;
fte belferten fich halb im gleifdje unb wuchfen gut.
Sie *Pferbe erhielten jebe« täglid) brei
Stehen Knollen, ohne 2aub, anfangs mit Kleie unb
gefdjtotetem ©ctraibe vermengt; biejj modjten fte je*
boch nicht feeffen , bie Knollen lieber allein unb mit
»fjecffel gemengt. 3ule&t gogen fte ein foldje« gut*
ter einem Kornerfuttcr wor. S5ei ben ^ferben bauerte
bie 9>robefütterung wom 15. 9fowember bi« gum 15.
gebruar, unb fte blieben währenb biefer 3 Monate
nicht nur gefunb, fonbern nahmen auch an gleifch
gu unb «errichteten babei jebc Arbeit fo gut al« bie
übrigen. 3'wei spfetbe, benen flatt bc« $eue5 blojj
©tbäpfel*2aub gegeben twarb, befanben ftd) babei
fet>t wohl. Sutchgehenbä freffen bie «Pferbe biefj
2aub ungemein gierig, unb felbfl bie Stängel wer*
gehren fte , wenn foldje nicht gar gu frarf ftnb.
Sie lebte S3enu&ung bet ©rbäpfel*$>ßange ßeeft
in ben bieferen harten Stängeln. Siefe geben eine
gtoüe «fji&e unb haiten lange 3»it Kohlen. ©in
Sopf falten SBaffer«, 3 Schlefffd)« öuart haltenb,
föchte auf bem fjeerbe in 20 üftinuten bei 4 *Pfunb
7 2oth werbranntec ©rbdpfel 5 Stängel. Sreigeljn
^)funb wtrbrannte Stängel lieferten 24 2oth reine
3(fche, bie ßd> in Stücfe, gleich glatten, gufammen
fefcte, unb bie batau« bereitete Sauge war fo fcharf,
bap ein Streifen Äattun, ber fd>on «tele 2)?ale mit
Sauge gomafdjen worben, in ber ©tbäpfel=2auge bie
gatbe werlor, unb baß eine leinene blaußretfige Ku*
chenfdjurge, welche ba« «Brühen mit gcwoln ichet
#oljfauge ßct« aubgehalten hatte, bie blaue gatbe
werlor, unb ben SBäfcherinnen fraß fte bie $aut oon
ben gingern.
3um ©inärnlen habe ich bie Knollen im Spat»
herbße mit bem $afen aufrühten laßen, biefer
mufj aber in ben Strichbretern etwa« weiter al« bei
ben Kartoffeln gcftellt fepn, weil bie ©rbäpfel weiter
au«laufen, wejjhalb auch brei 3üge babei erfoebert
werben. Sa bet groß webet bem Saube, noch ben
Knollen fdjabet; fo iß e« hinlänglich, ße nur wor
9Mffe gu fd)ü&cn. Sm wergangenen SBinter hatte
ich 45 ©defe in gwei SDlieten (Raufen über ber ©rbe)
ßeben, bie fo feß gufammen froren, bajt fie bei’m
©inräumen, im SOfonat gebruar, won einanber ge»
hauen werben mußten. 9?ad)bem fte im Keller auf*
getbaut, waren fte fo gut al« vorher, würben won
bem S3ief> gern gefreffen, h*^ten f,ch 9ut unb bie
bawon ergeugten 9>ßangen ßehen worttefflid;. Sch
habe ein «Pfunb ©rbäpfel unb eilt $)funb Kartoffeln
auöfrieren laßen ; ba« ^)funb Kartoffeln gab nach
bem 2luftl)aucn breijehn Soth 3Baffer, bie ©rbäpfel
aber nicht einen Stopfen. 2fuch felbß beim etßett
SBachöthum iß bie ^)ßanje gar nidjt empftnblich gegen
ben groß. Sch ließ in tiefem grühjahte 9 Knollen
in ein grühbeet legen unb biefe, al« bie ^Pßangen
6 bi« 9 3oll hoch waren, au« bem grühbeete, welche«
23 ©rab (9?eaumur) ©arme hatte, in’« freie gelb
werpßangen. ©leid) in ber etßen Cßadjt geigte ba«
Shetmometer 3 ®tab unter bem ©efrierpunfte, ba«
Saub ber jungen ©cbäpfelpßangen war gum 3erbtechen
©emüfebau im ©arten unb auf freiem gelbe.
fleif gefroren. ©obalb bie ©onne fchien, trauten fte
gleich miebet auf, unb gefroren auf gleiche fiBeife oiele
EUiah, unb tfjauten jebeö CDtal wiebet auf, unb flehen
je&t (im tfugufi 1820) mel)t alö 9 gufi l>ocf> , im üp,
pigfien 5Buch$. ©Icicbe Unjerjförbarfeit bat baä Saub
auch naci; bet 2fetnte. Sd? lieft nämlich am 24. Des
tobet 18 r9 84 fPaat ©ebinbe folgen Saubeä an ber
2fu{ienfeite einet ©cbeune aufbängen, bergeftalt, bafs
ba$ obere ©nbe burdj ba$ über bie ©ebinbe betootra,
genbe Da cb, auf ein Drittel ihrer Sange, für bie übri=
gen jwei Drittel aber gegen Siegen, ©djnee, Söinb
unb groft feineSmegeg gefcbü&t mar. Sn biefer Sage
blieben bie S5latter gleichwohl fejl am ©fanget ftgen
unb bie roecbfelnbe SBitterung bi'11« ibn<« f° wenig ge,
fdjabet, bafj fte am 28. SÄarj 9facbmittag$ oon ben
SJtutterfcbaafen nod) mit vieler fSegierbe gefreffen
mürben. Diefe Un$erftorbarfeit ber *pflanje geflattet
eö auch , baj? man fte, über SBinter, in ber ©rbe taf*
fen, unb erft im grübiabt bie 3fernte, ober menigs
ftenS einen Sbeil berfelben, jeboch fpätefienS bi« 5D?itte
2tpril6 oornebmen Eann. Die Knollen ftnb algbann
gtSfset unb rotber in ber garbe; allein fte bauern nicht
fo gut al$ bie im $erbft geamteten, unb man mufi
fte forgfdltiger aufbemabren, nämlich in einem Keller,
unb fte mit Grtbe bebeefen.
2tm oorjuglidjjten eignet ftd) bet Grrbapfel jum
petennirenben tfnbau, ba er, GfingangS gebaebter«
mafjen, 30 Sabte , unb barübet auf einer unb ber*
felbcn ©teile au6bauerf. Sßicb er alle 3 Sabre ge=
bungt, fo fann audb bie Stagbarfeit beS 33oben$
nicht nachlaffen unb man fann alle Sabre amten,
ohne ju faen. SBill man abet mit bet fBefiellung
be$ Sanbe$ mechfetn, fo laffe man im fofgenben
Sabre in gutem SSoben ©erfle mit Klee, in fehlet^
tem SSoben ©ommergctraibe auf bte Crtbäpfel fofaen;
meil biefe abet febmet auSjuvotten finb, fo rnirb ffd)
auf bet abgedrnteten ©teile, oon ben unoermeiblid)
in ber Cfrbe §ttrücfgeblicbenen KnoÜen unfehlbar bäu=
ftger 9?acbwucb$ $eigen, bet nicht anbetd al« burch
3fuäbeten mit bem ©rabrcbeite fteber oertilgt Werben
fann, burch welche .Operation aber bie auf einem
folcben gelbe flebenbe ©etraibefrudbt aUerbingS ©d)a.
ben leibet. Sm Grlfafi ld@t man Kartoffeln barauf
folgen, ba benn ber Sffadijwucb'o ber ©rbäpfcl, burch
bie SSearbeitung , weld;e bie Kartoffel erforbert, oer*
tilgt Wirt; oielleid)t würbe aud; jweijäbriget Klee,
ber mehrere fJflale abgegrafet wirb, ben 9tad)roud)8
ber ©rbäpfcl oertilgen. 2fucf> gebest ber Klee nach
©rbapfeln beffer alt nach Kartoffeln. 2öa$ enblidj
ben tfnbau bet (Jtbäpfel jur fßiebfütterung auch noch
empfiehlt, ifi: bafj fte nicht fo al$ bie Kartoffeln ge,
ffobltn werben, weil fte nicht, fo wie biefe, ben
SJfenfcben $u einer willfommenen ©peife bienen
bürften.
4-
Ueber eine neue 2Crt, bie Kartoffeln oortf;eil=
(?aft ju bauen, unb ben ifrtraß bebeutenb
5u erf)6(;en.
$ier, Wo btefeä niebergefchtieben wirb, oetbrei,
tete ffch (burch welche ©elegenbeit obec SOTittbeilung
weijj ich nicht mehr) ba$ ©eruebt oon einet neuen,
febc oortbctlbaffcn Kartoffeljucbt, bie Seber um fo
liebet auSgefubrt wünfebte, je mehr reellen ©ortbeil
fte vetfprach. Der SSecfuch foll, wie ich «nie noch
Ir+ ' ©emufcbau im ©arten unö auf freiem $elbe.
Intt„e, xn$m nb ßemadjt worben, unb bie felbjl u&cc ber gebe Atollen anjufegen pflegen, fo
XMhJt fo ergiebig gewefen fepn, tag bie fd>neUfle würbe t)ier noch 2) eine Quantität von noch
9la«a^munS oon allen ©eiten ber erfte Erfolg war. einmal fo tiiel als bei ber ©aamenfartoffel gefun=
©o lautete ber erfbe Srnpfeblung; bie SSef^mbung ben würben in ben ©tdben eingefammelt, unb
M SSerfafsvenö nun, wie folgt. 3) *« »>«* oberfl5cf>Iicfjen Aufhäufungen eben
fo oicl als gewöhnlich gewonnen. Sftan fonnte
©§ feilten nanUid) auf einem baju jutewite* alfo ^nehmen, bag bei biefer bitten ^flanjung auf
f#n gflnt)e fteine ©raten non i| Sug breit unb eben einem borgen SanbeS eben fo «ict geamtet würbe,
fo tief auSgegtaben unb bie batauS fallenbe ©cbe als man fonfl auf bie gewShnliche Art, tiefe Scuc^t
auf eben fo breite Sriftnrfame aufgetfafrf wer* >u sieben, auf ungefdh* 4f Jörgen wuebe eingc*
ben, wie man bei einer Spargel* Anlage ju thun fammelt f)abcn,
pflegt. Sn tiefe ©taten follte man nun eben fo
Mtfd>tift8mäfig Jtt'ei Reiben ett««to(fel» in btt ®« reitbt Koi)1 4ti »«bedungen "41
£J„9, einen guten gu@ Mn einanber entfernt, in gleid, »nliniten madjen, fi« tiefen gtofien ©emim.
auincun, unb einige 3»« tief de«™. 9!aei,tera fie tu »«Muffen? ©8 nratbe Mt bet attffförung nie!
nun gefeintt unb 6-8 3«» betangroadjfen mären, 9<9<n bie @«*e, «bet und) reiebet »iel bafüt
ferne, »ie bei unfetm Slunienfofjl, bie aufgtfefte S'fF»d)«n- ®«8<0 <» »onnie nntürli* »iel gefügt
Gebe nad, unb na«, unb mit angetiäuft emben, »eil bie »nuer&ilimMSig« tiefe ©inpflan.
roetben, baf nut tarnet bie Spifen bet Äartoff«!. jung bemjenigen , »ei«et fid) ÄenntniiTe in bet
Sianien einen 3oII i>o« tibet bet gebe ftei i>etau8-- OTanjetei angeeignet t)«t(e, ni«ti ©Ute« »etfpta*.
„id,ten €OIit biefet Dperalipn Kurt, non Seit 511 Mein f(lt biefe neuer. Ätt bet Xap*t, f»™#
Seit bei gehörig <mi«tet m. nnb f. tauge fett. bauptfidjli« ba« Sigentl>6mli«, bet «attaffehanfe,
gefaxten bi« bi. Stäben »ungefüllt, nun etiaubten b«S ff« «« ber ®*« «»* *"»«<” «»»»M«» 9«=
bi, Sact.ffeln fie nad, bet g.mSSgnli^.n *t 6b, t be, eigne, iff. SS«n baei,«, fid, alfe neu f,ie. au« ben
Gtbflä«, aufjuijüufeln. Sebalb biefe* Sejtete ge. »ittli« gttft.il ©euunn. 3« (»«»« laug, ni«(
fdjeben mar, blieb bet ffianj. billige Steif,.« bi« mit mit einig tuetbeu, unb nod, meniget mit bene«
fiebutd, ab®, Iben bi« Reift bec Änoli.n jeigle, ebet bie gleid,.« 3ntet.1T, babei Balten. ®lit etf«i,n
bi, 3eit be« ausgtab.ns i,<rang.nal,l mar. 6»* »*”»« imm,t 0,8 UnMt,"> h,f '*
baburc^ Überreben, bap man mit fagte: man muffe
3n biefenStaben foBten nun, bet etn(Hi«fi<n (•!«<■ fitfinbungen ni«f getabeiu unbetfu«! bet.
«Öerftc^jerung gemd^, i) eben fo v>i«l Kartoffeln aus werfen,
bem unterffen ©tunbe geamtet werben, als man
«ad) bec gemogen 2Crt, fie ju pflanjen, nach Sie ^flanjenicit erfchien unb mit if>t bie 2fu§*
SJlaaggabe beS SanbeS, einfammelt. ©a aber bie fühcun9 beS 23crfucf)6. 3flleS gefcf)af) nicht nut oor*
Äactoffelcanfen, wie wir wiffen, an jebem ^fuge fd;rift«gemd£ punttlich, fonbetn auch mit grS^tec
©emufebau im ©arten tmt> auf freiem $elbe. ik
fBorfidjt unb mit vielem SScbac^jf , fowohl bei bet
Spflanjung alg wahrenb bem Sommer bei bem 3Cn=
baufein. So fatn enblich bcr £erbfl unb mit ihm
bie 3<it bet 2Cemtc. Seber Sntereffent (acfjt greunbe
batten in eben fo vielen, weit von einanbet getrennt
ten ©arten unb eben fo verriebenen 23oben unb
Sagen, ben 23etfud) jitgleid) gemalt) ober vielmehr
jebet bet babei infofem beteiligt tvat, bafj et eU
wen SSetfucf) gemacht hatte, tvat begierig ju fehen,
tote bet Grrfofg fepn würbe, unb ftef>e ba! — eg
tvat nichts! Die Kanfen batten witflidj l;ier unb
ba, bei einem mehr, bei bem anbern weniger, fleine
Änotfen angefe^t, auch SButjeln gefdjlagen unb un*
ten tvo bie Stccffartoffel lag, fanben ftd) wenige
ganj fchlechte Änollen, bie fcH^c fummerlid) augfahen.
Die Kaufen, ftnbc id) nod) $u bemetfen notl)ig, was
ten fd)mdd)tig «ad) ben Spieen (feine einjtge £ar=
toffetart machte Ausnahme, beun man bitte bie §3ot»
ftcht gebraud)t mehrere 2trten ju vetwenben) unb am
6nbe becfelben fcdnflich, mitunter auch frifd).
5DBie tdfit ftd; nun biefeg CKijjrafhen anbetg ers
Karen, alg burdj bie unnatürliche, ungewöhnliche
tiefe ©inpflaitjung ? Der ©oben, wo bie 23etfud)e
gemacht würben, war ffd) in fofern an allen Drten
gleid), bafj er eine vottfommen euttivirte Sliefe von
3 guf tytlt unb batten mufjte. Dag Saht war auch
übevbiefj für bie gewöhnliche Äarfoffeljud;t günffig.
Die tpflanjung gefdjaf) mit großer 2Sorftd)t unb bie
^Bearbeitung wdbrenb bem Sommer mit ber geölten
Uebertegung. 5Bir haben atfo biefen SSeweig jur
S5e(tatigung bet Unjwecfmdfjigfeit bei alljuticfer
^Pfianjung, bie gewip mit feiner ^flanje, mit bereu
Katut fte nid;t vereinbarlid) ift, augjuführen ffe^t.
5>
Ptotiä übet Sanfmann’o neue tofoffcl
3& ©e»u
2tugjug eineg Schrcibeng von «fjerta Schneevogt,
ju ^aartem, an ben ^erayggeber.
Haarlem, seit 16. 25fc. 1820-
„Sit haben je ff f)i*t aug SBrabant eine neue
Äattoffelart befommen, welche bie Societe d’Agri-
culture ju ©ent, ihrem ©inführer ju ©hten, bie
Sanfmanng s Kartoffel genannt hat. 8Son
©ent aug hat man unfern ofonomifdjen ©efellfchaft
eine Quantität bavon aefanbt, bie untet verfcf)icbene
Siebhabet vertheilt würben. — Sch fann mid) mit
bet Äarto-fel=©ulfur nid)t felfcff abgeben, behielt alfe
nur eine einzige dtnolle bavon. Diefe wog 13 Sotf).
Den 4. SK«i fegte ich fte in meinen Dbffgacten, in
einen nicht magern SSoben, ohne fte ju jerfchneiben,
ober ju jctjTücfeln, unb bett 29. Dctober habe ich
bavon geamtet 72 Knollen, gtofse unb fleine, welche
jnfammen 22 $funb wogen. Die bei mit gejognett
ftnb gat nidjt angenehm von ©efd)macf, unb webet
gefchdlt nod) mit fKontimng gefod;t fehmeeft fte mit.
SKein 2fffocie aber in Kocbwpf, bet grofje Kofem
©ultivateur Stegerfjoof, hat bie Knollen, bie id)
ihm fanbte, in fef>r magern Soben gepflanjt. Seine
3fentte ifl bei weitem nicht fo ergiebig gewefen, al$
bie meinige, et melbet mit aber, bafj fte ihm, von
allen fremben Äartoffeln, am fd;macfhaftefben vor
fomme, unb et ijf ein jiemlid) competentee Kichter,
ba er jährlich einige S&tufenb Sdde dvartoffeln jiehf.
nS ©emüfebau im ©arten
güt’ö 93ief) , al<3 guttet , mdebte biefe c o 1 1> c
£anfmann8 ® Äartoffel wobt eine ber beften fepn,
wegen ifjccc aufjerorbentlicben Ergiebigkeit. 2öo fte
juetfl bergefommen, weif) ich nicht; icb »ermutbe
ober, bajj bie ©enter fte au* Englanb erbalten
haben.
* *
*
«Hocbfcbuft b e 8 £erau$geber$.
(2!2it einer 2£bbiibungen auf Safel 19.)
3d) babe jroat febon, im »origen IV. SSanbe
be* ©artenmagajin* 3 ©t., ©. 124. tmb 5. ©t.,
©. 196, bie erfte 9?otij t>on biefet neuen Äattoffel
gegeben, aber beibe Sflad>cirf>ten waren nur »otldu*
fig au8 öffentlichen SSlattern genommen, unb finb
offenbar einerlei, ©ie fpracben beibe »on bet gtojjen
Ergiebigkeit ber £anfmann’$ Äartoffel, welche
auch obige €^ad;rid?t be* #ertn ©ebneeoogt
betätigt. Sa fte aber eine genauere Unterfucbung,
unb jwar in » e t f d> ieb cnem S5oben, »erbient,
unb id) felbfl inbeffen fo glücklich gewefen bin, für
mich unb #errn Saflor Dr. u t f dj e in Wenigem
Sena, burd) bie ©nabe ©t. Ädnigt. Roheit, unfer*
Surdjl. ^erjog« S5ernl)atbt, jefcigen ©ouoerneut*
tun ©ent, ber fkb fo warm für alle gemeinnü&ige,
wiffenfcbaftlicbe ©egenfldnbe interefffrt, einige ©na^
menfnoUen ju erhalten, fo werben wir SSeibe beuer
biefe Unterfucbung ptaktifcb anflellen, unb ben Sieb--
babetn ber Sekonomie bie Stefultate bauon gelreu
hier mittbeiten. 3<b b^e S^at nut ein? ®aaniens
fnolle baoon behalten, unb tiefere bie naturge=
treue Xbbilbung baoon auf beiliegenber Safel
19., um 83erwedjfetungen baoon, mit ber ^eru®
»ianifeben Äattoffel, bie mir febon in bie #dnbe
gekommen jtnb, »orjubeugen, Siefe Änolle toiegt
unb auf freiem £elbe.
1 $funb 4| 2otb ( ober 36-» £otb ) ?eip$?get @e®
wicht. 5Sit wollen nun im #etb|ft feiert , wa* fuc
Ausbeute unb Sfefuttate fte geben wirb.
g. 3. S3ertucb.
6.
33erid)tigung einer Meinung, über baS 2Cti=
fc^cn ber übererbigen Knollen an ben
Kartoffeln,
Sn ber allgemeinen Sitcratur = Reifung 9*00.42,
gebruar 1820, fagt ber Stecenfent, bei ©elegenbeit
feiner «Beurteilung beS, ju Weimar im fianbe«*
Snbuflrie ® Gomptoir, erfebienenen SBetfucb* einet
Monographie bet Äattoffeln u. f. w. »on
Dr. Gart 53 i lt>. Gtnfr. $utfcbe 1818. ®«ite
330. unten: „Obgleich nach ben, au* bet lanb®
„wirtbfcbaftlicben Leitung , mitgetbeilten SSeifpielen
„ficb Änollen über ber Gebe an ben ©tangeln
„bitbeten, fo gefdjab biefcS bod> gewijj nicht ohne
„feine 5Bur jeln. Sie Grjeugung oott Änollen
„an in Raufen liegenbem Äraute, welche* ftd) er®
„wärmte, Idft fid> ohne SButjeln eben fo wenig er®
„fldren. " 2lu * bem ©efagten gebt beutlicb bewot,
bajj ber #ert Sfecenfent noch nie Änollen an ben
Äartoffelftdngetn gefeben bat.
@ie waebfen bafelbfl alletbing*, unb ohne
olle «EBurjeln, in unb an ben 85lattwinfeln,
oft ju einet anfebnticben ©rofe unb Sicfe heran,
treiben aber, unter günftigen Umfldnben, noch am
©tdngel SESutjeln.
© a v t e n = m i ) c e M e ».
Siefe Knollen, fobalb fte trirftic^ jur Dleife
femmen, fonnen, wie irfj felbfi au« Gitfahtung
weif, wiebec ju ©tccffartoffeln bentrht werben, feie
barau« hetoorfommenben Kartoffetbüfche , bringen
aber untec nicht ganj günfiigem ©etter, nie wiebec
übererbige Knollen, wie id) au« fünf Sa^re hinter*
einanbec forgfalfig gemalten aSerfudfen, mit au«
folgen Knollen gejogenen Kartoffeln erfehen habe.—
£>a« oortheithaftefle ©etter für folche Knoden, ifl
ba«jenige, welche« bei übrigen« jiemlich warmer
Scmperatur, unb au«getrocf nete m SSoben,
im höh?« ©rabe feucht ijl, aber hoch nicht fo, baf
bie ©tbe tiefer al« jwei Soll einweicht. Seftere
feine Siegen, bie nur bie SberfI4d;e bet Stbe an*
117
feuchten, welche halb wiebet abtrocfnef unb oon
feuern beregnet wirb, ftnb für fette 2fecfec juc di-
jeugung folcher Knollen , am geeigneten. @old)e
©itterung fallt aber fwchfl feiten ein; mithin ftnb
lernten biefer 3frt etwa« fehr Wngewiffe«, unb ifl
gar nicht auf fte ju bauen, e« müfte benn fepn,
baf örtlicher 23oben etwa« mel;r, unb Sicherere« lei*
flete. 2fu« ber angegebenen , etforberlicf) günfligen
©itterung, [affen fich auch bie an bem auf Raufen
liegenben Kraute entjlehenben Knollen fef)c (eicht
etflaren.
ilipp«tuh.
gen*.
©«rie»»3Ätfcetlen.
r,
Ue5<r ©en>icf>t ber 2inanaöfi:üdf>te.
Sie Ghtglifche tfnana« * Treiberei be« $erm
©albwin, ©artnec be« SOlargui« »on £ ert fotb,
iu Siaglepj^all in Ginglanb, machte feit einiger
Seit fo »feie« tfuffehen in Sngtanb unb Seutfcf>lanb,
baf ich mich entfchlof , feine fleine, nur 2 23ogen
Harfe, unb 1 ©ui nee foflenbe! ©chtift -
Short practical Directions for the Culture of
Settf. be«2r.2.@art,Slagai, V, JBb, 3. ©t, 1821.
the Ananas or pine-apple plant. Wanvick
I8i8- in einer treuen Ueberfefcung mit bem Kupfer,
in ba« 4. ©tücf be« III. S3anbe« ber Sortfehung bc«
©arten = 9J?aga$in« 00m Safte 1818 aufjunehmen;
wo unfete Sefer ffe werben gefunben haben.
Unfer «fjert ßubw. ©feil jun. fagt nun in
feinem Berichte , über ben SSefuch bet Crnglifcfcn
©djottifchen unb Srlanbifdjen ©arten, an ©e. Kd*
nigl. £oh. ben ©rofherjog (IV. SJanbe«, 6. ©tüf
©. 241.), baf et auch in 3?a g l e 9 * .fjall gerne*
3?
n8
(Satten s StttfceUett.
fen, um bie fo berühmte Ananas * Treiberei beS
SSflarquiS of $ertfort gu bcfei;cn j unb über $ertn
Balbwin felbft folgenbeS. „£>eS in bet »ergan*
„genen Sfadjt gefallenen ©d)nee$ wegen fonnte icf>
„vom ^>atf e gar nichts fcl>en ; hoch glaube ich, baß
„bie tfnanaS* Treiberei baS ©ingige an biefem 9>Mafee
„ift, waS bem ©drtner merbwü.big fepn fonne.
„$?it »ollem Siechte räumt man abec bem ©drtner
„be$ 9)?arquiS, ^)errn Balbwin, ben Borgug »or
,, allen ©drtnern in biefem 3>»eige ber ©artenfunft
„ein, benn «S ijl unglaublich, »on weldj'r ©roße
„man ()•« ^flanjen unb grüchte 2)ie ge»
„Woi)nlicf)en grüd)te »on white providence finb
„»on 7 bis 9 ^)funb, bod) auch oft »on n fPfunb,
„unb bie ber gewobnlidjen ©orten, als Old et
„New Queen, non 4 gu 7 ^)funb. Sd) hielt mid)
„einen ganzen 2ag bei #rn. Balbwin auf, um
„THleS genau gu befetjen, unb mir etfldren gu laf*
„fen, unb werbe in Äurgem einen befonbern Bericht
„über bie ©ultur bet 2(uanaS in ©ngtanb ein*
„fenben. "
Sch war im »origen ©ommer in ©onberSimu*
fen, unb befugte unter anbern aud) ben fürfHidjcn
©arten, ber »on lange her fd)on wegen feiner »or*
trefflichen 2lnanaS * Kultur in h°hem Stufe flanb,
fanb bie tfnanaShdufer beS .fjerrn #of * ©drtnerS
©chdfet in fet>r gutem ©tanbe, unb mit fdjöncn
fiatfen grüßten befe|t. 3d> thcilte ihm obige Stach*
licht beS $rn. ©teil »on Balbwin’S enormen
3(nanaS * grüdjten mit; wogu «fjerr ©chdfet be*
bcnflich ben jiopf fdjüttelte, unb gang befehlen
erwiberte: „basu will viel gehören!" 3d) fragte
ihn, ob er niemals feine frärfften grüchte gewogen
habe, unb forberte ihn auf, biefj nun heuer gu tl;un,
unb mit baS Stefulfat baoon gu berieten, &ieß
»erfprad) er mir, unb »or Äurgesu erhielt ich nun
folgenben Bericht »on $rn. ©chdfet.
„t(lS ich biefen »ergangenen ©ommer bie ©hre
hatte, ©ie bei mit im h°d)föiftl. ©arten gu fehen
unb gu fpredten, äußerten IDiefelben unter anbern
bei ben hiejigen tlnanaffen, bie bamalS juft in glot
ftanben , ben 5Bunfd), bas ©ewicht ber grüchte
berfelben gu wiffen — inbem man behauptete, baß
cS welche gegeben, bie 11 *Pfunb folleit gewogen ha*
ben, — bat)cr bin id) fo frei, auf ©w. SBohlgeb,
Berlargen ein fleineS Bergeid)niß »on richtig gewoge*
nen grüdjten — eS »erficht ftch nur »on ben groß*
ten — l)icr beigufügen, wo ich »ielleicht baS Ber*
gnügen habe , mich jener Behauptung gegenüber
gu ftellen, unb »erfichern gu fonnen, baß eS nicht
wohl möglich ifl, 11 ^)funb fdjwere grüchte gu geu*
gen, wenn nämlich, waS id) glaube — ohne unbe*
fcheiben gu fepn — bie ©onbetshaufer ?inanaf[e auch
ihren Siang behaupten, roooon auch (Sw. Sßohlgeb,
biefen ©ommer ein tCugengeuge gewefen finb.
©0 fd)5n unb groß nun ^ieft^e grüchte auch
bieS Sähe wicbet waren, fo, ergab f id) bennoch, baß
bie größten, gut auSgefchwolIenen, unb nach ih9
ren Beeren befiimmten grüchte - id) gaf)le ndm*
lid) ben bürgen 2Beg einer grucht bie Beere, in ge*
raber Cinie »on unten nach oben gu, unb nicht, wie
Biele tbun, ben langen 5Beg, folglid) um bie ganje
grucht h«um — folgenbeS ©ewicht enthielten :
©ine otbinare 9beerige grucht, nebfi 4 3oll langem
©tiel, unb ihrer Ärone, wog 2 *Pfb. -
©ine otbindre 8becrige grucht, ncbjl 4 3olI langem
©tiel, unb ihrer Ärone, wog 1 *Pfunb 28 2otl>.
©arten-- 3JI i f c e 1 1 e n.
Crine orbindre 7f»eet*iae Srudjt, nebf! 43o3 langem
©fiel, unb ihrer Ä'rone, wog i $fünb 20 Sotf).
6inc bebindve öbeerige Srucht, ncbjf 4 3otl längem
©tiel , unb ifjrcc Äcone, wog 1 $funb 24 Sott).
(Sine orbindre öbeetige S^udjt, nebff 4 3o!l langem
©tief, unb ihrer Ärone, wog 1 ^)funb 16 Sotf).
©ine orbindre 6«. ^brerigeSrudjt, ttebfl 4 3. langem
©tief, unb ifjrcc Ätone, wog 1 ^)funb 24 Sotfj-
ßine orbindc? 5beerige 5r udjt, nebff 4 3oll langem
©tiel, unb ihrer Ätone, wog 1 9>funb 25 2otf).
©ine orbindre gbeerige Zeucht, nebff 4 3oll langem
©fiel, unb ifjrec Ärone , wog 1 <pfunb 24 Sotf).
©ine orbindre 5 u. öbeerige nebff 4 3- texngem
©tiel, unb ifjrec jfcone, wog 1 *Pfimb 14 Sotf).
©ine orbindre 4U. gbeerigeScucfjt, nebff 4 3- langem
©tiel, unb ifjrer Ärone, wog 1 ^Pfunb 11 Sotf).
©ine©ngl. plattbeerige grudjt mit 5 tSeecen, nebff
4 3oU langem ©tiel, unb ifjrer Ätone, wog
2 *Pfunb 16 Sotf).
©ine platte grüne Srucfjt mit 4 SSeeren, nebff
4 Soll langem ©tiel, unb ifjrec dtcone» wog
1 *Pfunb 16 Sotf).
©ine ÄontgS * flnanaSfrud)t mit 4 ÜSeeren, nebff
43. langem ©tiel, unb ihrer Ärone, wog 2 *pfb.,
wobei noch ju bemeefen iff , bafj ber ©tiel unb
Ätone, ofjne ftrucht, im Surchfchnitt genommen,
10 — 12 Sotf) enthielten, welches alfo noch non ei*
nec jeben grueht abgewogen werben mufj. ©0 iff
auch bie 2Secfd)iebenf)eit beS ©ewid)teS ber gcudjte
von einerlei SSeecengefjalt fowobl» als von ben ge*
ringem ju b'n großem ebenfalls nad) SSeeren be?
fiimmten auffallcnb,. unb bient als SSeweiS, bafj eine
Suicf)t vor ber anbern immer mef)t Sualitdt beft^t.
9?od> eine flnmerfung mu^ id) machen. Unter
allen 2CnanaSfcüd)ten finb aber befonberS 2 ©orten,
it9
rtdmlid) ber ©ngtanber, unb bie itönigSananaS,
gegen alle anbere immer bie fchwerften, obgleid) fel=
bige gegen bie anbern nidjt fo viel SSeecerr entfjal?
ten. 2lber gewöhnlich — tx'aS eine ©igenthumlid)=
feit iff — fließen bie S5eeren ungemein auSeinan?
ber, woburd) ber ©ngtanber oft bie ©rojje eines
f leinen ÄinberfopfS erreid;t.
©0 fef)c id) mich nun einerfeitS auch freue, in
biefer ^>inrxcf)t ©w. SBolilgeb. einigermaßen ©enuge
geleiffet ju haben, fo fdjmetjlid) iff es mir aud) an»
berfeitS, in S3ejug auf eine fleine 2lbt)anblung über
bie ©onbevSbdufer 2lnanaStreiberei, bamit für je&t
nidjt bienen $u fonnen. 2ttS Säte in ber Siteratur,
unb flets von ©cfdjdften gebrangt, bie im ©cfo(=
ge eine immerwat)renbe 3erffreuung mit fiel) fuhren,
iff e6 mir bi^ljec niefjt möglich gewefen, bacuber, wenn
aud> nur 23enige$ fdjreibm ju fonnen, obgleich 3l)te
gütige SSeiftdjerung ’bamats mich einer feilenben
tDucchfid)t re;gewifferte. Sie ©ad)e mufj bccf> ge*
wiffermafjen geortnet unb auf 3Ö a f) c f> e 1 1 gegrun?
bet werben. Äomme ich aber ©w. SDBohtgeb. tn 3n=
funft bamit nicht ungelegen, fo will ich mein 23er*
fprechen wof)t halten.
Sd) fc&Itejje u. f. w.
© onbe r $ h auf en , ben 20. Set. 1820.
Sero ergebender
Sienet
©arl ©chdfer.
£J?an crfteljt f)icrau§ , bafj .fjert >£of= ©deiner
©chafer nicht ohne ©runb, ju «fjrn. 23 alb min ’S
Eingabe feiner upfünbigen fruchte, ben Äopf ge?
fdjüftelt, unb fein „baju will viel geboren“ auSge?
fprochen !)<*&*• ^Ki*1 fd)eint eS fe^c g(aublid), ba^
ter ©drtnec S5albwin e« barauf angelegt unb
fR 2
120
©arfctt * SD? i f cett eit-
nub bie ©peculation gemacht fjabe, feine 2fnana«s
ßultur in gtofen £Kuf $u bringen unb bie gutmü¬
tige fjeidjtgldubigfeit be« Spubltfum* gu benu|ett
unb }u tapfren; unb bafi £ert ©feil bc« ©artnet
S3albw in’« Schauptung feinet n ^Pfnnb ferneren
2Inana«frudhte nach feinctSeha.uptung blof auf
Sreu unb ©tauben angenommen, unb it>m nachge*
fptoeben habe, ol) n e fi<h felbft burd) 2tnficf>t
biefet fo ferneren grumte ju {tberjeugenj
wa« aud> in fo futjet 3eit eines Sage? nicht woi
möglich war.
5ßa« mich noch mct>r in meinet Meinung be=
fiatft/ ifl :
i) bet enorme 9>rei« oon i ©itinec, für ben
<f>etr S5 a t b w i n feine aebtutfte Tfnweifung,
bie im Gnglifchen nicht 2 Sogen unb ini Scuts
fd)en nicht einmal einen halben S5ßßen b. tcaqt,
wie man .aus III. Sb«. 4. ©tuef erfief)t, unb
nicht« weniger nt« ein Tftcanunt enthalt, tet-
fauftunb auf ben Sitet gefegt h«ts *»a«
ätfo offenbar oon einet Gharlatancrie, um nut
©uineen ju ftphen, unb ©elb $u machen,
2«igt;
p) b.aji ich fo «ben in cinet' ®»glifdhen Seitung,
bet Morning Chronicle , a(« bie Tfnjeige
«inet auf etotbentli.chen grud)tgtof e,
golgenbe« tefe: „uot einigen SBcchen txmtbn
„juSroabpone, in bet Tfnanaötreiberei be«
,,2otb« 9>almerpon, eine 2lnana«frud)t, non
„bei fdh watjen 2fntigoa--2ftt (of the black
w Antigoa kind) gekniffen, Welche 5 $)f«nb
„14 Unjcn wog." Tllfo nid)t einmal »olle
6 *Pfunb! SScnn nun bief in Snglanb felbfl
eine fo auferotbenttiche Seltenheit ip, baf man
e« in öffentlichen Sldttern anjujeigen fut wetth
hielt, fo mag e« wol)t mit Salb Win’« 7, &9
unb npfünbigen Tlnanaffen nicht ganj ge*
heuer fepn.
^ett Salb Win mag e« mit bähet nicht übet*
nehmen, baf ich fo lange an feine ungeheueren Tinas
naöfruchte auf fein blofe,« SSot.t nicht glauben
fann, al« bi« et etp bem QJraftoenten, £ertn Zf),
2(nb. Ä night ®fc|. ober bem ©ecretdt, £ettn 3of.
©abine Gfq. unferet Sonbonet ehtwütbigen H-or-
ticultural Society, beten au«wdrtige« correfponbi*
tenbe« SWitglicb ju fepn ich mit mehreren ©arten-
fteunbeit in Seutfdffanb bie Ghte habe , 2fnana«s
frudjte oon 9— 11 $funb oon feinet Buch1 wirf lid>
cotgeLegt, fein Tlngcben burch bie Shat bewiefen,
unb ich bie 21 n j c i g e unb S e f d) r e i 6 u n g baoon in
unfein Transactions of the horticultural Society
of London felbp getefen h«be.
SBeiroat im ©ecembet 1820.
g. 3. Settuch*
2.
©arten *
©ebravd) bc5 ÄocfyfaljtS m fccm ©artenbau.
25er ber ©ngtifd)? <5f>cmifer , «fjerr Par*
feg, f>at »or einiger 3**t in ben Transactions of
the Caledonian Horticultural Society eine 2tb*
^anblurg übet bie 2tmrenvung beg Safjeg bei’m
©artcnbau befannt gemacht, unb ron ber ©efelt*
fc^aft bafut eine Preigmebailte erhalten. (Sr fudjt
barin burd) eine SJZenge autljcntifcf>?c SfjnCfadjcn ju
ertreifen: i) bajj gemeineg Äcdj'alj, trenn eg in
gehöriger Proportion angevrenbet trirb , bie Eigens
fdjaft bat, @e[unbb«it unb SBadjgtbum ber SBcgeta*
fcilien ju befcrbem; 2) bajj ei gtud)tbdume unb
faftige Pffanjen unfähig raadje, SBürmec unb Sn*
fetten }u ernähren ober i^nen jum 2fufentf>att $u
bienen; 3) baj? eg eineg ber trirffamfrm Subftan»
jen fep, bie man nur anwenben fann, um in ©dt*
ten bie Snfeften ju »ertilgen *).
3-
Ser größte S5aum unb bie größte 23lume
itt ber 23elt.
Set berühmte SBanpan * SSaum, jefjn ©ngs
Hfdjc Steilen ron S5ro ad> in ^inbojtan, angeblich
3R t f c t U e iu 1 2 1
ber grofte iu ber 2Be[t (ben SD? i (ton im re’tlors
nen Parabiefe befcbreib:), (ic^t immer nod)*). ©c
b«t 350 grofe Stamme, treldje alle grcjjet finb al$
bie ©nglr'cften ©icfyen unb Ulmen, unb über 3,000
Keine Stamme. 9?a dj einet Uebertirf.rung bet
©ingebotnen, ijt er 3 oco Sabre aTt ; fie behaupten
auch , bajj 7,000 Perfcncn in feinem Statten tu*
t)tn fonnen.
Sie grofjte Stume, bie man big fefct fennt
ijt bie Aristolochia cordiflora , beren Surcbmef*
fer, nad) «£mn 2t(epanter ren «£umbolbf,
16 3dl betragt, unb aug treten, an ben Ufern
beg 5J?agbaIencn = gfuffeg in Sub * tfmetifa, bie
Äinber im Spiele j ’id) 5Dtu§:n machen.
4*
u ß e t e t b e n 1 1 i d; e grudjtbarfeit.
©in etnjtgeg dtorn ron Sa lar et a 5 SGBatjen,
trefdjeg ron ^>:rm ©arbenet, $u SEßefion bei
SSatb, gepflanjt mar, bat lebten ^erbfb bie un*
gcrcobnlidje Bal)( «on 7,445 Äotnetn getragen unb
bie UBurjet ijt frifcf> unb gefunb.
*) Hamilton geograph. Statist, et histor, Descrip*
tion of Hindostan, Lond. 1820.
0 3d> »erbe im nad;f}en ©tuefe beg ®. 50?. unfern
£efern £errn ^atfeg interejfanten 2Cuffa| augfübr;
lieb tiefem. SB.
122
©arten * SK ifcelten.
S3 o t a n i f e § SßunberpuUer.
£a$ SJtagajin fut gitcratur unb SnbuN* in
2*ipii9 , f ftnbigt fc eben folgenbcö blumijtifäeS
©unberpuloet an ! ! !
,,<Bo eben erf>iftfen teit in di-mmifiton :
Poudre vegetative, ou moyen. d’avancer le
developperaent des fleur?. 12 g©t.
gin Rainer, treld)e$ ben SSac&Stbum, bie
Sßereblung unb gulle aß« aSfumengctracfcfe,
$ind)?n , Eulipanen, Stofen, Steifen unb berglcicfcen,
ohne Stacfytfjeil fut it)t 5Sefen, beföleuniget, befit=
bett, unb ungemein entroiif eit . "
s » b « * t
Seite
Sanbfd)äft§s©art«n!unjT.
1. Secoratton gtojjer ©arten unb ^arf« burcf) f leine
gefdjmacfcolle ©ebüube. ( SJtit tfbbilbungen auf
Saf. 16 u. 17.) . 85
2, Ueber ©artensSSaufunft im ttUgemeinen,
unb über ein nocf) nidjt allenthalben befannte«
2lnanaghau6 > nebft SSemerfungen über befons
bere ©ultuc ber 2lnana«=ipflange, neuefter
Seit. (SJiit einem Stifte auf Saf. ig.) , . 86
95 lumifterei.
1. SSlfttfjen s SSergeichnif ber ©rofshergogf. ^flangen*
fammlung gu SBetoebere bei SEBeimar, im 3a*
nuat 1821 . 99
2. ©djbne erotifd&e $pflangen.
A. Sie fdjbne gacfelbifiel, ( SOJit Jlbbitbung auf
Safe! 13.) . 101
B. Sie fdjone SOiiffurifd^e Staehtferge. (SDtit tlbbife
bürg auf Safel 14. ) . 101
C. Sie nief^liepenbe Saferblume. (SDZit tlbbilbung
auf Saf 15.) . 102
©eite
©emüfebau im ©arten unb auf
freiem gelbe.
1. SSemerfungen über eine im 3. ©tücf, in. SBam
beg ber gortfefcung be« ©artemSOtagagin« (©eite
127.) befinblidie S3efar.ntmad;ung einer neuen
2Crt ber ßultur bes SSlumenfof)l$, au«
gilippo 9t e ’ « ßlementen bet Banbrnirtf):
fd;aft . 103
2. 31 rt ber Slumenfobtgu d)t, mie man fte fetyr
tjortfjeilfjaft gu granffurt a. 9Jt., gu ©ac$:
fen Raufen, unb befonber« in bem granffurtcr
Sorfe Dberrab augfüfjrt .... 106
3. JCnbau unb SSenufcung ber ßrbäpfel . . . 109
4. Ueber eine neue 2lrt, bie Äartoffetn »ortheilhaft
gu bauen , unb ben ßrtrag bebeutenb gu et:
t)bt)en . 113
5. Stetig über Banfmann’g neue .Kartoffel gu ©ent.
(SOtit einer 2lbbtlb. auf Saf. 19.) . . .115
6. SSerichtigung einer SDteinung, übet ba« Jfnfe^en
ber übererbigen Änollen an ben .Kartoffeln , 116
C“
24 •>$
n b
a I U
©eite
©eite
©arten * «OTifcellcn.
3. ©er größte Saum «mb bie gvofte SStume in
bet
Seit .
. 121
, lieber baö ©ewidfjt bet 2tnana8fru<&te
♦ ii7
4. 2iufjerorbent(idje grucfjtbarfeit ♦ ,
. 121
, ©ebtaueb bej £0$ : ©uties in bem ©artenbau
m
5, SSotanifc^es SBunbec* ^ulöec . , «
* 122
ßu tiefem »fjefte geboren folgende Äbbifbungen;
SEafel 13. Sie fcb&tre gatfelbijirf.
— 14, ©ie 3Jtiffurif<&e 9la$tferae.
— 15. ©te ntefd)Iief enbe jJaferbtume.
— 16 u. 17. ©ecorationen großer ©5rten unb tyatff,
— 18- Slif 4« einem 2CnanaSb<»uf«-
— 19. Canfmann’S neue Äartoffel au ©ent,
(^ierjtt fca§ Sntettigenjbtatt Nr, III.)
.-£7.'(nis-t^ifrr<y.
.l.7Yrccs'?:^kl«y.s#2i o.
. jsiv •&*& :z r
V
I
*
Uz/i/p.
-d . T ßa rt. jifay. Jortr. J8 2/.
No. III.
3ntcl(igcit$ • asutt
fcer §ottfe|ung
be§
mHmtmn ^reutfc^en ©aueit* 3ftaga$in£.
fünfter San b. 1821.
©avten » ’S » t e U i 3 e n } e n.
1.
jum SopflPfUn Jen* 25crjetc5nif
»om $ofgdrtner (s. %. @ e i b * r. ®regfcen
1821.
Or. Orangenhaus i— 5 Grad Reaumur.
Gl. Glashaus 5 _ jo _ _
Tr. Treibhaus 10 — 15 _ ,
Gnltur.
u
©
■ .
u
£
Tr.
Abrus praecatorius
16
Gl.
Acacia edulis
I
Tr.
— glomerata
Gl.
— metanoxylon
—
— nigricans
—
— suaveolens
—
— tripteris
I
—
—
— truncata
_
l6
Tr.
— venusta
2
—
vera
16
—
Adenanthera Nov. sp. No. 1.
—
■7- — — — No. 2.
—
Adianthum Bendenickianum
I
_
—
— reniforme
3
_
Gl.
Afzelia grandis
_
Tr.
Agrostichum calomelanos
2
_
—
Alströmeria peregrina
12
Amaryllis Broussonetii
—
— capensis
— Josephinae
Cultur.
Ü
‘ ®
CT>
Tr.
Amaryllis multiflora seu
i
Gl.
Brunswigia
IO
!
Anagyris foedita
16
Tr.
Aniitsima paniculata
3
—
Andropogon citrosum
12
Anona reticulata
3
— •
— tripetala
3
Or.
Aponogcton distachion
Arbuttis canariensis
— andrachne
— crispa
— salicifolia
3
Tr.
Artisia solanacea
1
12
— 1
— crenulata vera
2
8
—
Asclepias gigantea
3
—
Aspidium molle
16
Or.
Asplenium ehenus
1
8
—
— rthyzopbyllum
2
—
Aster lyratus
Banksia macrostachia
16
—
— oleaefolia
— paludosa
ij
8
Tr.
Banisteria splendens
IO
_
—
— sp. nova
4
_
—
— tomentosa
IO
—
Gl.
Berkheya grandiflora
2
_
—
Bignonia grandiflora
I
Tr.
— unguis Cati
I
_
—
Bixa Orellana
2
Or.
Bilardiera longifolia
I
Tr.
Elackia trinervia
Bombax Ceyba
d
8
| 9tt$I.
( XXII )
Cultur.
Or.
Tr.
Gl.
Or.
Gl.
Tr.
Or
Tr.
Or.
Tr.
Or.
Gl.
W.
Or.
Vf.
Or.
Vf.
Or.
W.
Or.
Vf.
Or.
Vf.
Dr
Borbonia crenata
Brucia feruginea
_ _ nov. spec.
Brunsfelsia americana
_ — undulata
_ _ violacea
Caladium nympheifolium
_ pennadifidum
Calyptrantes Chydraculea
Camellia Kew blush.
— lutea
_ poniponica
_ rnyrtifolia
— vvarata
Caesalpinia Baybay
— — sappan
Candua pyriformis
Capparis cynophalopbor.
— Breynia
— saliguä
Carissa Carandas
Cassia grandis
Cecropia pellata
Cerbera Mangos
Celastrus pyracantba
Ceropegia dichotoma
Ceanothus macrophyllns
Cerasus Catesbea seu Ilex
prunifol.
Cheylantlius lentigera
Chryssophyllu.n argenteuni
_ _ carolimense
_ ferugineum
_ _ glabrutn
Cboryzema nana
Cineraria tiliaefolia seu
Tlmsilagines
Citrus inycrocarpa
Clerodendron violaceum
Clethra glauca
Clyfortia tridentata
Clusia flava
— rosea
Cocoloba pubescens
— uvifera
Columnea sp. nova
Convolvulus coccineus
Cornutia punctata
Crataegus glabra
Crataeva caparoides
Cyrtliantus obliquu*
Cytissus proliferus
Dalberei» robusta
Dianthus arboreus
Dillenia speciosa
'iosma obtma
Dombeya ferruginea
Driinia lancaefolia
Cultur.
Or.
vv
Gl.
Or
Gl.
W.
Or.
Vf.
Gl.
Or.
Gl.
Erica acuta
— Banksiae pürpur.
— capi'nsis
— congi'sta
— ernbescens
— fasc.cularis
— gracilis
— bybrida
— incaua
- laniflora
— oben r data
— och>olnuca
— pyroliflora
— racemosa
— tenuis
— Thunbergia
Eleodendron orientale
Elychrysum saessamoides
_ argenteum
Empetrum album
Erodium hymenoide«
Eucomis regia
Eugenia acuminat*
— baruensis
— glabra
— malaccensis
Eupbauia triandra
Evommu* sempervirena
Fabricia rnyrtifolia
Ficus aquatica
— elegans
— jnacrophylla
Flemingia congesta
Fotliergilla lanceolata _
Flacourtia Ramontchii
Glycine chinensis
Gnaphalium crassifolium
_ — fulgiduni
_ _ orientale
Gordonia pubescens
Hallia imbricata
Hackia aquifolia
_ — minor
Haustonia coccinea
Havenia dulcis
Jasminum multiflorut»
_ l-evol utum
Jaquinia aurantiaca
Jatropba curcas
Ibris Gibraltarica
Ilex Dalion
Indigofera argentea
Inga unguis Cati
Justitia picta
Ixora alba
badduca
— purpurea
Or. Lopreira cuneifolia
W.
Tr.
Tr.
(XXIII)
Cnltnr.
£-
'S
J3-
&
K
8S
CO
Tr.
Laurus Cynamomea
■ “
_
Lea hirta
Gl.
Lechea minor
Or.
Leucopagon juniperinum
Tr.
Liinodorum tuberosum
I
—
— plicatum
T
—
— Tankerw-illiae
I
12
Gl.
Lipparia hybrida
Tr.
Lomadrophyllum borboni-
cum
Or.
Lomandera' angustifolia
I
_
—
— latifolia
I
_
—
Lycium japonicum plenum
12
Tr.
Ludia racemosa
g
_
Or.
Magnolia gracilis
—
—
— grandiflor. longifol,
_
_
—
— Youloa
Tr.
Malpighia argentea
5
_
—
— volubilis
i
12
—
— macrophylla maxima
8
Gl.
MalVa coccinea
16
Tr.
Maranda cebrina
IO
Or.
Medicago arborea
8
Tr.
Melastoma Malabarica
6
Or.
Melia Azedarach
16
Tr.
Mimosa sp. nov. Senegal
3
—
— Habbas
_
Gl.
Monsonia filia
i
12
Tr,
Musa coccinea
i
12
—
— paradisiaca
—
— rubra
2
—
— sapientum
2
__
Gl.
Myoporum oppositifol.
1 6
—
— — parviflorum
, _
16
—
— — tuberculatum
I
Tr.
Myrthus disticba
6
/
Or.
Nandina domestica
6
_
Tr.
Nauclea calamba
5
—
Nelumbium speciosum
8
_
—
Nymphea alba
l6
■ —
Nymphea Lotlius
—
— pygmea
Or.
Olea europaea buxifol.
_
16
—
— Maderiensis
8
Tr.
Ochroma Lagopus
4
_
—
Ornetrophe asiatica
2
_
Gl.
Paederia foedita
12
Or.
Passeriua erecta
j
16
—
— spicata
j
[6
Tr.
Passiflora Mexicana
j
— pell ata
2
&
—
— princeps
6
_
Or.
Pbylica capitata
2 ■
Tr.
Phylanthus virosu*
2
_
Or.
Pinus canariensis
6
Tr.
Pinkneya pubescens
—
Piper rugosum
2
—
Piper sp. nov. Brassil.
2 -
Pissonia latifolia
5 ■
-
Cultur.
IJ
u
S
Tr*
Pissonia nigricans
3
—
—
Piscidia erythryna
3
' _
Or*
Pistatia vera
i
_
—
Pittosporum coriaceun»
6
_
Tr*
Plumeria alba
—
— longifolia
Or.
Polygala mixta
3
—
—
— myrtifolia
Polymnia Uvadalia
i
Tr.
Polypodium crassifoliunt
4
_
—
Pothos violacea
4
Or.
Protea argentea
«
—
— grandiceps
—
— tridentata
Tr.
Pteris nemoralis
I
12
Or*
Quercus Phellos Iaciniatus
2
Gl.
Ragodia bastata
16
—
Rr.montia pyrenaica
Or*
Rh us angustifolium
_
12
—
— Javanicum
—
— zyziphinum
—
Rosa longifolia
r
8
—
— parviflora
i
8
Tr*
Russellia multiflora
Gl.
Schinus molle
1
_
—
Selago nova specids
G1.
Serissa myrtifolia
_
Or-
Sideroxylon melanophleum
—
— — sericeum
•—
Smilax roduntifolia
16
—
— atpera
i6
—
Soldanella alpina
I
12
Tr.
Sophora tomentosa
*
Gl.
Staelieline gnapbalioides
5
16
Or.
Statice fruticosa
8
Tr.
— mueronata
Stamadia paniculata
-
16
—
Stilago peunias
Q
—
Tilandsia liugulata
3|
—
Tournefortia laur fol.
Q
—
Tournera ulmifolia
o
Or*
Vaccinium pensylvanicum
i
12
—
— — resinosUm
i
I“
Tr*
Vangueria edulis
1
Or.
Vibunium chinense
12
—
Viburnum punicaefol.
T
1
Gl.
Virgilia capensis
Kr.
Wanilla aromatica
J
Gl.
Wensea pyramidalis
16
—
Zygophyllum coccineum
o
—
— — foeditum
J
I
g
—
— — ■ morgsona
x 1
1 1
g
— — sessilifolium
rl
8
— V • 1 wrvcuuri.urn ^oprprian
r“n0/ fo roie »on nutrvn etaubfn9nD5<$f?n/ ffnoiif*™
©e^ern txnb sRofcmeornmcntcn, luefcfje »=riäarf* r* 6"
ünb r 3 -.4 - 5 - 6 glTen Stammen ZrLn
Un ftnb, befagen bie bttpfaljigcn ©ataloge bas m}nt.
d 2
(XXIV)
II,
23«jetc$iti'g fr i fc^er achter © avten*©anie=
teien fur’5 Sal;r 1821- Um b«aef*|tc
greife gu haben, bet bem |)anbel^ärtner
@rn(l ßonrnb SBrebe, neben
ber ^etrifirebe in Siraunfcbwetg,
®ic greife ftnb in Son»tntio»8 = Ölünse be»
eedjnet. jfuf eirigefanbteS o o 1 1 w i d) t ig e s ©otb
mirb ba8 jebeömalitje Agio vergütet 5 bagegen aber bei
SMnje eon geringerem Sßertfje, als (SonDefitionömßnje,
bet fc&Unbe Eiert h nntgefanbt wirb.
(SRtfrlr.) bebeutet Shoter unb (9®r.) ©utegrofiten,
tmb (Pf.) Pfennige, beren legerer jwolf 1 ©utengre*
f$en, 24 @utegrofd;cn aber einen analer auima^en.
9bur £anbel««greunben, weldfje fcur<& mebrid&ttge
tintige aSejo^ung ol§ reblidje SSejabler nur beEatint
fir.b,' fann id) crebitiren; falbem id), «um öfteren,
jiatt «Bezahlung unbartbare SBebanblung erfahren nuif
fen, fann id), meiner Sicherheit wegen, ebne baare SSe
sablung ober gute Knweifungen nichts mehr berabfot«
oen taffen. 3$ etfudje meine werthen gteunbe, welche
mich mit Sbren gütigen Aufträgen beehren, biefe 2£n»
4eige nad)fid)tlicf) aufjunebmen. ?tutb bitte td) SSriefe
unb Selber gans franco einjufenbep.
Äud^enfrduter.
gSaftlife, grobe getrohnl'dje , , *
_ — (Uine feine fraufe
SBete, ober gvcb>r br itblärtriget ütt an g o lb
Sßorretfdi, Eorrago ofncinalis . • •
ßarbobenebuten, Centaurea benedicta
•Dill . .
Äbbm, fdjwarjer, ober Cdjwarier Äümmel
Äblle, ©aturei ober Söhnen« .Kraut .
Äbrbel, gembbnlitber . . •
_ _ traufer piumage ober gefulltblatt
riger
— — grober ©pantfeber .
Sauenbel , • • . •.•..* *
ß&ffelfrcut, CocKlearia ofncmalis
gnajoran, gcw&hnlicbet Sommer» .
gjtarieubifrel, Carduus marianus .
SJtelbe, ©arten«, grobe breublaltnge^adbe ^ _
gjtetiff e , (Sitron* . • • • *
%) e t c t fi l i e , gewbbnttdje Ä t a u t » ober
©cbr.it t», ....
_ _ amte fraufe, P l u m a g c = e^er
gsfiUtWcUtrige (belcnh-er* frfwn)
— 4
6
2 1 6
— 10
ÄücfyenFydu'tet.
> i n t e r »
p i m p i n e 11 e
Porto, früher ©ommet
_ — grober bidpolliget
poptu lat, gelber
— grüner
»Raute, SBein*
'■Rosmarin ,
Salbei . • • .
iauerampfer, gewöhnlicher . .
_ _ _ gngli fd) et am SUSinter« Spinai
) eilet i e, grober plattet ff n ol l • ober Äopf--,
_ _ _ 3talifiitfdjer ( tum SSeifbleicben)
_ _ mit fraufem C-aube . . ♦
5» i not, grober breitblattriger . •
f_ _ ootiüjl. grober tunber brettblittrigcr
Sbpmian, ©ommer» ober gratt jo fifd) er
- — 2Bin!ers ober 2e u t feget •
25 l u m < « t 0 M*
SSlumenfobl, ää)tt r, aUerbeßer febt grobet
früher Mfiatifcber ^ . •
_ _ dxbter, allerbefter, oorjuglnb grob«
früher ßpprtfcher ♦
ffßon corßehenben beiben ©orten wirb ber
©aarne oom ÄuSgange gebruarS bi6 jum
Anfänge ÜJiai’S gefüet.)
__ — 5d)ter, allerbeßer, befonbet« grofer
fpütec («nglifdjer
/ x>iefe ©orte qerith o« beßen, wenn beren
©aarne oon bet ffititte bi« 2lu8gang üSai’ö
gefaet wirb.)
_ — mittelgrober ®ng lif d) er
Broccpli, ober Stalienife^er: ©pargelfofit
Ä 0 p f I 0 M ober £ <* P P € i
mit fdi litten SBldttern,
Ä 0 0 f »Äoh 1 1 febr grober, weiber , platter
P 33raunfd)weiget (ber grbbte »on
— mittelarober roeiber , platter Cü bfd) er
— mittelgrober weiber, plattrunber ^olUn»
b i f <h e r . . . • •
früher weiber, fpi&er © i n n 1 gßa b te r
— deiner fiüher weiber, run er ®riu^rer
4 — oorjügl. früher fleiner, 'weiber, üd)tcr ©n gl.
3ncfer = &oht (feijr fein unb fdj&n)
8 — früher fdiwarpotber, runbfbpfmer .
- grober fpüter, blutrolher, tunbfbpßger
i|—
4
6
1 -
2
1
ii-
(XXV)
Äo p f f o M/
mit f raufen SSIäffcrn.
©aeo^er ober SEBtrfing; grüner außerorbentl
früher .
— — grüner großer mittelfrüher
— — — fefjr großer fpiter (feht fähn)
— — — orbinär großer fpircr
— — gel'-er gang fpäter, b-fonbetß großer
— — — SSlumentbater mitt.lgrrßer
— — grüner ©proffen» ober Stofen
SBB i r f I n g *) .
•) SBcrt Siefern ÄoMe werben Me SprofTen» Äöpftfei
im ^erbfte nnb iUimter uerfpe;fet, loeJcör oan;
»orjuglicb ftno. ' v 8 ni
Ä o M x a b f,
a)Ue6er b«r©rbe; gang früher SBiener,
feiner weißer ....
— — früher ©nglifcher, feiner weißer
(31 G ä s m , „ t
mittelfrüher, großer, feiner weißet
©laß-- .
— — fpätef großer, weißer, gewöhnlicher
früher ©nglifcher, feiner blauer
©laß»
— — fpätcr großer, feiner blauet’ *
fc) 3n ber ©rbe; ober £ol;;tüfc;n, gelbe
_ weiße
SS l ä H e r ; Ä 0 h I.
Äohf, t>of>er brauner, Fraufer gewöhnlicher
— — fchreatgbrauner, oorgüglith Fraufer
— — grünet fraufer gewöhnlicher .
— — grüner ocrjüglid) fraufer
— niebriger, brauner, fraufer gewöhnlicher
— — f<tw«rgbvauner, fraufer jsünr&o.-
wie« er ....
— — grüner, fraufer gewöhnlicher
— — grüner, oorgüglich fraufer
— — bunter 5) i ü mg ge» ober gebet*
ÄOl)I . . .
— — - brauner ®chnitt?Äohl !
— fchltchter blauer ffiinter» ober brauner
g r ü h 1 1 n g ß » Ä o h I *)
*) 2)er (Ennmc bon biefeut Collie wirb fn ber gejt
uom 251teu Suliuß fuß roten Xuguft Q e tä'ot unb
flicbr alcitnnn Miß elfte grübiarrS: (SJenuife; fann
flt> ** oußgerflnn-t , unb ren aajuen ©ountur
fufß Sieb geblattet werbe«. 4 v 1 £r
SB u r } f ( n.
20Z 6 t en , frühe feine^ rofhe SS ra un fih w et a f t
Baretten, baß fpfutw o g®r. "
— — fiuhe feine vothe 23at b o re i r f e t
©arotttn , haß 3>f«nb u g©r.
©aß
ßotb.
31 —
2 6
SB u t $ e l «,
Wlöfytett, f($r früh?/ feine, rot (je , FuriFrauffge
^ornfdhe lange ©motten, baß
fpfunb 12 g@r.
— — fpäte rothgelbe lange SR 6 h*en, baß
sPfunb 8 g@r.
— — feine rothe Furge ©atoften gttm
Steiben ....
paftinalen, große reeiße
3* etherüben, ober gewöhnliche blutrote 33 e =
tewurgeln
3ucFer*9fott>erüben; ober redjt bunfcl bluf.-
rothe ® e te ; £B u r i el n
3ucFet » Seterüben, ober golbgclbe Salat.
Sßurgeln ....
^5cterfilien*S83urjeln/ frühe biefe 3ucfer.-
— — — — fpäte große lange
£afer.a? urgeln .....
©corgonet» ober S $ wa r g* 5® u rg c ln
3u efer »155 urgelts .
Sfapungel» ober Salat.- SB u r g e l n , fleinr
weiße .
JKapungel* ob. Salat.® urgeln, große gelbe
Zeutffye Gaffee^ ffanje.
© i eh e r i e n 555 u v g e l n ; äi)te Furge «Braun*
febroetger 2fr t, baß fpfunb ii g©r.
0 — ~ lange glatte, bas ipfunb io g@r.
Sipo Ileti ober 3»ie&c[i?.
3ipo(len, große, rothe, runbe, harte 23rcun
f d) w e i g e r . . . „
— — mittelgroße plaßrothe harte
— — große gelbe runbe .
-1- — große runbe ftl6erwetße
— -- große gelbe lange fuße SSirw
g w i c b c i u
große rcti)e ©panifche ?)flang =
3 wiebeln
— — flWße tpetjif ©panifche QJflang.
3» iebeln .
^on<tf?3?ö&tefe.
SSonat>3fgbie.ß, orbinärcr weißer runber
~ — früher feiner weißer runber furg
laubiger ....
— — frül;er rct!;er runber gor e Ile n .
" — früher .feiner, rofenrother runber (feßon)
— — früher bunftlrotfjer langer ©laß.
( f«hr fdjpa ) ’
t — früher feiner rofenrolbec langer © laß.
(oorgüglid) fchbn) .
— früher t?aI&rott>cc langer ^ollän
t> t f di e c ....
(XXVI)
fettige.
©ommer.Otettig, fcut>cr fcbroorjcr tunbet
— — früher weifet tunbet .
XBinter » »ettig, fc&marjer runbet
— — weifet langet .
— — grofer langet f^werjet Stfttti
ter .
tR & b c n.
®tai*Slüben, frühe $oll4nbif(he weife
piattrunbe
— — ftühe £ oliänbifefce gelbe platt«
runbe . . .
.(»erbflsStüben, grofe weife lange
— — gtefe gelbe lange SS o rbt fe l b fdje
— — weife runbe ipfäljer
— — gelbe runbe SB il bei mSburger
— — fdjwarje runbe (feht roohlfchmecfcnb)
— — fleine 9JI 5 1 f f cf) e Stuben
— — fleine Seltauer »üben (oorjüg«
li(b &d)t ) .
— — grofe weife, fef>t langt gtan«
i 6 f i f <b e •
©tecf.-»üben , grofe glatte gelbe ♦) .
— — grofe glatte weife •)
— — grofe weife © d>webif(be, Ruta-
baga ober Kelrot *)
*) Ser ©aame uon biefen Wrei lebten ©orten barf
nidjt früher, alS na<b ter SJtitte ttprilg, gefaet
werben.
WunfelsStüben , grofe rotte lange, bas
S>funb fi g©r.
— — grofe ächte, ganj gelbe Xrt, baö
*>funb 6 g®r.
— — grofe adjte in » unb auSwenbig
ganj weife bas pfo. 6 g@r.
JBerfc^iebene Äorncr.
©utftn, frühe grüne Stauben*
— — frühe lange grüne
— — corjüglich lange grüne ©drangen»
— — lange weif e ©drangen«
3lr t iftf) octen , grofe & n g l i f $ e . .
Cardon d’Espagne, ©panifdjje Satbe
Äürbift, grofet Äticben« ....
SHelonen, fehr fdj&ne 2Crten
©pargel, früher biefer weif er
— — idjttt früher Sarmfläbtet t
©eefof)l» Crambe maritima
Sag.
Soth
£opf*©alöt ober ÄopfsSattig.
a) Äepf«8actnf, <£arlemmer Slanffrop
(cerjüglith fd)6n)
— — fehr früher grüner ©teinfrop
• — — feht früher brauner ©teinfrop
— — {ehr früher gelber ©teinfrop
— — früher gelber ©chmalj* ober
<Sier:6actuf
— — bunter gorellen*
«— — grofer gelber Xfiatif$et (»or«
jüglith fefc&n)
— — grofer gelber £ollän bifcher
— — grofer gelber Ser l in er.
— — grofer gelber r a h l * ober
Sauer .
— — grofer brauner r a t> l = ober
Sauer* ....
— — grofer gelber (Sngltfcb er §)r in«
jenfopf
— — gelber 5) rin jenfopf, mit ro
then Äanten
— — 3ucfer « ober grofet ©.«hwebi
fd> er
— — grofer SOI ogul ober gri fe buht
— — SBintetftop
b) Ä op f »SOZon tre e, gelber grofer JEolognefer
— — fraufer grofer gelber, mit rothen
Äanten ....
JCUerhanb befte ©orten Äop f« ©alat unterein«
anber .
(Schnitt* ot>«r€>te#:©afaf.
©<f)nitt* ober ©te<h»Eaetuf, früher gelber
runbet .
— — früher gr an j &f i fd&er langrunber
— — SÜlontree, früher gelber, fraufer
©ommer«<3nbiöien, ober »omifcherSinb
©ala t
SBinter» ©nbioien, fef>r feiner grünet frau*
fet gejacftblättrigec ^lümage«
o*er gebet .
— — grofer feiner, frauGgeränbeter , tytU.--
grünet .
— _ pon SKatur ganj gelber, fraufer
— — gar.j fdjlichter gelbherjiger .
Äreffe, grüne gewbhnliehe
— — grüne fr :.ufe, gefüllte ober ^lümag e«
Äreffe . ...
— — gelbe @nglif<b«
»a punjel* ober gflb*@alat . .
(XXVII)
arten
a) © cf) a o
r 6 f e n.
g r b f e
Städiftfolgenbe Jlrten fönn«t nitfjt mit ben@<f>oten
Uffffri werben, weil btefe tnwenbig ©djaolen t
»oll tjabeii, mitfein auggepoblt ober «uOgeläufert
werben muffen.
©chaal . @r' fen, al(erfrüt>efte eoUtrageitbe,
o vr 9Jtai-@rbfen, 3 gug pod)
— — feb. frühe g ran j6fif<be Ärup» ober
3werg-, 1) gug t>ot^ .
-- — nrtM£'üb? eoUtragenbe g 0 I g e r,
4 gu§ fjocfj ....
— — fpuie groge iutidglicfie Älemmer,
4 po d) ... .
— — fpäte & r u p> ob. 3 wer g:, 2 gug hoch.
— — gug,- grünbleibenbe & r u p » ober
3 wcrg«, 2 gug t> ocf)
— • — gor 4 fpüte, beionberä groge ©p 9.-
n 1 f d) c • , 5 gug t)od)
— — gana fpäte gelbe fflä a egg« ober ® olb«
©rbfen, 7 gug (jod)
— — Ären: ober Sie fen. ©rbf en, 4 gug
b°<f> .
— — gontanell > (Srbfen, fegt» groge,
glatte, runbe, 5 gug hoch
— — weige $)rooencer ßinfen, 4gug gocg
b) 3 ti i ( t 1 6 r b f en,
37acf>^el?cr»T)c tfrten fioben fmoenbffl feine 0cfcaar<?n
ober tonnen DaDer mit ben (Schoten aeaeiTen
werben.
3ncfer»@*bfen, ganj ftü^eilige niebrige,
i£guggod) ....
— — mittel frühe, groge, tragbare, 5 gug
t)od) .
— — fe&t 9*oge frumm« unb breitfdjotige,
(Snglifch e, 5 gug go<h
— — fpäte Ätups ober 3 » e r g * , 2 gug
ho<f> .
— — ©pargcl.örbfen, 2 gug gocg
®aS
3>funb
arten
oMen,
f«f
®art«n»a5of)nen, frühe fltine niebrige
i a g a n» ....
— — gewöhnliche groge .
— — 9015 groge langfd&otige
— — augerorbentlid) groge breite
— — oorsüglid) groge runbe ®ngl
ftüinbfor
~ — grünbleibenbe SOtailanbifche
S3 i f J t S o () n c n.
a) ©tongen«, ©teig« ober ©t iefel .33 i 1 6»
SBognen.
Stangen .35 ognen, groge platte weige, fegt
eelltragenbe ...
2 _
6
6
4
2 _
23itösS3ot>nen.
a) ©fangen«, ©feig* ober ©tiefet
® i t g « 33 e t) n e n.
Stangen « 33ohn en, ganj groge bunte
«Xurftfcge, ober rotgblügenbe
?>r u n f « Jöot 1 en
— — gan$ groge w.ige Sütftfcge ober
wcigblüg nbe 3) r un f > »ognen
“ — f <&r breit-- uno lungfdjctige weife
©d) iacgtfdjmerter
— — mittelbreite langfcgotige weife
© m werbt-- . . .
— — bietfdiotige weige feine 3ucfer«,
©utter* ober ©cgmala.
Sognen ....
— — gan* fleine weife runbe $3erl«,
3 u cte r-- ober © p a r g e l . »ognen
b) Stieb tige Ärupp « ober 3 » erg« S3itg«
' 3«#
?>fun».
bot) nen.
Ärup p i
of>nen, fegr frühe, eoUfragenbe
gelbe .
— — frü^e weige eoUfragenbe 5>rinjef
fin 3wergbobnen
— — allerfrüfjeftc weife breite © et) l a t.
fdjwert
— — aUerfrüpefte weife mittelbreite
©djtt’frt. , 4
®ie(e ei er Wirten fdjiden ftef) Borjüglfd) gut »um
STrerben auf 50i:itbeeten , *u«leid> ober aud)
gut jur erflen SBefteUung in’g freie 8anb.
— — grefe weige, lanafd)otige Stieren
3werg -- IBchnen ( aur Jg»aupt
fPflanjung bie begfe JCrf.f
— — groge weige Zlbler. ober Ärebg.
3 w e r g . 33of)nen (fefir auträg-
lief). ) • . . . #
— — weige langfchotige 3 ucter.
— — fleine weige, runbe 3 uef er--, 33er l:
ober ©pa rge l 3 wetg 33ob.
nen .
@ a a m e n ; 3( r t c n.
Ätee, groger rothblütjenber ©pantfe^er
— — weigßlüljenber ©tein -
— — oieijdhriger ober guaerner .
— — @6paraetfe, Hedisarum Onobrichis
— — ©pbrgel, Äffer«, Spergula arvensis
SKohn: mit gugefc^ loffenen Äöpfen (aumDel)
blauet ....
— — weiger .....
Sürftfdjer JBaiaen, groger gewöhnlicher
— — früher fleinfbrniger
a rt en « Steif en, gewöhnlich«
5Eabaf«©aamen, lang« unb grogblatlriger
33irgtnif(h er . .
— — baumartiger Änafier, auä Shina
ftammenb ....
Ämetßforber, ber gröfefte eonaaen
31 —
•Rtblr.
(XXVIII)
eparg«I*$n«njen.
©pargel: frönet tiefer weißer 2Crt, einjährige
— — — — — — jnjujäbng*
— — — — — — breijätirige
spmnnirenbe ©uppert« unb ©alöt;
trauter * ^PfLinjen,
woeon bie meiften in frreftgen ©egenben Feinen
©aamen tragen.
|NB. SBertiger alS 25 ©tuet ^flanüen werben baoon
md)t üUttlaffen. )
6 i tro n «Siel i ffe
D ragon ober D r ag u F r a u t
&n 0 b lau d) «pflan|> Zwiebeln
«petllaueh $>fhnj . 3miebeln
SP t m p i n e 1 1 c n . . ,
JHoctenboIe «PflanjsBwicbcln
Sauerampfer, großer (angrunber
— — — Fleiner fjerjfcrn-.iger
© 0) n i ttl a u ch jPflanj s 3®iebeln .
SEr ip < «IHabam
SBermuth .
SBinter.- 9Ha joran
SB i n t e r * $ e r t u l a f
9iocp 5>franjen iTCtten,
»eiche .punbertflücFmeife eerFauft werben,
^opfen»Q)flanjen, ächte S3raunfchweiger,
(gnbe 9!Käri ju haben.)
©rb man bei, Cyperus esculentus
©ehallotten «Pflanjs Zwiebeln
SBinter- 8aoenbel*fPflanaen
Jlrtifdjo cf e n .«pflanjcn ( nUr uom loten bi«
giften SDlai ju haben)
g leif 4> * Baud) = ober 3obanniS» Cauch>
fpftanj. ^wiebeln (nur im SüniuS
ur.b Suliu« ju baten.)
Fragaria, <5rtbcer«i 5 3>flanjen.
Carolina, Äaro lin if(f) e ßrbbe ere .
Chiloensis, et>elifd>c Sticfen > grbbeere .
Elatior, gewöhnliche große @orten = ,
Fructu albo , mit Weiber grillt
Fructu viridi, grünfrücfctige
Grandiflora, große 2lnanaS =
Muscateller, mit langer graefct
Muscateller, mit runter grncfjt
Semperflorens , immer tragenbe SHonatS»
Vesca, flore pleno, gefülltblühenbe fruchttra-
grnbe .
virginica, frühe «Birginifehe fcharlaehrothe
Saccliarinum , 3utf«r<<2rbbetre, tie nicht
raufet/ bas ©tiief
£ !
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—
—
10
—
—
1
—
91 a $ t { $ f .
Diejenigen, welche meine Äüdjen < ©arten = ©äme»
reien in großen «Partien ober »pfunbroeife vm lieber»
oerhanbeln nehmen trollen, Firnen befotbere 'Seraeich»
niffe ber niebrtgflen greife im ©roßen abfortern.
Der oieljdbtige SSetrieb meines ©aamenuewerbeS,
wie auch ber forgfältige ©clbflbau aller inlünbifdjen ©or*
ten unb fcie Prüfung ber wenigen auSlänbifcßcn , geben
einem Seben tjir.langtid^e Sicherheit, bie betten ächten
©aamen > ©orten in meiner .panblung jU hefommen.
Itueh befiße ich einige £unbert mitflieh oerfebiebene
Sorten fchoncr SRofen mit «Hamen, worunter bie oor»
jüglichflen neucflcn unb rareflen, je|t beFannten ©orten
00m erften «Hange beftnblid) : fo wie auch -oiele £unbert
Urten perennirenber fdjonblühenber ©ewäehSpflan»
jen; imgleiehen felbfletjogene ©aamen oon mehr als
300 ©orten ocrjierenbblühenben ©eroächSarten, unb
alle 2Crtc»t auSerlefener Ölumenj wiebeln, oon wetehen
alten befonbere gebrütete «Berjeichniffe ju haben ftnb. Diele
«BerjeiehnilTe woHcnSBlumen; greunbe, welthe jur SSerjies
rung ibrer@arten «Blumen nhtbig haben, ober benen felbige
unentbehrlich ftnb, burd) franftrte «Briefe abfovbern laf»
fen. SBoUten auch Slumen = greunbe bie SSlumen * Ser*
}«id;niffe nicht Fommen taffen, unb mir bie XuSwafjl über»
geben, fo finb, nach meiner XuSwahl, ©ommer* Blumen»
©aamen, in feben fertigen $>aquetcn,wo bei jebem «paquet
ein «Berifichniß beigelegt ijl ; fo wie auch. Sortimente oon
Siefen = Xbfenfern unb (Sortimente oon perennirenben SBlu»
menpflanien, welche btn äBinter im freien 8anbe auS»
bauern, um hier beigefe$te greife ju haben, alS:
a) @ommer;S5(unien:@flflmen, naefj meinet
eigenen ÄuSroal)!, in fepon fertigen Enquete».
@in 3>aquet oon allen 300 ©orten ©ommer « Blumen»
©aamen, mit «Hamen, für 4 Shir.
— — oon 200 ©orten, aus oorflehenbeit ausge*
fuchfe, beffere Slumen, für 3 SEblr.
— — oon icx) ©orten, auS oorflehenben auSgefuch^
te, noch beffereSBtumen, für iShlr. i8g©r.
— — oon 80 ©orten, aus oorflehenbeaauSgefudjte,
noch fd)6nere ÜBlumen, für 1 Slfjlr. i2g@r.
— — oon 54©orten, aus eorftebenben auSgefuch»
te , bie fcjjbnflen SBtumen , für 1 Sfjlr,
— — oon 35©crten, auS oorflehenbenauSgefuchtC/
bie aflerfchonflcn Stumen, für i6g@r.
— — oon 16 ©orten, au« oorflehenbeij aus»
gefugte, bie ocrjüglichflen Slumen, für
8g®r.
b) Siofen s 2fbfenFer, rnicfj meinet eigene»
100 Stüi in 100 ©orten, fehbne 2frfen «Hofen, mit 9ta*
men, beifammen genommen, für 12 £blr.
90 ©lücF in 90 ©orten, beffere Ärteu Sfcfen, mit «Ha»
men, betfammen genommen, für 15 3!hfr.
80 — in 80 ©orten, noch b.ffere «Hefen, mit «Ha»
n;en, betfammen genommen, für 16 Shlr.
70 — - in 70 ©orten, fchbnere Ärtcn Siofen, als oor«
flehenbe, mit tarnen, beifammen genommen,
für . 17 Zl)lr.
60 — in 60 ©orten, noch fcfc&nere, alS ocr Ire Fjenbe
3Frten «Hofen, mit tarnen, beifammen genom:
men, für . 172510.
(XXIX)
V) 9?ofeni5lbfcnf er,' na* tneitier eigenen
tfu$w«$l,
50 ©tü cf in 50 Sotten Stofen, oon befonberer ©dE)5n=
beit, mit Stamen, beifammen genommen,
für .... 16 2blr.
40 — in 40 ©orten, bie öorjüglitf) fünften Xrten
Stofen, mit Stamen, beifammen genommen,
für . 15 S&ir.
g0 _ in 30 ©orten, ^rac&twerfe, mit Staimn,
beifammen genommen, für . 12 Sijir.
20 — in 20 ©orten, bie »orjüglie&ften fprattt* Stofen,
mit Stamen, beifammen genommen, füt92()ir.
I0 _ in 10 ©orten, Sopf- Stofen unb anbere oor=
äüglidje ©tücfe, mit Stamen , beifammen ge.
nommen, für .... 5 S£f)lr.
ferner: eine ©oriirung eon 100 ©tuet gefüllten unb
halbgefüllten frönen, fef>r fifcbnen unb üorjüglid&ften
$>racf)ts Stofen, au« meiner ganjen Sammlung au§;
gefuebte ©orten, nadj meiner eigenen XuSwabl, un=
ter einanber, mit Stamen, für . 16 £f>lr.
Sine ©ortirung öon 75 ©tuet bergleid&en , mit Stamen,
für . 15 Sblr.
eine ©ottirung non 50 ©tücf bergleic&en, mit Stamen,
für ... 13 S&lr.
Sine ©ortirung non 35 ©tücf bergleicfjen, mit Stamen,
für . 7 3l)lr.
Sei weniger al« 25 ©tücf in festeren Dier ©ortirun=
gen, na<b meiner eigenen SBabl genommen, »erben bie
«injelnen greife im S?ofcn * 25er jeidjniffc beregnet. 100
©tücf Stofen « Xbfenfer ebne Stainen , gefüllte unb fjalb-
gefüllte untereinanber, etwa .ju Jgietfen ober in gujb
gebüfd&e, für 5 2blr.
SD a s neue SJergeiifinifj meiner StoTen, nach ei.
ner genauen fpftematifdjen S3eftimmung,
mit 35 0 1 be rief) t unb (grflärung, 52 ©eiten
ftarf, gr. 8. geheftet 4 g®r.
c) $Petennirenbe Slumen * 5>ffan$en,
nad) meiner eigenen 2iuön>af)f.
loo ©tücf in 100 ©orten, fdjone Xrten SBlumen, mit
Stamen, für ... 5 SEblr.
75 — »n 75 ©orten, beffert Xrten SBlumen, mit
Stamen, für ... 4 Sfilr.
50 — in 50 ©orten, nocf> ft^onere Stumen, mit
Stamen, für ... 3 ai)lr.
25 — in 25 ©orten, bie fefonflen Xrten Slumen,
mit Stamen, für 2 3f)lr.
>äo — in 20 ©orten, bie allerfcf)5nftfn Xrten 23lu.
men, mit Stamen, für 2 Sfjlr. 12 g®r.
SBenn ft# aber bie Jtüufer felbft na# ben Stergeicft.
«iffen »üblen, fo fann Don ben Deflimmten greifen in
ben S3ergei#ni|fen, fo»o bl bei ben Stofen, als prrenni*
renben fPflc.ngen, ni#ts ra#gcJaffett »erben, e§ »5re
benn, bafi bas gange ©ortfment Don mehreren #unbert
©orten Stofen beifammen genommen würbe, aisbann
»erben taoon 15 'Prccent Stabat gegeben, unb rem gan*
jen ©ortimenie perennlrcnber SSlu :v-cn , '"Pflanjen , »el«
ebeß aus mehr als 1000 ©orten befiefjt , jufammen ge.
nomimn, »erben 20 ’ptoccnt Stabat gegeben.
in. •
23crjeidf>ni^ ton Srcib * unb ©tagaus*
^flanjen, welche um beigefefete ?>wfe
ju haben finb, bei bem ©artner S/Jfoofc im
23aumgarten ju SSeimar.
NB. k. bebeutet Äalt = ober ©faSfmuSpflanje.
w. bebeutet SBarm s ober üreibbauspflanjc.
Acacia floribunda k. .
— juniperina k.
— verticillata k. .
Acantlius mollis k, .
Achania malvaviscus w.
Adiauthum capillus veneris ]
Agapanthus umbellatus k.
— — — minor k
Aloe arachnoides w. .
— atrovirens w. .
— carinata w. .
— cymbaeformis w.
— margaritifera w.
— retusa w. ,
— spiralis vv.
— verrucosa w.
— viscosa w.
Alströmeria pellegrina k.
Amaryllis nurea k. .
— belladcnna w. .
— formosissima vr,
— purpurea k. ,
— reginae w.
— undulata k.
— vittata w.
Anagallis fruticosa k.
— monelli k.
Anthemis artemisifolia fl. albo fistulosa k.
— — — fl. aurea k.
— — — fl. purpurea
— — — fl. purpurea semipl, k,
— — — fl. rosea k.
— — — fl. variegata k
— — — fl. violacea k,
Anthcrlyza antrophica major k.
Anthirrhinum majus fl. pl, k.
— molle k. .
Arctotis revoluta k.
Arduina bispinosa k. .
Aristolochia glauca k,
Arum colocasium w.
— • divaricatum vr. .
5
— 16
(XXX)
Arum esculendum
Asclepias carnosa
— curasavica
k.
Asphodelus spicatus
Aucuba japonica k.
Azalea canadensis k’ •
— glauca k.
— mulliflora k. .
— odorata k.
— pontica k,
— viscosa k.
Begonia discolor w.
— spatulata w.
Boebmeria ariiorea k.
Boerliavia scandens w.
Bryophillum calycinura w.
Budleja globosa k.
Buphthalmum maritimum k.
Cactus ficus indica k.
— flagelliformis k.
— grandiflorus w.
— mamillaris spinis rubris
_ - albis
— pbilantboides w,
— philantbus w.
— speciosus w.
— stellatus W.
Caladium bicolor w. ,
Calendula fruticosa k.
Calycanthus floridns k.
Camellia japonica k. •
— -fl. rubro pleno k.
— fl albo symplici k.
— fl. albo pleno k,
— anemonellora k.
_ midlemist k. .
_ -paeoniflora k.
_ purpurea samiplena k.
_ variegata plena k.
Campanula aurea k.
— fragilis k.
— pyramidalis k.
Canna indica w.
— foliis variegatis w.
— lutea w.
— speciosa w. .
Capparis orata w.
Cassia birsuta w. .
Casuariua equisetifoläa k.
Catananche coerulea k.
Ceratonia siliqua k.
Cestrum diumum w.
— parqui k.
Chelone barbata k.
_ campanul^ta k.
Chiroaia frutescens k.
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j
6
Chironia ünoidee k. .
Chrysocoma com. aurea k.
Cineraria amelloides k.
— craenta k.
— hybrida k.
— lactea k.
— lanata k.
— maritima k,
— undulata k.
Cistus creticus k.
— ladaniferus k.
— purpureus k.
— salvifolius k.
— thymifolius k,
Citrus aurantium k.
— — crispum k.
— — undulatum k.
— — plenum k.
— — Striatum k.
— dulcis k.
— fructo rubro k.
— myrtifolia k. .
— japonica k.
— media communis k.
— — calabrica ks
— — adami k .
— — paradisiaca k.
— trifoliata k.
— bergamotta k. .
Clerodendrum fragrans W.
Clematis florida k.
Cneorum tricoccon k.
Cobbea scandfens k.
Coffea arabica w. .
Convallaria japonica k.
Convolvolus cneorum k.
Corchorus japonicus k.
Coronilla glauca k.
Colutea frutescens k.
Cranibe filiformis k. .
Crassula coccinea k. .
•r— imb icata k. .
— cotyledonis k.
Crataegus indica k.
Crinum nmericanum w.
bracteatum w.
Cupressus semporvirens k,
Cyclamen aleppicum k,
— coum k. .
— europaeum k.
_ hederaefolium rubrum
_ — fl. albo k.
— hieemale k.
— indicum k, ,
_ persicuin k.
_ — album «
(XXXI)
Daphne alpina k.
— laureola k.
— pdora k.
pontica b. ,
Datura arborea k. .
Dianthus japonicus fc,
Digitalis sceptrum k. .
Dillenia scandens k,
Diosma alba k.
— cordata k.
— lanoccolata k.
— ■ tenella k.
Dorstenia contrayerva w.
Dracocephalum canariense k,
Echium candicans k,
Erica capitata k.
— ciliaris k. ,
— herbacea k.
f“ — purpurea k.
mediterranen k,
— obulla k. ,*
— praecox k. .
— procumbens k. ,
— scoparia k. .
— stricta k. f
— tetraüx k. ,
Epidendrnm elongatum w,
Eucomis punctata k.
Euphorbia nerifolia k.
Ferarja tygridia k.
Ficus carrica viridis k.
— capensis w. .
~ religiös a w.
scandens w. ,
— terebrata w.
Gardenia florida £1. symplici n
T" „ ~ A« pleno w.
Gemsta florida k.
Georgina variabilis fl. aureo k.
— fl. a Uro purpureo
fl. candido k.
fl. carmesino k.
fl. coccineo k
fl. coccineo semipleno k.
fl. lilacino k.
fl. purpureo k.
fl. purpureo pleno
fl. rosaceo k.
— • fl. sulphirreo
- . — fl violaceo
Geranium anemonefolium k.
Gladiolus alatus k.
— angustifolius k.
Byzantinus k.
— cardinalis k. .
— carneus k.
k.
Gladiolus maximus fc.
— polystachius k.
— undulatus k. ,
Gloxinia formosa w.
— maculata w. ’ .
Gnaphalium ericoides k.
— foetidum k.
— heiianihemifoliura
— stoechas k.
Gorteria rigens tc.
— pinnata k. *
— stricta k *
Haemanthus puniceus w.
Hehanthemum roseum k.
Heliotropium graudiflorum
— peruvianum k.
Hermannia micans k.
Hybiscus rosa sinensis fl! .‘ymplici w.
_ — fl pl. pallido w.
_ fl. pl. purpureo w.
_ ~ P^purpurascente
— speciosus w.
— syriacus k.
— fl rubro pl.
— mutabilis w
„ 7 • pleno W.
Hortensia mutabilis k.
tj ~ fl- coeruleo k.
rloustoma coccinea k.
Hypericum coris k.
— calycinunt k.
— monogynum k.
Jasminum grandiflorum k.
— ; . - fl. pleno
— odoratissimum k.
— officinale k.
— föliis variegati
“ sambac w. ,
T, “7 — fl. pleno w.
Iberis odorata k.
— semperflorens k.
* ~ foliis variegatis '
Jpotnea faberosa xv, t
Iris chinensis k.
— susiana k.
— foetida fol. variegatis k.
Justicia bicolor w. t
■ — bracteolata w.*
— coccinea tv,
— formosa w.
— nasuta w.
— lutea w. .
— superba w.
Ixia aristata fl. aureo pallido
aristata fl. coeruleo k.
— crockt* k.
e e
k.
- 8
u ■ ?
(XXXII)
Ixia coccinea k. i
■ — maciilata k.
— — fl, intus luteo k.
— multiflora fl. albo intus k.
— fl. coeruleo k,
— — fl, maculato k.
— patens fl. rubro k.
— palmaefolia fl. rubro k.
— polystachia fl. albo k.
— — — fl. luteo k.
. — — — fl. roseo k.
— villosa fl. carmesino k.
Ixora coccinea w,
Kaempferia galanga w,
Kalmia angustifolia k.
— glauca k.
— Iatifolia k. «,
Lantana aculeata w. «.
— camara w.
Lavandula dentata k. „
— trifida k. .
Lilium tigrinum k.
Limodorum altutti w. .
— Tankervilliae w.
— tuberosum w.
Lobelia cardinalis k. .
— coronopifolia k.
— = fulgens k. .
— splendens k. .
Lotus jacobaeus k'. ♦
Lychnis coronaria k. *.
Lythrum vulneraria k.
Mabernia odorata k. .
— pinnata k. *
Marubium pseudodictamnus k,
Malva elegans k.
Matricarfa parthenium k.
Maurandia semperflorens k.
Melaleuca alba k.
— armillaris k. .
. — decussata k. «
— hypericifolia k.
• — obliqua k,
Melastoma cymosa w.
Melianthus major k.’ ♦
Medicago arborea k. .
Mesembrianthemum bicolcr fl. coccineo
, _ — caulescens k,
_ — flavum k.
_ forsicatum k.
_ — glaucum k.
_ — g lomerat um k.
pugioniforme k.
_ — ringens foeditum k.
_ — spectabxle k
Metrosi^eros lanceolata k.
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l6
Metrosideros linifolia b.
— — lopbanda k,
■ — — marginata k.
— ■ — obliqua k.
— — rugulosa k.
Mimul us glutinosus k.
— guttatus k. .
Monsonia speciosa k. ,
Morqea northiana w. .
Musä coccinea w. ,
— paradisiaca w. . ,
Myrica quercifolia k.
Myrsine africana k. .
Myoporum parvifolium k,
Myrtus communis k. .
— J — variegatus k.
— \ — medius k.
, — • fragrans k,
— semperflorens fl. pleno
— . »eylanicus k,
Naliusia coccinea k.
Nerium odorum w. .
— i Oleander —
— — ft. albo k.
— I. — fl. pleno k.
— r speciosum w.
— s splendens w. .
Oedera prolifera k. .
Olea fragrans k.
Othona pectinata k.
Qxatilis rosacea b.
Pancratium speciosum w.
Passiflora coerulea k,
— cuprea w. »
< — rubra w.
. — seratifolia w, .
Pelargonium acetosum k.
— amplissimum k.
— angulosum k.
— australe k.
— Baringtonianuna k.
— bicolor k.
— coronopifolium k*
— crispum k. .
— — minor k,
— cuculatum k.
— echinatum w.
— elegans k.
— Felderi h, .
— flavum k. *
— formosum
— fragrans k. .
— fulgicfum k.
■ — fuscatnm k.
— gibbosum k.
— glaucvyn k.
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8
(XXXIII)
Pelargonium grandiflorum k. .
— hybridum coccineum k.
— inquinans fulgidum k.
— levigatum k.
— lobatum k.
monstrosum k.
— odoratissimum k.
— Princefs Charlotte k.
— quercifolium k.
— radula k.
— roseum k.
— sanguineum k.
• — speciosum k.
• — splenfi ens k.
— ternatum k,
— * tomentosum k.
— tormani k. .
— tricolor k. *
— triste k. .
— viscosum k.
— watsoni k. *
— zonale fl« albo k.
— — fl. roseo k.
— — foliis variegatis k.
— — fl. rubro pleno k,
Pentstemon campanulata k,
Phiomis leonorus k.
Phyllica acerosa k.
— armillaris k. .
— ericoides k.
— hypericifolia k.
Pinus pinaea k.
Piper magnölifolia w.
Pistacia lentiscus k.
Pitcarnia angustifolia \v#
Pittosporum tobira k.
Plumbago rosea w.
— zeylanica w,
Polygala myi*tifo!ia k.
Polypodium aureum w.
— phymatodes w.
Protea imhricata k. .
— saligna k.
Punica granatum fl. pl. k.
— nana k.
Pyrus japonicus fl. pl. k.
Pystropogon puncfatum k.
Renealmia nutans w
Rhododendrum azaloides k.
— — angustifolium. k.
— — carmesinum k.
— — tauricum k.
— — hybridum k.
— — hirsutum k
— — kamschaticum k.
— — maximum k.
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—
12
Rhododendrum maximum album k.
—
8
— — ponticum k. ,
—
—
12
— ~r* — roseum k. .
—
8
— — punctatum k. «
„ — — variegatum
—
8
Rivima humilis w.
_
—
4
— laevis w.
_
i
Rochea falcata vv.
_
—
6
— lactea w. t
_
—
4
Rosa moschata k. . .
—
—
6
— sempervirens Banksiae k. .
_
— bracteata k. ,
—
16
— semperflorens alba k.
_
i
—
— — — anemoneflora k.
—
12
— — - — bischonia k. .
_
—
4
‘ — — — centifolia k.
_
—
16
— - — moschata variegata k.
_
—
l6
— — — mycrantha k .
_
—
6
— ' — — odeur de Thd rouge k.
: _
—
4
— — — odorata Thea k.
l
i
— — _ pallida k.
' —
6
— — — parvifolia k.
_
—
6
— — — purpurea k.
_
6
— — — violacea major k. «
Rosmarinus officinalis k.
_
—
8
Ruellia formosa w.
_
—
16
- — varians w. ,
—
12
Salvia aurea k.
_
IO
— formosa k.
t 2
— officinalis fol. variegatis k. !
IT
—
12
Sanserviera procumbens w
—
12
Santolina chameciparissus k.
_
— .
8
Satureja spicata k.
_
i
—
Scilla peruviana k. ,
. ,
IO
Sedum rubens k. ,
i
—
— monstrosum k.
—
IO
— steilatum k. *
—
8
Sempervivum arachnoides k, «
—
12
— arboreum k. . *
_
—
12
— — nigrum k. . *
—
12
Sida grandifolia w.
—
—
Solandra grandiflora w.
Solanum emarginatum. k.
—
12
Soldanella alpina k.
Sparmania africana k, „
Spartium junceum k.
—
IO
— t — fl. pleno k, . <
—
12
Spielmannia africana k.
5
—
Stapelia ambigua w.
— • ciliata w.
_
— caespitosa w.
— corviflora w.
_
— elegans w. «
_
— grandiflora w,
— j
4
—
— hirsuta w. $ «
I
12
— incarnata w. . ]
—
I .
20
I
(XXXIV)
1
Stapelia picta w.
— planiflora w.
_ reticulata w. .
— rugosa vv.
Tagetes lucida k.|
Teucrium betonicum
— frutescens k. .
— mar um k.
Tracbelium coeruleum k.
Tradescautia discolor w.
Tussilago suaveolens k.
Tropeolum majus fl. pl. k,
— minus fl. pl. k,
Veltheimia capensis w.
Verbena triphylla k. .
Veronica decussata k.
Viburnum tinus k.
tinus lucidum fc-
— giandiflorum k.
Vinca alfca w.
— — intus lutea w.
— — rosa w.
— carnea w.
Westringia rosmariniformis k,
Xylophylla falcata w. .
— speciosa
Yucca gloriosa k.
Zygophyllum sessilifolium k.
6
8
12
8
io
IO
12
16
12
NB, SGBo fein 9)reiS beigefefct, tfl für biefcg Safjr ncÄ
feine SSermebrung ba
ft 0 S t f e I U n 9
fcf ö
Allgemeinen $ e u t f $ e n
® a 1 * ' » • »«««Jini.
ftünften S3anbe$, IV. @t& cf. 1821.
35 1 « m t fj c r
e t .
©d) ön e
evo tiffye Pflanzen.
A.
Convolvulus candicans. (Sie ©über.- Sßfnb
( SKit Aöbilbung auf Safel 20. )
Unter bet «neuern Zxt^t von Söinb
mm ön '**' ««f 119 ©P*cieS gediegen,
©ilber ; SBinbe eine bec prdchtigjten. @ie fljri
am bCE 8*i9»nbldttrigen SBinbe (Conv,
. pandaratus) tmb SSirginien iff, tvie v
li) 1 ©ie eignet fiel, bei unö ,
belTen mehr für bas ßonferimtorium , flW f4e „
*"**•*•*• ©ort.^ag.v.Sb. 4.®t.l8Si.
freie Sanb. Sn jenem wirb fte öber 15-16
t)od>, tmb blüht ben ganzen ©omrnec hinburch über,
°U* prächtig , ba if>re grrfe filbermeife S3lume
»tut ihrem bunfeltuoletten 2f«ge, einen herrlichen
2fnbticf giebt. Sa fte feinen ©aamen tra'gt f0
muf fte burch 2Bur5eliheitun3 »ermehrt „erben,
tuerd^eö fef)c leicht iff.
B.
Renealmia nutam. (Die U"l>Sn3,m ,j
( SOtit .Abhebung auf Safe! 21.)
»0« SSaecrlanb M«f«t »r««(pffa„,c _
W » Alpinia „marn uma„
e
126
SS l u m i fl c t e f.
iauft hat — Ifl 6^'tia unb Sjlinbien, von babcr
fte i. S- 1792 von Sir Siofeph SSanfg iit ©ng;
lemb eingefuhrt würbe. ©$ ifl «in SBorurtheil, baß
man fte bisher alg eine ftrenge 2Barmhaug;$fIanje
behanbelte, benn fte nettragt recht gut in bat trat*
men Sommermonaten bet un$ bie freie 2uft, unb
verlangt wenig funflliche #i&e, außer wenn man
fte jur a3tütf>c treiben will. Steifen Saamen bringt
fie feiten bet ung; bgljer man fte beffet burch 5öur*
jeltbcile vermehren fann. STfan pflanjt fie in locfere
fette fiaubetbe mit etwag Sanb unb‘£ehm gemifchtj
im hinter, unb jwac non ©nbe September an,
«erlangt fte burchattg bag SBarmhaug.
Sic gehört jum ©efdjledjt ber Scitaminen,
blüht im grühiahre unb Sommer, unb erreicht bann
eine jiemlidje >£6be. Vor furjem war fte noch eine
jiemlich große Seltenheit in SEeutfchlanb; onje^t aber
hat fie ficb fchon beträchtlich vermehrt, unb ifl fchon
bei allen guten botanifdjen ^anbelö -- ©artnern, um
billigen $prei$ ju hoben.
2.
SBie muß baö SSaffcr jum SSegicßen bet:
$)flan$*n hcfchaffen fepn , wenn eö bie
SBegetation befotbetn foU ? —
©8 gehört wenig 2(ufmerffamfeit baju, um übet*
jeugt ju werben , b#ß bag SBaffer eine ungemein
Wichtige fKolle bei be*. Vegetation ber ^flanjen fpiele :
bemt ifl ber Voben burch SBinbe ober anhaltenbc
auggetroefnet worben, fo fangen bie meifien
spflanjen unferS ^immelöfirich^, wenn ihre Sßut«
jein in ber &iefe feine geud;tigfeit mehr ftnben, an
ju trauern; bie Spi§eu ber 3weige erfchlaffen, bat
£aub wirb weif, erbleichet, vergilbt unb fällt ab,
unb eg erfolgt sulcht bag gänjlidhe 2lb(fetben bet
^flanjctt , wenn nicht ber S3oben burch einen mil*
ben Siegen befeuchtet wirb, ober bie Äunfl burch
bag 83cgießen ber Slaftir ju ££tlfe fommt. 3» bie?
fen galleit erholen ftch bie ©ewachfe jufehenbg, bie
Spihen ber Sweige et heben ficf> wieber, bag gaub
nimmt feine vorige Straffheit unb grüne garbe wie;
ber an, unb bie Vegetation fefct gleidjfam ihren
©ang vott neuem fort. Stur bie attg feigen vgjiim
melgjfrichen hetffammenben, jum £h«l mit Sornen
unb Stadhein bewaffneten ^jTanjen. 3- 25. bie ©ac--
tug= unb 2floearten, machen von biefet ©rfdjeinung
gewiffermaßen eine 2fugnaf)me , inbetn fte bie ju
ihrem S5effeh«n erforberlidje geud;tigfeit, mittelfl je*
net Organe, aug ber 2ftmofphäre fdjopfcn, unb an;
haltenbe UrocEcnheit langer ertragen fonnen , wie*
wohl auch !** iu fiewiffen Seiten einer. mäßigen S5e;
feuchtung bebürfen. Sag Vegicßen ifl bahec bei
ber *PfIanjcn ; ©ultut ein ungemein wichtigeg ©e*
fchäft, woju viel ttebertegung , Vorftcht unb inbi*
vibuelle Jfenntniß ber ^flan^en erforbert wirb, itr*
bem — wenn eg im Uebermaajj gefchiehet — eben
fo großer Schabe baburd) angeridjtet wirb, olg wenn
eg ju fparfam gefchiehet. ©g iß jeboch meine 2(6 *
ficht feinegwegeg, hier Siegeln über bag Vegießen
ber ^Jflansen ju geben,, bd ^err von ©ffen bie«
fen ©egenflanb im erfien Vanbe beg 2flfg. SEeutfdj.
©arten * SD?agajin8 S. 299 ff. beinahe erfchopft h«t.
Allein fibet bie SBahl beg SBafferg, womit bag 23e*
gießen gefchehen fofif , ifl irr jener 2fbhcnblung we*
nig gefügt, unb bod) fommt gevabc hierauf unenb*
25 i u m t fi c r e i ,
luv üiit ax Senn tote manche foflbnce ^flanje
gieng fcfyon burd) bag ©egiepen mit hartem, Stalf
ab gnpgbaltigen, ober mit anbern mincratifchen
Sfytiltn gefchwdngerten 3Baffer »erlösten? — ©Set
?g hier «n 23orftc^t mangeln laßt/ mup feinen
£eid)£fmn oft fefjr treuer bejahen ' —
(Ei lapt f ich abec bog SBaffer jum ©egiepen
j) in Siegen., 2) gluf., 3) Seid) * ober ©ru.
ben. unb 4) ©runnenwaffer eintfjeiien.
1) 2Bag jufoeberfi bag ©runnenwaffer be.
trifft, fo ifi fotcheg unmittelbar aug bem ©runnen
gefdjbpft — jum ©egiepen gatij untauglich; gefegt
find?/ bap eg oen frembattigen , fd;dblicl;en «Stoffen
gan§ frei wate. Sie Semperatut beffelben ift ju
oerfdj'ieben von bet Temperatur bec dupern 2uft,
bap ein ©up bavwn auf bie ^ßanjen eben fo wirft,
wie ein Trtmf baraug auf ben erbeten thterrfchen
•Äorper. Sie pldö/iche ©erdnberung, welche bie
«Bürgin, beren Abfotbtionggefdpe, befonberö bei
wannet 3Bittert?ng , ganj offen flehen, baoon em=
pftnben, ip §u auffallenb unb jtarf, bap. fiep jene
Seffnungeir wonicht mit einemmale fefpiepen, bod|
gewip fo erfdpafft werben, bap fte ihre gunftionen
ganj ober jum St)«'* »etfagen, bie gibern fliehen
pd) jufaramen unb bie ganje ^panje gerdth in ei*
nen frdnflichcn jjupanb, bec pd) aud) fogleid)
burch’o ©ergelben unb Abfallen beg 2aubcg offen,
hart. SBer baher fo uitglucflich iff, in ber 9?dt)e
feineg ©artertg fein anbereg alg ©runnenwaffer au
haben, bem pflegt man inggemein jur ©er|uthung
aller 9tad)theife 3« tatf>en, bajfelbe vor bem ©e*
giepen Sage lang in Rubeln ber 'ttjinroirfung ber
«tmofphdvifdjen Suft aug^ufefcen, wobuwh bieSesm
127
perafur beffelben merfffdh erhöhet unb bet Atmo.
fphdre gleich gebracht werbe. Siefe ©Sitfung bringt
jeneg ©erfahren allecbingg hervor, allein bag ©Jaf.
fer felbft wirb babuvd) feinegwegeg mit befruchten,
ben Stoffen angefullt, weburch bie ^PPanjen ge.
nahtet tmb §u einem gebeiljtichen SBad;gthum ge.
bra^t würben. ©iele pflegen baher, um tiefem
SBaffet nahtenbe Ärdfte mifjutheilen, animalifche
unb »egctabilifche Stoffe im faulenben 3'uffa-nbe,
3. ©. Sdhaoflorbern, Saubenmiff, ober vetwefenfce
^flanjen in ben $u bei $u werfen, unb mit bem
mehrere SBedjen unb Sage baruber gepanbenem
SBaffet ihre ^flanjen ju begiepen. ©Jan mup ge.
flehen, bap bie ©cfd;affenheit beg ©Jafferg burch
biefeg ©erfahren auperoibentlich verbeffert wirb, in*
bem man bnrnach nidpg me|t von jenen fchdbliche«
©Sirfungen wahrnimmt. Ser ^raft'bent bet @ar.
tenbaugefellfchaft in 2onbon, .fjerr Änight, rühmt
bie ©ortbeite, roeldje bag ©egiepen mit folchera
burch allerlei Sungepoffe gefchwdngerten ©ßaffer ge*
wahre, auperorbentlich. Sn einet am 17. S9?ai 1814
gehaltenen ©crlefung fagt er:
„Seit einigen Salten hatte ich mir ju So*
weton ein Sßarmhaug in bec ?fbftd>t bauen laffen,
mir meine ©erfuche mit Sbpbaumen, bie ich in
Sopfe pflanjte, 311 erleichtern, weil ich bie (gub.
jecte, woran ich hie ©erfuche machte, oft oerwech=
fein mupte. Anfänglich würben biefe Sdpfe mit
©affer begoffen, worein ich ein 3ef)nthcif Sauben*
ober ^uhncrmip hatte rühren taffen, bewach abec
würbe bi« Sluantirdt biefec Subpanjetr-, befonberS
ber lehtern, oon einem Sed)gtf;eile big 311m ©ier*
theite vermehrt. Acht unb vierzig Stunben nach
bem Aufgup würbe bie garbe beg SQJaffecg «iet bun*
fdec al« bi« gatbe be« 3n bicfem 3u’
ftanbe lieg id> c «, fo weit e« $eße war, absic^en
imD gum SSegiegen «erfdjicfeencc «Baumpflangen,
unter anbem bet «Betnjtäcfe, Maulbeerbaume unb
$ftrfd)cnbäume anwenben. 2tuf ben SSobenfafe lieg
id, non neuem bie nämliche Quantität SEBaffer gie*
fen, unb wenbete e« eben fo an; hierauf mürbe
ber Mifl oeranbcrt, unb baffelbe Verfahren wieber*
holet. "
„Da bec VSeinftoi unb ber Maulbeerbaum oiel
bawn wtf*laitgen, fo mar c* wahrfcheinlid) , tag
fte wenig non einet folgen Sehanblung leiben wür*
ben, wenigen* im Anfänge; bagegen ermattete id>,
bag bet «Pfirfchmbaum balb Äenngeichen non ftd)
geben würbe, bag er mit «Rastung uberlaben wäre,
inbem aüjuniel Dünger im foliben guftanbe oft
fd)ablid)e SBitfungen auf ihn hat. Ser etfol9 ms
betfptad) aber meiner (^Wartung. Sie «pfttfd^en.
bäume erhielten ftd, yimi 3«hte in bem h>«rlrd>flen
3uftanbe ber ©efunbt)eit unb trugen im notigen
©ommet bie ooUfommenften grüchte, bie ich ie iU
halten habe. Obgleich einige biefer Saume, welche
au« fernen erjogen waren , ihte ©urgeln nur m
einem halben Ouabratfug erbe außbreiten fonnten,
fo hatten fie boch in einem 2Cltcr non acht Mona=
ten eine £ohe non n gug erreicht unb ju gleichet
3eit eine groge Menge 3»«’«« 9«ttieben : im W*
gen gelinge haben fte feht niele Slütben gehabt,
welche noUfommne grüßte angefefet haben. Unb
gerabe biejcnigen, welche bi« meifte Düngung er*
hielten, haben bie fd>bnjle Vegetation entwicfelt."
„s«ur ein eingiger -Orangenbaum erhielt bie
nämliche Vehanblung, unb er geigte einen berfelben
fl e v c t.
angemeffenen fraftnollen Stieb. Diefet Uebetflug an
«Nahrung ifl ihm ebenfo wohl bekommen at« bem
SBeinftoife unb bem Maulbeerbaume."
„Man glaubt allgemein, wiewohl ba« fidjerlid)
einSrrthum ift, bag mehrere ^(langen, tnfonberheit
mehrere Urten unb Abarten bet #eibe in Sopfen
nur eine feht magere ©tbe oerlangen. Man mug
aber blog barau« fd)Xiegen , bag biefe 3Crt ^flangen
ein ©tbreid) »on bcfonbetet «Befdjaffenheit fotbetn;
bcnn id) habe bie gemeinen Reiben immer nur am
fraftootlejten in einem tiefen Seete «pflanjenerbe
wachfen fehen, welche« not furjem mit einer tiefen
Sage 2t f che oon £eibe * ober anbertt «Pflan&en , bie
auf ber Oberfläche waten oerbrannt worben , bebecft
»erben war. 3« fein feah« überjeugt, bag wenn
man in bem 23 affet Saub unb 3weige oon ber ge*
meinen £eibe oerfaulen liege, biefe« Gaffer, ob e«
gleid) überflüfftg mit Dflangenjtoff gefchwängert ifi,
eine herrliche Nahrung für bie gärttidtfen au«län=
bifchen Reiben fepn würbe, wiewohl fie Oielletd)t bie
2trt ber «Nahrung nicht oertrdgen fonnen, bie bem
«Beinfiocfe unb Maulbeerbaume am beflen befommt."
©o grog inbeffen bie Vortheile finb, bie £ett
Änight »on biefem mit Düngerjioffen gefdjwän*
gerten ©affe* rühmt, fo hat man bod) Utfadje oor*
flchtig bamit gu fipn, ba nicht alle Wangen eine
fo fette «Nahrung oertragen , fonbetn burd) btefelbe
in einen 3uflanb ber Ueberreijung oerfefct werben,
welche ihren Sob unwiberbringlich uad) ftch gteh*:
man mug oielmebr bie Süngerftoff« immer nur in
ber Maage anwenben, bag babuvd) bie Vefchaffen*
heit be« ©affet« gu bem erfotbetlicheu 3wecfc oer*
beffert wirb.
25 l u m i |
2) Sei# - ober ©rubenwaffer eignet ftcb
feinet Statur unb Vefchaffenfjeit nach fcf>on mehr jum
Segiefen, benn eg hat nicht nur mit bec Atmo,
fPhare fafl einerlei Temperatur, fonbern ift aud) mit
einer Stenge Stoffen gefcbwdngert, welche bie Ve>
getation auöne&menb begünfligen. ©leidjwohl lagt
eg ft cf) nicht ohne Vorftd)t gebrauchen; benn oft ft'nb
fotd;e jlefjenbe ©ewdffer mit einer Stenge Ungeziefer
unb Snfeftenbrut angefüllet, welche bie «Pflanzen
verheeren unb ihrem 2Burf)g fdjaben. 3d> habe ei,
nen «Wann gefannt, bec fich teibenfcfjaftlid) mit bec
Steifenzucht befdjdftigte, aber jährlich eine betradf)ts
liebe Sftenge bec fdjönften ^flanjen bureb bie gdufe
teclor, mit benen ec unaufhörlich z« fdmpfen batte.
2CUe gegen biefeg Ungeziefer angewanbten Mittel
waren vergebene, unb er würbe nicht eher von bie*
fer 9>lage befreiet, alg big ec zum Vegiegen reineg
glugwaffec wählte, ba er vorher feine ganzen mit
bem SBaffer aug einem nahen Teiche , bec feinen
tfbfluf hatte unb wdbrenb beg ganzen Sommetg
mit SJteerlinfen überzogen war, begoffen batte. —
£>ft habe ich auch ©artenfreunbe übet bie 2Bur|el*
fdulnig ibcer Topfpflanzen flagen hören, unb man
fonnte bei näherer Unterfucbung biefen Unfall eben-
falle weiter nicht« alg bem ©rubenwaffer jufebrei*
ben , mit bem fte begoffen würben.
3) Snegemein halt man bag Slugwaffet
für bag tauglicbfte jum Vegiegen bet. ©ewaebfe,
unb, wenn man bebenft, bag eg nid;t nur ber guft
unb Sonne auggefe|t ifr, fonbern auch wdhrenb be6
Saufe bie beigcmifdjten frembartigen Theile abfe|f,
fo tji eg ohne Zweifel tm Allgemeinen für bag beffe
*u ecflaren. ^nbeffen ift auch h«« eine Unterfud),
m nöthig, benn eg gi«bt Slüffe unb Vdcbe, bie
ihrer Klarheit ungeachtet minerafifdje Theile bei ftcb
führen , weldje bec Vegetation febaben. Sie 3nner=
f!e im ^ilbegbeimifcben liefert bavon ben Veweig.
Stefer ging ift juc Veriefelung unb Ueberftauung
bec 5Biefen ganz untauglich, inbem bag Gaffer befU
felben, wetebeg aug ben nahen $ocb , unb füttern
werfen eine Sflenge mineralifcher Theilcben aufge--
nommen hat, ber Vegetation ungemein fcbdblid) ift,
9»it folcbem ©ewdffer bie ©artengewdcbfe Su bu
gieren, würbe baher fehr gewagt fepn. Snbeffen
ftnben biefe gatte fo bduftg nicht Statt, unb wenn
man alfo unter Vtunncn,, Teich * unb glugwaffer
ju wählen hat, fo ift eg boch immer gerathener, bag
le|te vorzujiehen,
4) 2fm alTertauglicbfien aber jum Vegiegen ber
©artengewdcbfe unb ingbefonbere ber Topfpflanzen,
ift bag Siegen w affe r. ©g ift bag reinfte in ber
Statur unb forbert bie Vegetation am meifien, wie
comparative Vecfucbe unwiberfprecblicb gezeigt ha-
ben. ©g ift nur zu bebauern, bag biefeg SBaffet
nicht zu allen Seiten in binretebenber Sttenge zu ha¬
ben ift , inbem bec aufgefparte Vorrath gar halb
wieber verzehrt wirb. Snbeffen wirb boch ein um,
fid)tigcr ©drtner bei jebem fHegenfaUe ficb einen fo
grogen Vorrath bavon zu fammeln fueben alg ihm
möglich ift , unb ftcb für bie SRübe unb ben Auf,
wanb babei reiflich entfd;dbiget ftnben,
5ßenn man nun ober auf bie SBirfungen beg
Vegiegeng fjinfieijct, fo ftnb folcbe bei weitem nicht
mit benen zu vergleichen, welche bie Statur burdj
einen milben Siegen bervorbringt. Stach biefem Up
tern , befonberg wenn ein ©ewilter bamit verbunben
war, geht bie Vegetation weit fdjneHer von ftatten,
25 l u m i fl e r « *«
130
art bi* i«9« butd; bo* «<“8« <*««
@,ä„ .mSSoflb«finb.B, ba* tbn.it bi* *«"» m<l>t
geben «mag. ®* flnb bat« bi. 8«ü>», *«
«„<1, $m g.bu.i**- «1* S“»iWW« ®«rt,n*
(t.unb, anfgmotfm unb ju b.antnmt.n g.fueft »*«'
fit bcn wiraWaptt*«« «*<«« 9*®'Ü *W
Sntetefie '•
530{)ct fommt e«, baf bie Segetatien
bet «Pflanjen nad) bem SRegen tiicl
j ebne Her tfort «Statten gebt, «18 nad)
t>em S3 egiefjen mit «Regen =, Stuf ober
©rubenwaffet ? unb
©iebt «3 «Mittel, bem tjcrfrf>tcbenen
§83 affet jene ©igenfdjaft be« «Regen«
rnttjutbetlen, tveld)« bic Vegetation
ief^leuniflet, unb mel<be« (i«b btefe
Mittel? —
$5ei Sofung bet erfien gtage jeigen ficb Stofe
€d)»ietig!eiten; benn man mü&te gut ^rteiebung
tiefe« 3me<fe« ben ©ang, ben bet @aft m bcn
fangen nimmt, bie tttfa*a» bet «ccftiftene* 3«.
Mutigen unb Vetbinbungen , bie et auf bemfelten
„rtbrt, unb bie Ärdfte, bie ibn in Scwegung
fe|eit , genau fennen. Mein bie
flie liegt nod, in ibtet Äinbbeit; lebet
bat ein eigene« ©Pllem , ba« nut non men, gen
'Pflanjetn angenommen wirb, unb e« giebt bi« iefct
„ut wenig aufgefieUte ©tunbfSße, bie allgemein an,
aenommen fmb. M» Um atfo bie Sfifnng bet
etfien Stage nicht auf aügemein anetfannte ©tunb,
TÄ* bauen. Sei biefet Sage bet ©acben Wirt e«
n6tbiS, jufotbetfl biejenigen ju beftimmen , au«
»cldjen ficb S«tgen 5>«!<Sten bif W ÄUf bU
öotgelegte Stage begehen,
©i. ®ut;.in btt ®ei»Wf* bae 25,m,s"
s!», b,<6 SBoff«, bic euft, M« ©<•«««<" “»»
©toffc, bie fl* I» «>*« «»brunä «9»*«. «»i«««*
h,„ et™ bi.fe «l»enf*aft befiben au* bie SBlät-
t,t Sie ®roä*f. erbaiten «Ifo tut* ifctf b.ib.»
<sPtt.mit<S«n bi* 9!atrang*mitt<l, «eobut* (ic fl*
in bie £ingt “"b ®td. auSbefmu.
Si. tut* bi. fflurj.tn an9.i03.ncn 3i«l)tun.J
«,lh baten .in. aufii.i8.nb< STO.9nn9, bi. fi. bis
ju bin ob.tn ettitmilät« b.t W«‘S k,K
i,„ia.n «t.. ».<*• bie BUttn «inf*l*rfen, baten
,in« atit.ij.nb., bi. fl. bi* i« ben ffiu.J.ln bring«.
bi.rau* .t9.b<n fl* i®« «»*”>'• i,,: »** a“f‘
non b.n®uri<lu in b.n «itt.tn, unb t n
anbttc atndet* ton b.n »litt.™ i» b.n ffiu.|.tn,
Sit «t(t. S0.1v.3un9 biefet Stoffe finb.i um
ti. «Rarität« feeum in b.n ijotjis« Sajm Statt,
fottoM auf * ol* abfieijenb , b.vj.|latt, baf be.
©aft btt ®ur,.m f.inm Sauf - um i« b.m et«*
ft.n Steil*. bt* Stamme* iu tommen — lanj* b«
föfaiftot*. nimmt, unb b.*i.ni9., »ttt« «»
3„,i9, teilt, bin* bi. ®*f5f* btt ta'ÜS“ £'’«e
w Stamm.* 8.t*t, 1“ 9W«" 3«* ">'*
j,b.m bief« 3»<iJ< 9<btl“* *»• ®‘mr0
Otttto ,*fi* mit b.m Saft, btt IM, ">»™*
bmn folgt, baf b« Saft, mit*« M «“* »<"
SBa^.n in bi. 3®.i9«, unb au* b.n Bmig.n «,
tt« mit ifnen .ott.ftonbi«nbm ®u*i.tn b.ge.bt,
.inen t.j.lmäfig.n ®anj in b.n @™ä*f.n W
ettid)* auf.tovbentlict* SiU* au*g<no»m«t
SSlum
Sie Bewegungen bet beiben ©äfte in ottgc-
gengefehter Dichtung in ben nämlichen ©efäfen
müpen notfjtrenbig einanber binbevlicb fepn. Gs
ftitb jroei enfgegengefe&te Grafte, bte ft'df? gegenfeitig
jurucfjutreiben fucben. #at bec SOBurjelfaft bie
£bcrbanb, fo bewirft er baS 3urücffliefen beS S5ldt=
terfafte« mtb gelangt bis ju ben obcrn Gictcemitä--
ten ber ©ewäcbfe; wenn hingegen bec Bfätterfaft
bie Sberbanb b<H/ fo treibt er ben BJurjelfaft $u=
citif unb gelangt ju ben untern Gptremitäten; ftnb
.enblicb ihre äfrdfte gleich/ fo b^en pe einanber im
Gleichgewicht.
9}?an nimmt mit ©runb an, obn« jebocb ba*
ton ben Beweis liefern ju fonnen, baß in ben ©e*
wäcbfen eine Sebcnofraft »orbemben fep , bie ben
©oft in «Bewegung fege unb bie »erarbeiteten ©äfte
nach ben wtfd)i«bencn ^beiten hinleife, wo fie no=
tb«g fmb. SOTan weif aber nicht was biefe Sebent
fraft fep; man weif nur baf ihr bie SOßarme Gners
gie giebf, unb baf ber ©onnenfebein ihre Sntenp--
tat »ermebret. ©obalb bie ©onne übet bem £ori*
jont erfebeinet unb ibre ©trabten, welche bie 2ftmo*
fpb^te erwärmen unb bie Suft »erbünnen, auf bie
©ewäcbfe wirft, fo wirb bie «Bewegung bec $tüffig*
feiten unb ©aSarten, welch? batin enthalten ftnb unb
im ©leicbgewicbt peben, febt vermehrt. Gin großer
Sbeil &e$ Gaffers bebnt ftdy aus unb entweicht als
Sunfl, ber anbece Sbeil »eebinbet ftcb ober wirb
jerfebt wie bte Äoblenfäure , unb »erbreitet »iel ge=
benSluft in ber 2ftraofpbdre. Sn ben ©ewäcbfen
geh?« neue Berbinbungen ber Glemente »or, welch«
bie ^flanjcn enthalten. ©te »ereinigen ji'cb unter
bem tarnen bec eigentbümlicben ©äffe in ©efäfen,
»oriit pe eoPenbS »erarbeitet »erben, Siefe «igen=
i ft e r c i- 13 r
thömlichen ©äffe fucben fiel; mit bem ©affe gut
S3ilbung be$ BapeS unb bec »erfchiebenen Steile
bec ypanjen ju »ermifchen.
Sie 2f6wefenheit ber ©onne b<mmt einen Streif
biefer Bewegungen. Sie Sünpe, welche fcf>r »et;
bünnt waren unb ftcb in bet tftmofpbäre erhoben
batten, »erbitten pcb atSbenn, fenfen ficb b«ab
unb fommen in bie 9?äbe ber Blätter, welche fte
einfaugen, »on ba fte bann auf ben oben angege*
benen Biegen weiter fortgeben.
Sch »ill b*cc bie anbern Ucfachen nicht auf-
f «eben, welche auf bie Bewegung be$ ©afteS Gin=
fuf haben fonnen, j. B. bie Berbichtung unb Ber--
bunnung ber guft, bie in ben «Pflanzen bepnblicben
©äuren, bte eigentümlichen ©äffe, welche, wenn
pe bis an’S Gnbe bec SSurjeln gelangen, hier als
©ährungSmittel bienen fonnen u. f. w., fonbern will
einen tfugenblicf bei bem eleftcifchen gluibo »etwei*
len, beffen große SBitfwtgen auf bie Begefation matt
eine 3citlang fehr gerühmt, hernach aber in biefer
$inficht für nichts betrachtet bat.
SiefeS gluibum ip überall in ber 02atur »f?3
breitet *). Ses BlorgenS wirb es »on ber ©onne
angejogen, unb eS Pcebt (ich bann in bec 2ftmo*
fpfjare ju erbeben; ba aber bie reine £uft ein fehlet*
ter Leiter biefeS gfuibumS ip, fo fann eS nur mit
Sftübe emporpeigen, eS müßte ftd) benn mit anbern
©toffen »ereinigen, bie ihm als geiter bienen, unb
bas Gmporpeigen beffelben begünpigen,
*) £etr gebürter betrachtet ben «Iclppoff unb ben
eleftrifchen ©toff für einerlei glui&um; alle SBtrfutts
geR atfo, bie er bec einen glüffigfeit jufcbret&f, müf*
fen auch auf bie anbere angeroenöet werben,
32
93 t u ni i
T)ie ©ewdcftfe ftnb in £inffd)t » t>«c Sc^anbi
tfteile meftt C bet weniger ibioclcf tctfd) , g. S3. bte et'
gentftümlicften ftatäigen ©Äfte k. *) ober ftalbsibio*
eleftrifcft,g.(8. biegibetn ober einige anbete Steile.
Unter biefer Mücffüftt fdnnen fie bic Vewegungen
M elefttifcfjen gtuibumS nid,t begünffigen ; aber
bie gorm bet ©efdße unb bie gi&ffigfeiten, welcfte
fid) bureft fie ergießen fdnnen, infonberbeit baS 2(uf=
feigen biefeS gluibums in ber tftmofpftdte unb baS
£crabfhigen teffetben in baS gemeinfcftaftlicfte X»
ftdttniß erlebtem. S* 9lautt **&«' ba* bei w*
ner 8uft unb fteiterm $immel bie ©ewddffe «nb bie
glufftgf eiten, welcfte fid) al« fünfte von iftten 33ldts
«rn ergeben, am Sage bem eteftrifdjen gluibo ju
geitern bienen, um in bet Tltmofpftdce •»<*»*»* 5U
«erben , unb baß nad) Untergang ber 6onne b.e
jBlÄtter, beten tfnjicftungSfraft burd) iftre gormen
unb iftre t>atb ■ ibioe!e?ttifd)e Giflenfcftaft vermehrt
Wirb, eS biefem gtuibo leicftter machen, fid) in ben
©oben iu begeben, inbem es feinen (Beg buteft bie
©ewdcftfe nimmt. 3* habe jum »eweiS b.cfer
Meinung eine ^engc Betfucfte gemadjt unb genu=
gtnbe Mefuttate erhalten. 3* »10 ftiet biefe Vet=
1A ,e nid)t auSeinanbet fe|cn, fonbern nur «nfüft*
ten, baß man gegenwdetig bie *«affc b* eleftrifcften
gluibumS auf bie Verbünffung beS ®affetS, fo wie
auf bie 3etfebung beffelben, wenn jene« gluibum
ftinburcftfftdmt, nieftt idugnen fann; baß et aber bie
entgegengefcfjte (Bitfung ftetrorbnngt, b. ft- W «•
•) 3bioeteftrifd)e Äbrper nennt man biejentgen, weldje
burtb’S Steiben elettrifirt »erben, unb ftd) bem ®unfts
gange beS elettrififten gtuibumS »ibetfe|en; anelefs
trifdje Ä&rpcr aber biejentgen, »riefte man burd) ®e*
tüfttung elettrifirt unb auf »elcften fid) biefeS glut*
bum mit Ceicfttigteit be»egt.
il e t e i.
baS (Baffer wieber fterfiellt , babuteft baß ftd) ba$
©auerffoffgaS unb (BaffctffoffgaS auf’« neue mit
einanber petbinben, wenn es einen gunfen giebt;
man fennt aud) feine ©igenfeftaften , 5. S3. bie ©aus
ren unb baS flüchtige TClcati ju bitben , bie ©dftrung
aufjuftatten unb ju befcftleunigen u. f. w. ; enblid) ftat
man aud) bewiefen, baß es eine feftt fiarfe SSirfung
jur ©eite ftat.
©0 frdftige ©igenfeftaften an einem gluibo,
baS regelmäßig burd) bie ©efdße ber «Pflanjen fid)
ergießt, fowoftl in bet einen als in ber anbetn Micfts '
tung, wdfttenb baß es ftd) in anbern Sftetlen ans
ftdufen unb fefffe^en fann, fefteinen mir baffelbe für
eine ber mdcfttigffen Ärdfte ber Vegetation erfldten
5u muffen; bod) ieft feftre wiebet ju ber Porgelegten
grage s«tud.
3u alten Beiten ftat man baS (Baffer für eins
bet wefentlidjjien (Jrfotberniffe bei ber Vegetation
angefeften-, alle übrige Ätdfte permdgen nicfttS oftne
baS (Baffer, welcfteS ben ©e.vddjfen in meftr als ei*
ner «fjinftcftt unentbeftrlid) iff:
1) bie Elemente, woraus baffelbe befieftet, bil*
ben burd) iftre Verbinbung mit anbern ©runbs
ff offen bie feften Sfteile ber ©ewadjfe;
2) baS (Baffer nimmt anbete ©tunbfioffe, aus
«elcften bie «Pflanjen befleften, ober tftte Ve--
ffanbtfteilc in ftd) auf, welcfte eS auftofet ober
fcftmebenb in fteft entftdlt unb in bte perfeftiebe*
nen Sftetle bet $flan5en, Permdge feiner Ves
»egungen pon ben (Burjeln s« *>en SSldttern,
unb pon ben Vldttern ju ben (Burjetn, Pom
Umfange jum (Mittelpunfte, unb ccm (Mittel*
punfte jum Umfange füftrt ;
25 I u m i ft e r e i.
i33
3) Sa eg mit bem eleftrifchen Sluibo nahe ver?
wanbt ip, fo erleichtert eg ihm ben Uebergang
in alte Steile bei ©erodc^fe ;
4) fitcfjt eg i^nen ben ©rab bet SGBdtme gu er?
halten, ber if)tten notbig ip, entroeber inbem
eg ihnen SBarmeffoff aug ber ©rbe wafjrenb beg
SBinterg gufübrt, ober inbem eg ihnen folgen
wdfjrenb be6 ©ommerg entgieht, wenn eg aug
ber 9>ffange in Sünpen entweicht.
Sag SOBaffer ip alfo gur Vegetation unent?
behrtich. $ieraug ergiebt ftch bie S^ot^wcnbigfeit
beg Vegiefeng, wenn eg fehlet, ober wenn eg in
Heiner Quantität in ber Grobe vorhanben ip, wnb
«um bie Vegetation befchleunigen will,
£>ie $)ffanget muffen fchon frühgeitig biefe
S^othmenbigfeit beg Vegiefeng, ^auptfdcf>licf> in
warmen gdnbern, fühlen; auch fchreibt ftch baffelbe
aug bem hochPen 2f[tertf)um her. Allein man cnt=
bedte halb, baf nicht alleg 2Baffet in gleichem ©rabe
ber Vegetation gutvdglich war, unb nicht alle ©fun?
ben beg Sageg bei’m Vegiefen feinen Unterfdpeb
machten. Ser Verfcfciebenbeit beg Söafferg ip be=
reitg oben gebacht. SBag aber bie Beit beg Vegief?
feng betrifft, fo beffimmen unterrichtete ©drfnet bie
©tunben beg Sageg, in benen fte ihren Spangen
5Baffer reichen, nach bet Semperatur. Siefe Ve?
pimmung ip gu ihrem ©ebeihen gar nicht gleichgül?
tig. Sßirflich haben bie ©onnenprahlen in ben er?
Pen Sagen beg grühlingg unb gu Gfnbe beg $etbpeg
«me fdpefe Dichtung, pe etwdrmen bie ©rbe wenig
unb bringen nur eine fchwadbe Verbunpung f>er»or.
Sie 5Pacht ip fühl unb oft fo fall, baf p$ bie
Sünpe beg Sttorgeng verbieten unb einen weifen
Jfortf. bei 21, 2. ©art, ffllagaj, V, SSb, 4. ©t, 1821.
5Heif bilben. SPJan muf alfo bag Vegiefen noth*
wenbig einige ©tunben nach Aufgang ber ©onne
vornehmen, bamit fte bie übermdfige geuchtigfeit
bet Spangen unb felbp ber ©rbe an ftch gieren
fonne, fo baf bie Äühle bet Stacht unb hauptfdch?
lieh biejenige, welche bei Aufgange ber ©onne ©tatt
pnbet, nicht fdjdblich werbe,
Sßenn aber auf eine milbe Semperatur eine
brennenbe £ifce folgt, fo würbe bag Vegiefen beg
SDforgeng wenig VJitfung thun. Sie ©onne würbe
b«g SBaffer, bag man mit einem Steile ber Vah?
runggpoffe, bie eg im aufgeloflen 3upanbe ober
fchwebenb in fich enthalt, verbreitet hatte, in wenig
©tunben non ben Spangen ebenfo wie non ber
ßtbe auffaugen. ©0 fonnte bie dufere £aut (©pi?
bermig) ber «Pffange , auf welcher ftch Vkfferfü?
getchen befdnben, verbrennen, bie ©ewdchfe wür?
ben in einen leibenben 3upanb verfefct, matt unb
fraftlog werben unb ben übrigen Sag verwelfen,
unb bie Viühe beg Vegiefeng Ware reiner Vetlup.
Vei biefet Sage ber Singe muf man beg 3fbenbg
begiefen, weil ba bag SÖaffer Beit hat tiefer in ben
Voben 311 bringen big eg gu ben SSBurgeln fommt,
unb bie fPPanjen, inbem fte biefeg Baffer mittelp
ihrer beiben ©rtremitdten an ftch giehen, wdhrenb
ber 3fbwefenheit ber ©onne Beit haben eg gu oerat?
beiten unb aug bemfelben bagjenige, wag ftch i« if)s
rer «Nahrung eignet, hetauggugiehen.
#at man bei’m Vegiefen nach dienlichen
©runbfdfcen verfahren, fo hat eg grofe SCBirfungen
auf bie fangen unb befchleuniget ihre Vegetation;
aUein fo forgfdltig audh ber ^ffanger verfahren mag,
fo fann bag Vegiefen bod? nicht bie milben unb
S
ftuftttonn Kege« im MM* «nb ®ommet et5
(«I*«. ©Jan wirb bie Utfadje leicht entbecfen, wenn
man ba$ 0?eSenwafTet , bie etfcbeinungen, welche e$
fcei feinem gail begleiten unterst, unb bie ©cunb.
fd^e bet Vegetation, bie icf? oben auftefWlt l>abe,
bamit »ergleich-t.
£5a6 fKegenwaffer tft ba« Grgebmg Mn Süit*
ntI«e fi* »» ®air« uni. Kt €*« ««•»«
iaUn, „„t, II,, ««41«» P« i» »« *“f‘ ”“bid,,,t
tvotlen |fn», 8u »»«« «<*<"' <"* baS * M 6"’
ti„ erhalten «5nnt,n. ®i«ft »&>«< aber haben I«
ftinfttn Sh««*," ' •«9«‘rt,l,W" “”b
rai„„alif*<r ©ubflanstn, bi, ft, int oufs'lSrtttt 3».
ga„te halten ««tun mit ii4 in bi, »mof|it)4„ ««■
„ommen. Snb.m fi, «un auf bi, Stb, unb b„
®,n.«4f« sut&tf fallen , btinjen * «>f°
K4 niel, h*t,t»8>n, SE4«il<4«n, »'l<6> >“ b" S“f*
fdjwammen, mit fi4 *«*»• SKa» b,ät,if. l,.*t.
Io« ah,U4>« ««« ©ubilnnjen, bi, ft> *1™ f™‘< “>«
fi, fi* in bi, Cuft etbeben unb bann f4»«6«nb bl«,
ben, ft* inbem sfindls^en 3uftanb, fit bi. »<««•
tatton befinbeni baf ft, l«i*t in bi, ©aft9,fäf, bttn,
s,„ unb batin atttulinn, unb ba« fi,
TO„b„. butfnn, um ,« »eftanblh,«," bnfetbm
wetben. Sa« 3f,9enn.«ff,t «at alfo »ct anbetm
Soff« ben »etsug, W cS ltn Wa"!m ®,0J
tufibtt, bi, f.< !<i*<« unl> f"
bi, inner" ob,t in««« ?«««» bttfelb« «'*t «■>
flspfen, bet einfattäuna btt @,tta*f, unb b,m in.
n,tn Umlauf b,S ©afteS fein ^inbetni« in ben SB, 9
wra fSnnen. O« »««««- k"f"
gtunb, bat, tuttb n»4 ««SS« 1«* S<1“ t,f-
(tlb,„, weit e« She«4en b« *»ft unb ÄobMau«
mit \ii) fottfu^t.
fl e t c u
25ie ©erfut bat, men« fte bie Heb« unb ©e*
wddjfe befeuchtet , einen ©ang , ben bie ©dttnet
fd)!ed)terbingö nicht nachahmen fdnnen. «Sie »er*
breitet baS ©affet gleichförmig in feinen Stopfen auf
bejc @.tbe unb auf allen dugern 3:t)ceUn bet ©ewdchfe,
unb fte tfeut e$ in langeret ober futjeret Seit- ©ie
©tbe «erfc&lutft e« n ad) unb nach eben fo wie bie
fangen, unb biefe ledern haben nicht nut S«»t
ju »ecfchlingen , fonbetn auch noch einen grogeit
STheil baoon 5U ihrem fftufcen ju oerwenben, ehe fte
beffclben beraubt wetben.
Z>it q>flanger ^onuen nut butch ©af*
ferung befeuchten, obet inbem fte baS ©affet übet
oie Jansen, wenn fte noch flein ftnb , obet nuc
an ben «Stamm, wenn fie gto£ ftnb, giefen. 3m
ctfien unb lebten galle h«ben nut bie ©utjeln un.
mittelbaren 9iuben bauon; im Seiten aber bonnen
alle Sheüe bet ^flanje ©enu^ baoon h«^««, allein
biefet ©enufl ifl nut momentan. £ie 3eit erlaubt
ben ©ärtnern nicht, ba8 ©affet ttapfenwei^ auf
alle SEtjeile bet ^flaujen %u giegen. Sie fdtttgen fte
in einigen Secunben, fibetfdjwemmen fte gewiffet--
magen mit einet 5Äenge ©affer, ba8 tuefweig auf
fie fallt, unb, wenn fte bamtt fettig ftnb, fo wet=
ben bie^flanjen, bie ftd> nun fetbfl äbetlaffen blet*
ben, halb wiebet an iht™ augetn Shetlen ttoefen
unb fonnen bann nut fovtel »on bet glöffigfeit be.
nuben alt baoon .gu ben ©utjeln fommt. ©a man
nur ben fleinen ST^eil be« etbtcid>6, bet ihre Stdn.
9el umgtebt, butchndgt, fo fann ««c bet bafelb(l
beft'nbliche X^eil bet ©utjeln etwa« baoon einfaugen.
©ie ^flanjen genießen alfo futjete Seit unb auf
mentget Seiten in iöetracht bet gregen Vdume baf
SBaffet vom fSegiegen al# ba$ 9leg«mvaifer,
1 35
23 Itxmifteret.
9?egm robb t>on ©offen begleitet, reelle
bie weißen ©ottnenjfrablen futudwerfen ober brechen
tmb verbinbern , bap bie ©rbe eben fo wie bie 9>flan»
i«t liiert fo fiele bavon befommen. Sie ©arme
ifl frfjrcac^er unb bie tfnjiehunggfraft bec ©onne
toirfr nicht fo feht auf bie in ben ^flnn^en enthaF
tenen Sffuffigfeiten, Um ftch bavon ju uberjeugen,
barf man jid) nur an einen Verfud) von £aleg
»rinnern. Siefer ©eiehrte bewiep baburd;, bap er
eine 38 gup lange 9iof>re auf einen fenfreebt fiebern
ten Weinreben , wovon er einen S£f)eil abgefefmitten
Ijaite, befefiigte, bap wenn ber ©aft in bet Slobre
fiieg, wenn eme©o(fe, weld;e bie ©onnenfirablen
auffteng vorüberjog, ber ©oft in einer Minute um
einen 3o(l fiel, ©g jfi nif0 auggentaebt, bap, wenn
bie ©olfen bie geraben ©onnenfirablen auffangen,
ber ©aft nicht fo fchnell fhig,t unb bie Tfugbunfiung
ber $P flanken fchrcdcbet ifl. Sie ^fTanjetr haben aFo
mebr3ett auf bag ©affer *u wirfen, um ftd, einen
Sfjeit beffeiben jujueignen, unb ihm affe bie (Stoffe
bie eg im aufgelof’ten 3«fianbe enthalt $u entheben,
tf>e eg verbunfiet; ein anfcerer Vortbeil ber jur Be=
fcbleunigung ber Vegetation abjwecft unb beffen bag
gewöhnliche Begiepen ftd) nicht $u erfreuen hat,
wetd)eg inggemein bei unbebeeftem £immel ©tatt
finbet, unb weicheg bie gropeit ©drtner oft tfjun
mfiffen, wenn bie ©oimenfftablen noch ^raft haben,
weit eg ihnen an Seit fehlt, um affeg bei ©ennen*
Untergänge $u begiefen,
fdje Sluibum algbann freier in feinen Bewegungen
ifi. 3um Beweis biefer Behauptung will ich einige
Shatfadhen anfuhren. ©rap füllte ein ©efdp big
an ben S?anb mit ©affet an unb brachte nahe an
baffelbelbe eine eleftriffrfe 3?ohre; fogleich bilbete ffd>
non bem ©affer eine fleine fegetfeemige ©rbobung,
aus beffen ©pi&e ein Sicht fuhr, bag in ber Sun*
fetheit fel;t pchtbar war. ©g nahm fleine ©affer;
theitchen von ber ©pi|e ber ©rbobung fchnell mit
fort unb juweileit erhob frdf> aug bem Äegel ein fehs
bunner ©affetßrabl, worauf, ftch ein feiner Sunfi
oerbreitete.
Sie ©feffeieftat, fagt ©auf für e in feinen
Steifen über bie 2flpen, ifi bei fiurmifeben ober tru=
ben ©etter fehr unregelmafig, bei heiterer ©itfes
rung aber fcheint fie fich nach gewiffen Siegeln ju
richten. ©ie iff gleid) bem SWeere ber ©bbe unb
gluth unterworfen, bie fie in Seit von 24 ©tunben
iWeimal fiergen unb fallen Idpf. Sie Momente ih--
rer gropfen ©tarfe erfolgen einige ©tunben nach
©onnen--2fuf: unb Untergang, unb bie, wo fie am
fchwdchffen ifi, ffnb bie vor 2fuf = unb Untergang
biefeg ©effirng. ©ag bie Befchaffenheit biefer ©le U
tricitdt betrift, fo ifi fie unoerdnberlich pefrtiv, fo;
wohl im ©ommer alg im ©inter, bei Sag unb bei
Stacht, im ©onnenfehein unb Sf)«u, affemal wenn
feine ©olfen am Fimmel ffnb u. f. w.
©enn bag eleftrifcbe f?luibum eing ber torjug*
lichfitn Mittel tfi, welche bic gjafuc Ju £„oorbrinj
gung ber ©Meinungen bei ber Vegetation anwem
bet, fo hat bag Slegenwaffer in biefer £infitf)t einen
grofen Vorzug vor bem Begiepen, weil bag eteftri *
^aleg bemerft in feiner ©tafif ber ©ewdchfe,
nach mehreren Verfuchen um bie ©tarfe beg ©afteg
unb feine £obe ju meffen, bap wenn ber ©aft an
jebem Sage feine gropte $fye erreicht hotte, fo fiel
er immer gegen Mittag. ©ar ber Sftitfag fefjc
fühl, fo fiel bet ©aft nur von 11 Uhr ober
S 2
vom
Slumijietet.
136
Mittag biS um 2 Uhr; war ec aber fehc «arm, fo
fteng bet Saft non 9 ober 10 Uf)t beß Borgens an
ju faßen biß um 4, 5 ober 6 Ut)c beß2fbenbß; I)iet=
auf fteng ec an ju (teigen, nad;bem ec 1 ober 2
Stunben ftiß geftanben I>atte; fobann fiel ec, unb
hierauf flieg ec beß Borgens fchneßet unb t)of>ec
als in bet ganjen übrigen 3«»t beß £ageß.
5Benn man bie SSerwanbtfchaft beß eleftrifchm
Stuibumß mit bem UBiffet unb bie SdjwierigfeU
ten fennt, bie cß bei feinem Surdjgange burch bie
2uft erfäbtt, fo begreift man bie ^Bewegungen beß
Safte« leicht. 3uforbetfl ft'eht man auß bem erften
gacto bie Sßirfungcn beß ele!lcifd;en Stuibumß auf
baß SBaffec : eß (leigt über feine Spiegelfläche in
bem tfugenblicfe, wo man ihm einen Äocpcr ganj
natje bringt, eß mag nun ber Äorpec ober baß SBaf*
fcc eleftriftct fepn. SSerucfadjt bie Sonne baß 2f uf-
fteigen beß eleftrifchen gluibumß, wä(;renb baft fte
übec bem ^»orijont erfdjeint, fo mu(j biefeß Sluibum
ju einem tjotjevcn Stanbe btß Safteß beitragen,
welcher ihm jttm Setter bient, um fid) in bie l(t>
mofph^r« iu begeben. ©ß fcheint alfo burch biefeß
cinjige gactum leicht erftärlid), warum baß Safepn
einer 3ßotfe, welche bloß eine ober jwei Minuten
lang bie Sonnenftcahlen auffängt, ben.Saft tn
einet Minute um einen 3oß jurn Saßen bringt ;
weil bie Senne in biefer 3«t nicht unmittelbar auf
baß elcftrifche Sluibum wirbt, weld;eß burch feine
auffteigenbe ^Bewegung gegen bie Sonne baß Steigen
beß Safteß mit oerurfacht.
Sagegen bemüht ft <h Sauffute burch feine
«Beobachtung ju beweifen, ba(j bie Sonne eß fep,
welch« butd; ihre tfnjiehungßfraft fcaß eleftrifche
Sluibum jum Steigen bringe. S3ei heiterer SBitte*
tung erfolgen bie Momente ihrer grämten Stärfe ei*
nige Stunben nach 2tuf unb Untergang bet Sonne
unb am fchwächften ift fte in ben Stunben not 2fuf*
unb Untergang biefeß ©eflirnß. Sch glaube baß ift
leicht ju erf täten. SBenn bie Sonne aufgehet, fo
hat f ich bie 2ftmofpbäre eines Sheil$ beß eleftrifchen
Sluibumß entlaben, unb bie ©tbe hat aßeß, waß
bie 2ftmofphäre oertoren hat, gewonnen. Sie Son*
nenflrahlen, welche bie (5rbe unb bie ^flanjen ju
befcheinen anfangen, fe&en baß eleftrifdje Sluibum
in ^Bewegung unb Sünfle, bie oft fo verbietet (tnb,
bajj man fte feiert fann, fangen an ftd) über ben
SSoben ju geigen ; allein bie Strahlen ftnb noch ju
fd;täg unb ju fchwach, alß bafj fte biefe Sünfle unb
baß elcfttifd;e Slnibum ju einer beträchtlichen S?ol)t
erheben fännten , folglich mu(j baß ©leftrometer,
welches oor 2(ufgang ber Sonne eine fet>c fchwadje
ßleftricität anjeigte, einige 3eit nachher eine flarfe
««geben. So wie bie Sonne ftch über ben $orü
jont erhebt, erwärmt fte bie Uftmofphäre, oerbünnet
bie Sünfle unb bringt fte nad) unb nach eben fo
wie baß elef trifdje Sluibum jum Steigen, unb baß
Cfteftremeter rmifj einen fdhwächern ©tab bet ©lef»
tricität jeigen, nicht weit weniger baoon in ber Suff*
maffe norhanben ifl, fonbern nur tn ber untern
Schicht, wo man ihren 3uflanb mit bem ©leftrome*
ter erforfchl.
Sa bie Sonnenflrahlen bei’m Untergange bie*
feß ©eflirnß fchiefer ftnb unb ihre Äraft oerlteren,
fo »erbitten fid; bie Sünfle oon neuem, fte fenfen
ftch alfo wie baß eleftrifche Sluibum, «nblich faßen
fte auf bie ©tbe jurücf, unb baß Safepn beß Slui»
bumß wirb »on neuem metflich, mittetfl beß ©tef*
rometerß, baß man hmetntaucht.
33 f u m i ft e v e i,
SDie von angeführten Shatfadjen follen
beweisen, baß bcv ©aft fein ßmporfleigen jum Sf)eil
bem cteftcifd>cn glutbum verbanft. (St fagt: bei:
©oft fleige nad) Aufgang bet: ©onne fchneller unb
f)6t>ec al« in bet gangen übrigen 3eit be« Sage«;
allein auch ju biefer Sage«jeit ift bie Grrbe mit bem
eleftrifd^en glutbo mehr angefüllt, baß eine größere
Sttenge bavon emporfteigen fann, unb baß e« fo'g=
lief) mit mefjr ©tdrfe auf ben ©aft wirfen muß.
tiefer Einfluß muß abnehmen, wenn bie ©arme
junimmt, fo baß fie bie £)ünfle vetbünnt unb fte
«benfo wie ba« eleftrifche gluibum ju einer großem
4)6§e ergebt. 2luch t>at biefer ©elehtte bemerft, baß
ber 3eitpunEt, wo ber ©aft ju finfen anfieng, von
ter großem ober geringem ©tdrfe ber ©onncnfrrah=
len unb folglich von ber ©atme abhieng. 2lm
2lbenb hingegen verhielten fiel) bie in ber 2ltmofpl)dre
verbreiteten fünfte, unb ba fte mit bem eleftrifd)en
gluibo angefjauft ftnb , fo bewirfen fte eine 2lnjte*
f>ung be« ©afte« unb heben ifjn empor, bi« fte ftd)
auf bie 6tbe fenfen.
^aleö fugt Ijinju: mäßiger Siegen unb mäßige
SBdtme nael) einem troefenen Sage brauten ben
©aft am folgenben Sage jum ©teigen. 2lnf!att
alfo Mittags ju ftnfen , flieg er nur langfamer.
50?an begreift, baß, ba ba« ©affer ein guter ßeitet
beö elefttifdjen gluibum« ifl, ber Siegen bie (Srbe
ntd)t nur befeuchtet, fonbern aud) noch überbieß mit
bem eleftrifdjen glutbo gefchwdngert hatte; ba alfo
bie Grebe ben fPflanjcn eine größere SJIenge ©affet
unb eleftrifche« gluibum abgeben fonnte, fo fonnte
ftd) bet ©aft in benfelben leichter erneuern unb ju
SWittage ju fleigen fortfafjren, wa« fonfl bei ge=
wohnlicher SSitterung nicht ©tatt ftnbet, S7?an wirb
*3?
bemetfen, baß bie ndmlidfe ^rfcheinung «ach bem
Siegen bei ^Donnerwetter wwberfehrt, unb baß in bie;
fern lebten galle bie Vegetation noch fdjnellet von
©tatten gehet, lieber biefe Befchteunigung barf ftch
fein ©drtner wunbern, ber bie ©itfungen bc« elef*
trifchen gluibum« fennct. Cft begreift vollfommen,
baß c« fo viel wirffamer fepn mußte, je mehr ti
in Bewegung war. ©8 wirft alfo fldrfcr bei Sie;
gen als bei troefener Witterung, weil e« freiet in
feinen Bewegungen ift.
©teilt man nun nach tiefen Shatfachen eine
Vergleichung jwifchen bem Siegen unb bem Begießen
an, fo wirb man wohl einfehen, baß ba« ©affer
bei m begießen bie Vegetation unmöglich fo befchleu--
nigen fonne wie ber Siegen, felbft wenn man ftch
be« Slegenwaffer« baju bebienet, weil biefe« ©affet
ba e« nid)t mehr mit bem cleftrifdhen gluibo ge*
fdßmdngert ifl, nvd) von anbern Umftdnben begleitet
wirb, welche bie ©itfungen be« Siegen« vermehren,
weiter feine Vortheile haben würbe, al« baß e« bün;
nete 9Ial)rung«theile, bie jloblenfdure enthalt unb
bamit eine günftige Scrr.peratur veebinbet, Vortheile
bie ihm ben Verzug vor anbem jum Begießen ge*
ben, wovon eg aber einen Sheit verliert, wenn man
lange wartet ehe man ftd) feiner bagu bebienet.
©iebt eg ©ittel, bem ©affet jum V t-
gießen jene ©igenfdjaft be« Siegen«
mitgutheilen , reelle bie Vegeta*
tion befdjleuniget , unb welche finb
fi e ?
Beträfe bie grage nur bie Befchleunigung ber
Vegetation bei Verfugen im kleinen, fo würbe ich
SBlutnißetet.
138
f it bejahe» , »eil ttfttt Hefen 3»«<f baburt* erregen
fonnte, baf man ben ©aamen in 3B«ffev eimreidjte,
tvelcheS man pofitio eleftrifirte , wdhrenb bet ©aame
tarin büeb , ober baburd), baf bas Söaffcr sum S5e*
Siefen mit ein wenig 33taunjfein = £ppb ober übet*
faurer ©aljfdurc gefofrwdngert mürbe, ferner babutd),
baf man bie SBurjeln ber ^ (fanden wdhrenb beS Sa*
S«ö pofitio eleftrifirte, ingleichen baburd), baf man
bie ©pigen bet ©tdngel unb Steige t>on ©onnen*
Untergang bis ju ihrem Tfufgange pofttio eleftrifirte.
JDiefeö Verfahren würbe ben Grigenfcftaften beS 5Baf*
fers jum S3egiefen mehr Energie erteilen.
SQiU man aber im ©cofen »erfahren, fo wer*
ben bie ©d>wierigfeiten unuberfteiglid) »egen beS
)foben ^reifes ber ©duren, bet Srpbe unb ©al$e,
bie man mit bem «Eßaffer jum S3egiefen nermifdjen
müfte, um ihm bie Äraft jur »efchleunigung ber
SSegetation mitjuttjeiten. Sd> fllaube n«c, man
tonnte bie 5Birfungen beS SöafferS, baS man jum
SSegiefen brauet, uetfidtfen , wenn man 2fbenbS
furj vor Untergang bet ©onne in ben Soben, ben
man begieft, 20 bis 25 lange ©langen aufridjtete,
übet welche oben ein eiferner ©tab fjinauSreidbte, bet
fid) in 3 «ergolbete ©pi&en enbigte, mit einem <£i*
fenbrat^e, bet fo lang als bie ©tangen tvdte, unb
biefen müfte man etwa einen $uf tief in ben Soe¬
ben ftccfen. Sie ©pifcen würben baS eleftrifdje
gluibum ron Untergang bet ©onne bis $u intern
Aufgange an f td> jieljen unb in biefer Beit mufte
man bie »etbinbung be(felben mit bet @rbe aufhe*
ben, welches leid)t wate, wenn man ben Öifenbrath
in 3 aitjeitc tbeilte, wooon bet obetfie bis 4 §uf
tom fSoben Verabreichte unb ftch in einen Sving en*
bigen mufte; ber jweite nur 2 §uf lang, mufte an
briben Crnben «fjaefen haben, unb ber britte, welcher
einen guf tief in bie (5rbe gefieeft wirb, mufte 2
guf über bie <5rbe heroorragen unb an feinem obern
(5nbe einen Ofing haben. 5SoÜte man nun bie ©tbe
unb bie ©pifcen in »Berbinbung fefcen, fo hienge man
ben 2ten Sheil beS SifenbratheS mittelfl ber 4>acfen
ein, nähme ihn aber wreber weg, wenn man bie
Gommunication aufliebcn wollte. Sn ttoefenen 3ahs
ten würbe man nun leicht übet bie Söirfungen jener
©pifcen urtheilen formen, bie mir feht gute Sienfie
gethan haben; allein ich habe fie nur einmal ange*
wenbet, inbem ich S»t SSergteidjung jwei Portionen
erbe non gleicher SSefchaffenheit mit einerlei ©aa=
men befdete unb ü6erein begof; welche enblid) fei»
nen anbern Unterfdjieb geigen würben als ben, baf
man 6—8 ©langen in ber einen aufrichten würbe,
wäh«nb in ber anbern gar feine wäre,
r (Sulfur*
»39
Gfjaröf tttiftif bet £)&fis@örfen,
% e P f e f.
® * t X 0 t he Ä u r $ fl i e l *),
Swnj. Courtpendu rouge.
( SDfit 2fb6ilbting auf Safel 23. )
$ x u d) t,
^ ifl biefeS ein mittelmäßiger großer Tlpfel,
beffett größte 23reite in bie «Kitte feiner #of)e fdlft,
Wad) bem ©tiefe * in, nimmt er etwas ab, unb
tunbet fleh furj unb platt ju. £ier macht er eine
Vertiefung t>on großem Umfang, in ber aber nur ein
fett futjet unb fleißiger ©tief flecft, beffen Äürje
»eranlaßt, baß bas £ragf>ofj faflt ganj mit tn bie
Vertiefung hinein ju warfen pflegt, fo baf man
feen 2tpfel, efye er nod) nicht recht reif ifl, faum Pont
Stiele ablofen bann, unb efjec bas Stagbol* unb mit
if>m bie Hoffnung einer funftigen Frucht an benfef,
ftd> Pernichten laßt. ©ehr oft finbet man jwei
«tPfel an einem fünfte beS StagholjeS angewachfen,
t»ie aufSf.22. Kacf) berVlume ^ttt nimmt er etwa*
mef)r ab unb runbet ftch furj $u. Bie Vlume be--
finbet ftd) in einer mäßigen Vertiefung , ifl ffein
unb bet ©rern bebecft bie Beffnung nicht gan|.
Siefe ifl flein, enge unb aac nicht tief. Bie £6fe
beö 2fpfef6 mift 2 Soff unb bie Vreite 21 Soff,
ßr gehöret in ber gormentafel $u 9lro. 5. ber 3ten
Slaffe ber tfepfetformentafel $u ben platttunbe«
2fepfefn. BaS ÄernhauS ifl fefjr gebrficft, un¬
ter bem ©tiefe beinahe ^erjfocmig aber unter bet
Vfume für* jugefpifjt. Bie Äernfammern ft nb enge
unb eerfcfjfoffen j bie Äetne fchroatibtaum, plattrunb
unb haben eine furje aufgefefcte ©pi|e. Bie garbe
be6 2fpfe(ö an ber ©onnenfeite ifl meiflentheif*
braunrotf), an ber oon if)t abgefebrten oraitgengefb.
Sn einer garbe fleht man bisweilen fehr oiele jer*
flceute gelbe ^unbtchen, bie einet Kabeffpt&e ftarb
unter bem Kothen hetoorffechen. Bie ©chaafe ifl
etwas darf, bas gleifch gart unb fompaft, ber ©aft
iwar nicht überflufftg aber pon einem fußanjiehen«
ben fldrfenben ©efchmatf. <?r wirb im Beeember
lagerreif unb bauert bis im 2fpri(, unb ifl gleich«
falfS ein guter Safelapfef.
-25 a u m.
) ®" 0Caut *»«af«el (Courtpendu gris) i
eretfä im Seutfäen Öbftgärtnee II. zt) eit, ©, SI4
obgebtfbet, betrieben, unb geliefert worben.
Ser Stamm ifl mittelmäßig flarf. £aupt=
unb Kebendfle gehen in fehr fpi&igen SBinfeln in
bie unb fe&en fleh gern guirrlicht an. Bie
140
£> b fi * 6 u l t u v.
Steige ftnb lang unb fcbwad) unb habet fcb«ebe nb.
£a$ STtagboli wecbfelt unorbentlid), Mt halb nabe,
ba!b ferne non einanbet unb ifl balb futj halb lang.
£ie ©ommetjdjoüen ftnb and,. furj unb fd)tvad ),
unb hoben fafl gar feine ©olle; fie ftnb auf einer
«Seite hellbraun auf ber anbern grüngelb, unb mit
jcirten fünften beflreut. Sie Ärone ifl flarf mit
Bweigen befe$t, fef)c" belaubt unb bilbet eine hob«
Äugel.
58 l a t t.
£a$ «Blatt bat feine fonbetlid)e ©rofe, unb
feine grbfte ©reite fdflt in bie «Witte feiner Sdnge.
@6 nimmt gleichförmig nad) bem ©tiele unb bem
2lnfanae ju, ab, nur baf e« bi« noch eine fcbarfe
©pi(5e^auffebet. Sie Wippeben Men enge, ftnb
ober unorbentlid) geredet, unb laufen ftumm unb
ungleich bem Wanbe *u. 2fuf biefen flehen fcbarfe
Bacfdjen , bie ihre Wichtung nad) ber ©pi^e bin &a*
ben. Sie gatbe be« ©latte« ift bunfelgtün.
©i cf ler.
S(,p«umjud)t im ®6m 6tet Gomi*
tat, in Ungarn.
Satf ft d) ttgenb ein 2anb, manche« ger5ufd)=
lo« gebeibenben ©uten , mit irgenb einer 2lrt Wed)t*
lichfeit rühmen: fo ifibief wohl 9anS unflreitig ton
bem Äonigreicbe Ungarn »abr. ©inen »ewetf
liefert baju aud, bie febr nerftdnbig unb flei^S be--
ttiebene £>b {Iba um jucht im ©omorer ©omitate,
tronon bilbet nur in ben vaterlSnbifcben ©Intern
1810, ©eite 37, eine feb« futjeWotij notfam. 3m
3abre 1796 ndmlid) bilbete fid) in bem 3ol«naet
Sbole ein pomologifchet ©ecein, welch« 12 3ab«
barauf 1808, fd?on 67 «Wifgliebet jdbtte. Sen er*
flen Snpulö baju gab ber Wector unb erfle 2ebtet
an ber enangelifd)en ©ütgerfdjule ju 3ol«na,
^>ert 3 0 b a n tt «Paul ©jetnoef, bem fid) gleich
Anfang* bet fleißige unb ^ermögliche ©urger ©a*
muel © 1 6 6 5 beigefeUte; unb ba« Unternehmen
butch ©elb unb Sbat unterfiüfcte. ©« fd)lugen fid)
noch mehr «Wannet baju , worunter Ulnbtea«
©obadf, Qllev anbet ©tejanoeip unb Sahnet
genannt ju werben oerbtenen. 5Wit grofem 2luf*
roaub liefen fte junge ©tämme unb «Pfropfreifet non
2Cepfcln . ©irnen, Pflaumen, Äirfdjen, 2lprifofen,
fomobl au« mehreren bet ootjüglicheten ^flanjungen
in 5Bien, Sfen, «Peftb «• f- »•* al6 aud> au*
ben ©arten ber berühmten au«ldnbifcben pomologi*
fdjen ©chriftfleller, ^tebiget © b r i fl unb Siel,
fommen, fo baf fte balb barauf fchon 53 eble ©ot*
ten Tlepfel, 53 ©orten ©itnen, 15 ©orten «Pflau*
nten, 12 ©orten Äirfd>en unb 3 ©orten tfprifofen
aufjuroeifen batten, ©in nicht weniger al« 3 7<208
Älafter grofeö, norbin gdnjlid) unfruchtbare«, mit
wilbem ©eflrüppe bewaebfene«, fleinige«, unb non
Wegenwaffetn an nieten Srten au«geböblte« ©e*
birge, bebecEte bie unermübet eifrige ©efellfchaft mit
uielen Saufenb Sbflbaumen tjerfd>iebener ©attung,
welche fchon lange bie f6fllid)flen grüdjte tragen,
©efonber« aber gebeifjert hier Äirf^en in grofet
sWenge unb non au«gefud)tem ©efebmaef. ©« giobt
Äitfchtn, wonon (nach ©erficbetung be« würbigen
«ßetfaffet«, be« Consp. reip. lit. in Hung., «£errn
eenior unb 3ol«oaer ^rebiget «CBalaösfp) fiebern
SDbfir (Sulfur,
jtfn ©tucf «in *Pfunb öuSmachen. 25iefc nunmehr
fo bepflanjfe ©trecfe, welche cin(i, wie gefagt, gar
feinen 2Bectf) ^attc , wirb nunmehr auf 17,000 gl,
geföa&t. Sie pomologifche Liebhaberei ergriff mäch¬
tig aud) bie grau beS genannten ©<huh «KeftotS
Gjernof; benn fie bcfchäftigte fich auch atS 2Bi;t*
we, unb noch gegenwärtig in ^weiter ©(je mit ber
jObffbaumjucht äußerfl fleißig.
(SS giebt allba noch 5W£>ei anbere, f feinere pomo*
logifche ©efellfchaften. —
hierher gehört audh: baf eS im fogenannfen
SSalogher Siflrift beS nämlichen GomifatS in meh=
wen Srtfchaften fchon lange Sitte ifr, bie ©ränjen
ber 2(<ferfetber, anfiatt ber (Steine, mit Säumen
i“ Zeichnen. Saf>er freden bie gelber ber @e--
meinben eine 2frt bon Sbjlgärlen bor. £ieß ifl ber
SaÜ in Lu f ob ijfpc, ^apocS, £>erencg, $ a*
bat, Satog, ©jplijlpe, ©eSjfeS, ^an*
fooa, Sebarfa, Schtina. 3m testen £)rte
machte (ich ber baftge ebangelifche ©chutreftor, Sa*
mu«I ©tephanibeS, um bie Sbffbaumjucht fefjtr
berbient.
2ß««n, ben 2 8- gebruar 1820.
Soh- b. GfapIobicS.
*ortf* *• *«*-®«t. ®ag. v.sts. 4. ©t. i821>
14t
3-
Heilmittel für ben sriger ober bic 3?aube
ber SSirnbaume.
. (JluS bern granj6(ir<h«n een .perrn $Pormentiet,
SBärgermeifler in engsten.)
Sie meiden Sbjlbäume, unb fmuptfächfich bie
SSirnbäume, ftnb einet jfranfheit auSgefe&t, bie man
insgemein ben Siget ober bie «Raube nennt. Siefe
Äranfheit wirb ton einem borhanbenen 3nfeft ber*
ahlaft, welches bie erfte *})eriobe feines Lebens ent-
weber in bem gafetjloff (^arenchpma) ber «Blatter
jwifchen ben beiben SSlattfeiten ober Membranen, ober
unter ber Sberhaut (©pibermiS) bet jungen $)flans
Sen subringt. StefeS Snfeft gehört $u ber ©attung
Diplolepis. ©egen ben Anfang beS gt&hlingS ber.
weilen bie SSeibchen biefer fieinen Snfeften, inbem
fte bon einem Platte jum anbern flattern , wechfelS;
weis auf einem jebeit berfelben unb legen in bie
©ubffanj beS gaferftoffs , mittelff ihres fpi&igen
25of)rerS ober LegefladjelS, eines ober mehrere (Sier;
ous biefem fommt ein ffeiner 2öurm, ber, weil et
fich mitten in ber, feinen SSeburfniffen angemeffenen
Sdahrung beftnbet, baoon mehr ober weniger biel
beruhtet. ©0 wie er nun bie CdahrungSfäfte, unb
febfi bie ©ubffanj beS «Blattes betfchlingt, wirb bet
SfKÜ beffelben, welcher anfänglich auStrocfnet, fo--
flleich Selb unb nimmt cnblich eine fcf>warae garbe
nn, welche bem Saume ein tcbteS tfnfehen giebt.
£>h«e Zweifel würbe biefer lebte 3«ifpunft unge*
fäumt eintreten, wenn bie Unfälle biefer jwat flei=
ne«, aber jahilofen geinbe ununterbrochen fortbauer=
t«n; es ifl alfo bon großer SBichtigfeit, baß, wenn
man bie ©ewächfe bor ihrem Sefuch« nicht fehlen
U
1*2
0 b {l * G
Um, man hoch wenlgffehs ben weitet« »«h««w*
gen eintjalt ju tt>un fuc^e.
golgenbe Wittel haben mit frdftige SSirfung
get^an. Wan nimmt alte gaffet, bie nichts mebt
wettb ffnb, t$ut in jebeS 2± ©Reffet burchgeffebten
Äalf, unb füllt ffe hierauf mit ©affet an. Wa<h
iÄ^n Sagen Stube gießt man es ab, feilet es butch
unb gießt wiebet fcifd&e« ©affet auf; baS übet
bem Äalf abgefldrte ©affet bringt man in ein $»ei*
tcö gaß unb tf?ut 4 ^Pfunb ©djwefel , 3 9>funb
©cbnupftabacf unb 2 $funb SabacfSffdngel, in«*
gemein Sldtterribben genannt, hmsu- 0*efen lluf*
9uß tdfft man 10 Sage flehen, japft ihn herauf
in ein anbereS gaß ab, unb gießt wiebet Äalfwaf.
fet batubet. SiefeS SSetfaf>rert wieberbohlt man fo
lange, als bet Äalf unb bie anbetn gnarebienjicn
bem ©affet noch j^ve Grafte mittbeilen fonnen.
sgiit biefet 3nfuffon, bie man ffdvfer machen
mu§ , fo wie man weitet in’S Saht fommt unb
bie ©urmer großer werben — weites gewöhnlich
gegen bie Witte beS 3uniuS gefdjiebet — befprengt
man bie Saume, unb wiebett>ob>U btefe Sefpten=
ftung, bi« man Met, taf bi« Snjeften in ihrem
©ohnfffce ftetben.
U ( t U r.'
©in halbes ©tutffaß tion biefet Snfuffon wirb
jebeSmal für 30 Saume mittler« ©udffeS h‘nte‘*
djenb fepn ; eS »erfleht ffch- baß man biefe Guan*
titdt nach Serhdltniß bet ©toße bet Saume oet*
mehren muß.
£)iefe$ ©affet muß man 'gleich nach bet Saum*
bluthe anwenben, unb baS Sefptengen wöchentlich
jweimal wiebetholen, ober auch öfter, wenn man eS
fut nothig halt.
3um Sefptengen bebient man ffch eines Wau*
m* ober Sunchet=^infel8; biefen taucht man in
bie Snfuffon, bie man in einen kirnet ober Sopf
fchüttet , unb fahrt bamit oon allen ©eiten übet
ben ©tdngeln unb jwifc&en ben Sldttern butch , fo
baß ffe inSgefammt non allen ©eiten naß werben.
(Sin Wann fann an einem Wotgen, obet melmeht
an einem llbenb, benn baS ifl bie fchicflid)ffe Beit
ju biefet Operation , oiele Saume bcnc&en. Wan
fann bamit fottfahten bis 3um Anfang beö ICuguff.
Sch halte biefe Wethobe für bie beffe, inbem
ffe Saume not ben uetwuftenben 3nfeften ju jebec
SahteSjeit »erwäget unb baS junge £olj im fc^d*
um ©acffSthum ethdlt.
©arten = SRifceltcn*
H3
@artett«3Kifceliett.
I,
Samuel $ a r f e 5,
über bie 2(mt>enbung beS gemeinen .Küchen*
©aljeö im ©artenbau *).
2flö SBiffenfchaft i{t ber ©artenban eigentlich
erfi mobernen UtfprungS. ©riechenlanb unb ba«
alte 3tom fannten il>n nicht; benn in allen «Jlach-
tickten oon Sabern, ©rotten unb 5ßafferleitungen,
bie al$ ©chmucf ifjrer @tdbfe galten , ftnbet fich,
meines SBiffenS, nichts, n>as an unfere mobernen
©arten irgenbwo erinnerte. SSie bie «Römer unb alten
Seutfdjen, bebienten ftcf> {War auch bie 25rifen ber
trauter unb gruchte, aber, nach ©trabo, nur
felcber, bie ohne tfnbau wilb in Reibern unb 5Bdl=
bern n>ud>fen. Unb fo bat man oft in grage gebraut,
ob bie fo t>ielfacf> befprodfjenen «Sabplonifchen £dn=
gegdrten nicht mehr auf eigentümliche baufunffte*
tifcbe 2Serfe, ober auf ©chauffellung ^'etlicher unb
foflfpieliget SSilbwerfe unb ungeheuerer ©olb= unb
©ilbergogen, als auf witflichen fftugen berechnet
gtwefen,
©<lb|l in bet tfuguffifchen 3««*/ af$ bie 3ta»
lienif^en «Seine allgemein gefragt würben, war
*) 2fuS bem fionboner Quarterly Journal of Science
and Arts.
bod), toie ftch au« einet oon ^liniu« erzählten
©efchichte ergiebt, wenig oon bem wahren «EBeinbau
befannt. $ liniuS erzählt ndmlich , bag ein be*
rühmtet ©rammatifer unter bet Regierung beS Si*
betiu« *) einen «Jßeinberg getauft, bet oon ben
oort'gen SSejigern fo oernachldffigt worben, bafj et
beinahe gar nicht« getragen; als nun aber et ihn
burch forgliche SBartung unb pflege fruchtbar ge*
macht, fo hatten feine Nachbarn, bie gar feinen
begriff oon einet folgen Sucht unb pflege gehabt,
unb beren SBeinberge mithin immer weit weniger
getragen, ba« «Wahrten oerbreitet, ba« gehe mit
3auber unb ^eperei ju — 3>lin. 14, 8. —
ebenfo geht au« oielfachen 3eugni|fen h?roor,
ba£ ©tauben.-, £rduter = unb ^fTanjen = Sucht ben
2flten ganj unbefannt waren. «BaS jte etwa bec
2frt nodh anbauten, würbe blof? p fwilfunblichm
Swetfen aufbewahrt; unb, wiewohl bie £eilfünf?*
ler Stieb baju hatten , war bocf> ihre Äenntnig bec
oerfchiebenen tfrten fehr befchrdnft. Sheophrajl,
*) Gin ober §wei Sahthuitberte fpäfer mochten bie SRbt
mec wo ht mehr oon ber SSehanblung ber SBetn&erge
oerflegen; benn um 278 nach ßhrtflo, erhielten bie
in SSritanien «Reuangefiebelten, als fte fanben, bag
manche Äheite ber Snfel fidh gut jum SBein&au eig;
neten, oom Äaifcr Erebus bie grlaubnif, SBeiit;
Poöe anjupfianjen unb Sßetn ju feltern.
« 2
i4+
© a 1 1 c n :
ein angefeh«»ttt <Scf;iift(!etter, bei fo rgfatti^ ^)flan»
Sen, wie Mineralien, fammelte, unb ju gotberuttg
bet 5ßiffenfdf)aft felbfl Sfeifen nad; 2fcg!?pten, 2Ies
thiopien unb Arabien unternahm » brachten nuc
600 Wirten jufammeit. Siollin aber fagt in feinet
©efdjichte bet Äünfte unb 5öiffenfcf>aften bet tflfcn,
Banb 3., baß, al$ in bet Mitte be$ fünfzehnten
SahthunbettS, auf Befehl «papfl Slifolau? be$
günften , eine Ueherfc(jung beö £heophraßifd)en
5ßerf$ gebrueft worben, bie tamaligen tferjte, viel*
leicht bie einzigen, »eiche ftef) um ^flanjenorbnuns
gen befummelten, bie S3efdjianf tfjeit bet 9>flanjen*
funbe fo ridjtig cinfahen , baß bcfdjtoffen würbe,
an ben £)rt en felbfl, weldje Sh«ophtttff unb
anbete 2flte angegeben, nähere Äunbe einjujiehen.
25a wären benn Steifen nach ben Snfeln bc$
Tfrdjipelagug , nad) ^5alä(lina, Arabien unb 3fes
gpptm gemacht worben unb biefe fo ergiebig gewe*
fen, baß im Anfänge be$ fedhjehnten 3^hr^un^et^
bie ©eiehrten mehr al$ 6,000 ^5flanjcit nad; Be*
fchreibungen unb Äupfern fannten.
Snbcß fcheint bie ^flanjenfunbe bed; erfl im
Anfänge be$ notigen Sahthunöert6 ba$ 2fnfehen
einet Söiffenfchaft gewonnen ju ha^cn , al? 2ub=
wig XIV., mit bet einem großen gütjlen jiemenben
greigebigfeit, Sournefott beauftragte, eine bota*
nifche Sleife burd; mehrere S5roninjen non Elften
unb 2fmerifa ju machen , ^flanjen ju fammeln,
unb naturgefthichtliche Beobachtungen überhaupt
anjuflellen. 3m S^h* 1700 erhielt biefet gtojje
Mann ben Auftrag, unb wiewohl ih» bie gurdjt
not bet *Pefl , bie bamalS in 2fegppten wütete,
fehen im Saht 1702 wiebet jut Slücfreife beflimm=
te, fo brachte et bod> fo viele neue ^flanjen mit,
-
SR i f < eUetf.
ba^ et 1,356 nerfdjiebene ©pecie3 auf$äf)len fonnfe,
biejenigen, feie er auf frühem Steifen gefammelf,
ungerechnet.
2fde ©uropäifche ©eiehrte waten auf biefe Grnt*
bedung fiolj, unb Sournefott galt für eine bet
größten ßierben gtanfeeich?. Sn (fnglanb aber
lebte ber treffliche 3 oh» 9tap, bet mit*- gleichem
Siechte gefragt unb bewunbert würbe, im ©runbe
.auch Sournefort norangieng unb gleich eifrig
bie spflanjettfunbe ju forbern jlrebfe. 25urch feine
Bemühungen unb methobifdje Stbnung be? ^>flatt=
jenreidjS, fo wie burd) Boethave’?, Sinne’?,
v^ubfon’? unb 2fnberet fpätete Arbeiten nahm
bie S5flanjenfunbe um bie Mitte be6 nötigen Saht»
hunbertö eine ausgezeichnete ©teile unter ben 2Bif»
fenfehaften in Europa ein.
©0 viel nermog Betriebfamfeit, non ©efd;macf
unb Bielfeitigfeit geleitet! 2Iber Gntbecfung unb
£>rbnung neuer fPflanjen war nicht bie einzige 2fu$;
beute be$ ©trebenä mehrerer großer Männer, bie
alle auf einen h°hen 3wed auSgiengen; benn mit
Äenntniß ber ^flanjen wud;$ auch ba$ Bebürfniß
non ©ärten *), unb nlö biefe in Aufnahme famen,
*) 34 weiß wohl, taß fdjon not ber Eroberung ber
SRormanncn ©ärten in ©roßfcrifannicn waren, bie ben
SKonchen gehörten; aber allgemein war biefet nü&»
lidje CuruS noch «ich t. 2fudj große Sßeingärfen gab
cS ba im i2ten Sahrhunbert. aBilßelm ton
SttalmeSburp fagt, baß bie SBeintrauben im
Zt>ate non ©loucejter nom fuße|ten ©efdjmacf
waten unb bie trejflichften Söeine gaben; aber auch
biefe waren ©igenthum ber großen «Barone, 3Jibnch<
unb 2febte; bie SSewohner im ©anjen hatten baeon
webet (St>ve, noch ©ewinn.
*45
(Satten* «RttceUen,
nfttc&e bte gup an ^>fTrttt5«»tattf<igctt unb ©arten*
bei?? allgemein in ganj Europa.
Smnit gewann ba$ gefellige unb bürgerliche
geben eine ganj anbcre ©epalt, unb ich jweifle
gar nicht, baß, wer jefct Europa burchteifen unb
bie§ auSfchließlich ju einem ©egenflanbe feiner Jot*
fchungen machen wollte , bet würbe ben Eharaftet
jebes SSolfeS mefjr ober minbet günpig ftnben, je
nachbem eS mehr ober weniger ©efchmacf für ©drt*
ncrei hatte. Sollte ich bie Utfachen, ber in ben
lebten jwei, brei Sahvhunberten aKmdhfig gepiege*
nen bürgerlichen S3ilbung angeben, fo wütbe ich
ganj gewiß bie Einführung ber ©artenfunp gleich
neben bie Erpnbung ber SSuchbrucfetfunf! feiert.
Denn ber SSefifc eines ©artenS milbert an ffch bie
wilbefie ©emüthSart, binbet an bie £eimath unb
verdoppelt ben Serth einer Sofmung ; unb wirb
feine pflege mit Eifer betrieben, fo gewahrt ft'e
nicht allein eine unfchulbige 83efcf)dftigung in ben
3)?ußepunben, fonbern lenft auch bie tfufmerffam*
feit non allen gemeinen unb unwürbigen ©tcebun*
gen ab.
Suffon, ber berühmte granjoftfehe üiafur*
forfcher, liebte feinen ©arten fo fehr, baß er barin
ein SuphauS anlegte , wo er gemächlich pubiten
fonnte. Dahin begab er ficf> früh um fünf Uhr,
unb war bann un$ugdnglich; $rin§ Heinrich non
Preußen nannte biefen Salbruhplafc bie Siege bet
9laturgefchichte. Der gefeierte 2orb SSacon nennt
bie ©drfnerei bie reinjfe menfchliche greube unb bie
größte Erquicfung beS SenfchcngeipeS.
®et nerbreitete ©efchmacf für ©drfnerei ip,
meines Sebunfens, eine fch«|hare golge ge*
piffeter, gartenbaulicher ©efeUfd&aflen , unb ich
jweipe nicht, baß in biefer v^inpeht bie ©chottifche
befonberS b>6cf?fl nu^ltcf; werben wirb. Da ich ju
ben ©liebem biefeS achtbaren Vereines fpreche, fo
werbe ich mich fehr freuen , wenn bie folgenben
öemerfungen unb gefammelten ST^atfachen über ei*
nen ©egenpanb , woran baS ^ublifum je&t niel
Tfntbeil ju nehmen ffteint, einigermaßen in 2fnbern
ben Sunfch weefen füllten, bie wichtigen ^weefe bet
©efellfchaft ju fordern.
Der ©egenpanb, ben ich mir ju erörtern unb ju
erfotfeben gewählt habe, ip bie tfnmenbung beS ge*
meinen ÄochfaljeS im ©arfenbou, unb ich werbe bie
verriebenen Zweige beweiben in folgenber Drbnung
betrachten :
1) ©emeineS ©alj, im gehdtigem «Berhdltniß an*
gewenbet, fdrbert bie ©efunbheif unb ba$
SachSthum bet ^panjen.
2) ES macht grudjtbdume unb eßbare ^panjen
untauglich ju guttec ober Sohnung für Sur.
met unb gnfeften.
3) Es ip eines ber witffampen SJettiigungSntittel
für Sucmet unb^nfeften, unb
4) es fann ebenfalls mit Wefcnflichem 9?u^en j«
Tilgung beS UnfrautS unb anberer fchablicheti
^PPanjen gebraucht werben.
3ur erpen tfbtheilung unfereS ©egenpanbeS ip
ju bemerfen, baß ber berühmte Dr. Darwin,
wenn er vom gemeinen ©alje, als Dünger für ©e»
Idnbe, fpricht, behauptet, eS fep ein 9?eij, welcher
bie pPan$lichen ©auggefdße ju mehr als gewöhn*
X46 ©arten*
liefet S^atis?eit auffovbe« unb in beehdltmfmd§iger
Stenge ih«« SBuch« befdrbere, inbem et fte fähig
mach*, irt einer gegebenen Seit mehr 9^at>rurtg aufs
junehmen, mithin ih«n Umlauf unb ih« Sfbfonbe*
tung mit größerer Kraft ju betreiben. <3ir 4>um*
pfjrtj £)aot> fdjeint nach bem, wa« er in feiner
gelbbauchemie fagt, auch für wabrfdjeinlid) ju f)aU
ten, „ba& gemeine« ©alj «15 junger wirf«, weil
bamit etwa« in bie «Pflanzen fomme, wie ©pp«/
pl)o«pf)orfaurer Kalf, unb Kaltm.
©iefe Steuerungen wirb man wobt 9«« gels
ten laffen; ba jebod) berhdltni$mdfig nur SBenige
fie mit eigener Erfahrung mochten belegen fonnen,
weil bi«b>er bet ©ebrauch be« ©alje« beim ©attens
bau ju wenig berucfpdjtiget würbe, fo burfte uiel*
leid)t biefer ©egenftanb am nufclichfien behanbelt
werben; wenn ber ©efelffdjaft juforberft bie ans
fd;aulid)e Ueberjeugung jener erfahrenen SJldnner
toorgelegt würbe, welche bereit« bie ©rgebniffe ihrer
SSerfudje mitgetheilt haben, h»««u8 aber bann Sol«
gerungen gejogen wfirben, wie ih« SKittheilungen
fie rechtfertigen fonnen.
Dr. 33ro wnrigg, ber im Sah« 1748 ein
fchdfcbare« SBerf über bie Kunf*, gemeine« ©alj ju
fertigen, hetau«gab, behauptet golgenbe«.
„©alj/' fagt er, „trdgt fef)r ju 95efrud>tung
ber ©tbe bei unb, wenn e« gehörig al« junger ges
braucht wirb, giebt e« bem Korn unb anbern fPflans
jen hinlängliche Nahrung, unb macht Königreiche,
wo e« jufaUig in SDSenge im SSebm ootf)anben ijl,
reich unb fruchtbar. " ©. 158.
#olling«heab, ein beträchtlich reicher #err,
ber fid> bei dhotle? in gancafhi« aufhielt unb
3Ki f c eil e ».
mehrere S«h« 23ctfud)e mit gemeinem ©alj, al«
Junger, machte, aud) oiel that, um ben5Biberruf
ber ©aljgefe^e ju bewirfen, gab einige Sah« t»ot
feinem Sobe eine f*hc anjiehenbt glugfchrift übet
biefen ©egenfianb herau«. Sn biefem SBerfe, wel*
djem id) viel ^Belehrung oerbanfe, erjahlt er, bafj
,,al« ben 2anbwirthen fd)led)te« ©alj jollfrei gelaffen
warb, Semanb bei dibble Wich in ßhefhi« im
#erbft feinen ©arten umgrub unb eine Quantität
flechten ©alje« mit bem ©rbreid) mifchte. Sm
folgenben grühling warb er, wie gewöhnlich, aufges
graben unb mit Kartoffeln bepflanjt. £>ie Gerate
f, bettraf bie tebhafeeften ©ewartungen. ©« waren
jwanjig Kartoffeln barunter, bie fechjig *Pfunb
wogen."
@« fonnten nod) mehr Belege für bie fegen«*
reichen SOBirf ungen be« gemeinen ©alje« bei’m Kar*
toffelbau gegeben werben; feiner aber ifi fo ent*
fdjeibenb, al« ber »on Dr. ©artw right im vier*
ten 35anbe ber Sftittheilungen an ba« Sfcferbauamt.
SSadjbem ein ©tue? ßanbe« worlauftg ju ben
SSerfuchen uorbereitet war, warb am 14, Sfpril 1804
ein Sheil in S3eete, eine $arb breit, unb vierjig
S)atb« lang, abgetheilt, wooon oier unb jwanjig
tjerfd)ieben gebungt würben; eine« hatte feinen
£> anger, funfjehn S3eete befamen ©alj, im SSer--
halfnijj einer ffiiertelmehe auf ba« S3eet. SC» benu
felben Sage würben alle mit Kartoffeln bepflanjt,
auf jebem ©ine SHeihe; unb um ben SSerfuch mög¬
liche genau «njujlellen, würben in jebe« S5eet bie*
felben ©dringe gelegt. Sfm 21. ©eptember würben
bie Kartoffeln gefammelt unb bet ©rtrag jeber Sfeifje
genau au«gemittelt ; worau« fich benn ergab, baf
in jebem, wo ©alj gebraucht Worben war, ein ein*
gigcS ausgenommen, bic 2(ernte ergiebiger war; fo
baß unter jef>n »crfchiebenen ©ungern, beren bie
meijien «on anerfannfer 5Sitfung ftnb, ©alj alle
überfraf , einen einigen ausgenommen; unb baS
33eet, wo ©alj unb 9?uß »erbunben worben waren,
trat baS ergiebigfte. 2fber ber feltfamfie UmfTanb»
ber mich auch beftimmt bat, biefen S3etfuch bet ©e=
feüfcbaft »orjutegen, iff, baß, wo ©alj allein ober
«erbunben gebraucht worben war, audL bie 2Burjeln
gar nicht baS 9?dubige hatten , baS bie Kartoffeln
oft ba&fn unb alle übrige SSeete hatten , obgleich
auf bemfelben gelbe beinahe »ierjig außer benen
waren, womit bie Sßerfuche angejtellt würben.
2lud) bei’m Rübenbau ifl ©alj feijr wirf«
fam, 3m 27. SSanbe bet 3abrbüchec bcS 2fcferbaueS
befinbet ftd) »on ©aoieS ©ibbt)/ 6fq., ein
95ericht über einige fel)t wichtige SSerfuche biefec 2frt.
3u Sftidjaelis 1790 trat $err ©icfler, ein €0?if=
glieb ber ©efellfchaft, ein ©ut an, baS burch ben
«origen pachtet fo auSgefogcn war, baß es faum
ben SSerth ber ©aat trug. 3m grühling 1791 be*
arbeitete ©icfler jwei borgen ju 3?üben, welche
fieben ^aferarnten nach einanber gegeben hatten, ©ie
leiste lernte trug nicht neun ©cheffei auf ben SWor*
gen. 3n ber erflen 2fptilwoche warb bie ©tbe aus
ben ©tdben auf baS gelb gefchafft unb in riet $au*
fen gefegt; jeber befam brei SBagen ©eemufchel*
fanb unb fünf ©cheffei ©alj. ©ie ©tbe aus einem
anbern ©raben , welche hauptfdchlich auS bem crflor=
benen SSoben genommen war, wutbe auch in brei
Raufen gefefet, unb jeber befam ebenfalls 3 Sßagen
©anb, aber fein ©alj, weil baS ©rbreich fruchtbar
genug fch«n. ben »ier erjien Raufen würbe
SftifceUen. 1^.7
bie eine Raffte gebüngt; ba aber bie brei lebten
für bie anbere $dlfte nicht jureichfen, fo würbe, wa$
ohne ©ünger blieb, mit ©alj befdet, auf ben 2ttor*
gen jehn ©cheffd.
©er Sljeil beS gelbeS, wo ©alj gebraucht Wor*
ben war, fewohl mit als ohne ©rbe, trug etwa bie
^alfte 0iüben, wo aber fein ©alj war, ganj unb
gar nichts.
3m 3ahre 1792 würben brei borgen, bie 1791
SBaigen, nicht über jwolf ©cheffei auf ben borgen,
getragen hatten , »or Sßeihnadfjten gepflügt , unb
SohanniS barauf urbar gemalt. 2fuf jeben borgen
würben jwanjig ©cheffei ©alj gefdet, nur §wei gur-
ch«n, gegen bie SJIitte beS gelbes h<m würben abft'cht*
lieh flanj ohne ©alj gelaffen; in biefen jwei gurchen
fehlten bie Slüben ganj, bie übrigen gaben einereich*
li<he 2fernte.
3m 3afwe 1793 würben »ier burch forfgefe^
ten 3fnbau «eilig auSgefcgene borgen SanbeS »ot
5ßeihnachten gepflügt; brei würben mit ©alj befdet,
jeber mit 25 ©cheffei, ber »fette mit 18 ©cheffei,
ohne allen weitern ©ünger. ©ie lernte war burch*
gängig gut; hoch ben augenfcfjeinlidf> befien ©rtrag
gaben bie , wo mehr ©alj angewenbet worben war.
©eitbem ftnb mit ©alj gleich gtücfliche fRübcndrn*
ten erjielt worben; unb im Sßinter 1794. — 1795
bemerfte man fogar, baß biefe Sfüben weit weniger,
als anbere, ganj gleich > nur auf bie gewöhnliche 7(tt
befjanbelfe, vorn grofie gelitten. ©er 23etf. biefet
Nachricht bemerft babei, baß, wenn mit ©alj ge*
büngte SKüben weniger »on größt leiben, als anbere
auf gewöhnliche 3frt behanbelte, fo beweife bieß ei*
©arte«: SR ifcellen.
148
nen aufierorbentlichen ©rab uon ©cfunbfjcit unb Äraft
ber «Pflanjes inbefi genügt ßüie 23eobnchtung tx>oljt
nicht, bief als Stjatfac^e fefouflellen.
3fucf> bei’m 9J? oljtenbau hat fid) baS ©al$
Jjochfl wirffam etwiefen. £)afj «$ ben 2Buch$ aller
efjbaren «Pflanjen forbere, mithin auch re idjlidjcrc
lernten gebe, wujjten langfl alle ©dritter in 2fme=
tifa. 3ohn Sinclair berichtet ebenfalls, baf
gefieefte Üttohren in einem gefaljenen 23eete rccljl
fortfommen, wenn baS ©als unter bie Dberfldcfe
in ben CD^ittelpunf t bet Brctfchentdume jroifdjen ben
JKei£>en unb in einiget ©ntfeenung oon ben SBurjeln
bergeftalt gefdet wirb, bajj eS ftd> auflofen fann,
ehe bie SBurjelfafern eS treffen, ©ielje beffen ©chot»
tifche ganbwitthfehaft, II. 182. 2. tfufl.
SSor einigen fahren entbeefte v&umbolbt,
baj? eine fcf)macf)e tfuflofung jebeS cjrpbirtfaljfauetn
©aljeS bie (Jigenfchaft hat, ben ^jTanjenwuchS ju
t>efd)leunigert unb ju erbeben. Diefi beruht «er*
mutblich barauf, bafj bie ojrpbirt faljfauren ©alje,
ber 2uft auSgefefct, ju gemeinen faljfauern ©aljen
werben. Snbefj mochte ei wobl mit ben 3wecfen
Sh)tec ©efelTfdjaft vereinbar fepn, ©drtnern «Prdntien
cuSjufehen, welche »ielleicht weitere 23erfuche mit
ben Ueberbleibfeln eon Bleichern anfiellen mdchten,
einem Slctifel, ber für wenig, ober nichts ju haben
ifl , unb von bem fchwefel* unb faljfauern 2ßab ober
S5raunflein, baS et immer enthalt, befreit, unfhei»
tig einen fofilichett unb böchfi wirffamen Jünger
geben würbe.
€in feht berühmter ©drtner ju ^ b) 0 r I e 9 in
Santafhire, Samens 23 e cf , brauchte ©alj in
feinen grofjen ©artenfireefen beinah« treifjig 3abre,
befonberS bei 3 wiebeln, unb fonb, bafj e« jebem
anbern Jünger weit »orjujieben fey. «Bie oiei tt
©alj brauchte, fümmerte er fich nie auSjumitteln 5
warb et aber barübet befragt, fo antwortete er, et
benfe ungefähr 16 ©cheffei auf ben borgen ge»
braucht ju haben. ©r pflegte ©alj unmittelbar,
nadjbem er ben ©aarnen bebeift, ju fden ; ein
fPunft, ben man immer abwarten follte, weil fich
gejeigt hat, £afi, wenn baS ©alj gefdet wirb, nach*
bem bie ^flanjtn über ben ©runb herausfommeit,
bie ganje lernte oerloren geht. Sößitb bagegen eine
madige '.Wenge ©aljeS gefdet, fobalb ber Bwiebel*
fame in ben 23oben gelegt ift, etwa 6 «Pfunb auf
eine ©eviertrutbe SanbeS, ober »ier Unjen auf eine
©eniertparb, fo wirb ber ©rfolg jeberjeit auffallenb
unb ergiebig fepn.
Das SWiSrathen ber 3wiebeln, im »origen Sabre,
ift »iel befprochen worben; boch habe ich nicht ge»
hSrt, bafj ein ©drtner, bet ©alj gebraucht, nicht
eine ^oebft reifliche lernte gehabt hatte. 3um be*
fidtigenben 25eleg begehe ich mich auf ^)rn. SCBill.
CWorton’S in SSicl 25rief, welcher am »ergange»
nen 8t«n ©eptember unferer ©efellfchaft »orgelefen
warb unb bie »on gemeinem, in SBaffer aufgeldf’tem
©atj gewonnene Sauge, bie ec bei feinen 3wiebel=,
Schalotten * unb anbern SSeeten gebraucht, »orjüg*
lieh rühmt. Sch werbe noch einmal auf biefen 25cief
jurüeffommen.
Da nun baS ©alj im Äartoffet*; JRüben»,
5D?ohren--, 3wiebel», ©cholottenbau u. f. w. fo hodjfi
erfptieflich ift, fo mu|j ich mich allerbingS wun»
bem, bafj eS nicht fchon langfl allgemein angewen»
© artcns 9H f c e lt e iu
149
8et wcrbm, $umal ba bereit« »or mehr af« 200
Sabren SSacon, auf bi* unjweibeutigfie 2Beife, e«
let’rn ©artmbaw empfahl, befonber« bei fdjatfen
.Staufern, wie Kcttig, SRangolt, Kaute, globfraut,
Senf, Kanfeu. f. w, Socb nun »on bet Sßirfung
be« ©al$e« in ber Sbfijucbt!
3Tudj hier Wirft e«, »etftdnbig angewenbet, fefyr
wohltätig, Sn ©eqenben, wo man Sbff*, na*
raentlid) Xpfelwein macht, pflegte man auf manchen
©utern, wo bie SSeftgcr ftä) auf fd)one Stucbtgar*
ten etwa« ju ©ute tbaten, einige $arb« »on jebem
2fofelbaume einen fleinetr ©raben 51t heben, unb
etwa« wenige« ©alj bjin^tn^utfjun , ba« oom Kegen
flufqelof’t unb alltudlig ben 3Bur$eln j4igefu-f>rt warb,
S)ie« feit mehr Ertrag bewirbt unb bie Saume
«ujjerorb entlieh gefunb unb frdftig erhalten haben,
Ser obenerwähnte $ o lli ng« b * ab, ber hier*
über mehrere Sabre naebforfebte , bemerft, üanbwit*
th« an ber ©eefüfie fonmen beträchtlichen SSortheil
haben, wenn fte ihr Selb im gruhling unb #erbji
mit ©etwaffer trdnftcn, ober mit unter 5Q3crfferf?of)e
gefammeltem Uferfanb betreuten, intern bie barin
enthaltenen @aljiheilchen gar erfpriefüch frpn miifs
ten. Srud)tbäume, " fagt er, „unb bie ^opfern
pflanjen fo Ilten eben fall« mit ©e-ewaffer befpeengt,
ober mit @al$, ober ?J?ecrfanb in einiger Entfernung
umlegt werben. 2fud) bie Saumwolle unb ba«3ucfer*
rohr in Söeftinbien müßten, fo behanbelt, beffer ge*
leihen,"' ©, U,
Einen «mfwurbigen Setfuch mit ©anb machte
8er »etjhwbene Secwalter be« hocf^feCigen ^erjog«
uew Sribge water, ©ilbert, an 3fpfelbdumen.j
Sortf. b, X. S, ©art, SBagaj, V. S3b. 4. 6, 1821,
unb ba ich liefen SKatw petfonlrcb gebannt f>ate,
fo barf ich auf feine Angabe ftebet bauen. Ec war
nämlich auch jugteicb ein großer ©atjbereiter, imb
hatte ein ©ut in bet Kd-be feiner ©aljgtuben §u
SBintham in Ehefhire, wo auch «in ©arten non
tfepfelbdumm war, bie, alt geworben, im Stubling
immer eine SRenge Slülben trugen, nie aber eine
«Jtucht jur Keife brachten. Siefeni nun a&jubelfen,
jireute er, in einiger Entfernung »on ben Stammen,
um jebenSaum fleingefiofjene« ©teinfalj, unb feit*
bem haben bie Saume ff et« oiele, fchone, gtojje uni
fehmaefhafte 2fepfel getragen.
Ein Kaufmann in ßioerpoof, ben ich fe^r
gut fenne, hat mir einen 2fu«$ug au« einem Briefe
eine« achtbaren Eocrefponbenten über bie ©arten*
fruchte in Sroitwid?, einer ©fabt in Sotteffer*
fhire, mitgetheift, welche« einer ber bebeutenbfiea
©nglcmb« iff, wo gemeine« Äudjenfal^ gefertigt
wirb, Sarin he*ft e« -
,,Ein merfwutbiger Umjranb iff, baf um ben
15- Sultu«, wo bie fleinen Studie auggef)Cn un^
feltener auf ben SRdrften werben, bie Sroitwichec
©artenfruchte nicht im minbefien nach Mangel an
Siegen, fonbern hoc hl* öppig au«fahen; unb ich
fage gewi& nicht $u »iel, wenn id) behaupte, ich
hatte #u-nbette »orr Sohanniöbeertcauben abnebnwtt
wollen, wooon jebe ein halbe« $funb wog. Sie
©tdngel unb Sufcbel waren fo gtofj unb jahfreich
unb bie Seeren fo gtofj, baft ich }u meinen Sin*
bem, bie bei- mir waren, fagfe, liefet auffallenbe
tfbffidh twn allen anbem ^Idgen um biefe gtit,
röhre »on bem ©alj in ber 2ftmofpbdre h er, wel*
the« butch ba« ©ieben fo uieler Pfannen in bea
©aljwerfen entfichen möge;
£
15°
arten = 5)1 ifcclXcn.
3u biefen »fefltf«*»n muß i<f> Werten,
taf 6t. btä grauinen ®«U*‘ "n S,l6‘
u„6 eactmba» «•»«<« *■>* W»*»"'
i(l; 6.„„ id, 6«.f n«& unb.ft.eitbar<n5<»9«6™ *<•
fjaupt.n, tof in 6t. 9Wt* 6t. SKf)on. ©all Um
5B,i„ , imb anbttn Sb(lb..u mit »Ultra
gebraust wirb.
Tjie ^Weiften, welche ba« ©alj im ©artenbau
empfohlen, feaben bemerft, baß e« bie ®igenf<feaft
bat, geudjtigfext au« bet 2ftmofpb<$te anaujteben,
unb barauf mag trot)t »Ute« von ben «fprießlüfem
SBitfungen beruhen. Darum vermutlich pfr9<
man ©d)nittlinge feiten« au«wartiget ©Seinflocfat*
ten in ©alswaffer ju tauchen, ehe man fie auf ba«
©cbiff bringt. «Wan bat mid) tjcrftdjett , baß @e&’
linge von Sorten unb anbetn ©efrducfeen viel P«fee*
vet »eit ju verführen pnb, «enn man fie juvor
tn eine tfuflöfung von gemeinem ©alj« getaudjt.
©d^Unge von ber^beänenweibe (salix Babylomca),
bie im ©iorgentanbe ju £aufe ifl, fonnten nie frifd)
feiefeergebtfldjt »erben, bi« man fie enblid) in ©alj»
«affet taudjte.
Unb nun jum ©d)l uß biefe« 7fbfd>mtt« nod)
bie 5Borte oltinfl«t) eab«, eine« '»Wanne«, bet
unftreitig hierüber bie meiften ®««fwfe« in ©nglanb
angefrttt bat. ,,2tüe«, »a« in einem ©arten ober
Steibfeaufe gefdet, ober gepflanst wirb, foüte auf
bet £)berfldd)e be« ©oben« ting«um mit ©alj be*
freut »erben. £abut <ft »ütbcn aUe Selb* unb
©artenerjeugniffe btci bi« viet ®od?en früher, fl»
jebt, jut Weife gebracht, bie verriebenen ©ettaibe»
fdtnet fd)»erer unb gebiegener, bie Stüchte teufe»
lidjet unb fcfemacffeafter »erben? 3« biefec ©teile
bemerft S ofen ©inclaif, baß bet ©ebraucfe bet
ülfcfee in Wiebetldnbifdjen ©arten bieß vollfommen
befidtigt; benn aucfe fie ijt fefet faljhaltvg."
£>ie j weite ©igenfdjaft, bie icfe bem gemei*
nen ©alje im ©attenbau jufchrieb, »ar, baß ba*
butd) ©emufe unb gtucfetbdume füt 5Bürmet
unb Sn feiten ungenießbar unb unwofenlid) wür*
ben. hiervon, »ie von ben übrigen ©eiten biefe«
©egenftanbe«, nur etwa«.
Sanbwirtf)« in ben ©raffcfeaften um bie -£aupl*
flabt unb in mehreren ©ereicfeeit ©nglanb«, legen
iferen ©aamenwaijen nie eher in bie Stbe, at« bi«
fte ihn in eine f!arfe ©aljaufldfung getaucfet, »eil
fie bicß für ein ©pecificum gegen ben ©ranb unb
ba« Tlnfceffen be« ©aamen« butd) Snfeften ^alten*
25a bieß nun ba« ©aatfovn fo gut fidjert, warum
feilte man e« nie fet aud) bei ©artenfdmeceien, «ie
Zwiebeln , «Wüfeven, Wüben, Wenigen, ©eüerie,
g5eterfüit unb bergleiefeen anwenben fonnen?
25er ^onigtfeau, bet alljabtlid) vi. Ie ©er*
ȟfiung unter ben Dbfrdumen anridjtet, entfielt,
glaub id), burd) f leine Snfeiten, unb biefen fann
man fieuetn, wenn man bie um ben ©aum herum
aufgeloeferte ©rbe mit gemeinem ©atje befireut.
2fmeifen fommen nie jum ©orfefecin, wo ©alj in
ben ©arten .gefreut wirb; unb wie vetberbüd) biefe
f leinen 2l)iere für ©dume unb gruefet pnb, ifi wobt
befannt. Sd) }»eifr nitfet, baß aud) vom £cpfen
bie gliegen burcfe ©alj abgewefert werben fonnten.
Sm vorigen Safee befuefete mid) ein «Wann vom
©orgebirge ber guten Hoffnung unb fragte mid) tmi
©arten ; $Z i f c e 1 1 t n.
ein Mittel gegen ein Sifeft, Weldas ben bottigen
SBeinftdcfen unberechenbaren Schaben thdte. ©S fep
tief ein gan$ befonbereS ^snfeft , »on bet ©tofie beS
.SelirrrourmS , oberber gemeinen SSaumlauS, welches
an ben SSeinflocfen hinauffrieebe unb manche »Pjkn;
jungen fo »erberbe, bafj ft e ganj unb gar nid)t
tragen; ja fie würben alle 2l'ernteit uernichten, wenn
nicht viele COBeiber unb jUnber gehalten würben,
welche fte ablafen. Siefe SnfeEten gruben ftd? ben
Sag übet ganj flach, etwa einen falben Soll tief
in ben Soben, 2lbenb$ aber ftochen fte auf bte
Saume. Sa giengen benn bie Äinber unb baS
weibliche ©eftnbe alle Utbenbe ju bem ©igenthümer
unb brachten bie fleifjig abgelefenen Snfeften in ih*
ten $üten; er befdhe fte unb fchüftete fie in einen
baju htngefiellten SBafierjuber. Sann würben itins
bet unb ©eftnbe nach Setbienfi belohnt; wenn fie
nachldiftg gewefen , auch »erbdltnifmdfjig beftraft.
Stefe Sufeftenoerroüfhtngen, bie 9J?enge $dnbe, bie
ju 2lu$rottung ber Sfriere notbig, ber hof>e 2ftbeit^=
lohn auf bem Sßorgebirge, ba6en, wie mein Sericbt*
gebet behauptet, mehr als alles 2(nbere, bem SCBein*
bau unb mithin bem SBchlfianb ber Kolonie ©intrag
gethan. 3<b rieth, Snlj auf ben Soben um bie
SBeinflocfe her ju flreuen, unb werbe ben ©rfolg bie*
feS SerfudjS etfahren unb mittheilen.
UebrigenS haben fchon ©drfner b'efen SSetfuch fo
hduftg mit ©lütf gemacht, bafj man faum baran jweu
fein fann. SSor mehr als 50 Salden gab Sbom
£ i t t, ©drfner bei Sorb Di o b. 1 a tt n e t « ju
S5lorholnte in ©biSleburfi in Äent, ein intereffan;
teö SSerf über bie Sebanbtung ber Sbfibdume her*
aus, worin viele 2fnweifungcn über ben ©ebrauch
beS ©al$e$, nach »ieljdbrigec ©rfaljrung , gegeben
ftnb. Sa$ SSerf ifl fo ganj anfpruch'oS unb be*
fcheiben, bafj man ihm unbebingt glauben fann,
golgenbe furje ttuejüge büiften millfrcmmcn fepn.
„3<& habe jwei tfrten von Staupen an Sfr fl;
bäumen beobachtet, fchwarje unb grüne. Sie febwass
jen frommen gewöhnlich im SfWdrj jum Sorfcbfin,
wenn es troefen ift, unb jrnar an Sirn*, 2fepfel«
unb einigen anbern Säumen. Sie grünen, foviel
ich weif, biefelbett, wie bie fcbwar$en, nur burch
bie Nahrung anbetS gefärbt, ftnb ben jungen 3wei=
gen unb grüßten ber 2fprifofen, Äirfchen, «Pflau*
men, 2fepfe(, Simen, SobanniS; unb Stacbelbee*
ren u. f. w. fef>r nachteilig. Sßenn bie Staupen
juerfi an dauern, ober auf Swergbdumen bemerft
Werben, fo habe ich eine £auge in Sereitfchaft, wie
man fte um bie Seit beS ScbneibelttS jum SQSafchett
bet dauern braucht; barein tauche ich eine Surfte,
ober einen Sefen unb fege bie Saume über unb
über, woburch ich »iele biefer Sbiere berunterfcblage
unb tobte. Sflan follte hieß in troefnen fahren
öfter thun. "
greiffehenbe «Stamme vor Staupen ju fchüfen,
bemerft et: „Sa mehrere ©utsbeftfcer geuerfpri^en
hatten, womit man Sbftgdrten, ober auch Sdume,
bte man nicht mit einer Surfte erreichen fann , recht
gut bewdfTetn fonnte, fo follte man biefj wöchenf*
lieh stwei bis breimal, jumal itt ber ^i§e bes Sei;
geS thun, wo bie 9?aupen am lofefien auf ben
Säumen hangen; baS ©affer follte man aber faljen,
9?öthtg wdr es in, »er unb nach bet Slüthe."
„Sec ^onigfhau ifb eine fiebrige, »iefeit
Sbflbdumen fehr nachtheilige «Subffanj; benn fi{
jieht bie f leinen ©efdße ber jarteffen Sheile jufanu
3£ 2
Warfen s Sttifcellen.
l5%
mm, bafj fte bie bem ^flatt$mTfbm notfjige geulte
nicht etnfaugen unb au«fchwi|en fonnrn. einige
Sage, nachbem bet £oni3tf)«u 2Jotfcbein ge*
fo.mmen, fiefjt man an bet unfern ©eite ber tunj--
n3en Stattet fap bewegungStofe Sn feiten ; aber in
Einern fronen Reifen Sage werben ffe großer, flat*
fer unb lefflmfrt. ©er £onigtt)au hrnimt ben
©aftumtauf an ben Guben ber 3nm3e, Jäjt bie
gcud)t md)t jut gehörigen Sotlcnbung fommen uub
gaui ein, wenn man nicht eigene Mittel braucht.
5JIan fmbet jwat auf mehreren Säumen mehrere
2trten non ©chawifen ober bunten gtiegen; ba fte
aber alle com £onigthau auSgebrütet werben, ober
fich nahten, fo muffen alle Säume gleich gepflegt
unb beforgt werben. Sft nun bie Witterung feucht,
fo beftreue man bie aufgetoeferte Gtbe um ben Saum
her ganj mit ©als, etwa acht Unsen auf jebetj
sgaum 5 benn je mehr ©als ber ©aft in ben jungen
Swetgen enthält, befto bidjter unb glatter finb bie
SSlättcr, fo bafi ber «£onigtl)au weniger erbringen
fnnn. £.i«S gilt *mn befenber« 4>on Säumen, wo
bie Gtbaufloderung noch ftifd) ifh Sft biefe abej:
alt, unb uerlummert burch Slumen, bie barauf
wachfen, fo werben bie Saume su febwad), unb
muffen bei troefenem SBetter wöchentlich breimal mit
ginet Unje ©als auf jebe ©alatte (4 SJfaag) 2Baf*
ferS reichlich gewäffert werben. ©inb bie fliegen
gjofj, fo nehme man nod) einmal fooiel ©als, unb
tränfe ben Soben jebe« Saume« bamit, ehe 9iufi
ober Stall um bie Seit be« ©rabenheben« aufgelegt
voitbi feilte man aber leinen ©raben f>ct>en Ion*
men, fo wirb bennoch ©aljwaffet in obiger tfbficht
Su brauchen feyn,"
„Siefe Sehanblung h«b td> erfptiefltd) gefun*
hm, wenn aud) bie glichen fdvon grof waren. 3««
Unsen ©als in 4 fci< Säume
über unb übet non unten nach oben gebürftet, helfen
in hurtnddigen gälten; alle ftanfe Slätter fallen ab,
bie gefunben bleiben unb bie Saume treiben fpät«
gute ©chofüinge,"
„tSegen flmeifen batf man nur gehörige 2fuf*
gtahmgen um ben Saum machen; auch wenn fie
aber aufgelodert unb mit ©alsroaffet
formen bie Snfeften nicht leben,
ober ©teinmauern finb fie am la*
pigpen, weil fie ba in ben Stilen unb Siagellochem
pch aufhalten ; ba muffen bie dauern mit einer Sauge
oon 2 Unsen ©als auf eine ©alcne SSaffer getränft
werben,"
2fuf einer Steife, im ©ommet unb $etbfi »0*
rigen Sahre«, butd) ben korben von Gngtanb unb
einen Sbril eon ©d>ottlanb, härte ich häufig über
3wiebetmifjwad)« Hagen, ber befonbec« wom ©ra&t*
wurme berühr*. Sorsügli* war biep ber gaU um
Gbinbutgh unb in bet ©raffhaft gife. 2ludj
au« meiner «h>eimatb melbete man mir, bafj um
Sonbon b*tum ein ober §tt>ei SWonate bie 3wtebeln
eben begatt fo feiten gewefen, bi« man au«wärtige
belommen, unb bap fie auf bem Gooentgarbenmarfte
beinahe fo «»euer, wie fPfirfchen, besagt worben.
G« freute mich bähet, sufällig in ber 3ahre«oerfamm*
lung unfeter ©efellfchaft suGbinburgl) oon Norton,
einem ©attaet in ber Stahe »on Dun bar, bie
btieptehe Äunbe su tKtnehmens ba§ et feine 3wie=
fceln mtrtelP ©alswaffer« gerettet, inbe& fie in alle»
umliegenben ©arten uerheert worben.
thut ben jungen Tieften fo biel ©'haben, bafj fte nie
wiebec gute grumte tragen; ja »iele Saume gehen alt finb, nur
getränft werben,
Sn alten Siegel s
©arten e SKifceUeit.
Griffen« ift gemeines ©af$ aud) am bien*
Ucf){?en jut S3ernid)tung fctefec Spiere. Nation
fann man fid) halb aus eignen SBufud^ett überjeus
gen. Sföan jfreuc auf einen grwohnfichen ©rbwurm
mtc u'n wenig ©alj, unb man wirb fogleid) fefjen,
frie $etfrerenb es auf if>n wirft. Auch an S5tut*
egeln iff bieg ju ecfef>en. ©m wenig ©al$ an ben
2»unb gebracht, wenn fte Stb.t gefogcn haben unb
fie geben alles 33lut Pon ftd) ; hat man jupiel
©alj genommen, ober bie Slutegel ju fange bamit
in Berührung gelaffen , fo wirb ihnen baS ©als
wof)l gar tobtlid); weghalb 9J?and)e ge liebet aus*
brucfen, als ju petlieren wagen. „.©als," fagt
Sobn Sinclair , „ jerfiort alles ©emürm in
bet (Stbe, inbem fte Alles, waS fie im Körper haben,
^ergeben muffen, betlei Ausleerungen aber nicht aus*
galten fonnen. So werben fte juqleid) Nahrung
für bie «Pflanzen, feie fie augerbem gerjMrt hatten.
SSergf. auch 3of>n ©Pelpn’S prafjtifchen JBanfc*
wirth unb fPf!an$er. ©. 58.
AuS einem Auffa|e, über baS «Pflanzen, non
<3 am. SÄartin, auf ber Snfel Antigua, ergiefet
gef), tag man auf ben SBeftinbifdwn Sufeln ©alj
jut SBernidjtung non Stegempürmern unb gnfeften
braucht. SKan batf nur ben SSoben, wenn ber
^Dünget erg aufgelegt ig, recht mit ©aljlaug*
tcdnfen. 3wei Stfofte ©alj reichen ju fünfzig
©cpiertfug.
2or'e Jftnpon empfiehlt cS auch gegen 5Beg=
fchnecfen, ©ebne cfen u. f. w. SieeS fuf>rt
an, bag man in ©befbtte unb anberwarfS baS
SBaffer brr ©alsquellen als Bürger für bie gelber,
unb als SJZittel gegen feaS ©ewürme brauche.
*53
SSievtenS perniebtet baS ©alj attdj bas Um
frauf. ^iepon fann icf) nicht fo Piele Geweift gel¬
ben, als ich wohl wünfd>te; boeb »etbienen folgenbe
alle Aufmerffamfeit,
Sn bem praftifeben Eanfewirtf), 25anb I., f>eigt
eS: „ ©in ©cbottlanber bat mid) werfidjert, bag
man bot* auf einen borgen jungen grünen Sßai*
jenS im 5J?oPember, Secember, Januar ober fii-
btuar immer 10 bis 12 «Scheffel gemeines ©alj
fae, weil eS bas junge Unfraut erfiide, b;m ©e*
traibe wobttbne unb bie Äotner gut unb feig mad;e.
SScrgl. SSBatfon’S cbemifche Üferfudje, 83an-b II*
S- 73- ©etbafe «Karfbara, am ©cblufie feine«
Afcfd)iebS non ber £anbn?irtf)fd^aft. 9flajor 3of)&
Saubmann brauchte es, nad) feinem SSeridjte an
feie «^anbelSbeborbe nom 3af)re J3‘7/ als SBiefens
bünger gegen SKooS. ©icfler machte mitten auf
«in?m gelbe einen fleinen ©rbl;aufen unb f djüttete
barauf eine Sabung fcfjledjteS ©al}. Sie ©rbe in
unb unter bem Raufen, beinahe jwei gug tief, war
ganj auSgefogen, aber für bas übrige gelb hbcfcf?
erfpcieglit^.
2Bie wiel kf) nun aud^ Belege für feen ©efetauefc
feeS ©atjeS feet’m ©actenbau angeführt l>abe, fo mö:
gen mir boefe nod) gar oiele entgangen fet^n, unb
mithin unfere Äunbe feiebon nod) fefer eingefeftranft
feheinen. Um feieg fcf)ä|bare «Wineral bejimöglichji
ju brauchen, mug man bmmad) ©rfaferung unb 25es
oba^tung ju 3fathe jiehen. 93ermuti)lich hat jebe
^fJanje, in ihrem ©aamen = , 2Burjel= ober Oieife*
ftanbe bis jum grogren Sbjrbaume hinauf, i^re be^
fiimrate ©igenthürrlichfeit. SPZanthe forbert Pielleicht
mehr, manche weniger; manche will eS unmittelbar,
2.
övtcn * SK if teilen.
154
„an*, in «eine. Gntfernuna. Stm, t*mlW
Äunte gefouinten, Warf <S nur nmt.te.SB.rfu*..
Sn gonbon bet bet TCtfeAaube^tbe unb in
ber l)oci)tanbifd)«n. fd)Ottifd?m ©efeUfdjaft hdlt man
taö ©als als ©*"9« fit gelber ;fa «id)ti9,
beibe K6iperfd>aften weint greife für ben auSge=
fefet baten, meid)« mit genögenbon 58erfud)en ben
«Bortbeil ober 5Rad,tt>eil beS ©aljeS al« einfachen
ober mit anbetn ©i"9*n Sün9«* nad>s
weifen fann. ©er «Preis mar bie golbene SRebaille,
ober 5o«Pfunb, unb bie Goncurrenj bis 5«m .fien
m*i 1820 offen. ©ie bod>ldnbifd>< ©efeKfcfeaft
feUte 30 ©uineen bis jum loten 0fooember 1820
barauf.
SJI.in SntmIT» fät tiefen ®.9.n(l«nt, m.in
XrUnl an 6« Mt«» iPatl«m<nt«af.e, jut SW"»..
bet Steuer ootn St.infal|. f“' >“
f*aft, ma*.e, tal i* mi* Sb.t Jen. ¥«isaufäaben
(,b, freute , unb i« Hoffe, »i< <•»« t,,S
«,f,b9.b.nb.n «...in« fo« »« »«“«f« ,imS M,‘
lijen ffiibeetuf« aB.t ba* @atj b.tt.ff.nbet ©efets«
jene Steife abet fallen einen Seid bet ««*■
eifetuns unter ben Sontroirtten tuetf.n, tuobut* bet
aietbau bebeutenb gefSrbert inerten muj. «*<<”
bo* a * bie aottenbauenben @efellf*aften in Sou»
bon unb Sbinbu.ab «»«*< V"* a^",,n!
g* toittb. mi* freuen, bie» but* a.aentbietia.n
tÄuffafc »etanlafjt ju fyabea.
(Sfyemifdje Änalpfe bec SEopinawrtrort ober
avfel (Helianthus tuberosus) im oor=
liegenben HI. ©tücfe befc&neb« ; auS
sftv0. 30. bet SBevltnif^en £aubc unb
£penerfd;en äeitung.
Ser fo oft wieberholte ©unfd) :
bap bie Topinambur *) c^cmiftf? analp*
firt werben modjt en,
»erantaft mich , bie Kefultate, welche id) burd) meh*
tere wieberholte flnalpfen ber Topinambur erhalten
habe, biet mitjutheUen. - 100 Steile ber furj
t,or ber tfnalpfe auS ber <*tbe genommenen Knollen
tmt>attcn : ,
75,64 ©aff er unb eine ©pur freiet ©aure,
15,11 ©ummi mit ^udctfloff,
4,61 gafer,
4,45 $ at$'
0,10 CHweißfloff,
folglich in 100 Steilen, 75.64 »MfeHge unb
24,36 Stjeile fefier ©ubftans.
5Bte feht bie Topinambur non ben Kartoffeln
auch binfichttid) ih^t ndbern «ßefianbtbeile nerfd ie,
ben ftnb , unb wie netfehieben bal;et auch Ue 85 e*
« ®tn Flamen Topinambur bat bwfe W™»'/ "a*
sg ect mann, non einem S>olfe in »raliUen.be*
SSaterlanbe berfelben, unb ba bie Kamen ßrbapfel,
®rb.-2lctif<&oc?en , fo häufig mit ben Kartoffel» mit
2Crtifcbocfen vermecbfelt werben, fo habe i<b, um S»«f-
»erftänbniffe ju eermeiben, ben tarnen äeptnam «
aßen Abrigen oorgeiogen.
*55
©arten =
hanMung beiber ?u irgend «tnem 3wecfe fepn muß,
ergiebt ftch aus cbtgcr 2(nafpfe. Sn ben Kartoffeln
ifi bas ©tdtfemehl ber ptdbominirenbe Bcjianbtheil,
in ben Topinamburen ifi von biefem feine ©pur
vorhanben, an beffen ©teile aber ©ummi mit weni=
gern 3«cfer. ©enn aud) baS ©tdrfemehl in focf>en*
bem ©affet auflösbar ifi unb ju Kleifier wirb, fo
bleibt es bocfy in biefet $orm mit ben $afetn ber
Kartoffeln verbunbett , wahcenb ber ©ummi unb
Bucfet ber Topinambur fd)on in faltcm, um wie
viel mehr alfo in fochenbcm ©affer, auflösbar iff
unb ftd) mit bemfelben mifcht. Sieürfache, warum
baS 2)eceft non ben Topinamburen milchtrube iff,
liegt in bem^arje, welches, ber ffnalpfe jufolge, ein
Bcjianbtheil bet Knolle iff. SBurbe man baljer bie
Topinambur, als Nahrungsmittel für ben tf)iettfd)tn
Körper betrachtet, in SBaffec fod&?n, unb ba$ ©af*
fer, mit welchem fte gcfocht würben, wegfchutten,
fo würbe man ben bebeutenbffen Tljeil ber feffen
©ubjfanj ungenö&t verlieren, unb wenig mehr als
bie bloße «Pflanjenfafec nebff bem wenigen ©iweiß*
ffoff übrig behalten. 2(1$ Nahrungsmittel ange*
wanbt, muffen baher bie Topinamburen nur mit fo*
thenbem ©affet angebrühet unb nicht lange 3eit in
bemfelben gelaffen werben, ©eilten bahingegen bie
Topinamburen }ur Branntweinbrennerei ober ju ber
©prup * Bereitung benufct werben, fo muffen biefel*
ben gefocht, unb nur baS ©affet, in welchem fte ge*
focht würben, baju angewanbt, bie gafern aber als
Biehfuttec verbraucht werben, ba fte einmal wenig
fefte SSeffanbtheile mehr h«&en , bem Branntwein
aber einen unangenehmen ©efchmacf geben.
©a$ ßa tj, welches bem Topinambur eigen iff,
ben Kartoffeln aber ganj fehlt, unb ba$ einen voll*
i f c e l f e n.
fommen gleidjen ©erud) mit bem hat, Welches man
in bem Sifco ber ©onnenrofen ftnbet (eine fonbet*
bare Uebereinffimmung ber Sejfanbtheile biefet bei*
ben ^Jflatijenarten in fo «ntgegutgefefcfen Theilen,
bei ber ©omtenrcfe (Helianthus annuus L.-) in
ber Blüthc, bei ben Topinamburen (Helianthus
tuberosus L.) in ben Knollen, iff ohne allen 3wei*
fei bie Urfache, warum ber Branntwein auf biefelbe
SBeife wie au3 Kartoffeln gewonnen, einen eigenen
nicht angenehmen ©efchmacf hat (2(lfoho(, in wel*
ehern biefeS ßarj aufgelöf’t iff, hat einen eigenen
unangenehmen ©efchmacf). Topinamburen mit Kali*
lauge gefocht, muffen ein ßaryeifenwaffec geben#
baher es wohl möglich iff, baß fie mit Bottheil gut
©drehe angewanbt werben fönnen, wie ßerrKab«
in feinem ©chriftchen aus bem £>ppcfttionS=Blafte
anfuhrt. £>aß bet Berfuch ßerrn Kabe mißlungen
iff, liegt ohne allen Bweifel itt ber Bchanblung.
2DaS ©ummi ber Topinambur laßt ftch auf fo
einfache ©eife gewinnen, unb iff von ber 2frt, baß
ich über$eugt bin, Künffe unb ©ewerbe, ju beten
Betriebe ©ummi nofhwettbig ifi, wie 5. S5. bie Kat*
tunbrueferei, fönnten ftch becfelben mit bebeutenbem
Bortheile, anfiatt anberer, fremben ©elttheilen eige*
nen ©ummiarfen, bebienen. ©it ben ©tdngeln unb
Bldttern fonnte ich bis jefct feine Berfuche machen,
ba fte ben ganzen ©inter ßinburcf) ber ©itterung
«uSgefc&t gewefen Tinb , unb es ftch vorauSfefcen laßt,
baß fte burd; ben ©inffuß ber ©itterung fehr viele im
©affer auflösliche Theile verloren haben. ©0 viel ifi
übrigens befattnf, baß fie reich an rpottafche ftnb ;
ob auch an ©aljen unb an welchen , werbe ich funfti*
gen ©ommer ju erfotfehen fuchen, unb meine Ne ful*
täte allSbann befannt machen.
- ©altere»
156
»i« bra
WW* 4" ®1*nra»'
tminn« «. f. t». o-«* W
„JijPtn ©iud< t« S»«sK>tf*<n a««»1™ 8“tl'
ttirtt>rdi«ft WM»‘ m’*m ' to rcit *'mWb“
etW< au#tDl(i)t.t<« W« Mn »au unb 6« »<«'
Elb Hin, m 23- Setvuar 1821.
g. & $ t t ev
71 n t) a n 9.
•Die Äonigl. 2J?ätfir*e ofonomif*e ©efeßf*aft
j„9>ot*baro, g«bt au* »on tm Sopinam--
bu«8 folgenbe intereffante 9?a*ti*t.
s e t e c b a p f e l,
Helianthus tuherosus Linn. ; granj. Tapinam-
bout; au* gvbbitn, 3etufalem8artif*ecff.
©iefe lang« anetfannt« unb »ur* bie Äattoffel
al8 jie «8 uerbiente, »erbrangte ^flanje et^
„9t in neu««« Seiten tut* bie Senkungen bc8
3fm»«at§« 4?aagem«nn Su ^«ttnflabt m
@*leften unb be8 33irtbf*aft«infpectot8 Äabe *a
Sbet = SEf*itnau in ®*leften ein neue8 Zufit*
tyin, wel*eS ft« wobl f^et in ^*ctem ©tabe »et*
bient ^att«>
-Sßiele 2fuffd|e‘ über biefelbe in be« ^5rebtger8
C*nee lanbwittbf*aftli*er Seitung, 3ab% *807,
445; Saljrg. 1803, 34** SW** l8lö/
e. 17; 3<*rg. *8«; ©-337' 369 unö 39t j
Sa^rg 1812, ©. 42 unb 213, unb 3a|rg. 1813»
<S, 169, f*eittm bei weitem ni*t genug »om ^u--
5K i f c c U c n.
blicum berü<fft*rigt ju f«pi». <3o »ff a«* 3»nf’e
oconamif*e8 gepicon, 5. Auflage, »on 93 olf man n
betauSgegcben, unb ®* wer 5’ 8 SB«f*tefou«g bet
2anb»ictl)f*aft in Sliebetelfaß ( SB« rlin 18169, ©.
322, »o&C su bemetfen, wie teö ebengenannten
Äabe <S*rift übet ben 3fnbau unb bie Sömiifjung
ber grbdpftl (®te«l«u 1820I. SBit begnügen un«
»oriau^g bei biefen 5Ra*»eir«ngen, unb erlauben
tmö nut, auf einigen 9*u|en be8 flnbaue« biefex
^(lanje aufmerffara s« ma*en.
j) ©et Tlnbau felbfl ifl lei*tet unb weniger
foftfpielig, a!8 bei bet ÄactoffeU 3«ber fSobetr,
ftlbfl ®anbboben genügt ibt, unb au* bie £>ungs
ung witb erfpart, weil bie «Pflanje tfbtli* fort.
wd*jl, fogat f*tret wiebet erneut otten ift. ®‘4
tebatf ni*t be8 ^dufetnS, wie bie Kartoffel, fon.
betn bloß be8 tfuSjdtenö be8 Unftaut 8. 3ebe SBit*
terung ifl ** genehm.
2) ©et gi trag ifl weit fldrfet, al8 bei bet
jfartoffeh ©a8 geringfte 2Butselfn6a*en ^ftt Äeitu^
äugen.
3) ©ie gib alt ung bet genießbaren ^Surjet
ift febt lei*t. eie bebarf ni*t einmal bet tfufbe*
•enabtung, wel*e bie Äftttoffel »erlangt, fonbetn
überwintert im Sanbe unb fann 8« »*«« *>**
ausgenommen werben.
4) ©*t ocononiif*e 91uben ifl feb« 8«f*-
bet gtbapfel ift fo nal;tbaft, wie bie Äartoffel:
a) at8 9ßiebfutter für lebe 3Trt »on 9Si«b ‘fl «
febr n&bli*. ^Ubett f,Unt
fie au 8 gr f abtun g at8 gutc8 SRinbuiebfutter ;
3inf unb Solfmänn rühmen fte a»
®*weinefutter; SSagot (.fieb« ®*nec a, a,S>,
*57
©arten
3a(>rg. 1807, ©. 4 45) rühm* f*e al$ $ferbe»
unb ©chaaffuftec. Set ^rebiger ©chnee
fennt fie al$ füt jebeS Sieh brauchbares gutter,
£tu v. Sittlfen auf $ie|puf)l im CRagbe.
fcurgtfcfjen/ bet ganbrath ». Siethen auf 503 u=r
fl tau in bet SRarf, bet genannte k. dUbe,
bet Sberamtmann guefe ju S3 o rnftd b t bei
$ot$bam, unb Dr. Solperling (RuppinfcheS-
S3od)enblatt, i82r, £(.'9, 10, 11) flimmern
hierin überein.
b) 2fl$ Rahrungömittef für €D?etifcft«tr ifl bir
Sßurjelfnolle fef)t empfehtungSwerth. Siegen
i^)tet ©üfjigfeit »erlangt fie jwac mef)r S5ef>anb*
lung mit ©ewürg ober Grfflg in bet Äüche, aber
fl« ifl flhon jut tfbwec&felung; ju empfehlen.
S3ei ^Potsbam ifl fie häufig jur Senufcungi
für 6i<horienfabruation angebauet worben,
c) S&te flarfen ©tief« (wenig fchWad&er als bie
bet nüchflperwanbten ^flange, ber ©onnen*
blume ( Helianthus arnraus Lin.) geben ein
geurungSmafetiaf. Sa bie «Blatter würben ge=
mifjbraudjt fepn, wenn man fie nur $ur ©treu
gebrauchen wolle, ba fie grün unb »om gtofl
weif gemacht, ein gute« Siebfutter geben; boc&
bütfen fle nicht »ot ber Slütbe abgenommen
»etben.
5ffiir begnügen un$, norlüuftg burch biefe weni=
gen Semerfungen -auf biefe treffliche $flange auf;
»erffam gemacht ju haben.
Sie Äorn’gl. SDlärfifcbe bfem. ©efellfdjaft
gu ^otebam.
gertf. b. 2f. Ä. ©art. S»ag. V. S3b, 4. et. i83r.
SR i f ce Uttt«
3*
tftber bie Rdni’aung ber ©arfemrege, nebfl
3tbbUbung einer bequemen SRafdflnr baju
auf Tafel 23*
(5in ©arten, in welchem bie Siege nicht rein,
faubet unb nett erhalten werben, gewahrt feinen
angenehmen, fonbem einen wibrigen, eefethaften
3fnblicf. 3fm eigenfinnigflen finb hierin bie $ng-‘
lünber, welche auf bie auferfle Reinlirbfeit unb
«Rettheit ber Siege, unb ber fle begleifenben Rafen*
^Jarthien unb Sowlengreenö , in ihren groferen unb
fleineten ©drten fehr flreng halten.
Sie beflanbige Reinhaltung ber ©artenwege ifl
inbefl feine fo leichte ©acbe, als man glaubt,, bem*
«S fommt babei barauf an:
1) ob fie burch ©ra$ unb Rafen= 9)atthiew, ober
an ©rabelanb unb Slumen * Rabatten hinlau-
fen, unbob, im legreren galle, biefe 'gute
Grinfaffungen haben, welch« bie ©rbe gufam^
menhalten r unb fle nicht auf bie Siege fallen
laffen t
2) oh man guten ©anb, ober, ein anbercS ©ut*
«ogat juc Belegung ber Siege hat;
3) ob man bie Reinigung ber Siege burch SRen--
fcfjenbünbe unb Tagelöhner machen laffen muf,
ober fie burch «ine fogenunnfe ©cburteSiafchine'
bewitfen fann.
Saö Grrflere- ifl foflfpielig unb forbert fehr
fdhledhtj bas geltere, burch $ülfe einet ©churir*
SRafchine, ifl alfo bem ©rfl?ren weit »orjujiehen;;
gumal fca man begleichen SRafdjinen fowohl Keiner
,58 9*tUu.i
f5traittrtmSPs<®4'f<«' «» au* f&t^<,res
unb iffentli*. ®ta«l. tm- ®K t,ßmn
«tarn bequem b«e* ein «P«« ®«umxUU,x,
Wm» «»er m6ir.« buteSSb/t.« - «m b.(ie« SU-
f«n — geigen wect,e0,
»er «m ^ofsötftm ®IH«1 SU SR o um
6utä «n bet gulbu, «fanb fi* »« «»S'W« 20
Saiten b«S» ein« bequem« SB>.9«.*ei»i8ims«'®t‘‘-
fdjine, welche fit Heinere ®5tten butei) 2 «nner
„ejogea, leidet abet au* wt9r5j«rt werten bann,
ttnb bebient (l* betfeiben frt°n feit 20 Safiteu
mit beftem Stf.lse. & M» 'iS'"’“* hl**,‘
@*u.itpflU9, unb et batte bie ®t«. »»« bi. bet-
gelegte 3ei*nunä unb ®ef«teibun9 ba.on, auf Sa.
ftl 23, mit, Urteilen, monart fi* lebet @attenlieb.
f,ab«. fftr fein SBrtutfnif ein. fei*. SSafrtin. fettU
gen taffen fann,
»ef^fcibttttd bet tU inen 3Bc gereintguttg«*
sjji a f 4> t n e , nebff einet Betonung auf
Safet 23. bauen , »on £errn $ofgä*:tner
©tifeel ju Rotenburg an bet gutba.
A. gtsut I. bet ©tunbtig.
a. a. a. Sie Beicbfet unb bet «Borbetwagen,
wettet wie ein anbetet «leinet SBagen biefet 2lrt ge=
baut werben fann ; bie angebwteten gifenbanbet möf*
j^n bet Bau« wegen nicht »ergeffen werben; bie
SRÄbet batan nwffen 2 gu§ 1 3oU im Burchmeffet
hod>, bie geigen 2| 3ott breit, 380« bief fepn,
b. b. ffnb jwei Stagbanber, an Bugffricfen ge;
fchtungen, wobutd) bet 3U9 »on 2 Wiann bewirft
witb; »olUe man 3 ^erfonen -enfpennen, fo mj>
H f c e 1 1 c it;
es freilich noch beffet gehen, bann tnuf ahet ffit bie
btitte «Perfon noch ein Bugwert an ben Äopf bec
Sefchfet befeffiget werben.
c. d. iff ein ©tücf £ols, 5 $u? latt9' 4 3ett
breit, 3 Soll bict, nach betgigut gearbeitet-, bei c,
welche« unter bie Äpe geffeeft Wirb, wirb eS mit
biefet bucch ben «Soljneiget C. III. gig. 1. »etbun*
ben; mittelji biefet eintidjtung fann baS 5Betf in
bet ©efchwinbigfeit tiefer unb t>&h« 9«i*«W «erben.
e. e. e. jwei $8t§er, 7 guf 2 Bott lang, 3 3ott breit,
nach bet «Witte 4 Bott breit, 2§ Bott bief, wie bie
gigur^eigt, gearbeitet; bei f.f. unb g. g. werben fut&e
Wiegel eingefefct unb bei f. 1 baS ©anje mit einem
©fenbanb belegt, fo ba(j eS noch um 1 $u& auf
beiben ©eiten umgelegt werben bann, unb mit jiar*
£en Wägetn befeflige-t.
h. unb i. finb 2 Gueetbalfen, welche mit flat*
fe», gto5- unb breitfopftgen Wdgeln engesogen, unb
oben auf runben Gifenblechen vernietet werben. Sei*
be SBailfn gehen auf ben ©eiten 4 3o.ll überall?, ba*
mit bie gan$e «Wafcbine beim Aufheben unb Urowen*
ben barauf ruhen fann, unb bie Wechen nicht »et;
fchoben werben.
k. ifl nod) ei» Wieget hinter bem £infettab,
l. beffen geigen 6 Bott breit unb 3 Soll bief
gemacht werben fonnen, bamit eS beffo beffet flehen
bleibt.
SiefeS Wab mug 1 gu§ 10 Bott im Burcbmef;
[er hoben; ffatt eines breiten (SifcnbanbeS, fomten
iwei fchmale barein gelegt werben; bie Wabe muf
6 Bott Butchmeffer haben, unb »on tedjt gutem, trod=
nem unb feffem ^>ol4 genommen werben, weil bie
eiferne ?tpe m. m, htuburch gejogen werben muf,
©arten SÄifceUen.
tvttct>e auf teiben ©eiten mit jwei eifertien Äurbeln
»erfeben wirb, woran bic ©tiele jum SSorberredjen
angelegt werben, unb bann auch noch jwei längere
©tiele, um ben Hinteren mit bem etffen in Serbin*
bung ju bringen; butdj biefe unb bie Saufba^nen
werben bann bie Stechen bin; unb ^ergefeboben, wenn
laS Stab in Sewcgung fommt, unb alfo ber ©embte.
flat geffoffen unb baS Unftaut mit fortgejogen wirb.
SaS $ins unb ^erfebreben ber Stechen ffl ein
f«bt notbwenbigeS ©tuef: ftefjertbe Stegen würben bie
Crrbe ober ©anb mit fiefj fortfdffeppen ; man benfe
«tfo nidjt, baff etwas UeberffufffgcS an bem oorgejeidh«
neten Apparat fep.
o. o. ber vorbete groffe Stechen, teffen SSalfen
2 guff 2 Bell lang, 6 bis 8 Bott breit/ 2 BoH bief
fepn muff, unb worein 2 Steifen ffarfer eifernec
Binfen, welch« 3 Boß beroor unb 5 Bott in ber 2U
nie wen einanber flehen, etwa fo *,
O unb unten ffumpf gcfdjmiebet, eingefdf)fagen wer*
ben; eS geben 18 barauf.
p. p. ffnb bie fünfte, wo bie ©feeren mit
•Sieben — C. III. gigur 4., beren 2 ©tuef fcpn
muffen, eingejogen unb bureb bie ©ebtaube feff ans
gejogen werben, ffe werben etff angebrannt, unb wo
bic Stecbenffiele q. q. beweglich angenietet werben
muffen; biefe ©tiele muffen, ber Sauer wegen, mit
Gifenb(e<b an beiben dnben befcblagen werben.
r. r. tie beiben langen Stedjenffiele, jum SSet»
binben beiber SJcdjen ; bei o unb s werben biefe burd)
bie baju eingerichteten eifernen Stinge mit ©djeereit,
befeffiget. C.III, gig.6, wirb bi«oon ein 2J?ehmeS
gefagt werben.
s. s, be* hintere Stedjenbalfen, 2 guff 2 Bott
lang , aber nur 2 Bott breit, i§ Bott bief unb bi-
*59
fommt nur eine Sterbe eiferner Binfen, weldje naher
jufammenjufe&en, eS geben 20 ©tuefe barauf, eben»
falls O unb unten ffumpf gefebmiebet werben muf=
fen, unb 3 Bott beooorffeben fonnen.
Um bie Binfen in bie Stecbenbalfen $u fragen,
baff ffe nicht auffptingen, raup man biefelbe, wie
einer gefebmiebet iff, etwas cinbrennen, b^auSjies
ben; unb in gehörige Srbnung legen, bamit feiner
verwecbfelt wirb; ffnb ffe- nun Falt worben, bann
fann man ffe feff einfdblagen unb oben gehörig
uranieten.
t. t. finb 2 £ocber, «ach ber gigur gearbeitet,
wo bie frummen Stegierffangen eingeffeeft werben,
©iehe B. gigur 2. ©. 160.
S5ei u. u. finb jwet ßodjer, wo bie Äloben
C. III. gigur 8-/ welche unten an bie #6l$er q.
B. gigur 2., burebgejogen unb befeffiget werben tfn
bie Stegierffangen p. werben biefe gMattdjen b. auf
ber inneren ©eite augenagelt, wie C, III, giguc
ju [eben.
v. fecbSmal, finb fiodffec, wo bfe eifernen ©tiele
unb ©preitffangen ber ©cboreifen, beten 3 ©tue?
fepn muffen, eingejogen werben.
rv. achtmal, bebeutet bie 8 Socffer, wo bte 4 er*
fernen Saufbabnen für bie Stechen buvebgejogen werben
muffen. Sie 2ocber werben etff auf ben bejeiebnes
ten Settern, wie gewöhnlich, vergebest, b?macb mit
einem runben Grifen weitergebrannt, baff bie ©cbots
eifenffiefe leicht eins unb auSgejogen werben fonnen;
bie Saufbabnenffafen muffen aber geräumiger gebrannt
werben, bamit fie ff'cff, wafjrenb ber Arbeit im 2lnfang,
leicht auf unb ab bewegen fonnen.
x. x. x, jeigm bie 3 ©cboreifett, wie ffe geffettt
werben muffen; jebeS ©cboreifenmeffer 8 Bott lang,
4 Bott breit, 3 SÜnienbicf; ffe muffen recht gut unb
V *
©arten * 9ttifc etU n.
160
etwa« breit Mrs^lt »«beit, bürfen ™d>t gu $att
unb nid)t guweid) gefebmiebet werben, aud) nid)t gu
plump Ausfallen, weil fte fonfl «id)t gut butdjge^en,
®anb ic. mit foctWeppen. «Wan betife auch nid)t,
fiatt 3 Schoceifen nur eins angutegen; «S geigten
fid) babei perfebiebene «Wängel, welche burd) bie 2l)eU
lung in brei, gang gehoben würben.
2.
B. gigut n. ©eometrtfcfjer ^uftiji ober
bie gweite 2£ b 1 1) e 1 1 u n g , nach unten fte*
|>enbem SJlaa^ftabe.
£uefe geigt nun ben geometrifchen Tfuftifj bet
gangen 5Wafd)i e. tEBie fte non einer Seite angufehen,
fo geigt fte fid) aud) bon bet anbeten; eine petfpectu
»ifd>e Beidjnung würbe «Berwirtung petanlaffen unb
aaeb ben mehreren £anbwerfSleuten unoerftanblid)
fepn; eS iß alfo
3. a. baS .fjauptgejfeH, woran bie «Sßetfgeugt
angelegt werben, unb b. b. bie gwei üueerbalfen,
weld)e 3 3oU breit unb 2 BoU bid, nach bet ange*
gebenen Sigur bn ©tunbrifj; fie werben gwiftfeen bie
anbern folget d. unb e. A. Si9ut «• ftUf bie ^älfte
eingefdmitten, aber ja nicht bie langen folget, benn
biefe mü(fen alle ifyte Stärfe, fo oiel als mogUd),
behalten.
c. c. geigen fid) gwei Sd)oteifen, wie fte ange*
legt werben muffen.
S5ei d. d. werben bie Spreigffangen hinbutchge»
gogen, unb burd) bie gwei Sd)taubenmuttetn oon
oben unb unten .befefUget.
SBei e. e. werben bie .Kloben an ben eifernen
Stielen bued^ejegen unb mit bec Schraubenmutter
angegogen.
f. f. f. f. geigt gwei ßauf6ahnen ,* bereu 4 fepn
muffen, wie A. Sig. »• iu feh«n unb c Stfl- 3*
eine beutltdjere 23efd>ceib mg folgt.
g. bec «otbete Diesen mit gwei Weiten 3infen,
unb
h. bet Wedjen, bet nur eine Weihe
braucht.
I. betTlrm be$ oorbeftt WedjenS, weichet an bie
Äutbel m.f beten gwei Stüd fepn muffen, ange*
legt wirb,
k. ein langet 9?ed)enffiel, beten ebenfalls gwei
©tücf fepn muffen; es ift h«« 5« M*“» »»« beU)e
Wedjen oetbunben werben.
l. 1. Winge mit Schoten, beten 4 Stüd fepn
muffen; bie Wingc bienen fowoht. bie Wedjeabalfen
pot bem tfuffpringen gu petwaf>ten, als aud) bie
Scheeten feftguhalten, um, wie gefagt, ben hinteren
Wed)en mit bem porbern gu perbinben. C. 111. Sig 5.
ftnb fte beutlid) porgeßellt.
m. bie eiferne .Kurbel, beren 2 Stüd fepn muf¬
fen (@. C. III. gig. 6 d. d.).
n. eine Stange, 9! Su§ lang, ohne tfefle, welche
gum Dtude in hatten 3Begen über ben Schoreifen
bient; fte liegt auf einem Jtlo|d)en s. baS i| Sufi
lang, 7 3oÜ hoch unb 3-4 Boll bid fepn fann, unb
nn bie Stange bei t. befeftrgt wirb; bei o. ifl bec
gcofje SSolgnagel C. III. Sigut «o an beibett
Seiten an bie 2(pe e. .Kloben befefliget werben.
A. Si9ut I- wken 5<‘9t «inen folgen Älo*
ben wie et an bem Wagel, bet an bie Stange t.
befeftiget wirb, hangt. Die Stange wirb nut in har*
ten SBegen gum Druden gebraudjt; aufjetbem fann
fte abgelegt, ober braucht aud) gat nicht gemacht gu
werben; wenn bie 5Bege überall oon gleichet Hxt
frnb, fo legt man nut einen Stein »on gehöriger
(Satten* SH f c e i l t n.
1 6 r
©cbwere über bie ©cboreffen, welcher bann hinlang*
lid) bruefen trieb.
p. iff eine frumme ©fange, beren 2 ©tuef fe^-n
JttfifTen, welche au« fo frumm gewachfenem $ol;e ge*
macht werben tmtf; fte bienen $um Regieren, 2fufl;e=
ben tc. ber SWafchine, werben an bet innern ©eite
mit bem ©ifenptätfcben mit Sieben befragen, unb in
bie Kimmen 1. 1. A. gig. i. geflecft, wofelbfl fte «on
«nten l)ec , butd) bie am angeführten Drt punftirte
«^afen, befejliget werben.
q. bient, biefe Wegietlangen fefpjubalten , wirb
unten mit einem Öueereinfcbn’tt nerfefjen, unb ba«
jSifenplättcben eingejogen unb befefligtt, bet Dauer
Wegen. noch mit einem etfernen Wing befchlagcn, bann
fcei’m 2fuffrecfen mit ben £afen non unten befefliget.
Da« Wegierflangenwerf wirb übrigen« ned) C. III.
gigut 7. in petfpectiüifdhec 2fnftd?t bargefleltt.
r. ifl ba« einjige «£interrab mit einer eifernen
3fre, 1 3olI Dutchmeffer, wie C. III, gig. 6. a. b. a.,
weiche burch 2 Sloben c. c. bofelbfl an ba« ©eflelt
befefliget wirb, unb burch fein Umbreben bie Sur*
beln d. d., woran bie Wedjetifliele angelegt werben,
in «Bewegung fefct, wobvrd) eine Sraft hen>orgebrad;t
wirb, bie mehr al« 6 «Wann au«balten fann.
3-
C HI- ober bie britte tfbtheilung: 3ee*
gliebetung einjelner ^heile.
S'0Ut 1. jeigt ben notbern SSoljnagel nebfl beffen
äubehor: a. ifl biefer S^agef ; fo weif er burth ba« c.
a-S«9- 1. gehet, muß erD, ba« Uebrige febon runb
gefchmiebet werben. Damit er ba« £olj nicht jer*
reibt, muß er umecbemSopfe mit einem runben ©ifen»
b£e<h belegt »erben.
b. ifl ein runbe«, 3 Sim'en tiefe« ©ifenblecb, .«on
ber gigur wie f.; e« wirb mit 4 ©cbtaubenldcbe n für
ben fleinen Sieben mit Sappen d.oberi., in bet «Witte
mit einem großen ßoeh für ben «ßofjnaper, unb noch
mit 4 fleinen ßoebern berfehen, um auf bie 2Ipe fefl*
genagelt ju werben.
c. ebenfo ein 23lcch, ba« mit 2 ßoebern ju bew
Äloben d. unb noch einem tn ber «Witte für ben «8ol$*
nagel rerfehen, muf auch, Wie bet h. ju fehen, an bie
©d; raubenmutter angelothet werben; bie 2 «einen
£dd;er befommen feine ©chrauben.
d. ifl ein Waget mit ßappen, welchem unten eine
©djraube gezogen wirb. «Bie nun ba« ©eflell ho her
ober tiefer gelaffen werben fo«, wirb bie ©ebraube
burch ba« SStech g. geflecft unb in f. angejogen, baß
fte fefl flehen bleibt, wie b. c. d. geigt.
a. b. c. d. e. flellt alfo ben ganjen SSofjnagel
mit alten feinen -^heilen bar; f. ifl b„ g. ifl c.f
4i. ifl e., i. i|l d.
gigur 2. ©in ©choreifen nebfl Bubehor.
a. ba« «Weffer; b. ber £>rt, wo e« breimal an
ben ©fiel »ernietet, unb ihm bie gehörige Wichtung
gegeben wirb; bei c. werben ohne bie ©fange be«
©fiel« $u fchwachen, $wei Sappen gefchmiebet, wo
bie ©preijflange f. g. h. beweglich eingenieter werben
muf, bafj fte etwa« aufflehet.
«ffienn biefer ©tiet 00m «Weffer an («cm b.bi«d:>
i5u§ lang ifl, ifl cS genug; bie ©eite, welche im
©chatten flehet, fep i3„ unb bwSBreife-im Sicht 98t--
ttien, fo finb fte in allen Söegen flarf genug, wenn nur
im ©djmieben barauf gefehen wirb, baß biegifen nicht
«erbromtt, fonbern mit wenigem ©löhenbrnadjen ge*
fertigt werben, bamit fte ihre »olle Sraft behalten,
weil fie -oft großen Sßiberflanb leiflen muffen.
IÖ2
©arten = 591 i f c e tt c n*
©pretjPange f. w*tb mit einet langen
@d)t aube wrfeh«, «"* etwa« ftumm siegen, g. ifl
eine Schraubenmutter, welche non unten unb b, eine
toQlttta, welche non oben angejogen wetten fann,
nac^bem ba« ©choreifm auf ben if>m fehicfhchPcn
©cab bet £6be obet Stefe geeilt »otben. Sa«
JBerpählen biefet ©greifen muf, nadjbem fte »«el
obet wenig gebraucht werben, non 3eit J« 3«»t 9«s
fcfjc^en, hoch batf man auch nidjt ju lange watten,
weil fonjt ju niel abgefchtiffe« würbe.
gigut 3. jeigt bie ganje gintichtung einer Sauf»
^>ne für bie Sechen, beten 4 $aar fepn muffen.
a. ifl ba« .£>ots beö Sechenbalfen« im Surch'
mit 2 Stofen.
b. b. jwei Stoben baran , bie etwa« Parf, aber
£$ auf bet ©tange leicht bin * unb berfd)ieben laf*
fen; pe h^«" bie Sechen in gleichet %*>¥' «nl>
muffen genau auf ihren 2inien fte$en.
c. c. tie tunbe eifecne ©tange bet gaufbaljne
Jelbfi, bufcfch tunb unb eben gearbeitet.
d. ein Kloben, wo bie ©tange c, c.. wenn fte
"butch bie Stoben b. b. gejogen ifl/ butch eine
P©chtaube nerbunben witb.
e. e. jweiSihvaube'rtmuttetn Unter bem£ol$, unb
f. f. jwei bergleithen mit glügetn, mit Sappen,
Havin ein 2cch übet bem £ot$, «nt bie Sechen auf
gleiche 4>ohe ju Pellen.
g. bie jwei Sccf>enjinfen, welche butch bie 3>lJt*»
4ett bet Stoben b. b. geflohen wetben, unb «Ifo
jtjefe beflo feflet halten.
gigut 4. jeigt einen Stoben mit ©df)tdubmb. unb
<gc fymt a ., beten 2 ©tue? ferjn muffen, ©ei a. wetben
bie ©fiele jum großen Sechen beweglich »erntetet.
gigutr 5, ifl ein Sing a. , fowohl bie Sechen*
halfen f«pjut)«Uen, baß p? nicht awfplahen, öl« auch
eine ©cheete b., um bie langen Sed?enfiiele batan
ju befepigen; e« ftnb 4 ©tut? nothig.
gigut 6. jeigt bie eifetne 2fpe ju bem £intcrrab ;
pe muß 1 guß 10 3oll lang, unb, fo weit fie in bet
Sabe be« Sabe« peefr, »iereefia, ba«Uebtige f*on tunb
gef^miebet fepn; c,c. ftnb 2 fiarfe eiferne Stoben mit
©fhrauben unb SSuttevn, wobutd) biefe 3lpe an ba«
©eftelX angejogen witb (©. m. m. A. gigut i.)5
d. d. bie jwei Sutbeln; e. e. Schraubenmutter, pe
f*jl anjujiehen} f. f. jwei £afen, nicht ju fch»«<h»
mit ©^rauben* unb glugelmuttern; »otn an jebem
^afen noch ein fleine« 2ocf>, um baburch einen Sie*
men ju jiehen unb bie glügelmütter anjubinben,
wie bei g. ju fehen, weil pe ftcf> fonp übet bet tft*
beit leicht lo«winben unb »erloren gehen.
gigut 7, jeigt bie Segierpangen in petfpefth
uifcher ^fnpdht.
gigut 8- ein flehtet #afen a. , bet in ben S(o*
ben b. paßt, worüber fchon ba« Sotlpge angeführt
worben.
4-
Hfnwcifattg jum ©ebtauch biefet 5Sa*
fchine, unb. wa« man fonfi babei ju
beobachten h«^
1) Sp ein £>tt augjumitteln, wo man ba« ganje
SBerfjeug im St 0 cf nett unb »erfchloffen aufbewahren
fann, baß nicht« baoön abgemacht unb verloren ge*
hen fann.
2) Sie ©arfenwege, wo man bamif arbeiten
will, bütfen nicht mit grobem .Sie« belegt fepn; auch
muffen alle gtobe ©teine unb ©aumwutjeln, wenig*
pen« auf 3 SollSiefe au« ben 58egen hinweggephafft
werben; e« pnb bieß ehneicm Singe, welche in ©at*
®arfeit
tefiz unb ©pajterwegen tu feinem galt gebulbet wer*
ben burfen.
©ar ju weidet ©anb ifi auch nicht gut, benn
ob et jwar ben ©inter burch, unb im ©ommec bei
JRegenw etter recht gut ifi, fo macht ec boch in tcocf=
nen, fjeifen ©omraerfagen gar ju unangenehme ©ege.
&an$ tf)o ntge ober lehmige ©ege ftnb bie fehle#*
teften ton alten, unb in fotchen ©egenben ifl ©anb
oft fef)t rar; man muf bähet anbere 9Raterialt?n
«uffuchen. — Ser an ber Suft jctfallene Sufffiein
ober einige Ärten ©anbmergetfieine, welche ebenfalls
an ber 2uft jerfalten, ftnb in thonigen ©egenben
oft häufig tothanben. ©o giebt eg auch eine fanbige
2trt ©ppgjieine, welche, fleingefiofen unb gefiebt,
fehr nette ©ege machen, aber ihre weife gatbe ift
ben Äugen im ©ommec fehr fchäbtich. Sec Äbfall
ton ben ©anbfieinen, welche man jum iöauen ge*
braucht, noch recht Eiein jerfiofen unb geftebf, macht
auch fehr gute, fefie ©ege, wenn fte nur 2 3oll hoch
bamit betegt werben; enbltch ift noch ©ärberloh«v
befonberg in Äuchengärten, jum SSetegen ber ©ege
gut, wo fte wohlfeil ju haben ifi; wenn fie 3 big 4
Sabre gelegen, fann fte jufaramengefebarrf, unb alg
eine gute Süngeretbe, auch auf 2Ri]ibeete §u ©urfen
unb ©elonen gebraucht werben.
S0?an furfje in feiner ©egenb bag befte SRaterial
jum Äuefüllen ber ©artenwege auf, unb mache erji
Eleiue S3erfuche. konnte ober wollte man feine'Shons
Wege md)t terbeffetn, fo fuche man jur iebegmaligen
Steinigung ben fchicflid)fien3eitpunft ju wählen, unb
bag SReinigen mit biefet ©afchine wirb auch gut
gehen. Siej-etigen ©ege, beren ©anb etwas fejt
Wirb, ftnb auch am heften ju bearbeiten, unb ber
bejte 3ettpunft ju altera ©egepugen ift , wenn eg
5D? i f c c 11 c n; 163
♦twag geregnet hat «nb wieber afgetrotfnet ifi, fo
baf bie ©tbe noch «twag geud/tigfeit hat.
3) ©ilt man mit ber SOtafchine atbeifen, fo
fährt man bie ©erzeuge nach oben gefebrt an
Stt unb ©teile, burdhgehet ben $lan tn ©ebanfen,
fucf;t folgert fo einjutljeilen, baf man ganje 3öge
machen fann, ohne ft# oft umwenben ju muffen.
4) Älteg wag e.g nothig hat , muf mit einet
guten ©djmiere eingefchmiert werben; bann fehrtman
bie ©erzeuge unten unb richtet fte gehörig, fieeff
bie Sfegierfiangen jr. auf, jiehet alle ©chrauhen
wohl an; — jwei ^erfonett fpannen ftch »orne ein,
ein SOtann gehet hauten, fowo.hl jum ©chieben alg
jum ^Regieren, unb Äd;fgchen, baf Älleg orbentli#
gehe. ©c gebe ad}t, baf orbentlich gejogett wirb,
baf bie ©infaffungen nicht betätigt werten, unb
baf, wenn fjich Unfraut «or ben 5Rcd;e»t gefummelt
hätte, bie ©affine aufgehoben, unb bag Unfraut in
ein Äocbcben, weicheg auf bet ©afchtne immer mif=
gefahren wirb, ju fammeln, bag ganje ©ctf, wo eg
nothig wäre, tiefet ober hofter ju freiten, welches am
grofen S5oljnagel gesehen famt.
5) .öätte man aber gar unreine ©ege, wären
fie mit egjunbgjabn, Sowenjahn unb attbern fchlim-
men, wurjelnben ^flanjen oerunreinigt; bann ifi fein
anbeteg 9Rittel, alg foldjeg ©urjelwetf mit leichten
©einfachen ober «fjaefen, nicht mit ©paten, aug^
haefen unb rein auglefen ju laffen. geeilt# eins
muhfetwe unb langweilige Ärbeit; man fann aber
faum biefe Unfcautarten babur# log werben; wag
auch fo lange wieberholt werben muf, alg nothig
ifi. -- ©ommer = ©raSpflanjen aber ftnb eher ju
oerHtgen; wären alfo ©ege fehr bamit befefct, fo
ftelle man bie 9£e#«n ganj hoch/ baf fte nur oben
ffceifm, ob« Ugf 9« ab' *u
«inet 3eit bleiben mit ben ©greifen allein
einigemal; betgleichen fei>t unreine ©ege muffen aber
mit #anbtechen wbllig tein gemalt werben; fefjc
unteine ©artenwege- follte e« eigentlich nicht geben.
SKan fann mit bet 5Kafchine bie Weit oft wiebet.
holen; benn je weniger Unftaut ba ijf, je helfet unb
Seichtet gehet bie Weit, fo fann man bie ©greifen
ganj ^ox^fteUen unb bloff mitten Kedjen auffrafcen;
ober bei- langan^altenbem Kegen, ijt eS hoch oft bet
SaU, baff ba«- Unftaut ubetljanb nimmt, ba fann
man ft<h hoch teiltet unb- gefchwinbet bet Weit
«ntlebigen, al« mit $anbw«f jeugen allein.
6), £)ie bisher burch #anbwetfjeuge bearbeite»
ten 2Bege, fintr oft feht ungleich; foHten alfo nach
bem erffen unb- jweitenmatigen ©ebtaudje mit bet
5J?afd)fne noch unangegtiffene *pla(je übrig bleiben,
fo gebe- man berfelben bie ©chuttf nicht , fonbetn
fahre noch einige SKale roel)t überhin, fo wirb' ent»
»ebet alle«, ober hoch ba« mcifle Unftaut abge»
fchaatt, unb Ungleichheiten aiWgefüllt werben; bleiben
aber bann hoch noch hi« unb ba unangegtiffene
^JÜhe/ fo e« ein Reichen, baff bie Ungleichheit
ten su gtoff waren; «« müffen alfo biefelben au«*
gefüUt unb geebnet »erben. Sff ba« einmal gefche»
hen unb bie ©ege wetten burch fonjt nid)t« wetbor»
ben, fo werben |te burd) bie «Kafchinenarbeit immer
hüb d) eben gehalten werben.
7> Sollte fich wahtenb ber Arbeit ©anb u. f. w.
Wv benKechen häufen , fo wirb bie 2»crfd)ine hinten
*eid)t aufgehoben unb ein wenig, ohne ben s)ug>
auf juh alten, g«fd)ütteir, ober man fammett ba« Ur.r
fraut in ein Körbchen, wa« immer auf bet 9Äa»
fd)ine mitgenommen werben muff. 2Senn bie 3Bege
etwa ju naff finb, ballet ftd) ber ©anb oft fo, bg
91 i f c e U e n,
muf man nur etwa« gefchwinbec fahren, fo gehet
alle« wohl burch, je gefchwinbet je beffer.
8) ©owohl getabe al« frumme 5ßege, wenn bie
Krümmungen nur nicht gar *u fur§ finb , welche«
euch nie fepn follte, fann man mit biefet SKafchine-
bearbeiten.
9) ffBcren bie SH^ge etwa« hart, welche« ber
gtofer Srocfenheit oft uorfommt, unb bie Weit
müfite gefchehen, fo mu$ man bie früheren «Kor*
genffunben §ur Weit w^len, bie ©cfaoreifen mit ei»
nem ©tein oon notiger ©chwere barüber legen; wo
e« aber nicht feht hört iff, fann man beibe« ent*
bebten. SBenn mnn ba« Keinigen oft ootnim nt,
unb ba$u jebe«mal nach einem Kegen ben tedjtat
3eitpunft wählt, wirb man nie unreine unb ha*te
SQJege h“hen.
10) £5tte man (Spazierwege burch ©raSpta&e,,
»0 beim Äbrodhen be« ©rafe« , beffen hmeinfiel,
ober geworfen würbe, fo muf folche« wotf)et rein
tmggefcbafft werben , unb ju bem SSehuf batf man
nur noch einen Kecben mit naheffehenbetr eifernen
3infen rot bie ©choreifen, nur fefiffehenb, anbringen,
unb auch bteü wirb bamit wohl beforgt »erben.
11) fföege, welche nicht feht unrein finb, Un-
nen mit b t «Kafchine wollig fertig gemadjt werben,
wenn ber «Kann an ben Kegierffangen in 6 gu& brei»
ten ffBege« brei 3üge macht , unb bei jweien an
ben ©infaffunge» h«»mif auf ber inneren ©eit« ge»
het, beim britten $ug aber gar nicht hinterher ge?
het, fo wirb man feinen guf tritt fehen, un» matt
fann, wo e« eingefuhtt unb beliebt ijf, ba« SBalje»
gleich folgen laffen. «Kit bet «Kafchine gehet bie
Arbeit gefchwinb , unb wenn fonff bie £eute nicht
faullenjen, fo fonnen bieSSBege in einem mittelmaffi»
gen ©arten in 2—3 ©tunben gepufc^fepn; wa«
©arten = 931 i f c < 11 e n»
fonff auf bic gewöhnliche 2fct 2 — 3 «Kann in einem
Sag nicht, ober mit großer 2fnfirengung ju Icijlett
»etmögen.
12) Sff bie Arbeit »olfenbet, fo fe^c man bie
3?eaier|?angen ab, maßt alles rein, fef>rt bie SDßerf*
^euge nach o6en, unb fo man weit jum Quartier $u
fahren bat, macht man aud; bie Kechenjliele von ben
■Kurbeln loS, unb binbet ben Vorbern Kecken mit
einem ©trief gegen bie ©churireifen an; auch fann
man alle Schraubenmutter burd; einen S3inbfaben
ober £)ral>t jufammen verbinben, bamit feine verlo*
ten gehe; man fann aud) ein «Paar ©fangen, wie am
9)flug, anbtingen unb ba6 SBerf barauf fortfchleifen.
13) 3Ber eine folcfte Sftafchine will bauen laflen,
mug gute«, trocfneS #olj ba$u haben; gute« «Buchen,
©fc^en, 2ff?ocn, reiu eichen, i|? bas befte; rein
Sannen, befonbcrS Äiefernholj, wäre wof)l auch gut,
aber ju bem 23orberwagen unb «Kdbern mußte bod;
Buchenes genommen werben. 2fud; tf)Ut man wof>l,
bem £of$n>erf einen tfnffrid) $u geben, unb baö @if?n-
werf mit£arj fdjwarj anjulaffen : es ift nicht fott>of>I
gegen bie SBitterung, als vielmehr fcaS .fjoljwerf gegen
Sßurmfraß , unb baS ©ifen gegen 3? oft ju ftdjeru-.
3fuf’« £otj bient $um erjien 2fnflrich mit ßeinölfuniß
verbunnter ©chiffStljecr, unb wenn biefeS wof)l ange«
troefnet, noch einige «Kal mit irgenb einer £>elfnrbe.
2ßem an ber ©cf>onf>eit nichts gelegen, ber fann ben
3tnfhid> aud) nur mit einem flarfem ©aljroajfet
machen lajfen, unb es wirb gegen allem 2Burmfraß
geft'diett feijn.
14) ©S ift auch nofbig, bem ©chlofter ober
©djmtbt, bie Seicfenungen ber ©chor« unb anberern
©ifen nad) ihrer natürlichen ©röße vor$u$eicf)nen; ju
bem 33ef)uf habe i d) einen fed)«aolligen SKaaßftab,
nad) welchem ich hier gebaut habe, auf ber ©fite ber
SSottf. beö £ S. @art, S3tagaj, V, S3b, 4. ©t, 1821.
3«ichnung beigefugt, wonach man überall ftfe nam»
liehen «Kaaße richtig nad;mad)en fann.
©ch lieblich bemeefe ich noch, baß bie Arbeit
mit ber «Hafchine erft recht erlernt werben muß; id)
bebiene mich ihrer nun fchon feit langer Beit mit
bem größten Kuben, fann fie aber faum ben Sag*
lofjnern jum Regieren anvertrauen , benn bie
Seute bleiben am liebften bei ihrer gewohnten Un
beitSarf.
OBollten SSeft^er großer 9>atfs unb ©arten
eine folche SKafchine, für bie Jtrdfte eines £)d;fenS
ober ^ferbeS berechnet, bauen, fo fÖnnen fie nach
biefet fleinereir leicht eine größere machen laffen.
$D?an barf nur noch 2 ober 4 ©choreifen mehr an«
bringen, bie ©tollen burd; 2 ober 4 vermehren;
bann muß' aud; bet vorbere 2Bagen barnach breiter,
unb jwei ©tollen Dome burch ein ftarfeS a.ueerholj
verbunben werben, ein ©tolle in bet «Kitte bleiben
furj, welche« unter bie vorbere 2fpe gefieeft, unb
burch ben SSol^nagel verbunben wirb. (Statt eines
^interrabeS muffen bann 2 Kdber mit fcftftebenber
eifernen 2lj:e angebracht, unb bie Kechenftiele burd)
bie kurbeln in Bewegung gefegt werben.
2 2fnfpannung beS ShiereS muß burd) ein
«Paar ffarFc ©triefe fo gefchehen, baß bie 25eid)fel
frei bewegt werben fann , um fie nötigenfalls red;tS
unb linfs jiehen fonnen.
Surch einen flarfen Cchfeit möchte eS wohl am
beffen geben , weil ^)ferbe ju wilb ftnb unb burch*
ä«h*« möchten.
(5. ©t.
3
i66
© a 1 1 tn s i f c eilen.
reinigen Sann. Sebe biefet SÄS^c«n - bl« alle but<h«
au$ gleich weit frab — h«1 So« im öurthmeffer,
S65«fti>£ »itmettyrai für Wattjin^uf«. unb an bec einen ©eite einen 2 Seiten unt>
{mit XbbUbm «uf Sa?sl 23‘
m liegenben©drrafand(e, welche, non einem
fifernen geuerfafien au«gel)enb, ttntet ben genftern
„eg, um bie $flanjm herum unb bann in einem
0d)lot au«laufen, ftnb fowofp für Sleinere, alb auch
gtofere gjfanjen-# ja fogac grofe ©ewach« -- unb
Örangeriehdufet non entliehenem Stuben. fßibbec
mauerte man fte gewöhnlich, io — 12 Soll weit, von
©athsiegcfn, mit 2ef)m, welche« aber nicht« taugt,
ba biefe banale ftch nur langfam unb nicht egal ec*
wdtmen, oft reifen unb rauchen , fchwet ju reinigen
finb, unb bec oft feucht wecbenbe 2ehm einen feud>=
fcn Stoben in ben Heineren ©arm * unb Sreibhau*
fern macht, bec ftch bann auf bie Slattec bec Wan*
jen nieberfdhldgt unb biefe fefjt naäjtheilig befchmu&t,
fo baft fie immer mit ©uhe gereinigt werben muf*
fen. ©eit beffer ffnb bafer bie neuerfunbenen tf)d*
tternen ©drntcohren, beren Tlbbilbung Safel 23 B.
jeigt. 2Mefe finb runb, fo bafj fte jeber Stopfer leidet
machen Sann, befielen au« Sutjen, nur 2gup 2 3oU
(Seidiger ©aaf) langen ©tucfen (f. gig.aO, fo ba&
ft« leicht auögewechfelt werben Sdnnen, wenn eine
jerfpringt, ftnb innerhalb glafurt, bamit ftch Sein Stuf
feft anfefecn ober burd>fd?lagen, unb man fte, vermöge
ber herauöjunehmenben, 5 3olt langen unb 5J 3oll
breiten klappe , welche mit 2ebm verfluchen wirb,
mittelp eine« geberwtfdhe« ober einer Surfte leicht
eben fo bicfen tftanb ober ©utft, innerhalb welche«
bie folgenbe Stohre, welche in bie vorige paffen muf,
eingefchoben unrb mit 2ehm verfluchen wirb, gut bie
ßtfen, wo ber Äanal ftch unb wmbet, ftnb be*
fonbere furje ©cfftucSen nothtg, bie gigur 1. jeigt.
Son ben gerabelaufenbm Siobtenftutfen, gigur 2.,
befommt nicht jebe«, fonbem nur ein« um ba« an*
bete, eine Etappe, fo baf ber Peiniger mit entblöß
tem 2ltme hinemgreifen , unb jebe klappe leidht ec*
reichen Sann. Seber praftifdje ©drtner wirb ftch in
bie, gigur 1 unb 2, beigefugten geirhnungen leidht ju
ft'nben wiffen.
Siefe thonernen ©dtmtohren haben ben 9rofen
Sortheil :
1) baf fte ftch fchnetl hetfcen taffen, unb in bem
ganjen ^fTangenfjaufe eine egale trocSene ©dutte
verbreiten ;
2) bafj fte leicht ju reinigen unb ju repariren ftnb;
3) bafi fte weit weniger $olj Sofien, al« bie von
©adbjiegeln gemauerten Äanale;
4) baf man ben ©rab be« geuer« unb ber ©dt*
me, vermittelt eine« «Regulator« in ber eifernen
Öfenthur, tn feiner ©ewalt hat.
$ier in ©eimarSofiet: 1) eine gerabe, 2 guf
2 Boll lange SRöhte ohne Älappe 6 ©t.; 2) eine
begleichen mit Älappe 7 ®r. ; 3) ?in bergl. ©cSftucf
ohne Älappe 8 ©t, @dchf. ßct.
g, 3. Sertuch»
3 « b « l t.
©eite
SSlumtfleref,
x, ©<$one ejcott’föe ^ftanjen.
A. Sie ©ilbet SBinbe, ( 9) fit tfbbiifcung auf
Safel 20,) . 125
B. Sie fiberbangenbe Steneatmie, (SOiit 2tbbiU
i»uit3 auf Safe! 21.) , . , X25
s, SBie mujj ba§ SSBajfer jurn SSegiefien bet ^flan*
S«n befdfjajfen fe^n, wenn eg bie SBcgetation
befbrbern fott? 126
Seite
S&ffsßultur,
1, ©barafteriftiE bet £>bft s ©orten,
2f « p f e t. Ser rot^e Äutj|iiel, (SJtit Jfbbii»
bung auf Safel 22.) , . , . »139
2, Sbjtbaumsucbt im ©bmorer ©omitat, in Um
garn . T40
3, 4?ei(mittel fut ben Siger ober bie Staube bet
SSirnbäume . ,141
©arten * StfifceUen.
1, ©amuel^atfeg, übet bie Jtnmenbung beS
gemeinen Äütbenfatjes im ©artenbau .
3 2
»43
1 68
Sette
8 n I) a l U
©eite
* ßjjemifdje Xut»l< »« Sopi«*« »*« *»■ 3tMiiK,"n9 tin,,: tu>‘ma ®aWn' 5>a|':
I54 Safel . .
. . 4, StjSnerne SBürmer&tjren für ^ftansentjaufer.
3. ua.t U< aeirt«» »« @.««»<3*, »>tn (WtWTOunsaufS.frtaj.S.) . ■
3u biefem $efte gcljörcn folgenbe 2(bbt(bungcn:
Bafel 20. Sie ©it&er = 2Binbe.
— 2i. Sie übfrtjängenbe Stenealmie.
— 22. Ser rotfje Äutjjtiel
_ 23. A. SBegereiniaungS = SKafdjine.
_ — B. aBStmerbfjten für 5>flanjeni)äufer
(^ierau baö SnteUigenibtatt Nr. IV.)
<Ä?/
'9iy?.ZZ.
rr /•<
No. IV.
3nfelligtn$ • «Blatt
fcer ^ortfelung
tes
%U$mtmn SetttfcfKit ©arten« gRasaün*.
_ fünfter Sanb. 1821.
faxten intelligenten*
®*vhj[ü)nif} t)on fcfrönbru&jnbm, «um Sbfil
noeb febr feltenen ^fTanjen, welche gegen fogleid)
baare 23orau3be$ablmig in Gonoenfionggelbe,
in bfren Ermangelung id) ben betrag oon ber
mobet ben (Sveoiteurg, EommifftonairS ober
Snbrleuten bet ber SBerfentung nad)nef>men
werbe, JU habe n ftnb ber ©oftlob Sriebrid)
fe«bc^ ‘5ant>{I§9a'lrtnfr- £reSben, 2BiIg;
bruffer 23orfIabt, ©«gaffe Nro. 924. am
#.«,5 ? U ma- Spebtteurs unb ©ommifPonairS sur tr tu
ttm »eforberung aufgegeben, fo bitte id; ergebend, um
£-f9^,t,9e-?orto ffir %vi(fc «• f- »■ unb anbere
mog(td;e ©djwtertgfeiten ju »ermciben, tiefeiben aud) »u-
ßletd, anjuwetfen, ben betrag bafitr foaleich iu entricb
id> k T d°n Wt,9 bm ketraTbei
buö,n nQ$nfb»fn »erbe, rooburd) noch ber
{JSS *«2‘ M Me ©cllis auf bas
bS 6e|*e 1,Jflter bef6rbert »erben muffen, wo!
burd; monier Unannebmlicbfeit rorgebeugt mirb."
UnteSciffen be,,H ifte id) poftr'rci unb Me nS=
i^1 eu.t,.,9>’ iugteid) erbitte ich bie Vornamen
merner Xbbreffe -ebeomal mit auf bie Briefe |» fi
Sa mehrere ^flanjen = Ciebbaber , bie nicht groSe
©amnifungen ^antegen Jbnnen ober »ollen, nicht fomebl
feltne als fd&one ?>flan$cn ȟnfeben, anbere mieber auf
befonbers PatEe, unb bei fdwerblübenben auf blübbare
Cremptare feben, fp habe id) bei einigen ber nod) unbf;
fannteren bemerft, »eiche ficb ganj befonberS burcb©d>5n=
bett ber Slumen, beS 3Bud)er$ unb beS ©eruebed empfeb;
ten, fo aud), roooon id) ganj befonberd Parte ober blüh-
bare ©rempiare abgeben fann.
„ “m b-el ^uäw?cti^I‘ Kbe aSebenftiAfeit ju beben,
•T!^erC^ bte rff^ »ebienung, in Jinfebung
richtiger tarnen, gefunber ^flanjen unb guter SJerpacf*
ung , bie bet mir mit grogter (Sorgfalt gefc^iebt. Sie
©mballage nnrb befonberS begabt. ’
Abrus precatorius, Glycine Abrus L. 9)afer:
noper ; ©rbfe. . . ^
Acacia aecipiens, A. dolabriformis
— decurrens-, Vent, febr fd)6n
— — begleichen groge
— fDodonaeifolia
”Jfb^dMra’ wfl$* föoir, arsficine
yfbtnje febr fd)6n
— lopbanta speciosa
— mucronata
— paradoxa, A. armata R. Br , fdjoit *
• — scolopendria , A. alata
— stricta, Willd. ,
5
-6!rl
9
(XXXVI)
dealbata, fd)6tl
fctjc fiarf , tied&t fef)t
Änd., f«t>c fdj$n
Adansonia digitata, L. 2fffcnbtrot = 95aum
Adianthum Capillus Veneris, L. ,
Afzelia grandis, noya, fet)r fd;on .
Alströmeria peregrina, L. »
Amaryllis formosissima , L.
Andromeda arborea, L ?
_ axillaris
_ cal'culata, L. • . .
_ Cassinefolia, Vent, A speciosa.Mic
_ Catesbaei . .
— lucida, Lam. A. conacea Alt
_ polifolia , L.
* _ pulverulenta , A
_ racemosa , L.
serrata . •
Annona Asiatica
— tripetala • •
Anthemis Artemisifol. fl. albo pleno
_ _ fistulosa nivea plena, pcaajt
_ — pleiia, ©panifd) braun
_ _ atro purpurea plena
_ — lutea pl.
_ — pallida pl. *
_ — rosea pl.
Aralia arborea, Willd. Hedera arborea . 5
— capitata, Willd. Hedera capitaU . 5
— spinosa L. •
Asclepias gigantea, fepr f(l)0n
Aspidium aenjulum? Sw.
_ dentatum Sw.
— molle Sw • *
Aster Areophyllos Bill. A. moscbatus
_ tomeniosus Willd A. dentatus
Averhoa Bilimbi, L. .
Aialea alba . •
— glauca , L. .
_ nudiflora
— pdorata
— pontica L
— viscosa
Banksia, ericoides . •
_ he erophylla, H. ole^ef- 1 Br'
— Uicifolia ; Hak. flonda, Br.
_ oblongifol. Br. ♦
— paludosa, Brown. •
— pinnatifida, Hakea suaveolen*
— Rhuscifolia, B. dentata
Bauera rubioides .
Bauhinia variegata
Begonia discolor • •
Berberis Sinensis
Bignonia grandiflora,
Bitlandiera melocarpa
— scandens • t *
Bisa Orellana, L. DrleanfcSart« .
Cactus phylanthoides, ift
ift rofafarben unb groß, blupt ßäuftg u. lange,
ojine baß bie yflanje
Cactus speciosus.W., befielt »jtHj«
«Blume ift ganj wte bte oon G.
aber btennenb purpurrott), tnroenbtg fä&n »
let, blüpt gerne unb lange unb betrage
Calotliamnus quadrifida
Calycanthus Carolinianus
— ferox
_ floridus L. .
— nanus
— präcox .
Calystachis lanata .
Camellien , gefunbe gut bewutielte
fPflanjen bis ju
85
als;
ty,
tpt. ttji-
15 bis 20
12 — IS
25 —
3—10
8 — X»
8 — i"
10 — 12
20 - 3°
12 — 15
Camellia Japonica alba plena 6
— carnea plena • .10
_ Kew Blush fl. pleno . 20
— longifolia, »ermütplicf) alba
simpl.
_ Middelinist
_ Paeoniflora
_ Pink coloured
_ rubra plena
— striata plena, blüßbare ■ ~
®aS aante Sortiment tiefer, foroobl an
alö an SSlumen pradjtoollen ©attuna, «1°#;
id) in fdjonen , gefunben ^flanjen »on lebet
©orte 1 Spemplar für
Camellia rubra flora simplici
_ btefelbe and) bis ju
— bergleid>en jum «Berebeln
Campanula lannginosa , yyillo.,
_ versicolor
Capraria lanceolata
Cassia biflora •
— grandis, fcf)C fd)OB
— ligustrina
Ceanothus Africanus, L.
Chloranthus Sinensis .
Cheiranthodendron Platanifol.
fet)r ftbbn . •
bergleidjen große bt«
Gbrysophyllum Cainito
Cineraria lanata •
Cissus Orientalis • *
Citrus Aurantium L. , ^ommeranje »
_ _ roolfltragenbe
_ _ crispa, ÄtauS : Drange
_ — Japonüa . ■
__ _ Myrtifolia , 5Blnrtenblattrtge
__ — dulcis, 9>ommeftne •
_ _ — mit rottjem gletfö, Aran
_ — ^SdicifolärSleiben^ättttge
Ceöfopenbau
(XXXVII)
Citrus Aurantium L., fructu striato, Aranzo
incanellato, Aranzo Turco, Türkine :
Ufa fd)ön an %rü<f>ten
~~ — fructu citreo praegnans, Aranzo o
Cedrato della Bizzaria, jcidfinet fid)
Zu L1!*.* ö°nä größte atti,
!>?lb fronen, falb 3>ommeransen finb
“ Medica Calabrica, {(fine runbe
ßaiabrifdit Cimcne, fat einen überaus
oromatifdjen, wöbltiet&e nben 3f tftem
gebenben ©aff, nefäaib fie in ber &e,
ßenb um Neapel $um robengSenuffe fehr
r&F'k ®- «** »'s-
~ — trifoliata
Glethra acuminata
— Alnifolia, L.
Cliffortia obcordata .
Coccoloba excoriata, L.
— pubescens, f»$r fc|)gn
— berauben grof unb florFe . . 20biS
Columnea speciosa, fefjr fd)6n
Convallaria racemosa, L. dito dito
Couvolrulus arboreus Ufa f^bn, mit it) ren fi’ro>
ne§ loufeö” ^raU&Cn' *,ne Wfl^ve 3ierbe ei:
— coccineus
— speciosus, fe{ir fd&on
Cookia punctata, Lam.
Corchorus Japonica fl. pleno, febr fcfiSn
Conaria Myrtifolia, L . J ;
Crataegus glabra, sprat&fpflönje
— Indica
Crataeva capparoides ,
Cupressus Africana
Cytisus purpureus , Willd.
Dalbergia scandens
Datura arborea L. , febr fd)6n
D-hTaurneoTaa’ L ' °d°ra’ Ait* tUd)t *üt
— Pontica, Willd. .
Dawallia Canariensis, Sw Trichomanes Jap
Delph.mum grandifl. fl. simplici , verum
Dianthus arboreus, baumartige Keif», erreicht
rcenn t$r ölumenfldngel nicht abgefchnttten
wirb, einen bebeutenb hoben Stamm con i:
bis 14 Gelten unb baruber
— Japonicus flore pleno
— latifolius, febr fdjcn
— plumarius fruticosus?
~ ' A°re maximo plenissimo, gna(
Pink, febr fd&on . . •
Diosma acuminata
— imbricata, Willd. \
villosa, Bucco villosa
— virgata , L.
Diospyros Lotus, L, ’. ’
— Virginiana
Dotonaea latifoüa
Dracaena mauritanica, fef;r fdon
— reflexa
■ — umbraculifera . t
Embothrium Salicifoliura
Epacris grandiflora, pradjtCOll
EnC3 faei'nbb°StgeapenSiS’ n'd;t iU ^ofali^e
— fascicularis, febr f(^6n
— berbacea
— hispida
— pomifera, fc^r föfa *
Eugenia australis
— elliptica
— Jambos, Willd, .
Eutaxia Myrtifolia
Ferraria tigrida, L. Tigridia pavonia , Curt
prad;fyott . .
— undulata, L. pracfrtüoH
Ficus elastica, ber ma^reGummi elasticum 6*bi$
— Lichtenstemii
— venosa , Ait.
Fontanesia phylliraeoides, Billard
Gardenia florida, L.
- flore pleno,' fel;r Wohlrtech.
— — mycrantha . 7 '
— radicans, febr fdj6n
uaultheria procumbens , L.
Gentiana asclepiatea L.
— pneumonanthe , *
— saponaria
— septemfida
Globularia longifolia, Ait.
Gloxinia arborea, febr fdjon
— speciosa, Ker. G. florida, fefir fd)
Glycine bimaculata, Curt. Kennedia mono-
phylla, Persoon .
— coccinea, Curt. K. coccinea, Vent
— rubmunda Curt. K. rubicunda Vent
Goodia Lotifolia
Gorteria beterophylla !
— Pavonia, fefa \d)bn
— rigens
Hakea acicularis
— dactyloides, Brown.
— H. florida , Br.
— suaveoleus, Brown.
Harrachia speciosa, Jacq., fd§6n !
Hedera arborea . fiebe Aralia arborea
— Helix foliis variegatis
Helicteris spicatus
Heliotropium grandiflorum
Hemerocallis Graminifolia .
Heritiera elegans
bergtefcben fe^r grofie . . ,
Hibiscus Rosa Sinensis purpurea pl.
bergleufjen fefjr grcge
Hovema dulcis
Hura crepitans, L. ©anbbücbfenbaum
Hydrangea arborescens, L.
9 2
16
8
6
I
1 —
jsttbr-
(XXXVIII)
Hydrangea glauca .
— quercifolia, nora Sp. .
Hydroglossum Japouicum .
Jasminum glaucuin . . * , .. ’
— multiflorum , tft fc^r fdjon, WOfjl ter
fdjbnfte oon allen Summen ■ 3
__ trifurcatum
_ triumphans , fft feljt fdjon
Ilicium anisatuin, L. _ ,
Iris \nglica, I xyphioides, div tfarben
— Hispatiica . J. Äyphium dit. dit.
— spectabilis • •
_ Susiana major, pradjteoll’ .
Itea Virginica, L. fef)t fdjon
Justic a bicolor, ungemein fdjon .
_ cri.tata, Barleria cristata, fefjr fqön
_ picta, f<br fdjon .
Ixora coccinea, L. fel)t fd)cn •
_ puipurea
Kalmia angustifolia , L. fefjt fäon
_ glauca, Willd. fef)r fd)0n .
— latifolia, L. fet>r fcbon •
_ bergleidjen fe^r gto&e
— nitida? . • *
_ oleaefolia
_ pumila . •
Lasiopetalum arboreum
— ferrugincuin ♦
_ marginatum
Laurus Bemoin , L.
Leea hirta, Hort. Kew.
Leptospermum jumpennum
_ lanigerum
_ scoparinm • ■
Liatris spicata, fcljr fd'bn, gtope •
Ligustrum lucidum!'?. Sineuse, feljt fd)ö
Z. bergleidjen febr 8'°*« *
Lobelia cardinaiis, L. fcj>r fdjon .
_ fulgens, W. febr fdjon
_ splendens, W. febr f*8n •
Lilium "Canadense , febr fd)ön
__ candidum plenum, dit.
— CätesLaei,
_ Chalcedonicnm, dit. .
— Dauricum. dit.
Vii'imilp ult« ■
— tigrinum, 3opanifcf»«
— bas ©uirtib tiefer spt«d)t * luitn
Liparia bybrida •
Lycopodium denticulalum, L.
Lomatia Süauifolia , fetjc fdjon •
_ betgleidjeß frtjr grof
iSZSISX«« «#k !5Ä
^ »nie L. grandiflora, tbn aber mie L.
Chalcedonica . •
Madecca loiata * « .
Magnolia A.n nona efolia , ElCu)t ÄltJCttCpWt
auriculata, Mich,
fuscata, riedjt fefjr angenehm
- bergleidjen febr grc{ie,üoUÄnorp. io
glauca L.
grandiflora, Exmouth
macropbylla, Mich,
— purpurea
Malpighia crassifolia
— volubilis • ,
Melaleuca calycina, fet)t fdjon
dit.
dit.
dit.
dit.
dit.
dit.
dit.
dit.
dit.
dit.
dit.
dit.
dit.
dit.
dit.
dit.
coronata,
decussata,
Ericaefolit, Sm.
foliosa,
imbricata, .
lanigera, .
Linarifolia, M. radiata, dit.
nervosa, .
nodosa, • “I1*
pubescens, . dit.
pulchella, •
Species Novahollandicadit.
squarrosa,
tenuissima .
_ Thymifolia,
Metrosideros crassifolia,
linearis,
lophantha,
marginata .
saligna rubra,
specinsa,
Monsonia filea .
— speciosa, fetjt fdjon
Myoporum acuminatum
_ tuberculatum .
Myrtus communis mycrophylla
L semperflorens fl. pleno
— tomentosa
Nandina domestica
Nerium coronarium , feljr fcfj&n un
genehmem ®etud) •
splendens, N.speciosum, gro&e, ÜOU
fenfarbne JBlumen •
_ tinctorum, Allamantha vejrtimllata , y»
einen febr fernen tuib regelmaptgen S3au
Nictanthus Sarnb^c g'rand Duc *de
Toscana, fetjr fdjon, roobttiedjenb
Fal°niSinernsTalba plena, fdjneemetfi mit pur
yurrotfjem 2(uge . *
_ integrifolia , P. integernma •
Passiflora princeps, P. racemosa. ©ufe tjl um
itreitig bie 'djOnfte aller Passifloren, ©tr
bringt gto&e, lange Trauben M« onWiiü»
djen^odjrofarotfjen SSmrnen unb blitzt fefjr
leidet unb balb
oon fef)
M. s
6
to
6
*5
5
bat
(XXXIX)
Pelargonium amplissimum , Willd
— Baringtoni
— Bentinikianum
— Betulinura
— bicolor Jacq. major
— - Burmanni
— Cortusaefolium
— Fel der i
— fulgidum
— glorinsum, Hofmannseg. F. su;
bum rubrum
— grandiflorum , Andr.
•— heteroganum
~ pulchellum, Willd, P. superbum
album
— ■ roseum ,
— sanguineum .
— splendens .
— tomentosum
— ternatum .
— Tormanni
— tricuspitatum, P. diversifolium
— triste
Phormium tenax , 9teufeelänbifc$et £anf
Phylica acerosa ,
— Buxifolia .
— eriophora
— oleaefolia, nova, oon (St. Helena
Pinus Cedrus L. ©eher oon 8ibanon
— Haleppeusis, Willd.
— lanceolata, fefir
— maritima . .
— resinosa, neu . .
— pinea , Stone-pine-tree
Piper incanum, fe^r fö&tt, nett
— nigrum, L. . .
— umbellatum
Piscidia Erythrina , $)ra<$tpflan§e
Pittosporum Tobira
Piumeria rubra, Willd, .
Pothos digitata . .
Prinmla acaulis alba, überfeßt
— — atropurpurea plena, f e^r fd^&n
— — lilacea plena, fet)C fd)6n
— — pallida plena, dit.
— elatior atropurpurea plena, dit.
— — cerise, mit ®ntn jagpirt, überfeßt,
Borjuglt'4) fd)5n
— cortusoides, L.
— mrmma, L
Protea acerosa Brown. P. virgata , Andr.
argentea, Leucadendron argenteum B
feljr groß
- — conifera
— cynaroides, Brown.
— glaucopliylla , P. Brassicaefolia
— mellifora, groß blübbar
— pallens
— repeus ?
Jfc
Protea Saligna , ,
— sericea .
Pultenea villosa ...
Ramontia Pyrenaica
Ranunculus Aconitifolius plena .
— Alpestris . . •
— auricomus
— cassubicus
— amplexicaulis
— graminifolius . ,
— glacialis
— lingua
Rhododendron Azaleoides, fe^r ftarf u, blüßbar,
fetjt fd)6n
— Catobiense, Mich, dit
— Dauricum, flacf U. dit.
— maxinium, dit. dit. . .
— punctatum, dit. .
— RosrnarinifoKum, dit. ,
— rotundifolium, dit. .
— striatum, dit
Rhodora Canadensis l’Her. ftarf tt. blüfjbat, dit.
Robinia Chamlagu, Willd. .
— fruticosa, L. .
— spinosa, L. R. ferox, Pall.
Rosa: i) imnurblüljenbe blaffe ©binefers.Stefen.
Rosa Chinensis flore pleno, R. pallida, gefüllte
blaffe ©IjineferStofe
— Centifolia, Rose de laChine k cent
feuilles, blaffe, immerblüßenbe Chi-
nes. Centifolie
— longifolia, Rose de la Chine k feu¬
illes dePecher, pftrftd^= oberroeiben.-
blättrige, blaffe, immerbl. ©btneferrofe
— mycrantha , R. Chinensis pumila
plena, Rose naine de la Chine ä fl.
pleines , blaffe gefüllte 3raerg * ober
mebrige (Sfjine er? Stofe
■ — flore albo simplici, roetße, einfache,
immerblüljenbe CTfjtneferrSRofe
— ordoratissima, Chinese sweetscen-
tedRose, Rose Nanking, blaffe im
mecblübenbe ©bin. Stofe mit feljr gro;
fen gefüllten 23lumen oon Borjüglid)
gutem ©erudj
— Thea, ©bineflfcbe SSfjeerofe
— — rubra, fjalb bunfle ©bin. SEbeerofe
— Laurentii, ©bin Äaffenrofe, ifl unter
ten bis jc$t bekannten ©bin Stofen bie
fleinfle, nodjfleincr aig Rosa minima,
©iefj überaus nieblicbe Stbgcben wirb
faum 6 3oll bocb, tfjre Jtnofpen ftnb
beim tfufbredfen nicht grbßer alg eine
mäßige ©cbfe. £)ft trägt ein?)flänj=
cfjen oon 23. fd)on mehrere Jtnofpe»
21 tmmerblübenbe bunfle ©binefer«3iofen :
Rosa semperflorens plena, Willd., Rosa diver-
sifolia Vent. R. ßengalensis, purpurrotbe, im«
merblüßenbe ©binefefcStofe . ,
( XL )
Rosa semperflorens Bichouia plena
r :: *w,
buntblättrige mochat e^)tnef« = 9lofe
$) immetgtünenbe Stofen :
Rosa ^“s^ata fl pleno, weife gcfuUtc SJJ ofd>at=
Stofe . mit ato&en Stumenbüfdjeln
_ multiflora R. arborea, baumartige SWe,
mit grofen 5Büfd>etn, fetjr oielen unb fronen
gefüllten blafi ; rcfafatbenen Slumen, tjt fe?r
__ _ purpurea, R. Grewillii , bergleic
mit purpurfarbenen Slumen •
— trifoliata, R ternata, Poiret, R. Maca
nea , De Candolle, neu
Royena lucida, fetjr fd)6n eon Sau
Rubus Rosaefoliu; flore pleno .
Salisburia Adiantliifolia, Gnigo biloba, L.
Sanguinaria Canadensis, fefjr fd)0n
Smilax aspera
_ Sarsaparilla, ©arfapatlll
Soldanella alpina
Sopbora Japonica L.
Spartium multiflorum .
Spigelia Marylandica, L,
Statice Limonium
— spatulata .
Tammarix Uallica, L. .
. — Germanica L.
Thea Bohea, Thee-Bou
— laxa
— viridis, grüner SEijee
Thymus Marsiliensis , rieqjt febr
Thuja Occidentalis. L.
— Orientalis, L.
Triplaris Americana , fe^C fd)6n
Ulex Europea, L.
Vacciuium arcto3taphyllo*
_ amoenum, Ait,
— Mugeoti
Vanilla aromatica Sw. Vanille
Viburnum edule, Bursch
Vitis Alexandrina, nova
_ odoratissima, nova
Wulfenia Carinthiaca .
Xylophylla arbuscula •
_ falcata angustifolia
_ _ latifolia
Xenopoma obovata, Thea regia
Sinensis
go begleichen * * * ® ‘
25 bergleidjen . • *
(ginjeln mit Samen baS ©tue! • “ 49®^'
»eSaleidhen Ableger ber »orjugltchlten granjojtftben, Un*
“ gatifdjen, «Rtjeint&nbifdjen, ©pantf*«n M- SBein:©orten
mit Samen, unb im Stommel. «sm Stommel
2lu^bDbftb5ume, als 'pfirftdyen unb jfptifofen = Rattere,
Äepfel unb Sirnen, fomobl £od)fr(5tnme als ©Spaliers
unb spneamiben, aud) tfepfel jit Dbjt = Dränger ?*ec
inSbpfe ut fefcen, Pflaumen, Ätrfcben, Gngl- ®ef)0lse,
ein Sortiment ftofen unb ©taubengemadjfe, mooon §<u
taloge unentgeltich bei mir abgegeben «erben.
16
16
2
1
1
1 —
II.
2JerjeidS>ntf» ton englifchen ober 9?orbamctifa*
nifeben ©eljöljen, welche unter oben bemerftm
SSebingungen su hoben ftnb, bei ®ot^b
?j r i e b r i d) © e i b e l , £ant>e!3gdrtner. Stö¬
ben, 2BiISbruffer 23or(iabt, ©c^f gaffe No. 924.
am ©chiefhoufe.
2fudb finb bei mir ju habcen =
Xe*t (Snglifdje Dfulirmeffer oen oorsugltc&er ®ute j"»*
elfenbeinernen £eften, • • ^ ■
tin Sortiment ber auSerlefenften* üd)t Sngt. Stachelbeeren,
beten Ä«n« faft 2 3clt langen grüßte non »orjug«
Xtd) gutem ©efdjmad finb, fcaS ga»ic ©orttment ucn
100 perfdjiebenen Wen mit Stamen . . isSRtljl.
Dur* oielfdltige Serfuche unb Aufopferung man^er
fc^&nen unb feltenen W langen, tft es nur 8«l“nfle"' ß?
s Sabren mit beflem ffirfolg mehrere terfetben , i mir
bisher nur im ©emäc^aufe haben 1 *u Hnnen ^ftn'
im freien ßanbe, theili bebedt, tfyeilä unbebedt , gludltch
111 burdbmintern. 3mar geftattet eS berftoum nid)t, meto*
Krübef gemachten Semerfungen, »eiche VffaRl« e§ mb
unb unter welchem ©tab »on Sebedung biefe es rertra-
äen hier nicberiufdjreiben; bod) habe td) emflm eilen bte
wenigen, bie bereite M Vermehrungen berfe! Iben tn bte=
fern Serjeiehniffe aufgenommen morben fmb, mit folgen,
ben Semerfungen oerfehen:
®ie mit + bejeiebneten ffetyen bet mir Sans unbebedt
unb mürben nur in falteten fUimaten, ober hbjtlen« ei¬
nige Stbobobenbron unb 2tjdeen , »^er Sluthen halber,
wenn biefe aufbredjen mollen, einer ®ede beburfen.
Die mit * braud)en nur eme Saubbede..
Die mit ** »erlangen eine forgfdlttgere, jebodj let-
nelmegä Eelifpielige Sebedung.
Die mit § oerlangen ^»eibe--, Slcor.' ober ßauberbe.
© Ä
Acer hybridum
— Negundo, L.
_ Opulifolium, Vill.
_ _ platanoides, Vill.
_ pseudo Platanus, L.
— rubrum, A. cocrineum
Aesculus carnea, Nov. Sp.
_ flava, A. lutea, Mich.
_ Hyppocastanum, L. giveijat)
— Pavia rubra, Ait. A. l?avia
1
g :
1
jrige
♦
_
i, Mich,
♦
1
( XLI )
+ §
Ailantlius glandulosa, Ai t.
Amorpha fruticosa, L. unäd&fer Snbiao
— glabra
Amygdalus communis dulcis, L
— nana, L.
— Persica plena *
Andromeda arborea f §
— axyllaris f §
— calyculata, L. f §
1 Cassinefolia , Vent, A. speciosa.
Mich, f § r ’
— Catesbaei •{• §
— lucida, Lam A. coriacea, Ait,
— Polifolia, L. f §
— pulvrerulenta, A. dealbata f (
— racemosa, L. f §
— s er rata f § .
Aralia racemosa .
— spiuosa , L. f
Aster Argophyllas, Bill.' A. moschat
Azalea alba f §
— glauca, L. f § .*
— nudiflora f §
— odorata f §
— pontica, L. f §
— viscosa ■}■ §
Baccharis Halimifolia, L, •
Berberis .Canadensis
— Sinensis, Thuin. **
Betula nana, L. B Lapponica
— Populifolia
Bignonia Catalpa. L. f
— grandiflora, Andr. **
Calycanthus Carolinianus *
— ferox, Herb. gen. *
— floridus, L. {■
— nanus * ,
— praecox, L. *
Camellia Japonica alba plena *
— — carnea plena **
— — Kew Blush, fl. pl
“ longifolia , »ermut$lic$ alba
simplex **
— — Middelmist **
* — Paeoniflora •*
— — Pink coloured.
— “ rubra plena **
— — striata plena **
““ *— rubra simplex '
— — — berglcidien bis .
fTT. ^ ~ — b«3l- jum Sereblett **■ .
vbtge greife ber (SameUien gelten oon gutb«;
Ser big iu * £6$e. aBfr
fit Öco^ Gpemplare n>ünfd>t, finbet bie
|flanSen *" me,nem wn Sopf:
Carpinus , Ostria
Cassia discolor * * *
— Maryiandic«, L. * *
i
6 —
Io
12
I
-Jl«
Li quidambar
Ceanotbus Africanus, L. *«
— Americanus, L. 9Jeu:3)etrcOrS6ee
— microphyllus .
Cephalantlms Occidentalis, L.
(bereis Canadensis, L. .
— Siliquastrum , L. SubflSb
Cissus Onentalis, L. *
Clematis Canadensis .
— glauca
— integrifolia, L. .
— recta, L. ,
— Viorna. L. .
— Virginica
— Vitalba
— Viticella, L. .
— — rubra
Clethra acuminata f ,
— Alnifolia, L. f
Colutea arborescens, L. SSlafen
— Orientalis
Comptonia Asplenifolia , l’Her
Asplenifolium, L *
Corchorus Japonicus , fl. pl,
Coriaria Myrtifolia , L.
Cornus alba .
— — fol, variegatis
— alternifolia, L,
— amomum
— Sericea .
— stricta, l’Her.
Coronilla Emerus, L. .
Coryllus Avellana maxima
— cornuta, L. C. rostrata,
Crataegus Aria Suecica, L,
Azarolus
coccinea, Willd.
corallma
glandulasa, Ait.
Indica **
lucida
monogyna, fl. rubro
oxyacantba, fl. albo pleno
punctata, Ait.
Tanacetifolia, Mesp. Tanacetifolia
Hort. Par.
torminalis , L.
Cupresus Africana **
— thyoides, L. * .
Cytissus Austriacus
capitatus ,
hirsutus .
Laburnum, L.
— latifolium, C. Alpinu
nigricans, L.
purpureus , Willd.
stipinus .
Daphne Laureola, L.
_ — Mezereum, L.
Diospyros Lotus, L4 f
— 8
- 6
( XLII )
Diospyro-s Virginiana, L. i *
Erica herbacea, L. § •
Evonymus atropurpureus, Jacq. .
_ Emopaeus, L. .
— latifolius, Jacq. • T
— sempervirens , E. Americanus, L.
_ verrucosus, Jacq.
Faeus Castanea, L. • . * ,
Fontanesia phylliraeoides, la B 1 U.
Fraxinus alba, Fr. Juglandifolia, Lara.
_ American», L. ,
_ — nigra, F. excels. nigra
— aurea, Cels. .
— crispa, L. • . •
_ excelsior striata, F. )»*?*de* ’
_ jnonophylla, F. simplicif. Willd.
— mycrophylla monophylla
_ nana, Sp. nova
_ Ornus ? • *
_ . parvifolia, Lam. •
— pubescens, Lam.
_ Sambucifolia , Willa.
Gaultheria procumbens, L.
Genista Sibirica
Gilco bik*"L. Satisbu'ria Adiantitol. Smitl. t
sis, Lam. • •
Hamamelis Virginiana, L.
Hedera Helix, L. . ♦
_ _ fol argenteo - variegatis
_ . quinquefolia, L.
Hvdrangea arborescens, L. .
y_ g glauca , Hot. Par. H. nivea, Mich
_ quercifolia, Sp. nova
Hvpericum Androsaemum
— Ascyron
_ „ calycinnm • •
_ hircinum
_ Kalmianum .
__ Olympicnm
_ ; prolifkum
Itea Virginica, L. +
Juglaqs alba villosa,
— ;angustifolia, Ait.
— catliartica, Mich.
— comprcssa , I. squamosa , Mich
_ glabra, L. I porcina, Mich.
— nigra
_ Pecan , Mühlenb.
_ Olivaeformis . , * .
_ Pyriformis , L Mynsticaeformis
— regia, L. •
~ sulcuta, I. amara , Mich, •
_ — comp<ressa
Juniperos Phoenicea, L. *
— Sabina, L. . ,
_ _ fol. aureo varieg&ti«
Labrador-Thee
. toment. Mich.
I. cordiformis, Wang.
Juniperus Tamariscifolia *
— Thurifera * *
_ Virginiana , L. .
Kalmia angustifolia , L. f §
— glauca, Wild f §
— latifolia, L. 7 § • ■
betgleidjen fet)t atcge nodj 58ert)al
ni^ treuere»; ^ c
— nitida + § •
— oleaefolia f §
— pmnila \ §
Laurus Benzoin, L. t
Ledum palustre, L.
— latifolium, Ait. -
Lieustruin lucidum, Lig. Sinense
L - bergteidjen ,fcf>c gvo&e **
— vulgare, L. . •
Liriodendron Tulipifera, L. -j- .
— _ — Heinere t *
Lonicera I. Caprif odia:
Balearica
glauca, Burgsd.L.dioica, L.mediaMur
Peryclimenuwi, L.
praecox. Sp. nova •
rotundifolia . *
sempervirens , L. •
serotina, Ait. . •
II. Chamaecerassir
alpigena . •
caerulea, L. .
Canadensis, Willd.
coccinea , Sp. nova ♦
nigra , L.
Pyrenaica, L.
— rubra
Tartarica
Xylosteum
III. Sy mphoricar pos.
_ Symphoricarpos , L.
Lycium Barbarum •
Magnolia Annonaefolia,
— auriculata. Mich f' • _
_ discolor. Vent. M. purpurea, Curt.
— iuscata, Andr. **
_ glauca, L. ®aflerbaumi t
— .macrophylla , Mich, T
Menispermum Canadense, L
Carolinianum, Willd. i
_ Virginicum, L. .
Mespilus Cotoneaster, L.
_ Germanica, L. -
_ grandiflora , Ait.
— odorata
wefcf SRautbeertaum *
— niara, L. fdjrcarstr SÄoruS JJUt fltoprn
fAmacf&aftfn grüßten .
— tierflicidK» godtf仫*
i6
qs-ji. 0 OMS Ob-t“«*
(XLHI)
Morns papyrifer», L. ,
— Tartarica?
Myrica cerifera, L. SBadjöfttai.^ beffrn Srtatc
ge&cn ein Quttä Sönc^S . ® ^
— gale, L.
Paeoma arhorea, P. suffruticosa , And * '
Penploca Graeca, L, .
Philadelphia coronarius, L.
— — fl. pleno , *
— — nanus
“ — grandiflorus, Willd,
— — inodorus, L.
_r~ — laxus, Sp. nova?
Pinus Abies, L. . 2
— Cauadensis , L. P. Americ. Du Roi,
'Qemlodt Sanne
Cedrus, L. Geber »on Si&anon y
— Haleppensis, Willd. **
— Larix, L.
— Mariana alba, L. P. alba, Ait
— maritima , Willd. *
— pinea, L. **
— pumilio, Willd,
■ — resinosa , nova .
— Strobus, L.
Popuhis angulata, Willd. Carolinens«, Borckh
— canoicans, Ait.
— mcnilifera, Ait.
v T »tP3; L: P* Hutsonia. Mich,
Fotentilla fruticosa , L.
Prinos rerticillata, L. . *
Prunus cerasifera, Ehrb. P. Myrobafana
— Mahaleb, L.
— nigra, Ait. *
— Pensylvanica, Ait. 8
WSTÄ™!’ Ehrl1' p'“r<:iina’ R°tL
Pyrus bacc&la, L. ’
Cydonia Chinensis
“ JTPh°”nba,*PerS' P‘ Ia?<mi'ca
Lusitanica, 8
— dioica, Willd. P. apetala.
— hyl.rida, Moench.
— Malus, fol. vaviegatis
— Montis Sinai.
— f.faToHaLL{,“'“'m ‘Ui
— spectabilis, Ait. .
— Upsalensis
Quercus Banisteri , W'illd. ’
— faleata .
— Prinos, L.
— Toza tomentosa, Willd. 8
naamnus frangula, L.
— Paliurus, L. .
Rhododendron Azaleoides f § *
— Cato..iense. Mich. + «
— — Dauricum f §
— 8
16 —
-I1»
6
3 -
i —
6
- 6
16
Rhododendron maximum, L. + §
“ — punctatum, Vent. f §
*— Rosmarinifolium -J- K
— — rotundifolium f § ,
” — Striatum f S
Rhodora Canadensis, l’Her. -{• S
Hhus cacodeudron, Ehrh. Ailanth. glandul
Ait. , °
— Copallinum, L.
— Cotinus, L. S’etHcfrn&aum
— elegans , Ait.
— glabrum, L.
— radicans, L.
— typhinum, L.
— Vernix, L.
Ribes Alpinum, L.
t, T. Americanum, fol. varieg
Robmia Chamlagu, l’Her.
- dubia, nova
■ ferox, Pall. R. spiuosa, D.’
frutescens, L.
■ hispida, L. i i Rar big
■ mermis, Mich, . ifS* hfS
pseudo Acaeia, L. *OßC.btt
• spectabilis
stricta, R. monstrosa? nova
viscosa , Mich. , T<.„
Rosen o immerblübenbe, blaffe G^nef« Jofen
Rosa Chinensis Höre pleno, R. pallida *
— — Centifolia *
— ~ Laurwitii, <5f)ine{ifd>e Soffenrofe ’*
iougifohn, pttirfigblattvige Hofe *
odoratKsima. Chinese sweetscented
Piose, Rose Nanking
pumila, R. mycramha *
— Thea, Gfcinef. Xfaercfe •
. ~ rubra, fcalöbuiifle Sboerofe *
2) i wimerHtt^nbe, btinfte e$jWfer Kofra:
semperiiorens pleua *
— flore alho simplici *
Bichonia plena *
— — parviflora plena *
— - variegata moscbata plena *
— Bank-i3 eim*«er9r'5nenl>e 5R°fen :
moschata flore pleno, tt>ct§ *
■ wair'
“ ~ Ä'S'4; G™mi:
trifoliata, R. Macartnea, de Cand. ’
mZl^r-l6un^ obi«ec *°ten fabet ft* im
SSctjtt d)tii$ meiner dEopfpfTonjen.
gsrner ein ffarfes Sortiment anberer 9?ofen ber
SSgaJjy« ein ÄeJS
%
4
3 -
4 —
x —
|S?tfiI.
(XLIV)
Rubus fruticosus laciniatus , H. Paa.
_ _ flore pleno ♦
_ odoratus, L. ♦
_ Rosaefolius plenus
_ daphnoides, Wxlld.
Sambucus nigra fol. argentea var
__ — lacimata
SmilwsSä t
Sophora Japomca, L, f
Sorlius hybrida, L. ♦
Spartium junceum, L.
SP"“bpe!«tfBÖroih.' S- H»rtuI
. — Aruncus, L.
_ Bethlehemensis, ? •
_ Betulaefolia, Pall. S. ülmif. Scop.
_ Cbamaedrifolia, L.
_ crenata, L.
_ filipendula. L.
_ _ plena
_ Hypericifolia, L.
— inflexia
— lobata, Jacq. •
_ oblongifolia , Kitaibl.
— Opulifolia, L- •
— Salicifolia, L. alba
_ — rubra
— Sorbifolia, L. •
_ Tbalictroides , Pall.
— lomentosa, C.
_ trifoliata, L.
— Ulmaria, L. •
_ — plena .
Syringa Chinensis , Willd.
' — Persica, L.
_ vulgaris, Li alba .
I12
_li6
16
_ caerulea
— rubra
_ _ _ flore maxitno
Tamarix Gallica, L. *
— Germanica, L.
Thea Bobea, L. **
laxa ** • •
— viridis, L. •
Thuja Occidentalis, L.
— Orientalis, L *
Tilia alba, Ait.
_ pubescens, Ait.
fllex Europaea, L-
ülmns Americana, L
_ erispa . ■
Vaccinium arctostaphyllos *
_ amoenum , Alt. T*
_ Mugeotii *
Viburuum Acerifolium, L
_ dentatum , L.
_ edule , Pursch
_ Lantana, L.
_ lantanoides, ?
_ Opnlus roseum, L.
_ _ — bocfjftamm
_ Prunifolium. L
Vinca herbacea, Kitaibl.
— major, L.
_ minor, L.
_ _ fol. vaneg.
Vitex Agnus Castus, L. **
Vitis Alexandrina, nova . • . ,
__ arborea, L. Ampelops, bipinn, Miel
_ Labrusca, L.
_ laciniata, L *
_ odoratissima, nova t
_ Virginiana
_ 2 — Vulpina. L. -
2 Zantliorbiza Apiifolia, l’Her.
16
16
5
6
i —
8
16
6
12
ii
ii.
«„fragt an aUe Scutfdjt Saaraen = $4»M« »nt bo(anifd)t ®ättn«.
$ 0 v t f e I 11 n Q
b c «
2fllgemetncit Seutf^e«
@ « t t e n • $< t i I I i ),
fünften 23anbeg, V. ©tief. i82r.
® l « m t fi e r c t.
I.
e d, 6 n c c r o t j f d, c ?> f l a n j c n.
A.
Limodorum Tankervilli ae.
( 2anferbillf«e« JHmoborum).
(SKt't Jtbbilbung auf Safel 34.)
Siffc f«one epotif«e BierpfTanje, ein spra«t*
m unfew SBatmfjdufer, ffammt au« (^ina, »on
Wn ft« bet berühmte Dr. gotbergill, im Safcr
1778> nadfj Grngtanb braute. SD?an behauptet, bap
ffe in Grf> ren ber ?abp Sanfetoille, einer großen
55ortf. be« 2f. 2. @art. SJtagaj, V, ffib, 5. @t, 1831.
flanken = Piebfjaberm , bon ^tn. 3fiton fo benannt
worben fep, baf>ingegen «Perfoon behauptet, e$
muff« SncartJtdei, na« bem tarnen be« «Pater«
3 n c a r 0 i 1 1 e , t)ci§cn. 3n <5ng!anb bat man fte
tnbeffen, wie mehrere 9>ffanjen, au« anffatt Limo-
dorum, Bletia umgetauft. Sffan fann fte au«
unter bem tarnen Cympidium auffu«cn, unb matt
bi« jefet 29 »erf«iebene ©pecie« baoon; bo« ijl
unter 2flten biep 2imoborum ba« f«onfie.
Sen 9iei«ff)um unb bie ©«onijeit feiner t>or=
trefffi«en Blumen, fo tote bie gorm feiner «Blatter,
?eigt bie beiliegenbe tfobübung auf Safel 24. ©ein
<S«aft, ber gerabein bie $df)e fhigt, wirb oft bi« 3
Sup, unb bie 23(umendf)te 2 gup bo«,
2fa
170
95 l u m i fi e r c i.
Qi ift nichts weniger, oW eine göttliche ^flfonje,
unb fte «ertragt recht gut im Sommer bie freie Suft,
auf einem befd)ü§ten Stanbe; auf^r bem $£a'm*
häufe aber fann man ft« nicht wohl gut 5&lutbe
bringen. Sie bafe’.bft gewöhnlich im Vcö rg
«nb 2fptil » unb fte wirb burd) 3ertt)eilung ihrer V3ur*
gellnollen , »eiche f ie reichlich anfefct , locht «et*
mehrt ; auch finbet man fie jefct faft in allen SEeut*
fchen botanifchen #anbelSgdmn.
* * *
B.
£)ie 9Ronfontf<he £äibe.
(Erica Monsoniae).
(SKit Hbbilfcung auf Safel 25).
Unter ber ungeheuren Stenge «on #atben, »0*
mit baö Vorgebirge bet guten Hoffnung unfere ©dt*
ten befchenft hat, ift biefe gewif eine bet fehlen,
fo»ol)l »egen i^ce^ gangen £abituS, alS auch ihrer
überaus reichen unb fdjönen 35lütl)e. 3hre SSlumen
finb flafchcnformig , weif, unb ihre bunfelputpurro*
then 2fnt&mn bilben in ber Öffnung bet »lume ei*
nen bitten Stern , welches ihnen ein herrliches 2ln=
fehen giebt. 3h« £aub flug
Sweigen.
Sb unb erg unb ber jüngere Sinnee gaben
tht biefen tarnen ber £abp 2lnnaVtonfon ju
ehren, welche fie, alS eine gro&e fangen * Siebha*
herin juerft, »or etwa 30 Sahren in ©nglanb ein*
führte. Sbre »ehanblung ift wie bie fchon bekannte
aller epotifdjen Laiben. Sie blüht jeitig im Stüh*
iahte, unb faft ben ganzen Sommer tyriaui).
C.
Cleome spinös at
(Sie borntge 9>illenblume)»
( SOlit Äbbilbung auf Sa fei 26).
Sie ßleomen, beten wir b.S jefst 23 «rtfehiebene
SpecieS fennen, finb faft alle Stopen* unb folglich
auch etwa« göttliche SBarmbauSpflangm. Snbeffen
finb fie auch ba leicht gu bebanbeln, unb empfehlen
ficb ben «Blumenliebhabern fehr burch ihre überaus
gierigen «Blumen , unb «&ren gangen fchonen
^labituS.
SaS Vaterlanb ber hier abgebilbeten hornigen
Gleome, ift Sübamerifa. 3b™ fronen «ierbldttri*
gen, rofenrotfjen SSlumen, mit ben langen 2lntf)e*
ren, weid e bogenförmig wadjfcn, geben ihr ein
überaus lieblUbeS 2tnfef>en. V?an fdet ben Saa*
men in ein SÖiifibeet, pflangt fobann bie $flan*
gen in Stopfe unb floßt fte in einen Sommerfaften,
ober in baS ©gtmbauS, wo. fie reichlich blühen
unb reifen Saamen tragen. 9flan hielt biefe Gleo*
me bisher nur für eine einjährige 9)flange, allein
^cfj ift ein Srrtbum; benn obgleich fie fchon im er*
ften 3al)te blüht, unb Saamen tragt, fo ift ft«
bod) in einem Sßarmbaufe petennitenb , ober boch
wenigftens gweijdbrig, unb blüht im gweiten Sah*«
reicher unb fchönec als im erften, Saamen baoon
ift in allen botanifeben ©arten gu haben.-
äHumißecei.
2.
S?eue ©fet(;obo, bie ^aibeit, gkofeen,
£iiofmen uni? attbei-e ^pflanjen uom 3?oc-
ßcbicge ber guten Hoffnung unb 9fcu&ol*
lanb, welche wäfjrenb bei- nwmften Monate
beö 3to&K$ eine «gjaiberbe »erlangen, burd;
Äbfenfei of;ne irgenb eine fänjllicfje SSärme
forfyupflanjen.
Sie SSermebtung tropifdjer ©ewdchfe, tfl in un--
ferm Älima immer mit Schwierigfeiten verfnupft»
weil baju funfflicbe Sdrme in einem beträchtlichen
®rabe, erforbert wirb, ©ine grofje Stenge 2f£'fenfer
gelten bnbet t>on ber jtebenben geuchtigf eit, welche
ton ber Samte ber Sifilagen, von S3ldttern ober
ber ßobe verurfadjt unb beßdnbig erbalten wirb, $u
©ambe, unb e6 ifi bei bem gewöhnlichen «Berfab=
ren fafl unmöglich, fte bagegen ju fehlen. ©g ver*
bienet baber bie Setbobe, welche ber SSaumgactner
£boma$ #apner, in ber ©vaffdbaft ^orthampfon
in ©ngtanb , bei SSermebrung biefer fPflanjen befolgt,
ohne Bweifel ben 23orjug, inbem babei jener gebier
gar nicht Statt fmben bann, weit feine funfiltebe
SBdrme babei angewenbet wirb. Bum Surjelfcbla=
gen ift zwar atlerbingS geudjtigfeit unentbehrlich, unb
fte muf fogat ziemlich beftdnbig fepn ; allein bas
reine Saffer, unb nicht jene ©dbrungöauSfluffe, weis
ben Äabn ber Scinbe verurfachen, rnup fte fchaf=
fcn. ©ben fo unentbehrlich ill ba^u bie Sdrme, al¬
lein bie Sommerwdtme ift fchon fftnreichenb, ba zu
tiefer Beit alle fPflanjen ben ©rab Sdrme in bet
©rbe finben, weither ihre groften ©ntwicfelungen
beforbert,
171
SBcllte man biefe gertpfranjungSart im grüb*
linge ober $erbft vornehmen, fo muffte butcb Sar*
merobren, bie ©arme erfeljt werben, welche aläbann
bem Suftfreife in bem notigen ©rabe fehlt. 3ns
beffen bringen biefe warmen 2luöbun (Jungen bie nants
liehen Sirfungen nicht bevbor; äberbiefj finb bie
weiften (Pflanzen, wegen ber föeraitberung ihrer Safte,
ju ihrer gortpflanzung nid)t fo gefebieft; unb obgleich
bie 2fbfenfer ber Laiben, wegen ihre« faft immer
thdtigen SadbsthumS ju jenen Beiten bes 3al>reS
einen glucflidjen govtgang ju haben fcheinen, fo wer*
fiebert #apner bod;, erfahren ju haben, baf nicht
Uur bie meiften ftd; bemfelben entziehen, fonbertt
auch, baf im Sommer gemachte 2f6fenfer, weldhe
noch nicht getrieben hatten, burchauS fein Beiden
von Surjelung , wabrenb ber zwei Sonate, wo fte
im Sreibhaufe unter ihren ©loden ftunben, gegeben
hatten, wöf)renb anbere in bemfelben 3uftanbe, weis
che er in baö £aibefrauthau$ gefegt hatte, fid? im
Sinter verlängert hatten,
3m Sai, 3«ni, 3uli unb 2fuguft rnttf? alfo
vorzüglich, wie eg £apner angiebt, biefe Sermehs
ruttgSmetbobe vorgenommen werben, weil bie im
L'uftfreife verbreitete Sdrme binreidjenb ifl, weil
biefelbe ju gewiffen Beiten im Oftotbfall vermehrt ober
befianbiger erhalten werben fann, weil fte einem
gtucflicben gortgange gunftiger ift unb ber Saft in
biefer Sabreöjeit fich in einem Buftanbe ber Sbatigs
feit befinbet, welcher zu einer fdmeUen gortpflanjung
unenblich wel beitragt.
Sir wollen nun bie #apnerfcbe Setbobe ums
(Janblid) betreiben unb am Schluffe ihre glüdlicben
Sitfungen anfchaulich barflellen.
tfa 2
95 f « m i fl c t e i.
172
(?he man ju bem tfbfenfen fchteitet, muffen
SSpfe ober fleine Sctcinen, ©locfen non meinem
©(afe, #aibefrauterbe, feiner ©anb unb eine ®?enge
fletrtec Siegelten, Äieö ober @te»nd;en bei ber
£anb fepn. 2t ic Sopfe ober Settinen fcheinen gwat
im gleichen 9Raafe biefem 3»«fe entfprechen *u müf*
fen, bod) ftnb biejenigen vor$u$iehen , »eiche auS ei*
net poiofen (Stbe verfertigt »erben unb folglich fa*
higer finb, bie geuchtigfeit fdjnellet auSbunflen ju
laffen , als biejenigen, »eiche auS einet bichtem
eibe befielen. Siefe ©efä^e muffen fo geformt
»erben., ba£ fie oben an ihrer SRünbung um ein
Srittel breiter als an ihrem SSoben finb.
Sie ©locfen miffen fegelformig fepn, bamit
bie aus bet <5rbe ber Söpf« auSbunffenbe, unb fi<h
ttopfen»eiS im obern Shci[* bet ®locEe iufams
mensichenbe geud)tigfeit längs be« ÄegelS herab*
fließen fonne, fich aufjer bet Wenfer * spflanjung
begebe unb nicht auf biefelben jurucffaüe; benn »ä*
ten bie ©locfen cplinbrifch, fo würbe ber lebte gaU
lintreten.
Set 9faum ber Sopfc mu§ mit ben ©totfen
im fBerhdltnig flehen; unb ihre SJlunbung ungefähr
H 30U im ©urchfehnitt weiter, als bie ber lefttecn
fei;n.
Sie #aibefrauterbe mufj leicht, ein wenig fan*
big unb non garbe braungrau fepn. <5* ifl ndthig,
biefelbe einige Seit mit ben £änben g« reiben, ba*
mit fie burchauS flat unb non ben barin befinblidjen
SButjeln, SRinben unb ©teinchen gereiniget werbe.
95eüor bie 6tbe in bie Sopfe gethan wirb, muf
6ber baS 2od> beS SobenS, »eldjcr &ietlid> unb ohne
Ungleichheiten fepn fo«, ein 3ieg?ljl&cfchm, ober noch
beffer, eine Äuflerfchaale gelegt »erben, unb batubet
anberthalb Soll Jtie« ober ©teinchen, um einer su
lange flehenb n geuchtigfeit guvorgufommm. 2Clebantt
»erben bie Stopfe mit bet jubereiteten £rbe gefüllt,
bis beinahe fieben ober acht Sinien ihres SRanbeS,
über »eiche, »emt ihre Oberfläche recht glatt ifl,
©anb 2 — 3 Sinien f>ocf> hingeflreuet »icb,
5Senn bie Stopfe fo jubereitet finb, fo wirb bie
®tecfe eine« jeben auf ben ©anb gejlellt; ifl fie ge-
flellt, fo muffen acht bis g»5lf fiinien S»ifchen ber*
felben unb ben fRänbetn beS ©efäfje* leer bleiben,
unb brüeft man fie leicht, fo wirb eine jirfelrunbe
©put auf bem ©anbe bleiben unb einen halben Soll
baoon, unb j»ac imvenbig, »erben bie ©teeflinge
gepflanjt.
Sie ©teeflinge bfirfen nur einen Soll ober
fechjehn 2inien, befonberS in ^inffcht ber £aiberr,
Siofmen unb anbetet ^flanjen biefet 2Crt lang fepn.
©ie »erben non ben gefunbeflen unb im vollen
SBachSthum ftehenben ©toefen gepflütft. 25aS 2lb»
teilen bet jungen Sweige mit einem ©tammenbe,
ober einem Sheile ber fRinbe, »eiche baran bleiben
muf, bamit ©teeflinge barauS gemacht »erben fon*
nen, ifl bem ©djnitt mit ber ©cfjeere votjujtehetr,-
bed) ifl eS fein unumgänglich nothigeS Verfahren,
Ser ©teefling faft bejlo fieberet SSurjel , »eil et tu
nen 2h«il beS vorjährigen £o[$eS an fid) behalten
hat, unb bie ©urjelchen vorjüglid) auö bemfelbe«
entfpringen.
£at man bie notbige SRenge ©teeflinge, um
bie baju bereiteten ©efa&e bamit anjufuden gefam*
SBlumijteref.
melt, fo »erben im (Schäften mit einer guten ©eifere
bie untern Sldtter ein drittel ber Sdnge bet ©tecf=
linge abgcfchnitten, unb mit einem fdjarfen gebet:
ineffet »üb fein ©tammenbe, beinahe fo »ie man
eine gebet fdjneibet (3?ef>fufj artig), jug?fpi§f, S5e*
merfen muj? man, bafj, ba bie erfte Söucjel nur
oon bet ©pt'he biefeS Sf)eil$ getrieben »irb, ein
glücflidjer TfuSgang porjugltch bet ©auberfeit unb
bem ©d;nitte bejfelben beijumeffen fei;.
©inb bie ©tecffinge in Sercitfchaft , fo »erben
mit einem glatt jugefpifcten hatten $ol$e Sochet auf
bie Dberfldche bet Sopfe etngebtucft, in »eiche man
bie ©tecflinge leicht» unb fünf ober fechS Sinten tief»
Perhdltnifjmdfjtg mit ihrer Sange fenft, unb fte müf»
fen einen 3<>ll ober Pietjefm Sinten oon einanbet ent:
fernt fepn.
* 2fu$ Erfahrung fuge id> noch « eS ifl
uoctheilhaft, in jeben Sopf nut llbfenfet eü
net 2frt ju pflanjen.
©inb alle jubereiteten Sopfe mit ©tecflingen,
nämlich in ihrer ©litte unb innerhalb bet oon bet
©locfe jutucfgelaffenen ©put, angefullt, fo werben
fte leicht mit einem ©prengwebel ober mit einem
©d)»amm — unb biefet le&te fdjeint ben föorjug
ju oecbienm — benefit , unb »erben unter einem
offenen, luftigen, gegen ©orben gelegenen ©Joppen
auf ©eflelle gebracht, welche ju bem ©nbe bafelbjl
aufgerichtet »orben ftnb, hoch genug um fte oot Sf)üs
ten ju fchugen, unb Pot »eiche ein ©e& gjogrn
»erben fann, bamit fte auch oot ben Sdgeln ge=
ftchert ftnb, »eiche fte bepitfen würben. Sag S3e»
nefeen muj? jebe halbe ©tunbe »überholet »erben,
bis ju bem Hugenbltcfe , »o man geroif? ifl, baj? bie
173
ganjc ©cbe angefeuchtet ifl. 2fn biefem £>rte Mei*
ben fte jwet obet brei Sage ohne ©locfen.
©ach Serlauf biefet 3eü »erben fte auf bte
©eflelle eines Drangenhaufeg mit einem gläfümett
Dache getragen; pot ber brennenben ©onne roerbett
fte mitteljl Suchet gefchünt, welche Pot ben porbettt
©lafern angebracht, unb »eggenommen »erben, fo:
halb bte ©onne fte nicht mehr erreicht, obet bei bü:
(lern Sagen, unb bann muffen bie Sopfe mit ihren
©locfen bcbecft »erben.
Sn einet folgen Sage erhalten bie tfbfenfer Pott
bet ©onne, welche biefed $au$ burch ihre fenfredj*
ten ©trahlen auf bag ©lasbach etrodrmt, bie ju ih«
tet Sßutjelung notfjißc «fji&e, unb burch bie Deff»
nung bet ©eitenthuten ju ©littag, geniefjen fte $u
gleichet Beit eine erneuerte Suft. Set »armen unb
trocfnem Sßetter fcarf man nicht oergeffea, fte tdglid;
unb fogar jroeimal an|ufeucbtcn, je nachbem bie Suft
tcocfen unb bie 2ftmofph<J« »arm ifl. 3« folchen
Umfldnben fcfjabet eine bcfidr.bige geuchtigfeit burch*
au« nicht, »ie ich aus ©rfafitung perftchetn fann,
benn jum Serfuch habe ich einige Sopfe übet:
fchroemmt, unb bie llbfenfer ftnb polifommen ge*
biehen,
©ach 5 ober 6 Sßocfjnt fangen bie ©tecflinge
an, nachbem bte 2frten ftnb, aufjugehen. Unent»
behrtich i|f e$ alöbenn ihnen Suft ju geben, unb bie*
feö gefchiei;et, ir.bem man bie ©locfen aufoebt, oet.
rnittelfl fleinet pierfeitiger polier, »eiche unter bi<=
fen festem angebracht »erben, unb auf »eiche bie
©locfm ju tuhen fommen. ©in drittel - 3off ifl
Anfangs jum ©ingang ber Suft unb jut ©tdtfung
SB l'u m i ft e r c I.
174
ber jungen ^){it«i^enb. @0 wie pe aber
fltofer geworben ffnb# mup mehr 2uft jugelaffen wer*
ben. ©iebt man, bap pe Äcoft unb SSepanb ertjaU
len, fo werben bie ©Iccfen ganj tjinweagenommen,
bod? muffen bie ^flanjen »ot ber ©onne fltföfiftt
bleiben.
ülad) £apnerg Angabe bleiben bie ©tedlinge
in biefer Sage big ju ber gewöhnlichen S«»t, wo bie
^panjen in’g Sreibbaug gebracht roetbcn; aisbann
»erben fte auf ©epellen im #intergrunbe beg natn*
licken £reibf)aufe§ ober jebeS anbern mit einem ©lag*
bad)e, gefegt, in weldjeg ber grop nicht einbringen
fann, unb wo bet SBdrmemeffet nicht tiefer, «lg
ben jweiten ©rab über ben ©efrierpunft, fallt.
SBafjrenb beg SBinterg »erlangen fte nur bie ge*
wohnliche pflege , bie man ben erwachsenen hPPan*
jen erteilt,
©iebt man gegen bag grfibiabc, bap Stieb
mächtiger wirb — benn bie Laiben wadbfen bag «anje
Sal)t binburd) — fo wirb eg Seit fte ju trennen, fte
augenblicflicb in gropete ©efafe in einet (Entfernung
»on jwei Soll aug einanbet ju »etpPanjen, bamit
fte in ber golge einjeln gepflanjt werben fonnen.
3fug folgenben ©rünben f>abe ich biefe jwei te|=
ten Sehren nicht befolgt, unb Ijabe alle Urfac^e ba=
mit jufticben ju fepn. Unter ben #aiben ftnb einige,
welche pcb weit fcbnellet alg anbere »erldngetn. (©g
»P biep ber $auptgrunb, welcher mich bei ber Angabe
biefer SKetbobe, oben bei *, bewogen bat iu empfeb*
len, bap in jebem Sopfc nur tfbfenfec einet unb bet*
felben 2lrt gepffanjt würben.) 3d) glaubte unb nid;t
obne©tunb, bap, wenn icb biefe aufgegangenen 3fb*
fenfer big jum gröbiab« in ihren Hopfen peben lief,
ihre SBurjeln p d) «reinigen unb »erfdffingen muffen,
unb bann bei ber 93erpPanjung ihr gottgang febt
ungewip werben fonnte. Uebetbiep lagt bie SBerpffan*
jung in gropern ©efdpen eine britte in einjelne S£d*
pfe übrig.
Sur Seit ber Sßiebereinfe|ung ber ^panjett tn’S
Sreibbaug hab« icb alfo mit $ülfe eineg fleinen
©clbotjeg »on einem Soll im Surdffchnitt, alle meine
Ableger »on Laiben unb anbern hPflanjen biefer 3frt,
welche ftcb »erldngert, unb biejenigen fogar, welche
nur unbebeutenbe Seidjen ber S5ewurjclung gegeben
batten, mit ber (Erbe aufgehoben unb jebett in einen
fleinett £opf »on anbertbalb Soll im Surdffchnitt
gepflanjt : eg bat feiner an biefer SBerpPanjun.g ge*
litten, unb jeber bat febt patf in bem ^aibfraut*
baufe getrieben, wo pe alg erwaebfene ^ffanjen be*
banbeit worben ftnb,
Scb fabele inbeffen gar nicht bie S3erpp«nauttg
in ©efafe »on 10 Soll im Sutchmeffer, welche 18
big 20 ©tuefe biefer iungen ^panjen in einer ©nt*
fetnung »on einanbet »on 2J Soll enthalten fonnen,
in welchen pe wenigPeng eben fo leicht, alg in f lei*
nenSopfen, welche mehr Sfaurn einnebmen, Söur*
jel faffen ; allein eg bleibt eine SSerpPanjung mehr
6brig. Snbem ich biefe Sßorte, wenigpeng eben
fo leicht fage, fo habe ich babei nicht blop bie
Sterlinge, fonbetn auch bie ©dmlinge im 21uge;
benn id) habe erfahren, bajj bie jungen £aibeftdu*
ter, welche bureb ©aarnen erjeugt werben, bei ber
SSetpPanjung in cjropen ©efdpen leichter SSurjel
faffen, unb pd> weit beffer »erPdrfen, alg wenn pe
einzeln in fleinen Sopfen peben. Sen ©runb ba*
SBtttmijierei
*75
öött farnt idj ttur etncc großem SDfenge Subftanj,
bie fie in ben Terrinen ftnben, beimejfen.
2$ c c f u 6) e.
£)a idj vorigen (Sommer (1812) nach tiefer
Sftethobe mit mehreren #aibeatten unb einigen an=
bern sptTanjen 25erfudje angejlellt habe, fo wirb ge*
wifi bie Äenntnifj ber jfJiefultctte berfelben ben 2ie6=
habern nicht gleichgültig fepn. liefern Sortpflan*
jungSmittel habe icf> nur bie 2frten unterworfen, be*
ren Saame nicht jttt 3Jeife gelangt, ba in jeber
3fucfftd)t bie ©aamenpflansen ben SSorjug »or ben
Ablegern »erbtenen.
Stamen ber 2Cbleger.
3af>l ber Kb=
leger.
3af)t b. ge*
rourjclten.
1, Erica ignescens
8
8
2. — concinna hor-
tulea
6
4
3. — curviflora
5
3
4. — lanata
12
10
5. — conspicua
10
8
6. — spuria
6
3
7. — floccosa
10
8
8. — Linnaei
4
4
9. — cylindrica
Andr.
5
5
10. — elata
6
4
11. — simpliciflora
9
8I
rp
12. — grandis
12
6i
13. — cinerea
5
4<j
IgS
14. — ventricosa
15
14 j
! a <T3 *1
Ȋf
15. — peduncularis
4
4 j
äc=5 8>
16, — acuta s, tenui
folia
8
6
Slawen ber 2(6leget.
I 3abt ber 2C6»
I leger.
3af>n>. ge*
»urjelten.
17. Erica strigilifolia,
s. transparens
4 gefchmttene
2
18. — margaritacea
6
6
19. — umbellata
4
3
20. — comosa
6
3
21. — verticillata, s.
mammosa
12
6
22. — Monsoniana
6 gefdjnittene
1
23. — discolor
3
2
24. — sebana lutea
8
7
25. ■ — Empetrifolia
4 gefdjmtfene
1
178
130
tfnbere
spftanjen.
Flamen ber Urten.
3af>l ber Ub,
3afrt b. ge*
leget.
wurzelten.
Brunia radiata
3
2
Diosma purpurea
5
5
— ciliata
5
4
— umbellata
8
2
Pfiilica nitida
2
2
— pubescens
2
2
Cliffortia ilicifolia
2
2
Banksia denticulata
2
1
Hakea pectinata
3
3
Lambertia formosa
4
2
31
25
Tfuf biefer 2ifle ftnb mehrere $aibefrdutet unb
anbere ^flanjen nicht beftnbiich, welche noch nicht
nerpflanjt worben ftnb, unb je|t erfl ju treiben ans
fangen. £>ie 3abl ber oben benannten fcfjien mir
hinreichenb, um ben Erfolg biefe« Verfahren« an’«
I76 23 l u m i
Sicht ju bringen. 2flle haben »dbrenb be« »origen
©Sinter« getrieben, unb finb je&t im 9ttarj (1813)
5 bi« 7 3olI J)oc&.
2>ie 2frt Erica ventricosa No. 14., in tttet*
jien 3(ugen bie fhonfte be« ©efhleht«, bat ben be*
ften Fortgang gefunben, unb biejj bat mich um fo
mehr überrafht, baEutti« in ^infiebt biefee
g)flanje behauptet : fte laffe fth fd>trcr bureb ©teef*
finge fortpflanjen, e« gelinge nicht einmal ben Engs
lifhen ©artnern, ob fie gleich in biefem ©erfahren
am gefchicftcfien waren.
23emerfungen.
3flle gefchnittene #aibefrautableger faffen nur
febt fh»er ©Surjel. 2fUe biejenigen, weihe mit
zahlreichen ©lattern oerfeben, unb beten knoten in
furzet Entfernung »on einanber fielen unb fleh faft
lerübten ; j. 23. Erica cerinthoides , grandi-
üora, vestita, Pattersonia, coccinea u. f. w.
gelingen nur febt feiten, »eil fte »cn ©eitenjweis
gen entbloft finb, bie fich mit bem ©tammenbe
eber einem 2he*le bet 3tinbe be« ©tangel« abreifen
laffen.
©ei anbern, »ie § 55. Erica mammosa, dis-
color, Sebana, Empetrifolia, comosa u. f. ».
braunen bie Ableger lange Seit, um ©Surjel ju fafs
fen. 3(1 lein, man batf bie ©ebulb nicht verlieren :
fo lange ber ©tangel grün bleibt, fo ijt noch 4?°ffs
nung jum Triebe. Einige buben »dbrenb be« 5Bin*
tet« in meinem 5Treibf>aufe ohne irgenb einer anbern
funfilichen ©Sätme getrieben, al« biejenige, »eiche
bergroft notb»enbig macht, um ju »etbinbern, bafj
berfelbe bineinbringe.
Siefe gortpflanjung«art fallt jwar etwa« in’«
kleinliche unb »itb oielleicht ben «£anbel«gärtnern
ß e v c t.
nicht an flehen, welche ba« Einlegetverfabten borjies
ben (obgleich bie Einleger bei »eitern nicht alle leiht
©Surjel faffen), »eil baffclbe weniger Bwang aufs
legt, unb fte baburh viel früher »erfauflihe ©ub;
jefte ju erhalten glauben. Snbeffen bin ih ber
Meinung , bah fte fth in biefer ^>inftdjt tdufhen.
Sbre kunftbruber au« Englanb , welch« mit ber
goctpflanjung ihrer 5PfIanjen »ollfommen »ertraut
finb, »enben »orjug«»cife nur ba« etfle ©erfahren
an, »eil e« ihnen ©ubjefte in »eit gtofjctet 3at>t
liefert, ©ie buben aber auch viel ©eharrlihfeit unb
»erfhwenben alle mögliche pflege. Sie ©turnen*
fteunbe aber, weihe fih burh feine faufmannifh*
3(bftht leiten laffen, »erben mit ©ortbeil biefe«
©erfahren benuljen; bei biefer ©efhaftigung be«
3(ugenblicf« »erben fte eine bu^ft angenehme Er*
holung, »ie auh einen ©enujj für bie ©egenwart
unb Bufunft fi'nben.
Sie ^aibepflattjen »erben leiht fhwah ober
flerben ab, unb forbern eine ju garte pflege! biep
ift eine jiemlih allgemeine klage. ©iogliherweife
fann bie Sage, wie ih e« in £infiht auf anbere
^flanjen ju beweifett gefuht bube, baju beitragen;
boh fotlen meine« Erahten« einige gehler bei bet
©cbanblung ber ndhtfe ©runb baoott fepn. Surh
ein ju häufige« ©egiejjcn butte man mehrere 3(rten
biefe« ©efhleht« eingebüfjt , hübe ih auh fugen
boten. £>bne ba«jenige ju wieberholen, wa« ih be«
reit« baruber gefagt bube, will ih mit wenigen
©Sotten biefe ©ebauptung burh bie Sttittbeilung bet
3frt, »ie ih biefe ipflanjen behanble, ju wiberlegen
fuhen.
Sie #aibepflanjen ftnb gewifj niht alle in gleis
hem ©tabe petenntrenb. Siefe ©erfhiebenheit ftnbet
SB \ u m
tei offen (efcenben ober begetirenben ©egenfiänben
€>(a*t, boc^> ft'nb bie meinen gefunb unb gebeiben.
3ebn 2frten ungefähr fcbeinen mir fchwach ju fepn;
«ber affe anbete {eben ben Sauf bet Statut gemäß
awanjig Sabre lang. Sch beft&e einige breiig, welche
ibr t2te« ober 1 5te6 Sahr erreicht haben, unb e«
febeint gar nicht al« waren fte ber £infälligfeit nabe.
Sch habe einige abgefchlagen, welche 9 big xo guß
hoch waren, beren Stängel nur 1 guß hoch blieb,
unb welche in J?utjem neue jahlreicfje Zweige getrte*
ben haben. Sch habe für meine #aibepflan$en ein
eigenes Jpau« mit einem ©laöbach, in welche« eg nie
friert, beffm Temperatur ber eine« falten Treib* ober
Srangeriebaufe« gleich femmt. Sm Sommer wer*
ben fte in einer Entfernung oon 3 guß non einer
hoben ^ag.bucbenbecfe gegen £>flen gewenbet, ge»
fiefft. ©0 lange fie im Steten bleiben, werben fie
täglich, bei warmen Sßetter fogar jweimal , felbjf
bei regnerifchen 2Be;t?r, begojfen. Sm Treibbaufe
»oirb bie Erbe immer feucht erhalten. Sch fann oer--
fichern, baß bei ungefähr 1200 ©tücf ^aibepflanjen.
Worunter 1 20 wahre Zfrteit ffnb, oon 6 Boll bi« 10
Sup £6he, bie ich auf biefe 2öeife bebanbele, meine«
SBiffen« nicht eine eingige „Durch übermäßige geud,*
tigfeit »erloren geangen «fr. Snbeffen geff ehe ich
gern, baß e« Tfcten giebt, benen ein ju häufige« Ve»
fli ßen f (habet unb feibfl ihr tfbfierben nerurfachet.
S3on ber 2frt jtnb Erica retorta, jasminiflora, _
Banksia; affein biefe 3af)l beläuft fiel; faum auf
gwolf.
Sie £aibepflanjenetbe muß leicht unb öon
braungrauer garbe fepn. —
Sie Wanjen bürfen nur bann au« ben Topfen
genommen treiben, wenn ihre SBurjeln bie ©efäße
belegt haben.
Sortf. &. 2f,a.@art. SBag, V.SSb«. 5, ©t, l8w#
Sie £i|e ber 2J?ijibeete ifl ihnen fchäblich, boch
fann ihnen währenb ihrer Äinbheit ein gute« wohl*
erleuchtete« ©chirmbach fehr nüfclich fep.
Mehrere 3frten ertragen bie etjlen ©rabe be«
grofle«,
Sie 93ehanblung ber Metrosideros, Mela-
leuca , Leptospermon fann ihnen gleidjigefe&t
werben.
Siefe furje Sarfieffung halte ich für nothweit--
big, um bie oorgefaßte «Meinung, welche man gegen
bie Erjiehung biefe« fronen ©efd)led)t« ohne ©runb
h?9t, ju gerff6ren. Sch ftnbc fogar, baß bie $aibe*
pflanjen ftd) weit leichter al« anbere $flanjen in ifr*
rem reifcooffen Buffanbe erhalten ; ju t>iel Sorgfalt
if! für fie in eben bem ©rabe fchäblich, al« für bie
•Rinber, bie man oerjärtelt.
Sa« liebliche ©efchledjt ber ^aibepflanjen unb
biefe gortpfTanjung«art würbe für gtauenjumner ei*
nen angenehmen Beitoertreib abgeben, welche mitten
unter erfünfblten Vergnügungen ficf> leicht überaus
gen fonnen, baß bie fftatur weit füßere unb bauet*
haft-re greuben barbictet. 2fm Enbe witb man ge*
gen ©chaufpiefe, Säffe, ©efellfd;aft«fpiele, bei wef*
chen man ftch ju belufiigen wähnt, ganj abgeßumpftj
unb wie oft flehet nicht bie Sangeweile ©cfulbiracbe
»or ber Thür! unb wie oft ftnbet man faum bifelbft
eine Betreuung um einer quälenben Einformigfeit
ju entgehen. Sch labe fte bnfjec ein, in ben Sah*
re«jciten, wo bie gelber ftch mit ihren fchonfien
JKeichthümern fehmüefen, einjufehen baß ba« Sanb
9?eije bef i&t, welche bie »on ben »olfreichfien ©fäb*
ten bargebotenen Betreuungen weit übertreffen, unb
eine Bauberfraft, welche in ber Seele järtlidje unb
befriebigenbe Einbrüche jurüefläßt. Sch labe fte juc
pflege unb gortpfTanjung biefer lieblichen ^flanjct»
33b
33 l u m i ft e r e t.
178
rin, beten (Blumen, welche 5u ihrem ©‘biete geho*
ten, ihren einfachen tmfdwnem werben. «ie
buvfen nicht t>efuccf)tcn ihre #dnbe ju befchmuhen,
intern (ie bie Erb e angteifen; «in ©tod d)en teid)t
juc «Pflanjung bet Ableger bin, unb ihre garten
SPinftft, turd) bie Entblätterung eines Styil« befiel*
ben, »erben ihren gertgang ffdjetn. ©ie eine gute
s^utter für it^re Äinbet bie jdrtlid)ften ©efüfjle em*
pfinbet, »erben (ie ge»i& 2fnbdnglid)feit an bi efe
jungen grumte it>m Wartung gewinnen; (ie werben
(eben, wie biefelben unter ihrer pflege waebfen unb
(id) »etfd)6netn, unb halb erfennen, bap es unab*
Rangige Vergnügungen giebt, unb baf man (ich
(etb(l welche (djaffen fann, bie «inen Sl>eilber ©lüd*
fecligfeit auSmacben.
25on bem (©aamenflot ebne fünftlidje
©atme.
SaS ton mit angegebene Sreibl)au$, welches
nad) bet Erfahrung bie id> banon gemacht habe, »ut
«Burjelung bet Ableger bet satten ^flanjen aufierft
günfiig ift, ift eben fo feh« fit ben ©aamenflot
aller berjenigen ttorlheilbaft , bereu Äotner bünne
ftnb, unb welche einige ©rabe ©dtrne jum Äeimen
nothig haben.
Sm gtfihiahte 1813 t*tte ich *» ÖUf
«Beete unter ©laSfenfter, mit einem ©orte nach al*
ter ©ewohnheit, f*h* 3«*« ©aamenfornet non £aibe*
pflanjen, Rhododendron, Kalmia mit breiten
«Blattern u. f. w. gefact , mehrere ftnb gut aufgc*
gangen, anbete aber, obgleich eben fo gut, haben
6 ©odjen lang fein Reichen beS ÄeimenS gegeben,
hierauf ent(d)tof ich mid), bie Sopfe au« bem (Beete
»egsunebmen, fte in baS SreibhauS ju bringen, wo
bie Ableger fid/ fcefdnben, unb begofj biefelben fcd-i*
ftg, fo bajj bie ©dmeteien in einet beftdnbigen cgeud)s
tigfeit erhalten würben. (Wach (Berlauf «on 8
gen gtengen alle nottrefflid) auf unb Kalmia lati-
folia, bie ich gugtetd) jum SSerfud) wieber gefdet
hatte, bebedten in 3eit non 12 Sagen bie ganje
£)berflad;e ihrer Serrine mit ihren erften (Sldttern.
Siefe Shatfachen fcheinen ju beweifen, baf bie
«Barme ber ©iftbeete unb bie ©ewohnheit, ben ©aa*
menflot ber ?uft junt Sh«« 5« Trauben, wenig ge*
eignet ftnb baS Reimen ju begünfiigen. Eine gro$e
SWenge warmer atmoSphdrifcber Suft hingegen, net*
bunben mit einet geuchtigfeit , welche bis jut Er*
fdjeinung bet ©aamenbldtter unterhalten werben foll,
beforbert nid;t nur biefe ledern, fottbern fldrft bie
jungen ^flanjen bis ju bem Tfugenblicfe, wo man
fte ohne ©efabjt bet freien 8uft auSfe&en fann.
Reberbie^ fcfjctnt mit biefeS Verfahren mit bem*
jenigen, weldjeS bie Statut in allen (Regionen an*
wenbet, analog ju fepn. 3m Uebetflufj {heut bie
«Ratut bie ©aamenfornet bet Vegetafctl:en auf bte
Erbe aus, wo fte in uolliget Untbdtigfeit bis ju bem
3fugenblicfe bleiben, wo bie 2uft ben ju ihren erflen
Entwicfelungen nothigen ©armegtab erreicht hat:
bann gehen fie auf, unb erlangen in Äurjem £6f>e
unb ©tdrfe. ©0 ifl ber natürliche ©ang, beffett
«Slrfungen wir alle 3al)te, fowoht in ^)tnftd)t un*
fern einheimifchen ^flanjen, als in 4>infi*t <>« ÖUf
«aterldnbifchen (Boben uerpflansten ©ewdchfe fehen;
unb fo, bünft mid), fott ber ©eg fepn, ben wir in
3ttcffi<ht ber auSldnbifd)cn ^flanjen, benen wir «n»
fere «pflege weihen, einfdjlagen follen. 3ebeS gefunbe
eaamenforn, beffen Äeimfrajt unoerdnbert geblieben
SBlttmifietet.
*79
ift, helfen Äeim unb ‘geben bie {Ich auf ihre 33er*
Achtungen bejiehenbe Gigenfchaft beibehaltcn bak{n*
mufj an jebem £)rte ber Grbe oufgefjert. Um baju
§u gelangen, muß man ihm 3eit , eine leichte aber
fcefidnbige geuchtigfeit, unb bie in feinem natürlichen
fianbe gewöhnliche Temperatur oerfchaffen. Sie
Trei6hdufer mit einem ©laSDacfje, in welchen bie
guft fomobl im gcübjahre als im Sommer nach
©ebürfniß warmer gemacht unb erhalten, unb nach
SGBiUfufjc erneuert werben fann, entfprechen meines
Grachten« bem erwünfdjten 3 vecf oollfommen. 3Beil
ein gute« ©aamenforn nicht fo fchnell aufgehet, wie
man es wünfcht, fo barf beßwegen nicht barauS
gefchlojfen werben, baß eS nicht aufgehen wirb : benn
wahrfcheinli^erweife h®t eS noch nicht in feinem
guftfreife bie $u feiner Gntwicfelung erforberlichen
Gigenfdjaften gefunben. $at aber ein folcheS ©aa*
tnenforn bei einet großen Selige einer oft oerdnber*
ten 2uft in einem Treihhnufe, wo bie SBurme bet
feine« 33aterlanbeS jiemlich gleich fornmt, tiefe 33or*
§üge nicht erhalten fonnen, fo i|t fefjr ju oermu*
then, baß ein 25eet fte eben fo wenig barbieten wirb,
©efcfct auch bie ©aamenfornet fonnten eben fo gut
in einem 33eete unter ©laSfenjfern aufgehen, fo
werben bie jungen ^flanjen nur $u halb bünn unb
fchmdchtig, wenn man bie g nfler nicht aufmacht,
unb biefe Seffmtng fann anbern ^flanjen fdjdblich
Werben, eS wäre benn, baf man fte anberSwo an*
brachte. Sn einem Treibhaufe mit einem ©laSbache
unb ©eitentfjüren wirb biefe Operation unndthig#
weil man ihnen biefelbe 2J?affe guft unb 2;cht ge.
ben fann, bie fte in freier guft genießn würben.
Siefe SSehauptung beruhet nicht a;.f 5D?uth*
maßungen, fonbern auf Thatfachen. 2fuf bie-'e 2frt
habe ich mehrere ©aamenfornet gefaet, unb alle ge*
fun'oen giengen auf. 3wat ftnb wdhrenb b.S ©o et*
merS bie jungen ^flanjen nicht fo hoch geworben,
als ber ©aamenflor gewöhnlich auf SSeeten unter
©laSfenfiern wirb , aber fie waren weit fldrfee unb
haben ben SSinter ohne ben minbeffon ©djaben $u*
gebracht. Sie ©emerfung muß ich noch hi«5«fü;en,
baf wenn in einem folgen Tteibbatife bie ©onne
butdh ihre fenfrechten Strahlen ben ©aamenflot ju
fchnell abtroefnet, in ben «DZittagSjbunben eine gern*
wanb auf bie genfer gelegt werben muß, welche fleh
übet benfelben beftnben. SaS ©egitßen muß täglich
ein* ober jweimal, nach ©efchaffenfjeit beS SßetterS
unb ber 2Barme mit $ülfe eines ©chmammeS, oor*
jüglich Por bem Äeimen, wieberholt werben.
Sa bei jebwebe« tfnbau bie beffen SKefultate
nur burdj jahlreiche unb auf petfebiebene 2lct mobi*
fteirte 33erfuche fowohl als burd> wieberhohlte Gr*
fahrungen erlangt werben fonnen, fo wage ich bie
Hoffnung, eS werben einige Ginjelheiten in bem
©erfahren, welche« ich eben in £inftcht ber 3fblegct
angegeben tjabe, nicht als tabelfjaft angefehen wer*
ben, welche einigermaßen bem ©erfahren wiberfpre*
(hen, bas man anberwdrtS betrieben finbet.
$ **,
©b a
$reif>* unb ©tw&tyfyatö * ©drfnevct.
18©
%ttW= mtb ©ewäcbabau« s ©ärtncret.
I.
bittet jur SSeforbmmg ber Sragbarfeit ber
2(nana$ , * unb aut SSermibung bei* Sn=
feften , welche tiefen Pflanjcn [traten.
(3CuS bem granj&ftfdfjen, von ^armentier, Sürger.-
meifler in Snghien).
£>it Tfnana«, welche auf fSftlid) beferen 2«=
fein einen fo au«ge$eidbneten ^Pla^ behauptet, tfl be«
fannttid) bie gruebt einet warmen 2reibbau«pflanse,
wcld)e ben ^flanjet, bet auf fte feine Sorgen unb
viel Jtoften wenbet, feiten entfcbÄbiget. 5<b bflbe
bemetft, baf biefe «Pflanje einen befonbern »oben
»erlangt, unb nad) vielen unfruchtbaren »eifucben
bin id) bei folgenbem flehen geblieben, bet mir voll«
fommen ©enüge tljat. Sch machte eine Sttifcbung
au« i6SSh«'l*« flauen, mitSSorf »ermifebten, 2Ker*
gel, io 3:t)eilen gut verfaultem Jtubmift, 8 3:^*He«
eben fo alten unb verfaultem «Pferbemift, 2 Sfjeiten
verrotteten eichentaube«, 4 5T^til«n ©anb unb einem
5£t>cil« Stuf.
£>iefe Sflifdjung pajit »ollfommen für erwach*
fene «Pflansen; fut Wieget ober Sterlinge mup
man fie aber auf folgenbe Wt »etanbern: 16 SEt>eite
flarfen Mergel, 7 Steile btei bi« vier 3ah™
unb recht aufgelocfetten ^ferbemip, 1 Sheil verfaul*
te« Eichenlaub unb 1 Sh»it W- ©tnn man im
grüfftinge bie Wieget fjincinpftanjt , muft man vor*
her bie »orfidjt treffen, baft man bie SBurjeln von
ben troefenen unb tobten gafern recht reiniget unb
fte hierauf ganj unb fogar bi« jur «£>alfte bet *PfIanje
in einen Eimer tunft, in welchem mit einer bin*
teicbenben Quantität SBaffer, fo ba& e« ein bünnet
»rei wirb, 16 SEfjetle ©cbwefelblumen , 1 Sbeil ge*
pulvertet dtampber unb 2 SEt>eilc burebgeftebter 9iuf
»crmifd)t unb red)t untereinanber gerührt worben
fir.b. Si« mit biefer Sfliftbung uberjogenen ^Panjen
werben hierauf in bie für fie jubereitete <5cbe gefegt.
T)[ e 2fnana«pftansen finb ben Unfällen mehre»
rer Snfeften auSgefeßt: bie «ein», weife, mehlige
©d)ilblau« (Coccus adonidum), ein traurige« ©e*
fchenf, welche« mit ben fdjonen spflanjen, bie un*
fete ©la«haufet jieren, von ben weftlicben .Stuften
2lfrifa’« iu un« gefommen ift, febeinet in unfern
fünftlicbetr dtlimaten ihre 3etftörung vorsug«wei« an
ben ©übametifanifchen ^öflanjcn au«suuben; baupt*
füdjticb ft<het man fte auf bet Wana« feftftie« unb
ft<b bafetbft in einen weiflirf>»e!elbaftcn glaum em*
hüUen, ber eine ja^ttofe Wac&fommenfc&aft verbirgt,
eine anbere viel größere unb ebenfo furdjtbare Wt
für bie greunbe ber Eultur ber ^ftanjen au« bet
heilen 3one, fud)t, nebft ber ®(a«hauö^chilblau«
biefe Eultur su erfchweren unb $u vereiteln. £)iefe
i8i
SEteifr* tmb s ©dtfocreL
Weit, welche |taü unb gldnjenb ifl, hat bte ©e*
flott eine* mittelmäßig großen ©cbilbfdferS unb fcfyei*
«et nod> viel feffer als bte ©(aSfjauS ; ©chilblauS
auf ben 2fnanaSpfTanjen $u ftgett / beten ©affe fte
cuSfaugf, bie fftahrungSgefdße auStrocfnet unb ihren
bolligen Untergang unmerflich ^etbeifö^tef.
Um bie 2fnanaS vor bet tfnftecfung bet Sfnfef*
ten burdb bie «Bectilgung beS größten 2!l;eils berfel«
ben gu verwahren, bebiente ich mich eines SJerfalj*
tenS, bas jebermann fei^t ift. 3d> ließ 4 fPfunb
©djwefel unb 4 Unjen Äampher recht fein pulvern,
vermifchte fte mit 9fuß, bev ebenfalls gepulvert war,
in fo großer £luantit<5t, bie eben binteicbte, um bet
5Kifd)ung beinahe bie garbe bet fPflange ju geben,
unb fdjüttete biefe gepulverte 5flaffe in ein $D?ef)Ifieb.
Sßill id) nun von biefem ©chufcmittel ©ebraud^
machen, welches gew6f)nlich enfwebev im gtühlinge
gefchiehet, obet gegen bie Seit, wo man bie jungen
2tr.anaS verpflanget, fo fange ich an bie fPfTanjj mit
©affet, mittelfl eines feibenen, etwas ffeifen «pin»
felS, ber eines ginger* bitf unb lang ijf, ju wafdhen,
biefen $infel fioße ich fo tief als möglich gwifchen
bie S3ldtter gang ual;e an ben ©tamm, feftre hier*
ouf bie $flange um, um fte abttopfen ju laflm,
unb wenn nut noch gerabe fo viel gcud>tigfeit baran
bleibt, um ben ©taub feffguhalten, womit man fte
fiber unb über betreuen fann, fo fielle ich bie^flanje
unter baS ©ieb, baS ich fo lange fdjuttele bis alle
Steile, felbff bie fdtmaljlen unb ndchffen am ©'am*
me, wo ftd> bie SnfeEten oft verfammeln, tüchtig
mit biefem ©taube überzogen ftnb. Sie mit biefem
Heilmittel verfolgte fPflange wirb von ben idfiigen
Snfeften befreiet unb vor ben Unfällen bererjenigen
terwahret werben, bie fleh in bet 9*dhe beftnben
mochten.
Sie oben angegebene Öuahfitdf bet SWaffe, tft
für 200 ffatfe unb erwachfene ^OfTangen hinteichenb,
9flan fann baS Verfahren gum Sheil wieberholen,
fo oft man wahrnimmt, baß bie ©tdngel unten an*
geffeeft ftnb; aber feiten braucht man wieber feine
Suffucht bagu gu nehmen, wenigjfenS iff mit bas
nicht oft begegnet,
23enn man bte tfbleget obet ©proffen Von ben
fruchttragenben ^flangen abnehmen will, fo lofet
man bie ©proffen vorftchtig ab, bamit man bi* juw»
gen ©urgeln nicht quetfeht, taucht fte in ein mif
©affet gefülltes ©efaß, bas bie Sempetatur beS
©laShaufeS hat unb fäubert biefe 2fbl?gec gut, laßt
fte abttopfett, beftebt fte fobann mit ber 9D?if<hung
über unb über, unb gang unten nahe am ©tamme,
fo wie eS bereits empfohlen worben. SSen nun att
fann man wegen beS ©ebieffats ber jungen ^flan*
gen gang ruhig fepn, felbff wenn flc von ©tiefen,
bie am mcijfen befaßen waten, abgenommen wer*
ben waten«
2.
Weber bie (Sulfur ber SJMonen, unb bie $iu
fetten, meiere bie Pflanzen benagen.
Sie Melonen, weldje man tn ben ©arten Saitef,
ftnb ebenfalls einer Jfranfheit unterworfen, bie inS«
gemein unter bem Sfamen beS weißen SM eh (*
thaueS befannt fff. Siefe Äranffjeit, welche off
von einem Sah« gutn anbern übergeht, iff bloß eia
mm vorhanbenen Snfeft, bet fogenannten Melonen-
18 i
<$$ a r f e « * 3W i f e e 1 1 e tt.
fpinne, ton bet ©atfung bet SSlattldufc, g«jwf^tcis
ten, befTen gamilie mit bet gamilie bet ©aUinfcf»
ten unb ©chilt-läufe oerwanbt ift.
sjj?at t>at viele «Wittel angewanbt, biefen «Wel)U
tl)«u su vettilaen, bet in lutjet Seit bie Hoffnung
5u einet fletntc, bie ftcf) unter ben glucftichften »u»
freien batftellte, vernichtet, unb für welche man
webet Sorgfalt nod) ©ünger fparte. Sßenn mit
alei* met)t al« einmal bie Gultuc biefet ^flanje
verleibet würbe, fo gab i«h bo* «enigflen « nie bie
Hoffnung auf, ein «Wittel gegen biefe« Uebel au8-
ftnbig SU madjen, unb biefeg, weld)fg id) l)itc mit»
«heilen will, führet jum 3»ete.
SWan nimmt fet)t feingepüloerten €5<h»efel, unb
«etmifd)t ihn mit fo viel 9iuf, bet ebenfall« fiepöl*
wtt worben, baf er eint bunfelgtaue gatbe befommt;
biefe «Wirkung föfittet man ohne weitet« in ein
<©ieb, unb fobalb man einige ©puren be« «Wel)U
tfyaueS wabrnimmt, befircuet man bamit bie $flans
Sen, bie man vorher foviel al« möglich angefcud)tet
bat, übet unb übet, ©iefe« «Wittel ift juwetldffig,
aber e« erfotbett mehr 23orfid)t al« bei ben tfnana« .
i) weil bie «Welonen oft »othet begoffen werben , fo
muf man fid) wohl in 2ld)t nehmen, baf bo« 2Saf=
fet, welch eg man ihnen giebt, nidjt ben ©taub, wel»
eher bie SSlatter unb Stanfen bebeeft, abfpüle, man
müfte ihn benn jebegmal wieber aufftreuen; 2) »eil
man eg jeitig anwenben muf, unb ehe noch bet 2Re&l*
thau fid) fo fet>r auggebteitet hat, baf bie ©bet*
ßdd)en gans weif baoon ftnb ; aufetbem ift bag 9Rit»
ttl jiemlid) unfkhet, bie ^flanje wirb fo etfebopft
»erben, baf bie oon ben «SJurjeln «erarbeiteten ©äfte
nicht meht bi« ju ben grumten gelangen fdnnten.
©arten=aRtfceIlen,
I.
©ö$ Cinn^i fcf>e ^flansenfafiem bifb*
lieh bargeftellt.
(Sjjjit JCbbilbungen auf Saf?l 27.)
S<h habe burch €*faf)tung gefunben, baf viel«
©arten = Siebhabet unb Sefet beg ©arten *«Wagajin«,
welch« blofe ^Dilettanten unb feine Söotanifer ftnb.
fid; nod) immer nicht ted)t in ba« Sinn&fche «Pflait»
jenfpftem unb feine ©affen, unb beten Unterabtt>ei*
tunlungen finben, unb barnad) bic Wanjen ctbnen
unb befiimmen fdnnen. Sch h abe eg bähet für fet>c
nöfclich geachtet, unfern Sefetn eine bilbliche U e=
betficht bavon h«et $u geben, unb ihnen btef ©tu»
bium ju oetftnnlichen, welche tfnfchaulidjfeit 3()nen
bie Sinn^ifche ©afpfifation , ober ba« fogenannte
©epualfpftem gar fefc erleichtern wirb.
©arten *
Sn« jPfrangenfyffem be« großen ginn d ifi noch
immer ba« verbreitetfie, fo wie e« für ben Anfänger
in ber©otanif immer ba« leidjtefle bleibt. .Seine bi«
je|t befannte ^flanje burfte nod) au« ben 2Tbtf)ei(un«
gen beffelbcn au«gefd)loffen werben, fonbern e« fanb
vielmehr jebe leid)t, ben angenommenen ©runblagen
gemäß, l^rc bejrimmte ©teile.
Sie ©runbtage biefe« SrfJcm« beruht auf ben
3eugung«organen ber ^flangen. ©efanntlich ftnb bie
Staubgefäße bie männlichen, unb bie ^ijliUe bie
weiblichen Srgane. Siefe Srgane ftnb nun entwe»
bet entfliehen vorhanben unb ftdjtbar, ober il)tSa»
fepit j)i, wo nicht großen Zweifel unterworfen, bod>
wenigfien« fetje verlaut. Siefe gwei Sfitcfftchten bil»
ben bie <£>aupteintfjeilung be« Spfbem«.
S5ei ben meiflen ^flanjen , mit beutlich «tfenn»
fcaaren Beugung« » unb ©efcud)tung«organen, ftnb
bie Staubgefäße unb bie ^iflille in ©inet ©lume
vereinigt, ©ei einer kleineren 2fngahl ftnben ftch biefe
teiben Srgane in verfchiebenen ©lumen getrennt;
worau« aisbann eine 2fbtf)eilung biefer ^Pflanjen in
3wittcrgewdd)fe unb tn Unifetuelle erwächf’f.
Unter ben 3witfergewäd)fen h«6en bie meiflen
freie Staubgefäße, b. t). folche, bie in feinem ihrer
Sheile mit einanber verwarfen, ober vereinigt ftnb;
bei einet Heineren tfngahl berfelben ftnb aber bie
Staubgefäße, entweber ben Staubfäben, ober ben
fcarauf ft|enben Staubbeuteln nad), mit einanber
vereinigt, ober verwarfen. ©nblich giebt e« noch
folche ©ewddjfe, wo bie vereinten Staubgefäße in
t>«« QJifiiU eingewachfen ft'nb.
Siefe« Spflem theilt ftdj in 24 ©taffen, wo»
von jebe wiebetum in mehrere Srbnungen, unb
biefe leiteten in mehrere ©efch (echter abgetheift
Sttifcellcn. jgj
fTnb, weldje aisbann bie ©atfungen unter fic h
aufgeflellt haben.
Sie eilf «rflen ©(affen werben gang allein burdj
bie Tfnjahl ber Staubgefäße, von ©inem bi« gu jw£lf
unb mehrere, jeboch untec gwanjig, immer in Bwit*
terblumen, befiimmt. Sie Srbnungen werben na<h
ber 2fngaf)l ber ^ifriile charafterifirt.
Sie jtvolfie unb breigefjnte ©laffe begreifen bie
*pflanjen mit freien unb gteichhohen Staubgefäßen«,
von 20 bi« unbeflimmt mehreren Staubgefäßen,
©etbe ©laffen werben burd) bie Stelle , worein bie
Staubgefäße eingewachfen ftnb, unterfchieben. 3«
ber gwolften ©laffe ftnb fte in ben Äelch, in bet
fcreigeljnten in ben ©lumenboben eingewachfen. Set
©harafter ber Srbnungen wirb gleidjfall« von bet
2fngahl ber ©tiffel be« 9>ifliü« h«genommen.
Sie viergehnte unb funfgehnte ©taffe werben
und) bet 2fngaf)l unb bem gegenfejtigen ©toße * ©er*
hältniffe ber Staubgefäße beftimmt. 3n bie vier*
gehnte ©laffe fommen bie ©ewddjfe mit vter Staub*
gefäjjen, wovon gwei lang unb gwei furg ftnb. 3n
bie funfgehnte ©laffe fommen folche ©ewächfe mit
fech« Staubgefäßen vor, wovon vier länger, unb
gwei einanber gegenuberflehenbe furger ftnb.
Sie ©erwachfung bet Staubgefäße unterem*
«nber, entweber ben Staubfäben, ober ben Staub»
beuteln n ad), ober bie ©ertrachfung berfelben mit
bem ^)ifiiH, fcilbet ben ©harafter ber fünf folgenden
©laffen.
Sn ber fed;«gehnten ©laffe ftnb bie Staubge»
faße, ihten Staubfäben nach, in einen eingigen &ct*
per verwachfen. 3n ber fiebengefmten ftnb fte in
gwei üorper, unb in ber achtgehnten in mehr, al«
©arten = SWifcette«.
184
jroei Äärpet mit eittanber Oerwadffm. Sn bet neun*
Junten GafTe ffnb bie ©taubbeutel bei fteiffehm.
tett ©taubfaben mit einattbet oetroachfen. Sn bet
gwangigffcn ffnb bie Staubgefäße auf bem ?>tffitt
emgewachfcn, unb mit bcmfelben oetbunben.
Sn bet fedjjcbnten, ffebengehnten, achtgchnten
«nb groangigffen Gtaffe wiib bet Gharafter bet £>tb*
«ungen non bet 2fnäat)l bet Staubgefäße geliefert.
Sn bet ncunjel)«ten Glaffe crtbeilt bie «polngamie
ln «Blumen, b. h- bie Sfttifdjung männlicher unb
»eiblicbet ©turnen mit 3witterblumen, ben (5t)araf=
let bet £tbnungen.
£)ie ein unb groanjiqffe unb gwei unb gwangigffe
Glaffe enthalten unffepuelle ©cwd*fe, wooon einige
mit männlichen Organen ob^t mit Staubgefäßen ohne
^Jiffill, unb anbere m t weiblichen Srganen ober ^pi*
ffiUen aber ohne ©taubgefaße, oerfehm ff ’b.
Sn bet ein unb gwangigffen Glaffe ffnb bie
männlichen unb weiblichen ©lumen auf Ginem ^sn*
lioibuum oon ©ewäd;fe oereinigt.
Sn bet $roei unb gwangigffen Glaffe ffehen bie
männlichen ©lumen auf GinerrsSnbioituum, unb bie
weiblichen auf einem anbern Snbioibuum bet gleichen
©attung.
£)ie brei unb gwangigffe Glaffe enthält folche
©noächfe, bie auf bem gleichen Snbioibuum mit
männlichen, weiblichen unb äwitterblumen oerfehen
ffnb, wo bie männlichen unb weiblichen ©turnen auf
tetfdjiebenen Snbioibuen oon bemjenigen ffehen, ba*
hie ßwittetblumen trägt.
£ie Ghotaftete bet Ötbnungen bet ein unb gwei
unb gwangigffen Glaffe ffnb entwebet Oen bet n^at)l
bet Staubgefäße, ober oon bet ©etwachfung ihm
©taubfäben, ober ihrer Staubbeutel, mit bem ufc
fruchtbaren «Piffifl bergenommen.
25er Ghatafter bet «Dtbnungen bet brei unb
gwangigffen Glaffe grünbet ffd) auf bie ©Reinigung
bet männlichen, weiblichen ober 3wittcrblumen auf
bem gleichen, ober auf oetfdjiebmen Snbioibuen.
£5te oiet unb gwangigffe unb lebte Glaffe bc$
Sinite’fcben Spffemö begreift be ©ewdchfe mit un*
befannten ober feht oerhüßten ©efcudjtmgöorganen,
bie entwebet auänebmcnb flein ffnb, ober in jebern
gaße, in ihrem ©au fowohl, at« in ihrer Sage, 00»
ben Organen anbercr ©lumen ffch oetfd;ieben geigen.
3Cu$ biefet futgen Sarffeßung ergiebt ff*, baß
ba« ganje ©pffem auf bie männlichen unb weiblichen
£)rgane bet ©ewädjfe gegrünbet iff, unb baß ftd>
bet berühmte ©d)6pfer beffelben hauptfä*ti* an bie
Sid)tbatbeit otec ©echüßung biefet Organe, ihre
2lnjahl, ihre oerbdltnißmäßige ©toße, ihre ?age unb
ihre ©erbmbung untetein.mb>,t gehalten hat.
3u näherer ©eleuchtuni wollen wir nun abet
bie «flomenclatui bet Glaffen unb £>tbnungen mit ei*
ntgen ertduternben ©»■mertung^n burchg.’hen.
2)ie erffe Oer b ei*ehn Glaffen, mit 3witterMl*
men unb freien £ta bge'dßen , b.ren Ufnjahl nicht
über neunjrhn geht, hfißt Monandria, mit einem
einjigen Staubgefäße. Sie h«t gwei £)rbnungm,
nämlich Monogynia , mit einem ©viffel, g. ©. Hip-
puris vulgaris, gig. 1. ein 3weig biefet Wange;
gig 2. eine einzelne vergrößerte ©lume: a) bet
grud)t n ten; b) ber obere ober mit bem grudjtfno*
ten otrwachfene Äel ch; c) ba« Staubgefäß; d) beC
©riffel unb bie 9larbe; unb Digynia, mit gwei
©riffeln, g. ©. Blitum virgatum, WOOOn gig. 35
bie vergrößerte ©lume geigt.
i85
© a t: 1 6 n s
IjWlite dlaffe Ijeiff Diandria, mit jwei
©taubgefdßen, ©ie bat brei Öcbnungen Mono-
gynia, Digynia unb Trigynia. S3cifpieie ffa tiefe
ßlaffe ftnb : 9?ro. 2. gig. i, cc. bte SSiume bec
Syringa vulgaris- L,; gig. 2. Oertifalec Sttrd^
fc^nitt einet: SSiume; gig, 3, S3iume bec veronica.
montana.
£>te briffe dlaffe, Triandria, bat begleichen
brei Dehnungen wie bie vorige. SSeifpiele baju ffnb:
9?ro. 3. gig. 1. bie 25lume einer Ixia; gig, 2. bie
33lume einer Valeriana officinalis, unb gig. 3,
bie SSiurne eine§ Loliutn perenne: a unb b, bec
S5a(g unb bie ©peljen,
Sie vierte (SUffe, Tetrandria, mtf4©taub--
gefaben, tyat biefeiben brei Srbnungen. SJeifpieie
ftnb: 9ho. 4. gig, 1. e. e. bie 83lume einer Sca-
biosa succisa; gig. 2. bie S3lume eines Cornus
sanguinea; gig. 3. bie S3iume einer Plantago
maxima.
Sie fünfte dlaffe, Pentandria, bat 6 £>rb,
nungen, ndmlicb: Monogynia, Digynia, Trigy-
ma, Tetragynia, Pentagynia unb Polygynia.
SSeifpieie ftnb: 91 ro. 5. gig. 1. bie SSlume beS Ane-
thum graveolensr gig. 2. bie ber Lonicera ca-
prifolium; gig. 3, bie beS Viburnum tinus.
Sie feiste dlaffe, Hexandria, bat 5 Ötb-
nungen, ndmlicbr Monogynia r. Digynia, Trigy-
nia, Tetragynia unb Polygynia. fSeifptele ffnb:
^ro. 6. gig. 1. bie 23(ume bec Scilla autumna-
3is; S*9. 2. bie S3lume bec Dianella coerulea;
Sig. 3- bie S3lume ber Berberis vulgaris.
Sie fiebente dlaffe, Heptandria, f„ f(?i„
fie iff, gerfdüt boeb bemdintbeUungggrmtbfabe $ufeige
gortf, b, 2(, Z, @art, SHagaj, v. sstr 5) @tt mi>
ceTten*
in merSrbnungen, namlid): Monogynia, Digy¬
nia, Tetragynia unb Heptagynia. din SSeifpief
für biefe dlaffe ifr 91ro. 7,, bie S3lume ber
finnie, ober be$ Aesculus hippocastanum.
Sie (tdf)te di affe, OctancTria, f>at 4 £)tb-
ttungen, ndmlicb; Monogynia, Digynia, Trigy.
nia unb Tetragynia. S3eifpiele ftnb: 9?ro. 6. gü
gur 1. bie 5Btume bec Fuchiia coccinea; gig. 2.
bie 23lume beö Epilobium spicatum Lin,
Sie neunte, febc wenige ©rwdc&fe utm
faffenbe, di affe, Enneandria, jerfdiit in bie brei
Sehnungen Monogynia, Trigynia unb Hexagynia.
SSeifpieie ffnb: 91to, 9. gig.r, bie Siume beSButo-
mus umbellatus Lin., unb gig. 2. bie 33(ume beS
Rheum rhaponticum. Lin,
Sie jefcnte dlaffe, Decandria, jerfdiit it»
fünf Scbnungen, ndmlicb : Monogynia, Digynia,
Trigynia, Pentagynia unb Decagynia. 33eifpielc
ftnb: 9?ro. 10. gig. r. bie 83iume beS Rhododen¬
dron ponticum, unb gig. 2. bie S3lume ber Saxi¬
fraga hirsuta.
Sie eilfte dlaffe, Dodecandria, begreift bie
©ewdcbfe mit r2 big 19 ©taubgefdfen, ba matt
noch fein ®ewdcb$ fennt, wo mit Sejldnbigfeit eilf
©taubgcfdfe cr^cinen, fo wie überhaupt über bie
3ai)i jeben hinaus eine Unbefldnbigfett in ber Ztu
m ber ©taubgefdfe giemlic^ bduftg’ eintiitt, bie
übrigens auch in ben erffen jeim diaffen nicht gattj.
fef)U. Siefediaffe jerfdiit in fünf Srbnuttgcn, ndtm
lief): Monogynia, Digynia, Trigynia, Penta¬
gynia unb Dodecagynia. fSeifpieic ffnb: 9?to. ir
gig. 1. SSiume bet Haleria tetrapteraj gig. 2. bie
bec Euphorbia spinosa,
de
186 ©arten*
Sie jttSlft« ©(affe, Icosaudria, mit 2ounb
unbeßimmt mehreren ©taubgefdßen , bie auf ben
Äelcb eingewacbfen ftnb, setfallt in fünf Drbnungen:
Monogyhia, Digynia, Trigynia, Pentagynia unb
Polygynia. ein SSeifpiel baju ijt Hto. 12. bie
SSlume beö Cactus opuntia.
Sie bteise^nte ©laffe, Polyandria, mit
20 unb mehreren auf benSSlumenboben eingewacbfenen
(Staubgefäßen, jerfdllt in flehen Stbnungen: Mono-
gynia, Digynia, Trigynia, Tetragynia, Penta¬
gynia, Hexagynia unb Polygynia. ©in SSeifpiet ijt
9tco. 13. bie «SSaffertofe, ober bie Nymphaea alba.
Sie v i e r } e f> n t e © l a f f e, Didynamia, mit vier
freien Staubgefäßen, non ungleicher ©roße, wovon
i«ei ftttjet ftnb , jerfÄllt in bie jwei Srbnungen:
Gymnospermia unb Angiosperrnia. 33ei ben ©e*
roddjfen ber crften Otbnung fie^t man immer im
©tunbe beö ÄeKbeö t»i«t nacfte ©aamen. Saju ge*
t)6rt Hro. 14. gig. 3- bie »lum« beö lamium Lur-
pureum, unb gig. 4- bet Wettifale ©u'*Wnitt eii
m Welche« ber Sektoren , worin man auf ber ©runb*
flddje bie ©put eine«. grud)tgebdufe$ bemerft, wot*
Auf bie vier ©aamen liegen. ©ie lefcte Stbnung
begreift folche ©ewdchfe bieftt eiaffe, wo mehrere
©aamen in einem grud)tgebdufe, ba$ gewöhnlich eine
Äapfet ift, eingefchloffen ftnb. Daju, al« SSeifpiet,
sj^ro. 13. gig. I. bie SSlume be8 Antirrhinum li-
naria; unb gig. 2. ben Sluerburcbfcbnitt ber gruebt
beffelben.
Sie f u n f * e b n t e 6 ( a f f e, Tetrady namia, mit
fed)$ ©taubgefdßen, wooon vier langer, als bie jwet
anbern ftnb, jerfdllt in bie jwei ©tbnungen: Sili-
culosa unb Siliquosa. Sie etfle, wo bie
gehörigen ©ewdc&fe mit einem (silicula)
SR i f c e 11 e n.
pevfefjen ftnb, wo ndmltd? bet SSreiteburcbmeffer beS
grud)tgebdufeS bem ber 2dnge gleich fommt; bie
jweite, wo ber Sdngebutcbmeffet bet berrfebenbe ift,
toa« alSbantt bie S5otanifet vorjugSweife eine ©djote
nennen, gut etflere ftnb SSeifpiete: fRto. 15. S’31*
bie Sßlume bet Brassica oleracea; gig. 2. bie
(Staubgefäße unb ba6 *Piffcill von Cheiranthus
cheiri; gig. 3- ba$ offene ©cbotdjen von Thlaspi
bursa pastoris; unb gig. 4. bie offene ©d)ote von
ber Sinapis nigra.
Sie fecbjebnte ©laffe, Monadelphia, bie
fiebenjehnte ©taffe, Diadelphia, unb bie acht*
jebnte ©laffe, Polyadelphia, begreifen bie ©e*
wdcbfe mit «Bereinigung ber ©taubgefdße ihren ©taub*
fdben nach bei freien ©taubbeuteln, entweber in ©inen
ober in jwei, ober in mehr al« jwei SSeutet. SieSrb*
nungen in biefen brei ©taffen ftnb auf bie Ilnjaht
bet ©taubgefdße gegrunbet. Sie erffe tiefer ©taffen
bat ft eben Srbnungen: Triandria, Pentandria,
Octandria , Enneandria, Decandria, Dodecan-
dria unb Polyandria. SSeifpiete jut SSeleucbtung
finb f&r bie ©taffe Monadelphia : «Rto. 16. gig. r.
bie SSlume ber Malva sylvestris , unb gig. 2. bie
SSlume ber Adansonia digitata. Sie ftebenjebnte
©laffe jerfdllt in bie vier Stbnungen: Pentandria,
Hexandria, Octandria unb Decandria. SSei*
fpiele ftnb: Hto. 1 7- gig- i- bi* Pisum
arvense; gig. 2. 9>iftitl unb ©taubgefdße beffelben;
a) neun ben ©taubfdben nach miteinanber verwacb--
fene ©taubgefdße, b) ein einjelneö, fteiflel>enbeö, mit
feinem ©taubbeutet, c) ber ©taubbeutel, d) bet
©riffet unb bie Hatbe; gig. 3- ^6lfenfcud?t berCro-
tolaria von ber ©eite ber $Rabt, woran bie ©aamen
anbefeftigt ftnb. Sie a cb 1 5 1 h n t e © l a ffe bat gleich-'
©arten-' 3R i f c e tl e n.
falls vier £)tbnungen, nämlich: Pentandria, Do-
decandria, Icosandria unb Polyandria. 9?to. 16.
liefert Veifpiele für bie dlajfe Poyaldelpliia: gü
gut i. an bet£3lume von Citrus aurantium, unb
§ig. 2. an ber SSlume beS Hypericum perfora-
tum, unb gig. 3. an bem 9>iflil unb Staubgefäße
ber gelteren.
25er dbarafter ber neunjefjnten klaffe, Syn-
genesia, beruht auf ber Vereinigung ber Staubbeutel
bei fteifief)enben ©taubfäben. 25er dbarafterber .Orb»
nungen biefer dlaffe beruht auf bet spolpgamie ber
männlichen, weiblichen unb Broitterblumen.
2)ie erfle £>rbnung Ijeißt bie gleiche, ober gleich»
mäßige ^Polygamie, wo alle non einem gemeinfehaft*
liehen Äelcb umhüllte Slumchen Zwitter finb (Poly-
gamia aequalis).
25te jweite 2)rbnung beißt bie ubetffüfftge , wo
bie Vlümcben auf ber ©cheibe Switter, unb bie beS
©trabte weiblich ftnb (Polygamia superflua).
2>te britte £5rbnung beißt bie vergebliche, wo bie
Vlümcben ber ©cheibe Zwitter, bie beS ©trabte aber
unfruchtbar finb (Polygamia frustranea).
25ic vierte £5rbnung beißt bie nothwenbige, wo
bie Vlümcben ber ©cheibe männlich, unb bie beS
©trabte weiblich ftnb (Polygamia necessaria).
25ie fünfte Crbnung b^Sf bie getrennte, wo
nämlich bie einzelnen Vlümcbett neben bem allgemein
nen Äelcb» ber fte alle umhüllt, noch in einzelne
«Raufen abgetbeilt, unb biefe von befonberen Äelcbm
mnbülft finb (Polygamia segregata).
25ie fed)f!e £5rbnung beißt Monogamia, unb ber
greift folcbe einfad>e, nicht }ufammengefe|te 85lumen,
beten ©taubbeutel mit einanber verwarfen finb.
>8?
3ur Veleudjtung biefer dlaffe, Syngenesia, f.
9?ro. 19. gig. I. Vlume ber Arthemis nobilis;
gig. 2. weibliche, jungenformige, unregelmäßige Vlu?
me beS ©trabte; gig. 3. regelmäßige 3witterblume
bet ©cheibe; gig. 4. Vlumenboben beS taraxacum
dens leonis: a) bie fünfte jeigen bie ©teile, Wo bie
35lumen wetbfelSweife unb fpiralformig aufgeflellt
waren; b) oberer in eine gebetfrone auSgebenbet
Jtel<&.
2)ie jwanjigfiedlaffe, Gynandria, ober bie
Vereinigung ber Staubgefäße mit bem ^iflill, fh'ifct
ben dbarafter ber £)rbnungen auf bie 2fnjabl ber
Staubgefäße, ©je bat folgenbe neun Srbnungen :
Diandria, Triandria, Tetrandria, Pentandria,
Hexandria, Octandria, Decandria, Dodecan-
dria unb Polyandria, 9?to. 20. baS VHfpiel ber
Ophrysmyodes Jacq: a) ©tamm; b) Verfud) einer
Vlattbilbung in ber 9fäbe beS ÄnotenS, auS welchem
ber Vlumenjweig entfpringt; c) unterer gcucbtfno--
ten; d) oberer, vermachfener Äelch, aus brei Äeld)*
blätteben bejlebenb; e) fleine, weiter innen fleljenbe
2lnfä|e, benen bie Verrichtung einer Vlumenftone
jufommt; f) bag nectarium beS ginne, ober baS
labellum ober baS pbyeostema beS Surpin;
g) eine Säule auf ber Verwacbfung beS ©riffelS
unb eines Staubgefäßes entfianben.
Vemerfung. 2fn beiben ©eiten ber ©taub?
beutet tragenben Säule (gynostema Rieh.) unter»
fdjeibet man jwei fleine ^ervorragungen (stamino-
des Puch.) , bie in ber £bat $wei ©puren non
Staubgefäßen barflellen , bie gleichfalls mit bem
©riffel verwaebfen finb. 2(uS biefen jwei unvoll»
fommenen Staubgefäßen, unb auS bemjenigen, bef?
fen Staubbeutel ficb an ber ©pi|e entwicfelt, er»
de 2
188
® a t* t e n = $51
ftatt f i<f>, wenn man bie brei anbern mitjahlt» bie
mit bem labellum oerfchmoljen unb bued) baffetbe
«erfüllet finb, unb bie ftd) ^gleich immer breigefiml»
t?n (phyeostema Turp.) jeigen, wie jutneiten ei*
«ige SStumen bec Srchiben, bei ber ?tnnahme eines
femmetrifcßtttfnfehenS mit fech$ »ottfommenen Staub*
gefäßn verfemen ftnb.
Sie brei folgenben dlaffen enthalten bie ©e*
madjfe mit getrennten ©efchlechtern, auf einem ober
auf »erfdjiebenm Snbioibuen.
Sie ein unb jwanjigfle dtaffe, Monoecia,
entölt ©ewächfe mit abgefonberten männlichen unb
«eibtidjen SStumen auf dinem Snbwibuum. @<«h«
Sftro. 21. gig. i. Stütze bet «fjafelftaube, Corylus
avellana : a) männliche, an einanber gebrangte unb
fpiralformig um eine gemeinfd>aftlid?c Kd) fe «erfand
melte SStumen (ein Jtäfec&en) ; gig. 2. weibliche SStu*
me; gig. 3. eine ein jetne weibliche SStume; gig- 4.
eine männliche SStume. Siefe dlaffe jerfäßt, nad)
ber 2tnjat)t bet Staubgefäß, ber S3erwachfung bet
©taubfäben, bet SSetwachfung ber Staubbeutel, unb
ber S3etroad>fung bet Staubgefäß mit bem ^iflitl, tn
fölgenbe 11 Stbnungen: Monandria, Diatodria,
Triandria, Tetrandria, Pentandria, Hexandria,
Octandria, Polyandria, Monadelphia, Synge-
nesia unb Gynandria.
Sie jwet unb jwanjigfle dtaffe, Dioecia,
enthält bie ©ewächfe, wo bie männlichen SStumen auf
dinem Snbioibuum, unb bie roeiblicben auf einem
anbern Snbiotbuum ber gleichen ©attung »erfam*
mett finb. Siebe 9lro. 22 gig- 1. männlid)« SStume
betBryonia dioica Jacq. ; gig. 2. weibliche SStume
berfeiben. Siefe dtaffe jerfäßt nach ben gleichen
Slucffichten, wie bie »orige, in 14 Dehnungen : Mo-
i f c e 1 1 e m
nandria, Diandria , Triandria, Tetrandria,
Pentandria, Hexandria, Octandria, Ennean-
dria, Decandria, Dodecandria, Polyandria,
Monadelphia, Syngenesia unb Gynandria.
Sie brei unb jwanitgfie dtaffe, Polyga-
mia, enthält männliche unb weibliche SStumen, auf
»erfebiebene 2frt mit jSwittecblumen auf dinem ober
auf »etfdjiebencn Snbioibuen »ereinigt. S. 9lro.23.
gig. 1. männlidje SStume bet Gleditschia triacan-
thos bureb S3erwelfen beä ^iflitlS entjlanben; gig. 2.
graitterblume ; gigur 3. weibliche SStume berfeiben
burd) 83erwelfen ber Staubgefäß entflanben. Sie
Sibnungen biefet dtaffe beruhen auf ber S3creinf*
gung biefer SStumen auf dinem Snbtoibuum, ober
auf ihrer SSerttjcilung auf »ergebenen ©ewäcbfen bet
gleichen ©attung.
Sie erfle Srbnung , Monoecia, enthält fotdß
©ewäcbfe, wo männlidje unb weibliche SStumen auf
dinem 3nbioibuum mit 3witterbtumcn oereinigt ftnb.
Sie jweite Srbnung, Dioecia, enthält folcbe
©ewädjfe, wo auf dinem Snbioibuum männliche
SStumen, unb auf einem anbern Snbioibuum berfet*
ben ©attung, weiblid;e SStumen neben 3witterWu*
men flehen.
Sie btitte Srbnung, Trioecia, enthält fotdje
©ewächfe, wo auf einem einigen Snbioibuum aße
gmitterblumen , auf anbern 3nbi»ibuett berfeiben
©attung aber männliche ober weibliche SStumen
flehen.
Sie ttiet unb jwanjigfle dtaffe, Crypto-
gamia, enthält bie ©ewächfe mit »erfaßten ober un*
bejlimmten ©efchtecßSorganen.
Sie erfle Srbnung berfeiben begreift bie gar*
tenfräuter, wo bie SSefruchtungöorgane, entweber
189
©arten r
<suf bem Sfücfen bet 93ldffer, ob« auf befonbern Ael;»
ren, ober an bergab* ber SGBucjeln ruhetu @. 9fr. 24,
§ig. 4. Asplenium Irichomanes.
jweite Drbnung begreift bie «Dfoofe, wo
bie 23efrucbttmg$organe in geffielten, feiten aufftfcen*
ben Äapfeln ruhen, bie weiften« mit einem befonbem
Setfef »eiferen finb. ©. 9? to, 24. gig. 3. Hypnum
minutilum Hedw.
S)ie britte Srbnung begreift bie fogenannten ge--
bermoofe, beren SSefrucfjtungSorgane balb fugeis,
baib fegeis, balb born=, halb röhrenförmig jtnb, unb
fich fpdterhin in öiet ober mehreren Etappen offnen,
«nb wo ein ffaubartiger ©aame bei ben meiften burdh
eieiftifche gaben, ober 9fabelfchnüre an bie Äiappen
angefugt ift. Siefe Dtbnung ift inbejj erfi fpäter
bem ginneifchen ©pfiem beigefugt worben.
®i* vierte Drbnung begreift bie Algen; tfaubs
artige ober fabenformige ^fTanjenfubjtanjen; troefene
unb faferige $3eraftungen; lebet * ober rinbenartige
Ausbreitungen, bie juweiien ein grüne« unb blattet*
artiges Anfehen haben. Die ©efcblechtSorgane ber*
felben finb noch fehr jroeifetf>aft. ©. 9*10.24. gig. 2.
Lichen cocciferus Linn.
Sie fünfte Drbnuttg begreift bie ©dj Wamme,
ober folche ©ewdchfe, welche feine föidtter haben, unb
au« einer fchwamm * ober forfa.tigen ©ubftanj be*
ftehen, bie mit gureben, ©cheiben, galten, ^oren,
Stohren u. f. w. burchjogen ijf, worin eine jiaubartige
©ubjfanj tierweilt, beren SBürbe al« ©aame burch be*
ftimmte SSerfuche noch nic^t erwiefen iß, ©. 9fw. 24.
S'9. I, Agaricus.
1 f c t U c tu
2.
SScifrag jur ©efcf)id)fe ber ©arfenfunft.
Aus bem ©ngüfchen.
£>er AuSbtucf ©drtnerei, wirb je|t itt einem
wettern ©inne gebraucht, al« 00 t jweihunbect Sah*
ren, wo man ihn ausführlich auf pflege non Jifi»
chenfrdutern , grüchten unb Junten befd&rdnfte*
Sie 9tothwenbigfeit, SBaumpflattjungen anjuiegen,
fühite man bamai« nicht; benn ©uropa hatte gvof*
lentheil« ber ^Salbungen genug. 2»it wadhfmber
Seoolferung jeboch fühlte man wohl, baf für SSeibe
unb Anbau mehr S5oben gewonnen unb gelichtet wer*
ben mufte unb ba nun auch mehr 23au= unb 35renn*
holj nbtijig warb, fo würbe jugleich, befenber« in
©nglanb, ber Mangel fühlbarer. ©0 entjtanb um
bie COtifte be« fteb$ehnten Sahrhunbert«, bie Äunft,
23dume, für biefc Bwccfe ju pflanjen unb ju pfle-
gen, ein neuer unb befonberer Sweig ber ganbwirth--
fchaft, ber, nach ber Äenntnifj unb ben ^anbgtiffen,
welche er erforbert, eigentlich mehr ber ©drfnerei,
al« bem Acfer6au angehort. 9toch ein anberer unb
noch neueret 3weig ift ber ber malerifchen ©arten*
funji, bie »ett ber Siergdrtnerei, ober bet pflege
non S3lumen unb biühenben ©trduchen einerfeit«,
anbererfeit« ber Anpffanjung jum ©ewinnen, gan|
unterfchieben ijf.
©drtnerei alfo, im Allgemeinen, theilf ft'ch itt
folgenbe Unterarten : 1) © a r t e n f u n ff ober
©artencuttu r, beren ©egenffanb dfücbenfrduter,
©emüfe unb grüchte finb; 2) Bierg drtn erei,
ober pflege fettener unb fronet spflanjen, ©trauere
ober Saunte; 3) gotfffunbe, ober pflege »on
_ ©arten-*«
190
sgdumcn gu 33au* unb «Sccmt^otj , obet «nbern
*&»«««! Siefen; 4) 2anbf*«f« * «arfn-
funji, ober Anlage bet Umgebungen eine« 2anb*
We«, fo bap He anmutig ober malrof* »terti*
werben.
^>iet fotf äufotberfl von ben swet etftm
t ie Diebe f«pn.
3DcrUrfptung bet ©artmfunft vertiert ftch, wie
ber jeber urfprunglid) nottjwenbigen Äunft» m Sun*
fettjeit. Sa« erfte pflanjlid)e «rjeugnif, ba« at«
fftafetungmittcl ftd) bot, war wabrfdjeintid) bie grudjt
irgenb eine« SSaume«, unb natutlid) mochte ber ©e*
banfe, fotdje «Bdumc eigenttid) 5« beftöen, 1*« itt
fcDütjen, wo fte ftan'oen, ober nabe an «Bohnungen
heran ju bringen, auf bie 3bee eine« ©arten« ge.
föbrt haben. ^Ue alte ©chciftfieder feigen bie geige
al« erfte angebaute grucht, jundchft ben3Bein, *um
©enu§, wie jum ©etrdnf. 3« Äanaan würben
fvüh «Dianbein unb ©tanatdpfel erbaut; unb au«
ben Klagen bet Sötaeliten in ber ^Büfte ergiebt ftch,
tag geige, Staube unb Slive in Tfegppten feit un=
benftidjen feiten befannt waren.
Äuchcnfrduter unb ©emufe,'Wie 5ßurjetn unb
«glatter, fcheinen in frühem Seiten weit weniger be*
achtet worben jn fepn, al« Sbjt; auch werben fte
„cd, immer verhdltniim^ig in warmen Mnbera
h’intangefeht, weit ba« Älima fte nicht fo faftig, wie
in gemäßigteren ©egenben, werben laßt. ßauche,
Swiebeln unb Änoblaud, aber, nebfl ©urfen unb
betonen, fcheinen in Tfegppten fehr früh braucht
gewefen jufepn. 4. SWof. 11, 5- »»f. nach
feiner «Sefcbreibung be« eben unb feinet Anleitung
ium Weinbau in Äanaan, nicht nur ein gefchmacf*
dotier , fonbern auch vecftdnbigec Sianbwirth gewefen
R rfcetf en.
feun. er will , man fotle bie evfien brei Saht*
SDSeinfiocf unb geigenbaum feine reifen grud)te brin*
gen taffen, ba« vierte fep für ben £ertn unb etfl im
fünften fbnne fte ber ^flanjec genießen. Sief muß
bem ©ebeiben tiefer SSdume fehr förberlich gewefen
fepn.
2([tinou« ©arten foltcn «Birnen, ©ranatdpfel,
geigen, Sliven unb anbere fd)6n an5ufd)auenbe
gruehte, vermutlich ©tronen ober Stangen gehabt
haben. Äüchenfrduter werben nid)t einjetn angege*
ben, waren aber in SSectcn gepflanzt. Sb btefe
©arten fabelhaft gewefen, th«t nicht« Jur Gate;
genug, bie erwdhntm grumte waren &u ferner’«
Beit befannt.
Sn ben ©efefcen feer Sebnmdnnet bebeutete
honus fon>o»l •i«™ S»'1™’ *“ ™ tal,l>auä;
„««« unteefdlieb man Kn Süd,en9a«.n bitte» ba»
SBcimott pinguis (fett). «Miniu» bemetft, baS bra
t„„bn>i.tf> fein *ft*en9«tt«n „einen »weiten Stad).
m," „be. ein „nun eben ab ufdnteibenbee ®pe*<
fdjnitt," Obe. ein „leldjt tu fodj.nbe, unb »eebaulid,«
Salat" fep. unb meinte, ba» rnäffe ein. fd)led)te
Sunbrnirtbin fepn, bi. ifteen Satten, bet i»r i«’«»«-
fort,,» Metteasen mat, nit»t in £rbnnn9 »teile.
Ütad) tiefem ®*tift|leliee, bee 9e9en Snb. be» etilen
Sabtljunbett» (ditieb, mutben in bet 91ä»e non Dtom
fa(t ,i[[e »eutpttage befannt. Stifte unb biele «f»
djenleäutee erbaut. 5Botj69lietie 3tu«na»men ftnb
bet gi*t«n»pf.t, bie S«m9e (dileon.n »alten fff.
»bet Stangen ni«t Pot bem Dienen 3ai)tl) imbett),
e.bSpf.1 unb ÜUeettcH. «Benin b»»»n mta m
Stalien «in»eimif<». Sie Seiä< »»'>« auä
bie Giteone au» Siebten, bie «Pfeif*« ««•
bee ©tanatapfel an* Jffeifa, bi< »»"'«f« »“♦ ^
©arten
ruS, tfepfel, 95irttett unb Pflaumen auS Armenien,
unb dlitfchen auS konfus gebracht. dtafianien, garn*
pertSnüffe, Suitten, ©peierlinge, Himbeeren unb
©rbbeeren fcf;efnen allein tf)te einheimifchen grüßte
gewefen ju fepn. ©tacheloeeren unb igohannisbeeten
Wachfen auf ben SSetgwdlbern im korben gtalienS
wilbi biefe aber fd&einen fie nidbt gefannt *u haben,
benn in Ebenen fommen fte nach bem baftgen Ätima
nicht fort. 2Bein unb Stioen würben bamats, wie
j«|t, als B'veige ber ganbwirthfehaft überhaupt, ge*
pflegt, ber Sßein an Ulme unb fPappel gejogen, unb
einige von ^piiniuS ermahnte Selbaumpflan$ungen,
unter anbern bie in bem Schale bei £erni, finb noch
gegenwärtig vorhanben.
^acb einigen ©inngebichfen SKartialS 8/ 14. 68.
unb beritt, wie spiintuS 19, 23 bet ©urfen ermahnt,
ju fehlten, fieitigten bie Komet auch fc^on ^rlanjen.
Ser ©piegelflein (gtauenglaS) fonnte nach ©inigen,
in bünne, fünf guf lange glatten ^erfchnitten werben,
bie ftatt ©laSfcheiben bienten; mittels biefer hatte
SiberiuS, ber bie ©urfen fefjr liebte, baS ganje
Sahr hinburch SSorratb; nach ©olumella ir, 3. wur--
ben fie in 5t5rben warmen spferbemiffeS mit ©tbe
bebeeft gezogen, bei fronen SBetter in’S greie ge=
fefct, bei Kad)t h«teingenommen. 2fud) Trauben
unb ^ftrfdjen würben wohl gezeitigt, ^i&mauern
unb Kaucbfdnge fannten fie. gnbef finb biefe 3fn*
gaben bod> nicht ganj juverldfftg.
Ser ©artenbau ber Komet warb rein empitifdb
unb mit polptbeifiifcb aberglaubifcbett ^erfommlicb-
feiten betrieben. 83arro ermahnt feinen greunb,
SSenuS als 33efcbü&erin ber ©arten anjubeten unb
bie SKonbjeiten ju beobachten; manches muffe bei
wad&fenbem «Konbe, manches, wie j. S5. bas Äorn*
unb Unterholifchneiben, bei abnehmenten fKonbe vor*
genommen werben. 5Benn Kaupen in bie Kuben
fommen, fagt ©olumella, fo barf nur ein SBeib mit
lofem #aat unb baarfufj um bie 23eete h«rumgehen,
fo oerfchwinben fie; aber wo ©urfen unb jfütbiffe
finb, barf fein SBeib jugelaffen werben; benn grüne
SBaaren vermachten unb verfümmern gewöhnlich,
wenn SBeiber ft'e angreifen.
Sie Komifchen ganbwirthe glaubten, iebeS KeiS
fonne auf jeben ©tamm gepfropft werben, unb, ba
eS bie Katut bes ©tammeS annehme, fo anbete es
auch feine grucht. ^(iniuS führt bie gmpfung beS
8Bein§ auf Ulmen , unb baS ^tef)en eines SSBein*
fdjoffeS burch einen Äaffanienflamm jum 23eleg an;
allein bie (Erfahrung f>at erwiefen, baf auf betlei
gehren fein SSetlafj fep, obwohl ^(iniuS unb 2fnbete
2fugen$cugen biefer ©tfcheinungen fepn wollen. ,£eut=
jutage fucht man in Italien grembe mit Kofen,
fKprten unb gaSmin, bie man auf Stangen ge¬
pfropft, ju hintergehen. ©0 würbe ©oelpn in ©e--
nua, unb wieber in SSrüfTcl, um bie fKitte beS vo*
rigen gaf)rhunbett$ gctdufcht; wer aber nur etwas
mit bet ^flanjenphpfiologie vertraut i|f, weif, bajj
bief unmöglich ein blofer Äunfigriff ijt, man pflanzt
eine Kofe unb eine Stange, j. 35. bicht neben ein=
anbet unb jief)t ben Kofenfchofj burch «in in ben
fPameranjenbaum längs herauf gebohrtes goch. tfnbere
mitten biefeS S5etrugS h«t £ heuin im Jardin des
plantes ju ^JariS angegeben,
©inheimifcheS Sbfl in ©nglanb ftnb bie wilbe
Pflaume ober ©chlehc, gohanniSbeere, Brombeere,
Himbeere, ©tachclbeere, fdjwarje, roth* unb weife
«fjeibelbeere, glieberbeere, ©ibif<hbeete, $am6ufte,
©arten «SKifeetfen*
192
£afetnufi, eichet, unb SSuchmaff. 2Me übrige reut*
btn entreebet ton ben Kornern mit ihren ©robetun*
gen, ober von ©fonchen in ben bunflen feiten vom
jebnten biä fünfzehnten 3ahtl>unbeit , eingeführt.
Saffelbc gilt auch ton ben meifren Südienfrdutern,
reofon nur bie fKoorrübe, ©ellerie, ?Kango!b, ©pat*
gel, üKeerfobl unb fPitje einheimifd? finb.
Suchen * unb Dbfrgdrten reerbett häufig fchon
in ben fcühffen Utfunben errechnt; ton le|--
tern finb noch manche ©puren, reie auf Scolma*
filn. Su allen Seiten trieben ^tiefier ©drtnerei,
theil« zur ©rholung , tt>eitö be« ©ttrag« rcegetn
23 on £ eint ich be« VIII. Seit iff jebodf) ton ber
©nglifchen ©drtnerei wenig befannt; ba fernen bie
Suchenfrdutcr au« fiollanb. ©ein ©artner führte
mehrere grüßte, ©alate unb ©emufe ein, unb er*
baute fie in bem ©arten be« $allafl$ zu Konfuch,
©urrp, nebjl 2fptifofcn unb vKirfchen. Die ©arten*
mauct foU 14 guff h°d) fl«»eftn feptt, unb 2iagrucht-
bäume umfchloffen hab*n'
SSuchet über bie Sanbreirthfchaft crfd^Cencn in
©nglanb tem fethjetjnten 3abrf)unbert an, reie 3fr-'
nolb’« df>ronif , Suffet'« hunbert fünfte guter
2anbreirthfchoft/ 155 ?• »0 150 tftten ton Südjen*
frdutern unb gcüdjten aufgejdhlt finb, reelle, bi«
auf geige, Drange, ©ranatapfel, SKetene unb tfna*
na«, faft alle je&t in ©nglifchen ©arten erbaute
befaffen.
Su Suff er’« Seit festen manche bie grudjt*
barfeit be« ©nglifdjeu S3oben« termuthlich
weil £oUanb unb granfteid) fruchtbarer traten,
ober weil man bie ©drtnerei nachldfftg betrieb.
Safob ber I, befchüfete bie ©drtnerei, unb legte
felbft im Sheobatb’« 9>allaft unb in ©rcen*
reich ©arten an. Sari ber I. fteUte einen £0 l*
idnber Srabeöfant al« Südjengdrtner unb ben
SSotanifer «Patfinfon an, beffen paradisus ter-
restris eine« bet ftühfien, otiginellfleu 2Sevfe ucec
©artenfuit fl iff. SSon Hepfeln farmte man bamal«
58, ton 2: inten 64, ton Pflaumen 61, ton ?)ftt*
fchen 21, ton tfprifofen 6, ton Sitfchen 36, ton
Sßcintraubcn 23, ton geigen 3 Wirten, nebff DuiU
ten, «Ki«petn, SDlanbeln, 5Sallnüffen, 3ot)anni$=/
©tachel * unb ©ebbeeten.
©rom reell forberte mehr ben 2fcferbau, al«
bie ©drtnerei, unb freute £artlib an, ber in
glanbern fiubirt hött?- Sari bet II. führte bie
granjofifche ©drtnerei ein; fein ©drtner, Kofe,
hatte in ftollanb unb ^ari« fiubirt unb führte bie
berühmten Sreergbdume in £amptoncourt unb
«Katlborough« ©drten ein. 2lud> Sluintinpe
au« «Pari* erhielt Anträge ton Sari, bie er aber
ablchnte. ©t rear ber erfte ©drtner ber neuern
Seit, beffen ffßerfe: „über bie Drangenbdume unb bet
tiolljtdnbige ©drtner," ©telpn überfeine. £efeterec
fchrjfb aud) 1664 einen ©artenfalenber , unb 1699
ein fföetf übet bie ©drtnerei. ©r ffiftete bie fönig*
liehe ©efcllfchaft, unb reatb in allen ©drtnerei unb
^fefetbau betreffenben gdllen ton ber Kcgierung ju.
Käthe gezogen. 2)en 1662 torgefchlagenen Sattoffel*
bau reiberrieth et jntar, forberte aber manche anbere,
in bie ©drtnerei fdjlagenbe Unternehmungen. Unter
Sari bem II. [ollen fd>on Sreibbdufet angelegt reot*
ben fepn. SSerühmte ©drtner waren bamal« ©oofe,
Sucre, gielb, gonbon unb SSJeife.
Um ba« achtzehnte Sahrhunbert warb ber bo<
tanifche ©arten in fecv unb beffen Pfleger,.
©arten * SR i f c e tl e tt.
fPhtlipp £0? i 1 1 e r , befannt. ©ein 5Borterbitd) be*
grünbefe eine neue 2fera bet: ©artenfunff, gr fot;
bette ben SSein* unb Geigenbau. Sireibhaufer wurs
ben feit feinet 3eit altgemein. ©ewdehshaufer gab
e$ in ©nglanb im Anfänge be6 I7ten 3ahth«n*
bertS; boch noch feine ©lag; unb «fjr&bäufer bis 5U
Anfang beS achtjehnten. Die ©artnev wetteiferten
unter eittanber, tuet baS febonfte Dbjf jdge. Die
jfenntniß ber spflattjen warb immer allgemeiner,
mehrere frembe ^flanjen würben jährlich eingefufjrt
unb auS ber $auptffabt in bie entlegenem Sanb*
fdfaften verbreitet , unb fo mußten bie ©drtner ftd)
mit 2lrt unb SSßefen berfelben befannt machen, um
fte anjttbaueit, woburch benn auch bie SSBiffenfchaft
gewann.
DaS erffe ©choftifdte 3Berf fiber ©drtnerei,
warb von 3. 9feib im Anfänge beS vorigen Sahr*
hunberts herausgegeben. Nachher erfchien 3afob
3uffice’S ©chottifcher ©artenbirector , ©ibfon’S
3fbhanblung über Srudjtbdume, 1774 jfeil über bie
^Pftcfchen u. f. w. Srelanb blieb fefjt juruef, unb
nur jefct macht eS fchnelle gortfehritte.
Die ©drtnerei hangt alferbtngS fehr von geo*
graphifche« Umffdnben ab. ßwar hat bie Statur jebem
v^immelSfiriche feine 9)fTan$en jugethetlt unb bie nug-
lichffen für bie 9J?enfchen, wie baS mehlbringenbe
©etraibe, begleiten ihn faff überall, wo er ftch ans
ftebelt. 3«beß giebt eS ©triebe, bie Äucbenftautern
vorzüglich üufagen, wieber anbere bem Dbffe, ntr*
genbS aber fonnen beibe im freien gleich trefflich
geliefert werben. DaS febönffe Dbff iff in ©priem
Werften unb 3nbten einheimifcb ; bie faftigffen unb
buftigffen *£>ulfenfrüchte in ben fi-uchten Ofteberungen
fjortf, b, 21, S, @art. 50 lag. V. 580. 5.©t. i82i,
193
^ollanb’S unb ©nglanb’S. 3« 3*alicn wirb, etwa
bie Sombatbei ausgenommen , fein befonbereS ©es
müfe erbaut, Ofur bie Ofömifcben broccoli fonnen
mit ben ©nglifchen verglichen werben 5 Svuben,
SRohren, fPajfinafen, OfabieScben finb bort f lein,
bitter unb hart, ©elferie $aferig, unb ©cbminfboh*
nen fogar troefen unb jdb / wie in ihrer Heimat
3nbien. SDfelonen ftnb im füblidjen 3talien baS
befle , ©urfen aber weit fdhlechter, alS bie in SRiffs
beeten getriebenen.
3n bet ßombarbei iff baS Älima gemäßigter,
viel Ofiebetung, burchgdngig gut heWafferf unb bie
£uft feucht. Ärduterartige fPffanjen gebeihen bort
weit beffer, unb ^firfchen, 2lepf el, Sirnen, Äirfchen,
Pflaumen, iffiein, geigen, Dliven u. f. w. ftnb auf
ben flohen trefflich- 3ln ben meijfett Dertetn rauf*
fen im SGBinter (üitronen unb Drangen gefehlt wer*
benj an manchen Dertern aber, wie in ©enua,
wachfen fte im freien vortrefflich* DaS Jflima bec
Sombarbei fagt alfo bem Dbffe weniger ju, als baS
von 9?om unb Neapel , bem Ärdufticb unb ben
SButäeltt weniger, als «fjollanb, aber für beibe Bweige
bet ©drtnerei iff eS auf bem gefflanbe baS taug*
ticfjffe.
3n ber (furopdifdjen £ürfei iff baS Dbjf treffs
lieh, aber bie Äuchenfrduter auffallenb fchlechter. 3«
©panien iff befanntlich, außer von fremben jfauf-
leuten in ben $även, außer Knoblauch , Zwiebeln
unb Äürbiffen, wenig ju fjaben ; baS Db(f aber, bc*
fonberS SBein, feigen unb Drangen ftnb herrlich.
3m fublichen granfteicb giebt es wenig Äüchen*
wurjeln unb Ärduter, ÄtirbiS unb Söaijett
Db
I94 ©arten * 58
finb faft bi e ein$ige Pflanjung beS £äu§(ctS, bet
nuv ()iec imb ba äartoffeln fennt unb leiben mag.
3tt ben mittlern S5ejicfen ift bie ©chtninfbohne
^nuptpflanje; aber auf bem Sftarfte ju Pa ti$
giebt eS befonbetS ©alat, ©pinat, Sauerampfer
unb etbfen genug. ©parget unb tfrtifchofcn Ker¬
ben bort fdjonet gejogen, als in Italien. Set Stör,
ben »on gtanfreich $at trefflidje tfepfel unb S&itntn,
bet ©üben 2ßcin unb geigen, welche nebft ben @ra»
natäpfeln inßangueboc fjeimifd) finb. Sie Sran*
genbäume tragen üppig im greien in Soulon unb
^)iere«. Sie Selbäume gebeiben jKifdjen 50t ar=
feilleS unb ^1550. Um £pon wacfcfen viel
SJtanbeln. SOtontreuil, bei Paris, ift wegen
feinet pficfd)en, Argen teuil wegen bet geigen,
gontainebleau feinet Stauben wegen, unb
Sour$ butd) äirfchen unb Pflaumen berühmt. 3n
ben ©ewäd)Shäufern ftnbet nun bie O^üdjte jeb.t
SahreSjeit, aber geseitigt werben, außer einigen für
bie äoniglid)e gamilie, feine; AnanaS bauen nur
btei ober riet Perfonen in granfteid). Sag älima
fott ihnen nidjt jufagen. Set oerflorbene ^erjog
tton SrteanS (ggalite), ließ ftch uon feinem
greunbe, bem Gatl o. Ggremont, ein SreibhauS
mit allem 3ubehot anlegen unb »ctfdjtieb fogat ben
©ärtner, SSlaif ep, mit baju. 2fbet nach wiebet»
holten Sßetfuchen, um Paris unb Sflontpelier,
bie alle fchlecht auSfielcn, watb alles aufgegeben.
3n £eutfd)lanb gebeihen ©emüfe, äräutrid) unb
«Butjeln helfet, al$ in gtanfteid) , Sbft aber weni»
get. Hamburg hat wm etftetn, 5Sien wen leb»
tetm mehr, als irgenb eine anbere ©tabt in SRorben.
5Bein , SCepfel unb Sitnen gebeihen. am norblidjen
Stheinufer; an bet Glbe nur bie beiben leisteten.
I ifceUen.
ßinen bet uorblidofien SBeinberge in Seutfchlanb,
legte bet verdorbene Gatl ginbtater auf feinem
2anbl)aufe bei Sterben an, wo et in freiwilliger
«ßerbannung lebte. 3m greien gebeihen in £eutfd)»>
lanb geigenbäume nur an wenig Srtcn; bet Plaut*
beetbaum wirb norbwärts bie gtanf furt an b. O.
gejogen, muf aber, wenn bie gtuchc reifen foll, in
S5erlin unb SreSben, an dauern aufgejogen
werben, Aptifofcn unb Ptanbelbäume wad)fen frei,
2wif4.cn SBien unb PreSburg; Pfitfchen abet
reifen in Seutfdjlanb nur an ©palieten. AnanaS
baute juerfl S3aron P? ü n ch t) auf e n (nicht bet
große 3f eifenbe ) ju Schwöbber bei Jameln, unb
halb nachher Dr. äaltf chmib t in S3teSlau, bet
1702 bem Äaifethofe einige grüd)te übetfenbete, al$
man fie in Gngtanb faum noch fannte. ©ärtneret
fotbetle in Scutfdjlanb befonberS gtiebtich bet
©roße in PotSbam.
Slußlanb’S unb Poten’S älima ift größtenteils
bem Anbau überftänbiger Pflanjen unb Sbftes un»
günftig; weit weniger aber, atS man nielleid)t glau»
ben modjte, 3«$tpflan{en unb mehlgebenbem ©e»
ttaibe. ©ättnetei wirb eigentlich nur in bet ©egenb
um PtoSfau, Petersburg unb SBavfdjam
getrieben, unb bort votjüglid) unter ©laS für bte
ärgerliche gamilie unb einige vom erften Abel,
©ättnet finb meift Seutföe unb ©nglänbet, unb
metfwürbig ijl, baß fie Diel Ananas sieben.
sflod) ungünfiiget für ©ärtnerei ift baS Älima
uon Schweben ; ba eS aber ein bürgerlid) gebilbetcS
Sanb ift, fo wirb bort äoblgättnerei allgemein ge»
trieben. äartoffeln werben allgemein erbaut, was
in Srußlanb nicht bet gatl ift; Sieib&äufet finb je»
todj feiten.
©arten = SÄtfcellen.
Sdnemarf ift allen Zweigen bcr ©avtneret gön*
ftiger, alg man fein« gage nad) entarten turfu*
Sie Triften ftnb biebter unb fetter in «fjoljtein, alg
meifteng auf bem gejlfanbe, unb fo fommt bief
ganb aud) in ber fdjonen ©artenfunft Englanb nd*
bet, atg anbere. SfBenig Obfl reift im Freien; aber
Sßuqetn unb Ärautrfd) werben «orjugtidj gut ge3o=
gen; 2fepfel, SSirnen, Äitfd;en, an manchen £>rten
fogar 2fptifofen unb *}>ficfdben, werben an dauern
gereift, weil it)re 58lutf)en im gtüi)(ing ft'd> oerfpati*
gen, ober aud) unter ©tag.
>f)oHanb unb Flanbem finb in Äofdgarfnerei
unb 3iergartnerei lange uorjuglid) unb fruf) fd)on
m jebtm Sweige bet ganbrcictbfcbaft bic Ecften ge*
wefen. Set ©runb IjierPon ift nie befeiebigenb an*
gegeben worben. «£arte mutljmafjt, bie aug ber
utfprunglid;en Unfruchtbarkeit beö Sobeng entftanbe*
nen S3eburfni|fe unb ein ©rab ton Freiheit, bie ge*
wiffetmafen aug feiner Entfernung pom $ofe her*
rührte, mödjten mel beigetragen haben. 2fUee, wag
wir aug ber ©efd)id)te unb befonberg augföefjner,
bem Seutfd>en ©efd)id)tfd)tetber ber ©artnecei, wif*
fen, ift, bafj febon Por ben Äreujjögetr unter ben
«£olldnbem eine ßiebbaberei für «Pflanzen berrfd)te.
£6 bei er,di)lt in ber JBorrebe ju feiner ^fTanjen*
gefd)id)te 1576, ba£ fie unter ben ^erjogen pon
SSurgunb ^flanjen aug ber geoante unb Fnbien mit*
brachten; bajj augldnbifdje ^flanjen bort mehr, alg
«nbergwo, gezogen würben, unb ihre ©arten mefjr
feltene ^flanjen, alg alle übrigen in Europa, ent*
l;ielten, big auf bie |3eit bet ^Bürgerkriege beg fed)*
$ct)nten Sabtbunbertg, wo tiele fef)t feJjone ©arten
hintangefeit, ober jerjtort würben.
v^ollanb'g feuebteg Älima ift bem dttdutrid)
augnebmenb günjtig, ur.tr faffc alleg ©emufe unb
Söurjelwerf wirb bort befonberg gut gejngen. SOre*
Ionen ftnb bort grojjer, alg man fie um gonbon
Sieben kann, an Umfang unb ©ewidjt, nur nicht fo
buftenb unb fdjmacEbaft. Sb* tfnanag ift ganj wie
ber Sonboner. 2lmfietbam bat fet>r grojje fPftr*
fd)en; an ©erueb unb ©efdjmacf fteben fte aber
benen pen Sftontreuil fo nad), wie tf;re Trauben
benen Pon Fontainebleau. £ro| ber langen
SSÖintcr aber treiben fie bod) bie fogenannte ©ü£,
wafferbecre fo, bafj fte fdfjon im fO?drj unb 2fpril
ba ift, unb fo Perbdltnifjmdjjig anbereg Sbft, $fil*
fenfrud)te unb SBurjeln.
SSor buubert Sabten kamen faft alle ©arten*
erjeugniffe aug djollanb. Sie königlichen Sbft* unb
Äoblgdrtner fenbeten babin nad) Sbft unb Äud>en*
frautern, unb bie ©aamenbanbler bekamen all ibr
©efdme, wie noch je|t mehrere 2frten, pon bortber.
Sur Swiebefgewdcbfe ift £ollanb oo^uglidj. 3n
warmem ©trieben werben aud; 2fepfe( unb S3irnen
befonberg trefflieb gejogen.
Englanb’g S5oben unb Älima ift aßen Sweigen
bet ©drtnerei gunftiger, alg jebeg anbere ganb. Sb*
fd)on eg an dludjenktdutcm unb SBurjefn, Zwiebel*
gewddbfen unb einigen Sbflatten £ollanb nad)flebf,
fo eignet eg ftd) boeb, feineg immer grünen unb
fanften SRafeng, beg feinen ©anbeg unb bcr wetf;*
flnben Sberflddje wegen weit hoffet für bie ganb*
febaffgartnerei, alg irgenb ein ganb auf bem Eonti*
nent. Sbft jwar ift nicht fo gut, alg in Frankreich
unb Italien, beffer aber bag Äudjenfrdutrirf) unb
@ewüt3cl, unb ber^afen. Sfr Sleutfcblanb auch an
Sb 2
©arten * 9R i f c e ( t e tt.
196
vielen Beten gleichmäßig temperirt, fo [«habet bec
lange SBintec boch bem ©emüfebau unb ben ©ra«=
reurjeln, Sßon ben übrigen Sdnbern Europa’« fann
ni$t bie Siebe ferm. Kart ber II. erreibecte ©ini*
gen, bie bn$ ©nglifche Klima Ijerabfefeten , ec t>ielt
baö bod) für ba« belle Klima, reo er gern, ober bod)
ol)ne SSlißbefjagcn bie meiflen Sage im Sa'pre unb
bie meiflen ©tunben be« Sage« im greien jubringen
tonne, unb ba« fep ber gall'in ©nglanb nw&r, al«
fonjlreo in ©ucopa. Zweierlei erbost , nad) 8B.
Semple, bie ©d)6nheit unb 3«erlid>Eeit bec ©nglU
fdjen ©drten, ber feine ©anb in ben ©dngen unb
ba« ant>altenb fd)6ne ©rün bc« Olafen«.
©nglanb’« ©actenfrüchte übertreffen alle an
SSlanmchfaltigfeit , ‘ Scefflid?feit unb Stenge. Um bie
«njabligen $rivatgdrten nicht ju erwähnen, reo bie
reidjften gcüd)te, reic 2fttana«, Srauben, spfttfehen,
«Slelonen u. f. re. fo fd>on gesogen werben, al« in
ihrer Jfjeimat, barf man nur an ben ©oventgavben*
marft unb bie Sonboner grud)tldben benten. Bie
Sftenge non 2fnanaffen in allen Sahteöjeiten ifl er*
jlaunlid) , fo baß man fte in Sonbon Sag für
Sag b«ten fann. ©etriebener ©pargel, Kartoffeln,
SSleerfobl, SP^Se «nb f™he ®ut?en fann man ’m
Sanuar unb gebtuat baten. 3»« SMc§ fommen ge*
jeitigte Kirfeben unb ©rbbeeten, nebll ©d)minfbof)=
tun unbanbece; im 2fpril Stauben, Wehen, SSle*
Ionen, ©rbfen; im SSlai alle Sreibfrücbte in Ueber*
fluß 5 im 3uniu$, Suliu« u. f. re. bi« Slovember eine
Stenge von allen @ommetfcüd)ten ; im Belobet
Stauben, feigen, SSlelonen, einige ^firfebenarteu,
unb im Slovember unb Becembec Srauben, SIBintet*
«Olelonen, SJlüffe, SSirnen, Äepfel, Pflaumen, butcb«
gängig im Sab5 2fa&na$*
SSon Küdbengereddbfen ftnb unübertrefflich KoM,
SSlumenfobl unb bie unjdbtig mannigfaltigen eßba»
ten SOSurjeln, bie im Sanuar, gebruat unb 9J?at5 in
größter SSIenge feil ftnb. Unglaublid) ifl bie SSIenge
Siabie«d)en, Salti d), ^wiebeln, ©pargel, SSleecfcbl
u. f. re. bie im 2fpul unb SSlai ju SSlacfte gebracht
tnicb, wie ©rbfen unb neue ©tbdpfel im 3«niu«
3n ben übrigen SSlonaten ftnb nicht bloß bie ge*
wohnlichen grüdjte alle ju baten, fonbern aud) bie,
wonach gelegentlich grembe fragen, wie SSleetfendjel,
^tmpineUe, SEBalbfnoblaud), Söreenjafjn u. f. re.
©leid) reich, mannichfaltig unb in SSIenge ftnb
SreibbauSblumen , roie Siofen, Slefeba, ^pacintben,
unb non Krautern für #au«at5*nei, Biflillateur« u.
f. re. tonnen bei ©inem Krduterbanbler an 500 2fr«
ten aufgebracht werben.
Ba$u ifl alle«, bec SSIenge wegen, fo mäßig
im greife, baß rool)lbatenbe £anbroetfec von biefec
©eite hJt me^t ^atcn fonn?n' alö auswärtige
gürften.
2)ennod) ifl ber ©nglifcbe ©artenbau nod) einer
Steigerung unb SBervoUfommnung fab»9- 3« nie*
ten galten fann baffelbc mit einfacheren SSlitteln er*
reicht werben, unb wenn, rea« je&t 1 ©chilling fo*
jlet, für 6 ober 10 «Pence geliefert werben fann, fo
ifl bieß ein großer SBortheil. 91eue unb verbefferte
Varietäten von Krdutcich unb Bbjlbdumen unb
©traudjen fonnen eingeführt werben, manche fehmaef#
haftet, manche ergiebiger, früher ober fpater. SBott
trefflichen Bbflarten warmer Sdnbec haten reic noch
fein Sebntel.
2fud) bleibt noch »iel ju thun, h««^1'^ ter
SSetbreitung ber ©artinfunfl » unter ben ntebec«
© a 1 1 c it
(Haffen. Sehr wenig Sanbwirtbe wtffen i(;te ©dr*
ten $u Jjöften. ©efappfc Saume au ben Saunett
fdnnten »ortbeilhaft mit 33irn * ober 2(epfelbdumen
»ertaufebt, unb bie Reifen fetbfl mit JKeiben »on
©amaöcener* iPflaumenbaumen befeht werben , tvelcf>e
einheimifcb unb för ben Sßein fefjt nufclicb ftrtb,
auch in jeber 3af>re$jeit reifen. SBie feijr Sequem-
beit unb ©tücf, 2f nl)dnati^>Eeit an £eimat, gamilie
unb Satertanb, wie »iel Sitte unb ©efittung unter
ben arbeitenben (Haffen burd) üerbefferte ©achtetet
gewinnen würben, ifi gar nicht ju beflimmen. 66
«ft «in« burdjgangige «Beobachtung aller Dfeifenben,
bafi ^)äu6ler nad) ihren ©arten $u beurteilen ftnb.
3fber man brauet nur einige Steile 6nglanb’6 un*
ter einanbet ju »ergießen, um $u [eben, wie »iel in
biefer ^inftdjt noch $u tbun bleibt.
2fud) in bet Siergarfnerei liefe ffcf> bie 2£rt ber
©rbauung mel;r »ereinfacben,.§drtere ©attungen «er*
einbeimifeben, unb einbeimifebe vermehren. 9iofe,
Dahlia unb Chrysanthemum bewetfen bief.
Sie ftnb im »origen Soljrljxtnberte wunberbat ge=
bieben. ©ie ©efammtjabl att6ldnbifcber eingeftjbrter
^flanjen belauft ftcb auf 11,970, woüott bie erflen
47 mieten, woju ©rangen, 2(prifofen, ©ranatdpfel
u. f. w. geboren, fur$ »or ober wdbrenb ber Dfegie=
tung #einttcb’ö be6 VIII. eingefubrt würben;
533 unter 6lifabetf); 578 unter ben beiben
Äarlen unb 6romwell; 44 unter ber furjen
SJegtevung Saf ob’6 be« II. ; 298 unter 533 i lb e Im
unb SJlarta; 230 unter 2fnna; 182 unter
©eorg bernl.; 1770 unter ©eorg bernll.; unb
nicht weniger al6 6756 unter ©eorg bem III., alfo
beinab bte ^alfte ber jefet in ben ©arten »orbanbe*
nen auSldnbifcben ^flanjen, ©ief »erbanft ba6
SRtfctUen; 197
SSolf Sir Sof. 33anf6, uftb ben $ettn ßee
unb kennebp.
3u bemerfen tft iebodj, baf bie ©drtnerei noch
immer ju empirifcb betrieben wirb, ^flanjenpbpfto»
logie war, bi6 auf kntgf)t, in 6nglanb fafl un«
befattnt, unb bebatf noch jefct einer näheren 33er=
binbung mit bet ©artenfunfl. 6nglanb ift »on je;
ber in ber $rapi6 »orjüglicber gewefen, al6 in ber
2beorie. 5Ba6 bet Seutfcbe ober granjofe ftd> burd»
©efdjicf »erfcbafft, erreichen bie 6ngldnbet mit ©elb.
2fn Uebetfluf unb alle6 mit ©elb ju jWingen ge¬
wohnt, fühlen fic wenig Sebutfnif »on SBiffenfcbaft,
Sb« ^ulfömittel ftnb mehr in ben Sorfen, al6 in
ben köpfen, unb fte febonen feine koften, bi6 fte
ihren Swecf erreichen, ©iefen 3ug finbet man auch
in ber ©drtnerei wieber.
©Ie ©artenbaugefellfcb aften haben in
6ngtanb mancbe6 geleijtet. ©ie Sonboner ent*
flanb gewiffermafen burd) SL X knigbC 6fq. »,
©ownton 6akle, ihrem SSorft&ec. ©iefet fenbete
1795 bereits Rapiere an bie königliche ©efellfcbaft
über ba6 pfropfen unb anbere gartenbauliche ©egen-
fidnbe. ©a Scrfleber unb einige gleicbgeftnnte €Of?tt=
glieber ftcb jufammen fanben, fo bilbete ftcb 1805 eine
pri»atgartenbauenbe ©efellfcbaft (Horticultural So¬
ciety), bie 1809 ben konigl. Schubbrief erhielt, ©iefer
Scbufcbrief gtebt al6 3n>e<f bie SSetbeffetuttg ber ©ar=
tenfunft in allen 3t»eigen an; ermdebtigt fte, jdbtlid)
1000 $)funb gonb6 ju begehen u. f. w. ©ie ©efell»
fdbaft halt feit 1805 Serfammlungen unb Sorlefun--
gen; i8i2erf^ien ber erfie Sanb ihrer Serhanblun--
gen, unb bi6 1820 ein britter. 1817 gelangte fte jun»
Sefifc eines fleinen ©arten« bei ^ammerfmitbf
©arten = SttifceUen,
198
unb ju einem weit gtdfeten f>at ftc 2fu$ficfjt. §ajf
in allen 2Belttf)citen hat fte 6orrefponbcnten, unb
von vielen f>at fie bereit« ©dmereien unb ^Pflanjen
bezogen. 2fuk nak Snbien unb 6bina f)at fte
einen ©drtner gefenbet, fkonere motgenldabifke
9>flanjen frtfcf> einjubrinqen. ©olb » unb ©Uber*
metaillen finb ihre Prämien. ^PrafftfljSe ©drtnet
fSnncn wohlfeiler, als 2icbf>abcr SEftitglieber wer;
beit, unb wer fonfl nic^t verworfen wirb, fann cor*
refponbirenbeg fOtitglicb werben.
Sic ©d)Ottifd;c ober 6 a l cb on ifdj e ©efellfkaft
cntftanb aug einer 23lumenliebhabcrgefellfkaff, bic feit
1803 in Sbittburgf) war. Siefe behnte ft’k im 3afjr
1809 jur 6alebonifdjen aug. ©ie hot benfelben 3wecf,
wie bie Sonboner; umfajjt aber aud) einige ßweige bet
Sanbwirtbfdjaft, j. 3 5. SSienenjukt, SBeinbau. ©ie
hat 3 33dnbe Senffktiften, ben lebten 1819
abgegeben. 3hce Sttitgliebfkaft ifl eingekeilt, wie
bie Sonboner. 6inen ©arten l)at fte, ober wirb fte
halb befommen. ©olb * unb ©ilbetmebaillen ver»
keilt fte. Sreioiertel baoon ft'nb praftifke ©drtner.
Sie jwet $auptfd)riftfleller in ben SBerhanb;
lungen ber ßonboner ©efellfkaft finb Änight unb
©ab ine. 2tnbere: ©aligburp, 2Billiamg
von ^itmafion unb 6arligle. Sie Galeboni»
fdjen fielen weit barunter.
SSeibe ©efelffdjaften f)aben vetfkieben, aber jebe
von krer ©teile aug, jwecfmäjüg gewirft, unb jwar
mefjr burd) Sljat, alg burk ©kt'fk unb f°
oud) fortan ber Sali fepn.
3.
$öd)ft<jemeinnü£iae§ SBerf für 2anbn>irl^
fdjaft unb ©arten; Gultur.
Ser $err ©raf gafleprie ju ^3 a r i « ijl faft
gans 6uropa, alg einet ber ebelften unb eifrigften
SSeferberet genteinnü^iger Snbujirie, befonbets für
2anbwirkfd)aft unb ©arten befannt. 6t makte
allein für biefen Swecf ofonomifk * teknologifke
Steifen burd) bag füblike Sronfreik, ©panien, StG*
lien , 6nglanb , bie Stieberlanbe , v^ollanb, bie
©kweij unb Seutrklanb, mad)te ft'k mit allen
(Eigenheiten unb SSorketlen bet 6ultur eineg jeben
Sanbeg im genaueren Setatl befannt. 2 (Heg, auk
bie geringfte ©ak*, ieber 3aunpfal)l, jebe Seiter,
jebe ©d)ubfarre, jebeS ©rabfkeit, jebe $ade, jebeg
©artenmejfer interefjtrte if?n , er jeidjneto unb fam»
meltc 2tlleg , unb fo brakte er wirflik eine Ijocbjt
gemeinnützige unb interejfantc ©ammlung von Sin»
gen äufammeit, bie man gewohnlik im gemeinen
£eben, unb felbjt im Siadjbarlanbe ober ^tovinjen
gar nikt fennt, wobutk man ft'k aber beträktlidje
SSorkcile fchaffen fann , unb entfklefi fTd) auf bie
cbelfie ?frt, biefen praftifken ©fihafc, burk feine in
$ a r i g gefliftete grofe lithographifche Entfalt be=
fannt ju mad)en, unb ber SBelt mitjutl)ei en. Sie
6inriktung unb nähere Uebevftdjt baoon giebt ung
folgenbe f leine SSorrebe baju, bie ik unfern ßefern
hier mitkeifc:
S 0 t 6 e r i tf) t.
Sie idnblike unb f)du»likJ Sefonomie erfor*
bert in bet 2fugfuhrttng, ber ihr obliegenben 2frbei»
ten, eine grofe SRannikföltigfeit von ©erzeuge»
©arten = SHfcellen,
199
unb ©eräthfdiafteit. SDtittelfl biefee SBetfjeuge wirb
2fUeS nut grofierct 2eid)tigfeit unb mit geringerem
Seit s unb Äoflenaufwanb ju Stanbe gebracht. 25a
bie verfchiebenm söorgfngc im acferbaulichen SBcfen,
fo wie bie SSeburfniffe unferer Haushaltungen fcf>t
jai)lreid) finb, fo haben bie 2J?enfd)en ftd) nad) me»
d;anifd)en Mitteln umgefefjen, wobutd) fte itjre eis
genen Ärdfte vermehren ober ihre Anfitengungen er»
leidjtcrn fonnten. Um zu biefem 3wede ju gelan»
gen, finb ffe jebod) oft burd) bie Umftanbe genö«
ti)igt worben, bie Mittel, beren fie firf> bi$f)et bc»
bient Ratten, ju mobificiren, unb haben auf biefe
SBeife ju mehr ober weniger betriebenen, mehr ober
weniger gludlid)en ©rftnbungen Anlajj gegeben.
25iefet Umjianb gebar bie fafi unjnijlic^c Sftannid;»
faltigfeit von 23crf jeugen, ©erdthfebaften unb 5JZa=
fdjinen, wctdje fid) je(jt bei ben verfdiiebenen 9361»
fern im ©ebtaud) finben, unb welche zuweilen in
bem SSereidje einer einzelnen ©emeinbe ifolirtj in
Anwenbung bleiben.
Um nun biefe SBevfjeuge fennen ju lernen, ijt.
eS notl)ig, fte an ben Drten wo fie im ©ebraud)
ficken, forgfdltigfi ju unterfudjen, ju jeidjrten unb
|u betreiben.
©ine Sammlung, weldie bie bei ben verfd)ie»
benen 936lfern in ©ebraud) beftnblichen zweefmdpig»
fien SBerfjeuge bem ^.'ublifum vor klugen fiellte,
burfte bei bet barauS für uns zu macb.enben Sttifc»
anwenbung fid) als ein nu^licheS Unternehmen ze»s
gen, unb übrigens auch ihrer Neuheit
Sntereffe oerbienen. 25iefe fSetradjtungen haben ben
Herausgeber ber hiermit angefunbigten Sammlung
bewogen, eine Auswahl von ben zahlreichen
SD3erf jeugen, welche er auf feinen Steifen
in ve rfd) i e,b e n en Sanbern ©uropa’S ge»
jeichnet hat, burd) ben Steinbrucf i n ’ $
^Jublifum treten zu laffen.
JDiefe Sammlung befiefjt au$ SSerfzeugen, 50?a»
fdjinen unb zum Acferbau, fidbtifchen unb Idnblis
djen Haushalt bienenben ©egenflanben, unb felbfi
einigen Snbuftriezweigen eigenthumlidje ©erathfehafs
ten, weld)e unter ben ungeübteren ArbeitS = ©laffen
ihre Anwenbung erhalten fonnen, in ftd) fchlicfjen.
2fucf> wirb fte eine 2fnjaf)l von SD3er?zeugen enthaU
ten, welche in ©uropa entweber wenig befannt ober
nicht im ©ebraud) flehen , beren 2fnwenbung inbefj
für unfet atfetbaulid)eö SBefen erfpriefjlid) wetben
fann.
SDtan hat e$ ftd) übrigens zur Q5jTidf>t gemacht,
nur fold)e SDiafchinen barzuftellen, welche fich burch
lange ©rfahtung erprobt gezeigt haben, unb
einfach genug finb, um felbjt burch bie ungefdjicfs
teflen Hanbe verfertigt unb reparirt werben zu
fonneit.
25ie Äupfertofeln, fo wie bet baju gehörige
Sert, finb in von einanber unabhängigen 2fbtl>ei=
lungen getheilt, unb fo numerirt, bajj, nachbem
bas, einen SSanb auSmachenbe 2öerf vollenbet ifi,
fie in angemeffener £5rbnung gebunben werben fon»
nen. So hat man z. 83- in bet erfien Eieferung
vier Abtbeilungen gemacht, welche in ber zweiten
fiieferung unb in ben folgenben fortgefefct werben
follen; baffelbe wirb auch nach unb nach b)infidf)tlic^
bet anbern Abteilungen fiattfinben. 25er legten
Sieferung wirb eine Snbaltöanzeige beigefügt werben,
200
©acte n = ÜHifcetlen.
»«(dje bie £>tbnung, in welcher bie Abteilungen
«ufeinanber folgen muffen, beftimmen wirb. 5)?an
bat btefen 5ßeg «u6 bet Urfacfjc eingefdftagen, um
(Supplemente, welche ftets bet Srbnung unb bet
£eicf)tigfeit im Auffucben febaben, ju uermeiben.
£>iefe (Sammlung »itb fünf bis fed)S bunbett
Zeichnungen , auf bodjftenS b unb eit Äupfer*
tafeln in Sluattformat, enthalten. Sie wirb, wo
moglid), jeben 9>?onat, uom i. gebiuat 1820 an*
gcted;net, in gieferungen non jebn 5t upfettafeln
auf großem SRaiftn« Rapier (papier grand-raisin)
mit einem etfldrenben Sept in jwei (lolumnen er*
febeinen, unb mit bet sehnten Siefevung gefebtoffen
werben *).
sjJIan fann fid> 8« biefem ©etfe in bet litbo*
gtapbifcben Anftalt beS £ecrn ©tafen Safte ptte,
(Rue du Bac, No. 58.) mit btei gtanfen,
für jebe Siefettmg fubfetibiten.
S5ei bet Sitbograpbie, welche allein eS möglich
macht, baft bie fragliche Sammlung su einem nie*
btigetn greife, als mittelft beS 5tupferftid)S, gelie*
fett «erben fann , laffen fid) inbeft bie glatten nicht
«obt aufbewabeen; eS «erben bähet nut fo niele
Epemplare abgesogen «erben, als ju »elcbet Anjabl
ftd) Subfcribenten btS jum 1. SuniuS 1821 gefun*
ben haben. 9ta* Ablauf biefer Zeit «irb bet $rei«
fid) fut alle biejenigen erhöben, «eiche jene «oblfei*
Ute ©eiebenbeit unbenufet gelaften haben.
•) £jc$ (;at ftd abge&nbert, inbem ftd bet £ert 33er*
faftet entfdloffen t>at, baffelbe bis »um 2often £efte
fortjufe^en , wie man weitet unten feften wirb.
Durdb ben groften allgemeinen SSetfalf, welchen
bieft gemeinnubige ©er! gleich nad) feiner Erfdjei*
nung erhielt, Deranlaftt, entfd>loft fidi bet £r. SSerfaf*
fer, eS noch in einem 8 »eiten £ heile fottjufefcen,
unb anftatt 10 nun 20 £efte ju liefern, »eld)c aud)
jebt bis jur fiebenten Sieferung beS 5 » e i t e n Z b e i l S,
obet fiebenjel)nten Siefetung beS ©anjen fett*
gerueft finb.
Seht erwünfebt für unS ift es, baft ftd) bi«
Cottaifdje 83ud)banblung in Stuttgarbt unb Sfi-
bingen entfdjloffen bat, bieft trefflich« 9Becf butcb
ihre litbogtapbtfcbe Anftalt, unter bem Xitel:
gafteptie (©rafen), Sammlung allet in bet
4)auS * unb Sanbwirtbfdbaft üblichen ©erütb*
fdaften, 9Jfafd)ienen unb Snftrumente u. f. ».,
in &uart,
eben fo »obifeil aud) füt Seutfdjlanb ju liefern,
unb bie erffen 10 ^efte banon aud) bereits gebracht
bat, baber fid) es bann jeber Siebbaber burd) feine
ndcbfte SSucbbanblung leicht oerfdaffen fann.
Sßeimat, ben 2. £)ctober 1821.
S. 3. 35.
4*
(Schreiben bc$ $rn. Dr. v a n 0 n § ju 26wen
an ben #erauögeber bc§ ©arten * 9Äacja&in$,
über ben Erfolg feiner bietjerigen 25erfud)e
ju Söeförberung unb Erweiterung ber
£>bft s (Sultur.
ßöroen, Den 27. Suni 1821-
£ia Einer ber gelehrten ßorrefponbenten, SbteS
potttefflidm SoutnalS, einen fo gütigen Anteil an
201
©arten * 3R i f c e 11 e n.'
meinen Sßerfacben itt ber Homologie nimmt, unb ju
tniffen wünfebt, in wie weit i* biefelben »erfolgt
f)cibe, fo beantworte id) biefe für mich fo fcbmeicbel*
hafte Anfrage folgenbermafen :
3cb ftanb eben im Segriff, eine Pomolo-
gie Belgique moderne beraugjugeben, welche
bie S3efd)reibung unb illuminirte litbogcapbifcbe 2Cb=
bilbungen »on allen ben be|fen neuen Stuften ent»
galten foltte, weld>c bie SSelgifcben Sbfibauer unb
icf> felbft aug bem ©aamen gewonnen Ratten,
alg mit obrigkeitlicher ©enebmigung meine 35aum=
fcftule, bie aug 60—70,000 Stammen befianb, aug*
gerottet unb accjtreut würbe.
SWe^r alg 700 S3itnen unb halb fo »icl 2fepfet
waren fdfron beffimmt, in biefem SBcrfe abgebilbet
unb befdbrieben ju werben, unb »on bem Erneue*
tunggpunfte ju fcbliefen , auf bem meine gefdeten
©famme jlanben, mufte ftcb not^wenbig biefe Hn-
jabl weniqfteng um 200 S5irnen unb halb fo »iel
3fepfel jährlich »ermebren. Siefe £erauggabe batte
alfo mit »ieler Stätigkeit betrieben werben muffen,
unb nur mit mir aufboren können,
@3 war im 9io»embet »origen Sfabreg, alg ich
ben SSefebl erhielt, noch »or SBeibnadjfen meine
S5aumfdjule raumen, Sie anbaltenben groffe
liefen in biefer Sabrgjeit feine 2fr beit ju, unb alg
bag Sb^uwetter eintrat, raufte id) bie S3dume, an
einen Seben ber ba wollte, nur für ben 2Cugrotfungg=
unb SHJegfabrerlobn bingeben.
Sur mid) felbft bebielt id> nur einige ©tdmmc
»on bet »ierten, unb bie meiffen »on ber fünften
Erneuerung, bie noch flein genug waren, um hier*
ber geführt werben äu kbnnen. S?on biefen würbe
aber mehr alg bie £dlfte burd> eine Ueberfdjwenu
Wortf, beg 21, ©art, 3Xag. v. SSb, 5. ©t, ig-»,
mung fortgefübrf. Ungefähr 300 ttetben 'oiefeg
Sabr tragen.
Ein Seuffcbeg gurjfenbaug bat auf fein
©ebtof, in ber SRdbe biefer ©tabt, fiber 2500 mei»
ner »orjuglicbften ©ramme, britter Erneuerung, ge»
rettet, unb ein bieftger ©tabtbeamter bat eine noch
grofere tf^abl ber nämlichen SSdume in ©cbu§ ge*
braebt, welche alle biefeg 3abr mehr ober weniger
tragen werben. Sief ifi aber auch alleg, wag übrig
geblieben, im @an*en boebfieng 7,500 ©tuef.
Sd) batte ber Sonbnet ©efellfcbaft be« ©arten*
baueg ein packet ^fropfreifet »om erffen 9Jange ge»
fdjicft, welche aber »on ben ©drtnern ber ©efell»
M;aft ju »erfebrumpft gefunben würben, um an*
fcblagen ju können... f 2flg wenn ein trcckeneg
^Pfropfreig nicht eben fo gut anfällige, alg ein ftifd;
abgefchnitteneg. Eine d-bnlicbe ©enbung l;at ber
£err 9?atb Siel »on mir erhalten, unb wag biefer
9?efTor ber homologen bat fe&en können, wirb für
Die 2öelf gerettet «nb in feinem alleinigen f?eft§e fepn.
25a id; mit nur 900 jweijdbrige Saiblinge
l)abe »erraffen können, fo bin ich and; nur im
©tanbe gewefen, eben fo »iel SSarietdfen 3u fefcen,
Die ich ju Enbe SOTai’g habe copultren laffen, «nb
smt aufet ber Erbe; — 230n alle ben pfropf*
retfern aber, bie nicht einmal in bie Erbe gefleckt
worben waren, bat boeb fein Einiger feblgefcblagen
2)a ich alfo meine Pomologie Belgique
moderne habe aufgeben muffen, fo befdjrdnke id;
Wich barauf, in ben Annales generales des
Sciences physiques, bie ich mit ben £emt
SJorp be ©t. 25incent unb Stapler beraug*
gebe, faff jeben Sftonat eine fBefdweibung unb iUiu
minirte 2lbbitbung »on benjem' .en Sbfiforten 51t lie¬
fern, bie ich für jen{g Sßeif beffimmt batte,
Ee
20 1
arten = SKifcelten.
£)*§ nj!e ffietf, welche« noch in bief'm 0oms
mn von mir «feinen wirb, ijt un compte ren-
du k me s correspondants sur les graf-
fes que je leur ai communiquees sous
des Nr os. Sa irf? naiätich über bie SBabl unter
met)r «W 3«oo dummem 9te*enf*aft ab5ute9en
{,afce, fo werbe ich eine furje SSefcbreibung aber ohne
tfbbtlbungen von fcer$rud>t geben, bie fid) auf bie
Kummet besiegt, unter welcher bie «Pf.opfretfer au«*
geteilt worben. hierauf wirb folge« : Un Rap¬
port general sur le but de mes re-
eher che s en pomologie, sur les m o-
yens employds et sur les rdsultats
obtenus; un» un tr.it* mdthodr-
et eUmentaire de la culture des
avbres fruitters.
3« mu§ ätdttien, M id) m,inm
Satten )ttlWt<n»tn Satafltopl). nidjt tut SKutt) 8 «
taMt,at.n reärtt, nod, »nW I« l»"*1"' mm
nid,t Sou« -*t«nt> un» Suslan» auf »elf.« »au fo
»i,l ©ettb testen. ®el all.»«! batte id, bed, tue
®enn8tt,»nn3 Srf).M. J» M>™. »«« *«• ^ubI!fum
t,n »•, traft beffen .nein Satten in «traben »et.
„anbett „erben füllte, setztet, unb feinen etnjls««
bet ?>t*M, bet einet jUmmatidtn öffentlidten SBet-
fteigetung, an9efanft bat, fo baf meine W«nS«»9
unen'aetttidi tft »erfMtt tootben, nnb id, ebne b,e
geti esfle ®e.iuen,lid,feit be5 ^nbtifum« einen SBettb
tion mebt alt 100, ouo gtanfen »etloten bat«.
P. S.
Bet Bbjtba« bee ^ettn Ttbbd Buqu.snt
juOTon«, bent reit bie fiftlidje Marie -Louise,
le Rot de Rome, la Rance d’automne, la fon-
dante «an Mons, le Colmar-Aeux- ans , nnb
»iete anbere verbanfen, »ft worben, um ben
gepung« werfen ber €tabt $latj $u machen-, bet ©ar*
ten be« £tn. ©rafen be Coloma, bet bie Urba-
niste, la supreme Colotna, la Passetout-Go*
loma, la verte d’Autornne, la Coloma de prin-
tems unb mehrere ftr.btre hert>orgebrad)t l;at, ip
nach feinem, im vorigen Sah« erfolgten Ableben
au«getottM unb bie Saume jeiftceut worben, nad)»
bem man fd)on netter bie ^ganjungen be« $w«
v. 83»htl)umb, welcher ben Guillaume pTemier,
la ßrederode, le Henri quatre, le Jean de
Witte, le Louis neuf etc. gewonnen, in einen
Svafenplafc verwanbelt hatte.
©« bleibt alfo von einem einigermaßen verfolg»
ten £)bftbau nicht« weiter übrig, al« ber ©arten be«
$etrn Wwof'otcn ^etit bei SJlon«, unb meine etge=
nen h‘«^et »erfefcten Uebetrepe.
3. 35. uan 9J?on«.
«Ra f fl cf ia, bie Stifte bi§ ic|t
bekannte Slum«.
fjtxt Robert SSrown ju Sonbon la« uoc
Kursen in ber g i nn eeifdieh ©efeüfdiaft einen S5e=
rieht über eine auf Sumatra uom verporbenen
Dr. 3of. 2Crnolb i. 3- 1818 «ntbeefte wunberbare
«Pflanje not. ^an nennte pc «Rafflefia, nach
bem jetzigen Sngl. ©ounernem ®ir Shom. ©tarn,
forb Staffle«. ©U «turne Peigt gerabe au« ber
hortjontalen SBvrjel, ohne SBlÄtter, in b.e ^otje; bie
^„ofpe (jet) ip mit runben bunfelbtaunen , fdjup»
penfbrmig übereinanber liegenben »lumenbldttern be»
© arten = SSttifcetlen.
203
beeft, unb fte£)t eitlem &oblfopf ähnlich genug, ©ie
hatte jur i^rec vollenbetefien 2fuSbitbung, an Srt
unb ©teile gemeffn, 3 Sufi int Smchmeffer; wog
15 $)funb,. unb man fd)ä|te ihren innetn 9faum für
hinlänglich, um 12 hinten gluffigfeit ju faffen. £err
33rown fegt nach ber Äenntnif, bie er non biefer
9)|Tanje «thalten fennte, foldje im ©pfem in bie
5tdl)e ber 2frtffofod)ien unb ber ^afft'floren, unb ift
bet Meinung, baf ft'e ein blofier ©chmaroger auf ber
SSurjel fep, auf welcher fte wächjf. Soch jur ge*
naueren Seftimmung ftnb noch mehr neu« fSeobad;-
tungen notljig.
Sie größte SSlume bie man bis fegt gefunben
hotte, mar bie ber purpurfarbenen Aristolochia cor-
diflora, bie nach «fterrn 2f. 0 0 n «fjumbolbt, einen
Surchmeffec von 16 Soll- hat. 3fm ©agbalenenfluffe
in ©übamerifa fefcen bie Äinber fte als SDfähen auf.
6.
lieber bie 53tütf>e ber großen 2ffoe ober Agave
americana.
Jfui einem ßnglifdien Sournal, nebfl SSemetfungen bar*
über, von bem gjfattsbjtfdjen SSotanifer £rn. ©rapiej.
5D?an versichert gewöhnlich, bafj bie 3fmerifani=
fdhe 3fgat>e nur alle hunbert 3ahre blühe; fo viel
ifi gewif , bafj man auf ben Englifchen Unfein bie
23luthe biefer ^flanje als eine feltene Erlernung
hetradjtet. Snbeffen hat ber S3otanifer ©urrat)
fe im freien wadjfen unb blühen fehen, an ben
©eiten beS hohen ©egS, ber, auf ber JRoute von
Neapel, von *£etracina nad) Eapua fährt,
«• f. n>. es fcheint, als ob biefe 9>flanse, trenn
fte ben J>ccl)flcit 3wecf ihres SafcpnS erfüllt hat,
ben ber gortpflanjung unb SSercielfältigung burd)
©aatnen, jugleich baS Enbe beffelben erreicht habe,
— fte fiirbt ab. Sie präd)tigf!e fßlume bet 2lcf,
welche üJlurrap fah, wuchs auf einem vorragenben
gelfen, einet ber 33orromäifd)en 3nfeln, ber fsola
madre beS Lago maggiore im norblichen 3ta*
lien. Ser ©tdngel hatte 28§ auf 4?ehe, unb am
©runbe 3 gufj im Umfange, ©djwerlid) fann man
etwas fel)en, was einen folgen Einbruch macht,
als biefer 2fnblitf. Set Erzähler ftnbet ft'ch ju bem
©lauben veranlagt, bafj biefe ^flanje urfpränglicf)
in Italien su £aufe fei), obgleich nicht alle SSola*
nifer gleicher Meinung ftnb; fte iff boct fef>c ge*
mein, unb man ficht fte auf ben ©allen ©enua'S
bläh*n; auch ftnbet man bei ^onterculi (*Pon*
tercute) ganje Selber von ihr bebeeft.
Sie al S«fco ja 'Pompeji gemalte 'PfTanj.e,
halt man ebenfalls für eine 2fgave; bief würbe ihre
Einführung in Statten auf eine felyr frühe 3eit tu*
täcfbringen, unb für bie ©etnung, bafj fic einhei*
mifch fet), fprechen,
* *
*
SSemerfungen $u vctfichenbem 2fu f fag e
von $ rn. Sraprej.
Sie 2fgave bebarf fein Sahrhunhttf, mtt jur
S3luthc ju fommen. 3m bctanifchen ©arten ju
Utrecht, brachte man ft'e burd) bie aufgewenbete
©orgfatt, in 24 3af)ren jur SSläthe, unb gewtjj
blähet fie in ihrem «öaterlanbe in noch weit Eärje*
rer Seit; auch tfirbt fie ba nicht nad) ber 58lätf)e*
?eit ab; allein in unfetm Älima fcheittt biefer na*
tätlich« 3*ifpunft, bie ^auptfraft ber ^flanjf, ftch
ju repobuciren, «uf$ureiben, benn ber Sftittelffängef,
Ee 2
(garten = SÄ i f c e U e n.
20 i
tec bem «8lüth«nftängel folgt, wirb ntcf>C fräftig ge*
mtg um neue «Slumen ju bringen. 25er nämliche
gall ber ©djraadje, trifft bie ^flanje, wenn fte i|=
ren mittleren $aupttrieb verliert , ber burd) eine
50?enge von f leinen ©tangein erfc|t wirb, welche
nuö ben «Binfelit fjervortreiben unb von benen fei»
ner triftig genug ift, um 33lumen ju bringen. Bi«
3lgave braucht aucf? nicht ?u blühen, um ftd) fortju»
pflanjen, inbem bafut fchon genug burtf> bie ©d)6f*
linge bie fte im Ueberflufi treibt, geforgt ift. 9tad>
bem wag <£r. Dr. «ÜÄurrap fngt, unb wovon wir
unö mehrmals felbft überzeugt haben, fd>eint uns
bie 2fgave aus bem [üblichen tfmetifa abjuftammen
unb in «Portugal!, ©panien, Italien, fo wie in ber
Stalienifchtn cinfjcimifd? geworben ju fepn.
7*
Uebtvfidjt ber botanifdjen ©arten in ber
£>ejterreid)tfdjen 9Äonard)ie.
3n ber £)efletreichifch«n SÄonatchie giebt eg
23 botanifch« ©arten, welche folgenbe finb; in
33ejug auf baö Saturn ihrer Errichtung : i) i«
«pabua, gegrünbet im 3af)t« t533> 3)
bürg, im Saht« 1564 ^ 3) in bec UnivetPt5t *u
SBien, 1758; 4) in bet S h «tc f t en » 2lfabemie,
wiebet eingerichtet im Sah«« 179 7' 5) ’n ^cc 'JOs
fephinen » tffabemie für Siebtem unb Chirurgie;
6) in ber «8iehar$nei * ©chute in «Bien; 7) in
©djonbrunn 1758; 8) in S5d»«bere gtt
«Bien; 9) in SSÄantua; 10) in ©atjburg;
11) in ©rafe, 1812; 12) in SreScia; 13) tn
SSeron«; 14) in SOtailanb; 15) in ^rag;
16) in S3rucf; 17) in SSrgejhta in SSohmeni
18) in bem ©arten beg «Patabiefeg beg gegenwärtig
gen ßaiferg ju «Bien; 19) in bem v. 4>atrad&,
bem jtaifer gehörig; 20) in bem beg Surften 9ra»
fumovlf v in «Bien; 21) in bem beS #ertn
©epmüllet, bei «Bien; 22) in bem beg SSarott
«Pronap ju #e$enbotf unb 23) in bem beg
Surften <S ft c r f> a 5 p , iu Eifenftabt in Ungarn
8.
Gicfyomn =• (Saffcc = Ooffcrte.
SScrfauf von 500 ßenfner SÄanbet = unb Gicfjo-
riensGaffee, üecmittelft SBevloofung unb
Prämien *).
2)er Unterzeichnete hat ftd) entfchloffen , unter
erbetener allerhochjtet Genehmigung, fein 2aget von
vorjüglid) gut fabridrtem SDtanbel» unb Eicho»
rien = Eaffee in fleinen ^heilen von £ unb TV
Ecntnetö, unter tfuöfcfcung von «Prämien, welche
burd) ßoofe entfdjieben werben, ju verüujjern. Ben
1 Entr. ober 12* ^)funb , in «paquetg für 3 SC. —
unb ben TV ßntr. 6* «Pfunb, in paquetg k 1 St.
30 fr.
*) ssjev hätte nodj vor wenigen fahren glauben follen,
ba& ber Seutfdie $tei£ ben Stellvertreter eines fo
allgemeinen 23ebürfniife$, alö ber Saffee, fo uns
getjeuer vermehren würbe? SQ3ie weit mag eg nun
mit ben SRübenjucfersgabrifcn gebiepen fepn, welch«
bod) noch in Seutfdjlanb, <5«anfreid) unb ben lieber»
lanben, unb wie uian behauptet, mit fßJrtheil, ats
beiten?
© (t 1 1 c tt = Stf i f c c ( I e tt.
Set kaufet ct^aft mit jebem f Hntr. daffee
jugleich i ganzes, unb mit jebem TV Gntr. \ gooS,
mit welchem et im glücflichen gall, unb zwar mit
i ganzen gooS io gl. bis 800 gl. unb mit § gooS
5 gl bi$ 400 gl. gewinnen fann.
Sie tfnjahl bet goofe befragt, baS ganze £uan*
tum in | Hntr. tebucirt 4000 goofe. 3ur «Bequem»
lidbfeit bet Abnehmer aber werben nut 2000 ganze
unb 4000 fyalbe goofe gemalt, terbunben mit 41
©ewinnfien ingefammt Betrag ton 2000 gl.
Set ijie ©ewinn ifi
. 800 gl.
— 2te . .
. 4C0 —
- 3te . •
. 200 —
— 4<e .
♦ 100 —
— 5t«
. 50 —
— 6 folgenbe a 25 gl. .
• 15« -
— 30 weiter folgenbe ä 10 gl.
300 —
2000 gl.
Siefe 2000 gl. werben zur Sicherheit bet Kau»
fer oberamtlich beponirt unb bie 3iel;ung bet goofe
gefchiehet mit bem 2. Januar 1822.
€R«cftritt fann feinet «Statt ftnfeen, unb bie
Siebung mup erfolgen, bie goofe mögen gmi} obet
nut jttm Sfml terfchloffen fei;n.
3n Bechütung von Unterfdjleif muffen bie goofe
ton bem Unterzeichneten eigenhdnbtg unterfchrieben
fepn.
Sie SBaate wirb in’S ganze Königreich frei ber*
fanbt, bagegen werben ftef? «Briefe unb ©elber granco
erbeten. Um eS aber ben Käufern auch ^teutn ju er»
leichtern, fo fonnen Sie SStiefe unb ©elber bei ben
Befreiungen unfrancirt abfenben, bngegen wirb ton
jebem f. Hntr. | $funb SBoare als ©vfafc juruefbe»
halten, fo wie bei a Hntc, 1 «pfunb u. f. w.
205
«Schriftliche Beffelluttgen auf TV ^ntr. ober
halbe einzelne goofe fonnen nicht effectuirt werben.
«fta* biefer Berechnung ifi alfo ber Käufer au»
genbücflich für feine ganze Auslage gebeeft unb hat
babei noch Hoffnung, einen mehr ober minber be*
beutenben ©ewinn z« erhalten, ©ewip ein Unter*
nehmen, bas ton bem ■‘publifum mit «Beifall unb
geneigter ^Hnahme ju wütbigen fepn mochte.
Ulm, ben 26. 2fugu]i 1821.
Carl 2fugufi Kornbecf,
9-
$omoIc>3ifcf)er SBunfcf) unb 25itte.
Sn bet geipztget giteratur * Beitung «flo. 69.
Sfldrj 1820 S. 547, alimo bie «Hebe ton bem Sn*
haltbe« Suli*£efts, Sahrgang 1818 ber 3eitfchrift:
Seconomifche «fleuigfeiten unb SSerhanb»
lu ngen. Q)rag bei Halte, ifi, wirb unter anbern
gefagt: «»erfahren in <5 h i n a , Sbfibdume
buvch 35aum*2tbfchnitte fortzupflanzen,
mit 1 Kupfer, auS ben Annales des Arts et ma-
nufactures T. 33. mache bie vierte , nahmt beach»
tungSwerthe Tlbfjanblung gebauten Heftes auS.
SHdge eS bocf> bem «öerrn Herausgeber jener
Beitf^rift gefällig fepn, bem betreffenben ^ublifum,
biefen 2fuSzug in einem ber ndebfien bet 211»
tenburger 2fnnalen ber Sbfifunbe mitzu*
theilen, inbem er wahrfcheinlith hier mehr beachtet
Werben würbe, alS in jener 3?itfchrift. — «Jflir jft
bie Anzucht fcf>on feit 25 3ahren in einzelnen 2lpfel*
bäum * Snbitibuen befannt, bie in jener 3eit fdtjon
tragbar waren, unb alles leifieten, was man nur
206
©arten s ifee lieft.
immer verlangen fann. SBeitere SSct|u<^>c tenne id)
tben fo wenig, als icf> eigene anjleUte, glaube aber,
bfif biefeS Setfahren $ur großen Solltommenheit ge,
beacht, non auferorbentlichen 9tufcen fcpn »utbe,
weil baburch grofe (ScfparnifTc an 2£rbeitglot>n unb
Vergleichen mehr tonnten gemadjt »erben, bie um fo
bebeutenber »erben mußten, iemefjv auch an ßdnbe*
reien förSaaraen* unb ßbelfchulen baburch ju »ei*
tern 3»ecfen verwenblich bleiben. Sajj fotdje 3og=
Unge nur hochftammig muffen angewenbet »erben,
uerfiebt fid) non felbfi , unb mufte befhalb für bie
gwergbaumjuebt, bie allgemein befannte SereblungS*
»eife beibebalten »erben. 2Bie auferorbentlid) not*
juglicb »ürben Saume, auö Sterlingen gejogen, für
bie gelb*, tfnger * unb 3BegepfIan$ungen fepn; ba
ffe nicht allein nur non größerer Sauet fepn möchten
«1$ bie nerebelten, fonbern auch b^** auSgcbceitetet
unb jiätfer »ad)fen. Saf fie non längerer gebend,
bauet ftnb, beroeifen un§ bie bi» unbreieber in ben
ganbpflanjungeit beftnblichen, nie nerebelten tfepfel*
unb Sirnbaume, bie oft eine Sicfe von 4 5 guf
unb mehr im Sutchmejfer halten, eine #6he non 50
bi^ 60 Siijj haben, unb bie altejlen Seroohner foldjet
Sovfer fid) ber 3lnpflan$ung nid)t erinnern tonnen,
fonbern fie in ihrer Sugenb febon als alte hetrtl1SCi
»ad)fene Saume bannten.
Sd)»ietig ober gar unausfuhrbar, ift biefe Tfrt
ber tfnjucht feineSwegS, »ovon id) bie Seweife in
fofern habe, baf ich wirtlich folchergeflalt entftanbene
Sdume fahe, unb wie obnebiefj noch »fit fch»ieti*
ger ju vermehtenbe £oltarten butch Sterlinge fort*
pflanjen. greuen füllte es mich hetjltch , wenn biefe
@ad)e jur befonberen Sptadje gebraut »örbe, unb
man auSgebreitete Serfuche machte.
n $
a l t
©fite
35 \ u m i (i e r e f.
1. @<§&nt evotifc^e ^flanscn.
A. Sanfert>iHfd)e$ Cimoborum (SDtit 2tbbilbung auf
Safel 240 . 169
B. Sie SDlcnfonifc&e £aibe (9Kit 2(bbi(bung auf
Safei 25.) . 170
C. Sie hornige spiltenbiume (SOlit 2tbbiibung auf
£af 26.) . 170
2. Steue Etetfjobe, bie Laiben, Proteen, Siofmen
unb anbere spflanjen 00m Sorgebirge bet guten
Hoffnung unb 5teul)oUcinb, welcfje wäfjrenb bec
roatmlten SKonate beS Safjreö eine £aibenerbe
ecctangen, burd) 2tbfenfer o&ne irgenb eine
funftiidjje SBcitme fortiupftanjen . .171
©eite
£retb* unb ©etväcH&auSgartneret.
1. SOZittet jur 83efotberung bec SEcagbarfeit bet
2tnanaS, unb §uc SSertceibung bec Snfeften,
welche biefen ^ftanjen ftfcaben . . . 18»
2. Uebec bie Giultur bec SKelonen, unb Vertreibung
bec Snfeften, wel$e bie spflanjen benagen . i&i
©arten = SDHfcellen.
1. SaS Cinneiföe ^flanjenfyltem biibti# bacgejleltt
(ÜJtit 2Cbbilbungen auf Safel 27.) . . .ISS
2. Seitrag juc ©ef<$idjte bec ©artenfunjt . . 189
3. .fjoc&ftgemeinnü&igeS Sßerf fuc eaitbwfrtbfcbaft
unb ©arten s ©uttur . 19s
20g
3 « &
Seite
4, ©dfj«i6en beg 4?ettn Dr. tnn SKong su Sotten
«n ben 4>etauggeber beg ©attenmagaaing, übet
ben<5tfolg feinet bid^ertgcn SSecfuc^e ju S5cf6ct»cs
tung unb ©ttteitetung bet SDbfl j @ultur • . 2oo
5, «ftffUita, bie gvbjUe big jefct befannte »lume 202
Q l U
©eite
1, Uebet bie SStüt^e bet gtogen 2Cloe ober Agave
americana 2<>3
. Ueberfidbt bet botanifcben Satten in bet Depet--
teicf)ifdf)en SWonarcbie . , 204
|. ßidjorien * (Saffee = Sotterie .... 204
). »pomologifd&et äBunfcb unb SSitte . . * 205
3u biefern 4>efte geboten folgenbe tfb&Ubungm:
Safel 24. SEanfetöittfdbeg ßimebotum-
— 25. Sie üttonfoniftbe £aibe.
— 26. Sie bornige tpiUenblume.
— 27, Sag SinmHfc&e ^flanjenfpftem bilbti# batge#
ftettt,
/
I
26. '
JT %/■
I
% octfe|ung
b e 3
allgemeinen £ e u t f c& e n
© « * t e « * Tt a 3 a $ i tt $.
fünften 23anbeS, VI. ©tue?. 1821,
SSlumtfi eret*
r.
S^onf e t 0 t i f cf) c $ f l a tr $ e ir.
A.
Ardisia solanacea. ( @p!|blum?.)
(SJZit 2l'ÖbtIbuttg auf Safet 28,)
®in überaus flotter epotifdjer 3ietf!raucfj, bef*
fett SSaterlanb Öjlinbiett, unb befonber# bie Äüjle
Goromanbel iff. ©eine fjocfjrotfjen Selben, welche
jirifdjen ben gtansenbgrunen SSlättetn fielen, baoon
gortf. fces 3f,S. ®atf. 2Baga$. V.S5&. 6. @t. 1821.
aber in jefcet ©olbe immer nur eine «Blume blufjf,
welche fty atSbann (letf aufric^tet, geben tfjrn ein
prächtiges 2fnfef>en. fD?an f>at §wat mehrere ©orten
tfebiften, allein biefe ijl unter allen bie fdE)6nj!e unb
beliebtere. 2llS eine SropenpfTanje i|I ft« etwas gart*
lic^, unb »erlangt auef) tm ©ommer, als Sopf=
pfTanje einen warmen gefcfcü&ten ©lanb, unb int
SBinter bie jweite 2lbtf>eitung beS Stetbf)aufe$. ©ie
la^t fiefy, ba. {Te nicht leicht reifen ©aamen tragt,
leister burefc Sterlinge »etme^ren.
*• *.
Sf
«Blum i flcvet.
ffiot&er SHattewfopf. (Ecliium rubrum.)
(SKit SCbbübung auf $afd 29.)
c.
fid) in» Seflerteid) auf 2St«f«n* ®ie auc^ ixnt
i%ig, pflanjt fid) leidet butd) ©«amen fort,
unb ijl burd) ihre fdjonc totfje unb reiche S5tü=
the eine wahre ©artenjievbe, im SuUuS unb
2fuguft.
Ganbif^cr «flatternfopf. (Ecbium creticum.)
(SKit tfbbitbung auf Safet 30-)
gjlan fottte nidjt glauttn, MS Mt
(opf, taton reit unftt gttueiut »t (Echium vul¬
gare) »nt, Hufs Wmm' unt> mS‘
(Itiniätn atttttfiAttn, u>««T<"' ent mit thttn
fd)6n f)0*Hautn Blumtu, pttmgtn “ulI> 0,i
eine fd,6ne 3ier»flanS« in unf.tt »lumtugäm« auf.
genommen ,u netten »«««»'•• «»* 6o* '{ '*
„U«ting8 fo. Sa* Echium t« an 30 t.tfeO.elene
(tfcSne litten , tie gtofttnfljei» bei uns im Steten
autfealttns nut nenige taten linb Stoptnpflanjttt,
metetje fit unfte ©int« ten ©«ut tf* ©la«fjoufe«
verlangen.
Unfet gemein« 9!«tt«nfopf, tet mit feine«
fd,6nen blauen Slumtn jete« Jtuge auf ft« jiefit, fff
eine einstig. fXInnje, ti. fi« Iei«t bnt« @aame«
fottpflanjet, unb ton (eben. SStumenfeeunb. 9««««
unt gepflegt ju metben f«t »«Menet. ®« fam.
melt ben ©aautrn im «etbfle, unt fl« i&n tm
Stlbialte glei« in guten Boten', mo bann btt
spflanjen 3-4 S“6 •>“* ®ert‘“< ,,m* blu!,!”'
unb eine nabte Sietbe tet SBtumen . SHabatten fino.
3d) will ton ben übrigen »ten J)ier nut jnm
bet [d)cnfien, mit ihren »»Übungen aufflellen, um
bie «Blumenliebhaber batauf aufmetffam &u machen.
1) Set 1 0 tt> e «ftattetnfopf (Echium ru¬
brum) SEafel 29. ®«efe ^6ne Wm* Ml f*on
im (üblichen Sbutfcfylanb einheimifd), unb ftnbet
2) Set ßanbifdje ^atternfo pf (Ecliium
creticum) Saf. 30 , gehört fd)on unter bie W»
tifdjen »ten, »at einen ganj anbetn ^abitit«,
a(« bie nötigest, ein breites SSlatt, unb eU
nen fintfen, djligcn ©hinget, an bem bie S3lu<
men in einiget ßntfetnung non einanbet flehen,
©eine feldjattigen SBlumen ftnb t)0<*rot^ nut
einem ^«Ubiern.« Sftanbe. ©ein ©ateilanb iff
ßreta, Ganbia unb überhaupt bie 2cnante.
gjlan fäet ben ©aamen, bet bei uns m ben
botanifchen ©arten ju haben ifl, im Stühiahte
an bie befiimmte ©teUe in’S 8anb. Gr blüht
nom SuliuS bis $um ©eptember, unb rft «me
überaus fdjone Bierpflanje,
Ueher bie (Sulfur ber £al;tien ober ©cor,
ginen, unb über bie «n=
berungen, bie man baoon 5« 2 6 men ge--
gogen bat*
SSon #tn. Dr. tt an 591 onS ju Sotten,
Sa« SSaterlanb biefer fd)6nen «Pflanje, bie ton
ffiülbenott ©eotgine genannt tturbe , bie ©e^
[chiebte ihrer Einführung in Europa, ihre botanifchen
Cyarafttre fmb genug begannt, mir übergehen alfa
211
25 l « m i fl c r c i.
biejj. .fjier trollen Wir nur baoon reben, wie man
burd) eine glücfiid;e gielge neuer ©enerationen ba^in
gelangt ijf, 2lbdnbeumgen biefec «Pflanje in allen
ihren Steilen ju be.oirfcn, unb gefüllte S3lumen bei
if>c hetoorjubringen, fo bafj ft'e in ihrer jefsigen «ßoll=
fommenheit, ben ©arten jur grc?fi>n 3ietbe gereicht.
Ser Sirector beS botanifdjm ©artenS ju 26 wen,
«fjr. Sonfelaar, erhielt alle bie Diefultate, oon be*
nen wir gleich reben werben.
Sie erffen «Proben mit einer neuen Sucht bte«
fer SSlumen, machte Sonfelaar rot 12 Sauren,
©eine erfte 2fu$faat brachte nur eine 2(bdnberung in
ber $arbe heroor, bie jebod) allgemein war. Ser
©aame biefer ©orte gab einige halbgefüllte SSlumen
unb nicht allein S3erdnberungcn in ber garbe, fons
bern auch «** ber §orm ber SSldtter. Sie britte 2fuS*
faat war blofj oon ©aamen ber halbgefüllten SSlumen,
unb fchon erhielt er, aufer grofen elbdnberungen in
ben Farben unb bem 33ldtterwuchS, 2 fPflanjen, bie
ba$ Saht barauf ganj gefüllte S3lumen oon einer
aufjerorbenttichen SSollfommenheit gaben. Sie eine
baoon war — bie prachtoolle blaue — beS unten
folgenben (üatalogö-. ©pater mehrte ftch bie 3ahl
ber gefüllten S3lumen fo, bafj Sonfelaar nach ber
britten ©eneration in ben ©tanb gefegt wart an
2fu$mdrtige baoon $u oertheilen; unter anbern nach
9)ari$ 25 ©tücf, nach ©ent ebenfooiel, unb 30
©tüd nad) 2onbon. «flach unb nadh hatte ftch bie
tfnaail ber au$gcwdf)ltef?en S3lumen oerboppelf,
— in biefem Sahre oetbreifacht. Sa bet golge wirb
man nur oon gefüllten SSlumen ©ammen nehmen,
unb bnbei bie SSlumen mit gefehlten SSlümchen
auSfonbetn, bie anfangs bei ben neuen ©eneratio;
nen häufig ootfommen, beten ^njaht {ich aber mit
jeber ©aat minberfe, fo wie bie ber ^fTanjen, welche
nur im jweiten Sabre bluteten. Sie grofje Ulniahl
bet 2fbdnberunaen mit oollfomnten gefüllten SSlu«
men, in beten SSefth man ifi, erlaubt eine fo fivenge
5öahl, unb wann auch tiefe S5lumcn feine grofje
Sflenge ©aamen liefern , fo wirb man beffen bcch
immer genug haben, um TfuSfaaten ju #croor;
bringung neuer unb oollfommner ©enerationen 511
madjen.
Sie oorjüglicbffen garbennüancen, bie Sonfe;
laat nach unb nach turdh feine TfuSfaaten in oofc
fommen gefüllten S5lumen erhielt, waren folgenbe:
1) weif mit Stofa oerwachfen; 2) blofj Sflofa; 3) ieb=
haft 9?ofa ; 4) blofj fleifdjrotb ; 5) incarnafj
6) h«W poonienroth; 7) fcbarladjrotb; 8) «innobet*
rothj 9) cocheniürothi 10) fafrangelb; 11) nelfett*
roth; 12) carminroth; 13) gldnjenb* purpurrotb;
14) fammt * purpurrotb; 15) tief amorantbfarbig;
16) bunfel * poonienroth ; 17) golbcarmeftnroth;
18) blutroth; 19) jiegelroth; 20) fammt* fthwarjroth
21) purpurfdjwarj; 22) pft'rfichblüthfarben; 23) hell
lißa; 24) lillablau; 25) lebhaft oiolett; 26) leb*
hafte Sarbe; 27) bunfel oiolett; 28) febtoarj tio=
lett; 29) blafj firohgelb; 30) bunfeljirohgelb;
31) gelb mit rothen Sianbe; 32) ochergelb; 33) afd?--
farben; 34) f>ell= rötlich * gelb ; 35) rein * oran»
geforben ; 36) orangegelb; 37) fajianiettbraun;
38) bcaunroth; 39) braun; 40) fd^warj mit
©olbglanj; 41) blau * prachtvoll ; 42) purpur*
blau. S’n biefem Sahre ftnb hierju noch folgenbe
fflüancen gefommen; 43) «insweifj; 44) weifgrau
(bie man fo wie «flr. 47., nur erfi halbgefüllt
hat); 45) litfagrau; 46) rethgrau; 47) pon-
ceau ; 48) glanjenb » caimeftnroth j 49) pur*
Sf 2
25(umiflecei*
212
yucbtau ; 50) purpurfarben mit ©olbfammt *);
51) putput mit bladem ©olb; 52) tothbtaunj
53)»iolett*carmep«tot$5 54) fchwefelgelb; 55) otans
gerotf) mit 9clt>9efrecf t ; 56) banfrt * orangefarben;
57) braunroth ; 58) braun = orangefarben ; 59) (ammt=
braun; 60) «eränbevlid? = btau.
S5ct biefcc etftoUttenSw&tbtgcn Steigerung ber
Nuancen, fann man wof)l bie unenbtichc Schöpfet*
fraft ber 9iatur, mit weichet fie unübertrefflich ihre
garten ju mifdjen weiß, «»<&t genug bewunbetn;
aber mit nichts (&0t fich Me Unruhe beS Stabers
Dergleichen, ber nicht nbfieht, wenn julefet ein Still,
ftanb biefer unerf**pfli$en &ueüe ber, oft fich ganj
entgegengefefcten lintflh einlteten »i«b. ®«nn
©onlelaat, nadjbem et bereits ein gchntaufenb
spflanjcn nad) unb nach gejogen hat, noch immer
neue Nuancen erhalt / fo W «ein ©runb ba ju jmeü
fein, baß man noch Saufenbe erhalten fonne.
©iefe Tfbänbetungcn bejiehen fich nicht immer Mop
auf bie fölume; fie erflrecfen fich aud; ÖUf bte SSldt,
ter, auf bie Sweigc, auf bie SButjeln, fo oollfom.
men, baß man biefer ^flanje ihren anfänglid)en
Srioiatnamen — bie hoUunberbldttrige (sambucifolia),
nicht länger laffen barf. Sie Blätter finb abwed)*
felnb halb ganj, halb gefranst, glatt ober runjlig,
bie groeige unb S3lattfd)eiben finb ohne Untecfcbieb
bunn ober bic!, lang ober fur5, jufammengebrüeft,
ober runb u. f. unb in biefer £infid)t «erhält fid)
biefe ^flanje, wie bie Kartoffel, «on bet mir auch
*) ®iefe fcf)&rtc «Blume jeigt als Äno«pe eine prad)trolle
©olbfarbe. 3>ie Ciebhiabcr nannten he »an £ulrem,
nach bem SSibliothelar tiefes «KamenS , ju Srüffet,
ber bie S>at)lia hach Belgien brachte.
gefehen hafon > t#ie Me abänbert, fich «etbop;
pelt, bie SBurjeln alle 2(rten gotmen annehmen,
fich anbere färben unb einen anbern @efd)macf be*
fommen.
Sie 2lrt ber Sahlia, bie Pinnata genannt wirb,
hat faft gar feine SSetwanblung ber 2lrt erlitten.
Sic gultur h^te, fo ju fagen, feinen weiteren Sin*
fing auf fie, alS ihre ponceautothe garte ju «er»
ftärfen, unb fie hat fid; in biefer 2Crt burd;auS, wie
bie Rosa austriaca, beren garbe aud) ponceau tff,
«erhalten. SSeibe spflanjen haben baS gigemhüm*
lidje mit einanbet gemein, auf «erfdjiebenen 2(eften
halb rotl;c balb gelbe S5lumcn ju tragen, als ob
ihre eigcnthümlichc garbe geneigt märe fid; in biefe
beiben ©ntnbfaiben ihres GoloritS $u theilen, ober
bie eine ba«on su jetflteuen. 5Benn gelbe Slumen
et fd; einen , fo ijl eS nicht immer gewiß, ob auch
rothe auf bem nämlichen 3weige treiben werben,
^err «an Soren hat inbeffen aus einem wilben
Srieb eine Varietät ber Sahlia geigen , bie fich i«
nichts alS in ber ©roße bet Blume «eränbert hat,
bie um baS Sreifadje an Umfang xugenommen hat.
gine wunbetfdjone SSarietät!
SaS Streben bet £al)tta abjuänbetn ift fo fon*
betbar, baß, wenn ber Saame bet «ergebenen
©orten getrennt unb cinjeln gefäet wirb, bie blaffe«
garben opvjugS weife unb tm größten Ueberfiuffe tiefe
garten geben, 3wergpflanjett hob? S ätgel unb fo
umgefehrt het«otbri»gen , ebenfo «erhält eS fid) mit
ben «glattem, worin bie pinnata unb sambuci-
folia in bet gorm mit einanbet wedf ln; bie garbe
bet «glätter gebt oft aus bem © Iben in’S 2iefg üne
über, bie «ßkrjeln lang unb (d;mächtig, weiben furj
Blum
unb bicf — cbm alg ob butdbauS bag ©egentheil
»on bcm wag fruljec war ©tatt ftnben müfjte.
3ßaf>cfcf?cinltcf> ober ift biefe Unbefiänbigfeit nur
jungen *PfIanjen eigen unb »erliert fid; in unfern
©egenben, wenn biefe alter werben, too fie bann meh»
bei berfelben gorm bleiben,
©in Siebbober ju Stöffel, bem feine (Sulfur*
metbobe fremb iji, hatte füh, feitoem bie Sflethobe
bet ©rjiehung her Da£)lia aug ©aamen, befannt
worben war, mit ähnlichen Serfuchen befdjäftigf,
cbenfo ein anberer erfahrener Sotanifer bafelbfh
Seite wollten garbenabänöerungen, unb wo moglid;
gefüllte Slumen stehen, aber blop in ber erfiern
«^infidjt waren ihre Semül;ungen »on einigem ©r*
folg. SSahrfdjeinfidh rührte cg bähet, tag fie bie
©aamen immer mietet »on ber etfien 5D?uf terpfTan^e,
anfiatt »on ber neuen ©eneration genommen hotten.
25a« ifi eben bag ©igeite ber Abänbetungen, bafj fie
fich in wenig fProbuftionen anfünbigen , aber biefe
mit ben mcrftuürbigfien ©onberbarfeitm, befonberg
in $inficbt ber formen beg'eiten. Nad; unb nach
»erminberf ftdj ba» einzelne ©onberbare unb in bem=
felben Serhältnijj »ermehrt fich nun bag Allgemeine
ber Abänberung , big fie auf ben $unft gelangt,
woburch baä immer neu £in$ugefommene jule^t aU
leg abgednbert unb »ergeben erfcheint. ©o haben
ftch ung bie 3?ofen unb bie Dbjiforten bargefiellf,
fo fleht © o n f e l a a r jefct bie Dahlien fich ent*
wicfeln,
Sflit biefer geht eg wie mit ben Kartoffeln,
ben Nofen, ben Sbjiforten unb allem, wag abdn*
bert; nie erzeugt fich bag dämliche wiebet, unb wag
einmal an Sarietätcn »ecloren gieng, iji unwieber*
i fi c r c i. 213
bringlich bafjtm Unter ben unzähligen Abänberun*
gen ber Kartoffeln, womit wir burdh bie Augfaat
ber ©aamen bereichert worben ft'nb , unter ben Sau*
fenben »on Dbjiforten unb Dfofen bie unrere ©ultut
her»orbtingt unb bie anberwartg baburch besorge*
bracht würben; fo weit wir fie haben »erfolgen
fonnen, haben wir nie bemerft, tajj 2 gan; gleite
Grjeitgniffe erfchienen waren ; wenn eg auch einige
Näherungen unter ben Knollen, ben Slumen ober
ben fruchten gab, fo seigten hoch bie Slätter ober
anbere Sheile grefjete ober geringere Abweichungen.
©0 hot man bet ber Dafjlia bemerft, bap bie Sa*
tietdten um fo mehr im Sau, in gönn unb garbe
ber Slätter, ber SBurjeln — abwetchen, jemchr fie
fiel) burch gorm unb garbe bet Slurne einanber
nähern.
Donfelaat hot bemerft, bap bei groferer 3u*
nähme ber Anjahl bet ©cncrationen, um fo mehr
auch bie3ahl betgwergpflanjen fiieg, in biefem Niaafje
and; ber SRetchlhum ber Slumen wudjg, unb ihre
Sluthejeit früher cintrat. ©r ifi je|t im Seftfc ei*
net ziemlichen Anzahl ^Tanzen, welche ffd> alle nicht
über i-I gup^ohe erheben unb hot felbff in biefem,
ben frühzeitig bluhenben ©emädjlen gcwijj nicht gün*
pigen, 5af)re, feine Dahlien »om Anfang Siuliug an,
fcfj ort in Slutlje gefeh-en, fiatt, bap fonfi unb noch
iefct bie evften SKutterpfüwjen gewöhnlich im £>cto=
ber blühen.
©g hot ftd; alfo bei biefer ^flanje eine fefie
Siegel bewährt, bie wir fchon bei ben fortgefehtejt
©enerationen ber 9iofen unb ber £>bjiforten aufge*
funben unb ebenfo, nach unfern ©rfabrungen, bei
bet gottpflansung ber Nelfen unb Pulpen burch
©««mm «tarnt »otoi. ®U »««<*> man
anietam», !cr »oa «tt« 8»«tt«tP?*W 9«’
„omn-.can.atle, ecS.SK, (!«»<»'»«'» b,i **'<«““*'
bie man non gaacntn bet iinefcn Senetalicm ec
|i{^. Wet^e weit wehe »ijat&en geben, al$ jene,
bie' mit regelmäßige 23lumen liefern, ©ie nämlich*
^Beobachtung gilt non ben Stofen unb ©bftforten.
254 bi« ©atslien fo halb auf einen folgen Grab bec
SSoüfommenheit gelangt {mb» fommt wohl bal)er,
tafj fowof)l baä- Sä^r etfrer HuSfaat bet S5lutl)e unb
bet tfuSbilbung beS ©aatnen« gunftig war, als auch
ta^ bie Generationen ffd> in ben folgenben Sagten
fd)RcU oermebtten. ©ie Stofen neuet Srjeugung finb
febon um $ (dix septieme) ihrer fBlüt^ejeit norge»
rudt, benn e$ giebt niete. M« fca* “W* Saf)C
nad) bet ttuSfaat blühen unb bei nieten Sbflforten
l)lU man bemerft, baß He f^on im brüten Satire
tragen.
Sie crfle tfuSfaat ber ©a&Iia gab feine W*“'
jen. bie nor bem ^weiten Sabre blühten; mehrere
jeigten fich etjl im brüten ober nierten Sabre, unb
niete blül;ten gar nicht, tlud) je|t erhalt man noch
tneld)«, bie erft im brüten ober nierten Sabre blu»
ben, biefe tnerben jebod) gleich im erften Sabre ent,
fernt, um nicht ben hinter über, mit ber erbat*
tung einer ^flanje, bie fo wenig Hoffnung giebt,
[ich &u bemühen.
Sa ich inbeffen beobachtet batte, baß unter ben
IKofcn fotnobl, at® unter ben ©bfifotlen, biejenigen,
bie fich am fp&tcficn jeigen, bei einer gleichförmigen
neuen Generation, faft ohne 3fu?nabme barin am
frudjtbatften finb, fo bat Sonfelaar fich entfchlof«
fen, alle jut Slatb« fommen ju taffen, wenn fich
nid;t etwa welche bacuntcr finben füllten, bie wie
manche Kartoffeln , burchauS nie blühen.
J e * * t.
© onfelaar, bet mit ber ®ef<tm«nth*it ber Sieh*
habet el als Gewinn anjreht, wenn eine Wan je,
bie bureb ihre $obe bem Jfuge b?$ SBefäauer« ihre
SSlume entsteht, einen niebeigen 23ud)$ erhalt, —
bat eS oorgejogen, nur oon Swergpflanjen ©aamen
ju nehmen, ©ie welche ec gesogen bat, haben auch
wirf lid) in 2lnfebung bc3 Umfangß bcc 23latfer unb
be8 Stangelö verloren, boeb — ein glircf liefet Um*
jjanj)! — nur unmerflich in Ufnfebung bet Große
bet 58 turne.
Sie tfbdnberung, bie, im üatatog, aW — gtan*
jenb putputbraun aufgefübrt ijf, halt nur 2 guß
^obe unb mad)t butch ben 9?eid)tbum unb ben Glans
ihrer Sälumen einen außcrorbentlid)en Gffeft. 3bte
Sldtet haben eben fo an «Breite oerloten, wie bet
Stängel an £obe, unb gleichen mehr bet ©pecie§
Pinnata al8 ber Samhucifolia. ©ie «Pflanze ift
überhaupt burd) bie tfbunberung jwetgartig gewot*
ben, ftatt 6 — 7» betragt ihre £obe nur 3 ober
4 guß, unb jum Grfab tiefe® »Klüfte« ift ber Um*
fang bec 23lume um baö ©oppelte vergrößert.
ffijitt man ©ablien au« ©aamen sieben, fo
fdet man biefen entwebet in baö SJliftbeet, unb jwat
im Stars; ober in’s greie, unb bann im 23t ai. ©ie
äpflanje treibt halb, unb nach »erlauf von 4 23to*
na;cn ift pe hinlänglich entwitfclt, um s« blühen.
53tan vetfefct im 2Jtai, ober eher, wenn eö bie 2Bit*
terung ertaubt, bie unter ben genjtern gesogenen —
unb laßt bie in’® gteie gefdeten flehen; biefe blühen
nicht rot Gnbe Septembers; bie anberen fdjon im
2fuguft. «Rieht ade seiflen fich Sl«ich im erften Sabre,
befonberS ton benen, welche auf ihrem 9>ta&e ftehen
geblieben finb. Äein Äorn sogert im keimen, u-.b
nur wenige bleiben ganj juruef. ©ie ©ah Ha, ba
fie für unfet ^lima eine ^crbfipflans« ift»
93 I « m i ft c v c i.
SSldtter nicht vertieren , fie negetirt bis in ben 5Bin*
ter unb bie grSfte tobten fte. S« £opfe gepfTanjf,
um nach unb nad) in baS ©faS^auö gebraut wer»
ben ju fonnen, unb im temperirten ©eroächSbaufe,
erhält man bod? bie Segetaticn nie fanget, als bis
in bie erjlen Sage beS SebruarS.
Sei ben erften Säften, unb ehe bet Sobett febt
banon getroffen wirb, nimmt man ben ©tdngel ab»
wobei man jeboeb ©orge tragen muf, if>n nicht non
ben Söitrjeln abjttreifen; ju bem ©nbe fdjneibet man
if>n baumenbreit über ber ©rbe ab, bann fc^afft man
biefe weg, wobei man in 2fcf;t ju nehmen bat» bnf
bie jarten SerbinbungStnurzcln nid)t abreifen unb
um biefem zunorzuFommen, f)e5t man bie SSurjeltt
mit einem breiten ©rabfebeit non allen ©eiten unb
inbem man öfterer nerfuebt, ob bet Soben folgt,
bebt man ben Sailen nidjt eher b«auS, als bis alles
tingSberum loS ifT. £>ie 3fnjabl ber SSBurjelfnollen
in mehreren Sarietäten iff fcfjr grof. 5Benn bie
Pflanze fo {^ausgenommen ijt, fo bringt man fte
«tt einen froflfreten £)rt, wo fte auSfebwifcen bann,
unb bann in einen troefnen .Seiler, wo man fte mit
©anb ober mit gebraud)ter ©crbcrlofje bebeeft. £5aS
©anze wirb bann in frifdjen Sbon gebullt unb nur
ber obere Sbeit bleibt frei. 3m grübjabre, wenn
feine $rofle mehr ju furdjten ftnb, bei unS etwa ju
©nbe tfprilS, fe|t man bie ^flatije wieber in’S greie,
ÄI5
enfweber ganz» wenn man gvofe Süfdje haben will,
ober inbem man fte in einzelne bewurzelte ©proffen
(eclats) tbeilt, benn ein einjiner Söurzelfnolien,
ohne einen Sbetl beS ©tängels, ber oberhalb beS un»
terflen ÄnotenS abgefdjnitten fepn muf, treibt nicht
unb gebt oerloren; bef wegen ift eS aud> wichtig, bie
©fanget nicht bidjjt über ber SSurjel abzufebneiben.
©ine wol; Ibewurzelte 9>fTan^e laft ftd? in 60 ober mehr
ilbleger tbeilen.
2??an vermehrt bie Sablia enbltd) auch noch turd»
©tecFlinge, unb nach biefer 37?ctbobe liefert fte noch
im nämlichen 3al)tw Slumen, befonberS wenn man
bie ©tetflinge zeitig abivmmt, unb im SKifibeet treibt.
9flan nimmt ju biefem ©ntjWecf bie ©chnittiinge nom
©toef, wenn tiefer tie^obe non r ober ij guf er*
reicht bat, man fchneibet ben ©tdttgel oberhalb beS
tiefflen ünofenS ab, unb tbeilt ihn bann in fo niel
Sbeile, alS er giebt, beren jeber 2 Änoten erhält,
wonon ber eine bie SBurzel bet anbete ben ©tängcl
treibt. Sßenn biefe ©tetflinge nid;t gleich an einen
beffimmten *p(afj gepflanzt werben, fo muf man fte
nerfe&en, fobalb fe angefdjlagen ftnb.
23ir werben in ber golge mehr über bie Ser»
fudje in ©ulfur biefer Pflanze liefern, unb fobalb
unS etwas 5Bid)tigeS unb fJfeucS banon norfommt, es
ben ©artenliebbabern, benen es non Sntereffe fern
fann, mittfjeilen.
216
g:veib= unb ©ewdcJ)§t)öuS s@drtnerei.
ttub s 0 tcü
i;
eine nocf) tmbelannfe Xvf, wohnte«*
«Melonen gu cvjie^en.
Uctec Melonen jud)t n?urt>e , feitbem matt
biefe fel)t angenehme, faft«id>e unb ffifttenbe gcut&t
in Seutfd)lanb fennt unb cultitiirt, unb befonber«
int füblidjen Sb««!« f«b* *>ocl> ffM1' b?m $>uMlEum
fo viel geteert, unterweifenb unb aufmunternb mit*
geteilt, bajj man in unfern Seit billig follt? an*
nehmen burfett : bienten batüber fn;en gefd)loffen.
2^icfc6 ifl nun freilief) tvof)l in bem unermeßlichen
gelte bd SfBiffcn«, nod) nie ber gall geroefen, unb
tvitb e« Ciud) nie »erben, benn einen gewiffen $unft
ter SSßllfommcnbeit erreicht , unb größere Erfenntnijj
erlangt, öffnet fid) nid)t nur ben SSlicfen, fonbern
aud) neuen gorfdjungen, eine ftifdje S5af)n, bie int*
roerwäbrenb au«gcbebnter erf^eint, je mehr Äraft
unb Energie man bat, fid) bem bclohnenben SBeitcr*
öcf,en immer mieber auf’« neue ju unteren, ©ec
gorfd;er, rocldjcr unermubet fortfdjreitet, unb nad)
giüdlidjcr Uebetroinbung einer ©djrcierigfeit ober ei*
ne« 3»eifel«, aufgemuntert nod) ^ofjer ju fontmen,
unb tiefer in bie unüberfel)baten gunbgruben ber
Statur einsubringen trad)let, wirb oon 3lugenblicf ju
tfugenfclicf mehr gewahr, wie fef>r er botf>ergef)enb
irrte, wenn et glaubte, ben m6glid)fien b^en ®tab
ber Erfenntnifj unb Erfahrung gemacht 5u haben,
unb un»ibcrffef)lid) rnitb fid) ihm ber©ebanfe aufbnn* •
gen, baß bie Erweiterungen in feinem fBSiffcn wof)t
fo fortgeben mochten, bi« in alle ©wiafeit. 2Bte et*
fcculicf) biefe« fftc benjenigen ifl, welcher feine Äennt*
ntffe burd) fortgebenbe «Beobachtungen 5u erweitern
ful)t, ifl nur tiefem uergonnt cinjufeben, unb nur
für ibn einer ber unfdjulbigjten , vcinflen unb
fien ©enfijfe, w&brenbbem ber an «ßorurtbetlen fle*
benbe, an abgebrochen Ovegeln bangenbe unb me*
djanif d) Tfrbeitenbe , in bumpfen ^inffreben feine
SSaf^n ungerührt fortgebt unb ba« Siel f*incr ®uns
febe, in ber tfuflofung feiner förperlidjen 9«affe uer«
mutbet.
in ber Euttur bet Melonen immer noch
nicht Um erreicht ifl, wa« ju »ünfeben fleht, wirb
man bei nietet Unterfud)ung Uid>t unb auffaltenb
ucrficbert, fo, baß ich biefen auf uicljabrige eigene
S5eobad;tungen unb oielfeitige Erfahrungen gegrün*
beten Jfuffab, - ben «Begleichungen mit ben oft
S»ecf müßigen, mitunter auch bem 3wecfe ganj ent*
gegenlaufenben «Behausungen emberer Eultioateuv«
entgehen, - wohl nod) an bi? anbern
Steift = unb ©ett)dcI;SI;öu§ = ®artnereL
fc&on in feiern Srahrgdngen biefeö Sflagagir.S aufs
gtfMten anmfjen, unb hier folgen laffen barf.
Unfete p-raftifchett ©drtnec tjaben eS great in
erjielung biefer föjHichen grucht gum graten Sf)eit
fefjc weit gebraut, unb biefeö ©ft ohne es ju tniffen
unb buret> 3ufatt, weil man in bec gereof>nlichen Art
fie gu jiefjen, giemlich einen- unb benfelben 5Beg ein*
fcf)tdgt. £5aS getüofjnlicfje Siel für fie ifi : bie et=
forbertictjen grüßte für bie $ercfchaft gu fcfjaffen unb
burcf) anfefmticfje ©töfje betfelbe», eines Stjciis Be»
wunberung , unb anbecnlf)eilS äufriebenheit gu et--
en. Bei ben $anbeISgdtfnern ifi gro§e Angahl
unb auffallenbe Störfe baS 3»l; worauf fie fpefu»
lieren, weit hiervon ihre beffere Epifieng unb gtöfjete
Einnahme abhangt. Befonbere 2iebf)aber, welche fic^
fiu§ Bergnügen bet Angucht unterwerfen, vereinigen
hiermit aber noch einen f>of )en ©rab von SOBohlge»
fdjmacE, bec aber für fre oft unerreicht bleibt, weit
fie weniger Erfahrungen machen fonnten, unb grö&,
tentheits nach eigenen Sbeen verfahren, mitunter auch
fchrifttiche Unterweifungen gu £ütfe nehmen müffen,
unter wetten fie aus bem angegebenen ©runbe nicht
fetten fatfch wehten, unb vorg.üglich bas nothwen*
bigfie oft nur gang furg berührte, wovon mitunter
fehr viel abhangt, nicht in Betrachtung ober in ge,
hörigen Anftfjlag bringen, auch wol)l gar unrichtig
»erflehen, noch »klfattiger falfch anreenben,
Serjenfge, welcher A M gu erjlreben fucht,
was nur burch forgfattige pflege, ober burch ein
«nb baS anbete Mittel erreidjt werben fann, h<tt
aber einen auSgegeidjneten unb ein ferntiegcn,
bereS 3ieC. ©eine (Sorge fangt mit bem S^ijibeet*
graben an, unb hört bet- bemfetben er fl wtcbrt auf,
gortf. bes A, £. ©avt.SKagag, V, SSb, <5, 6t, 1811.
bem bie Sie fe unb Breite bec SDiifigtube, ber !0?ifl,
bie 2fct ihn eingufegen, bie beffere Einrichtung ber
Mafien mit ihren genjiecn, baS befonbere Berfahren
bei Aufhellung unb Uebertegung ber beiben testen, bi«
Ausfüllung mit Erbe, bie Auswahl biefer fetbfl, ihre
Angucht, AnpfTangung , Behanblung im Begiefen,
Auflocfern, Scheiben, Süftert , £)ecfen, Unterlegen
unb Abnehmen ber grüßte, bie A6rdumung ber
Beete, Ausleerung bec ©tube, unb Berbcffetung ber
Erbe gut neuen Anlage: alle biefe Unternehmungen,
Unterhaltungen , unb welche Benennung man ben
verriebenen Berrichtungen geben mag, wollen ge»
hörig berüchtigt fepn, wenn man beS Erfolgs
getvi^ fepn will, unb ben wahren 3wccf gu er,
reichen hefff*
Bon einer gang voßfommcn guten SJlelcne (feie
hier nur in Anfprucf) fommen fann) wirb erfoc*
bert, bah fie» aufjer einem frönen Anfehn, fo*
wohl in gorm als garbe, bas Auge genügenb be*
fciebigt, 5öeiter ihre gehörige S?eife |at, bie fchrecr
gu ecfennen ifi, ba bec Seitpunft ihrer Abnahme
webet übereilt nodh verfpdtet werben batf, weit bie
befonbere Barietät von bec anbern oft metflich ab*
weiiht, unb fetten ber rechte fPunft getroffen wirb.
Ein angenehmer feiner, angiehenber, aromatifchec
©etuch, bec bei gu früher Abnahme, ober bei ver*
fpdteter-, verliert. Eine auffallenbe gefiigfeit, £ät te
unb Schwere im Anfühlen unb Aufheben. 9?oeh
weit nöthiger ifl aber bei einer — eigentlich nichts
fagen reeßenben ©refe, angenehmen Umfangs, —
ein gang vorgügtich guter ©efchmaef, bei welchem
«Sühigfeit unb eine Sülle von Saft verheerten mu^
SiefeS gu erreichen, bah'» 3fht «Ae« Streben, «nb
mup nothtvenbig bacauf gerichtet fepn, Ein reafti*
SSveib- uub ©btt>dcf)äf)au§ - ©avfnetei.
2t8
Sec fab et ©efcbmacf, mit wenigem an^iehenben ©e*
tudje, weiset dm hdufigften «jielt wirb: ift fetbft
nlsbann nichts lobenswerte« , wenn gleid) fcf>r be=
merfbate ©rö^e n. f- w. bamit vergefeUfcbaftet finb.
Sd) will nun 8eigen, wie man fiel) benehmen unb
verbauen mufi , um ba$ Sbeal, eine woblfcbmecfenbe
grudjt ju befommen; auerfl aber über bie oerfc^ie»
benen Arten unb Abarten ber befannten Melonen
ein «Wabere« fagen.
Obgleich eine unuberfel)bare Anjabl vsn Ab*
unb Spielarten cpifiirt, bie in jebem 3teid>e, in jeber
<pr0vinj, in jeber Stabt, ja felbjt in bem fleinften
©drtdjen, wofelbft mehrere vetfebiebene Arten auf
befdjranftem 9faume gezogen werben, burd) wed)fet*
feitige «Befruchtung aUjabtüch neeb Buwad)« erbat*
ten, fo ifl baruntet boeb immer nur ein geringerer
Sbeit, non entfpredjenbec «8or$ügticbfeit. £iefe nahm*
baft }U machen, ift eine Arbeit ebne alle« SSerbienjt,
benn wie fie fennbar befebreiben? 3d) wag unb
fann mich biefec Arbeit nicht untergeben, weit man,
ebne ungerecht fepn ju wollen, mit jebem Augen*
fctiefe wiebertauft, unb baburd) gar feinen Stufeen
besweeft. Seitbcm bie vetfebiebenen #eere, mit
Siebbabern non Melonen an ber @pi&e, aueb Sem
ner unter ficb jdblenb, bie wdrmere ^roninjen granf.
teid)t!, felbft 3taüen unb Spanien, burebjogen ober
boeb wobt betraten, W ficb manche« Sortiment um
ferö «BaterlanbeS, bureb non bort bejogene Sdmereten
biefet gruebt, erweitert unb bereichert. ©3 ttf obe*
auch nicht ju tdugnen , ba& auch gewöhnliche gan*
fd>tedjte mit unterliefen, wetdje« tfjettö im SSetruge
an Ort unb Steile, anbern 3&eü« in befonbeter um
jeitiger «öotliebe für alle« grembartige feinen ©runb
bat. SBet nicht ju noreilig war, unb al« Senner,
Saamen non felbftgenoffenen grüd)ten , bie man bort
um bie geringen greife, wie bintdngtidj befannt ift,
mit leichter SRfih« «tfjalten fann , auffammelte unb
fo auf eigenen SSoben uerpflanjte : bet mag wobt
feine SDtelonerie am beften nerebett bfl*m\ 200 at>ec
biefe fteefen mögen, fann fo leicht nicht auSgemittelt
werben, unb wirb «ft in ber nödjften Bufunft für ba«
Allgemeine non 9?ubcn fepn.
Alte Anfdufe non folgen Sämereien taugen
turtyauS nicht«, benn auch bei ben betonen be*
wahrt ficb ba« befannte ©efefc, wonach jt<h bie fcbleth*
tern ©eivöcbfe, bie unwertbern ^flnnjcn, am leichte*
ften unb vielfältigen nermebren, ynb folglich für
ten Saamenbanbel ben grölen ©ewinn erwarten
taffen. 2Bet fann ben fernen anfeben, wie alt fte
finb, unb wer will bei’m Anfcbauen berfelben not*
berfagen, welche gruebt fie bringen? ©in vortreffliche«
Mittel, ben möglichen Setrug ju untetflühen; benn
von bem Sern bi« jur gruebt, ift oft nod) ein be*
beutenber Bwifcbenraum , bet alte mögliche AuSteben
juidft, unb «Raum genug barbietet, für noch anbere
gleichet SBichtigfeit, bie in ber Witterung ober S3e*
banblungöart ju fudjen finb.
Am beften ©ut man, wenn c« möglich ift, bie
notbwenbigen Saamen au« grofjen SRetonerien am
febnlicber faiferlicber, föniglicber ober für jtlicher ®drl*
nereien 5u bejieben, in welchen eö burebau« fein
fBetluft ift, idtjrlid) einem ober bem anbern auSju*
helfen hiermit foll aber nicht bie «Behauptung auf»
gefteüt werben, bafi gerabe nur hi» bie vorjüglichern
ju finben wdren, uein, nur einet beffern Auöivabl
tarf man gewdrtig fepn. SSiele £ui>enbc fcblechter
Porten laufen in grofen Sammlungen mitunter.
»KW* tinb ®en>dchS&au$ = (Sdtfnerei.
bi« oon ben ©drtnern au« manchen, eigentlich um
bebeutenben, Urfacben Heber geaogen werben, a!6 an»
bm oon befferer Qualität. Sie (Sine hangt ftd& ooller,
bie Rubere bringt größere grüßte, bie Srifte tragt
gern jateimat # ttnb welche bie Urfachen atfe f(pR
mögen, welche benfdben ben «Botrang oor wirflich
oorjüglic&ern giebt, ohne bie Qualität in «Betrag»
tung au sieben. «Sflan meint, Sucfer mache alte«
gut, unb fahrt fo feit unbenflichen feiten fort, bie
fieineren aber weit oortrefflicheren, anbetn nur burch
«uffaflenbe ©tope ftd> au«aeicfmenben üorauatehen,
»eil ein gndbtgec SSlicf alle« baSjcnrge »ergeben
mad)t, wa« ofjrtebfe^ ja bod? bec £err nur enlbch»
ren muffe,
5CBir haben, wie fcfjon gefagt würbe, eine un=
idblicbe Sflenge 2fb = unb Spielarten, unter ben oft
»iberjtnnigffen tarnen. 3$ fenne eine grofe
Sammlung, bie in frühem fahren oon einem $ol»
Idnbifchen ©dritter — ber im Sienpe eine« Seutfätn
gürffen blo^ aur «Iflelonenaucht angeffelft war — fam-
meinb angejchaft würben. g« ffnben ftch in biefem
Sortiment, oon mehreren £unbcrt sflumern, man--
che Ioben«werthe ©orten, aber jurn Sljeil unter fort,
berbaren «Benennungen. Sener ©drtner nahm e«
«I« reiner kräftiger nicht fo genau, mit bm «8e»
nennungen; fonbern fah mehr auf innere ©üte ber
gruchte, welche freifich, wie wir alfe wiffen, in einem
rauhen Sanbe unb wa« begleichen mehr ijf, gar
leicht, wenigen* hoch nm «Bof)tgefchm«cfe oerlteren.
Sefhalb ft r. bet man feine angenommene tarnen,
nicht fpjfematifch genau, fonbern ungefähr: S^eione
»on Heer van Hogendorp; 2». Oon Commis Fa-
gel; M. van de Haarlemer Duc; M. van de
Meer van Hoy; M. van de H. Alt; M. van de
H. Kleipfort; Mr uit Adrianopel; M. uit Por¬
tugal etc.
2Bic mögen ein «Buch in bie #anb nehmen,
welche« e« auch iff; fo werben wir, fobalb bie 3?ebe
oon Sflelonen i(l, bie grofjte Unbef?immtf)eit ft'nben.
Sie neuern ©chriftffelfer ftnb barin nicht oiet beffer
at« bie altern, unb deinem ifi barum au thun,
Äiarheit in bie Sache ju bringen. «flicht« mochte
aber auch im 9)flanjenreiche fchwieriger au«aufüf)ren
fepn, al« eine Sflonographie ber «JJMonen, unb nicht«
unbanfbarer al« bie Unternehmung einer folcfjen 2fr»
beit. 2fn biefer Srbnung, fte beffefje ober nicht,
fann Dem gceunbe ber «JfleIonefn wenig ober gar nicht
gelegen ferm, fobalb er fofche ©orten culttoirt, bie
ihn in ^inftdjt auf guten ©efdjmaef oolltg befrtebtV
gen. «Ber aber erfi fucfjt folgt ja ftnben, für ben
ift’« hochß unangenehm, wenn er feine 2fu«wege ftef)f,
bie ihm Sicherheit gewahren. «Bie fott er ftch jum
23eifpiel bie fo befannte frühe 8?omana befchreiben;
woher bie achte erhalten, ba man ber 2fbarten fo
oiele l;at? 3ßer ift ihm S3ürgc, baf er anffatt bie»
fee eine ganj anbere befommt, welche au« Unwiffen»
h«it jenen «flatmn befam? — £ier bleibt nid;f«
übrig al« immerwdhrenb anaufgaffen, bie bejfen ba»
oon erhalten, unb bie geringem au«gehen $u [affen.
5Ber in einer ©tabt wohnt, jufdaig ober für be*
flimmt, — ber fann burch ben 2fnfauf oon grüßten,
fchon leichter au guten ©orten fommen, weil er hier
neben ter eigenen SBerfpeifung, welche ihn ben oor»
jüglichern ©efgmacf oerbürgt, augleig auch bie
Äerne ft eher befommt. Seichter ifi’« ben ©drtnern
oon Sfletier, wenn fte auf Jfleifen tn ba« fübligere
granfreich, wa« freilidfj aufjerfr feiten gefchieht, ferm»
mein wa« ju befommen ifl unb fte nadh unb nach
greift- ttnb ®cn>ad)^au§r ®5tfw«cf.
22®
ttUbft au«merjMt. Sa aber bief* *0lt 9at
feinem eigentlichen »elange für einen folgen pnb,
fo gedieht bte ©ammlung »eit leichter, in Den fehon
eben bemerken größer« ©Moiieti»» , unb tuvd,
freunbfehaftlichen Saufd, otfet 2JUtti>eilung. 3» an
fflim aber eine fet>c gute 2lrt bekommen, unb tu
wenigen Sagten ifl fte burch unpecfmaßige Gultur,
Jjuvd) Anpflanzung unter einen nidjt jufprechenben
#immcl«ftri<h u. f. w., gtojli# «ertaufcn, unb fW
•in feiner ßigenfchaft ber utfptüngltchen mehr d^nlicb-
SBcr tiefe« lebte Unglucf t)flt , muß eS jum ernten
©tubium machen, bie paffenbe ©rba*t unb Serpfle,
gung oufjuftnben, um bafjelbe Siel ju erregen, wa*
man (ich auf wrt*eifcafl*t gelegenen giften oot*
ftebft, unb weldu« nach unb nad) ebenfowol)l ju er;
fangen ifl, ©etulb unb 5»ad)benfen ttjut hier baß
®efl«, ba erfiere aber ju leicht ermubet mich, unb
2fu«bauet oft mit ju ben frommen SBunfchen gehört,
fo wirb nid;t fette« b«r J»af>W 3»«« Mnjeitig
»erfef)lt.
Sn ber ftrengbotanifch eu ©eit, gehören
bie betonen unter zwei »erfchiebene ©cnera: al« «n
3ucfer * Melonen, unb ffiaffer Melonen.
Sn Linnee’s Species plantarum, Edition Will-
denow finben wie bie erfte Tom. IV. Pars I-
Classis XXI. Ordo. VIII. Genus 1741, Species
g, ohne alle SSarietöten unter bem tarnen Cucu¬
mis Melo, O SWelonengurfe , Habitat in Cal-
mucchia, aufgenommen. Sie Streite jut felbigen
€taffe gehörenb Genus 1740, Species 12 , unter
Cucurbita Gitrullus , © «ffiaffermelcnen Äurbi«,
habitat in Apulia , Calabria et Sicilia. —
£)iefe* h«t feine ganz unlaugbare Slichtigfett. —
£>ie Partner nehmen fie jufammen, uttb unter*
fcheiben fie nur burch bie jufammwgefetfen SSorter
.gutfer* unb SB «ff et * «Melonen. Sie Stufet*
melonen werben wiebec ein geth eilt in Melonen
unb Gantaloupen. Sie weniger juoerlafftgen
Unterabtheilungen beiber, beftehen in gtü$ = unb
©patfmchten , unb biefe werben wieber auf jutjec*
Ififfigere 2£rt ber nerfd)iebenen garbe bc« gleifdjcß
unterworfen , at« : mit t 0 t h e m , gelben,
weifen unb grünen gleite. Sie äußerlich««
.frennjeidjen befielen in bet gorrn, alßc lang,
tunb, platt, gcbrucft u. f.w., in ber ©eftalt,
alß : genest, b e ft r i cf t , glatt, rauh» 9 Ce
j a cf t , geftreift, gefurcht, grün, gelbu.f.W.
2lud) werben bie ©aamen, unb biefeß mcht mit
Unrecht, jur nahem (Stfennung jugezogen.
garbe unb ©röße allein fönnen aber h‘« nur m
2lnfprud) geuommen werten. ©3 hei^t taher: mit
weißen, gelben, großen, fteinen, platten
unb erhabenen fernen. — Sie SBafferme--
Ionen beftehen auß weit weniger SSarietdten unb
unterfdjeiben fid) ftinfichtli« ihm grüßte, bloß burch
rotheß, grüne« unb weiße« gleifch; burch
f d) t» a r j e unb 9‘lfee ©aamenferne, unb in $«u
ficht berSÖlatter, burch größere ober fleinete 2appm,
S5ei SSefchteifcungen einzelner Stibivibwm eine«
zahlreichen Sortiment«, fann man mit S5erucffid)tt*
gung bet foeben genannten charafteriftifdjen 2lu«=
brüefe unb Gigenfchaft« * SSefiimmungen, fo auß*
fühtlich bezeichnen, baß mit Suzieh«n9 mancher ©m*
jetnheiten unb befonberer 5fu«5ei<hnungen in ben
ffllöttem, unb ©efdjmacf ber grüd)te, welcher bem
©efichtßfmae nach, in oberflächlicher «Betrachtung
einer nahe oerwanbten ©orte abgehen, bie oerfd>ie*
benen grüßte fo genau bezeichnen, baß fie f«h«
22!
5£i'ett> i unb ©eii'dcfjS^auS r
4U erftmim ftnb. Vrittgt man fit zu gleitet Bett,
in £inftd)t auf innere ©ftte, unb Vorjug im Anbauc
«ocb in frefonbetc Unterabtheilmtgen, burch welche
inan fid) leicht überzeugen fann, tx>etcf>c man norzu*
Stehen ober nachzufefcen hat, fo wirb eS nidrjt fchwer,
Verwechfelungen mit Icidjtec V?üf)e burch bie £ü(fe
eines ffefcenben VerzeichnifieS gänzlich ju entgehn,
Sn £inftd)t auf größere Vorzügtichfcit bee
gcud)te, ift’S alletbingS nicht ganz einerlei, wetdje
©orte man anbauet. 25od) fonnen wir eben fo ftdje-t
annehmen, ba$ in biefet p^pftfc^cn ©efd>macfsfad)e,
bei jebem befonbern Snbioibuum, unb nach jebem
beabsichtigten 3wecfe, gleichwohl bie auffallenbffe Ver*
fd)iebenf)eit fjcccfcf>t. £)a aber wie bei allen ©adfyen,
fowobt beS djibetifcben als p^pfffdje« ©efchmacfs,
ein ober bee anbere Vorjug notherrfchenb, unb im
Allgemeinen als 9?o:m angenommen iftj fo lafjt ftd?
leicht begreifen, wie man auch h»ec eine allgemein
gültige Siegel angenommen i)at, bie in ber witflich
gtofevn Vorzüglichfeit beS-@ef<hmacfS begrunbet ift,
unb felblf bemjenigen eben fo fef>c zufpricht, welcher
gewohnt ift, ein anberes 3iel iu erftreben, baS i&m
erreicht, anbere Söunfdje befriebgf, als jenen ber
nur ein 3iel haf,
SSit wollen nun fefjen, welch hoffet 3wecf je*
btm fOfelonengartnec am ttadjjfen liegt, unb welchen
et vorzüglich butdj Auswahl feiner ©orten, wie
butch zwecfmdfjrge entfpredwnbe Gultut; 9??ctf>o&e ju
etreidhen, ffetS bejwecfen mup. 2BaS ich nun abet
weiter über Auswahl unb begleichen fage, bezieht
fich immet auf bie hier nachfotgenbe, non mir zwar
nicht etfunbene, aber hoch wo eS nothwenbig unb
Woglich war, nerbefferte dultur*!Wethobe. 22nnn
ich «ffo mit jemanb anbets, in bee Auswahl nicht
gleichen Sinnes ober ©efchmacfs bin, fo ifi fbtS ber
©runb in ber VehanbtungSart z« fudjen, benn buvch
tiefe wirb fo manches in ber Pflanzenwelt erflrebt,
waS auf ©injelnheitcn ober einzelne Sheile betfelbett
non größter 5öid;tigfcit unb ©irfung ifi, bajj matt
ein unb baffelbe unter nerdnbertem Anbau feite«
ganz wieber ftnbef, ober erfennt.
Unter ben 3ucfermelotten jieht man bie fo*
genannten Eantaloupen ben wahren Plelonen
nor. Oi t Unterfd)cibung jener non biefen ifi oft
faum möglich, unb nur bie fleinetn ober grofettt
Po(f.en auf bet Oberfläche, welche mitunter auch auf
bie Stfelonen übergehen, bieten baS einzige Mittel bar,
biefe Abteilung madjen zu fonnen. Eigentlich ge¬
nommen, liegt an ber Unterfcheibung bem gewöhn*
liehen praftifdjen ©deiner wenig ober gar nichts,
bem fpfiematifchen aber, ber fehr niel auf Orbnung
halt, ifi fte non gröferer unb nicht umtörhiget SBich*
tigfeit. Etfierer benft; wenn bie ©orte nur gut iff
unb vorzügliche geuchte bringt, fo ifi aüeS gewon*
«en, unb zieht fie immerfort ohne weitere Vetücf*
fichtigung anberer. gelterer aber benft weiter, unb
ftnbet in bet anerfdjaffmen Eigenfchaft ber fo leich*
ten Vermehrung unb Vetbcfferuttg feiner Arten,
©rünbe genug auf größere Verfd)iebenl)eit im Anhatt
Zu fefjen , welches zugleich ein Etfotbevnijj für reich*
hefeht? Safel.n ift, unb ohne biefe fchon fehr niel
Angenehmes für jeben V?elonenfceunb hat.
Angenommen alfo, bof bie Cantaloupen, wie
alle Plelonenfreunbe unb ©deiner wiffen fönnen, bie
vorzüglichem unb im ©efehmaefe bie attgenehmfien
unb befriebigenbflen ftnb, fo gehört benfelben eine-
£teib ; unb ©emdd)§()au§ * ©dvtnerei.
2.1 2
flt65ete «Bütbigung unb auSgejeidjnefet ®otgug m
bet tfnsud t. Dabei wirb aber ’jebem, bet fuf> mit
bet Grjieljung tiefer giudjt befleißigt, nicht enfgan*
geit fcpn, baß bemuiigeachtet bie ttoltjatylige Samm*
lung bet Gantatoupen oiel ©Rechtes enthalt, unb
«inet feinetn ÄuSwahl unterworfen werben muffe.
Obgleich hie«5« feine 8««! ^eflimmten ©efe&e ange*
rtommen werben fönnen unb butfen, fo ftnben wir
bod? leicht im gteifcf) unb bejTen gatbe ein «Kittel,
bnd in bet «Birflichfeit begrüntet unb wahrfcheinlidj
im eigentlich urfprungtidjen SSatetlanbe ju fudjen ifi.
25en erften Slang betbienen, noch meinet 3(rt ju
unterfdjeiben unb auSjuwähten, bie gtunfUtfdji»
s e n Gantatoupen. «flach tiefen bie w e i ß f l e i f d) u
gen, hierauf bie gelb* unb enblid) bie rotf>=
fleifdjtgen. ©o wie aber im ganjen Gantalou*
^en * «Sortiment bie rotl)fIeifd)igen füt bie weniger
totjuglidjen angefefjen werben, fo ftnben wir fctbfl
untet jebet tfbtheilung wiebet beffete unb fchtedjtere.
5Kan trifft beßhalb grunfleifdjige, weldje butd) bie
beften rothfleifdjigen ubertroffen werben, unb fofort
weißfleifdjige, weldje burd) gelbfleifdjige unterbrüdt
werben u. f. w.
Gbenfo t>etf>5lt ftd)’S unter ben «Ketonen.
2iiid> untet tiefen ftnb bie gtünfleifchigen, wie
oben, tjorjujiehen , unb bebarf atfo feiner weitern
3(u$einanberfc&ung.
«Bei ben «Baffermeloncn enblid) ift’S ber
umgefehrte gaß unb wetbienen bie roth f tei f d> »s
gen immer ben «Borjug. «flach benfetben bie grün*
unb sule|t bie weiß ft eifrigen.
Gine größere «Kenge ©oft, wirb bei allen be*
nen, ijauptfa<hUd> aber bei ber le|ler», feijr h<><h3e*
achtet, Biefen &u erffreben liegt nicht in be$ ©ärt*
nct$ ©ewalt, fonbern bie ©orte, unb baS mehr
ober weniger güntfige 3a&t füt tiefe gutd)te thut
hier aßein aße$. ©ie, btttdj große geudjtigfeit faft*
reichet machen $u wollen, ifi eine Ghimäre, ©tunb*
gefeb aber : fte baburch gerud)lofer unb leid)ter
ju machen. Die faftrei d>e Sflclcnenart gewinnt
nur an ©oft * «Reichthum, wenn man fie , wie
ich weiter unten naher angeben werbe, weniger be*
gießt, unb gewinnt babutd) an allen guten Gigen*
fchaften, h<mptfdd>lich an ©efchmad unb ©eru cfj.
«Befonbete ©djwere ber grudjt, fantt eben fo
wenig burch t>iele$ «Begießen erjielt werben, at$ eine
gewiffe Jg>drte, bie einer abgeweiften, tunjUchcn, feh«
ootjujiehen ifi.
Umgefehtfec galt ifl’S bei ben «Baffermetonen.
©ie woßen bei fiatfer £i&e, ober nebfl berfetben,
viel gcud)tigfeit, wenn fte faft«ich werben faßen,
fttneöwegS aber ohne jene, fonfi oerliett ber ©e»
fd^mad bebeutenb.
«Bie aße gteunbe unb Gultivatorcn wiffen, ftn*
bet man untet ben ^immetefltidjen, in ei»
nigermaßen fdjweten »oben (leichten woßen fte, fo*
halb oorbenannte Gigenfchaften ber 3'ued bet tfnfludjt
ifi, feineSweg*), bie aßetoorjüglichfien grüd?te bi e*
fet «Pflanjenart. Kehmen wir nun an, baß bie fünf!«
lid)e tfnbauung ber natürlichen bc§ 23atertanbe« am
ndchfien fommen foß unb muß, wenn wir baö Sbeal
einet grucht erjielen woßen: fo müffen wir un* ber
lebten in aßen gdßen fo fcf>r nähern, at« menfeh*
tidje Ärdftc e6 nur immer $u bewerffießiaen fähig
ftnb. Qi müffen te@t)rtlb , außer ben oben ange*
$ieib r unb ©eftad}3f;aug * ©arfntrei.
223
geigten 2fu$jet<fjmnitjen beS gleifcl;eS, nuclj noch bet
Boben bie Söatme unb bnS ßlima, in *£> in ficht auf
SBitterungS = Beßdnbig * -ober Berdnberltdhfeit beS
BaterlanbeS unb bec ifjm «ig enthum-li<h en '«Kef
lonenart, gan$ befcnberS Jberficffkhtigt werben,
25iefe Berechtigungen wollen nun spalten
borjuglicher 2t rt, unb befdjranfen ftcf> feineSwcgS,
«uf eins ober bas anbere ©injelne; fonbern oerf na*
gen bie größte Zfufmecffomfeit in ben oben ©.217.
fcfyon auSeinanber gefegten SSebürfniffen, Bearbci*
tungen u. f. w. 5Ber biefemnach I)iet preng »er*
fä^rt, unb pets »on ©inem auf baS tfnbere, burch
jenes auf biefeS, unb fo umgebest fcfjliept unb t)an--
t»elt, bcc muß felbp unter bem ungfinftigfien |>ims
meispriche etwas ganj »orjugfidjeS unb in feiner
2frt »oUfommmeS erjielcn fonnen. «Kan muß aber
babei, wie natürlich »orauSjufefcen iffi nicht bas
eine fchmdtern unb baS 3fnbere »orjüglich ergeben
unb forgfältiger beachten; nein, ein immer grabe
forttaufenbeS, bie geringpen £1 einrgfeiten in gehdti*
gen Mnfpruch mhmenbeS »erfahren, bei allen »or*
fommenben fallen; bei jebet 3öachStbumS=^)eriobe;
tei jeber SefjanblungSart pdjert nur allein bas gro.
fere ©ebenen, unb bie leistete unb »ollfommmre
i Erreichung beS 3>»ecfS.
Sch gebe in biefer Berauschung, meine 2tt t
betonen ju sieben, bem ^ublifum mit ber S»erftd>es
I rung, baß unter folgen Umpdnben bei genauer S3e=
folgung ber 23orf<^riften , gewiß aileS erfirebt unb
erteiebt wirb, ,waS man nur immer wuirfchen mag,
gur meine «Kißbeettreiberei iß ein befonberer
Warmer ^Pla|, ber an ben »iev ©eiten mit einer
«Kauer umjogen unb fepr geräumig iß, angewiefen,
unb babei nach «Kiftag auf ungefähr 40 guß, i| guß
abhängig. Sie obere ©rblage, welche hießet Beßitm
mung »oran, gewöhnliche ©emüfe trug, ip ungefähr
3§S«S t)od), unb bie Unterlage ein jum Spaniern
ba'u untauglicher £ieS, welcher hier ohne abfuhtlich
bahin gebracht ober oufgefucht worben ju fepn, non
erfpricßlidjen Kufcen ip. Sie obere culturfdhige ©rb*
fdpdp mag ungefähr aus 1 Sßeil gehmen , 1 Sheil
©anb unb 1 Sh eit guter, bureb bie Bearbeitung
töchtig geworbener ©artenerbe bepeben. ©ie ip um
fer biefer SKifdjung einigermaßen fchwer, unb burd?
ben ihr non Katur beigemifchten ©anb, für Scutfch»
tanbS ©lirna toefer genug, um spßanjen wärmerer
ßlimate »ortheilhaft aufnel;men $u fonnen.
Siefe nun foeben naher bejeiebnefe ©rbfehitht,
ip ganj allein , ohne weiteres 3ufhun, als etwas
«Kip, wie ich noch weiter geigen werbe, für bie «Ke*
Ionen bepimmt, unb burch mich feit 20 fahren fot*
genbermafen benu&t worben.
Sie «Kipgrube — welche »on beliebiger — hurdj
bie größere ober fleinere Äapenanjaht, welche Darauf
gebracht werben, folt, ober burch anbere Kebengwecfe
bepimmte — Sange fepn fann — hat auf ber S6«r*
Pdche grabe biefelbe Breite, wie bie «Kißbeeffdßen
aus ber alleinigen Urfache, bamit ber Jfapen p# bei
bem allmdhligen $erunterfefcen auf bie mehrertnahnte
natürliche ©rbfchidjt auffe^t unb nicht mit bem
«KiPe in bie ©rube hinunter pnft. Sie Siefe betfel*
ben ip aber nie über3$uß. Siefe ©rube wirb nun, fo*
balb bie Sreiberei ihren Anfang nehmen folt, mit «Kip,
wie gewöhnlich gang gleich oolt gefegt (geßrich*n),
berfelbe mit großer ©orgfalt gut »etmengt (furj unb
$teib * unb - ©taetct.
224
lang), jcbe «Kipgabel von rcd/f b^utfam aufs«*
fdjuttett, unb nach meldeten ©abein voll tecfjt
iödjtig fejl Sef^tagen , «bet immer nuc
fdjirfjtweif e, bap ber mit f?hicm @efd)Uce
li« an baS ©nbc beS ©a&cS bequem ^inrcidjen fann.
25et«Kift barf aber burd) bic Srdger ober 2Cnfaf)rev
j\td)t auf bie bereits gefegte ©d)id)t; fonbern jtetS
hinter ben ©e&et in bie leere ©tube abgelaben wer*
fcen , bamit im ©eben unb ©erlagen, bie moglid)fl
gtofte ©leid)l}cjt in alten «Rüefftc&tett unb £inpd>=
ien fann beobachtet werben. Sen einmal fepge*
fdjlagenen «Kiff, batfKiemanb, unter welchem SSot*
wanbe eS auch fe?n mbge, mehr betteten noch
weniger barf etwa« batauf gelegt, gefe|t ober ge*
»orfen werben. SP nun bie Sage, wie nerbefchtie*
Jben fo weit man eS ftch vorgefe&t hat (für */ 2, 3
«bet 4 unb mehrere Äajlen), auSgefüUt, fo wirb
«on vom neuetbingS angefangen, noch eine ©cf>ic^t
*on ungefdhr if guP richtet ftch nach bet
^ahreSieit, bei grül)treiberci mehr, bei ©pattreiberei
weniger) aufjufefcen, unb jwar unter benfelben «Ka*
Stipulationen unb SSotauSfefcungen. Ser SÄijl barf
«bet eben fo wenig wie vorhin, auf ben fdjon einge*
febten abgeteert werben; fonbern ba nur jwei ©efc«
(auf jebet ©eite bet ©tube einer) ben SKiP fdpa*
;gen, fo wirb berfelbe petS hinter biefe auf ben SBeg
^ewotfen, von wo aus er mit ©abetn an £>rt unb
Stelle mit ber gröpter SSorffcht gebracht wirb, ohne
darauf ju treten, aber übrigens fo feft jufammenge*
fd)la<jen als möglich. SScn gtopet 5ßichtigfeit ip bie
gthöhumg biefer «Kiptage in bet «Kitte beS S5eeteS,
tveUhe bie' gldche wohl um £ gup uberPeigen rouf.
5OTan forgt auS biefera ©runbe gleich bei bem 3fn*
fange beS ©e^enS ber obern «Kiplage bafür, bap
biefe in bet «Kim nach bet «dnge bet ©tube, rnnfo
viel, wie ich f^on fagfe, erhöht wirb unb folglich
bas SKtplagcr in ber Sberffdche eine runbe gorm be*
fommt. SP biefe Arbeit wiebet beenbigt, fo werben
bieÄaPen, nachbem pe auf gleicher ©tbe jufammen*
gefügt unb gefchlagen würben, auf jwei ©taugen
g^obm— welche etwas langer, als ber ©raben unb
bie Äaftro breit pub, fepn muffen — unb fo burch
vier «Kann, welche auf beiben ©eiten ber «Kipgrubt
fortgehen, auf bie «KiPlage gefefct ohne biefe nur im
getingpen ju betreten. Sie ©tangen werben, fobatb
abgePetlt iP, behutfam hervorgejogen, bic genper,
unb cnblich bie Secfen aufgelegt, nnb fo baS ©anje
bem ©dl)tung8*©efd;dfte im vollen SKaape überlaf*
fen. S« pdrfet biefe nun eintritt, ;e mehr geuch-
tigfeit erjeugt fich im Sßeete, bie man nicht entwei*
d)en, fonbern bem «Kipe jum immer wiebet 93erf<hlin*
gen tdpt. £at bie ©dbtung ober baS fogenannte
«Brennen ber «Kiplage 4 Sage gebauert (biefe Beit
fann nicht genau angegeben werben, weil Sah^i^h
Witterung, futjer ober langer, frifdjet ober fdjoit
verbrenntet «Kip, baS mehr ober weniger gepfchlct*
gen beffelben u. f. w. h««tirt einen auffallenben lins
terfdjieb machen, bie von einem gefehlten ©drtner
mdffrn tevuef ficl;tigl werben;, unb ip aUeS gehörig
beobachtet worben, fo wirb fich bie SDßölbung beS
!KiPeS ganj gleichförmig gefefct h«ben. Kun wirb
ein tfaffen nach bem anbern feiner Secfen unb gen*
per entlebigt, ber «Kip feht genau — einen gup an
ben anbern gezogen — fo fcp getreten, bap alle ©ta*
Picitdt verloren fcheint. hierauf ohne Beitverlup
unb ohne baS «Beet $u erfdlten, wirb wieber fo viel
ftifdjev «Kip eingebracht, bap bie vorhinnige ©rhö*
hung in ber «Kitte beffelben völlig hetgepeUt würbe,
unb f>iexnad; bie genper unb Secfen augenfclicflich
aufgelegt, Kalbern folchergepallt bie alte ßrrhi&uwg
Sreib =
h«gepellt würbe, unb nach 2 — 3 Stagen bec 2ft:p im
S8i<te jiemlid) gleite horijontale Sage angenommen
hat, fo roirb ba« Auffüllen auf biefelbe «Betfe, wie
worein fchon temerft würbe, wieberbolt, unb auf hie
SD?ittc be« SBecte« nochmal« eine Grrfwhung mit fei--
fd;en ®?ipe aufgelegt. Auf biefe Arbeit unmittelbar
folgt nun ba« Grbeauftragen, ohne juoot erp für*
jen S0?ifl aufgetragen 51t haben, welcher ganjlicb i)in-
»eg bleibt.
Sie aufeutragenbe @rbe ip biefelbe, toetc^c au«
ber Sttipgrube entnommen mürbe, unb meiere man
auf beiben ©eiten be« Wipbeete« , in ber «Witte be«
95egö aufgefcbicbm batte. Sa biefe £rbe, beten S5e=
ffanbtbeile tcf> weiter eben febon oberffaddicb anjeigfe,
etroa3 ferner iff; fo barf fein furj« «Wiff auf bett
frifcl; :*t gebraut werben, weil bcrfelbe bie geuebfrg*
feit ju lange b«:t unb folcbe auö ber drbe nicht ah
Piefen unb abjieben fann. «Bon tiefer grbe wirb
nm baS ®«* 8««« angefüllt, unb naebbem bie crfle
Auffüllung erwärmt ip , wirb eg umgegraben unb fo
lange mit Umgraben unb Auffüllen fortgegraben,-bi«
bie <Scbfcbid;t 1 guß f)cd) auf bem SWifl, liegt «nb
fein 55 raub in ber Grbe mehr ju befürchten iff, wa«
man außer tcr übermäßigen $t§e an bem «Beiß.
Werben berfelben beutl-d) wabrnimmt. ©0 weit gebte*
b?n pffonjt man nun unter jebe« genper jwei ^pan--
8«n, bie jebe für pd> in einem fleinen Stopfe ange»
jogen würbe, unb welche man mit bem «Ballen au«,
pülpt, unb fo bem Seete anoertraut (bie genper ftnb
4 5uü lang unb sf breit). Sie gefunbepe unb bepe
^Panje oen biefen- beiben wirb beinhalten, bie fd?ler^s
tete aber, fobaib man ffrf> oon tiefirr ©genfc&aft f>in=
länglich ut erzeugt bat,, hinweggeworfen. «Webt al«
eine Q)panje für ein genPer oon tiefer Stmeufton
Sortf. b. jf. s. @art. SEag. V. SSb. 6, @t. iggr,
225
ip fcbablicb, unb nie anjuratben. Ser übrige 9?aUm
wirb mit Äopf., Schnitt. ober ©techfallat beppanjt
ober befdet ; auch fann man eine «prrtulacffaat bar*
auf bringen, unb wenn e« bie Seit gebeut Garbon«.
pPanjen unb wa« begleichen mehr ip anjiehen, unb
oon ba au« oeteinjelt in angemepenere «Beete brnt-
gen. — Sie Gebe, welche ooerätbig ip, wirb nicht
olle in ba« «Beet gebraucht, fonbern ber Ueberrep
bleibt auf bem ihm ongewiefenen $la|e ju weiterm
Verbrauche liegen. Gin «WiPumfah wirb nur in bem
gälte gemacht, wenn bie tfdlte e« buu$au« nicht am
ber« will, ober wenn ba« «Beet- feine SEBdrme jufdfc
lig unb unoorhergefehen oerminbert ober gar oetlirrf
- 5Bar ber^flanje, al« pe noch im Stopfe Panb,
fdjon ba« £erj genommen (ich laije gewöhnlich 3
unb 4 2lugen bie tüchtig finb fleh«n, unb fcf.neibe
ba« übrige hinweg), fo t|f man biefer fl^rtatroit
in bem «Beete uberboben, welche gewöhnlich, wenn
bie «Bitterung nicht porer.b ein wirft, binnen 8— 14
Stagen oorgenommen werben fann,
Aüe« ©chneiben, wa§ bom Anfänge Bf« jum
G-nbe «uögefuhrt wirb, muß mit größter Soefü&t ge.
fcheben unb immer ganj nabe an bemjenigen Zweite
auf weldien ber ©djnitt foff oorgenommen werben,
bamtt burch faben gebliebene Gnöen ober $afen,
feine gdulniß entpefen fann. Am bePen tfyut man!
bie babureb entfbnbenen «Bunten 9feid> nach bem
©d;nitte mit gehabter Äreibe ober geflopfun Siegel.
mebi ju bePrcuen, um alte gaulniß ju oerbinbern.
Anwerbern fann man bie größte «Behutfamfeit «nb
Vorfid)t bei biefer ober jeber anbwn $anbi$itzim$,
nicht genug anempfeblen, wotrud; ben «Blirtern aller
©ebaben abgewentet wirb. Mein einige« ®toff
wirb bei mir abgefebnitten, eö fep bann burch Alter
^h
unb ©firad)^ati§ . ©arfnero.
$«ib = unb ®eix>äcf)§(;du3 * ©arfneret.
ober einen Unfall reif geworben unb m%e burd>auS
abgenommen werben. ©ben fo wenig batf eins ge»
fnieft, jecbcod)en, ober »erbtest werben, fonbern
mu§ in feiner Sprung oerbleiben unb bie hänfen
gegen bie brüefenbe @onnent)i|e fdjufcen, 2fuöbun=
ffungen unb ßinfaugungen nerbocbencc unb fnfehet
giabrungstbeile aus ber fSrbe unb ÄtmoSphäre ge,
borig beroerfjleUigen — JU welchen fte t>auptfad)licf>
ba ft ab — unb fo ber $ flanke mit ihren grudjten,
ton auSgebetjuten 9lut?en fepn.
©iefe 5Borftd)tSmafitegeln glaubte td) bem
gotgenben norangehen laffen ju muffen. Sret*
ben enblid) &»e etwunfd)ten brei aud) btet Slan,
fen aus, fo mU^ in ihrer 91% ^ebenfad,en
alles binweggenommen werben, was binbetn fonnte
ben UöacbStbum jurucfholtm ober gar flöten, als
@a«at u. f. w. Siefen 9?anfen lafft man nun
freien 'Billen bis fie ungefähr 6 — 8 klugen getrte,
ben hoben, wonad) bie ganje fflanfe hinwieberum
auf 3 gute, oerläfftge klugen juriicfgefeht wirb. 3n
ber ülatur biefeS ©ewädffe* ftnben wir bie «Nothwen,
bigleit biefeS unb beS torangegangenen ©cbmtteS,
tenn bie ^flanje h«t mit allen ©ewächfcn bas ge.
mein, ba§ fie immer nur an ben (Snben ber £oupt,
tanfen ihre fruchtbaren 9lebenran!en treibt, ba aber
bureb bie Äunfl, bie auf bem natürlichen Bcge er,
forbetlicbe Seit, welche t)ier5u gehört, tterffirjt werben
mufj, fo fotbert man burd) ben erfien ©ebnitt bie*
jenigm Äugen b«auS, bie fld) nie auf berfelben
©teile, fonbern erfl nad) Bodjen an ber ©pih« ber
.fjerjtanfe würben en witfelt hoben. B«S alfo nad)
biefer 3citfrifl nn gebauter ©pife« entflehen mufte,
erreicht bie Äunft auf furjetn Bege unb auf engem
«Raume. Bit ftnben alfo nahe an bet Burjel,
was erfl 2 SUen baton feinen natürlichen £>rt hot,
unb gewinnen baburth Seit unb Slaum, Siefe hi«r
heroorgefufenett fftanfen, ftnb aber noch nicht bie
gvuehtranfen, fonbern foldje entfpringen erfl in ber
sftatur, ihren Butterranfen ähnlich an ber ©pifce,
wobutch bie Äunfl jum jweitenmale SSerfutjttngett
oeranjlalten muff, um bie ebelflen, bie gruchtranfen
früher ju gewinnen. Ban fdjneibet befjbalb bie
burd) ben erfien ©d)nitt h«9orgerufenen Sfanfen,
wieber jucucf auf 3 — 4 ttollfommen gute Äugen,
auS welchen nun, wenn nichts verfäumt würbe, eine
eile höchfftnS non ber Burjel entfernt, 9—12
grudjtvanfen hemortreiben , unter welchen in bec
golge fogenannte Stäuber entflehen werben, weldje
nid)tS weitet als gebrängte Raufen männlicher S5lu,
ten tragen, unb burd) ihre ©d)wäd)e, burd) ihre
Äurje , unb f leine umKthältnij?mäfjis,e SSlatter fchott
anbeuten: ba& fte non ber Statur felbfl bei guter
Seit follen unterbrüeft weiten, unb aud) ba , wo bie
Äunfl «orherrfchenb ifl , nid;t länget bleiben burfett,
bis fid) an ben eblern Dtanfen fomel männliche 25lu,
ten jeigen, als erferbertid) ftnb , baS 23cfrud)tungS,
©efehäft ju Dodfubren, ju weld)cm 3wocfe fie auf
bem natuelidjen Bege , wie eS febeint, nur h«tt>or,
gerufen würben, um ba§ cS an männlichen ©aamen*
flaube nie mangeln fonnte, unb auch in aller gruf)«
baran nicht fehlte. Senn was will bie weibliche
SSlume , wenn oon ben anbem feine ba ifl? *
Sicfe gruchtranfen werben nun oon mit nid)t mehr
gefdjnitten, benn nun hoke t*f> ftm werten, fünfte«
u. f. w. Äuge, i« nadjbem eS gut ober fölccht g«hf»
unb je ftifdjet ber ©aamen, ober je mehr flatftrei,
benb bie Wanje in ihrer Ärt ift, näher ober ent,
fernter bie grud)te jtt erwarten. Stur ble;bt mir in
ber golge nod) übrig, biefenigen Stäuber, welche ffd)
noch entwicfeln, abjunehmen, unb alle bieientgew
Srcib * unb (§eh)dcf)§^au§ -- ©ärtncrei. 22?
9?anfen, bie ©ittwart verurfachen, ohne Hoffnung
ju einer guten grud&t zu geben, ju unterbrücfen.
3(üe übetflüffigen männlichen S3lumen »erben,
fo viel eg fiel) ohne ben grasten ju fd>aben tfjun
läpt, abgenommen, woburd) für bie ^flanje viel
9laf)rung gewonnen wirb, bie auf unnötige SDBeife
wäre vergeubet worben. Sap Uebrige 00m (Schnitt
unb 23ehanblung bet *Pßanje, wag mir nod) übrig
bleibt ju bemerfen, feil weiter unten folgen.
Sie grbe beg S3eeteg mag fid? allwohl fe&en,
fo viel fie nur will, febr bemetfbat »irbg aber wäf)*
tenb einem Monate niefjt fepn, fcbalb alleg befolgt
würbe, wag id) bei ©efcung beg Mißeg u. f. cor*
fdjrieb. Sie 95flan$e breitet ßch aber in tiefer
unb vorzüglich bei guter ©itterung fo ßarf aug,
unb ergebt if)te S3laitcr fo t)od), bap biefe oft fdjon
in ber fürgeßen i3eit an bie ©d)ciben ßopen, unb
fid> fjorijonfal anlegcn. Siefeg mup verf)inbert wer:
ben. ©obalb alfo bie Slättet bag genßer berühren,
fo mup ber Jlaßen gehoben »erben, bap ein foldjeg
SBlatt webet von ber ©onne verbrannt, nod) von
bet ©djwere beg genßerg gefnieft wirb. Siefe 2fr:
beit mup fo oft ȟberholt werben, alg eg burd) bag
jlärfere ©ad)fen ber 33lätter not^wenbig wirb, ba-
mit butdjaug fein SSlatt in feinen gunftionen
geßort wirb, hoch mup man auch fotgen, unb burd?
Stiften ber genfter ju verhüten fuefjen: bap fid) bie
58lätter burd) aüjugrope ©eitbeit — welche nur
turd) einen unnatürlichen ©ärmegrab bei ber ange?
»erbeten ©rbe, entfielen fann — nicht ju ßarf er*
heben, unb fd)mädmge lange ©fiele treiben, bie je.
beg Süftd)en v.mjulegen ftaif genug ifl. Jlann matt
bie votfommenben beiten , wotu.cl) ber Siätter
©efunbfjeit gefäf>rbet wirb, nid)t felbfi b.forgen, unb
mup netbgebtungen folcf>en ©«hülfen ober Unechten
(@artenfned)ten, worunter man einen Menfdjen ver*
fief)t, bet bereitg viele 3fahte folrfje Arbeiten ver:
richtete unb fid) eine vorzügliche medjanif^e gertig:
feit in ben Manipulationen eigen mad)te, aber fein
fogenannter gelernter: ober Äunßgäctner i]l) ü6er:
laßen, fo fann man nid)t genug prebigen, nicht oft
genug bag zehnmal gefagte wieberhoten, unb nicht
ftreng genug ferm, benn jebeg zerbrochene S3latt mup
bem Sigenthümec mehr ftänfen, alg eine erhaltene
Shrfeige. ©elbß h*« meine ich , müpte immer noch
mehr gefagt werben, um ©chonung für fie zu er:
weefen.
9?ad;bem ber Äaffen aufgehoben unb nur fo
viel unteroelegt würbe, bap bie S5lä(ter nid)t unmit:
telbar an bie ©cheiben ßopen (ungefähr einen 25acf.
jfein), fo wirb man finben, bap unter ben gehoben
nen S5rettern ein leerer Sfaurn ifl, ber nofhwenbiget:
weife aug nacbfolgenben ©rünben ohne S3erzug aug:
gefüllt werben mup. Siefe 2lugfüllung fann, ehe
bie ©urzeln borthin reichen, mit jebem .£clje ver*
richtet werben, vermitteljl befien man ben 3wifchen:
raum mit Grebe gubrüeft unb augfüllt. ©hrb biefe
aber fdjon fo weit vorgebrungen, fo ifl weiter no*
thig, bap bie 2lugfüllung mit ben $änben, fehr
vorfichtig gefdf>che , auperbem ber Mißumfafc (wenn
ein foldjet mupte gemacht werben) f)inroeggeräumt
wirb, unb einem anbern von ber vorräthig liegenbett
©rbe fPta| macht. Siefer Grtbumfa| wirb fo hoch
gemacht, alg bie Gfrbe tm SBeete hoch iß, unb folg:
lieh mit biefec e-'ne gleiche horizontale Sage annimmt.
Sie 58teite iß wiUführlich unb richtet ßd) eineg
Sh*i^ n«<h bem CfcbevorraCb, anbern Sheilg nach
ber ©efunbheit unb ben ßarfen Stieben bet ganzen.
5eboch iß anzurathen, bap et unten wohl 2 gnp
£b 2
223 Srei&s imb ®ett>«d)&fKut§ ^ ©ctrfnem.
fcxxit gemacht werbe, Woburch er oben etwa« übet
14— 15 Soll wirb. 3« fldrbet bic ^(lanje
treibt, je breiter muß er werben; je mehr fte aber
in tiefer ^inftdjt fd)on abnimmt, um fo fcijmdler
barf er fei;n, tie eben bemerfte -g)ot)C unb SSceite
ijt aber immer unb in jcfcrm S3etrad;t tie «ottheil»
öftere. S3iö bie 3eit l)cran fommt, wo eg noth»
toenbig wirb/ einen folgen Umfafc ju madjtn, fo
hat ft'dj ber Sflifl gewohnlid) fo tief gefegt, baß bie
itjiterfle glddje ber in ba« SSeet gebrachten Gebe, mit
ber £)betfldd;e ber natürlid)en Grblage tc« ©arten«
in eine gerabe 2itiic gefommen, unb aller Sttifi nun
in bie ©rube jufammengepreßt ijt. 2(u« tiefer Ut»
fad)e wirb e« nun um fo nothwenbiger, ben Grbum»
fa| unoerweitt $u fe^en, bamit bie au« bem S5eete
hetvotbringenben Söurjeln, nach unb nad), fo wie
e« ba« Aufheben be« jfajfen« nothwenbig macht, h«s
au« in ten Itmfafe unb in bie natürliche Grblage ein»
würfeln tonnen. £iefe« ijt eine große SSeihulfe für
bie spflanie unb ihre gtud>te , unb für beibe non
außerotbcnllidjcm Kufccn. ©inb alienfall« bi« babin
bie erfien grüßtet (wa« bei grühtceiberei gewöhnlich
bet galt ijt) fd)on abgenontmen, ober nähern ft d) ber
Steife, fo fangt nid;t feiten bie $flonje jum jweiten»
mal an ju treiben unb gvüchtc anjufe^en, bic jwar
nicht fo groß werben fennen, al« biejenigen bet er»
fj.en Sucht, ater boch ielifat unb jatjlrerd? , unb al»
terwenigfren« boch — wenn e« fdjon fpdt im 3ahte
ifi _ fchr anwenbbac $um Giumad;en finb.
Sßeiter bleibt mit nun noch übrig oon bem Gib»
umfa&e jufagen, baß er mit einer glachfchippe ganj
feft gefchlagen wirb, unb außer einem angenehmen
fpmmetrifchen 2feußcrn, fall« bie Gtbe troefen fepn
follte, oben an bem Äajlen eine f leine Kinne be*
halt, in welche man rad) SSerhdlfniß mehrere Äannen
5Baffer eingi.ßt, um bi? jungen SBurjeln herau«ju»
locfen, wa« fte um fo lieber thun, ba tiefe«, wie ich
weiter jeigen werbe, ein etwa« fcltncr ?lnbiß ijt.
2fuf tiefen Umfals barf eben fo wenig getreten wer»
ben, wie auf bcu frtfd) ctngcfeljten »Stift in ber ©tu»
be, ba e« aber bei bem ßüfn-n, ?(uf = unb Oblegen
ber genfter, bem Arbeiter ju fd)wer, ja öfter« un»
möglich werben bürfte, feine Arbeit gehörig $u «ec*
richten, ohne wenigften« ©cheiben ju jetbted)en: fo
wirb an jebem genfter unb $roar in ber SKitte beffeU
ben, wo gewöhnlich bie Kinge jum Aufheben berfel*
ben angebrad)t fittb, ein Stritt ertaubt unb gelaffen,
in welchem jeter ber hier ctroaS «errichten will, ein»
treten muß, um ben übrigen Kaum ju fdjonen.
©inb enblidj bie SJtcloncnpflanjen fo herangcwachfcn,
baß butd) ba« wicberholte öftere $cben ber Äajten,
tiefe bie Gtbfldche nur !aum berühren, unb biefem
jufolge bie 2uft nietvigen fann, fo wirb bei fdjled)»
tem 51' etter runbtim eine f leine Anhäufung ge»
mad)t, um ten 2uflburd)äug ju «ctmeiben obetc
gdnjlid) ju «erhuten. 5ft hingegen bie 5ßitterung
für bie 9J?elonen&ud}t unb hche ©ommee
bereit« angerüeft, fo hebt man bie haften uod) auf
jwei S^adfteine, unb jeigt jeber Kanfe — intern
man fie au«bceitet ttnb in gehörige 2age bringt —
ben Ußeg au« bem SSecte in’« greie ju laufen.
£>ie f>tcrju beftimmten ober «orhantenen Kaufen,
bürfen aber fecnegwcg« gleid) auf ber ©teile fo wett
t)erau«gejogen werben , al« fie burch ihtJ Cange
möglich madjen bürften, foitbern bleiben immer noch
im Snnern be« föeete«, au« weihen fte fid), wenn
fie bie greifet fpüren , leid)t unb gern hetauSwin*
ben. Sra cntgegcngefcfctcn gälte, oetbrennen bie ber
©onne blo«geftellten Sh{«ie frtP augenblicflih»
&rei& s unb (SetuadjSfjauS s ©avfnerer.
wenn man nicht ein befchroetticheg ©dfattengeben
mit Seifen, Sieten ober begleichen einführen will.
Sie 9? anfen taufen nun heraus, warfen freu=
big fort, unb fegen niete gritdte an, bie in nod)
guter Saf^eit unb unter guter pflege, gtoftentheilg
recht gut werben, weit bag tfuglaufen bet Söurjetn
unb Sianfen für fte eine grofe 2Bot)ttf)at ifl. ©es
fdhnitten wirb mm nidjts mehr, auf er baf inan 6
bi§ 10 2fugen über einer guten grucht, btofj bag
$ec5 an ber ©pige augfneipf ober auch fcftneibet,
bamit bie grudjt nidf )t ju viel an She:len verliert,
wetdje bag weitere gortwadffen if>r entziehen würben.
Sag 2(ugpugen wirb aber fortgefegt.
Sie £auptfache bei biefet 3frt ber duffuc ifl
aber bag Segie&en. 2Benn bie fPfl njen, wie oben
gefugt würbe, au$ Hopfen, ober auch anbetS, in
baö 95eet gebracht werben, unb bie Grebe ifl flarf
abgetroefnet — wag jeboeb nur im ^c^ett ©ommec
ber galt fcpn bürfte, wenn man um fotche Seit nod)
SDIetonenbeete antegt — fo werben fte t eicht angegof*
fen, um fte babutd) jum 2tnn).ich[cn ju wermogett.
Siefeö gefd>ief)t in bet gotge noch einigemal, aber
nur mit wenigem 23affet , unb nur big ber jweite
©djnitt vorüber ifl. Ueberbiejs mit grofet 23orfid)f,
bamit webet bie Stattet jufammengebrüeft , noch
nebfl ben Sianfen Verfchtcmmt werben. ^jaben bie
SJutieln aber ben innern {Raum beg gcnflcrg fo
ziemlich burchjogen, fo hott atleg Segiefen nicht nur
ganj auf, fonbern man mujj auch atteg Seregnen,
alleg Ginfropfen neu SRegenwaffer unb wag eg fepn
mod;te, fiteng verhüten. Sem Uneingewcifjeten wirb
biefe 9Rctf>obe jwac fehr fonberbat vorfommen, unb
^ee giopte £h*M bec SRelonens Griiehet mochte woht
ben grofjfen 3tnjlanb nehmen fte einjttführcn, id>
fetbfi würbe nid)t tagu rathen, wenn ich nidjt feit
bereitg 20 Sahnen bie fijonflen — unb wag bag S:*
fle babei ifl — bie fdjmacfbafteflen grüchte auf biefe
SÖeife gejogen hatte. 9?ut auf biefem SBcge fann
man ben feinflen ©efehmad unb ©erttd) bejweden,
unb tfnfpruch madjen auf befonbere Sotifommenhcif,
unb 2fehttlichfeit ber im Sntevtanbe ber fPflanje gejos
genen grüchte. Sfl bie $igc überaug grof unb brüfs
fenb, fo barf man — aber auch biefeg nur fetten —
ben Umfag mafig befeuchten. ©obalb @c Witter Ifers
anjtehen unb brohen ftcf> augjuteeren (wo man aufters
bem, beg #agclg wegen fchon jubedt) ober Siegen ans
berer 2frt rüdt heran, fo muf forgfaltig jugebedt,
unb unter feinem Sorwanbe bie geuchtigfeit einge=
taffen werben. Sie einige Äugnahme in biefem gatte
machen bie fogenannten ©preuregen, bie fo fein flnb,
bap fte oft nur bie Stattet unb bie duferjle Grbobers
fldd)e leicht anfeuchten unb nicht einmal f Soll eins
bringen. Grrfotgen biefe, bann barf man getrofi bie
genfrer abffehen, burch fte ben ©taub von ben Stdts
tern abwafchen unb fte erguiden taffen, ba biefeg von
fcefonbem 9Bicf>tigf eit ifl. £dlt ein fo!d)cr Siegen
aber an, ober eerdnbert gar feine Slafur, wirb ftdrs
fer unb befeuchtet ju flarf, fo tritt ber gatt be« 3«s
bedeng ein. Gg ifl möglich, bag man bei Sut$If«
fung biefeg ©ageg , mir Unnatürlid;feit vorwerfen
mochte, wag ich weittr unten fd»on 5a wicberlcgen
hoffe; ba aber hier ber $tag ijl, wo matt bie grojjfe
Unnatur ft'nben wirb, fo will ich gleid; meine Ser=
antwortung beginnen, ofme bie fotgenbe ©etegenfjeit
abjuroarten ober babureh 51t umgehen,
©d)on oben fagte id) augfcrudlidj, unb nur
mit anbetn SBorten: bie ^unfl muffe ft'ch ber
$vetf> * unb ®erodcf>ef)ati§ = ©dctncvei.
£a« tiefe flarfwachfenbe fafttge spfTanje, wenn fte tem
230
sftatur fo fe^c al« nur möglich fep.
bort ©efagte flimmt nun, oberflächlich be*
trachtet unt wie man glauben follte, mit tem eben
beenbigten nirfjt fo gerabeju überein. Sa, Strftbe
hier mochte man wef>l bie wahre S3loßev vermuten,
unb gefunbm ju haben glauben, Sem ijl aber m$t
fo. 23ie befannt, if* bie Sfegenjeit in ben vctfd)ie*
benen eigentlichen #eimathlänber.t bet Melonen,
ber SBinter, wo alle« ruht (bitte tiefeg ntdjt unrecht
ju verfielen), ter ©ommer hingegen erjeugt weniger
Siegen, woburd) bie @rbe oft fo ftarf abtrocfnet, baß
fte große Sfiffe befommt (wo bet 33obcn fcfywer ifi),
unb tfmungeadjtet wddjft Alle« gut fort, gebeitet
(jertlicb, unb liefert bie föfltichften grumte, beten
5Bol)lsefcb,macf bei ben SKelonen j. SS. unübertreff*
lid) ifi. ©0 votjügliche« ©ebenen türfte un« nun
wot)l bei ©ewächfcn nid)t wunbern, bie tiefeinbrin*
genbe 5öurjeln Ijabcn , unb au« ber tiifften Siefe
baö auf ber Sberflädje mangclnfcc t>erL'eifd)ßifcn.
9Bie fiel)t’ö aber mit ben SPleloneit, mit 9)flanjen,
beten SBurjetn ganj oberfl.tdjlid) fortlaufcn, unb nid)t
einmal einen Sufi tief eintaudjen? hierin bitte id>
meine SBtebetlegung obiger 3weifel s u fudjen. Sm
Sßaterlanbe tjat’ö bie SfHclonenpflanie in £infid)t auf
geuebtigfeit gar nid)t beffer; fonbern wohl ned) übe*
ler, ba fte ben ©onnenjhaljlen unge^ir.bert auSge*
fefet ifi, gegen weldje unfete genfter fdjon einiget*
maßen fdjüfcen, wenn fie gelüftet finb. 2Bir fet)en
j)iec au« beutlid), baß bie befd)riebene CEultut = «Sie*
tjjobe, bet natürlichen 00m ©(hopfet ben Melonen
angewiefenen unb jugeth^ten S3ege:ation«art, am
ähnlich jien ifi, unb baß ba« wenige 23egießen burd)
ba« glachlaufen bet SBurjeln, fd)on einigermaßen
jut giatar bc« ©ewäcbf«« fann gcjählc werben. 9Äan
wirb nun aber von feuern fragen : wovon lebt aber
SSoben feine geuchtigfeit entnehmen fann? hierauf
bient einftweilen jur Antwort: baß ich, wenn vom
güften ber SJhjibeete bie Siebe ohnebieß fepn wirb,
beutlicher bemeifen werbe, wa« bie ^öflanje am met*
fien ernährt. ©0 viel ifi aber gewiß, unb viefe«
Will ich nur noch fagen: bie SSJMonenpffanje bebarf
im angemeffenen SSoben bie Gebe mehr al« manch
anbere« ©ewäch«, nur al« gefihaltung«punft , unb
entnimmt ben größten £h«i feiner Wahrung au« ber
Atmosphäre. Mochten wir hoch entlieh, ober balb
fo gl ü (flieh fepn auSmitteln ju fonnen, ob bie «Pflan*
jen nidht ba« SBorjügliche im ©efd)tnacf unb ©etuche,
ia wol;l felbft bie fdjone auffaHenbe SStumenfarbe au«
ber 2uft entnehmen, unb weniger ebler ber Gebe ent*
winben. Sie AnanaSpflanje fann, wenn wir fte
gleich ben Alten cultiviren wollen, ohne alle« SSe*
gießen fepn, obgleich fie alSbann nidjt von bet ©roße
wirb al« wir fte jefct feh»n, nad)bem man mehr be*
gießt. 5Batcn aber bie grüd)te, auf jene SBeife ange*
$ogen, wohl nicht beffer von ©efehmaef? Sd) wünfeh*
te, e« mod)te unrern berühmteren Ghemifern gefal.
ten herauf ju refleftiren, wo möglich foldje« au«=
mittein, unb babutd? eine neue SSahn für ben Wtf«
fenfdjaftlich verfahrenben ©ärtner eröffnen.
SSJJit biefer Sflethobe be« SSegießen« hangt ta«
güften ber «Slelonenbeete genau jufammen, unb fann
«ben fo wenig al« jene« genug empfohlen werben.
£er mit praftifdjen Äenntniffen auögefhtttete ?D?elo*
nengärtnet, wirb in biefem gälte mit befonberer SSe.
rücfftchtigung auf ba« dußetfi wenige SSegießen, fleh
fchon ju benehmen wiffen. 3u idugnen ifi jeboch
nicht, baß berjenige eine tüchtige Sloutine haben muß,
ber fid) augettblicflid) hi« würbe finben finnett, wa«
^ Strcib - unb ©ctt)dd>§^au§ s ®drtnerei. 23!
felfcfl mt) einer Betreibung bet erprobteren ©r* phpfifcheg SBofjlgefallett bamit $u erweefen. 0chwet
fabrung, noch immer fchwierig bleibt, unb mancheg wirb’g jwat bem Anfänger in biefer Guftur = SJfethobe
fogenannte ßefjrgelb, burch Btigrathen beg einen werben, jum hochffen fünfte ju gelangen, benn eg
ober tfnbern mug bejaht werben. Sag güften ber mup unffret'ttg hier fef>r biel beobachtet Werben, ©in
Beete beruht auf ©tjftebung jweiertei 3wecfe, ndm*
lieb: feuchte unb babei warme guft in jeber Stag*
unb 9?acbtäeit einjulaffen; unb bie 2öärme bet 2ft*
mogphdte fo bielfach unb jweefmafig ju benufsen,
alg nur möglich ift. — S«neg ift beghalb fo nethwen*
big alg wichtig, weil bureb tag eingefuhrte fpdrlicheBe*
giefjen, ber $)flan$e ein Spittel, ähnlich bem in ihrem
Baterlanbe, mug «errafft werben, bureb welcbeg ffe
etfefcen fann, wag ihr hier abgehf. ©olcheg ju be*
wetfftelligen ift burdjatig nicht anbetg möglich/ alg
bureb bie Seud)tigfeit ber dugom guft, unb bie
nächtliche üüble, welche Sfjau erjeugt unb bem ©e*
wdchfe bureb bie Blatter, felbft bie JRanfen unb fo*
gar bie grüd;te jufuhrt unb erfe&t, wag eg wdhrenb
bem Sage irnb ber auf bafflbe wirffam gemachten
©onnenhige entbehrte, ober oielmehr »erlor. 3fuch
fo i|V« in ber £eimatf). Sie nicht feiten für ben
SJcenfchen unaugflehitche ©o»ncnhi($c, weift unb er*
fcl?lo(ft alle Sbeile bet , evbi&t ben ©aft big
auf ben hödjlten ©rab, foebt unb berebclt baburd)
bie ebletn ©ubftanjm unb bewirft mit ihm ben ho*
ben SBohlgefatten , ben wir SWenfchen fo fehr herbor*
fuchen, rühmen, unb an feld;en Svütfjfen borjiehen.
Ser phpftfehe ©efehmaef, fo auffaüenber Belieben*
heit er auch unterworfen iff, fo ffnb aüe ©aumen
hierin bodj fo jiemlich einig, unb wiffrn fc^r wohl
bag Bcftere in biefer £irtjtcht ju unterrcheiben ©ef;t
unfer ©treben bahin, biefe beiben gweefe, nämlich
bie eblere Erhaltung ber »pffanje, unb bie größere
SJereblung ber Stud)t, in gewiffer ©.meinfebaft ju
erreichen, fo fann eg ficher nid;t fehlen, ein hofjeg
eiferner Steig, grege Bebarrlichfeit, unb unermübete
Beobachtung, ffnb bie erftern unb hauptfdchlichften
Soiberungen auf ber einen; unb bielleicht — mancher
Berluft, mancher unerreichter 3wecf bag goog auf
ber anbern ©eite.
Sie gufthöljer, Welche ju biefem 3wecfe noth*
wenbig ffnb, enthalten alle Simenftonen, bie man
bei einem ober bem anbern botfommenben Salle an*
juwenben haben möchte, ©ie ffnb 3 3oll breit unb
2 3oll bief, Woburch biefe Tfbffufung unb Sauethaf;
tigfeit fd)on gewonnen wirb. 2fuf ber SRücffeite wirb
unten ein jwei 3oll tiefer @infd)nitt gemacht unb
bag $olj auggehauen, woburch £icfe betn unter
ber erften dtnaefe ober ©taffel, welche 4 3otl half,
einen Soll bleibt, mithin 1— 4 3oll baburd) bejwecft
würben. Sie übtigen ©taffein ffnb immer 3 3oll
bon einanber entfernt, weil hier fleine Sfdume nicht
fönnen angebracht werben, wag auch ohnebieg un=
bienlich fepn würbe, benn im Salle, bag bag SSetter
fo günffig iff, bag man fann 4 3oll geben unb eg
beebeffert ftch noch, fo tf>ut ber ©prung ben 4 auf
7 3oll gar nichtg. Siefeg bachte icf) wenigffeng bod;
berühren ju muffen.
©0 lange bag Btelonenbeet noch ffatfe £i&e
hat unb böfe ©chwaben erjeugt, fo mug wiebefannt'
felbjf bei ungünffiger ^Bitterung gelüftet werben, unb
ift in biefer 3eit beffer, bag Beet «faltet um et:
wag : alg eg ift wann unb mit fauler guft ange--
füllf. 2llg fflcrni mug baher angenommen werben:
£veib = unb ©eit>äd>§f)au§ * ©drfncret.
232
balj alle £ifce »om SJtijt etjeugt , weniger barf getit*
ten, bahingegen ade ©onnenwarme erfpart unb
mit großer Defonomie «erwenbet werben mufj.
im gv.ien aufgehängter Thermometer giebt fo siem*
lieh ben SJtaagftab. #at bie äußere Temperatur 18
big 20 unb meutere ©rabe nach Steaumur, fo barf
man bie genjiec fo f>ocf; {teilen, baß unter unb ne*
ben bcnfel&en einerlei SBätmegrab erhalten wirb. ©hc
biefet Buftanb aber eintritf, muß man möglich ju
machen fudjen, biefe höbf<m ©rabe unter ben Sen*
ftem fjeräuftcUcn unb nun nvt bem ßüftcn äufierft
aufmetffam fepu, feine Tljdiigftit ocrboppeln unb be*
fonber« im grul)ial;re, wenn tag SBettcr oeränbcrlich
ift, nnt jebet 23etänbetung, aud; ben ©taub ber
Stiftung netinbctn, unb entweber erhoben ober h«ts
abfeben. £>ag eben ©cfagte barf burchaug nicht
obcrfIäd?iid> genommen, fonbcrn muß mit ber groß*
ten tfufmerffarofeit unb rafllcfen Sorgfalt unaug*
gefegt betrieben werben. ©0 wie bie ftvfcKrj^cn*
uenwdrme, ober Söärm; ber tftmogphärc j 4 nimmt,
unb folglich auch bie im SJeete {leigt, fo muß auch
bie Süftung fid) erweitern unb [feigen; fo wie jene
hingegen abnimmt unb fid; uerminbert, fei; cg nun
butd; bie Neigung beg Tage«, ober butd; anbere
mcteorolcgifdje S5e gebent>cifej: : fo «ui& biefe f>evab»
finfen unb entlieh ganj vmfthwinbm. £>abei l;üte
man frdj aber, bie $ flanken nicht netbrennen ju laf*
fen, benn ein foldjcr ©da ben ift uneriefctid) unb für
bie Scudytc Born größten 9lachtt?ile.
lieh ift bie burd; ütecraaßigi
Jveibcigejogen» fleine SKilben fein ne , welche, wenn
fie wirflid; in einem SBeetc ift, nur burch öftereg
Ue&ejfprrfee» ber SSlätter furj oor Stacht, unb Süf*
tung im Saufe biefer, fönnen «ertrieben werben.
9Sdl;rcnb biefer Cur leiben nidjf feiten bie
anfehntid), unb ift beßfjalb borjufiehen fie fobiet wie
moglid) abjuhatten. 23ag ßüften in bet 9tad>t , ja
felbft bag tfbnehmen ber genftcc wdhrenb berfelben,
wenn fie fchwul unb ohne ©ewitter ift, barf in 23er*
binbung mit einem Steichthum «on gefunben 23lat*
tern, alg bag wahre Stemebium angefehen werben,
gute allen [Regeln beg pt}i;fifdjen ©efehmaefg bollig
entfpred;enbe Srüd;te 51t bejwecfen. 6g beefteht jid>
aber bon felbft, baß bie übrigen 23orfd)riften biefer
S5eh«nbluna6art angepaßt finb, unb eben fo wenig
bürfett bccnad;ldffigt nod; weniger übergangen wer*
ben. __ gftan tvtct> finben, baß bie «Pflanje nach
einer günfiigen Stad; t fich »öllig erholt, unb fo üiel
Stahrunggfroffe eingefogen hflt/ »eiche hinteidjenb
jinb, biefclbe bov gänzlicher ©rfcfjöpfung wdl;renb
bem Tage ju fidjern, in welchem jene ©dftc bott
neuem gefocht unb «erarbeitet , ben grurf>tett alg
>£>aupt;wecf bet 9>jTanje jujtrömen, fo, baß man burd;*
aug feinen tfbgang burch bag auggefe£tc 23egießen
bemufen fann. ßbenfo »erhdlt ficlj’g im 23aterlanbe
ber*PfIanje, nicht nur mit biefer, fonbern mit allen
übrigen ©cwdd;fen. 2Bir wiffen j. 25. bafj in ben
heißen {Jonen, ber nächtliche Tf)au ndein bie ©e*
wdd;fe erhalt, unb für ben Untergang in ben bren*
nenb Reißen Tagen fichet [teilt. 2ßir wiffen weiter,
bap bort unter biefen SBirfungen unb ©egenwir*
fiingen bie fojtlichjten grüßte auf ben jtro&enbften
spflanjen hJl'anwad;fen unb beffer gebeihen alg in
unfern Treib, el;äufetÄ unb 25eeten, wo wir bag im
fefjlenbe recht gefliffcntlich
unfern erbäcmlidien Theorien
unb ^ippothefcn jufe&en unb «erabreichen. SBarum
wollen wir nicht ber Statut ©chritt vor ©ebritt fol*
gen, unb ung erfldren, wie auf bem natürlichen
23cge jeterjeit bag ©ine ©tfafc für bag tfnbere ift?
©ben fo fchdb*
u..b unnatüriiehe ^)ihe SSatertanbe fd; ein bar
hcroorfuchen, unb nach
Sreib s tmb ®en>dd)§f)auS = ©arfneret.
9fur auf biefe ?frt, Wo mit forfdjenb ebne Unterlaß
ben rechten ©eg einfchlagenb Bevfolgen, fönnen wir
immer weiter fommen, unb felbfi Siete erteilen, bie
in ber Statur nicht fo oollfommen erfcheinen, weil
ber ©chöpfer gar oft abjtcf)tliä&e Süden gut 2Cuöful=
lung burch menfdhlichen gteif unb @rfmbung6ftaft
gelaffen h«t, meines mir ju erflaren nicht fchwet
fallen bürfte, unb nur allein baburch in ber Äurje
fd[)on bewiefen werben fann, baff foldje Süden wirf*
lidb Borfjanben waren unb noch finb, wenn ich auf
ba-3 fofitiche Sbji ber Fachwelt Berweife, welches
bet SBorwelt, wie wir bcutlid; wiffen, gang lieh
abgieng.
SD?an Beleihe mir biefen 2fbfprung, ber nur gu
großem gifer feinen Urfprung oerbanft, unb fe(>r e
mit mir gutüd jurn funftlichen ©elonenbeet.
©odfe allenfalls bie gar gu btüdenb, bie
Mächte faum etwas fühlet als bie Sage fepn, unb
wdhrenb jener ganzer ©angel an Shau, waS ira
SSaterlanbe nie, bei uns aber nicht feiten ber gaff
iff, fo befpti&e man 2fbenbS, nach BÖUigem Unter*
gange ber ©onne, b e ©elonenbeefe mit reinem
glufwaffer, baf fchon langer in bet ©onne flanb,
aber nicht jidrfer, als bafj nur bie ölatfer btfeud;*
tet werben, S aber — ■ waS man an ber großem
ober geringem Schlaffheit ber SSldtter (eicht gewahrt -
nicht fo duferff nethwenbig , fo iff bie tfuSfe&ung
tiefes Sefprengens Borjujiehen. 2fupetbem fantt man
nun mit madigen — aber fo feiten als möglich _
83<?gief;en beS Ucnfa|eS, Bctmittelf! beS weiter oben
bemerften SiinnchenS ben auf erfreu ©ur. ein einige
Nahrung geben, bie bet ‘P-Tange Bon grofen 9?u&en
i(*' unb au;l; ben fruchten gutrdglid; bleibt, wenn
Sertf. &, tf.S.Sart. SDlag, V.S3bö. 6. <S$. 1821.
man eine gewijfe ©d&igfeit beobachtet. Sabei rauf
aber baS SSeet in&ner flarf gelüftet bleiben, liefet
2uftung fiellen fich freilich in t)i\$eK ©ommerjeit
grofe #inbermffe burd) fireidjenbe ©ewitter, wcld^e
mit ©türm Berbunben finb, entgegen, ber ©utl)
biefer gu entgehen, ohne bort Abbruch gu thun, muf
man fidj, wie natürlich, bequemen unb gefallen laffen
ndd)tlicher ©eile aufgufiehen, unb fo wie es notl)*
wenbig wirb bie Suft abgunehmen, unb baS fßect gu*
jubeden. man am 2lbenb Berfichert, baf ©ewit*
ter fommen werben: fo fann man fich biefer 9?uf)e
fiörenben Arbeit baburch entheben, baf man Bor 9fadjt
alles ©efahtbrohenbe befeitigt.
Sie Sfeifejeit ber juchte iff nicht fehr genau
ju bejfimmen, bocf> thut man bei allen am beffen fie
nicht überreif werben gu laffen. SaS Hbtöfen beS
©tiets iff baS ficherfie Seichen, ba aber gar Biel
fruchte biefe Sigenfdjaft nicht beffen, fo muf man
bei fotchen ©etuch unb gelbliche garbe gu £ütfe neh*
men, unb nach biefen bie BÖUige 0?eife beurteilen. —
S5ei ben ©affermelonen ijf feinS Bon jenen ©erf«
malen, bas uns als ©ittet gu biefer ©rfenntnif
bient. Sie Uebung ift baS erjfe, unb wieberholtcS.
Klopfen mit bem gingetfnöchel (gleich bem Klopfen
an irbene Söpfe, beten @d;theit man baniit erfor*
fchen will), baS gweite aber fichere ©ittel, ben Seif =
punft ju erfahren, wenn bie feucht abgenommen f::;n
foll. Sa gar Biel praftifche ©drtner bie «Keifjeit
ber ©affermelonen nicht fennen, fo will ich fie ges
nauer befchreibcn. Stopft man g. S5. an eine oöllig
unreife Svudjt, fo giebt’S feinen weitern Nachhall,
unb erfdjeint uns baburch wie eine ©affe, bie ohne
innern 9taum ifi. ©iebcrholen wir biefeS Älopfm
m ber golge öfter, fo werben wir gewahr, wie fie
Si
SSveibs unb ©cwdcf)§^au§ = (Sdrtnci'et.
23 +
nach tmb nach T?of)(cc werben. 3(1 bet dflang «nb;
lieh hcU, unb jeigt eine große .fjöhlung an, fo bur*
fen wir ße getrofl abf*neiben. Qi gefellen ft* frei»
lt* t)terju no* aubere 3«id)en, bie bet
©drtner buc* ben ©eftd)tßfmn erfennt, jte fmb aber
fttt ben Seien ju ttugli* unb weniger leicht ju
nennen. 23et mehr bamit umgebt, Srüd)te biefet
2(rt ju sieben, bem wirbß ni*t f*wet werben, ben
rechten 3eitpunft beß mnehmeng su treffen.
25ic tfuffammlung ber ©aamen ij! nicht gleich*
niel, fonbetn mup mit großer ÖtbnungSliebe unb
gjorjtcht betrieben werben. S3ci allen 5Jfelonen iß
alg ©tunbregel ansunebmen unb feßjufeben, baß
nUer ©aame non gans voüfommen außgewachfenen
geuchten mu§ genommen werben, bie außer ihrer
fichtbaren «Bollfommenheit auch innere ©utc heften,
«nb völlige SReife erlangt t)aben muffen. SSiele bet
ältetn © artenfdjriftfleUer s«<9«n *inc ^efonbere ©teile
in ber gtud)t, beten Körner man nur nehmen foll,
man fleht aber, baß fold>e 23otf*riften unseitige
©ebutten eineß verfemten SBahng jtnb. Ser ©i&
ber Äevnen iß einerlei, aber bemungeaebtet nicht jebe
wilUubrliche «1 &u belügen. SWa n barf immer
nur bie vollfommcnßen, ßdrfßen unb f*wetßen
©aamen heraußfuchen, unb ba bie lernten bo* fo
anfehnli* jinb , bie übrigen alg untauglich wegwet«
fen. - SBiele ©drtner, felbß von ben feuern,
wollen bie SSRelonenferne nicht burch #ulf* beß 53af*
ferß gefdubert, fonbetn ohne 2lbwafd)tmg im ©«hat*
ten getroefnet haben.- ©ine folch* vergebliche »ot.
ficht ift nicht werth, baß man fie berührt, fonbern
i* tatf>e , bie jterne recht absuwafchen unb fie fo
fdjnell alß möglid) absutroefnen unb aufsubewahren.
__ sgei guthm«lcncn mu& man f0C9f^t iÖ botauf fe*
hen, von ber etßen reifen grud)t feine ©aamett $u
nehmen — voraußgefefef, baß fie nicht fruppelig war —
unb fo jebeß Saht fortfahren, fo wiib man nach ei»
ner beßimmten Seit mit föergnugen wahrnehmen, baß
biefe «Borftcht nicht ohne alle Belohnung war, baß@e»
gentheil aber von gtofjem ©djaben iß.
3n inficht auf baß tfltcr bet ©aamen, ift
man f*on feit unhöflichen Seiten ber Meinung, baß
ber altere immer ber beffere fep. 3«h bin hiervon
völlig fiberseugt unb lege nie Äevne unter 8 10
Sahren. Sie frifchen, ober vielmehr jungen 5Terne,
treiben su raf* unb vereiteln oft eine reiche lernte.
Sic Urfache hiervon liegt, na* meinen ©infi*ten, in
ben Gotplebonen (©aamenlappen), welche in ber erften
Seit ober fürs n««h bem tfuffeimen baß ^5f(dns*en
ernähren, unb ihm ©toff su ©runbbeßanbtheilett
Sufuhren, ber su oi«l ©eilhtit» ober SEtiebfraft hat,
bie ber «Pßanse verbleiben, unb biß sut gru*treife
wirfen. S3ieljdhrige Erfahrung unb unabldßtidje
«Beobachtungen hoben mit biefeß gelehrt, i* fann
eß bähet um fo mehr ben betheiligten Siebhahern für
erprobt unb bewdhrt, unfern Ghemifern aber m*t
genug anempfehlen, hi«* ben ©runb fo viel alß
möglig s« fu*en; ber gefunben, von bebeutenbe«
«Bottheilcn fepn burfte,
©inb enblich bie größte von ben SSeeten alle
abgenommen, fo hört bei biefer Gultur» «OIcthobe bie
@otge no* nicht auf, waß auß bem h»«* Solgenoett
leicht s« erfchen iß. — 9?och vor völliger Ginwin»
ttrung trage i* ©orge, baß alle ßRelonenbeete ge»
fdubert, bie Gtbe abgehoben unb auf bie SSanfe (bie
swifdjen ben SDlißgruben befinbli*en fföege) gefegt
wirb, Um einigermaßen Sungung $u geben, wirb
2reih -- itnb ©mdcf^auö = (Sätfnem.
ber oteie 5JZt‘jl »on manchmal 2 3ofl tief, ber ganj
faul tfl , mit bet gebe gua[etd> fibgehobett, unb un=
termifcht. @0 bleibt mm bis gebe in beit 3Binter=
monafen öltet ginwirfung bet 2ftmoSpb)dte MoSge*
Mt} friert tüchtig auS; faugt atmoSphärifche Stoffe
ein, unb getfegt völlig was noch unaufgelöft war.
Sfi bie 3eit berattgefommen, bajj fte tvieber foll ge*
braucht werben, unb ijl febt feucf>feö ober auch aüju
fatteö Söetter, fo wirb fte burd) bretterne gaben ge»
gen ju fefyt einbringenbe Stoffe, unb «ermittelfi alter
f! tönerner 3Jlijibectbecfen gegen ben grofl gefiebert.
2>iefe S3orfef)rungen gefcfjefjen blofj befjbalb, bamit
bie grbe, wenn fte auf bie Seete gebracht wirb, we*
ber ju hart gefroren , nod) ju fef>r burcbndft ifi,
Wetcije beibe gytremitäten gleich bei’nt Auflegen ber«
felben bas 33eet erfälten, unb bie grbe in jebem
S«Ue ju febmieeig machen, was man wdbrenb beut
ganzen grübjabre allerwenigfienS verfpürt. 3m 33er*
folge gebt* nun fo fort, wie ich weiter oben febon
jeigte.
SD7an wfrb aber nun, wie billig, biegrage auf»
werfen: wie famt aber bei biefer 2fct, bie grbe aus*
jufaugen, in mehreren ttacbeinanbet folgenbett 3ab=
ren , fo viel fPflanjennabrenber Stoff vorbanben
fei;n, bet boeb unumfiöglicb jur guttut eines ®e*
wdcbfeS vorauSgefefct wirb ? — £i?fes tvill ich
gleichfalls erflärett, unb jeigen, welcher ©effolt auch
hier geforgt ifi,
£>ie Sfftijigtuben finb 4gug, unb ber Swifcben»
raum jweier Sagen 8 Sup breit, gelterer bient erff»
lieb baju, unb enthalt feine 23reite begbalb, weit
man l)ier nötbig bat ftcb frei bewegen, unb bie vor»
tdtbige Stbe auffebutten ju fonnen. Zweitens ifi
a35
bie ginriebtung fo getroffen, baf nach bret Sabren,
wenn bie grbe ber etjien Sage entfräftet ifi, butch
fie ber ©raben, woraus fte entnommen war, vollge*
füllt wirb, liefet Ausfüllung voran, wirb ber 5ftiff
womit bie ©rube angefüllt war, bis auf einen gufj
hoch auSgefabren , ber Uebecrefi unangerührt gelaf»
fett, unb nach Verlauf non btei 3abren, als völlig
jergangen ber grbe beigemifebt. hiernach wirb (itt
ber 83ornuSfe|ung , bag bas grbteicb gut ifi) längs
beS UBegeS ober ßwifchenraums unb gerabe in ber
2J?itte, ein ähnlicher gleich langer, breiter unb tiefer
®raben, als grfa&mittel für ben jugeworfetten,
auSgegraben, unb bie gtb5 ju weitern ©ebraud;
t>or SBinter auf ben Bwifdjenrdumen auSehtanbec
gebreitet unb wdbrenb berufenen mit $acfen ober
Ädrfien bearbeitet, bamit aUeö auSfriert, unb ba»
bureb ben gehörigen ©rab non Sraucbbarfeit erhalt,
ber fie baju eignet, ^flanjen biefer Art aufnebmen
ju fonnen. £>aS bearbeiten im Saufe beS SöinterS
barf burdbauS nicht umgangen , fonbern muf? bei
SÜbauweffer fo oft wieberbolt werben , als nur ims
mer möglich ifi, bamit Alles recht tüchtig aus* uttb
burebftiert. Sm UnterlaffungSfalle hat ftcb ber gr*
gentbümer ober gultivator es felbfi jujufchreiben,
wenn bie Aentte mifjrätb. £)enn burd) biefe 33er*
fäumnifj befommt bie grbe ihre gehörige Socferbeit
nicht, bleibt gebunben (was freilich, wenn fte brei
Sabte vorher fd)on gebraucht würbe, nicht fo bruf*
fenb ifi), reigt bei AuStrocfnung beS 33ceteS, jer>
fprettgt bie Söurjeln unb gewährt fehlste grüßte.
3m anbern unb beffern galle aber, unb befonberS
alSbann, wenn man fte nid)t gleid) ju grubmeto*
nen nimmt : gewährt fte Alles was ju erwarten
fleht, unb ifi ber fenfi gewöhnlichen leisten Saub*
unb anbern ©tbe bei weitem vorjujiehen, — Sie
3i 2
235 ©emüfc&au im ©arfen
im jugeworfenen ©taben befinbliche <5vbc 155t fiel)
ltid)t worauf berechnen, «tbolt ffcf) in ben brei
fahren betäube völlig , unb gemalt fobatb fte non
Steuern in Sbatigfcit gefefet wirb, alte SSoubeitc
fcifdjcc au«gerubtcr <*rbe. — witb wechfeffeitig
foctgcfabrm, unb bei 2fu«fütlung be« einen ©ra»
benä, bec anbere geteert. #ierau« hoffe id) wirb
man, wie id? erwarten barf, leidjt abnebmen können,
baf alte «Borfcbriften biefer (5ultur = «OTethobe in ©in*
flang gebraut unb gehörig beobachtet, einen t)ot>en,
biebec wenigffen« nod) nid)t allgemein erjtelten
©rab non SBotlfommenhcit erreichen taffen, unb ich
unb auf freiem $e(be.
fdjmeicbte mir im «Borau«, baff Banner non £in»
ffebten, richtiger «Beutth.-ilungöktaft unb Siebe jum
gortfdjreiten , biefer auf Erfahrung begrunbeten «Ne»
lonenjud)t ihren SBeifall eben fo wenig, at« bie 5Bur»
bigung einer auf wirtlicher Einführung begrunbeten
Prüfung nerfagen werben.
2Me$ Ucbrige wa« nod) konnte gefagt werben,
iff non ju geringer 33ebeutung unb fo befannt, bajj
ich e« tffrr füglich ctfpaten, unb ohne weitere« über»
gehen fann.
2enj.
©emüfet'au int ©arten ttnb attf freiem Selbe.
Ucher bie Betriebenen tftten bc5 ©pargetfofylS
(Broccoli brassica, asparagodes cnspa)
unb bie ?lrt feiner Gultur.
©$ ift in bec Zi>at s« nerwunbern, baff ber
«patgelfohl in fo wenig 2eutfd)en ©drten angetrof»
fen wirb , ungeachtet et für bie Safet ein eben fo
belifate« ©emüfe iff al« ber «Blumenkohl. Sie Äi*
pfe werben ebenfo jugerichtet, unb bie <3tangel ffnb
non gleicher Nahrhaftigkeit; testete taffen ft« fogat
trocknen. wenn man bie ©chaale baoon abjiehet unb
ffe in eine t)eiffe Ofenrohre legt, tfud) bie «Blatter
geben wähtenb be« ©ommer« ein ungemein f«ma<k*
hafte« ©erid)t, unb netmehren auf eine f^dfebave
3frt bie ©enüffe be« ©aumen«. Sn«gemetn glaubt
man, et fei) au« bem «Blumenkohl entffanben unb
juerft au« Statien ju un« gebrad)t worben. Sn ben
gewbbnlicben ©attenbüd)ern werben nur jwei, hoch*
ffen« brei ©orten banon aufgeführt, bet weife, pur»
purrotbe unb fdjwarje, in Snglanb aber, wo man
biefe ©emü«pflanje ungleich hoher ffhafct al« bei un«,
ffnb nach unb na« burd) bie (Sulfur folgenbe ©or=
ten entffanben.
i, v^etbff » «Broccoli ober SSlaufopf.
Ser Äopf iff gefchtoffen unb feff, non f«onec
blauer gatbe. Sff bet ©ommet feud)t unb er ffebf
©emufebou im ©arten unb auf freiem ^etbe.
in gutem ©oben, fo tt>irb bot Äopf bcffelberr- eben
fo breit wie ber Stopf be« ©lumenfohl«. ©det man
if>n in ber C0?ittc be« ®?ai, ju Anfänge unb ju
Grnbe be« Suniu«, fo folgt bie tfernte beffelben re?
gelmöpig oom tfuguff bi« in ben Secembet auf ein?
anber, wenn bie .Stopfe, treibe etwa« gart finb, nicht
von frühjeitigen gröjfen gu ©tunbe gerietet werben,
©äet man ihn im Suiiu« unb tfugujl, fo wirb er,
wenn ber ©Sinter getinbe iff, im grufjiinge gute
«fföpfe liefern, ©äet man ifjn ju Anfang be« ©ep?
ternber«, fo wirb er im Suni unb Sult fefjr gute
-Stopfe bringen, wenn man ifjn nur, wie ben ©lu?
menfohl, wäfjrenb bc« SOSinter« unter genjlern halt.
Siefe ©orte bann atfo bei gehöriger Wartung faft
ba« ganje Saht ^inburc^ bie Stüdje oerforgen, ben?
nocf> aber ift fie nicht fo hart, bap man fte ben
©Sinter über fich felbjt uberlaffen fonnte. Sie
^flan3en muffen jwei gup weit oon einanber fielen,
©ie werben i bi« ij gup f>ocf>. Sie Störtet finb
ganj, gerabe, runb au«get)6f)lt, unten am ©nbe in
Wappen geteilt, fet>r wellenförmig, furj unb fielen
regelmafig um ben Stopf fjerum; it>re Abetn unb
bie ©fittelribbe finb blau gefärbt, unb biep ift ein
geirfjen, bap bie ©orte noch rein ift. Set Stopf
Mt, fo lange er wödjft, offen, ift nidjt fef)r grep,
unb fo wie et gröper wirb oermifdjt ftcf> ba« S3(au
mit einem grünlichen ©3eip in ben aupern feilen
ber ^ftanje.
2. «£erbjt ? ©roccoli ober ©rünfopf.
Siefe € te unterfefjeibet jtd) oon ber »origen
blop burd) ihre gatbe. Ser Stopf unb bie ganje
^flanje finb auch gröper, bie ©(öfter lang unb
fd>mal, faft wie bie SSldtter be« ©lumenfohl«, nicht
fehr wellenförmig ; bie Abern unb SKittelribbe grün.
Ser Stopf, welcher mit bem Stopfe be« SSlumen?
fohl« einige Aef)nlid)feit hat , ift grünlich - weip
unb gewöhnlich mit ©lottern bebeeft. Siefe beiben
©orten finb eigenfinnig, »erwanbeln fich oft in ein?
anber unb haben eine grope Neigung 3um Au«atten;
gleichwohl unterfcheiben fie (Id) beutlid) oon einanber,
unb finb , wenn fie ihren urfprunglichen ßharaftet
behalten, feht fdjön. £0?an rnup bähet recht auf?
merffam fepn, bap man ben ©aamen nur eon ganj
reinen SPflanjen abnehme. Siefe Siegel gilt über?
haupt »on allen ©orten.
3. gruf)et ©lumenfohl ©roccoli.
SBenn man biefe ©orte ju bte: oerfchiebenen
Reifen fdet, »om Anfänge be« ©?ai bi« ju ©nbe be«
Suniu«, fo bringt er feine Stopfe nach unb nach 00m
©nbe be« ©eptembet bi« ju SOSeihnachten, wenn bet
^erbfl nicht gar 311 falt iff. Sa ber Stopf mit ben
©lottern bebeeft iff, fo iff er »or fleinen gröften
hinlänglich gefchüfjt. Sie ©lattfticle finb runb unb
naeft, unb bie ©Idtter breitet unb fuqer al« bie
SSldtter be« grunföpfigen ©roccoli, unten an ber
©tunbffadje gelappt unb nur wenig wellenförmig;
bie Abern unb bie ©tittelribbe weiplichgrün; ber
Äe»f ift breit unb ganj weip. Sie ^flanjen muffen
2 gup weit »on einanber flehen.
4. SOSinte r ? ©roccoli, grün unb mit
gefcfjloffenen .Stopfe.
Siep iff eine neue unb fchöne ©arietöt, bie,
wo ich nicht irre, »on bem grunföpfigen ©roccoli
abflammt, auf ben er unmittelbar folgt, ©ein un*
tcrfcheibenber (Stjarafter befielet barin, bap er ben
ganjen SBSinter I>inburch , wenn bie Temperatur bef»
felben getinbe ift, 31t warfen unb Stopfe 30 liefern
©emfifebatt im hatten unb auf freiem Selbe.
238
fortfä&rf- Sie fPflanjen muffen 1 bi« $uf weit
von einanbet flehen. Sec ©tätiget wirb nid)t bod),
bie SSlatter finb gtof, leid)t gejdbnt, ja^lceicl?, nid)t
fetje wellenförmig unb breit, bte tfbern beefetben finb
tneif. Sec Äopf ifr offen, ähnelt «in wenig bem
bes gtünfopftgen 23ro«oti unb ift oon mittelmdfi--
ger ©rofe.
5. grüßet blauet SSroccoli.
Siefc b>errlict>e ©orte iff bunfelbtau. 5Bemt fie
rein iff, fo iff bet Äopf betfelben anfänglich fet>c
gefdffoffen; hierauf lofen ffd) bie 3weige ab, unb
in red)t guten 25oben wirb fie gern grün unb aufet*
orbentlid) affig. <5det man fie im 2fpril, fo gebt
il;r Ertrag im fJlouember an, unb faxtet fort Äopfe
unb ©ptoffen ben ganjen Söinter binburd) ju treu
ben, wenn et gelinb iff. ©det man fie im Suniu«,
fo liefert ff« im folflenben SNdrj unb 2lpril eine
gtofe 3Kenge ©proffen. Sb* ©tdngel wirb 2-3
gu^ bod). Sb« »littet finb 8«Mnt' bIau''
grün non gatbe, breiten ficb febt au« unb finb nid)t
fo lang ol« it)r e ©tiele. Sie Äopfe finb offen unb
mit flcinen SSldttern untermifcht; in fl»ten »oben
muffen bie «Pffanjen 3 weit non einanbet ffeben.
6. grübet weifet SStoccoli.
£)ie jtepfe biefer 23arietdt finb febt gefdjloffen
unb fd)6n weif. Um ibn jatt unb »eilig ju haben,
muf man ihn im gebruar unb ju Anfänge be«
Sffldti auf ein gelinb warme« Sfliffbeet fden. 5öenn
bie ^flanjen 3 — 4 3oll bocb finb, muf man fie
3 — 4 j}oU weit non eiuanbet auf ein 33eet in gu*
ten, tüchtig gebüngten »oben nerpflanjen unb fie
forgfaltig not bem groff unb bet 9lad)tfüble burd)
Stätten fcbüfcen, ©egen ba« ©nbe be« 2(pril wer=
ben fie ffarf genug fepn, um an £>rt unb ©teile
2 — 3 guf weit non einanbet nerpflanjt ju werben.
3m üionember werben fie juerff febone dlopfe lies
fern, unb wenn bie ^Bitterung ein wenig gelinbe iff,
bi« 5Bcibnad)ten bamit fortfabten. Siefe ©orte
unb ntebtere anbeve werben non ben ©drtnern, wenn
fie ju tjcfticje gtoffe befürchten, in großer Sflenge
abgefebnitten ; fie bringen fie bann in ©cboppen
ober ©peifegewolbe, um nach unb nid) bie 5)?dcfte
bamit ju nerforgen. Ser ©tdngel, welcher beinahe
3 guf bod) wirb, bat getabe, hellgrüne unb
faff ganje iölattec.
7. S5 raunet ßwerg * SS r 0 cc 0 li mit ge*
fcbloffenem Äopfe.
£iit 2febnlid)fcit mit bem fcbwefelbatbenen
«Broccoli macht mich geneigt ju glauben, baf er non
ihm abffamme, jebccb unterfebeibet et ficb oon ‘hm
bureb feine grübjfitigleit, fo wie burd) bie gorm
unb garbe feine« Äopf«. Sie SSldtter bcffelben finb
breiter unb für jer ; fie finb flein , nid)t febt wel«
lenformig, bunfelgrün mit weifen Tlbern, gerabe,
unb bebccfen ben Äopf nicht ganj. SD?ef>rere f leine
jftonen finb bei ihrem Gntffeben grün , machen abec
halb «inen fdjonen unb breiten braunen Äopf. ©det
man ihn in ber Sflitte be« 2fpril, fo wirb er im SJldti
unb 2lpril be« folgenben Sabre« eßbar.
3. «Blauer SSroccoli mit großen breiten
Ä op fett.
£)iefe ©orte, welche 2 — 3 guf hoch wirb, lies
fert große unb breite blaue Äopfe. ©det man ihn ju
Gnbe be« SSftdrj, fo wirb er im Stfdrj unb 2lpril be«
folgenben Sabte« efbar. 2JJan muf ib« 3 3up weit
au« «inanbet pffanjen.
©cmufcBau t'm ©arten unb auf freiem gfefbe.
9. SHahmfarbiger ober *))ottSmuthet
58roccoli.
£>i?fi ifl eine fehr fchdtte ©orte, reelle alle
«n'oete an ©roge übertrifft. 25er Äopf beffetbcn ifl
rabmfatbig ober wie gelblich 33üffelleber. ©eine
S3latter finb breit mit weifen 2fbern unb breiten ftch
fehr au«; bod; bebecfen bie fleinen ben Sflittelpunft
bet S3liime. 21, n $un SDlai 1818. würbe ber ©ar*
tenbaugefellfchaft non 2onbon burd; £errn Slba;
fer, von ©eiten ©ir Sofeph SSanf« ein äcpf
baoon überreicht, welcher 4 Sug im Umfange batte,
ob fich steict? bie S3(dtter bicht um ihn anfchloffen.
©aet man if>n in ber Sflitte be« 2fpril, fo wirb er
im folgettben SJldrj, 2fpril unb 5Jfai eßbar. (?c
wirb nicht fef>r hod; , unb beßwegen muß man ifjn
3 guß weit au« einanber pftanjett.
10. ©chwefelfatbiger S3roccoli.
Sief ifl eine febr gute ©orte, unb hart gegen
hie Äalte. SBcnn man ihn im 2lpril fdet, fo wirb
et im barauf fotgenbcn 2fpril unb ju Anfang be«
5D?ai eßbar. Ser Äopf, weldjet einen fehr belifaten
©eühmad hat, ifl ftfl, fonifch, fchwefelfarbig , unb
§uweilen blau angelaufen. Sie Slatter, welche auf
langen ©fielen jt§en, finb fehr gejdhnt unb bldulid);
grün. Sie ?)fTanjen flehen 2 guß weit genug »on
einanber.
11. S5lumenfoht = SSroccoli, ober weifet
gtühlingö = 33roccoli.
(^t muß im SDldrj gefaet unb 3 guß weit oer*
pflanjt werben. gn gutem SSoben liefert er im
3frr>l unb SD?oi be« folgenbcn gahre« belifate, ganj
weife Äopfe, Cfr ifl oott fraftiger Statut j feine
langen unb fchmalen Slotler finb mit ftarfen 2fbern
berfehen, fie hüUen ben Äopf fo ein, baß matt
ihn gemeiniglich nicht fiehet, fo lange er auf bem
©tdngel bleibt, unb hieß hilft ihn gar fehr gegen
bie SDtorgenfröfle fd;ü|en; bie in ben grüf>ling«»
monaten gemein ftnb,
12. flauer fpdter 3werg , SSroccoli mit
gefchloffenem .Kopfe.
Sief ifl bet fpdtejfe blaue «Broccoli, weit et
nur im efpril unb SKai eßbar wirb, er wirb feiten
über einen guß hoch, ©eine S5lume jeigt fxcf> an=
fanglid) flein unb grün; aber halb wirb fie großer
unb bilbet einen blauen fegelformigen .Kopf. Sie
SSlatter finb t'urj unb fchmal; bunfelgrun mit wei»
gen 2fbern, frumm, tief geahnt, unb flehen ring«
um bie SSlume in regelmäßigen ©trahlen, welche«
ber ganjen «Pflanje ein fonberbareö 2fnfehen giebf.
2)?an muß ihn im 2fpril feien unb bie spfTanjen 1
bi« i| guß weit oerfehen.
13. ©iberifchet ober fpdter grüner
58 ro cco ti.
Sieg ifl bie fpdtefle unb hdrtefle ©orte, weit
fte ben flrengflen «Sintern wiberflehet. 2ßenn man
ihn gegen ba« (?nbe be« 2fpril fdet, fo liefert er
ben ganjen 2)?ai be« folgenben gab™« hinburch breite,
grüne unb fehr fejle Äopf?. Sie «Blatter finb wel*
lenformig, gejdhnt, lang, fchmal unb auf ben 3?ibs
ben leicht blau gefärbt. Sie ^fTanjen flehen 2 guß
weit genug oon einanber. Einige nennen ihn auch
Sänifchen SSroccolr.
5Ba« nun bie Gultur biefer b?rrlfd>en ©emü«=
pflanje betrifft, fo hat fte Zieles mit ber Sultur
©emufebau im ©arten unb auf freiem gelbe.
240
beS VlumenfohtS gemein. Sie ©aamenbeete muf*
fen aus einem (eggten, fetten, leisten unb t&fr
tig gebungten (Scbretdf? jubereitet werben, fcie man
bes 2£benbS — im galt man fie beS anbern Mot*
gen« befden will — begießen muf , wenn fie $u
troden fct;n fotlten. SO^a n muf ben ©aamen bunn
faen unb bie Veete mit Statten ober langer ©treu
bebeefen, bis bie pflanjen aufgegangen finb. WSbann
nimmt man bie Vebecfung t>imr«g unb begiept bie
jungen pflanjen fotiel eS nott)ig ifl. Sie be(le
5Jfetf)obe, wenn bie SSBitterung ju troefen wdte, ifl,
fte auf ein anbercS Vcet 4 3oll weit au§ einanbet
ju pflanjen, wenn fie 3—4 3<>U I)ocf> finb. 85et
ber gehörigen QfufmerffamEeit, fie ton Seit JU Seit
burd) leichtes Vegiepen anjufrifchen, werben fie nach
Verlauf ton 14 Sagen ober 3 5Bod?en flarE genug
fepn, um $um anbernmale uerpflanjt 5« werben.
SiefeS Verfahren gewahret ben Vorteil, baff man
3cit jum 2CuSjtef)cn ber gruhetbfen gewinnt unb
folchergefialt leeres 2anb befommt, um jene an Stt
unb ©teile barauf pflanjen ju Eönnen. Sie 4 er*
ffcn ©orten, bie ich als terwanbt anfebe, muffen
nur einmal terpflanjt werben, weil ein jweiteS Vet*
fefcen , baburd? , ba& eS baS geuer ber Vegetation
fehwdeht, bie .Köpfe ju fd>nell tjccaaorlo^en würbe,
»eiche in biefem galle $u flein unb ton mittetmä&i*
ger SSefd) affen heit werben würben. 3fl bie SBitte»
tung naS, fo mu& man äu Abhaltung bet Vögel
sRche übet bie Veete fpannen, unb bie jungen $flan*
ien, fobalb fie jum Vorfcbein fommen mit Äalfwaf*
fec begiefjen, ober an b:r ßuft jerfaüenen Stalt bar*
fibet flteuen, um bie ©ebneefen ju oertilgen. ©inb
bie pflanjen 6-8 3o« hoch, fo fann man fie an
Sit unb ©teile in ber für jebe ©orte angegebenen
Entfernung tetpflanjen.
Sie alten ©arten werben oft ton einem 3«s
feft heimgefuebt, weldjeS fid) wahrenb beS ©ommerS
in bie SBurjetn «Uer Äoblarten fehlest, unb h'ec
eine ©efdjwutlfl tecurfacht, bie eine wahre Kranfheit
tfl; wenn man in biefem galle bie Erbe tief genug
auSgrabt, um 5 — 6 Soll frifche Erbe barubet ju
bringen, fo gewinnen bie pflanjen baburch, unb bie
Snfeften werben wahrfcheinlich fo tief begraben, bafj
fie feinen ©d?aben mehr thun fönnen. Sann man
biefeS Verfahren in einigen ©arten nicht anwenben,
weil fie burd) eine lange golge ton ^lernten erfdjopft
finb, fo mufj man non einem ©emeinbeplafce ober
ton einem gelbe frifche Erbe t)ineinfd>affen , welch«
anfänglich bie Vegetation beS Vcoccoli beförbern unb
hernad) ben nad) ihm folgenben pflanjen eben fo
nufclid? fepn wirb.
©eifenfieberafche reichlich angewenbet unb gut
mit Erbe termifcht, ifl baS befle VerwahrungSmit*
tel gegen bie ©efd>wul|l ber SBurjeln , jumal wenn
biefe tot bem Verpflanjcn in einem biefen Vret ton
eben bet d)e eingeweicht worben finb. Eine $DIU
fdjung ton flaueren Sngrebienjien j. S5. 9luf,
<Sd)»vefct, Xabacf bürfte ulelletcht noch witffamet
fe^n.
Sec Vroccoli gebeihet überhaupt in einem mit*
ben unb frifdjen Voben am beflen, wo fid) bie ©or*
ten reiner erhalten , unb wo er harter gegen bie Ädlte
ijt, wenn man ihn nicht mit fOlifi belegt. .Kann
man fid? fotdjen nicht ton biefer Suatitat terfchaf*
fen, fo ifl baS einjige SHittel, gute lernten ju
befommen, ihn reichlich i« bungen ur.b tief ju
graben.
Eg ifl begannt genug, fcaf bie VroccotiS am
beflen werben unb bie gvo^ton Äöpfe befommen, wenn
£> b ft = (5 u ! f u r.
ffe auf bet ©teil« fielen bfeiben , wo man fte t)in=
pflanzt; inbeffen iff «6 bod) bet jttugheit cemäfj,
einen 5lJ)cit »on ben neun ledern ©orten ju 2Uu
fang be$ 9fooember$ mit moglichffer ©djonung bet
Sßurjeln in eine recht fc&täge i'age, ben Äopf nach
Siorben gefehlt, nur einige 3°U übet ben SSoben
unb 18 i3oU weit oon einanbet ju oerfegen. 25a
24 t
ter jfopf auf biefe SSeifc fef)t nichtig ju fielen
fommt, fo wirb er 00m ©d)nee, bet gemeiniglich
tor ben ffarfen groffen fallt, bebeeft unb gefd)ügt.
2)ie spflanje wirb auch 5« gleicher 3eit harter, unb
mehr in ben ©tanb gefegt, ber Ädlte ju wiberffe=
hen, weit bie SSerfegung betfelben bie S3egetation
fchroddjt.
1.
(S^araftccifltB t>cr £> b ft ; <S 0 r t e n.
25 ie Seutfche S3rom beere.
granj. La Ronce bleue.
( SOJit JCböitbimg auf Safel 31. )
g r u cf) t.
25ie SSrombcer iff bie grucht eine? ©traud)$,
ber jwar nicht befonberS cultiuict wirb, unb nur
nod) wilb wach ff , ber c$ aber gar wohl ber'oiente,
bajj man einige SOfuhe auf ihn wenbete *), et würbe
ffe eben fo gut belohnen, wie aubete berJeidjen
*) 93Jan ocrgleidje hiermit bes föerrn Dr Sßcibe unb
Dr. 9teeg 0. Sifenbecf ju Sonn, 3fnf nbigung
einer Sefdjrei&ung ber Seutfdjen Srombeeren,
mit Hbbilbungcn in ber gortfegung bei Z. G>a teiu
SDlagajinS, V. Sbs 1. ©t. Snt.Uigcnjblatt ©.V..
gotlf. b b 31. Z. ®act. SOlagaj. V.Sb. 6- ©t. 1821,
grüdjte, al8 Himbeere, ©rbbeere u. f. w. , bie man
auch noch nicht gar $u lange aus ber SBilbnif? in
bie ©arten gezogen hat. greilid) muf? man für jebe
©taube einen grofjen Draum haben, weil er ftd) lang
unb weit auöbmtet,.
35ie Frucht iff eine Sufammenfegung oon fünf*
jehen bi$ jroanjig f leinen runben S3eeren, bie auf
einen fegelformigen grud)thaltec jufammen gcbtangt
flehen, beten jebe einen fteinen runben ©fein hat.
©ie enthalten uielen weinfduetlid)en , ffdtfenben ©es
fehmaef, woju ffe aber nur recht reif fepn muffen. 2)ie
garbe fpielt in’8 25laurothe ober 2ila§, unb in ihrer
hochffen SReifjeit in’« ©cbwarje, 25ie gtud)t wdchff
an einet oier bi$ fünf gufj langen 9?anfe, bie oiete
fcharfe ©tacheln hat , gelbgrün iff, ihre cig-nen 3!tag;
jweige hat, an welchen ftd) bie SSeae, einfach, bop*
pelt, aud) wohl breifad) beftnben. 25ie SSlatter in
eben biefer mehrfachen 3ahl wachfen, mit furzen
©tielen, »n einem #aupt[fiel, ber mit ber SKanfe
243
£> 6 ft - <5
gufammenhangf , beffammet», unb ^iefe ®£i{*c
unb ©tangel finb mit fleinen Stacheln verfemen.
Sie Stattet finb met)rentf)eil8 runb, haben biSweü
len tiefe (Sinfchnitte, unb auf bcm 9?anbe flehen un»
gleich große unb fleinc föatfe Sacfchcn. Sie Beeren
üjn-ben nach unb nach tcif, unb man ftn bet vom
Sutiuö an, im tfuguft bi« gum ©eptember, Stuf)*
tcn, grüne unb reife Beeren. Sie taffen fiel), wenn
fte red?£ reif finb, ted)t gut bei’ra S^adjtifcb auch
mit auf SSafetn bringen. Gin eingiger ©tod hat
immer brei unb vier große SRanfen. Saß fie buich
gehörige ßuttur ftcf> tyurben verbeffern taffen, fi«h£
man fdjon an benen, bie in bet SSilbniß auf bef*
fern Boben unb in einer guten Sage liefen, gegen
bie fo ftd> biefc« nicht gu erfreuen haben. Sie taf¬
fen fiel; burdj Ablegung ihrer Zweige fortpflanjen,
bie in einem jeben ©etenfe batb Söurgel f (ft tagen,
ober auch burch ihre SBurjelbrut,
3lufer ihrem frifdjen ©enuffe, »erben fie auch
jur gdrbung beS 5Bein6 gebraucht, unb bie berste
empfehlen ben bavon gemachten ©prup unb ©elee
für Äranfe.
«5 t cf ter.
2.
Uefcet* bie SSecebtung beS StupbaumS buvd/ö
Stuliven. SSotan ein ?)aar SBorte übet
bie ©ntbef;rlid)feit be§ BecebelungSgefdjöftg
fclbjt.
SOian hat In ben neueften Seiten bie Berebe.-
lung ber ©bfthaume burch'« Sruliten, pfropfen,
u l t « r.
Goputiren u f » für ein entbehrliche« unb unnötige«
©efchdft erfldrt, unb für biefe Behauptung man*
chertei ©runbe angeführt. Sie votnehmften bcrfel-.
ben »aten fclgenbc:
1) eS tiefen fich burch ben Saamcn eben fo ebte
unb feine ßbfffottm erziehen, als gemeiniglich
auf bem 2Bege ber Berebelung gewonnen Witts
ben,, unb
2) fönnten auch burch bie Setebelung nicht alle
unfere Sbfibdume fertgepflangt werben.
Allein eS gehöret nur wenig Befanntfchaft mit
bec Sbfjbaumjudjt baju , um baS Unhaltbare jener
Behauptung einjufehen , unb baS SevebelungSge*
fchdft nach feinem wahren 5Bertf)e gu fdjdfcen. Senn
wenn aud) gleich nicht geldugnet werben fann , baß
burch bie Grrjichung bec Baume auS bem Saamen
gang vortreffliche Sbftforten gewonnen werben fön*
nen, wie benn ohne 3t*>cifcC alle bie fofilichen Zfrten
bie wir befifcen, auf biefem 23ege ergielet worben
finb; fo bleibt bcch @t}ichungSme$hobe immer
höchfl ungewiß, unb ein bloßes 2Serf beS SufaHS.
QBcr fid) nur einigermaßen mit biefem ©efchdfte be*
faßt hat, wirb bieß ohne 23ibcrrebe gugeftehen rauf*
fen. Seitbem ich mich mit bet Sbffajltuc befchäf*
tige — e« finb bereit« 3° ^af>re — bin i d> biefen
Sfßeg ebenfatt« gu verfchiebencn Fialen eingcfchlagett.
(5S ift wahr, ich erhielt einige herrliche ©orten, aber
niemals bie nämliche »ieber, welche ben ©aamen
geliefert f>atte ; unb eben fo oft begegnete mir’«,
baß ich mid) in meinen ©twartungen gctäufcht fanb,
unb von ben auS ©aamen gegogenen Bdumett
f leine, fdjlecbte, unb unfehmaefhafte grüßte drnfete,
unb jene boch gulefct noch vetebeln mußte,
Ö M ■
glaube baf>er fuf>nlidb betupfen ju fönnen, baß
man butcb auggefdete Sbfiferne tie ©orte, »on mU
ä)n fit genommen ftnb, nifmalg ganj rein, fonbetn
immer mit Jlbdnterungen wieber erhalten wirb. £)ie
Urfadjcn baoon liegen am Sage. Grs ftnb biefelben,
reelcbe bag tfugarten beg Äoblg, ber Söhnen, ©al*
Pforten u. f. w. bewirfen, unb fttf> f)ier fo »iel tl)d*
tigec geigen, jeme^r bie Saume anbere ©ewdcbfe an
@rb£e übertreffen. Surcf) bie 3Binbe, Sienen unb
anbere Snfeften, wirb ndmlicb ber ©aamenffaub »on
einem Saume ju bem anbern getragen, bie'er »er*
mifd;t ftcb tyn jur $er»orbringuug einer neuen @e*
neration, unb mir erblichen bernad; in ber »egetabi*
lifcben ©cbopfung eben biefelben Phänomene, bie
mir in ber animalifdEjen ohne Sefremben »abrneb*
men. ©eiten ober nie wirb bah« aug ben fernen
beg eblen Sotgborfetg wiebet ein ebler Sorgborfet
erjogen »erben, unb eg bleibt bemnadb ber ^(Tanger,
ber bloß aug bem ©aamen feine Saume ergeben
unb von feiner ber befannten Serebelunggarten ©e=
brauch machen will, in ber größten Ungewißheit, ob
er eben biefelben £>bffarten, »on welken er ben
©aamen genommen b<*t, ober ebiere , ober gar
fd)led;tere erhalten, unb ob bie auf foldje 71 rt ge¬
wonnenen Saumcben t>erfcf>iebene, ober alle einerlei
geuebte bringen werben. Sei ber Serebelung aber
ftnbet gerabe bag ©egentbeil ©tatt. $ier fann man
mit ©ewißbeit barauf rcdjnen, baß bag »on biefem
ober jenem genommene Sieiß ober 2luge biefelbe ßbjl,
forte wieber b«»orbringt, wenn eg auf einen anbern
©tamm, ober auch nur auf ben 21)1 eineg anbern
SJaumeg übergetragen wirb , unb man wirb batum
birg S3ecebelungggefd)dft, alg ftebereg gortpflanjungg;
mittel befiimmter jObfiacten nie für entbebtlicb am
fonnen, /
6 » l hi r,
2öaö nun aber ben greifen oben angeführten
©runb betrifft, baß ndmtidb nicht alle unfere £bfl*
bäume, mittel)! ber befannten Serebelunggarten fort*
gepflanzt werben fonnten, fo haben bie neueffen Ser*
fuebe ebenfallg bie 9?ichtigfeit beffelben bargetban.
3war ifl nicht $u idugnen, baß fich einige £>bff*
bäume ungemein fjaetndefig gegen gewiffe Serebe¬
lunggarten bezeigen, infonberbeit biejenigen, bete»
jdbrige Sriebe ein fef>c biefeg, lodereg unb fdf)Wam*
migeg ffftaxi enthalten, a. S. ber 5»ußbaum. Sig*
bet würbe biefe Öbffart lebiglicb burdh> ben ©aamen
forfgepflanjt, weil alle Serfuche, ihn burd)’g £cult*
ren, pfropfen, Copultren u. f. w. ju »«mehren, fehl*
feblugen. $ie unb ba glüefte eg wohl einem unoer*
broffenen Saumiüd&ter, bie Sampertg * unb Beller*
nuß burcb’g Öritliten fortjupflanjcn ; allein ber SEBalf*
nußbaum festen ffdF> bisfjec gegen jebe Serebelungg*
art — bag 2fblactiren allein auggenommen — ju
jitduben. 2>ie Urfad;e biefer SJiberfpenfrigfeit fonnte
bei ber Sunfelbeit, bie noch in ber ^flanjenphpfto*
logie betrfebet, £>iöf>ec fein Saumsüchfet unb $>omo*
log angeben. £ert Sflebicinal * Sfcdjnungg ; 9fatb
2Böber in Sßien, febeint fit jwar im tfllgemei*
nen anjubeuten, wenn et in feinem »ortrefflidjen
gebrbuebe über bag ©anje ber Bucht unb Serebelung
beg Äbjleg; 2Bien, 1814. 1. Sanb, ©eite 8r
fagt : „©er wilbe ©tamm muß bem eblern Bweige
eine folcbe Nahrung $u liefern im ©tanbe fepn, bie
betfelbe nach feinet ihm eigentümlichen Sebengfraft
»erarbeiten unb in feine 9?atur »erwanbeln fann.
Sjl beßbalb ber Saibling ju genetifdb betrieben
bie Gompofttion feiner ©affe fdijon in ber S5ur$el
*u W »on benen beg Gbelreifeg abweicbenb, fo iff
biefeg nicht im ©tanbe, bie Bcrfefcung ber juge*
führten 9?«f)tung fo weit $u treiben , um feine tym
Ä f 2
© & fl s d u t t u r.
2 44
eig.ntftdmttd&ett Stoff« I» ®”8
Cb*.»’ (litt, olfo <*. ob.. WU «i» «•*«•
Ern «(hn 8«» »oi9« »»« *** Ä""rtii *uf ®““’
»bd. brn »nwitt» Sof.l «»f autli.n ob« Strom,
bot,,, bi,51otl,o,mbi9icit b« „«Wirt«!« «,(*..*-
tct b« ©tuobdämmt, »in ®koW"9 »« »“W"’
b,„,n 8.»U*t« b.» 5b.lobd,S. Sobcffon odtb,
bod, bi, 8t.mbotti9e.it »<* »oumfofttä b„f,
etfdKittuttg no d, bm ®<f<9<it »« ttcScn ®"m'
_ ©tofll.bt, - «Mit t>'ullid! "™n *'*
bi„ m*tjub,n Säft.n 0« M.ib.n, »«* b„ ttt
bm ®<t»Sd>8 eifltntd imli^on «.brasttoft »u=
®o Wäbto, bitf.lßine, dnb. tt”» f» W Tu
b,m bmfettben S3flumj4d)ttt ,«!<« «MIT«» . ««<■«»
Um[i«t toi f<i»t» ««ff*™ ju ®,rf< I“ 8«*«»' M
bot m bod) $«t 9B 6 b . , 4b, t biefen »>««9«
@,s,„donb ttidjt »St,,, ortlitt, fo mi. «
bie Gt,i,bun3 b,8 SduSboum« 9«»» 4b„9005,rt bot.
Em (dutffittnistn »t«P™t b« ©0tt.nt9u9cf.n-
(dtoft in ionoon, (ttn. dniabt, n>0, .8 oufbtt
holten , bt< bi.tnb« "»« 0«.^«*« »««<«■&"* >“
.„nremn. Ettt* f.in. unetmüb.t.n SS.tfu*. 9”
lono ,8 ibm mbli*, bi, 3ftt, »i« « b"
eb.tuttä b<8 Stuft«»»« »«rfotlt.n muf, »»> f>< <“
9t6«,n e.fo'S bob.n fo», i» «•*>*«.
biefdadttid)', bi. «bobon bntonbn« ®o,„nbou8„
Mftboft 9,9.1.» b««. id 9<»ie f‘t >rt,n S"‘"'b *"
rbdmtut, 000 9,05" dß, djti9e.it, bob« toit ft« b>«
unvert&rjt mitt^eilen.
®«t fd>ted)te t*rfotg faft aller wein« »«M«’
bm tfu&baum mHtelfl be« pfropfen« unb DculircnS
ju vermuten» beftirnmte mid, normal«, bie 33er mcf>=
tun befreiten nur bur<h ben ©aamm unb ba« Uh
lactirm ansurathen. «RicfetS betfo weniger fuhr id,
fort in jebart neue Mu*e *u ma*en ' md
id, immer nod, ein ftd,ere« Verfahren *u ftnben hoffte,
tie mancherlei Abarten biefer grudjt unb einiger an,
berer, bie [ich eben fo hartnaefig gegen biefe 2lct bet
dultur fhduben, VwV* t>tix\mn *u vermehren;
enbtich mürbe meine ©ebutb unb burch
einen voUfommenm ßrfolg gefront.
gd, glaube, man wirb bie 33etmehrung ber vtt*
fdjicbenen harten leS fKugbaumö, ocrmittelfi bc«
Dculirenö fel)t tortluilbaft finben, wenn man forg*
faltig barauf beb acht Ift, bie ficuUmifet oon jun=
g?n SSdumen ober SSdumen oon n.i ttern Älter ju
nehmen j beim beffen nicht ju gebenfen , ba§ man
babutd, feht junge SSdume juro grud,ttragen britu
gen fann, fo wirb bet ^flanjer barin einen 93or*
theil ftnben, bai er bie «barten, bie heften
Srud,te liefern unb biejenigen, beren ^olj am met*
fien im Stanbe ifl, bem «Seifet unfer« «tima’«
ju wieerfiehen, wählen fann. 3» biefer ^mftdjt
' finbet man inmi.c Sö^fdjicb.nh.eiten i« bem Xcmpe*
tamente bet oetfd^ebenen Snbioibuen bie au« ‘©aa--
men gelogen worben finb, beren <5iörnfd,aftcn {$
unoeranbcrlid, bued,’« Cculiwei| fortpflanjen.
2)ie ift eine nicht fonberlid, nahrhafte
Frucht, unb vielleicht nur ber ©egenffanb eine« ber
©efunb&eit fd,dbltd,en «upt«. «««“ ©ro^br-fan,
Kien bringt feine ^oi}art hervor, bie eben fo fefl
nnb eben fo ctajfifd, wäre aU »a« Olufbaumholj,
im Sßerhdltni^ ju feiner fpecififdjen Schwere, unb
man gebraucht e< 5« Smgen , weju man bi«
noch feine« ©teUvertreter beffelben gefunben f)at,
2 33. ju ©olbatens unb Sogoflintcn.
£> 6 ji - (Sulfur.
245
gai! bei alten Saumarten fommen bie 2£ugcn
beinahe unfehlbar fort, wenn man fie non ben Srie=
fcert bcffelben 2fabre8 nimmt; allein Slupbaume fd>ei=
nen eine 2fu8ttat)me non biefet allgemeinen Sieget ju
machen. 2)iep röbjrt oietleicht batjer, bap bie Äno8»
pen im grühtingc alle bie Stattet enthalten, welche
bet Saum wahrenb be$ ©ommerS entwicfeln fott,
woraus fofgt, bnjj bie jährigen Stiebe in bie gange
ju wadjfen aufhöten, fobatb baS 2tuae erfcheinet, bap
alte bie dvnofpen beinahe non gleichem 2Tttcc finb,
unb bap lange Seit nother, ehe fie ben ©rab bet
tauglichen Steife erlangt h^en, um abgenommen $u
werben, bie SahreStriebe in bie gange ju warfen
unb neue Stattet $u treiben aufgehort haben.
Um nun ben Stachtheifen, bie au« biefen Um»
flanben entfpringen, ju begegnen, fann ich barauf,
bie Seit bet Segetation bet ju nerebetnben ©ubjecte
aufjuhalten, um fie mit bet Segetation bet Swelge
jufammentreffen ju taffen, welche bie Jtnofpen tra;
gen, bie baS Grbetreip titben fotten, unb eS gelang
mit jum Sl)eit. 2fuf bet ©runbflache bet jährigen
Sriebe beö 9tupbaum$ unb emtget antever Saume,
giebt c8 an bet ©fette, wo fie fid) mit bem oorjdf)s
tigen Stiebe oereinigen, mehrere f [eine dtnofpen, bie
faft in bet Stinbe nerborgen finb, ftd) niemals obet
wentäflenS febr feiten entwicfeln unb nur in bem
gälte, wo bie biefm jtnofpen in bet Stifte unb am
©nbe b?e Sriebcö $u ©tunbe gegangen finb. 2tl$
ich nun ju Seit unb auf ba§ nämliche ©ub»
ject eine non ben f leinen unb eine non ben gtopen
jfnefpen geimpft hott«» h^tte ich hi« Sreube ju fe»
hen , bap baS f leine immer trieb, wdtjrenb ba$ grope
fceffdnbig jn ©tunbe eieng. liefet Setfuch würbe
im ©ommer 1815 wuberhott, auf $wei ©ubjecten.
bie ein Saht 1« Söpfen etjogen waren, unb
wahrenb beS ganjen gtuhlingS unb ben Anfang beS
©ommerS im ©chatten an einet SDtauer gefianben
hatten. Son ba würben fte gegen baS ©nbe be$
SuliuS weggenommen in ein ju Serfucfjcn beflimm»
teS SBarmhauS gebracht, unb herauf nerebelt. £ a
fie wahrenb bes ganjen übrigen ©ommerS in bem
©laShaufe blieben, fo trieben bie f leinen ein.e;mpf=
ten Änofpen 3 gup lange goben, mit biefen , weib>
liehen, nollfommen gleichen Änofpen an ber ©pi&e,
wetdje nothwenbig unfrudjtbat bleiben mupten, weil
§u ber 3«it, wo jie fich entwiif eiten, man unmöglich
mdnnlidje Sluthen hfthen fonnte; allein bie feu!)*
Seifige Silbung biefet Änofpcn beweifet jut ©nttge,
bap bie Grigenfd;aften unb ©ercofmheiten eine«
gruchtjweigeS beS Stupbaumö auf einen jungen
Saum, mittelfi beS £)culircn8 ebenfowohh al3 burdf*
2fbtactiren fortgepflanjt werben fonnen *).
Sie ©fette, bie man jurn ©tnfeben ber 2fugen
biefet Sfrt Saume, imb wahrfcheintich auch alter an*
bem, bie eben fo oegetiren, Wahlen mu£, ift baS
(Snbc bcö notjahtigen StiebeS, fotgtid) ganj nahe
an ber ©runbfladje beS SriefeeS non b-iefem 3af)ce.
©inb bie f leinen 2fugen, beten ich fo eben ermahnte,
*) ©8 gefd&tebet |>aufig , bap bie fleinen 2tugen, von
benen £err Änight rebet, treiben, wenn bas Sicfe,
auf welches man in 2tnfehung beS ©elirgenS ber 3ms
pfung rechnete, aus trgenb einer Urfache abfhrbt (obet
wie bie ©ärtner fprechen, einfdjlaft); allein ich glaube
nicht, bap man bis ju ber ^Beobachtung, non welcher
hier bie Webe i ft, baran gebacht hflt, eä 00r*
theilhaft fepn fonnte, in einigen galten bie fleinen
Jtugen ben gropen ootiujühen. ©iep i|t eine neue
Shutjache , beren itnwenbung in »ielen galten ber
jprartS feljr wichtig werben fann.
246 -
behenb In Swcige, b*e e,ne Iä^afte unb Wnc^e ®e5
getation jeigan, eingefegt worben, fo wirb man ffe faft
tUn fo ffd)er, wie bie 2(ugcn i«b{t anbcrcn *rt Mn
iObflbdumcn anfdffagen fegen, wenn nur iebetaiat
i^re JKeife weiter gebieten iff, al« bie Oleife ber £no«=
pen be« Subject«, auf welrfje« fte geimpft werben*).
Sie Vortheile, bie man baburcf) für alle Tfrten
ton Vdumen erlangen fann, bajj man bie Änofpen
in einem guflanbe ber Steife impft, bie weiter ge*
biegen ijt, al« bie Steife bet Unterlage, terbienen
alle Tfufmerf famfeit , unb id) glaube, bajj fte im
©anjen bett ©drtnern unb Pflegern ber Vaumfchu*
len noch nicht befannt ftnb. Unter gleichen Umffdn*
ben fcgldgt ein red)t reife« 2fuge fogleid) unb pdje#
rer an, e« ift weniger in ©efagr im 5Binter ju
©runbe $u geben, unb geniest ben fet)t bebeutenben
SSortljeil, iu Gnbc be« Sommer« unb wagrenb be«
•£etbfh« feiner feithjeitigen Vegetation au«gefegt ju
fepn, ob e« gleid) tor ber gewöhnlichen 3eit unb in
einer Sal;re«jeit eingefegt worben iff, wo bie Unter*
*) 3m »origen Sagte batte £err 9S o f c in $atis
Gbelreifec »on tfmeriranifeben gtußfcäumen erbalten,
meldje ec auf ben gettj&t)nlt4)cn 9?ufibaum impfen
ttoUte, um |Te in ber §olge burd) JtOteger ju »ermeb*
ren. Sr lief bie ©dfflber gleich über ben SBiirjeln
in SSäumc&cn »om »orbergebenben Sabre einfegen,
unb alle fälligen gegen feine Grroartung an. Gr
glaubte baber, bnf ber glüdlidje Grfolg baber rüfjrte,
baf baS @d)ilb burdf) feine (Stellung nabe am »oben,
unb »eil eS »on ben benachbarten ©tammdien Oefdjat*
tet »orben war, bie ju feinem JCnfdjlagen nhfhige
^eachtigfeit erhalten batte. GS ift moglid), baf eS
bem »on £tn. Äniggt angegebenen Umfianbe jtiju=
fdjteiben war , benn ber £alS ber aBurjeln führt ben
»on ihm angegebenen Umjianb mit (ich,
Sulfur.
läge in ber guöe be« Safte« flefjt. 3d) habe oft
3fugen ju £unberten ton ^ftrfdjenbdumen im ©la«*
häufe genommen unb fte auf ffatfe Stiebe ber im
freien ftebenben $ftrfd)enbäume geimpft, bed) faf)e
id) niemai«, bajj fte itdbrenb be« Sommer« unb
^jcrbfle« Stiebe entwicfelt unb gebilbet batten; allein
wenn id) biefen Verfud) umgefeget machte unb 2fu*
gen ton spftrfcgenbdumen im gteien auf 3weige non
*J)ftrfd;enbdumen tm ©la«baufe fegte, fo gefegage e«
immer, bafj mehrere unter ihnen unb juwcilen alle
fich gleid) nad) bem Ginfegen entwickelten , obgleich
jur 3eit, wo fie geimpft werben waren, bie Vege*
tation ber Unterlagen faft einen Stilleffonb machte.
Sowohl in bem einen al« in bem anbern galle fiel
ba« Olefultat gegen meine Gvwartung au«; e« fegei»
net mir aber einleucgtenb, baf man e« bem }ufd)rei*
ben muffe, baf ba« reife 3fuge, ehe e« tom Vaume,
auf weld;em e« ffanb, genommen würbe, ton Olatuv
in jenem 3uffanb ber Oluge, welche tor bem langen
SBinterfcblafe torhergehet, terfunfen war, unb baf
bie 2eben«fraft fid) noch in bem 3uffanbc bet
Gr regbarfeit in ben Änofpen ber in freier 2uft
ffegenben Södume tefanb.
enthalten bie reifen Änofpen be« $firfd)en*
bäum« Vlütgen, wenn man fie au« bem VJarm*
häufe bringt, fo fann man fie fef>t weit tetfdjicfen
unb im folgenben gtuglinge grüdjte baton erhalten.
3fuf biefe 2frt erhielt id) Änofpen baton, bie mir
au« bet Oldhe »on Sonbon $ugefchicft worben wa*
ren, unb id) jweiffe nicht, baff man eben fo ScuUc*
reifer au« a t i « unb felbff au« bem füblicgen
granfteid) erhalt, wenn fie nur gut eingepaeft wor*
ben ftnb. Sn biefem galle mu^ man bem tfuge
ein ganj bunne« Stucfchen ^olj (affen, anffatt e«
£ 6 fl * (Sulfur.
gan$ babon ju trennen. ©iefe SJorfTdbt wirb juwei*
ien nccfy nu&iiO fepn , wenn man im freien 2fugen
einimpfen wiflf, weiefee man bon S3dumen genommen
fjat, beten giud;te jeitig im ©las^aufe reif gewor*
ben ftnb. —
£>iefe (e|te 35emetfung be$ $etrn Ä rt i g f> t ift
in Seutfdjlanb idngjt beginnt; benn wenn man im
gruijlinge pfropfet ober copuiiref, fo werben bie 9?ei*
fer meutere 3iage unb SSodjen botfjer gebrochen unb
in feuchtem Sftoofe, im bettet ober aurf> im @d?at:
24 ?
ten, mit bem rnUtn Steile in bie (Stbe bergrabett
«ufbewabrt, ober aus bet gerne perfekteren, tmb
man erfjdtt fte im feuern SJfoofe gepaeft. U.ib
ebenfo bei’m £>culiren im ©ommer, wenn bie 2fits
gen be$ SdumOenS, ba$ man perebcln wiß, no$
nicf)t iu ii)rec poßigen ©ntwiefetung gelangt, ober,
wie bie ©ättner fpree&en, reif finb, fo bcfOicuniget
man biefe iijre 2f«6bilbung entwebec baburO, baf
man bie ©pi|e abfOneibet, ober untenan ben 3we:V
gen ben KingelfOnift madjt, ober timen bie Sidtter
abfneipf.
n
£ a l t.
3
r u m i |l e t « fc
©eite
i. ©d;cne erotifd)e ’Pflanjen.
A. Sie nadjtföattige ©pi&biume. {VTAt 2CbbtIbung
x . 20Q
auf SEflf. 28-) • • • • *
B. ©er retbe SRatternfopf« (SiitÄbbilbung auf a*--
fet . . 810
C. ©er Ganbifdje SiatternEopf. (<Dlit2(bbÜbung auf
Safel Bo- . . 210
2) Ueber bie Eultur ber ©atjticn ober ©eorgu-
nen, unb über bie jai)lreid)cn tfbänberungen,
bie man baoon ju 8 5»en gejogen bat • 210
Sreib* unb ®cw«4)§bö«^©drtnercf.
©ine nod) unbefannte Krt, wc^medente $ßEele =
nen ju erjiefcen . 81
©emüfebau im ©arten unb auf
fru.m S.ltie.
lieber bie oerfdjicbenen 2(tten beS ©pargelEoi)IS
(Broccoli brassica asparagodes crispa) unb
bie 2Crt feiner . . 230
§3 b ft « 6 u 1 1 u r.
1. gf) araf teriftiE ber ©bft » ©orten.
©ie üaitfdje «Brombeere. ( 2Bit 2tbbi(bunß auf
JJafcl . . . .
2. Ueber bie ffierebetung beö «RuübaumS burd)'S Ocu«
liren. Soran ein «paar SBorte über baS SSer=
cbetungögefdjSft . . 2*"
$u biefem ^efte gebeten folgenbe 2(C'6i(bungen .
IXafel 28. Sie nadjtfdjattige ©pii^blume.
_ 29. Ser rotbe «RatternEopf.
_ 30. Ser Sanbifdjc 9tatternfopf.
— 31. ©ie Seutföe «Brombeere.
$ t 9 i ft e t
jur ^ortfefcung
t> e 6
5nigc meine» $ e u t f cb c n ©arten^SSÄagajins,
fünfte* 93 a n t>, 1820 — 1821.
X.
JCcctimatifirung ber StofFaflanie in
Sentfcfjtanb, 38.
Agavejamericana, ibre S8lüi;jeit( 203.
2ücot>r, ber Shintfifcfje, 86.
3Hop, bie flroßf, in mit viel 3eit fie
blühe, 203.
Jfnalofe, cöemifcbe, ber Sopinambutg,
154-
2tnanagbaug, ein norfj nirf)t alfenfe
falben beFanntcg, 86
Qfnanagfiudjte, ihr © c tt> i db t, 117,
Xnanaö tragbar $u machen, 180.
— »011 Snfeften $u reinigen, 180.
Ardisia soianacea, 290.
Aristolochia cordiflora, 121, 203.
tfprfijitet; ^fofc, 38.
95.
Smm, ber größte in ber 33ert, m,
SNicg n ter <pfhnjen, maß baöei
J« beobachten, 133.
Sortf. beg 71. Z. @art.
aSeleebere, SStütben = SBerjeicbniß ba*
felMt, 73. 9q.
SBIi^ableitet aug ©trobfeilen, 77.
SSlüt bangen, bag ©inimpfen fcerfet»
ben, 67.
3S[ütt;en»33er5eicbmf5 *u SBeloebere, 73.
SBlume, bie größte in btt StBelf, 12t.
202.
SSlumenFobf, neue 2frt i^n ju pftan*
jen, 103.
©iumenFobijuebf, Sranffurter, 106.
ffiocöborfcr 2fpfel, 50.
SSofaniftbe ©arten, Ueberffcbt beefet»
ben in Qeftermcb, 204.
Sotanifdieg SBunbecptitoer, 122.
ffirafilien , S&beecwlfur bofe^ft, 39.
SJtief, anonimer, an b.-n £eraugge»
ber beg ©arten * SJtagajing, 31.
SSroccoli, beffen 2f etten unb ©uttur,
236.
»tomöeere, bie gefönte Stofen--, 46.
— b'e Seurfcbe, 241.
33runnenroaffer, reenn cg jum Sße,
Gießen 3U gebrauten, 127.
<5.
Cactus speciosus, ior.
gantatoupen, 220.
Santorbirn, bie, 49.
Centifolie, btübenbe, auf einem Dräns
geriebäumdjen, 5.
©Oemniger »runnen, 30.
©icborien. gaffee »üotferie, 204.
Cleome spinosa, 170.
Convolvulus candicans, 125.
Courtpendu rouge, 139,
ßultur beg ©tumeiifoblg, nach Ji»
lippo Stee, 103.
— beg SBroccol», 236.
— bet Sabfien ober ©eorginen,
210
— ber Srbapfer, 109.
— bet SDtetoften, igi.
©.
35abrien, gattue betferben, 210.
iDaupbinerpflaume, bie, 6.
er
SJtagaj. V, 33b. 6. <3t. 1821.
e 9 i |i e t«
250
SDecoratton großer ©arfen unbparJS,
43- 85-
Senemapt beS ©cpuUepwS Hobler,
I3*
JDioSmen burdj Sterlinge fortju*
pflanjen, J71.
e.
Ecliium creticum, 210,
— rubrum, 210.
Ginimpfen bec ülütpenaugen, 6r,
Gnglifepe ©arteneingdnge unb plan»
f«n, 31.
Grbäpfei, Änfcau berfelben, 109,
— Staepricpt ber 9)tärfifd)cn 5f o«
notmfcpen ©efeUfdjaft baoon,
156.
Erica Monsoniae, 170»
s.
Facfelbiptl, bie fe^bne, 101.
Filippo 9teeS SBlumenfcpljuept, 103.
Ficus australis »Sepp ohne ©tbf, 65.
glußtnaffer, toenn es &um SBcgießen
anjutoenben, 129.
goUppanjungSmetpobe, neuer tropi»
«per ppanjcn , 171.
grantfucter SSlumenfopljucpf, 106.
grudjtbarfeit, außerotbentlicpf, 121.
Functionen bec »lütter, 11.
©.
©artcnfunp, Beitrag jur ©efepicpte
betreiben, 198.
©arienfepciften, neue, 21.
©artemrcge ju reinigen, 15?.
©ebiute, f leine gefepmaclDolte jur
©ecoration großer ©Srten unb
ParfS, 43-
Georginen, Kbinberungcn berfelben,
211.
— Kultur, berfelben, 210.
©ermain , ©t , 50.
©tfcpidjte bet ©artenfunP, 189-
©rubentoaffet , »enn eS jurn SBeflie»
ßen anjuicenben, 129.
©uirlanben s Stofe, tie bunfle, oiel*
btutpige, 45.
— — bie blaffe, oiclblütpige, 45-
£agelaMeiter aus ©tropfcilen, 77.
£aibe, üJtonfonifdje, 170.
£aiben burep ©tecflinge foitjuppan»
Jen, 171.
Helianthus tuberosus, 109.
^»untere pep felbft btiregenbe pumpe
für ©arten, 30.
£pacintpe, eine monprofe, 4.
s.
Sapanifdje Stofen, jtoet neue, 45.
Jasminuni Sambac, 3.
SerufalemS tlrtifepofe, 9tad;ricpt ba»
non, 156.
Snbianifepcs SogelpauS, 44*
Snfeften oon ben Änanas ju oertrei*
ben, 180.
— non ben SMonen ju oertrei»
ben, 181.
Snftrumente, ©arten«, gaPtprieS,
198.
Ä.
Habe’S Änbau b«t ©rbäpfet, no.
Hartoffel, EanSmannS neue, 1 15-
Hartoffeln, neue 2trt, fie oortpcilpaft
ja bauen, 113.
— fegen über ber ®rbe Hnollen
an, 116.
Hodjfalj, ©ebrauep beffclbcn bei’n»
©artenbau, 121- 143-
Hopler’ö Benfmabl, 13.
Hurjftiel, ber rotpe, 139.
i.
gantmann« neue Äartoffel, 1x5.
CapopoUe’S^agelableitcr aus ©trop»
feilen , 77.
Lathyrus grandifloms , 4.
Limax agrestis, 32
Limodorum Tankervilliae, 169.
Ctnneifdjeö ppanjenfppem bilblitp
bargepellt, 182.
gotteie oon 6i<porienfaffee, 204.
® ?.
SJtafefjine, Ungarifipe, 30.
— jur Reinigung ber ©arten*
weg«, 157*
Sftafdjinen für ©drlcn non gapeprie,
199.
SKauranc e, bie gbmenmaulblSttrige,
46.
SKclonen , Ärten unb 21 arten berfei»
ben, 2i8-
— öegeßen berfelben, unb ma4
babei ju beobachten, 229.
— Befcpneiben berfelben, 225,
ßultur berfelben, 71. 181.
— 6tbe für biefelbeti, 225. 235.
— 58tutel jur Vertreibung bec
Snlefien auf benfelben, 187*
— Steife berfelben, 233.
— ©aamen, 234.
— baS ©tbneiben berfelöen, 225.
— tooplfepmecfenbe ju erjtepen,
216.
— «Beete, baS guften berf. , 230.
Mesembrianthemum inclaudens ,
102.
sßtiputifdje fRacptferj», 101.
SBitPbeete fuc Sßelonen, 223.
rptonS, Dr. oan, 9tad>rid)t non feiner
Dbpcultur, 20a.
9Jtonfonifcpe ^aibe, 170.
m.
9taditferje, bie 93tiffurif(he, iot.
9tamen = SePiinmung in ber pomo»
legte, 48.
Staitcrnfopf, ßanbtfihcr, 210.
— totper, 210.
9tu^baum, burep baS Dcutircn ju
oerebeln, 242.
O.
Öberraber Bliimenfoplxudjf, 106.
DbPbäume burep Äbfdjnitte fortju*
nPanjen, 205.
Obpbaumjud;t in Ungarn, 140.
ßbPcultur bcS eg>rn. Dr. oan 50ton5,
200.
Debera, bie fproffenbe, 46.
Oeuothera Missourensis, IOI.
Dtangeriebduntepen mit blüpenben
‘ Stofen, 5.
%
■fatfeS, ©amuel, 143,
§>epin, entflcljung birf. Vameng, 48,
$>firfd>en, frülje gum fragen gu brin»
ßcn, 10.
fpflangenfpftem, CinneifcheS , bilblich
bargcftellt r 182.
«Pflanjcn, trcpifdje, gu eermeftren,
171.
Pflaume, bie Saupbiner*, 6.
Phillips pomarium , 63.
fPißenblume, bie hornige, 170.
planten, ®ngtifd>e, für ©ärten, 31.
Pomarium brittannicum, 63.
fpomolcgie, Vefiimmung ber «Kamen
in berfelben, 48.
— ©ntftebung ber tarnen in ber»
felben, 48.
S>omolo0ifd)er®unfdi u. «Bitte, 205.
Proteen bur$ Sterlinge fortgupflan*
gen, 171.
5)umpe, fid^ feCbft bewegenbe, für
©arten, 30.
0f*
«afflejta, bie größte Vlume in ber
SBelt, 202.
Staube ber «Birnbäume gu feilen, 141.
Stegenwaffer, j. Segiepen b. befte, 129.
Steidiart’S Canb * unb ©artcnfd)a&,
ilngeige betreiben, 25.
Steinigung ber ©artenwege, 157.
Renealmia uutans, 12g.
Ronce, la bleue. 241.
Stole, bie Äprffjire*, 38.
— bie ©ucrlanben*, 45,
— bie Sapanifcfje otelbiüt^ige, 3s.
Stofen, blübenbe, auf Orangen, 5.
Stofen . ^Brombeere, 46.
Slofcnmetf, neue« ©nfllifdtes, 47.
Stcptajlame, acclimatifirt in 2eutf<h*
lanb, 38.
Stcttleben, 13.
Rubus rosaefolius coronarius, 46.
9t e g f fl e t.
0.
©aanrn ber SOMonen, 234.
©adjenbäufer Vlumenfoblgudjf, 106.
©alg, ©..brauch beff Iben im ©arten*
bau, i2i.
©arnbac* SaSrnin, ber gefüllte, 3.
©djnecfen, naefte gu »erlügen, 32.
©djriften, neue, für ©artenfunft unb
Votanif, 21.
©überminbe, bie, 125.
© fc, beconrter, in einem Vlumen*
garten, 85-
©pargelfobl, beffen Ärten unb ©ul*
tu r, 236.
©pigblume, Stad&tfchattige, 209,
£.
SafractSart, eine neue, 39.
Salaoera SBatgen, beffen gruchtbar»
teil, 121.
SEanfetb UfdjeS Cimoborum, 169.
Setcbmaffer, ob eg gum Vegiepen an*
guwenben, 12g.
Sbeecultur in Vrafflien, 39.
Sbeorie ber Vegetation, 68-
Sbonerncffiarmeröfjren für ^flangen*
häufet, 166.
SEigerr, ber, eine .RtaiiFfjeit berVirn»
bäume, 141.
Sopinambur, 109.
— tbemifd) anaiifirt, 154,
— 9tad)tid»t her «Btärfifchen
Jfoncm. ©efellfdjaft baoon, 156.
Sragbarieit ber Änanas gu beföc*
bern, 180.
— oerfrühefe b. Dbflbäume, 7.
u.
Ueberftöt ber bofanif^en ffiärten in
Oefterreid', 204. '
UngarifdK «Oiafchine, 30.
— Obfibaumgucht, 140.
«rat, ein neues iDüngunggmitter, 74,
251
23.
Vegetation, Sporte berfelben, 63.
Verebelung ber «Bäume, ob fie ent*
befjrlid) fct>, 242.
— bes VupbaumS burch’S Ocu*
Iiren, 242.
Vergäunungen, ©nglifche, 31.
Virgouleufe, bie, 50.
Vogelhaus, baS Snbianifche, 44.
23.
VJärmercfjren, tönerne, für «pflan.-
gen&äufer, 166,
SBaigcn, SEalaoera*, grudjtbarfeit
beffelben, 12t.
SBalbft'i, beccrirter ©nglifd&er, 44.
SEBaffer gum Vegiepen, wie eä be*
fchaffen fepn mup, 126.
— unentbehrlich gut Vegetation,
132.
•— bem üerfd&iebenen, bie Sigen»
fchaften beS SiegenS mitgutfiei*
len, 130. 137.
SBafTermelonen , 220.
SBafferpumpe, fi<h felbft bewegenbe,
30.
SBege in ©ärten gu reinigen, 157.
2BeinftocEe, breimaltragenbe, 39.
SBeintrauben, baS Veeren berfelben,
38-
SBerfgeuge für ©ärten Don 8aftet>rtf,
199.
SBicfe, bie grop6lüt!jige, 4.
SBinbe, bie Silber*, 125.
VSortertlärung, wiberrpredjenbe , in
bet Homologie, 48.
SBunberpuloer, botanifcheg, 122.
SOSuafd), pomologifcher , 20g.
3.
äafetblume, niefd;liepenbe, 102.
« I 2
SSerjetdjntfs
fcer in biefcm S5anbe befinblic&en Ä u v>fc r.
'i. gefüllte ©iimbüC:SafmiH.
■2. Sic großblütfjige SBicfe.
'3. Sic mcnftrbfe ^vjacirtbe.
4. Sie Saupbiner.'Pflcumr.
•5. ©!i3lifdje ©artencinaange, planten unb S5cc»
jaunungen.
'6. SRiß, «in« fi$ fdblibeivcgenben spumpe für
@5rtcn.
'7. Sie blaffe, oielblütfeige ©uirlanbcnrofc.
g. Sic bunfle, »ieibiütbige, 9 cogblattciae ®uir*
lanbencofe.
Sic gefüllte Stofen : SBrombeete.
10. A. Sie fproffenbe Debera.
ao B. Sie lötccnmaulblüttrigc 3J?auranbie.
n. J?ig. i* ©a« 3«biani|dbc SSogelbau«.
11. fiig. 2. (Sin ffiiU-ff*.
12. Scr Ficus eustralis.
13. Sie frf)6ne gocfclbiftel.
14. Sie ÜRiffurifdje Sta^tferjc
Safcliö. Sie nieföließenbe 3afcrblume.
_ 16 u. V- Sccorationen großer ©arten unb ?>arf«.
— ‘iß. Stiß ju einem KnanaS&aufe.
— 19. SanfmannS neue Äartoffel ju ®ent.
— 20. Sie ©ilberminbe.
_ 21. Sie überfjängenbe SRencalmie.
— 22. Ser tetbe Äutjffiel.
_ 23. A. SBegcreinigang« » SJtafcbinc.
_ 23. B. aBdrmer&brcn für ^>flanäcnt)aufer.
— 24. Sanferoillftfje« Cime 0 um.
_ '25. Sie üRonfonifdje £aibe.
— 26. Sic bornige ^iaenblumf.
— 27. Sa« tinneifdje ^ffanjenfpffem bilblicfc bärge.
ftellf.
_ 28. Sie nadjtfdfjattige ©pi&blume.
— 29. Ser rotbe Statternfopf.
3o. Ser S&nbiflje Statternfopf.
— 31. Sie Heuige »rombtere.
AT£ttriMet9.*Sibä.
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